Beiträge von Ouimet

    Der Teil mit dem Fanprotest erklärt dann die leere Kurve. War also (mindestens gemäss Medien) ein freiwilliger Verzicht auf das Spiel bzw. man wollte die ID Kontrollen nicht akzeptiert. Sinnhaftig nach Eindhoven zu reisen um dann vor dem Stadion zu bleiben? Kann man jetzt kontrovers diskutieren...

    In Italien im Fussball gibts die ID Kontrolle schon lange… im Hockey in Zug und Lausanne, evtl Davos auch bald… aber wenn Du eine Saisonkarte hast ist man ja als Heimfan quasi auch registriert…

    man kann da schon dagegen sein, dann aber bitte auch konsequent im restlichen Leben, dh kein Smartphone, kein whats app, keine Cumulus Karte, ausschliesslich Bargeld etc…

    Im Restaurant «Zett» und in der Sportsbar «1930» vor der Arena wird auch Bargeld akzeptiert.

    Wir verfügen über einehervorragende, vollflächige 5G Swisscom-Abdeckung in der ganzen Arena. Für Abonnent*innen von anderen Anbietern bieten wir einen Gratis-WLAN-Zugang an: SwissLifeArena. Damit man vom WLAN profitieren kann, muss man sich, um das Authentifizierung-SMS zu bekommen, im Moment noch in eine Zone mit Empfang bewegen – zum Beispiel auf der Terrasse oder in der Peripherie der Arena. Danach kann man sich mit dem WLAN verbinden.

    Erklärung: Aktuell ist in der Arena nur Swisscom als Provider aufgeschaltet. Mit den anderen beiden Providern Sunrise und Salt stehen wir resp. die Swisscom in Kontakt. Es ist davon auszugehen, dass circa Anfang 2023 ein vollflächiger 5G-Empfang auch für weitere Provider vorhanden sein wird. Wir bitten um Verständnis!

    Würde mittelfristig mal mit 60 Spielen und 30 Heimspielen rechnen. Sie verkaufen Saisonkarten, die Kohle ist bereits eingespielt und wie viele das ans Spiel kommen kann ihnen egal sein. So ist es heute schon!

    Plus 4 Vorbereitungsheimspiele, 4 mal Champions League, 30 Quali, 10 Playoff… sind dann alleine 50 Heimspiele. Plus die Saisonkarte dürfte nochmals teurer werden.

    Dann gehst du nicht mehr an jedes Spiel. Du verkaufst einzelne Spiele, läuft in der NHL auch so und das System wird auch in der CH kommen, einzelne Clubs haben es ja schon.

    Der Wunsch nach weniger Clubs und weniger Spielen wird nie Realität werden, die Clubs verzichten auf keinen Franken, im Gegenteil, es muss mehr Geld generiert werden. Das Rad lässt sich nun mal nicht mehr zurück drehen.

    Würde heissen 41 Heimspiele… Dann hat es an einem Dienstag im November gegen Olten, Visp, Ajoie keine 4000 Nasen in der Swiss Life Arena. Davon 200 Einzeleintritte. Glaube nicht dass sich das rechnet.

    Es besteht eine gewisse Gefahr das Clubs wie Olten und Visp auch noch raufgenommen werden und der Unterbau dann Semiprofessional oder gar Amateurmässig weiter geführt wird.

    Ja dann wäre wir bei 60 Spielen....ich denke es wird es sowieso so kommen, irgendwann haben wir auch 82 Spiele.

    Wird dann aber für die Hardcore Fans echt Hardcore… 2 oder 3 Mal pro Woche an ein Spiel plus die Kosten… dann hat man neben Eishockey und Job nicht mehr viel…

    Wir werden die 14er Liga nie mehr los werden denn kein Club will wieder in der Versenkung verschwinden.

    Wie es mit der NLB weitergehen soll: Keine Ahnung! :nixwiss:

    Der Schaden wurde angerichtet einerseits durch die Corona Massnahmen (Auf- aber kein Abstieg) plus die idiotische Trennung von der NLA in einem Anflug von Grössenwahn. Nun liegt die Liga in Trümmern. Man wird sie aufstocken müssen mit Teams wie Arosa, Chur etc. die auch wirklich nach oben wollen.

    Genau darum besser eine 16er Liga mit 60 Qualispielen :cursing:

    Mit 54 Runden. Bin dabei!

    Du glaubst ja nicht das die Clubs auf das viele Geld das mit nur 36 Runden verloren geht verzichten können?

    Wird eh nie kommen mit dem Argument dass die guten Schweizer Spieler danach noch mehr kosten.

    Der einzige B Vertreter der aufsteigen könnte wäre Visp wenn die Lonza da noch mehr hineinbuttert.

    10er Liga mit Auf/Absteiger und 36 Runden. Dann sehen wir eine bessere Quali mit höherem Niveau und so löli Spiele mit Art on Ice wie in Runde 1 und 2 vom unseren hätten Auswirkungen und können nicht nachher durch 2-3 gute Spiele wieder ausgeglättet werden. Ausserdem hätte die Quali wieder einen viel höheren Stellenwert wie heute und man müsste von Spiel 1 an ready sein.

    Usem Tagi

    Eine ganze Liga fürchtet um ihre Zukunft

    Vereine, die wegen wegbrechender Einnahmen einen freiwilligen Abstieg in Betracht ziehen, und sportliche Perspektivlosigkeit. Was ist los in der Swiss League?

    In manchen Stadien liegt noch nicht einmal Eis, da brennt bereits der Baum. Der SC Langenthal – als Meister 2012, 2017 und 2019 ein Schwergewicht der Swiss League – sieht sich im Juli mit dem Rücken zur Wand. Einerseits, weil der Neubau eines Stadions nicht vorankommt, andererseits wegen der wirtschaftlichen Lage der Liga. Die Langenthaler prüfen seither alle Optionen, auch einen Rückzug aus dem Profibetrieb. Ähnlich tönt es aus Winterthur. «Diese Saison ist ein reiner finanzieller Überlebenskampf», sagt Verwaltungsratspräsident Rolf Löhrer. «Der freiwillige Abstieg ist ein denkbares Szenario.»

    Die Swiss League wurde von den Verantwortlichen während Jahren als eine der besten zweiten Ligen der Welt gerühmt. Sportlich attraktiv dank Clubs, die im Schatten der Grossen in den jeweiligen Regionen viel Rückhalt geniessen und meist auf finanziell gesundem Fundament stehen. Dann kam Corona. Die Pandemie und ihre Folgen sind ein Grund für die Misere – doch bei weitem nicht der einzige.

    Wie Unzufriedenheit zum Alleingang führte

    Zweimal entscheiden die Clubs der National League, den Abstieg auszusetzen. Schliesslich soll in dieser schwierigen Lage niemand unverschuldet in Not kommen. Im Gegenzug allerdings dürfen Vereine aus der Swiss League aufsteigen, sofern sie den Titel gewinnen und die finanziellen Rahmenbedingungen erfüllen. Ajoie und Kloten nutzen diese Chance. Weshalb die National League nun 14, die Swiss League aber nur noch 10 Teams zählt.

    Ebenfalls während der Pandemie, im Juli 2020, lösen sich die NL-Clubs vom Verband Swiss Ice Hockey los und gründen eine eigene Aktiengesellschaft. Dadurch haben sie unter anderem die Hoheit über die lukrativen TV-Gelder. Die National League und die Swiss League sind zu diesem Zeitpunkt noch unter einem Dach. Aber die Clubs aus dem Oberhaus (3 Stimmen) sind gegenüber jenen aus der unteren Liga (2) bei Abstimmungen stets am längeren Hebel. Das führt bei Letzteren zunehmend zu Unmut, weshalb sie im Dezember 2020 ebenfalls den Alleingang wagen.

    Die Clubs wollen sich selbst vermarkten und hoffen, mehr Geld als die jährlich rund 380’000 Franken generieren zu können, die sie dank der zentralen Vermarktung mit der National League erhalten. Doch weil die Eventagentur Tit-Pit GmbH von Kloten-Präsident Mike Schälchli, die mit diesem Projekt betraut wird, den SL-Clubs keine für sie befriedigenden Ergebnisse liefern kann, wird die Zusammenarbeit im Frühling beendet. Was bei allen Vereinen ein grosses Loch in der Kasse zur Folge hat. Die Krise ist perfekt.

    Wie sich die Swiss League überschätzt hat

    Der EHC Olten ist einer der wenigen Vereine, die sich vom Schock erholen. Weil den Clubs mangels Liga-Hauptsponsor gesperrte Eisflächen zur Selbstvermarktung freigegeben werden, kann Olten einen Grossteil weiterverkaufen. Und doch sagt CEO Patrick Reber: «Es war ein Fehler, die Swiss League von der National League zu trennen. Wir müssen wieder enger zusammenwachsen.» So wie Reber sehen das viele. Winterthur-Präsident Löhrer hält fest: «Eine Swiss League mit 12 Teams wäre der Idealfall. Aber ohne zentrale Vermarktung ist das nicht zu stemmen, weil es zu einem enormen Gefälle führt.»

    «Die Clubs bluten, das Schweizer Eishockey muss dieses Problem zwingend angehen. Weil es sonst Langzeitschäden geben kann.»
    Sébastien Pico, CEO EHC Visp

    «Der Alleingang der Swiss League bei der Vergabe der TV-Rechte war eine Fehleinschätzung des TV-Marktes», hält NL-CEO Denis Vaucher fest. «Die Liga ist heterogen, es gibt ambitionierte Teams und Ausbildungsclubs. Das ist die Hauptproblematik.» Aber auch die National League hat wesentlich zur Misere beigetragen. Mit Ajoie und Kloten wurden der Swiss League die zwei stärksten Teams entzogen, die sportlich und kommerziell zur Attraktivität der Liga beigetragen haben. Weil es im Gegenzug keinen Absteiger gab, der die Stadien wieder füllte, ist ein Vakuum entstanden.

    Im Leistungssport wird oft von der Pyramide gesprochen. Eine breite Basis schafft die Voraussetzungen für die Spitze. Nur haben die erwähnten Massnahmen dazu geführt, dass die Pyramide auf dem Kopf steht. Und wenn der Unterbau des Schweizer Eishockeys leidet, wird über kurz oder lang auch die Spitze leiden. Sébastien Pico, CEO des EHC Visp, sagt: «Die Clubs bluten, das Schweizer Eishockey muss dieses Problem zwingend angehen. Weil es sonst Langzeitschäden geben kann. Alle sind sich bewusst, dass es eine zweite Profiliga braucht. Aber nun braucht es auch die Mittel dafür.»

    Warum eine Reduktion der National League chancenlos ist

    Immerhin: Die Clubvertreter, die Ligen und der Verband haben die Dringlichkeit der Lage erkannt. Eine Taskforce um Vaucher, Swiss-Ice-Hockey-CEO Patrick Bloch und Swiss-League-Direktor Pascal Signer sucht nach Vermarktungsmöglichkeiten für die SL-Clubs. Und sie hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Meisterschaft auch 2023/2024 mindestens mit zehn Teams ausgetragen wird. Weil durch eine weitere Reduktion ein Ligabetrieb wenig Sinn ergeben und sich die Lage noch zuspitzen würde.

    Doch eigentlich halten viele Club-Vertreter folgende Aufteilung für ideal: 12 Teams in der National League, 12 Teams in der Swiss League. «Die Durchlässigkeit zwischen den Ligen ist wichtig», hält Signer fest. Nur müsste dafür der Modus angepasst werden. Will heissen: Während zweier Jahre gibt es einen direkten Absteiger – und entweder keinen Aufsteiger oder dann jeweils eine zusätzliche Ligaqualifikation.

    «Ich weiss nicht, ob ein Club aktuell den Abstieg überstehen würde. Die Swiss League bietet dafür zurzeit keine wirtschaftlichen Perspektiven mehr.»
    Denis Vaucher, CEO National League

    Politisch ist dieses Ansinnen bei den NL-Clubs praktisch unmöglich umzusetzen. Auch wenn Liga-CEO Vaucher festhält, die Aufstockung auf 14 Teams sei rückblickend betrachtet wohl falsch gewesen. Das Problem ist: Gibt es einen direkten Absteiger, könnte es bei einem schlechten Saisonverlauf praktisch jeden Club treffen – man denke nur an die letzten beiden Spielzeiten des SC Bern. «Und bei einer zusätzlichen Ligaqualifikation wären vier bis sechs Teams in den Abstiegskampf involviert, das würde zu einer ruinösen Konkurrenzsituation führen», sagt Vaucher.

    Viele SL-Vertreter verweisen auf die SCL Tigers, Rapperswil-Jona und Kloten, die sich nach dem Abstieg finanziell und sportlich rehabilitieren konnten und die Rückkehr geschafft haben. Einen solchen Fall sieht Vaucher jedoch nicht mehr als realistisch an, dafür sei die wirtschaftliche Differenz zwischen den Ligen mittlerweile viel zu gross. «Ich weiss nicht, ob ein Club aktuell den Abstieg überstehen würde. Die Swiss League bietet dafür zurzeit keine wirtschaftlichen Perspektiven mehr. Es sei denn, man würde den direkten Auf-/Abstieg einführen. Das würde den Schaden reduzieren. Ob dieses Szenario realistisch ist oder nicht, wird sich zeigen.»

    In Arbeitsgruppen unter der Leitung von Swiss Ice Hockey arbeiten nun Vertreter der beiden Ligen und des Verbandes an Lösungen. Und es gibt etwa mit Rapperswil-Jona auch einen NL-Club, der sich für die Swiss League starkmacht. «Nicht jeder Spieler ist bereit, mit 18 in der National League zu spielen. Viele sind in diesem Alter noch nicht austrainiert und deshalb darauf angewiesen, dass sie Erfahrung in der Swiss League sammeln können», sagt Sportchef Janick Steinmann.

    Und Verbands-CEO Bloch ergänzt, das betreffe nicht nur Spieler, sondern auch Schweizer Trainer und Schweizer Schiedsrichter, die auf der zweithöchsten Stufe lernen, sich weiterentwickeln und so für den Schritt in die National League vorbereiten können. Deshalb gehe es nun darum, zu definieren, was das Beste für das gesamte Schweizer Eishockey und somit auch das Beste für die Ligen und vor allem für die jungen Spieler sei.

    Aktuell scheint bei all den Diskussionen ein Szenario realistisch: dass die Swiss League organisatorisch wieder näher an die National League rückt. «Wir würden dafür Hand bieten», sagt Vaucher. «Aber der Anstoss muss von der Swiss League kommen.»