Beiträge von Iceman

    In Genf kam es nach dem Abgang von Cadieux im Dezember 2024 zu einer "Übergangssaison" 24/25 mit viel Larifari, obwohl ein sehr konkurrenzfähiges Team am Start war. Und weil Hallam erst auf die aktuelle Spielzeit verfügbar war, und es den Spielern so gut gefallen hatte, gab's 25/26 gleich nochmals eine "Übergangssaison". Damit dürfte nun fertig sein, und deshalb und eingedenk der hochkarätigen Ausländer kann ich nicht so recht nachvollziehen, weshalb der Klaus von einem "taumelnden Titanen" redet.

    Der EVZ müsste nach seinen finanziellen Efforts eigentlich gut genug sein für die erweiterte Spitzengruppe. Allerdings hat man den Trainer bereits angeschossen, und so den Spielern ein Ausreden-Türchen geöffnet. Läuft's nicht, ist sowieso der Trainer schuld, den man offenbar am liebsten schon vor der Saison losgeworden wäre.

    Der SCB versucht mit dem Transfer von Rohrbach dem chronischen Defizit in Sachen "Abschlussqualität" etwas entgegenzusetzen. Würde aber dieser oder - wie letzte Saison Baumgartner - wieder monatelang ausfallen, so gibt es niemanden mit CH-Lizenz, der das kompensieren könnte. Viel bleibt in Sachen Tore auch diese Saison an den Ausländern hängen, bei denen Aaltonen dringendst sein Sniper-Gen wiederfinden müsste. Ob der Freigeist Dionicio mehr Punkte erzielt, als er Tore verschuldet, wird man sehen. Ausserdem gibt es Auslauf für diverse Nachwuchsleute mit einer 1en, 2en oder 3en Saison - beim einen oder anderen müsste da mal der berühmte "nächste Schritt" folgen. Ansonsten gilt der bekannte Satz "...mühsam ernährt sich das Eichhörnchen..."

    Die Sitzplätze in Bern sind eher teuer (Sitzplatz unterhalb der Stehrampe, hinter Zeitnehmer, CHF 2'200.- pro Saison, ist aber die teuerste Kategorie), das Stehplatzabo ohne AHV /Studi Vergünstigung kostet CHF 375.-. Daraus ergibt sich wohl die "Kalkulation" im vorliegenden Fall, wo die Konsumation im Stadion den Preisunterschied nicht wettmacht über eine Saison.

    Und sonst regiert der finanzielle Sachzwang, d.h. es ist offenbar nicht möglich, das Stadion so zu erweitern, dass man trotz mehr Sitzplätzen noch auf eine Kapazität von 15'000 kommen würde. Einen neuen Standort mit gleicher Verkehrsanbindung an den öV und die Autobahn hat man nicht gefunden, und ein "neues" Stadion am bestehenden Standort (...eben mit erweiterter Kapazität...) liegt finanziell nicht drin, abgesehen von Fragen wie einem Ausweichstadion usw.

    PS: Die Zahl von 12'000 Plätzen stammt meines Wissens aus einem Artikel von Klaus Zaugg und ist vom Klub bis jetzt nicht bestätigt. Aufgrund des Platzbedarfs von Sitzplätzen würde es mich aber überraschen, wenn der angestrebte Ausbau der Sitzplätze nur eine Reduktion der Kapazität von 17'000 auf 15'000 zur Folge hätte.

    haha, der eismeister kuriert seine sonnenstiche aus..

    liegt der scb nach 10 runden ganz oben hat er die besten imports ....

    ...die "Gefahr" ist relativ klein, dass der Eismeister zurückkrebsen muss. Im Januar 2026 zog sich der von Zaugg kritisierte Abols in einem Spiel gegen die New York Rangers eine schwere Fraktur am rechten Knöchel bzw. Wadenbein zu. Abols gehört auch in Topform nicht zu den "Schnellen", aber derzeit dürfte er auch noch Trainingsrückstand haben. Ansonsten kann man natürlich schon Kritik üben an den Ausländern. Evtl. findet ja Aaltonen sein Sniper-Gen wieder.

    ...solange es bei Proteinpulver oder diesem und jenem Vitaminzusatz bleibt, und vor allem die Eltern ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen, ist das sicher so. Nicht unterschätzen sollte man allerdings, dass der Zugang zu weitaus weniger harmlosen "Stoffen" nicht schwierig ist, und Jugendliche durch das Gefasel von Influencern und durch Kollegen, welche mit dem Zeugs experimentieren, leicht beeinflussbar sind.

    Wobei Kläy / Lengwiler gemäss deren Statements nur das weitergegeben hatten, was ihnen die Spieler in der Saisonanalyse mitteilten. Ich glaube nicht, dass sich die Aussagen der Spieler darin erschöpften, dass das OYM sowieso ein Seich und für nichts gut sei, weil es kein Bier und keine Pommes gäbe. Jeder Profi schätzt gute Trainingsbedingungen, aber im OYM scheint es - zumindest vom Hörensagen her - eben schon fast sektiererisch zu- und her gegangen zu sein. Und da Strebel sich nun mal in den Kopf gesetzt hat, dass der EVZ dank wissenschaftlich optimiertem Training die Konkurrenz abhängen würde, und für diesen Traum zig Millionen aufgeworfen hat, scheint er auf Kritik am OYM allergisch zu reagieren. Natürlich konnte man darüber hinaus dem Duo Kläy / Lengweiler auch noch anderes vorwerfen, aber die Vermutung liegt nahe, dass Strebel vor allem die Kritik an seinem Herzensprojekt nicht passte, und er deshalb ein Exempel statuierte. Es würde aber nicht erstaunen, wenn trotzdem gewisse Anpassungen vorgenommen würden in Sachen OYM, auch wenn dies natürlich nicht an die grosse Glocke gehängt wird.

    Ist vorläufig nur ein zauggsches Gerücht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die (bisher ungewohnte...) Kritik dazu führt, dass Strebel es nun allen zeigen will. Ob das wirklich alles funktioniert, ohne dass direkt Geld in die 1e Mannschaft fliesst, wie mantramässig im behauptet wird, ist die Frage. Wobei das auch nicht so schwierig zu bewerkstelligen ist, wenn diese und jene Kosten übernommen werden, welche zwar nicht direkt mit dem Lohnbudget der 1en Mannschaft zu tun haben, aber trotzdem durch den Klub bezahlt werden müssten.

    Der Captain muss zwar nicht der Torschütze vom Dienst oder der Supertechniker sein, sollte aber eine "Persönlichkeit" sein und im Team ein gewisses Standing haben. Ihm würde es ja beispielsweise obliegen, bei "Unstimmigkeiten" mal mit einem Kollegen ein ernsthaftes Wort zu reden. Da hilft auch kein "Captains' Team" und andere Konstrukte. Natürlich sind die geforderten Eigenschaften nicht zwingend altersabhängig, aber....

    Zum Teil wird die Meinung vertreten, in Schweden oder Finnland seien die Nachwuchsspieler deshalb besser, weil sie eher die Chance hätten, in den Fanionteams mitzuspielen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich allerdings, dass es sich dabei in fast allen Fällen um hochtalentierte Spieler handelt, die sich schon auf den Nachwuchsstufen in die Blöcke der NHL-Scouts eingebrannt haben. Die Idee, es gehöre quasi um Ausbildungsprogramm, dass man in der ersten Mannschaft mittun könne, bis dann plötzlich der Knopf aufgehe, entspricht nicht der Wirklichkeit, die sehr viel selektiver ist als hierzulande.

    Im Budget rechnet man natürlich mit einer gewissen "Grundkonsumation" pro Zuschauer - wenn das Stadion zwar ausverkauft ist, aber reihenweise Plätze leer bleiben, geht die Rechnung nicht mehr auf. Schon klar, dass die Klubs da nach Abhilfe suchen. Ich war in den letzten 3 Jahren mehrheitlich im Ausland, und konnte nur selten ein Spiel besuchen (...OK, in meinem Fall war das vermutlich eher ein Vorteil...). Teilweise konnte ich die Saisonkarte (...die ich trotz Abwesenheit bezahlte...) weitergeben, aber nicht durchgehend.

    Wenn man eine "Mindest-Anwesenheitspflicht" einführen will, müsste die Weitergabe oder der Weiterverkauf aber so ausgestaltet werden, dass dies in jedem Fall klappt. Will heissen, dass - sofern der Platz auf der Verkaufsplattform ausgeschrieben ist - der Abo-Besitzer aus dem Schneider ist, selbst wenn der Platz nicht verkauft werden kann.

    …hätten die Finnen nicht sonst noch genügend Asse im Ärmel, würde es vermutlich auch etwas anders tönen. Aber klar, Drogen und Vorbildfunktion passen nicht zusammen. Allerdings müssten sich noch andere Personen kritische Fragen gefallen lassen, die mindestens soviel Einfluss auf oder Vorbildfunktion für Kinder & Jugendliche haben wie ein eishockeyspielender Finne.

    Es kommen ein paar Sachen zusammen - der abrupte Abgang von MC hat wohl mehr Spuren hinterlassen, als man glauben möchte, allem „das-sind-doch-Profis“ Geschwafel zum Trotz. Und der eine oder andere ansonsten sichere Torgarant ist vom Pech verfolgt. Und es sollte nicht, aber kann passieren, dass nach einer sicheren Führung die Balance vom Verwaltungsmodus zu stark in die Passivität kippt. Das Team wird die Mini-Krise überwinden, schon Crawford zuliebe. Längerfristig braucht es in Zürich aber wieder einen Trainer, der die Garderobe „füllt“ und vor dem die Spieler etwas zittern, selbst wenn der Coach nicht in NHL-Steinzeit-Manier mit Schimpfwörtern um sich wirft. Crawford, Ward, Tapola etwa verkörpern solche Typen. In Genf leidet man akut daran, dass kein solcher das Kommando führt.

    Gute Ausländer können praktisch alle Klubs holen. Wenn sie wirklich einschlagen, kann man sie möglicherweise einfach nicht halten. Bei den CH-Spielern der „Business-Class“ trennt sich die Spreu vom Weizen. Die sind ebenso knapp wie teuer, weil sie Spiele und sogar PO-Serien praktisch im Alleingang entscheiden können. Man denke da an Malgin-Andrigetto vor nicht allzu langer Zeit, welche das Team erstaunlich lange durch die PO‘s trugen. Natürlich können auch die nicht hexen, wenn vom Rest nichts kommt. Dass aber der ZSC fast immer einen Weg zum Sieg findet, selbst wenn man nicht brilliert, hängt auch mit der überdurchschnittlichen Qualität der CH-Spieler zusammen. Und dass die in grösserer Anzahl vorhanden sind als bei den meisten Konkurrenten. Wenn da mal ein paar Spieler einen schwachen Abend einziehen sind immer noch andere da, welche es richten.

    Einen ausländischen Torhüter als Nr. 2 auf das Matchblatt zu setzen hat für mich sowieso noch nie Sinn gemacht, wenn eine Mannschaft mehr als 6 Ausländer hat. Entweder Nr. 1 oder Tribüne. Rest ist relativ sinnlos.

    Handkehrum sagt es aus, dass Bern offenbar verdammt unzufrieden mit Corban Knight ist. Bern hat ja 8 Ausländer - Nemeth war letztes Spiel gesperrt. Trotzdem setzte Tapola letzten Match Reideborn als 2. Goalie ein - d. h. Tapola bevorzugt mehr Reideborn als 2. Goalie anstatt Knight als Feldspieler. In diesem Spiel war Reideborn überzählig, weil Nemeth nicht mehr gesperrt war. Wäre Nemeth immer noch gesperrt gewesen, so hätte Tapola vermutlich wieder Reideborn als 2. Goalie aufgelistet.

    Ich bewundere Tapola ja schon. Verdammt kommische Entscheide, die selten wirklich jemand nachvollziehen kann, aber zumeist geht es auf. Kindschi geholt von Kloten, Frk die ganze Zeit überzählig bis er ging, Kummer aus dem B geholt, Honka an Genf ausgeliehen etc etc. Den SCB aus einer desolaten Lage wieder zu einem standhaften Club gemacht.

    Für mich ein richtig geiler Trainer, auch wenn Bern Game 7 verlieren sollte.


    Zu Knight: War die ganze Saison eine Enttäuschung, ausser am Bully oder im Powerplay nur wenig Einfluss. Es geht das Gerücht, dass er sich bereits in der Vorbereitung eine gröbere Verletzung zugezogen habe. Was insofern plausibel wäre, als dass er in der KHL MVP gewesen ist, was nur schlecht zum Niveau passt, dass er diese Saison zeigte.

    Zu Wüthrich: Wurde letzte Saison Opfer eines miserablen Goali-Managements, und stand ab Weihnachten pausenlos im Einsatz. Am Ende der Saison unterlief ihm dann der eine oder andere Lapsus, nachdem er vorher die Chaoten vor ihm x-mal im Spiel gehalten hatte. Diese Saison war er mehrere Monate verletzt, womit Reideborn dann zum Marathon-Man wurde. Dieser schwächelte letzthin etwas, aber im Prinzip werden er und auch Wüthrich immer mal wieder im Stich gelassen, und sehen dann entsprechend "schlecht" aus.

    Hui und Pfui liegen nahe beieinander beim SCB, stabil wäre anders. Nach den letzten paar Chaos-Saisons aber wenigstens mit Fortschritten.

    Vielleicht ändert sich ja etwas, wenn mal ein Schadenersatzprozess über die Bühne gegangen ist. Wenn ich mich nicht täusche, ist einer zwischen Blum und Herzog am laufen, wegen des seinerzeitigen Checks gegen den Kopf. Da dieser mit erhobenen Ellbogen und frontal gegen den Kopf von Blum ausgeführt worden ist (Puck längst nicht mehr bei Blum), ist die Aktion ein gutes Beispiel für grobe Fahrlässigkeit. Das Argument, es sei halt im Kampf um die Scheibe unglücklich gelaufen, entfällt in diesem Fall.

    Erst wenn es finanzielle Konsequenzen hat, bzw. eine Versicherung auch mal Rückgriff nimmt auf einen Täter wegen grober Fahrlässigkeit, wird sich etwas ändern. Beim Verband wird zwar viel geredet, aber offenbar ist man nicht in der Lage, grobfahrlässige, gesundheitsgefährdende Frustaktionen ohne Zusammenhang mit dem Spielgeschehen entsprechend zu sanktionieren.

    Das Frauenhockey muss sich ein "eigenes" Publikum erarbeiten. Kann es mir nicht so recht vorstellen, dass der durchschnittliche Hockey-Stadionbesucher einfach ein weiteres Mal ins Stadion reist, um ein Spiel live anzuschauen. Der Markt an potentiellen Zuschauern ist begrenzt, ebenso derjenige an Sponsoren.

    Die Diskussionen von wegen Geldverdienen und medialer Aufmerksamkeit - derzeit zwar eher im Fussball als im Eishockey geführt - sind teilweise ideologisch gefärbt. Dass etwa der Verdienst weitaus geringer bzw. meist gar nicht vorhanden ist, wird als Diskriminierung und "Ungerechtigkeit" dargestellt, womit aus reiner Böswilligkeit die Frauen benachteiligt würden. Ist aber wohl auch dem Zeitgeist geschuldet, der täglich neue diskriminierte Gruppen identifiziert, welche Anrecht auf Sonderbehandlung, Rücksicht und vor allem Zahlungen und Entschädigungen reklamieren.

    Homosexualität wird halt nach wie vor als Beleidigung verwendet, auch wenn mit Strafmassnahmen dagegen vorgegangen wird. So wurden kürzlich österreichische Fussballer von den nächsten Nationalmannschaftszusammenzügen suspendiert, weil sie anlässlich einer Siegesfeier entsprechende Fangesänge mitgegrölt oder selber intoniert hatten. Wenn aber nicht Einzelpersonen, sondern ganze Fankurven Schmähgesänge vom Stapel lassen, wird es mit Strafen schwierig.

    Erstaunlich ist die Diskrepanz zwischen den verschiedenen "Milieus" - in einigen davon ist oder war es geradezu chic, sich zumindest als "bi" zu outen, wobei dieser Trend nun eher durch Befindlichkeiten zur geschlechtlichen Identität abgelöst wird. Komplett anders verhält es sich in Sportarten, in welchen traditionell Härte markiert wird, und wo Homosexualität mit dem Gegenteil assoziiert wird. Deshalb ist es wohl auch selten, dass sich dort Sportler outen.

    Tja, ein komisches Spiel, bei welchem Glanz und Elend nahe beieinander lagen. Im 2en Drittel der SCB mit einem Absturz, der schier unrettbar wirkte. Im letzten Drittel dann verkehrte Welt. Spielerisch liess der EVZ seine Qualitäten aufblitzen, konnte aber nicht durchziehen, der SCB hielt mit Kampf dagegen. Soweit also nicht viel neues.

    Etwas unklar, wie sich der ZSC oder der SCB der Offenlegung der Zahlen entziehen sollten.

    Ausser natürlich im einzureichenden Jahresabschluss bzw. Budget zuhanden der Liga wäre die Erfolgsrechnung soweit "eingedampft", dass kaum ein Schluss über den Personalaufwand gezogen werden könnte. Aufgrund der Buchführungsvorschriften sind dem aber Grenzen gesetzt. Wenn etwa in einer Position "Aufwand erste Mannschaft" neben dem Lohnaufwand noch zig anderes enthalten ist, kann man trotzdem davon ausgehen, dass die Löhne den grössten Teil ausmachen. Man kann daher die Sache höchstens etwas "intransparent" machen, mit halbwegs gesundem Menschenverstand sind aber Rückschlüsse für mit der Materie vertraute Personen trotzdem möglich.