Erstmal vorneweg, der FCZ wird die Lizenz in zweiter Instanz sowieso bekommen. Wie snowcat schon schrieb, passiert das ja eigentlich immer so. Wobei dieses Jahr bei Servette evtl. durchgegriffen wird.
Bezüglich den Finanzen des FCZ bin ich trotzdem sehr kritisch. Die letzte Saison machte der FCZ 10Mio. rückwärts, weil sie europäisch nicht dabei waren (man stelle sich das mal vor, ein Schweizer Club budgetiert so, dass ein Minus von 10Mio herauskommt, wenn man den Europapokal verpasst. Aber so hats Canepa geschildert).
Dieses Jahr nun war der FCZ in der EL, was zusätzliche Einnahmen von ca. 3 Mio. ausmacht (nachdem man Kosten für Reisen, Prämien, etc. abgezogen hat.). Bleibt auch diese Saison ein Minus von ca. 5-7Mio (ohne Transfereinnahmen). Zudem sank der Zuschauerschnitt um etwa 1000 Zuschauer pro Spiel. Da dürfte nochmals etwa. 1 Mio fehlen.
Mehreinnahmen hatte man durch die diversen Transfers, welche allerdings wenig Lohnkosten sparten, da sowohl Mehmedi, wie auch Rodriguez noch in ihrem ersten Profivertrag waren.
Die grosse Frage ist nun, wieviel der FCZ tatsächlich bekommen hat aus den Transfers? Im Tagi hiess es mal grob etwa 50%, was Einnahmen von rund 8-9 Mio entsprechen würde.
Zudem war im Sommer in FCZ-Kreisen immer wieder von relativ knappen liquiden Mitteln die Rede (nicht offiziell, aber am Stammtisch, etc.). Das ist wohl auch der Grund, weshalb die Tranferrechte an Mehmedi/Rodriguez schon im Sommer verkauft wurden.
Macht man nun die Rechnung, dann bleibt:
Saison 10/11:
-10Mio
Saison 11/12: (Im Vrgl. zu 10/11, gleichbleibende Punkte sind nicht erwähnt)
+3 Mio EL
+8 Mio Transfererlös
+ 1 Mio. weniger Löhne
- 1 Mio. weniger Zuschauer
Gäbe für die Saison 11/12 ein knappes Plus von 1-3Mio, wenn alle andere Kosten/Einnahmen gleich blieben, wie in der Saison 10/11.
Sollte nun der Europacup für nächste Saison verpasst werden, dann sind evtl. noch grössere Sparmassnahmen nötig und das obwohl man diese Saison Spieler für teures Geld verkauft wurden.
Das ganze ist natürlich eine sehr vereinfachte Milchbüechli-Rechnung und einiges ist spekuliert, da exakte Zahlen nicht zur Verfügung stehen. Aber ich denke trotzdem, dass der FCZ die strukturellen Kosten in den nächsten Jahren deutlich senken muss, wenn er weiterhin gesund bleiben will und dass der FCZ nicht im Geld schwimmt, wie dies einige dachten, nach den Millionentransfers vom Winter. Dafür spricht auch, dass man im Winter vornehmlich "Billig-"Transfers getätigt hat.