Beiträge von Ouimet

    ging wohl eher darum, allen mit wenig Spielpraxis Zeit zu geben: für uns (nach der Niederlage) natürlich nicht so toll, aber für die Saison sicher wichtig & dass wir das Spiel verlieren, liegt definitiv nicht an der Auswahl der heutigen Linien.
    Wenn man nur den Rahmen & das leere Tor nicht trifft, dann kommt irgendwann der Gegner. Zudem ist es sehr schwer, mit nur 1 Tor zu gewinnen.

    Eventuell hätte Thomi ihnen sagen müssen, dass das nur für die Arena gilt?!?

    Das man Spieler schonte im WICHTIGSTEN Spiel der Saison (zumindest für die Fans) zeigt auch was für ein geringer Stellenwert das Derby in der Teppichetage hat…

    Der Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist tot

    Der Österreicher schuf mit dem Energydrink Red Bull eine der bekanntesten Konsumgütermarken der Welt. Mateschitz war ein unkonventionelles Marketing-Genie. Die Geschäftsidee schnappte er angeblich als Unilever-Manager in Thailand auf. Die Schweiz spielt in der Produktion des Getränks eine Schlüsselrolle.

    So unkonventionell war der österreichische Selfmade-Milliardär Dietrich Mateschitz, dass er diese Eigenschaft gleichsam zum Geschäftsprinzip erhob. Das fing mit seinem Äusseren an. Krawatten mochte der Gründer des Energydrink-Herstellers Red Bull nicht, meistens trug er Jeans und einen Dreitagebart. Selfmademen sind häufig auch eher faule Schüler, zumindest behaupten sie das gerne von sich. Mateschitz hat die Matura angeblich nur mit Mühe geschafft, und an der Universität soll er ein Bummelstudent gewesen sein.

    Eigenwillig ist auch die Konstruktion seines Unternehmens. Eigentlich handelt es sich bei der Red Bull GmbH, bei der Mateschitz als Geschäftsführer fungierte, um ein reines Marketingunternehmen. Mateschitz dachte nie daran, den Energydrink selber zu produzieren. Dafür ist seit Beginn das Vorarlberger Unternehmen Rauch Fruchtsäfte zuständig.


    Produziert wird zu einem grossen Teil in der Schweiz

    Dieses betreibt im Westen Österreichs und in der Ostschweizer Gemeinde Widnau Abfüllanlagen, von wo aus die Getränkedosen in die ganze Welt exportiert werden. Dank Red Bull ist die Schweiz zu einem bedeutenden Getränkeexporteur geworden, in ihrer Aussenhandelsstatistik schlägt sich die Ausfuhr der Red-Bull-Dosen sichtbar nieder. Laut den Angaben der Zollverwaltung hat das Land im Jahr 2021 Getränke ohne Alkohol für 1,8 Milliarden Franken exportiert; dabei dürfte es sich fast ausschliesslich um Red Bull handeln.

    Typisch für erfolgreiche Unternehmen scheint oft auch eine gewisse Abneigung gegenüber Banken und Fremdkapital zu sein. «Schulden macht man nicht. Das ist auch eine Tugend», sagte Mateschitz in einem Interview mit dem österreichischen Wirtschaftsmagazin «Trend».

    Die Red Bull GmbH ist eine verschlossene Firma, aus der kaum Informationen nach aussen dringen. Umso farbiger erscheint ihre Gründungsgeschichte; ob sie wahr oder nur eine gute Marketing-Story ist, weiss wohl nur Mateschitz.

    Zu Beginn der 1980er Jahre arbeitete dieser als Marketingchef des Zahnpastaherstellers Blendax, der zum niederländischen Konsumgüterhersteller Unilever gehörte. In der Bar des Hongkonger Mandarin-Oriental-Hotels soll ihm angeblich im «Newsweek» eine Liste der grössten Steuerzahler Japans aufgefallen sein.
    Auf dem ersten Platz befand sich nicht etwa Toyota oder Honda, sondern die Firma Taisho Pharmaceutical, die unter anderem einen Energydrink produzierte. Offenbar war es möglich, mit solch einem Getränk hohe Margen zu erzielen. Mateschitz’ Geschäftssinn war geweckt.

    Im Hintergrund wirkt eine thailändische Familie

    In Thailand unterhielt er eine Geschäftsbeziehung zur Industriellenfamilie Yoovidhya, die ebenfalls einen Energydrink namens «Krating Daeng» («Roter Stier») vertrieb. Im Jahr 1984 wurden die beiden Parteien handelseinig und gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen, das bis heute als Red Bull GmbH existiert. An dieser Firma hielt Mateschitz bis heute bloss die Minderheit von 49 Prozent, der Rest befindet sich im Besitz der Familie Yoovidhya.

    Mateschitz tüftelte nach der Firmengründung noch fast drei Jahre am Produkt und an dessen Vermarktung. In jener Zeit entstand auch der mittlerweile weltberühmte Werbeslogan «Red Bull verleiht Flügel», der einerseits Ironie ausdrückt, anderseits die Kernbotschaft des Produkts vermittelt: Red Bull macht munter. Für die aufputschende Wirkung des Getränks soll der Stoff Taurin verantwortlich sein. Wissenschafter bezweifeln diesen Effekt zwar, und viele halten den Energydrink ohnehin für eine «Brühe», die nach Gummibärchen schmeckt.

    Am 1. April 1987 hat Mateschitz Red Bull in seiner Heimat Österreich schliesslich lanciert, fünf Jahre später kam mit Ungarn der erste Auslandsmarkt hinzu. Mit den Jahren wurde aus Red Bull eine globale Firma, ihr grösster Markt sind heute die USA.

    Riesige Ausgaben für das Marketing

    Konkurrenten haben Red Bull immer wieder mit Konkurrenzprodukten herausgefordert. Das Unternehmen konnte seine führende Stellung allerdings halten, obwohl das Getränk als verhältnismässig teuer gilt.

    Im vergangenen Jahr wurden 9,8 Milliarden Dosen Red Bull verkauft. Der Umsatz belief sich auf 7,8 Milliarden Euro, der Reingewinn betrug 1,1 Milliarden Euro.

    Weil Red Bull keine Fabriken besitzt und den Vertrieb ausgelagert hat, bleibt umso mehr Geld für das Marketing übrig - und am Schluss für die beiden Grossaktionäre. Im Jahr 2021 wendete die Firma für das Marketing 1,6 Milliarden Euro auf, rund 20 Prozent des Umsatzes. Dieser Wert hatte auch schon bei ungefähr 30 Prozent gelegen.

    Der Autor Wolfgang Fürweger schreibt in seinem Buch «Die Red Bull Story», dass Red Bull ein Drittel des Marketingbudgets für das Sportsponsoring ausgebe, und davon entfalle die Hälfte auf den Motorsport. Red Bull besitzt unter anderem vier Fussballvereine, darunter Klubs in Salzburg und Leipzig.

    Besonders erfolgreich agierte Mateschitz im Autorennsport. Der Deutsche Sebastian Vettel gewann für Red Bull Racing von 2010 bis 2013 vier Weltmeistertitel. Spektakulär war ein weiterer PR-Coup des Österreichers: Im Jahr 2012 sprang Felix Baumgartner aus 39 Kilometern Höhe mit einem Fallschirm auf die Erde. Werbewirksam hiess die Aktion Red Bull Stratos.

    Mateschitz hat sich bei diesen Sportengagements nie als Mäzen verstanden, sondern als Sponsor. Sportklubs und grosse Events sollten stets dazu beitragen, den Absatz von Red Bull anzukurbeln.


    Mateschitz mochte keine langen Firmenberichte

    Von Konzernstrukturen hat Mateschitz nicht viel gehalten. Er hasse es, Berichte zu lesen, sagte er gegenüber dem Magazin «Trend». «Wenn überhaupt, überfliege ich nur kurze Zusammenfassungen. Bei uns läuft vieles mündlich ab, direkt ohne viel hierarchische Barrikaden.»

    Trotzdem sind Red Bulls Aktivitäten mittlerweile so vielfältig, dass das Unternehmen wie alle Grossfirmen eine verästelte Struktur aufweist und immerhin fast 14 000 Angestellte beschäftigt. Den Kern bildet die Red Bull GmbH, die von einem fünfköpfigen Board of Directors geführt wird. Ausser Mateschitz gehören dem Gremium vier Mitglieder im Rang von Prokuristen an. Als massgebliche Figur der Runde gilt neben Mateschitz der Jurist Volker Viechtbauer. Die Geschäftsfelder Motorsport, Fussball, Eishockey oder Event-Management sind als Corporate-Projects ausgegliedert.

    Der Sport spielt auch eine gewichtige Rolle bei Servus TV, der Teil der Medienfirma Red Bull Media House ist.

    Besitzer einer Fidschi-Insel

    Allerdings ist es schwierig, genau zwischen Red-Bull-Aktivitäten und Mateschitz’ persönlichen Projekten zu unterscheiden. Der Unternehmer erwarb etwa Hotels, so im Bundesland Steiermark, von wo er stammte, und ihm gehörte auch die Fidschi-Insel Laucala. Mateschitz hatte auch eine Leidenschaft für edle Pferde der Rasse Trakehner. Und in Salzburg unterstützte er eine Klinik, die im Bereich Querschnittlähmung forscht.

    Der Unternehmer ist am Samstag im Alter von 78 Jahren an einer schweren Erkrankung gestorben. Ob sein Sohn Mark die Leitung der Firma übernehmen wird, ist ungewiss. Beobachter sagen, er sei eigentlich nicht als Nachfolger aufgebaut worden. Er führt die österreichische Craft-Biermarke Thalheimer.

    Hätten ja gerne gegen Fribourg und gestern Langnau verlieren dürfen, aber fuck das Derby… aber he bald ist ja der 25te und die Spieler freuen sich wieder auf den Zahltag.

    Aber hammer Stimmung!! Wenn die nur auch nur in der SLA so gut wäre wie heute auswärts…

    Nach dem Match die Polizei mit massiv zuviel Tränengas teils auch auf Kopfhöhe. Hätte nicht sein müssen.

    Und Kloten mit Pyro im Stadion. Sehr geil aber per se verboten.

    Das Derby in Gwaltstetten könnte lustig werden.

    geduld scheint bei dir ein fremdwort zu sein, du wirst sehen, die neue halle holt das publikum schon noch ab…spätestens in den playoff, wird hier ultimativ die post abgehen 😉 das beste am neuen hallenstadion war und bleibt der standort, doch das wird sich geben 👍🏼

    Auch im Hasta war ab Playoff Halbfinal eine gute Stimmung… Standortwechsel macht aus finanzieller Sicht alles Sinn und für den Hockeyfan ist es sicht mässig sehr viel besser. Aber das Publikum ist in 8048 nicht lauter als in 8050…

    Ist wie bei einem neuen Job oder Wohnungsumzug. Am Anfang riesen Euphorie. Aber nach der ersten Euphorie merkt man… Stimmung nicht besser als im Hasta… obschon Stehplätze ist es nicht Ambri, LugaNO, Fribourg oder Lausanne… das Publikum kann man nicht auswechseln. Und bald wird man gegen Ajoie, Genf, Rappi unter der Woche merken. Same same like Hasta. Wirtschaftlich wird es für den ZSC Sinn gemacht haben. ABER nur wegen einem Standortwechsel ist es nicht so das wir jetzt ein Tollhaus haben.

    Nach den ganzen Diskussionen und auch dem Mail plus Antworten von Herr Vollmer darf aber auch mal gesagt werden…. Das Hallenstadion war gar nicht so schlecht….wie es immer gemacht wurde. Klar das wirtschaftliche und keine eigene Halle war $$$ und Garderobe schlechter gegenüber jetzt. A B E R: Oerlikon Essen vor dem Match mit X Restis, Tram Anbindungen, Auswärtsfans Abmarsch nach dem Spiel, Foyer, Lions Bar, Lions Platz war im Hasta besser als in der SLA…

    In Biel hats ja im Auswärtssektor 3 Bierstände. Und in Altstetten geht ein zusätzlicher Stand nicht? Kaum zu glauben…

    Sehe ich auch so. Schlangen waren extrem lang.

    Wegen den PP habe ich nochmals nachgehakt. Finde das mit dem schon im Voraus kaufen müssen dämlich. Man müsste auch spontan dort parkieren können.

    First Come, First Serve.

    Die Schlangen werden heute und dann im November/Dezember/Januar unter der Woche gegen Ajoie, Rappi, Genf, Biel auch kein Problem mehr sein…

    Das aber die Überdachung der Terrasse eine Budget Frage ist wäre ja dann eine Frage vom Architekten. Von November bis März regnet, schneit es doch öfters. Unüberdacht macht diese riesen Terrasse einfach nicht so Sinn.

    Public viewing in Zürich: Nur ein Lokal boykottiert WM in Katar
    Ein Verein fordert Fussballfans zum Verzicht auf und bietet ein Alternativprogramm.
    www.nzz.ch


    «Uns ist die Lust am Fussball vergangen»: Das «Nordbrüggli» boykottiert die WM in Katar – damit ist es die grosse Ausnahme unter den Bars in Zürich

    Ein Verein fordert Fussballfans zum Verzicht auf und bietet ein Alternativprogramm.

    14 Jahre lang konnten Fussballbegeisterte in der Café-Bar Nordbrücke in Zürich Wipkingen jede Europa- und Weltmeisterschaft auf dem Bildschirm mitverfolgen. Dieses Jahr ist das nicht möglich.

    Felix Haldimann ist einer von drei Pächtern des Lokals, das meist «Nordbrüggli» genannt wird. Die Pächter haben sich wegen der Menschenrechtsverletzungen in Katar für den Boykott entschieden. Haldimann sagt: «Uns ist die Lust am Fussball vergangen.»

    Die Fussball-Weltmeisterschaft in Katar war von Anfang an umstritten. Bei der Vergabe wurden schnell Bestechungsvorwürfe laut. Zudem steht Katar wegen seiner Menschenrechtsverletzungen in der Kritik, insbesondere wegen der katastrophalen Arbeitsbedingungen für Migranten. Laut Amnesty International sind in Katar zwischen 2010 und 2019 mehr als 15 000 Arbeitsmigranten aus unbekannten Gründen gestorben. Wie viele Personen bei Bauprojekten rund um die Weltmeisterschaft starben, ist nicht geklärt.

    Unter dem Motto «Kein Katar in meiner Kneipe» verzichten in Deutschland zahlreiche Gastrobetriebe darauf, Fussballspiele zu zeigen.

    Nordbrüggli rechnet nicht mit fehlenden Einnahmen

    Die WM in Russland konnte man sich im «Nordbrüggli» noch anschauen. Laut Haldimann hielt sich die Begeisterung aber schon damals in Grenzen. Auch Russland stand wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Trotzdem sei der Entscheid, dieses Mal keine WM-Spiele zu zeigen, kein einfacher gewesen.

    Gegen den Boykott habe etwa der «Dienst am Quartier» gesprochen. Haldimann sagt: «Zusammen Fussball zu schauen, ist etwas sehr Schönes.» Letztlich hätten aber die negativen Seiten der WM in Katar überwogen. Dass dem «Nordbrüggli» wegen des Boykotts Einnahmen entgehen, glaubt Haldimann nicht. Er verurteile weder Personen, die sich WM-Spiele anschauten, noch Lokale, die WM-Spiele zeigten.

    Das «Nordbrüggli» boykottiert nur die WM in Katar. Die Europameisterschaft 2024 in Deutschland wollen die Pächter wieder übertragen.

    Eine kleine Umfrage der NZZ zeigt: Viele Bars in der Stadt Zürich, die in den vergangenen Jahren WM- und EM-Spiele zeigten, tun dies auch in diesem Winter. «Frau Gerolds Garten», «Piccolo Giardino» und die «Amboss-Rampe» haben sich gegen einen Boykott entschieden.

    Die Calvados-Bar am Zürcher Idaplatz ist ein Fussball-Lokal par excellence. FC Zürich, Bundesliga, Champions League: Im «Calvados» kommen Fussballfans voll auf ihre Kosten. Auch die Spiele der Fussball-Weltmeisterschaft werden dort gezeigt. Doch der Entscheid war auch hier kein leichter.

    In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme nennt die Bar mehrere Gründe, weshalb sie die WM nicht boykottieren wird. Als Sport-Bar stehe man gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern «pekuniär» in der Verantwortung. Sprich: Man ist auf Kundschaft angewiesen, weil Löhne bezahlt werden müssen.

    Weiter schreibt die Calvados-Bar, man wolle den Fussball wieder zur «schönsten Nebensache der Welt» machen. Die Sport-Bar möchte die Situation vor Ort verbessern, ohne die Spiele zu boykottieren. Konkret spendet das «Calvados» einen Teil der Einnahmen an ein Projekt, das notleidende Wanderarbeiter in Katar, Saudiarabien und Malaysia unterstützt.

    In der Stellungnahme der Calvados-Bar heisst es aber auch: «Alle, die diese ökologisch widersinnigen Winterspiele im Wüstenstaat boykottieren, haben unser Verständnis.»

    Fanrufe, Grillgeruch und frisch gezapftes Bier

    Trotzdem wird es in Zürich weniger Gelegenheiten zum gemeinsamen WM-Schauen geben als in früheren Jahren. Der Grund dafür ist die Jahreszeit. Dass die WM im Winter stattfindet, hat zur Folge dass nur wenige Public Viewings unter freiem Himmel angekündigt sind. Die Stadt Zürich habe bis jetzt nur ein grösseres Public Viewing bewilligt, heisst es vom Zürcher Sicherheitsdepartement. Bewilligungspflichtig sind aber nur Public Viewings, die auf öffentlichem Grund stattfinden.

    Ein Indoor-Public-Viewing ist in Zürich Oerlikon geplant. Die Halle 550 verspricht auf ihrer Website eine «Fanmeile mit frisch gezapftem Bier, Grillgeruch und Animation» sowie die Live-Übertragung sämtlicher Spiele auf Grossleinwand mit «Jubelgeschrei und Fanrufen». Das klingt nach einer ganz normalen Fussball-Weltmeisterschaft.

    Blindenbacher….

    ob es die Fusion ist oder der allgemeine Stand der Zeit, dass sich das (Z) Publikum gewandelt hat, das ist eine andere Frage…

    meines erachtens hatte das sterile neue hallenstadion da auch einen grossen anteil daran. bildlich gesprochen ging es vom wilden westen in ein sonntags nachmittags kinder kino film. und das zieht ein anderes klientel an.

    Habe ich gestern auch gedacht. Auf den Perrons in Altstetten war zudem ein rechtes Gedränge.

    Man stelle sich vor, das neue Fussballstadion wäre dort an den Gleisen gebaut worden, bei jedem Risikospiel wäre vermutlich die Bahnlinie unterbrochen gewesen wegen irgendwelchen Vorkommnissen 😄

    Die letzten grösseren Vorkommisse waren gegen lugaNO 2001 und Basel nach derem Aufstieg irgend um 2006… das gewaltpotential beim zsc ist ein x faches kleiner als im fussball. wurde ja hier auf den vorseiten ausgiebig diskutiert weshalb der zsc heute ein anderes publikum hat als noch vor 25 jahren. und es gibt ja dann relativ einfache lösungen man lässt kloten erst später raus zB. und in kloten hat man ja auch denselben rückweg und es passierte in den letzten jahren relativ wenig.

    Tagi:

    Von der Wurst bis zum WC: Das neue Hockeystadion im Praxistest

    Am ersten Spieltag in der neuen ZSC-Arena in Altstetten zeigte sich: Viele Superlative über das Eishockeystadion sind berechtigt, aber es gibt auch Abstriche.

    «Wie geil ist denn das?», sagt ein Fan, als er zum ersten Mal die 12’000-plätzige Halle sieht, und reibt sich die Hände. Auf vielen Sitzen sind ZSC-Fähnchen verteilt, und oben hängt der riesige Cube. Es sei die grösste digitale Anzeigetafel in Europa, prahlt er.

    Seit über einem Monat hat der ZSC nur auswärts gespielt, weil die Swisslife-Arena zum Saisonstart nicht bereit war. Am Dienstag war es nun so weit: Eröffnung, natürlich vor ausverkauften Rängen. Überall leuchtende Augen und Blau-Weiss-Rot, dazwischen ein paar staunende Fribourger.

    Wir haben uns unter die Zuschauerinnen und Zuschauer gemischt, Stimmen zum Stadion eingeholt und ziehen Bilanz nach dem ersten Spieltag.

    Die Infrastruktur

    Von weitem sieht das Stadion wenig einladend aus, ein 33 Meter hoher Klotz mit Bullaugen statt Fenstern. Sie symbolisieren das Spielgerät des Eishockeysports, den Puck.

    Im Innern dominieren breite Gänge aus Beton. Sie sind sehr geräumig, und das ist auch nötig, wenn 12’000 Personen da sind wie am Mittwoch. Im ersten Stock sieht man ins Stadion. Ein Hexenkessel – näher ans Spielfeld hätten die Plätze nicht gebaut werden können.

    Die Rampen sind steil. Im zweiten Rang brauchts sogar gute Trittsicherheit. Gefährlich sei es, sagt eine ältere Frau, die sich nach der ersten Drittelpause nicht mehr auf ihren Platz ganz oben getraut.

    Ein Highlight ist die riesige Terrasse – nicht nur für die Raucher. Besonders an einem lauen Herbstabend wie am Dienstag geht es fast nicht schöner. Oben der Sternenhimmel und nach Süden der Blick über die hell beleuchteten Gleise nach Altstetten und zum Uetliberg. Einziges Manko: Es fehlt eine Uhr, die in der Pause zeigt, wann es drinnen wieder losgeht. Zudem fragt man sich: Wo sollen all die Leute hier draussen unterstehen, wenn es regnet oder schneit?

    Ein langjähriger ZSC-Fans ist begeistert: «Das wird ein fantastisches neues Zuhause.» In diesem Zuhause wird übrigens der Vergangenheit des ZSC viel Raum eingeräumt. In den Gängen hängen Helme und Trikots von wichtigen ZSC-Spielern und Tafeln über die ZSC-Historie.

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    Stimmung

    Als an der Eröffnungsfeier Clublegende Mathias Seger aufs Eis tritt, wirds erstmals richtig laut in der Arena. Das ganze Stadion steht und klatscht. Auf dem Cube ist der Ex-ZSC-Captain in Grossaufnahme zu sehen, er ist gerührt. Das ist eindrücklich, nicht nur für Seger.

    Bei der Soundanlage gibts aber noch Luft nach oben. Die Moderatoren sind auf den Rängen schlecht zu verstehen, und später im Spiel ist die Musik zu laut. Man würde lieber die Fangesänge besser hören.

    Nach einer Viertelstunde schiesst Denis Hollenstein den ZSC in Führung, und da zeigt sich: Die Swisslife-Arena ist wirklich ein Hexenkessel. Der Torjubel hallt vom Stadion in die Gänge und wird von den Betonwänden zurück in die Halle geworfen. Die Stimmung könnte nicht besser sein.

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    Die Gastronomie

    Das Angebot der SV Group, welche die Gastronomie im Stadion und in der öffentlichen Sportsbar 1930 übernommen hat, ist vielfältig. Neben Burger, Wurst und Pulled Pork gibt es auch Pizza, Pasta und Raclette.

    Neu ist vor allem die Zettwurst, ein üppiger Schüblig, der spritzt, wenn man hineinbeisst. Statt Feldschlösschen wie im Hallenstadion wird jetzt Eichhof ausgeschenkt. Das ist keine Verschlechterung.

    Bezahlt wird ausschliesslich bargeldlos, was die Wartezeiten verkürzt. Dennoch waren die Warteschlangen vor den Foodboxen im Stadion teilweise sehr lange, viele verpassten den Wiederanpfiff nach der Pause. Verkürzen könnte man das mit reinen Getränkeständen. Dann fallen an den Essensständen jene weg, die nur ein Bier kaufen wollen.

    Die Preise sind eher an der oberen Grenze. Ein Burger kostet 12.50 Franken, die Zettwurst 9 Franken und 4 dl Bier 6.50 Franken.

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    Nachhaltigkeit

    Das Stadion ist energetisch auf dem modernsten Stand, und es wird auch nur Strom aus nachhaltigen Quellen verbraucht. Bei der Gastronomie gibt es Verbesserungspotenzial. So werden zum Beispiel Wegwerfplastikbecher verwendet. Andernorts sind wiederverwendbare Becher mit Depot längst Standard, vor allem im Ausland. Wenigstens werden keine Bierdosen mehr verkauft wie im Hallenstadion. Am Ende des ersten Spieltages gab es auf den Gängen grosse Abfallhaufen, obwohl es genügend Abfalleimer hätte.

    🔴🔴🔴⚪⚪

    Die Toiletten

    Die Zahl der Toiletten ist eher knapp bemessen. Es gab teilweise lange Wartezeiten. Doch wenigstens waren die Toilettenanlagen im Vergleich zu vielen Fussballstadien am Ende des Abends noch einigermassen sauber.

    Längst nicht alle haben begriffen, dass auf der Toilette Einbahnverkehr herrscht. Viele drängten deshalb beim Ausgang hinein. Die Beschriftung der Toiletten müsste verbessert werden. Zudem hat es in der Männertoilette pro WC-Anlage bei rund 30 Pissoirs und 10 Kabinen lediglich 4 Lavabos. Das ist bei einem Grossansturm, wie es ihn hier in jeder Drittelpause gibt, zu wenig. Es hat zwar Seifenspender, aber Desinfektionsmittel haben wir keines gefunden.

    🔴🔴⚪⚪⚪

    Hab mir ein paar Verbesserungsvorschläge überlegt, die dem Stadion meiner Meinung nach gut tun würden:

    - WC-Einbahn kennzeichnen

    - Mehr Brünneli in den WCs

    - Anstehen an Verpflegungs- und Getränkeständen besser bündeln

    - ZSC-Pet-Becher wie Zug oder Bern verkaufen mit Logos, Spielern, Stadion etc drauf

    - unsägliche Werbung auf vom Videowürfel verbannen

    - Mehr Statistiken auf den Videowürfel

    Ich bin überzeugt, das eine oder andere davon wird noch kommen. Braucht ja auch Erfahrung und Zeit.