Kwälle?
War ein Scherz
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Kwälle?
War ein Scherz
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Der Interregio vom Flughafen hält ausserordentlich nicht in Gwaltstetten sondern erst in Schlieren. Somit keine Scharmützel vor dem 1930 und ein langer Marsch für Kloten ![]()
Diese kä Luscht Abende gibt es jetzt diese Saison schon einige. Bern und Rappi sowohl zuhause wie auswärts und Langnau und Kloten auswärts… also so 25% aller Spiele. für das fehlen uns halt Spieler mit Emotionen. Wenn Chris auch noch geht haben wir keine Kämpfer mehr… typen a la Segi, Schrepfer, Scherwey… die die Mannschaft aus der Lethargie holen
ich habe in der Halle gerne mit den Kindern z‘nacht gegessen: den guten Fleischkäse, Swiss Style Hot Dog, Penne, nen grossen Becher Popcorn, etc
momentan weichen wir halt auf die Restaurants / Take Away am Bahnhof Altstetten aus…
Ui ja Fleischkäse mit der riesen Portion Pommes war top! Oder vor dem Match ein Cordon Bleu oder Fondue bei Jürg im Stadiönli.
Merci 14er Liga. Die Liga wollte ja Kloten ums verrecken oben haben.
Der Swiss-League-Klub SC Langenthal zieht sich per Ende Saison aus dem Profisport zurück.
Der Verwaltungsrat und die Hauptaktionäre beenden somit den noch im Sommer initiierten Strategieprozess. Mit der aktuellen Eishalle Schoren und der fehlenden Perspektive eines Stadionneubaus kann der SC Langenthal den Sportbetrieb in der Swiss League nicht aus eigener Kraft finanzieren, was wiederum zu einer regelmässig defizitären Jahresrechnung führt.
Der Klub wird sich nach 21 Jahren in der zweithöchsten Liga künftig auf den Amateurbereich konzentrieren und voraussichtlich kommende Saison in der MyHockey League spielen, der dritthöchsten Liga im Schweizer Eishockey.
Der SC Langenthal gewann in den letzten zehn Jahren dreimal die Meisterschaft in der Swiss League (2012, 2017, 2019).
Das Frauen-Team Langenthals verbleibt in der NLA. Die Bereiche Frauen- und Nachwuchsförderung bleiben bestehen. Für den Nachwuchsbereich haben der SC Langenthal und der SC Bern ab der kommenden Saison eine Partnerschaft für die Bereiche Trainings-, Spiel und Ausbildungsmöglichkeiten vereinbart.
Der Swiss-League-Klub SC Langenthal zieht sich per Ende Saison aus dem Profisport zurück.
Der Verwaltungsrat und die Hauptaktionäre beenden somit den noch im Sommer initiierten Strategieprozess. Mit der aktuellen Eishalle Schoren und der fehlenden Perspektive eines Stadionneubaus kann der SC Langenthal den Sportbetrieb in der Swiss League nicht aus eigener Kraft finanzieren, was wiederum zu einer regelmässig defizitären Jahresrechnung führt.
Der Klub wird sich nach 21 Jahren in der zweithöchsten Liga künftig auf den Amateurbereich konzentrieren und voraussichtlich kommende Saison in der MyHockey League spielen, der dritthöchsten Liga im Schweizer Eishockey.
Der SC Langenthal gewann in den letzten zehn Jahren dreimal die Meisterschaft in der Swiss League (2012, 2017, 2019).
Das Frauen-Team Langenthals verbleibt in der NLA. Die Bereiche Frauen- und Nachwuchsförderung bleiben bestehen. Für den Nachwuchsbereich haben der SC Langenthal und der SC Bern ab der kommenden Saison eine Partnerschaft für die Bereiche Trainings-, Spiel und Ausbildungsmöglichkeiten vereinbart.
Soooo das wars. Besser noch offensiver gespielt gegen Serbien dann wäre Südkorea der Gegner gewesen. Schade! Wie vor 4 Jahren gegen Schweden… nach dem Serbien-Spiel war fertig. Déja-Vu …
Muri ist halt doch nicht besser als Petkovic.
man kann halt nicht immer gegen Serbien spielen. Diese Mannschaft scheint immer eine besondere Motivation zu brauchen. Ob nun Puff mit den Medien oder Mutterfickerthemen als Auslöser, alle paar Spiele gibt's mal ein wirklich gutes. Ansonsten gurken sie sich teils sehr unmotiviert durch. Das war auch unter Petkovic schon so. Das verhebet eifach nöd, darum habe ich Mühe mit dieser Mannschaft.
Dass sich Yakin heute auch nicht gerade als Taktikfuchs ausweist, ist nochmal ein anderes Thema (:
Aber gerade Merchandise mit Retro Sachen verkauft sich super, zB die Socken mit dem alten ZSC Logo sind ausverkauft, und das 25 Jahre nach der Fusion. Gerade auswärts sieht man ja fast keinen mit Lions Utensilien… der Club lebt von der Vergangenheit obschon die jungen das alte rauchige Hasta nicht erlebten und die grossen Erfolge erst nach der Fusion kamen.
Und heute haben wir doch eine DNA, teuerste Mannschaft Schweiz, geilstes Stadion der Schweiz, grösste Organisation der Schweiz etc. etc.
Heute wird Grönis Koffer einmal pro Woche gepackt (obwohl er einmal die Quali gewann und einmal im Final stand). Passt dann iwie nicht ganz so zusammen. Wollt ihr nun der Underdog sein oder doch lieber der hochnäsige Erfolgsclub, bei dem eine Quali auf Rang 3 ein Misserfolg ist...
Meine Kritik:,
Für die grösste Organisation haben wir halt doch etwas wenig Eigengewächs in der ersten Mannschaft.
Misserfolg ist dass sie in der CHL nie über das Achtelfinale kamen. Der Rest mit den 52 Freundschaftsspielen passt doch.
Na ja der Kater ist doch schon da bei "Traditionsclubs" wie HSV, S04, 1. FCK, 1860, etc. pp. wo man sportlich wie finanziell Pleite ist und auch keine Aussicht auf Erfolg da ist. Man feiert noch ein bisschen sich selber und das wars dann aber auch schon!
Es gibt schon Clubs die Tradition und Werte beibehalten und Erfolg haben… FC Winti, Union Berlin, Celtic Glasgow,
Das ist doch gar nicht der Punkt. Und wohl auch nicht der Punkt von SL. Aktuell spielt er in Linie 4 und in PP1. Im PP spielte er aber nicht immer.
Sein Lohn ist aber Linie 1 oder 2. Dort liegt der Knackpunkt.
Da verstehe ich den LimmatBlock aber schon. Ohne Chris bleibt dann noch Geering, P.Baltisberger und Schäppi als Identifikationsfiguren…
Wir haben eh keine DNA mehr. Unsere DNA ist der Erfolg um jeden Preis, quasi das Bayern des Schweizer Eishockeys, auch wenn dies nicht gerne gehört wird.
Das ist so, aber bereits seit x Jahren. demnächst sind 3 von 6 Spieler die an unserer Hallendecke verewigt sind aus dem Klotener Nachwuchs.
Stadien machen Klubs – die ZSC Lions als freundliche Hipster unseres Hockeys
2. Heimniederlage
So wie in Bern auswärts…
Hälfte der Saison um, da darf man schon ein kleines Resümee ziehen.
Ich finde, man darf einmal ein Lob an die Mannschaft aussprechen. 2.09 Punkte pro Spiel ist wirklich zufriedenstellend. Irgendwie war die Stimmung hier drinnen (auch bei mir) schon etwas am Kippen, als man es wieder nicht schaffte sich in der CHL durchzusetzen.
In der CHL ist unsere Bilanz diese Saison schon desaströs, 8 Spiele mit 5 Niederlagen…
Akira Schmid eilt mit den New Jersey Devils in der NHL von Erfolg zu Erfolg. Tritt er im Nationalteam in die Fussstapfen von Leonardo Genoni und Reto Berra?
Vor ein paar Jahren schnappte sich Akira Schmid Kugelschreiber und Notizblock und besuchte einen Nachbarn. Schmid, heute 22, wohnt in Langnau im Emmental – genau wie Martin Gerber, einer der besten Torhüter in der Historie des Schweizer Eishockeys. Schmid wollte wissen, welchen Weg er einschlagen soll. Und Gerber entgegnete, dass der Pfad keine grosse Rolle spiele, es komme viel mehr darauf an, was man aus der Situation mache.
Es waren Worte, die Nachhall fanden bei Schmid. Denn wie einst bei Gerber, der es über den 2.-Liga-Klub Signau bis in die NHL geschafft hatte, verlief seine Karriere in jungen Jahren nicht linear. Zum Eishockey fand Schmid eher zufällig. Er versuchte sich zuerst als Fussballer im Nachwuchs des 3.-Liga-Klubs FC Langnau, schon dort war er Goalie. Den Rasen tauschte er gegen Eis, nachdem er als Achtjähriger mit dem Vater ein Heimspiel der SCL Tigersbesucht hatte – und danach im Rahmen einer Ferienpass-Aktion ein Schnuppertraining absolvierte. Ein Jahr musste er sich gedulden, ehe er sich auch dort zwischen die Pfosten stellte. Schmid sagt: «Mein Vater wollte, dass ich zuerst Schlittschuhlaufen lerne. Es hat mir nicht geschadet.»
Mit 18 war er in Langnau zu gut für die Elite-Junioren-Meisterschaft. Doch als ihn sein Agent Gaëtan Voisard in der zweitklassigen Swiss League zu platzieren versuchte, winkten alle Teams ab: zu jung, zu unerfahren, zu viel Risiko; danke für die Anfrage, aber wir haben keinen Bedarf.
Vier Jahre später spielt Schmid in der NHL. Vier Spiele in Folge hat er mit den sich in einer beneidenswerten Verfassung befindenden New Jersey Devils zuletzt gewonnen, aus den letzten 17 Partien resultierten 16 Siege, auch die Schweizer Leistungsträger Nico Hischierund Jonas Siegenthaler brillieren. Die Zuschauer im Prudential Center in Newark feierten Schmid mit Sprechchören seines Namens. Seine Abwehrquote liegt bei fabelhaften 95,3 Prozent, der Trainer Lindy Ruff sagt: «So, wie er im Moment spielt, werden unsere Augen grösser und grösser. Er macht gerade ein Statement dafür, dass er ein NHL-Stammspieler sein kann.»
Akira Schmid begann die Saison in der Organisation der Devils eigentlich als Nummer 4 in der Torhüterhierarchie, doch Verletzungen von Konkurrenten führten dazu, dass er vom AHL-Farmteam Utica Comets in die NHL berufen wurde. Er ist der erst achte Schweizer NHL-Goalie der Geschichte. Und der erste, der seit der Saison 2019/20 zu Einsätzen kommt – damals absolvierte Gilles Senn, heute in Davos der teuerste Ersatzgoalie der Ligageschichte, zwei Partien ebenfalls für New Jersey. Torhüter waren einst der Schweizer Exportschlager schlechthin, doch von der stolzen Tradition ist wenig Substanz übrig geblieben.
Es ist nicht klar, wer im Nationalteam die beiden 35 Jahre alten Platzhirsche Leonardo Genoni und Reto Berrabeerben soll. Vielleicht Sandro Aeschlimann vom HC Davos, Gauthier Descloux von Genf/Servette oder Joren van Pottelberghe vom EHC Biel. Aber der grösste Hoffnungsträger dürfte inzwischen Schmid sein, der zwar noch kein A-Länderspiel bestritten hat, zuletzt im Sommer aber am Prospect Camp teilnahm.
Thomas Bäumle, der Torhütertrainer der Nationalmannschaft, sagt: «Das Potenzial von jungen Torhütern ist teilweise schwierig zu bewerten. Ich erinnere mich noch gut an die erste Saison von Genoni und Berra in Davos, auch sie hatten Anfangsschwierigkeiten. Das ihnen geschenkte Vertrauen zahlten beide mit einer wunderbaren Karriere zurück. Manchmal muss man einen Jungen einfach ins kalte Wasser werfen und schauen, ob er schwimmen kann. Dass es Akira jetzt so grossartig läuft, freut uns sehr. Er hat in kürzester Zeit enorme Fortschritte erzielt.»
Der letzte Satz könnte sogar eine Untertreibung sein – einer, der Schmids Werdegang seit Jahren verfolgt, sagt: «Es hat ihm kaum jemand zugetraut, das Potenzial für die NHL zu haben. Aber jetzt rockt er New Jersey.»
Für den 1,95 Meter grossen Schlaks spricht nicht zuletzt, dass er oft Beharrlichkeit und Unbekümmertheit bewiesen hat. 2018 wählten ihn die New Jersey Devils in der fünften Draftrunde aus, nachdem er an einem Juniorenturnier in Monthey gegen die USA vor Dutzenden Scouts das Spiel seines noch jungen Lebens absolviert hatte. Und womöglich schadete es nicht, dass Voisard auch der Berater von Nico Hischier ist, dem heutigen Devils-Captain und einstigen Nummer-1-Draft.
Doch als der Jüngling im gleichen Sommer nach Lethbridge in die Juniorenliga WHL wechselte, wurde er nach einer einzigen Partie aussortiert. Und landete in Corpus Christi im Gliedstaat Texas, wo er nichts verdiente, nicht einmal Spesen. Er lächelt und sagt: «Na ja, Kost und Logis waren bezahlt. Und ich hatte noch ein bisschen Geld, das ich zur Konfirmation erhalten hatte. Irgendwie ging das schon, ich habe keine grossen Ansprüche. Ich wollte mich in Nordamerika durchsetzen, Geld war und ist völlig nebensächlich.»
Schmid liess sich auch von einer schweren Hüftoperation nicht lange bremsen, biss sich durch und etablierte sich in drei Jahren als einer der besten Goalies der weitgehend unbeachteten United States Hockey League. Als erster Torhüter in der Geschichte dieser Liga schaffte er den quasi direkten Sprung in die NHL. Der Schritt erwies sich zunächst als zu gross, bei sechs Einsätzen 2019/20 lag seine Abwehrquote bei 83,3 Prozent.
Doch überraschen konnte das niemanden: Der Niveauunterschied ist riesig, Schmid war nicht bereit, musste aber in die Bresche springen, weil etliche andere Torhüter verletzungsbedingt fehlten. Er sagt: «Es war trotzdem eine wertvolle Erfahrung; ich sah, was es braucht, um in dieser Liga zu bestehen.»
Schmid machte sich nach dem Intermezzo an die Arbeit, und es gibt Leute, die sagen, man habe ihn fast vor sich selber schützen müssen, so gross sei der Tatendrang gewesen. Als er diesen Sommer ins Prospect Camp einrückte, verordneten ihm die Verantwortlichen erst einmal drei Wochen Ferien, er solle sich erholen. Die Pause, so widerwillig er sie akzeptierte, scheint seiner Verfassung heute zuträglich gewesen zu sein.
Es hat über die Jahre auch neben Gilles Senn einige Schweizer Torhüter gegeben, deren NHL-Karriere sehr kurz war: Für den Pionier Pauli Jaks blieb es 1995 bei einer Partie für die Los Angeles Kings. Tobias Stephan kam in fünf Jahren in Nordamerika auf elf Spiele. Beim nächsten Einsatz hat Schmid diese Marke bereits erreicht. Es ist möglich, dass auch sein Stern verglüht, dass sein derzeitiger Erfolg bloss ein Beiprodukt der nach trüben Jahren mitreissenden ersten Saisonhälfte der Devils ist. Es ist nicht auszuschliessen, dass er zurück in die AHL geschickt wird, wenn die Konkurrenten wieder fit sind.
Aber mit seiner Postur, den schnellen Reflexen, dem Ehrgeiz und dem Fleiss kann aus ihm ein Dauerbrenner in der NHL werden. Der Verteidiger Jonas Siegenthaler sagt: «Ich traue ihm das zu, er ist für sein Alter sehr weit.» Mit 22 ist Schmid der zweitjüngste Goalie, der in dieser NHL-Saison zum Einsatz gekommen ist.
Der Vertrag in New Jersey gilt bis 2024, er ist in der NHL mit 850 000 Dollar und in der AHL mit 65 000 Dollar dotiert. Das sind nicht die Sphären der Grossverdiener wie Carey Price, das grosse Vorbild Schmids, der 10,5 Millionen verdient. Aber für einen, der einst sein Konfirmationskonto plünderte, um über die Runden zu kommen und den Traum vom Profidasein weiterverfolgen zu können, ist es viel Geld. Martin Gerber hatte schon recht, als er sagte: «Wichtig ist nicht der Weg. Sondern was du aus der Situation machst.»
Er war an drei Weltmeisterschaften als Fussballer dabei, in Katar ist er TV-Experte. Der FCZ-Spieler Blerim Dzemaili sagt, diese WM bereite ihm viel Freude. Und er fordert mehr Mut von den Schweizern.
Blerim Dzemaili, Sie arbeiten in Katar als Experte des Tessiner Fernsehens. Wie gefällt Ihnen diese WM?
Es ist eine gute WM, sehr unterhaltsam. Der Rhythmus ist höher als sonst, weil das Turnier mitten in der Saison ausgetragen wird und die Spieler weniger müde sind. Ich habe viel Freude.
Trotz den schwierigen Begleitumständen in Katar?
Es ist ein tolles Turnier für die Zuschauer, es hat keine Hooligans, alle Stadien sind innerhalb von einer Stunde zu erreichen. Die Atmosphäre in Doha ist grossartig, die vielen Südamerikaner und Araber machen Stimmung. Ich bin sehr enttäuscht über jene Europäer, die das Turnier boykottieren und es schlechtmachen. Damit straft man die Spieler ab. Wir haben in Teilen Europas immer das Gefühl, alles am besten zu wissen und andere belehren zu müssen.
Die Menschenrechtslage in Katar ist schlecht.
Natürlich ist sie das. Wie war das zuletzt in Südafrika, in Brasilien, in Russland? Es ist eine Fussball-WM, da sind immer Debatten. Es gibt andere Kulturen, und wenn wir hier zu Besuch sind, müssen wir uns anpassen. Und am Ende geht es um Fussball.
Was haben Sie taktisch festgestellt?
Der Trend hat sich fortgesetzt, dass alle Mannschaften sehr gut organisiert sind. Die Aussenseiter verteidigen stark, sie verschieben geschickt. Die Japaner waren beim Sieg gegen Deutschland das beste Beispiel dafür. Als sie dann gegen Costa Rica das Spiel machen mussten, fehlten ihnen die Ideen. Das ist bei der Schweiz ja nicht anders. Sie war defensiv überragend gegen Brasilien, aber offensiv total harmlos.
Wie lautet Ihr Urteil zu den Schweizern?
Es ist ein schmaler Grat, auf dem sie gehen. Es läuft so, wie alle erwartet haben, nun kommt der Final gegen Serbien. Mir ist das aber bis jetzt zu wenig mutig.
Ist das eine Kritik an Murat Yakin?
Nein, überhaupt nicht. Die Resultate stimmen, die Schweiz hat die WM erreicht, der Europameister Italien nicht. Was man nicht vergessen darf: Murat hat nicht besonders viele Optionen in der Offensive. Ich hätte auf jeden Fall mehr Stürmer und weniger zentrale Spieler an die WM mitgenommen, selbst wenn die Auswahl nicht so gross ist wie früher. Ich fand es auch eigenartig, dass nicht jede Position doppelt besetzt ist, bei den Aussenverteidigern fehlen die Alternativen. Aber letztes Jahr an der EM waren die ersten zwei Spiele auch schwach, danach steigerte sich die Schweiz. Das traue ich ihr erneut zu, das Potenzial ist vorhanden.
Ist es die beste Schweizer Nationalmannschaft der Geschichte?
Ich war beleidigt, als ich das hörte. Ernsthaft: Auch bei uns hiess es das an jedem Turnier. Nur die Resultate werden darüber entscheiden. Die Schweiz braucht jetzt Xherdan Shaqiri mit seinen Ideen und Dribblings, den Eckbällen und Freistössen. Er ist ein Lausbub im positiven Sinn, der Spass haben will. Ich fand es ideal, dass er gegen Brasilien nicht spielte, weil er wohl nicht drei Partien in acht Tagen auf diesem Niveau hätte absolvieren können.
Wie gefällt Ihnen der Captain Granit Xhaka?
Granit ist der beste Schweizer Spieler der letzten Jahre. Aber im zentralen Mittelfeld sind Remo Freuler und Djibril Sow ähnliche Fussballer. An der letzten WM war Valon Behrami ein klarer Balleroberer, ich spielte gerne weiter vorne zwischen den Linien, Granit war der Gestalter. Das war ausbalancierter.
Wie könnte man das lösen?
Ich bin ein grosser Fan von Denis Zakaria. Er hat alles, was es braucht, um dominant zu sein. Er ist anders als die anderen im Mittelfeld, mit seinen langen Schritten, der starken Technik, dem guten Schuss. Ich finde, Denis Zakaria hätte eine Chance verdient, weil er dem Team eine neue, eine andere Seite gäbe. Sowieso ist es wichtig, offensiver zu spielen.
Mehr Vladimir Petkovic, weniger Murat Yakin?
Vielleicht wäre ein Mix perfekt. Es ist alles so eng geworden im Fussball, die Teams neutralisieren sich, da braucht es manchmal etwas Wildes, Unerwartetes.
Nun kommt das Spiel gegen Serbien, wie an der WM 2018, als es die Doppeladler-Affäre gab. Was denken Sie heute darüber?
Meine Familie kommt aus Nordmazedonien, ich wurde damals weniger stark angefeindet als die gebürtigen Kosovaren Xhaka und Shaqiri. Für mich war vor vier Jahren klar, dass es eskalieren würde, es war alles so emotional.
Granit Xhaka ist sehr ruhig an dieser WM. Nehmen Sie ihm diese Entspanntheit ab?
Auf jeden Fall. Vergessen Sie nicht: Granit ist jetzt Captain, er muss das Team an der WM führen, ein Vorbild sein. Und er hat alle Provokationen schon gehört. Er ist älter geworden und reifer, er hat heute eine Familie. Mir gefällt Granit sehr, weil er ein Spieler ist, der seine Meinung sagt und Verantwortung übernimmt. Ich liebe solche Spielertypen, ich bin ja selber auch einer, der polarisiert. Leider sind heute viele Fussballer ähnlich. Sie erledigen ihren Job, sind fleissig und still, ohne Ecken und Kanten.
Wie erlebt man als Fussballer eigentlich so eine WM, wenn man die ganze Zeit im Hotel sitzt?
Das geht alles so schnell vorbei, es ist nie langweilig. Jetzt sind die Spieler schon im Modus, in dem jederzeit am nächsten Tag der Rückflug sein kann. Es ist wichtig, dass die Spieler raus können, hier in Doha auch einmal in eine Shoppingmall oder in ein Restaurant gehen, Ablenkung finden.
Wie sehr ist man sich während einer WM bewusst, dass man an einer WM ist?
Leider zu wenig. Ich gehe ab und zu Serie-A-Spiele schauen und denke dann: «Wow, da habe ich mitgespielt.» Man realisiert erst später, wie grossartig so eine WM für einen Fussballer ist.
Eine Sache müssen wir mit Ihnen noch besprechen.
Jetzt kommt das Argentinien-Spiel.
Sie vergaben 2014 im WM-Achtelfinal in der Nachspielzeit der Verlängerung eine Riesenchance, als Sie aus kurzer Distanz den Pfosten trafen und das 1:1 vergaben.
Ich hätte ein Volksheld sein können. Es war eine unglückliche Situation. Diese Szene war vielleicht ein Sinnbild für das Verhältnis zwischen dem Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld und mir. Ich hätte gerne mehr gespielt.
Vier Jahre später verlor die energielose Schweiz im WM-Achtelfinal 0:1 gegen Schweden.
Wir waren schwach. Aber einige Fehler waren schon vorher gemacht worden. Es gab die Unruhe nach der Partie gegen Serbien, wir hätten im dritten Gruppenspiel gegen Costa Rica mehr Spieler schonen müssen. Diese Begegnung gegen Schweden würde ich gerne noch einmal spielen. Aber jene Nationalspieler, die noch dabei sind, haben von diesen Erfahrungen profitiert. Das sah man an der EM im letzten Jahr. Und das kann jetzt auch an dieser WM helfen.
fcr. · Blerim Dzemaili arbeitet an der WM in Katar als Experte des Tessiner Fernsehens – unter anderem an den Schweizer Spielen. Dem Fussballer des FC Zürich gefällt die lockere Ambiance bei RSI. Er ist knapp zwei Wochen in Katar, am nächsten Montag geht es beim FCZ mit dem Training weiter. Der 36-Jährige hat 69 Länderspiele für die Schweiz bestritten und 11 Tore erzielt. 2006 nahm er als 20-Jähriger ohne Einsatz an der WM in Deutschland teil, 2010 fehlte er verletzt, vier Jahre später in Brasilien wurde Dzemaili dreimal eingewechselt, 2018 in Russland war er Stammspieler. Er schoss 2 WM-Tore. Sein letzter Länderspiel-Einsatz war der verlorene WM-Achtelfinal gegen Schweden.
Ich glaub ich lueg nöd emal......
larry hat schon vor 12 Jahren zum Boykott aufgerufen 🥳🥳
In Deutschland machen ja ganze Kurven Aufruf zum Boykott. Frauen Fussball hat Zuschauerrekorde. In Deutschland sind die Fernsehzahlen im Vergleich zu vor vier Jahren komplett eingebrochen. Hier die Kurve von Dortmund vor der WM
absolut geniale Aktion, das Internet vergisst nicht ![]()
Es gibt mangels Fluchtmöglichkeit immer unbeteiligte Opfer. Pfefferspray, Wasserwerfer sind weitaus ungefährlicher als Gummischrott.