Beiträge von Iceman

    Ist vorläufig nur ein zauggsches Gerücht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die (bisher ungewohnte...) Kritik dazu führt, dass Strebel es nun allen zeigen will. Ob das wirklich alles funktioniert, ohne dass direkt Geld in die 1e Mannschaft fliesst, wie mantramässig im behauptet wird, ist die Frage. Wobei das auch nicht so schwierig zu bewerkstelligen ist, wenn diese und jene Kosten übernommen werden, welche zwar nicht direkt mit dem Lohnbudget der 1en Mannschaft zu tun haben, aber trotzdem durch den Klub bezahlt werden müssten.

    Der Captain muss zwar nicht der Torschütze vom Dienst oder der Supertechniker sein, sollte aber eine "Persönlichkeit" sein und im Team ein gewisses Standing haben. Ihm würde es ja beispielsweise obliegen, bei "Unstimmigkeiten" mal mit einem Kollegen ein ernsthaftes Wort zu reden. Da hilft auch kein "Captains' Team" und andere Konstrukte. Natürlich sind die geforderten Eigenschaften nicht zwingend altersabhängig, aber....

    Zum Teil wird die Meinung vertreten, in Schweden oder Finnland seien die Nachwuchsspieler deshalb besser, weil sie eher die Chance hätten, in den Fanionteams mitzuspielen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich allerdings, dass es sich dabei in fast allen Fällen um hochtalentierte Spieler handelt, die sich schon auf den Nachwuchsstufen in die Blöcke der NHL-Scouts eingebrannt haben. Die Idee, es gehöre quasi um Ausbildungsprogramm, dass man in der ersten Mannschaft mittun könne, bis dann plötzlich der Knopf aufgehe, entspricht nicht der Wirklichkeit, die sehr viel selektiver ist als hierzulande.

    Im Budget rechnet man natürlich mit einer gewissen "Grundkonsumation" pro Zuschauer - wenn das Stadion zwar ausverkauft ist, aber reihenweise Plätze leer bleiben, geht die Rechnung nicht mehr auf. Schon klar, dass die Klubs da nach Abhilfe suchen. Ich war in den letzten 3 Jahren mehrheitlich im Ausland, und konnte nur selten ein Spiel besuchen (...OK, in meinem Fall war das vermutlich eher ein Vorteil...). Teilweise konnte ich die Saisonkarte (...die ich trotz Abwesenheit bezahlte...) weitergeben, aber nicht durchgehend.

    Wenn man eine "Mindest-Anwesenheitspflicht" einführen will, müsste die Weitergabe oder der Weiterverkauf aber so ausgestaltet werden, dass dies in jedem Fall klappt. Will heissen, dass - sofern der Platz auf der Verkaufsplattform ausgeschrieben ist - der Abo-Besitzer aus dem Schneider ist, selbst wenn der Platz nicht verkauft werden kann.

    …hätten die Finnen nicht sonst noch genügend Asse im Ärmel, würde es vermutlich auch etwas anders tönen. Aber klar, Drogen und Vorbildfunktion passen nicht zusammen. Allerdings müssten sich noch andere Personen kritische Fragen gefallen lassen, die mindestens soviel Einfluss auf oder Vorbildfunktion für Kinder & Jugendliche haben wie ein eishockeyspielender Finne.

    Es kommen ein paar Sachen zusammen - der abrupte Abgang von MC hat wohl mehr Spuren hinterlassen, als man glauben möchte, allem „das-sind-doch-Profis“ Geschwafel zum Trotz. Und der eine oder andere ansonsten sichere Torgarant ist vom Pech verfolgt. Und es sollte nicht, aber kann passieren, dass nach einer sicheren Führung die Balance vom Verwaltungsmodus zu stark in die Passivität kippt. Das Team wird die Mini-Krise überwinden, schon Crawford zuliebe. Längerfristig braucht es in Zürich aber wieder einen Trainer, der die Garderobe „füllt“ und vor dem die Spieler etwas zittern, selbst wenn der Coach nicht in NHL-Steinzeit-Manier mit Schimpfwörtern um sich wirft. Crawford, Ward, Tapola etwa verkörpern solche Typen. In Genf leidet man akut daran, dass kein solcher das Kommando führt.

    Gute Ausländer können praktisch alle Klubs holen. Wenn sie wirklich einschlagen, kann man sie möglicherweise einfach nicht halten. Bei den CH-Spielern der „Business-Class“ trennt sich die Spreu vom Weizen. Die sind ebenso knapp wie teuer, weil sie Spiele und sogar PO-Serien praktisch im Alleingang entscheiden können. Man denke da an Malgin-Andrigetto vor nicht allzu langer Zeit, welche das Team erstaunlich lange durch die PO‘s trugen. Natürlich können auch die nicht hexen, wenn vom Rest nichts kommt. Dass aber der ZSC fast immer einen Weg zum Sieg findet, selbst wenn man nicht brilliert, hängt auch mit der überdurchschnittlichen Qualität der CH-Spieler zusammen. Und dass die in grösserer Anzahl vorhanden sind als bei den meisten Konkurrenten. Wenn da mal ein paar Spieler einen schwachen Abend einziehen sind immer noch andere da, welche es richten.

    Einen ausländischen Torhüter als Nr. 2 auf das Matchblatt zu setzen hat für mich sowieso noch nie Sinn gemacht, wenn eine Mannschaft mehr als 6 Ausländer hat. Entweder Nr. 1 oder Tribüne. Rest ist relativ sinnlos.

    Handkehrum sagt es aus, dass Bern offenbar verdammt unzufrieden mit Corban Knight ist. Bern hat ja 8 Ausländer - Nemeth war letztes Spiel gesperrt. Trotzdem setzte Tapola letzten Match Reideborn als 2. Goalie ein - d. h. Tapola bevorzugt mehr Reideborn als 2. Goalie anstatt Knight als Feldspieler. In diesem Spiel war Reideborn überzählig, weil Nemeth nicht mehr gesperrt war. Wäre Nemeth immer noch gesperrt gewesen, so hätte Tapola vermutlich wieder Reideborn als 2. Goalie aufgelistet.

    Ich bewundere Tapola ja schon. Verdammt kommische Entscheide, die selten wirklich jemand nachvollziehen kann, aber zumeist geht es auf. Kindschi geholt von Kloten, Frk die ganze Zeit überzählig bis er ging, Kummer aus dem B geholt, Honka an Genf ausgeliehen etc etc. Den SCB aus einer desolaten Lage wieder zu einem standhaften Club gemacht.

    Für mich ein richtig geiler Trainer, auch wenn Bern Game 7 verlieren sollte.


    Zu Knight: War die ganze Saison eine Enttäuschung, ausser am Bully oder im Powerplay nur wenig Einfluss. Es geht das Gerücht, dass er sich bereits in der Vorbereitung eine gröbere Verletzung zugezogen habe. Was insofern plausibel wäre, als dass er in der KHL MVP gewesen ist, was nur schlecht zum Niveau passt, dass er diese Saison zeigte.

    Zu Wüthrich: Wurde letzte Saison Opfer eines miserablen Goali-Managements, und stand ab Weihnachten pausenlos im Einsatz. Am Ende der Saison unterlief ihm dann der eine oder andere Lapsus, nachdem er vorher die Chaoten vor ihm x-mal im Spiel gehalten hatte. Diese Saison war er mehrere Monate verletzt, womit Reideborn dann zum Marathon-Man wurde. Dieser schwächelte letzthin etwas, aber im Prinzip werden er und auch Wüthrich immer mal wieder im Stich gelassen, und sehen dann entsprechend "schlecht" aus.

    Hui und Pfui liegen nahe beieinander beim SCB, stabil wäre anders. Nach den letzten paar Chaos-Saisons aber wenigstens mit Fortschritten.

    Vielleicht ändert sich ja etwas, wenn mal ein Schadenersatzprozess über die Bühne gegangen ist. Wenn ich mich nicht täusche, ist einer zwischen Blum und Herzog am laufen, wegen des seinerzeitigen Checks gegen den Kopf. Da dieser mit erhobenen Ellbogen und frontal gegen den Kopf von Blum ausgeführt worden ist (Puck längst nicht mehr bei Blum), ist die Aktion ein gutes Beispiel für grobe Fahrlässigkeit. Das Argument, es sei halt im Kampf um die Scheibe unglücklich gelaufen, entfällt in diesem Fall.

    Erst wenn es finanzielle Konsequenzen hat, bzw. eine Versicherung auch mal Rückgriff nimmt auf einen Täter wegen grober Fahrlässigkeit, wird sich etwas ändern. Beim Verband wird zwar viel geredet, aber offenbar ist man nicht in der Lage, grobfahrlässige, gesundheitsgefährdende Frustaktionen ohne Zusammenhang mit dem Spielgeschehen entsprechend zu sanktionieren.

    Das Frauenhockey muss sich ein "eigenes" Publikum erarbeiten. Kann es mir nicht so recht vorstellen, dass der durchschnittliche Hockey-Stadionbesucher einfach ein weiteres Mal ins Stadion reist, um ein Spiel live anzuschauen. Der Markt an potentiellen Zuschauern ist begrenzt, ebenso derjenige an Sponsoren.

    Die Diskussionen von wegen Geldverdienen und medialer Aufmerksamkeit - derzeit zwar eher im Fussball als im Eishockey geführt - sind teilweise ideologisch gefärbt. Dass etwa der Verdienst weitaus geringer bzw. meist gar nicht vorhanden ist, wird als Diskriminierung und "Ungerechtigkeit" dargestellt, womit aus reiner Böswilligkeit die Frauen benachteiligt würden. Ist aber wohl auch dem Zeitgeist geschuldet, der täglich neue diskriminierte Gruppen identifiziert, welche Anrecht auf Sonderbehandlung, Rücksicht und vor allem Zahlungen und Entschädigungen reklamieren.

    Homosexualität wird halt nach wie vor als Beleidigung verwendet, auch wenn mit Strafmassnahmen dagegen vorgegangen wird. So wurden kürzlich österreichische Fussballer von den nächsten Nationalmannschaftszusammenzügen suspendiert, weil sie anlässlich einer Siegesfeier entsprechende Fangesänge mitgegrölt oder selber intoniert hatten. Wenn aber nicht Einzelpersonen, sondern ganze Fankurven Schmähgesänge vom Stapel lassen, wird es mit Strafen schwierig.

    Erstaunlich ist die Diskrepanz zwischen den verschiedenen "Milieus" - in einigen davon ist oder war es geradezu chic, sich zumindest als "bi" zu outen, wobei dieser Trend nun eher durch Befindlichkeiten zur geschlechtlichen Identität abgelöst wird. Komplett anders verhält es sich in Sportarten, in welchen traditionell Härte markiert wird, und wo Homosexualität mit dem Gegenteil assoziiert wird. Deshalb ist es wohl auch selten, dass sich dort Sportler outen.

    Tja, ein komisches Spiel, bei welchem Glanz und Elend nahe beieinander lagen. Im 2en Drittel der SCB mit einem Absturz, der schier unrettbar wirkte. Im letzten Drittel dann verkehrte Welt. Spielerisch liess der EVZ seine Qualitäten aufblitzen, konnte aber nicht durchziehen, der SCB hielt mit Kampf dagegen. Soweit also nicht viel neues.

    Etwas unklar, wie sich der ZSC oder der SCB der Offenlegung der Zahlen entziehen sollten.

    Ausser natürlich im einzureichenden Jahresabschluss bzw. Budget zuhanden der Liga wäre die Erfolgsrechnung soweit "eingedampft", dass kaum ein Schluss über den Personalaufwand gezogen werden könnte. Aufgrund der Buchführungsvorschriften sind dem aber Grenzen gesetzt. Wenn etwa in einer Position "Aufwand erste Mannschaft" neben dem Lohnaufwand noch zig anderes enthalten ist, kann man trotzdem davon ausgehen, dass die Löhne den grössten Teil ausmachen. Man kann daher die Sache höchstens etwas "intransparent" machen, mit halbwegs gesundem Menschenverstand sind aber Rückschlüsse für mit der Materie vertraute Personen trotzdem möglich.

    Viele Journalisten und "Chronisten" sehen in Ambri, Langnau, Kloten etc. eine heile Welt, welche der Kundschaft verkauft werden kann wie ein beruhigendes "Guetnachtgschichtli". Vor lauter Rührung darüber, dass in den besagten Orten und Klubs die Welt noch (vermeintlich...) in Ordnung ist, geht ab und an die kritische Distanz etwas verloren. Trotz der gegen aussen gezeigten "gallisches Dorf" Haltung werden sich Cereda / Duca plus der eine oder andere hochgelobte und nicht billige Spieler (Pestoni, Heim etc.) kritische Fragen gefallen lassen müssen. Selbst wenn die bekannten Limiten entlastend einbezogen werden.

    Die Bieler haben wieder etwas von der spielerischen Leichtigkeit versprüht, die sie im Vorjahr weit getragen hat. Habe ihnen den Sieg gegen Servette nicht zugetraut, aber in Genf hat man die Saison offenbar schon vor längerem abgehakt. Das soll aber die Leistung des EHCB nicht schmälern. Und Ambri musste in den letzten Wochen und Monaten zu vieles mit generösen Efforts wettmachen - irgendwann sind die Tanks dann halt leer. In den Spielen gegen Biel häuften sich die Fehler und die unnötigen Scheibenverluste, was den Bielern regelmässig Konter und Grosschancen eröffnete.

    Da im berühmten "flow" und erlöst vom Anti-Antti, sind die Bieler nicht zu unterschätzen. Nehme aber nicht an, dass der "Z" so abgelöscht wie Genf oder so ausgelaugt wie Ambri auf's Eis kommen wird. Dauert es, bis der Z den Flugrost abgeschüttelt hat und gelingen den Bielern frühe Tore, könnten sie allenfalls für Nervosität sorgen. Die souverän gespielte Saison des "Z" lässt jedoch nicht viel Spielraum für Spekulationen im 1/4-Final.

    Biel hätte mit den Chancen den Sieg holen müssen - und die 3 Imports in der Ambri-Defensive waren kaum einem grossen strategischen Geistesblitz geschuldet, sondern der banalen Tatsache, dass Cereda - ausser Fohrler - kaum einen halbwegs NLA-tauglichen Verteidiger mehr hat. In der Abwägung hat man einem ausländischen Verteidiger mehr auch den Vorzug vor dem ausländischen Goali gegeben. Immerhin, Conz hat dicht gehalten, so dass die Sache für Ambri weitgehend aufgegangen ist.

    Verletzungspech bei Servette ist das Eine, dazu kann man auch noch etwas für die zusätzliche Beanspruchung durch die CHL rechnen. Dass es so allenfalls nicht gerade für die Top 3 oder 4 reicht, wäre verständlich. Wenn ein meisterliches und entsprechend teures Team als Sieger der CHL allerdings die Quali mit 3 Punkten mehr als die SCL Tigers abschliesst, so wird es etwas schwierig mit den Argumenten. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Tigers eine gute Saison gespielt haben. Es scheint eher so, als habe es verschiedentlich auch an der Motivation gefehlt, in der Meisterschaft den Ausfall von wichtigen Spielern - etwa Winnik - durch Extraschichten von anderen, ebenfalls hochbezahlten Akteuren wettzumachen.

    Wenn ich mir vorstelle, was der "Chronist" schon alles an Kritik rausgehauen hätte, wenn es um andere Klubs ginge...

    Genf gibt schon Rätsel auf - natürlich ist die CHL eine zusätzliche Belastung, aber dass man mit einem solchen Team über eine ganze Saison lang so auftritt, dass man sich am Ende mit 3 Punkte Vorsprung auf die Ilfis-Tigers in's Play-In rettet, kann nicht der CHL-Teilnahme angelastet werden. Beim EHC Biel ist man auch wie ausgewechselt, nachdem man den strengen Finnen losgeworden ist, obwohl nicht 6 verletzte Leistungsträger ins Line-up zurückgekehrt sind, oder Stoney die Linien verändert hätte. Mal schauen, wie weit die Euphorie die Bieler trägt, oder ob sich die Laune ebenso schnell wieder dreht.

    Für's Militär fehlt aber noch ein "Merkspruch", so à la GABI, damit nicht nur jeder AdA (Angehöriger der Armee), sondern auch die dAdA (dumme Angehörige der Armee) nix falsch machen. Bezogen auf die Befehlsausgabe in Fribourg wäre das dann so etwa TISID (T ragen sie... / I mmer mit... / S ingen... / I n die Hände... / D as Handy...)