Beiträge von Ouimet

    Bittere Erkenntnis; wären wir gegen Biel rausgeflogen hätte das wohl mehr bewirkt. Jetzt sind alle happy und nichts wird sich änden (Sportchef, Trainer, v.a. Sportchef leider). Wenn das ganze Team schlussendlich von Kovar, Ghetto und Malgin abhängig ist läuft einiges schief. Das wir ausser Balti kein Kämpfer mehr haben wie Kenins oder Schräpfer… die fehlten schlussendlich

    Aus der NZZ am Sonntag

    Nur einer kann gewinnen
    Zugs Goalie Leonardo Genoni und der ZSC-Stürmer Denis Malgin sind die herausragenden Spieler ihrer Teams. Beide hätten es verdient, den Meistertitel zu erringen. Doch im 7. Spiel des Play-off-Finals von heute Sonntag wird einer von ihnen als Verlierer vom Eis gehen. Von Nicola Berger

    Genoni der Hexer

    Es lag etwas Schwärmerisches in der Stimme von Dan Tangnes, dem norwegischen Trainer des EV Zug, als er sagte: «Ich freue mich für das Schweizer Eishockey, dass es am Sonntag zu diesem siebten Spiel kommt. Das Land hat das verdient.» Darüber kann man sich streiten. Die ZSC Lions haben es eigentlich nicht verdient, am Tag der Arbeit noch einmal die Schlittschuhe schnüren zu müssen. Sie waren in Spiel 6 am Freitag, der Dernière nach 72 Jahren Hallenstadion, das bessere Team.

    Aber die Zürcher schafften es einfach nicht, den EVZ-Goalie Leonardo Genoni zu überwinden – nach drei Niederlagen in Folge droht ihnen die Serie jetzt noch zu entgleiten. Kein Team hat in einem National-League-Final je eine 3:0-Führung verspielt. In der NHL ist es erst einmal passiert, vor exakt 80 Jahren, zu einer Zeit, als selbst die Torhüter noch ohne Helm spielten.

    Wenn es am Sonntagabend in Zug zur Belle kommt, geht es neben dem Titel darum auch um Eishockeygeschichte – oder um den Versuch, sie zu verhindern. Noch nie hat Genoni, der beste Schweizer Torhüter der Neuzeit, einen Play-off-Final verloren. Dreimal war er Meister mit dem HC Davos, zweimal mit dem SC Bern – und 2021 auch mit dem EV Zug. Vermag er den Nimbus zu konservieren, egalisiert er heute Abend die Bestmarke des siebenfachen Champions Gérald Rigolet, der in den 1970ern mit La Chaux-de-Fonds und Villars von Titel zu Titel eilte.

    Gegen seinen einstigen Ausbildungsverein ZSC wackelte Genoni, der inzwischen 34 Jahre alte Sohn eines Kardiologen, kurz; er kassierte haltbare Gegentreffer, wie man das von ihm im Play-off eigentlich nicht kennt. Doch am Ende hat sich der EV Zug vor allem auch dank ihm in die 7. Partie gerettet. Sein Auftritt beim 2:0 vom Freitag war eine der besten Darbietungen der Karriere. Irgendwie schafft er es, die Gegner im Play-off mit seiner Aura reihenweise zu entmutigen, fast wie ein Dementor bei Harry Potter. Er zieht Kraft daraus, im Play-off in seiner eigenen Welt zu leben, Interviews gibt er während dieser Zeit seit Jahren nicht. Tangnes sagt über ihn: «Er ist nicht der Typ, mit dem man Smalltalk betreibt, während der Play-offs schon gar nicht. Ich versuche mich zu erkundigen, ob er etwas braucht, einen freien Tag. Aber es ist ihm lieber, wenn man ihn nicht stört. Am Spieltag hat er diesen Tunnelblick.»

    Genoni, der seit einigen Jahren mit einem Hörgerät lebt, ist ein Perfektionist – und eignet sich in fast jeder Hinsicht zum Idol, denn er ist nicht nur ein atemberaubend erfolgreicher Torhüter, sondern auch: ein Familienvater, der seinen Bachelor und Master in Wirtschaft längst in der Tasche hat, obwohl er es sich locker leisten könnte, nach der Karriere erst einmal das Leben zu geniessen. Als der EV Zug ihn 2019 mit einem Fünfjahresvertrag verpflichtete, machte der Klub ihn zum bestbezahlten Torhüter in der Geschichte der National League. Es war ein kostspieliges Investment, aber es trägt immer noch Zinsen. Am Sonntagabend womöglich im zweiten Titel in Serie für eine Organisation, die zuvor ab dem letzten Titelgewinn von 1998 auch viele desillusionierende Winter erlebte. Es würde nicht überraschen, sollte Genoni dafür sorgen, dass das Frühlingserwachen des EVZ erneut im Konfettiregen endet.

    Malgin der Zauberer

    Neun Treffer sind den ZSC Lions in sechs Finalspielen gelungen. Acht davon entsprangen der Schaffenskraft der Paradelinie um Denis Malgin, Sven Andrighetto und Denis Hollenstein. Die Abhängigkeit des ZSC von ihren besten und teuersten Spielern ist enorm. Und bei Malgin, 25, ist sie besonders hoch. Der Denker und Lenker der Zürcher Offensive spielt eine Saison von solch erstklassiger Güte, dass er sich zurück in die NHL katapultieren könnte. Mit vier Toren und drei Assists ist der Nationalstürmer der produktivste Akteur der Finalserie.

    Malgins Kreativität, Spielfreude und Tempofestigkeit sind für jeden Beobachter ein Genuss. Sein Auge ist fabelhaft, und der Gegenspieler, den er in einem Laufduell nicht an der Richtigkeit der Berufswahl zweifeln lässt, muss sich erst noch finden. Schwingt er sich über die Bande aufs Eis, bedeutet das für den EVZ fast immer Alarmstufe Rot, es kommt vor, dass die Zuger sich dann lange nicht mehr aus der Defensivzone befreien können. Es liegt so viel Aufmerksamkeit auf Malgin und seinem Gefolge, dass das eigentlich Freiraum für andere Offensivkräfte schaffen müsste. Doch in ihrer Produktion seit Jahren verlässliche Angreifer wie Simon Bodenmann oder Marco Pedretti sind im Final auch nach sechs Spielen noch ohne Skorerpunkt.

    Die Frage ist, wer den Bann brechen kann, sollte Malgin, der in diesem Play-off mit fünf Siegtreffern einen Ligarekord eingestellt hat, die Entscheidung nicht noch einmal selbst herbeiführen können. Eine Option ist Chris Baltisberger, der Ur-Zürcher, dem das horrende Tempo manchmal Mühe bereitet, der aber ein Flair für die grossen, dramatischen Momente hat. Das hat er auch im laufenden Play-off bereits bewiesen: Hätte er im dritten Viertelfinalspiel gegen Biel in der zweiten Verlängerung nicht den ersten ZSC-Sieg sichergestellt: Er und seine Teamkollegen wären längst auf einem Golfplatz oder würden sich in Mexiko sonnen und müssten den Final in einem ruckeligen Stream verfolgen.

    Auch der Coach Rikard Grönborg hat am Freitag noch einmal an diesen Umstand erinnert, er sagte: «Wir waren gegen Biel so knapp vor dem Out, dass alles, was jetzt noch kommt, wie ein Bonus ist. Wir haben damals an uns geglaubt. Und wir tun es auch jetzt nach drei Niederlagen noch.» Auch Grönborg, 53, weiss jedoch um die Bedeutung der Belle. Es wäre für seine NHL-Aspirationen bestimmt ein arger Dämpfer, würde sein CV mit der historischen Schmach besudelt, eine 3:0-Führung verspielt zu haben.

    Der Schwede zählt darum auf die Magie Malgins. Sollte dieser sie heute Sonntag nicht wiederfinden, wäre es auch nicht verboten, wenn einer der ausländischen Stürmer ausnahmsweise einmal träfe: Justin Azevedo kommt in sechs Spielen auf zwei Punkte und leitete am Freitag mit einem Eigentor die Niederlage ein. Der bullystarke Marcus Krüger (5 Spiele / null Punkte) ist angeschlagen, Garrett Roe blieb bei seinem Finaldebüt in Spiel 6 gänzlich ohne Einfluss. Ob Trainer Grönborg den bisher stets überzähligen Kanadier John Quenneville aus dem Hut zaubert? Es ist einerlei, wer es letztlich ist, aber Malgin hätte es sich mit seiner Brillanz verdient, dass ihm irgendwoher die Kavallerie zur Seite springt.

    Schon tragisch dass das der EVZ ein Public Viewing bei einem Heimspiel zustande bringt und der ZSC gestern nicht.

    Und fürs morgige Public Viewing in der Halle bezahlt man ja sogar noch 10 Franken Eintritt. Und Getränke mitbringen ist da auch verboten. Hoffe in der neuen Halle ist man etwas näher bei den Fans.

    ℹ️ Für das alles entscheidende 7. Final-Spiel gegen die ZSC Lions vom Sonntag, 1. Mai werden für das Public Viewing auf dem Arena Platz vor der BOSSARD Arena mehrere Tausend Zuschauer erwartet. Aus platz- und sicherheitstechnischen Gründen werden deshalb keine Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

    Der Eintritt für das Festgelände ist frei. Der EVZ bittet die Zuschauer, auf das Mitbringen von Campingstühlen o.ä. aus sicherheitstechnischen Gründen zu verzichten. Glasflaschen sind beim Public Viewing auf dem Arena Platz verboten. Mit einer Konsumation vor Ort helfen die Zuschauer mit, die grossen Infrastrukturkosten für das Public Viewing mitzutragen.

    Sehr schön beschrieben. Wenn ich heute nochmals 15 wäre würde ich wohl kaum mehr ZSC Fan mit der jetzigen Mehrzweckhalle Hallenstadion sondern würde mich in der Südkurve wiederfinden. Gerade Dienstagsspiele gegen Ajoie, Langnau, SCRJ mit jeweils 3000 anwesenden Zuschauern haben jeweils die Lautstärke wie bei einem Kinobesuch. Dazu kommt dann noch die Divahafte Spielweise sobald wir 2:0 führen.

    Der Druck jetzt ganz klar beim EV Nordstream Glencore. Am Sunntig gits Double! FCZSC!!

    Woraus können die ZSC Lions noch Hoffnung schöpfen? 2018 im Final gegen Lugano erlebten sie Ähnliches: Sie verspielten damals zwei Meisterpucks, verloren das sechste Spiel ebenfalls im Hallenstadion hauchdünn. Damals dominierten sie ebenfalls phasenweise krass, vor allem im Mittelabschnitt (16:2 Schüsse), doch Lajunen gelang das entscheidende 3:2 in der 57. Minute – ein bitterer Schlag für die Zürcher.

    Sie fuhren für Spiel 7 ins Tessin, wo alle eine Meisterparty erwarteten, und gewannen 2:0. Captain Geering kann jenen, die nicht dabei waren, ja von damals erzählen, um sie auf andere Gedanken zu bringen.

    buli ist trotzdem geil! man kann sich ab vielem freuen und mitfiebern (union berlin), sich über vieles ärgern (abstieg tradtionsvereine, aufstieg von no names) und hinter bayern ist wirklich fast alles möglich. ausserdem ist es noch die letzte namhafte liga, mit >90%-iger stadionauslastung, welche die fankultur mit ihren kurven in die neuzeit retten konnte.

    cl schaue ich mir seit jahren frühestens ab dem 1/8 finale an, dieses jahr habe ich erst diese woche (1/2-finale) reingeschaut. das finale schau ich meistens, ausser es sind gerade zwei der traditionellen arschlochvereine wie bayern, juve, real oder manu drin…wobei es auch hier langsam schwer wird, wird doch der reigen der arschlochvereine in europa immer grösser. psg, mancity, chelsea, dosenclubs, neu newcastle…usw.


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    V.a. die zweite Buli ist richtieg spannend und geil! HIV, St.Pauli, Schalke, Werder, Nürnberg, Hansa, Dynamo… viel spannender als die 1 Buli!

    Immer noch Hühnerhaut wenn ich das Tor bei einem Video sehe… den Kommentar von damals können wir wohl alle auswändig :) noch einmal ein Einwurf für Zürich, Keita, Stahel, der Ball kommt zur Mitte..

    Einsprachen und Beschwerden – Zürcher Hardturmstadion verzögert sich um zwei bis vier Jahre
    Bis auf der Hardturmbrache der Ball rollt, wird es noch dauern. Ursprünglich sei eine Eröffnung auf die Fussballsaison 2023/24 denkbar gewesen, hält der…
    www.tagesanzeiger.ch

    Zürcher Hardturmstadion verzögert sich um zwei bis vier Jahre

    Bis auf der Hardturmbrache der Ball rollt, wird es noch dauern. Ursprünglich sei eine Eröffnung auf die Fussballsaison 2023/24 denkbar gewesen, hält der Stadtrat in einer Antwort auf eine FDP-Anfrage fest.

    Zurzeit seien zwei Stimmrechtsbeschwerden beim Bundesgericht hängig. Bis diese erledigt seien, könne der zugrunde liegende Gestaltungsplan nicht genehmigt werden, teilte der Stadtrat mit. Die Dauer der Verzögerung hänge auch davon ab, ob gegen den Gestaltungsplan und das nachfolgende Baugesuch durch alle gerichtlichen Instanzen rekurriert werde.

    «Der Stadtrat hat keine Möglichkeit, das private Bauprojekt zu beschleunigen», hält er fest. Er werde das planungsrechtliche Verfahren aber «so rasch wie möglich» weiter vorantreiben, sobald die Gelegenheit dazu bestehe.

    Die Stimmberechtigten hatten im September 2020 Ja gesagt zum neuen Stadion auf dem Hardturmareal. Das geplante Stadionprojekt «Ensemble» umfasst ein Fussballstadion für 18’000 Zuschauerinnen und Zuschauer, eine Genossenschaftssiedlung mit gemeinnützigen Wohnungen und zwei Hochhäuser, eines davon mit städtischer Primar- und Sekundarschule. Bauherrin ist die Credit Suisse.


    Schlussendlich sind an einem Dienstag im November 3000 Leute in der Halle

    In der Champions League gegen Boleslav im Herbst 21 waren es gerade mal knapp über 2’000 Zuschauer*innen….


    aber das ist halt Zürich, die Finalspiele sind ausverkauft aber selbst bei den allerletzten Viertel und Halbfinale Spielen im Hallenstadion kriegt man die Bude nicht voll. Auch für Spiel 2 und 4 im Finale im Hasta kriegte man locker Tickets.

    Reto Suri fehlt dem EV Zug im weiteren Verlauf des Playoff-Finals und für weitere mindestens drei Monate.

    Der 33-jährige Stürmer verletzte sich am Mittwoch im gewonnenen fünften Spiel der Best-of-7-Serie gegen die ZSC Lions (4:1) am Knie und muss operiert werden.

    Laut Klubangaben fällt Suri «mindestens drei Monate» aus. Nähere Angaben zur Art der Verletzung machte der EVZ nicht.