Beiträge von sulo the wall

    Nach einer kombinierten Top20-Liste von McKeens Hockey und the Atlantic ist Rohrer Nr. 19.

    Dazu noch etwas Statistik von KI:

    Die statistische Chance, dass ein auf Platz 19 geranktes Talent eines NHL-Teams die Marke von 200 NHL-Spielen erreicht, liegt historisch gesehen bei nur etwa 10 bis 15 Prozent. [1, 2]

    Obwohl diese Quote auf den ersten Blick sehr gering wirkt, müssen bei der Bewertung mehrere systemspezifische Faktoren berücksichtigt werden, die im Fall von Vinzenz Rohrer ein differenzierteres Bild zeichnen.

    1. Der statistische Hintergrund (Draft-Position & Wahrscheinlichkeit)

    Die Hürde von 200 Spielen gilt im nordamerikanischen Eishockey als der offizielle Richtwert für einen „etablierten NHL-Spieler“ (NHL Regular). [1, 2]

    • Drittrunden-Statistik: Vinzenz Rohrer wurde 2022 in der 3. Runde an Position 75 gedraftet. Langzeitstudien zu NHL-Drafts (wie von DobberProspects dokumentiert) zeigen, dass allgemein nur ca. 11 bis 15 % aller Drittrunden-Picks jemals die Marke von 200 oder mehr NHL-Spielen knacken. [1, 2, 3]
    • Abfallende Kurve: Während Erstrunden-Picks eine Chance von über 60–70 % haben, sinkt die mathematische Kurve ab Position 45 steil nach unten. An Position 210 (Ende des Drafts) liegt die Chance nur noch bei knapp 8 %. [1, 2]

    2. Die enorme Tiefe im Montreal-System

    Ein Platz 19 in der Talente-Pipeline der Montreal Canadiens ist statistisch wertvoller als bei vielen anderen NHL-Teams.

    • Elite-Nachwuchspool: Montreal verfügt laut The Athletic aktuell über eine der zehn tiefsten und qualitativ besten Talent-Pipelines der gesamten Liga. [1]
    • Verzerrung durch Dichte: Da der Kader extrem jung ist, gelten Spieler, die bei anderen Clubs in den Top 10 stünden, in Montreal als „Late Bloomer“ oder verlässliche Tiefe auf den Plätzen 15 bis 20.

    3. Warum Rohrers reale Chancen dennoch höher sein könnten

    Scouts betonen oft, dass reine Talent-Rankings die „Bottom-Six“-Spieler (3. und 4. Sturmreihe) unterschätzen. Rohrers Spielstil erhöht seine Chancen auf 200 NHL-Spiele trotz seines aktuellen Rangs: [1]

    • Der "Rollen-Vorteil": Reine Offensiv-Talente (Top-Six), die auf den Plätzen 11–20 gerankt sind, schaffen den Sprung oft gar nicht, wenn sie nicht für die ersten zwei Sturmreihen gut genug sind. Ein defensivstarker, laufstarker Rollenspieler wie Rohrer (Zwei-Weg-Stürmer, Unterzahl-Spezialist) findet viel leichter dauerhaft Platz in einer 4. NHL-Linie.
    • Bereits Profi-Erfahrung: Rohrer hat bereits zwei volle Saisons im Männer-Eishockey (ZSC Lions, National League) absolviert. Diese Reife im physischen Spiel gegen Erwachsene erhöht die Wahrscheinlichkeit, verletzungsfreie und verlässliche NHL-Minuten zu sammeln, erheblich im Vergleich zu Juniorenspielern (NCAA/CHL) auf den vorderen Ranking-Plätzen. [1, 2, 3]

    Kanadische Experten sehen für Vinzenz Rohrer mittel- bis langfristig ein realistisches NHL-Potenzial in der dritten oder vierten Linie als verlässlicher Energiespieler. Die nordamerikanischen Fachmedien betonen jedoch, dass seine Entwicklung Geduld erfordert und die laufende Rebuild-Phase der Montreal Canadiens sowohl Chancen als auch Hürden bietet

    Er ist klar kein Top10-Talent, denn diese sind für die beiden ersten Sturmlinien, die beiden ersten Verteidigerpaare oder für einen Nummer1-Goalie reserviert. Wenn Vinz eine NHL-Karriere anstrebt, dann muss er sich auf eine Rolle als Bottom-Six und Boxplay-Spezialist konzentrieren.

    Gemäss Berichten aus dem Umfeld der Canadiens wird Rohrer als möglicher NHL- Energy- und Boxplay-Spieler gesehen, der bei Verletzungen sogar eine Chance habe, einen Call-Up zu den Big Boys zu erhalten. Warum bei dieser Ausganslage der dreijährige Entry-Level-Vertrag schon nach einem Jahr wieder aufgelöst werden soll, erschliesst sich mir daher nicht. Einziger möglicher Grund, der mir spontan in den Sinn kommt, ist die Grenze von 50 Profiverträgen.
    Bei einer erneuten Ausleihe nach Europa kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das Management der Canadiens den im Moment chaotischen EVZ mit einem schon jetzt angeschlagenen finnischen Trainer als bessere Entwicklungssituation einstuft als den ZSC mit einem NHL-Coach mit zweifacher Montréal-Vergangenheit.
    Ich habe eher das Gefühl, dass der neue Spontan-Sportchef von Zug etwas Action in eigener Sache macht…Natürlich sieht die Sache anders aus, wenn der ZSC mangels Platz im Kader kein Interesse signalisiert. Das würde mich beim Standing, dass Vinz sowohl beim ZSC-Managemt als auch bei den Fans hat, aber ziemlich erstaunen.

    Der 15. Juli gilt nur für Spieler mit Vertrag in der Schweiz, deren Draftrechte von einem NHL-Team noch gehalten werden. Diese verfallen in der Regel zwei Jahre nach dem Draft. Denis Malgin zum Beispiel ist Free Agent. Ohne eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag mit dem ZSC kann er ab morgen somit nur noch mit dem Einverständnis des Z in die NHL wechseln. Ich zweifle, dass ausser bei Vinz Rohrer noch an einem anderen ZSC-Spieler Draftrechte bestehen. Aus diesem Grund mussten ja Biasca und Rochette bis spätestens heute einen Vertag unterzeichnen. Beide wurden nie gedrafted.

    So riesig ist der Unterschied nicht:


    Saison 2024/25: Punkteschnitt pro Spiel 1,79

    Saison 2025/26: 1,74


    In der laufenden Saison mehr verletzte Schlüsselspieler (Z.B. Ghetto) und ein Ausländerflop statt Juha. So gesehen sind die Saisons plus/minus etwa gleich. Hoffentlich ist dies auch nach den Playoffs noch meine Meinung….:)

    Heute Abend um 18.00 Uhr wird er „ unrestricted free agent“. Da dann kein NHL-Vertrag mehr existiert, tritt automatisch wieder der Vertrag mit dem ZSC in Kraft ( Irrtum vorbehalten läuft der noch bis 2028). Somit sollte Juha heute Abend um 18.01 Uhr wieder ein Z-Spieler sein!

    Reto.Zett: Du hast Recht, nicht Helpstone, sondern GAËTAN VOISARD. Anscheinend sind auch Jonas und Pius seine Kunden. Eine gewisse NHL-Kompetenz scheint in dieser Agentur vorhanden zu sein…..

    Wie ich geschrieben habe, die Chance, im ersten Paar zu spielen, war beliebig grösser. Dass es im Nachhinein zwar mit der Nati (letzte WM meines Wissens alle 10 Spiele auf dem Eis), nicht aber mit dem schnellem Einsatz im 1. Block sowie mit dem NHL-Comeback geklappt hat, ändert nichts daran, dass sein Vorgehen meiner bescheidenen Meinung nach zielführender war, als sich gleich wieder dem ZSC in einer vorläufigen Nebenrolle anzuschliessen.

    Berni wollte unbedingt wieder zurück in die NHL. Die Chance, dies im 3. Verteidigerpaar beim ZSC zu schaffen, war realistischerweise 0%. Und das Zeitfenster für eine Rückkehr dauerte allerhöchstens 2 Jahre. In dieser Zeitspanne drängen soviele neue Talente nach, dass ein „Rand-NHL-Spieler“ wie Berni komplett vom Radar verschwunden ist. In Genf war die Chance beliebig grösser, im 1. Verteidigerpaar zu spielen, sich so für die Nati und im Idealfall für eine zweite NHL-Chance aufzudrängen. Die Ausstiegsklausel zu Gunsten der ZSC nach zwei Saisons in Genf, die Berni nun ja aktiviert hat, spricht auch für dieses Szenario.

    Zusammengefasst wurde Tim von seinem Agenten (Helfenstein?) optimal beraten, ihm diesbezüglich irgend einen quasi moralischen Makel vorzuwerfen, erscheint mit daher ziemlich absurd.

    So nebenbei bemerkt, die Transfer von zwei jungen Natispielern ohne irgendeinen gleichzeitigen namhaften Abgang an die Konkurrenz finde ich sackstark!

    Muss ausnahmsweise mal etwas Schreiben. Ich lese jeweils mit grossem Vergnügen die Jammer-Foren des EVZ, des HCD, des LHC oder auch des SCB ( wobei die wirklich Grund zum Jammern haben).

    Mir scheint nun aber auch in diesem Forum eine gewisse „Wohlstandsverwahrlosung“ um sich zu greifen. Wir können noch alle Saisonziele erreichen, haben letzte Saison alles abgeräumt, was abzuräumen war. Und dann verlieren wir ein paar Spiele in der unwichtigsten Phase der Saison und was muss man im eigenen Forum lesen:

    Marco Bayer vom Job überfordert: Genau, das können wir Super-Fachleute ja viel besser beurteilen als die Verabtwortlichen.

    Zum Teil die schlechtesten Ausländer der Liga: Schlicht ohne Worte.

    Kritik an Sven Leuenberger: Echt jetzt?


    Unser Team lässt sich nie gehen, wir gehören nicht zur 11 zu 0, 8 zu 0- Fraktion. Jede Saison gibt es Spiele, die man nur mit Schmerzmitteln erträgt (Spiel gegen Ambri!). Aber gleich so alles in Frage zu stellen und, ja, in den Jammeri-Modus zu wechseln, überrascht mich in diesem Forum nun doch sehr.


    Nichts für ungut, ich freue mich seht auf den Beginn der CHL-Playoffs im November!