Posts by Iceman

    Doch, nur wurde der Titel mit Bern 2016, den er nach einer Seuchensaison und als Notnagel für Guy Boucher erreichte, auch "glücklichen Umständen" zugeschrieben. Und Sven Leuenberger wurde wegen des (vorübergehenden) Engagements von Lars Leuenberger vom Sportchefamt "entfernt" (hatte auch andere Gründe, aber das gehört nicht hierher). Lars Leuenberger vertrat den kranken Antti Törmännen in Biel nach meiner Meinung gut.


    Das "Problem" damals 2016 war, dass man bereits vorher, als von wundersamen Play-off Märchen (gütig eingeleitet vom ZSC...) noch niemand etwas ahnte, mit Kari Jalonen einig war. Dem wollte man danach nicht absagen, um den Lars als neuen Trainer zu installieren. War damals möglicherweise auch nicht ganz unbegründet. Vom Assi zum Cheftrainer...

    Kommt mir vor wie die Diskussion um Lars Leuenberger in Bern. Ich bin sicher, dass Leute wie er oder Liniger genauso in der Lage wären, einen NLA-Klub zu coachen wie ein Ausländer mit "Erfolgsausweis". Die Hemmschwellen für Sportchefs sind bekannt: Kommt es mit Liniger oder Leuenberger nicht gut, setzen sie sich dem Vorwurf aus, dass eben Klub X oder Y nicht dazu geeignet sei für einen, der noch nie Cheftrainer in der NLA gewesen sei, sondern dass man dafür ein Renommé bzw. einen internationalen Erfolgsausweis benötige, damit a) einem die Spieler überhaupt zuhören und b) bei der ersten Krise nicht der Trainer als allererster der Globi im Umzug ist.


    Paterlini in Langnau oder Leuenberger in Olten machen es mit der Karriereplanung aber nicht schlecht. Sie sind Cheftrainer und liefern im Rahmen der Möglichkeiten gute Arbeit ab. Damit werden sie auch für einen "vorsichtigen" Sportchef eher zu Kandidaten. Liniger müsste ebenfalls vom Assi-Dasein wegkommen und - ausserhalb des Zürcher Biotops - einen Cheftrainer-Posten suchen, halt in der NLB.


    Dennoch muss man sich nichts vormachen: Wenn es nicht läuft, würden sie trotzdem gespickt - allenfalls etwas früher, als es bei einem international renommierten Trainer der Fall wäre. Wäre Leuenberger statt Jalonen Trainer geworden in Bern oder Liniger statt Grönborg in Zürich ist die Prognose nicht allzu gewagt, dass beide schon nicht mehr im Amt wären.

    Für Klubs mit einem weniger grossen (potentiellen…) Fundus an Nachwuchsspielern als der ZSC wäre Bodie sicher kein schlechter Transfer. Im Gegensatz zu anderen teuren CH-Spielern in der NLA liefert er doch einigermassen regelmässig. Ist letztlich eine Frage des Geldes und der Vertragslaufzeit, aber er signalisiert ja Kompromissbereitschaft diesbezüglich. Bei einem Vertrag für eine Saison wäre das Risiko überschaubar. Chronische Zipperleins scheinen noch keine vorhanden zu sein.

    Deshalb beginnt das "Event" bei einem Matchbesuch in der NHL bereits damit, dass man mit der Karre bis vor das Stadion fahren kann, es diverse Zufahrten gibt, und das Ganze so aufgegleist ist, dass die Besucher nach Spielende möglichst zügig (...über diverse Ausfahrten...) auf die umliegenden Strassen kommen. Die haben halt den Platz dafür, zudem verdient der "ÖV" den Namen meist gar nicht, d.h. es ist für die grosse Masse fast nicht anders als mit dem PW möglich.

    Ist ja nicht gerade so, dass man vor der Saison die düstersten Prognosen auf dem Pinboard gelesen hätte, auch wenn Grönborg natürlich schon länger in der Kritik stand. Das Team wurde jedoch insgesamt als tauglich beurteilt, um den Titel zu holen, und diese Einschätzung dürfte nach wie vor stimmen. Bei den Ausländern verhält es sich wie anderswo auch, d.h. es gibt Licht und Schatten, aber die Baisse kann nicht auf im Vergleich zur Konkurrenz "schlechtere" Ausländer zurückgeführt werden. Auf der wichtigen Goaliposition ist man gut besetzt.


    Nach der letzten Finalserie müssten zudem alle Spieler mehr als "geladen" sein, weshalb es schwerfällt, die Ursache in einer mangelhaften Motivation zu suchen. Würde man dank der zweifellos im Team vorhandenen Klasse mit Leichtigkeit durch die Quali schweben, hätte man eine gute Erklärung dafür, wenn immer mal wieder blasierte Auftritte folgen bzw. man gegen klare Underdogs den nötigen Ernst nicht aufbringen würde. Man hat jedoch nicht den Eindruck von Larifari-Auftritten, da man sich (meistens...) redlich abmüht, aber komischerweise seine Stärken nicht ausspielen kann.


    Insgesamt schon ein Rätsel, auch wenn der Faktor "Grönborg" und das nordischen Trainern pauschal unterstellte "System- + Schablonendenken" stets überbewertet worden ist.



    PS:

    Der vielgehörte Einwand, die Top-Klubs würden sich mit der höheren Zahl an Ausländern einfach 6 Super-Duper Ausländer zulegen, und seien dann für die Konkurrenz unerreichbar, hielt ich nie für stichhaltig. Einfach deshalb, weil es selbst bei 4 Ausländern kaum je einem Klub gelang, wirklich 4 Top-Shots zu engagieren. Vielmehr hat die erhöhte Anzahl Ausländer die Ausgeglichenheit gefördert, zumal die Sportchefs der (vermeintlichen) Kellerkinder offenbar einen guten Job gemacht haben bei der Verpflichtung ihrer Söldner. Entsprechende CH-Spieler hätten diese Klubs nie bekommen.

    Es bleibt einmal mehr die Binsenweisheit, dass CH-Klubs in Hochform sein müssen, um nach den ersten Runden in der CHL zu brillieren. Wogegen die Finnen & Schweden zwar nicht gerade patzern dürfen, es aber im „Normalmodus“ gegen CH-Teams meist reicht. Obwohl dies von gewissen Chronisten gerne in Abrede gestellt wird, ist das Niveau in SWE und FI einfach höher im Durchschnitt, sei es nun taktisch, physisch oder technisch. Wobei einzelne CH-Spieler bei letzterem durchaus gleichziehen können oder sogar besser sind. Nur kommt dann eben das ebenso bekannte Elend, dass die teuer bezahlte „Business-Class“ der CH-Spieler eher „unstet“ ist in ihrem Leistungsniveau und in ihrer Form.

    Noch eine Zusatzbemerkung: Die Politik hat noch selten interessiert, ob Massnahmen wirklich etwas bringen oder nicht. Es geht dort vor allem darum, dem Bürger den Eindruck zu vermitteln, es „gehe“ etwas. Logische Erwägungen helfen somit nur beschränkt weiter. Aber man muss vorläufig auch keine ganz grossen Sache daraus machen. An Hockeyspielen geht es vorderhand noch relativ normal zu und her, Pyros und Ausschreitungen sind die Ausnahme, und nicht die Regel.

    Es wird dazu führen, dass all die ungeliebten Massnahmen halt irgendwann doch kommen - dass es mit Ausweiskontrollen und personalisierten Tickets keine Probleme gibt, hatte man während des (reduzierten) Spielbetriebs unter COVID-Bedingungen ausgiebig testen können. Im Fussball gibt es in der Premier League meines Wissens keine Probleme mehr mit Pyro und Ausschreitungen in und um die Stadien; dass die entsprechende Klientel halt anderswohin abgewandert ist und möglicherweise ein paar Ligen tiefer Radau macht ist auch klar. Oder kurz gesagt: Es gibt schon Mittel und Wege, gewissem Treiben einen Riegel zu schieben. Ich hatte 1984 während eines Sprachaufenthalts ein Abo zum Gebrauch von Tottenham, und habe die „guten“ alten Zeiten im englischen Fussball live miterlebt - das war bekanntlich um einiges extremer, als was man sich in der CH gewöhnt ist. Irgendwann hat man dann einfach radikal durchgegriffen. Für all diejenigen, welche glauben, ohne sie als „ächte“ Fans gehe es nicht, und die Klubs müssten halt mit gewissen Nebenerscheinungen leben, wenn sie Stimmung in den Stadien wollten: In der Premier League ist nicht mehr das gleiche Publikum in den Stadien wie anno dunnemals, was u.a. auch an den Preisen liegt. Trotzdem sind die Stadien voll und die Klubs finanziell erfolgreich (…hauen aber auch Geld raus das es kracht…). Wie jeder Vergleich hinkt auch dieser, aber es geht darum, dass es in den letzten Jahren - anders als beim helvetischen Fussball - relativ normal zu- und her ging im CH-Hockey, ohne dass die Stimmung in den Stadien schlecht gewesen wäre. Wenn nun die üblichen Verdächtigen , teilweise mit Inszenierungshilfe aus dem Ausland, das CH-Hockey aufmischen wollen, wird es über kurz oder lang zu Verschärfungen der „Hausordnungen“ in den Stadien kommen. Man kann dann wieder abweinen über die pösen Klubs, die Modefans, die VIP-Logen und sich als einzig wahre Fans selbst bemitleiden.

    Bis auf die öffentliche Kritik am eigenen Goali in den PO‘s und einigen „Temperaments-Ausbrüchen“ macht es Wohlwend nicht so schlecht in Davos. Der grosse Arno legte zeitweise ein bedeutend eigenwilligeres Verhalten an den Tag, welches aber allseits als „befeuernd“ für seine Spieler gerühmt worden ist. Natürlich ändern sich die Zeiten, trotzdem scheint man da mit unterschiedlichen Ellen zu messen. Wenn man all die Irrungen und Wirrungen bei andern Klubs in Sachen Trainer sieht, ist man mit Wohlwend hinter den sieben Bergen noch gut bedient. Zumal in Davos die Ansprüche (auch) hoch sind. Anders als andernorts wird das Scheitern dann aber nicht einfach als „Kult“ abgebucht, und Trainer und Klub nicht nur während Erfolgsphasen vom „Chronisten“ wahrgenommen, wie das bei anderen der Fall ist.

    Nun, das sollte in naher Zukunft nicht mehr nötig sein, sonst macht man definitiv etwas falsch! Mit der neuen Arena muss im Minimum eine schwarze Null möglich sein.

    Dieses Ziel wird W. Frey sicher stecken. Er hatte mal velauten lassen, dass der ZSC "selbsttragend" werden müsse, da nicht sicher sei, ob mittel- und langfristig die gleiche Unterstützung von seiner bzw. der Seite seiner Familie möglich oder gewollt sei. Dies war - so wie ich es verstanden habe - auch einer der Treiber für die neue Halle, da der ZSC unter den alten Verhältnissen in einem kaum zu schliessenden "Strukturdefizit" gefangen war.


    Solange W. Frey (...oder dessen Nachfolger...) dem ZSC jedoch Unterstützung gewährt, ist man in einer komfortablen Situation. Zwar wird im Normalfall eine schwarze Null das Ziel sein, aber bei "einmaligen" Gelegenheiten (z.B. ausserplanmässige NHL-Rückkehrer) hat man mit W. Frey im Hintergrund trotzdem einen finanziellen Spielraum, den es unter dem reinen "Selbstfinanzierungsprinzip" nicht gäbe.

    Leider herrscht in den "Kurven" eine wirre Solidarität bzw. vermutlich auch eine Angst vor den gewalttätigen Exponenten. Ist im Fussball noch viel stärker ausgeprägt als im Hockey. Die vermummten Übeltäter werden von der Kurve mit Transparenten und anderem abgeschirmt, wenn sie sich als Vorbereitung für Aktionen "verkleiden" bzw. sich anschliessend wieder ein anderes Outfit verpassen, um von den Kameras nicht identifziert werden zu können.


    Bleibt wohl nichts anderes übrig, als die "Bewachung" im Gästesektor zu verstärken. Der Einbau von (fast) unzerstörbaren Sanitäranlagen aus Metall im Auswärts-Sektor ginge theoretisch auch, nur ist dieser "Gefängnis-Look" in multifunktional genutzten Stadien nicht opportun. Der Otto Normalzuschauer am nächsten Event würde wohl etwas verdutzt aus der Wäsche schauen bei einem solchen Stilbruch.

    Am Ende würde es wohl gar keine grosse Rolle spielen, wer genau an der Bande steht - allein ein Wechsel würde das Ganze etwas aufwecken. Wobei sich die sportliche Leitung vermutlich auch die Frage stellen wird, wie lange ein solcher „Wachmacher“ wirken wird, der letztlich auch nicht gratis ist. Denn viel falsch läuft eigentlich nicht, und man darf davon ausgehen, dass das letztjährige „Play-off Erlebnis“ bei jedem Spieler genügend nachwirkt, dass zumindest in den PO‘s das nötige Feuer da sein wird. Dieses wird ansonsten ab und an von routinierter Klasse überdeckt. Ob es wirklich Trainer gibt, die während einer lange dauernden Quali bei einem solchen Team die zeitweise vermisste „Dringlichkeit“ einfordern könnte? Letztlich klappt es ja auch sonst ganz passabel.

    ...die Ausnahmen beim SCB sind nicht immer so ganz nachvollziehbar. Es wäre besser, wenn an den strengen Kriterien für das "Leibchen unters Hallendach" nicht gerüttelt würde. Für verdienstvolle Spieler, welche diese Kriterien nicht ganz erfüllen, kann man eine separate "Ahnengallerie" einrichten. Halt so eine Art "Museum" irgendwo in der Halle. Lässt sich je nach Situation nicht subito verwirklichen, aber da ja immer mal wieder etwas umgebaut und renoviert wird, liesse sich auch das per Gelegenheit umsetzen.

    ...was man auch noch tun könnte, um den Störfaktor "Zuschauer" zu vergrämen


    1. Powerbreaks (...damit Zuschauer mit Anreisezeit den letzten Zug möglichst nicht mehr erwischen....)
    2. Spätere Anspielzeiten (siehe oben)
    3. Längere Pausen (siehe oben)
    4. Weitere Reduktion der Präsenz im "allgemein zugänglichen" Fernsehen (....damit Kinder und Jugendliche nur unter erschwerten Bedingungen mit dem Sport in Kontakt kommen...)
    5. Gegnerische Fans möglichst abschrecken (Toiletten, Käfighaltung etc.)


    Besprecht das in der Gruppe und findet weitere Beispiele...

    Insgesamt ein guter Auftritt der Nationalmannschaft. Auch wenn es kein Ernstkampf gewesen ist, so ist "Grümpelturnier" doch zu despektierlich, denn der Ehrgeiz ist denn doch zu gross, als dass etwa Finnen und Schweden die Zügel schleiffen liessen beim derbymässigen Aufeinandertreffen. Gleiches gilt bzw. galt, wenn die Tschechen gegen die Russen antraten. OK, mag sein, dass man es gegen die Schweiz nicht ganz mit dem gleichen "Feuereifer" anging.


    Solange deswegen nun nicht wieder überbordet wird mit den Aussagen und Zielsetzungen und das Abschneiden nicht "überinterpretiert" wird, ist alles in Ordnung. Und statt dem tausendsten Deutschland-Cup war es mal eine Abwechslung, obwohl man sich gerade gegen die physisch starken Deutschen immer schwer getan hat.


    Klar ist aber auch, dass man an einer WM oder Olympiade in den "alles oder nichts" Spielen nun auch mal die Nerven behalten und das ganze Potential abrufen können muss, sonst büssen Achtungserfolge wie eben dieses Jahr am Karjala-Cup stark an Glanz ein. Positiv vermerkt habe ich, dass sich Fischer in Sachen Euphorie zurückgenommen hat - zumindest in dem Interview, welches ich mitbekommen habe.

    Lundskog versteht (theoretisch...) jede Menge von Hockey, kann mit den Spielern und dem Staff kommunizieren, hatte es aber auch nach 20 Spielen nicht fertig gebracht, so etwas wie Struktur und Stabilität im Team zu verankern. Oder zumindest Ansätze davon. Wenn die Spieler trotz Chancen das Tor nicht treffen, kann ein Trainer - ausser gut zureden - nicht viel machen. Die Defensivorganisation ist jedoch die Domäne des Trainers, und dort war keine Entwicklung sichtbar, welche ein weiteres Abwarten gerechtfertigt hätte.

    Auch gut - heute fand noch ein Plauschspiel zwischen dem HC Münchenbuchsee und einer SCB-Auswahl statt. Glaube zur Eisbahn-Eröffnung oderso.. Im Kader unter anderem Mark Streit und Raeto Raffeiner. Und zumindest gemäss Matchblatt durfte sich an der Bande noch einmal Johan Lundskog die Ehre geben. Falls dem tatsächlich so wäre, absurd.

    Handelte sich um einen "Druckfehler" der lokalen Manschaft, welche das Plauschspiel organisierte. Natürlich war Lundskog nicht an der Bande.


    Was die "Potential-Analyse" anbelangt, welche dem Klaus in die Hände gespielt worden ist, so wurde diese offenbar bereits vor Raffainers Amtsantritt in Bern veranlasst. Was insofern nachvollziehbar ist, da sich Raffainers Vorgängerin Flo Schelling bereits um Lundskog bemühte. Die Analyse sei auch nicht als elektronisches Dokument beim SCB abgelegt. Wer nicht gerade völlig unbedarft ist, wird um die Nachverfolgbarkeit von E-Mails, SMS oder anderem aber sowieso wissen. Am "sichersten" ist die Übergabe auf Papier - und der Klaus kann immer behaupten, es habe in seinem Briefkasten gelegen, und er kenne den Absender nicht.


    Man kann nun spekulieren, wer das Zeugs geleakt haben könnte, und wann dies geschehen ist. Intern verdüsterten sich die Perspektiven von Lundskog in den letzten Wochen zusehends nach den Auftritten gegen Langnau, Ajoie und Kloten - wer also den Trainer weg haben wollte, konnte auf das absehbare Ende warten, ohne sich einem Risiko durch ein geleaktes Dokument auszusetzen. Was noch die Möglichkeit offenlässt, dass es dem Klaus bereits vor Monaten zugespielt worden ist, um Lundskog bei seinem "Neustart mit umgekrempeltem Team" zu diskreditieren. Warum der Klaus das Dokument dann nicht schon vorher veröffentlichte, ist ebenso Spekulation.


    Letztlich könnte man von jedem Trainer eine solche "Studie" machen, und diese bei einer Entlassung entsprechend interpretieren. Hätte beispielsweise Lundskog etwas andere Antworten im Assessment gegeben würde man nicht ableiten, er sei ein "unbelehrbarer Systemtrainer, der sich nichts sagen lässt etc." sondern dann eben "hat keine Linie und ist leicht beeinflussbar".

    Ist nicht mehr passiert als es halt ab und zu üblich ist im Hockey: Der SCB kam "wie aus dem Nichts" zu 2 Toren, und wo vorher nur zögerlich und mit wenig Selbstvertrauen agiert worden ist, war plötzlich mehr Energie in den Aktionen. Der ZSC wurde zwar nicht gerade überrollt deswegen, aber ganz so einfach wie vor diesem Zeitpunkt ging es trotzdem nicht mehr. Dass Tor 3 Minuten vor Schluss hätte - der diesjährigen Tradition folgend - eigentlich für den ZSC fallen müssen, denn der SCB brachte es bisher noch jedesmal fertig, einen 1 oder 2 Tore Vorsprung in den letzten 5 Minuten zu versemmeln


    Das "Problem" des SCB ist (...das Wort "war" würde ich noch nicht verwenden...), dass es gegen Langnau, Kloten oder Ajoie nicht viel anders ausgesehen hat als gegen den ZSC. Und das heisst eine mangelhafte Defensivorganisation, welche nur deswegen keine noch negativeren Folgen hat, weil Wüthrich (meist) ausserordentlich gut hält. Und wer im eigenen Drittel nichts auf die Reihe kriegt und praktisch jeden Zweikampf verliert, hat dann halt auch in der Vorwärtsbewegung ein Problem. Trotzdem war die Offensive nicht der Ablöscher.


    Das Lundskog eine Chance mit einem verbesserten Team erhält, habe ich als richtig erachtet, obwohl ich grundsätzlich der Meinung bin, dass der SCB nicht der richtige Ort ist für jemanden, der noch nie Chefcoach gewesen ist. Dass es mit gestandenen Coaches auch nicht in jedem Fall funzt, ist klar, aber gewisse Irrtümer korrigieren sich da eben vorher.

    ...ebenfalls übersehen habe ich, dass Svoboda nur der grosse Zampano ist, wenn ihn diejenigen machen lassen, welche die Mehrheit der Aktien haben. Die "Umstellungen" sind deshalb vermutlich von Gregory Finger und Zdenek Bakala ausgegangen, und Svoboda musste parieren.

    Fust soll ein enger "Spezi" von Svoboda sein, sonst wäre dieser wohl weniger glimpflich verfahren. Dass Svoboda eingesehen hat, dass er und seine "hire and fire" Politik ein wesentlicher Grund für die aktuelle Situation ist, glaube ich hingegen nicht. Lausanne hat in den letzten paar Saisons durch unprogrammgemässe Spielerabgänge doch einiges an Substanz eingebüsst.