Beiträge von Iceman

    Aus meiner Sicht beschreitet der ZSC einen Mittelweg, was das Aufrüsten für den Meistertitel angeht. Die Lausanner beispielsweise folgen der Devise "warum kleckern, wenn man auch klotzen kann"; sie kümmern sich nicht um ihr Image in den Medien und ob sie dort als Sparer in schweren Zeiten wahrgenommen werden. Sie haben die Kohle, und geben sie auch aus. Der EVZ hat da schon eher Hemmungen, Geldgeber Strebel möchte gerne all die Ideale verkörpern, welche die Journalisten gerne hören. Trotzdem muss nach dem gewaltigen finanziellen Aufwand der letzten Jahre nun subito der Titel her, denn ansonsten nützen auch all die Reden von Nachwuchsförderung, Leistungszentrum etc. nichts mehr. Dessen ist man sich in Zug bewusst, und deshalb wird getan was möglich ist auf dem Transfermarkt, auch wenn man das rhetorisch abzufedern versucht.

    Beim ZSC kann man sich nicht darüber beklagen, dass eine "Prix Garantie" Truppe an den Start geschickt wurde; mit Andrighetto hat man einen weiteren CH-Toptransfer gelandet, der gewichtige Abgang von Suter konnte mit Lasch (teilweise) kompensiert werden. Die Lasche ist zwar nicht der Mann für's Brachiale, aber hat bisher in jedem Klub gezeigt, wie wertvoll er sein kann, wenn man ihn richtig einsetzt. Einfach so wird man nicht Topscorer in der CHL, und selbst damals beim SCB mit weniger talentierten Mitspielern an seiner Seite ist er positiv aufgefallen. Ich nehme an, dass Unternehmer Walti Frey hat durchblicken lassen, dass es damit aber vorläufig genug sein muss. Er ist immer noch Patron eines Unternehmens, welches von der Corona-Krise nicht unberührt geblieben ist. Selbst wenn er sich mit seinem Privatvermögen den ZSC inklusive ein paar Extra-Transfers problemlos leisten kann bzw. könnte, so erachtet er es wohl nicht als opportun, in der aktuellen Situation durch Transfers von zusätzlichen Ausländern ins Gerede zu kommen. Selbst wenn diese Transfers hockeytechnisch gut begründbar wären.

    Aber man muss hier ja niemandem auseinandersetzen, auf welchen Boden solche Erklärungen fallen würden. Die Polemik darüber, dass die armen Büezer mit Kurzarbeit, Lohneinbussen und sogar dem Verlust des Arbeitsplatzes konfrontiert seien, während der "Chef" weiterhin "überbezahlten Jungmillionären" das Geld nachwerfe, hätte man auf sicher. Da gehen auch eine anrechenbare Versicherungsleistung oder die Lohnreduktionen der Spieler unter und überhaupt alles, was nicht in einem Satz mit maximal 6 Worten erklärt werden kann. Frey ist lange genug "im Geschäft" als Unternehmer und (gewesener) Nationalrat, so dass er diese Mechanismen kennt.

    Es wird nicht klar, wie das Problem von zu wenig Konkurrenz / Druck / Intensität im CH-Nachwuchshockey mit dieser Änderung gelöst werden soll. Ziel müsste ja eigentlich sein, den Output an National League tauglichen Spielern oberhalb des 4-Linien-Niveaus zu erhöhen, also dort, wo infolge des Mangels die Löhne in den letzten Jahren stark angestiegen sind. Ob es etwas bringt, wenn die Spieler nun einfach noch länger in einer (überspitzt ausgedrückt) "Wohlfühloase" verweilen, in welcher sie zu wenig gefordert werden? Die überdurchschnittlichen Talente werden weiterhin ihren Weg schon vor 22 in die 1en Mannschaften finden. Und diejenigen, die zwar nicht ganz soviel Talent haben, aber es trotzdem zu einem valablen Spieler oberhalb des Mitläufers bringen könnten, kommen mangels Konkurrenz / Druck / Intensität in ihrer Entwicklung trotzdem nicht weiter. Einen höheren Output bringt die längere "Laufzeit" im Nachwuchsbereich (alleine...) nicht.

    Aktuell gilt doch auch noch, je mehr Spiele desto mehr Entschädigung für die Geisterspiele. Eine verkürzte Quali würde somit weniger Entschädigungskohle bedeuten. In den Play-off's ist es natürlich das Gleiche, nur galt dort ja schon immer, dass derjenige am meisten einnimmt, der bis am Schluss dabei ist.

    Bisher hat man 6 Ausländer in Bern, wovon 2 ihre erste Lizenz in der CH gelöst hatten, ihre "Hockeyjugend" aber nur bei den Piccolos in der CH absolvierten. Wegen einem Spieler mehr mit ausländischem Pass wird der SCB weder Meister noch bedeutet das den Untergang des CH-Hockeynachwuchses. Falls die Reform angenommen würde, ergäbe sich mit dem Personalbestand der aktuellen Saison durchschnittlich etwa 0.6 Ausländer mehr pro Mannschaft, d.h. wenn jeder Klub auf das dannzumal erlaubte Maximum gehen würde, hätte man rund 7 zusätzliche Ausländer in der Liga im Vergleich mit heute.

    Man weiss nicht, was die Blockade vor dem Tor gelöst hat, mit etwas Selbstvertrauen geht aber vieles einfacher. Jetzt fehlt es noch an Balance und Stabilität, denn was man vor dem gegnerischen Tor nun besser macht, verblödet man gegen starke Gegner dafür vor dem eigenen Kasten. Und eben, bisher ist es einfach mal ein positiver Trend von 3 Spielen.

    man könnte auch junioren heranführen. so eine schwachsinnige

    reform :galgen:

    Ja, genau - wenn ein CH-Nationalspieler den Klub verlässt, hat man üblicherweise einen aus dem Nachwuchs zur Verfügung, der die Fussstapfen problemlos ausfüllt. Es geht hier nicht um irgendwelche Mitläufer, welche man in den meisten Fällen tatsächlich problemlos ersetzen kann, ob durch einen aus dem Nachwuchs oder sonst. Talente wie Janis Moser, Roman Josi etc., die bereits in jungen Jahren das Zeug dazu hätten, grosse Lücken zu füllen, purzeln nicht so regelmässig vom Band.

    Der Glaube, der Nachwuchs werde automatisch besser, wenn man ihn nur in der 1en Mannschaft spielen lassen würde, zielt an der Realität vorbei. Beim Nachwuchs in der CH besteht zu wenig Konkurrenz, weil die Teams auf diverse Meisterschaften aufgeteilt sind. Dort muss korrigiert werden, und an anderen Orten vermutlich auch noch. Journi Christian Knapp hat die Situation und die Probleme kürzlich ausführlich dargestellt. Gibt halt mehr Arbeit, als ein paar polemische Sprüche zu reissen. Vielleicht müsste man sich auch mal etwas mit den entsprechenden Strukturen im Ausland beschäftigen, z.B. in SWE oder FI. Und sich genauer betrachten, welche Nachwuchsspieler mit welchem physischen und taktischen Niveau dort so "problemlos" in die Fanionteams integriert werden.

    Bereits bisher hatte praktisch kein Klub 4 Super-Ausländer, und zwar nicht, weil es an Geld fehlen würde. 7 Super-Ausländer mit ebensolchen Salären wird es deshalb auch in Zukunft kaum geben. Das war auch nie das Ziel der Reform. Aber man kann natürlich - wie es der Klaus macht - das Gleiche immer und immer wieder herunterleiern, wahrer wird's deswegen nicht. Hingegen findet man im Ausland durchaus Spieler, welche technisch und taktisch mindestens so viel draufhaben wie ein CH-Spieler der etwas "gehobeneren" Klasse. Damit sind nicht Spieler in der Kategorie der Andrighettos, Hofmanns oder Genonis gemeint (...früher hätte man da noch Plüss und R. von Arx dazunehmen können...) - die werden immer teuer bleiben, egal ob mit in- oder ausländischem Pass. Aber bei der Kategorie darunter, jedoch oberhalb der 4-Linien-Chrampfer, sind infolge des abgeschotteten Marktes die Löhne in den letzten paar Jahren zu stark gestiegen. Und in dieser Qualitätsklasse würde man im Ausland gleichwertigen Ersatz finden, es ergäbe sich eine etwas breitere Auswahl, und es würde etwas Druck aus dem Kessel genommen. Und ja, wenn sich dann so einer zum Megasuperstar entwickelt in der CH, dann verabschiedet der sich in die NHL à la Kubalik, oder sein Preis steigt entsprechend an. Gerade der Standard dürfte das aber nicht sein.

    Ob es eine solche Glanzidee wäre, einen Ausländer der 1en Linie mit einem Billig-Import zu ersetzen, ist die Frage. Klaus schreibt solchen Schwachsinn ja nur, weil er seit Monaten eine Privatfehde mit Lüthi hat. Dann würde man es lieber gleich sein lassen und die Saison mit 2 ausländischen Feldspielern fertig spielen. Mit Conacher ergab sich nun einfach eine Möglichkeit, weil der in Lausanne nicht glücklich war. Und vermutlich war er jetzt etwas günstiger zu haben als letzten Sommer, als Lausanne den SCB finanziell "auskegelte". Conacher kann Center und Flügel und ist der lange gesuchte Linksschütze. In der AHL recht überzeugend, für die NHL hat es aber nicht gereicht. In Lausanne mit nunmehr 6 Ausländern irgendwie nie richtig angekommen. In Bern ist derzeit die Konkurrenz bedeutend weniger gross, und mit dem Treffen des leeren Tores kann er sich schon um 100% abheben von seinen neuen Gspändli. Ob es (wieder) was wird, wird man sehen. Eine Garantie gäbe es aber auch bei einem unbekannten neuen Ausländer nicht.

    Natürlich wäre eine Reaktion der Mannschaftskollegen auch auf dem Eis wünschenswert. Nur, was sind die Konsequenzen? Wenn einer richtig zulangt, und es nicht nur bei der üblichen "Leibchen-Zerrerei" bleibt, bekommt der am Ende auch noch eine Sperre. In der NHL sieht man das etwas grosszügiger bzw. "richtiger" (...wie so manches andere auch...).Da der SCB schon jetzt mit dem letzten Aufgebot spielt, kann man weitere Abwesenheiten nicht mehr so einfach wegstecken. OK, die Saison kann man eh' in die Tonne treten, eine Sperre würde somit keine Rolle mehr spielen.

    Gibt böse Fouls, wo man immerhin noch einwenden kann, dass es "dumm gelaufen" sei, und man dem Verursacher zwar Fahrlässigkeit, aber nicht Absicht unterstellen kann. Das ist glücklicherweise die Mehrheit. Die Aktion von Herzog gehörte leider nicht zu dieser Sorte. Er hat einfach die Gelegenheit ergriffen, einen kleineren Spieler ohne Risiko für sich selber bzw. für den eigenen Kopf "umzumähen". Bei einem gleich grossen Spieler wäre er das Risiko nicht eingegangen. Mal schauen, was die Ligajustiz da hervorbringt.

    Bin da völlig entspannt; es würde mich eher beunruhigen, wenn man den SCB plötzlich mögen würde. Aber diese Saison ist eh‘ gelaufen für Bern. Das einzig Positive daran ist, dass es noch nie eine bessere Saison gegeben hat, um einen Komplettabsturz hinzulegen.

    Statt dem hochoffiziellen, aber mühsamen PCR-Test müsste für eine Sportveranstaltung ein Schnelltest eigentlich ausreichend sein. Der zeigt ja eher einmal zuviel als zuwenig etwas an. Dafür ist das Prozedere schneller und vor allem "angenehmer".

    Aber selbst wenn der Erfolg eintrifft. Dann ist man Meister, und die Geldgeber können sich etwas sonnen im Erfolg. Und dann? Wie lange trägt dieses Hochgefühl? Ist es genug, um permanent Geld in eine Organisation hinein zu buttern? Möglicherweise unterschätzt man die Herren ja, aber die grosse emotionale Bindung wie bei W. Frey und dem ZSC, Mantegazza und Lugano oder Strebel und dem EVZ sehe ich in Lausanne nicht.

    Im Gegensatz zu der Situation in Kloten, wo ehedem Stickney und seine Milliardärskollegen irgendwann mal gemerkt haben, dass sie zuerst hunderte Millionen in ein neues Stadion investieren müssten, um schon nur aus der Defizitwirtschaft herauszukommen, und die Sache jahrelang dauern könnte, hat man ein nagelneues Stadion in Lausanne. Aber selbst mit Spektakel, voller Hütte und ausgelasteten Wurst- und Bierständen finanziert man das Team von Lausanne nicht.

    Dem Nachwuchs eine Chance....

    Wäre die "Durchseuchungs-Rate" tiefer beim SCB, müsste wieder die ganze Truppe in Quarantäne. Aber offenbar gibt es nicht mehr viele, welche noch nicht infiziert waren. Beim letzten Mal hatte man es - zumindest gemäss den Kantonsärzten - scheinbar im Spiel gegen die Lausanner eingefangen, und da es sich bereits um die mutierte Variante handelte, kamen nicht viele ungeschoren davon.

    Bleibt zu hoffen, dass die noch auf dem Bitz stehenden Spieler tatsächlich "virenfrei" sind.

    Und sonst müssen die Zürcher halt etwas Abstand halten, und den SCB im Selbstfindungsprozess nicht unnötig stören....:mrgreen:

    Irgendwo habe ich gelesen, dass der SCB nach 3 Ansteckungswellen bzw. Quarantänen in den letzten gut 2 Monaten derart "durchseucht" sei, dass er vorläufig nicht mehr in die Quarantäne müsste. Eine Ansteckung würde somit nicht viel bringen. Dadurch hat sich aber auch ein Spielplan ergeben, bei dem ein Ruhetag zwischen den Spielen schon fast Luxus ist. Rettung käme für den SCB nur dann, wenn andere Teams in Quarantäne müssten. Die minimale Anzahl Spiele, um einen Meister ohne Play-off's zu küren, ist aber nicht mehr so weit weg.

    Falls die Mindestanzahl überschritten wird: Da Hockeyspieler nicht zur Risikogruppe gehören, darf man auch nicht auf die Impfung hoffen, um so weitere Zwangspausen und möglicherweise eine Meisterschaft ohne Play-off's zu verhindern. Ansonsten gäbe es dann wieder mal einen Meister wie in den alten Zeiten, bzw. das fleissige Punktesammeln während der Saison würde sich auszahlen, und Play-off Qualitäten blieben aussen vor.

    Frage zu B:

    Warum gibt das Gastrokonzept auch ohne Corona weniger Kohle her?

    Edit: Oder meinst du weil die Preise der Spieler gestiegen sind?

    Ja, habe mich da falsch ausgedrückt. Im Gastrobereich sind die Erträge nicht so gestiegen, dass sie mit der Lohnentwicklung der letzten paar Jahre im CH-Hockey mithalten könnten. Und da man ja nicht einfach die Preise in den Restaurants entsprechend nach oben schrauben kann, müsste man mehr Restaurants betreiben, um mehr Gewinne abführen zu können. Wie realistisch dies ist, kann ich nicht beurteilen. Um das Ganze abzurunden, trifft Covid19 die Gastrobranche noch besonders. Man wird sich deshalb beim SCB neben dem bisherigen Geschäftsmodell (auch) nach anderen Geldquellen umsehen müssen. Aktuell wohl eher eine schwierige Aufgabe.

    Larry:

    Hier meine Sicht der Dinge

    Lüthi ist unter Druck:

    a) wegen gewisser Personalentscheide (auch in der Vergangenheit...)

    b) weil das Geschäftsmodell auch ohne Corona nicht mehr so viel Kohle hergibt, um vorne mitbieten zu können

    c) weil mit Corona Haupt- und Nebeneinnahmen fehlen

    d) die Mannschaft vor einem Umbruch steht, und man diesen aber nicht (mehr) mit ein paar Schlüsseltransfers beschleunigen kann

    a) Personalentscheide

    Fehlentscheid 1) Hat eigentlich mit Sven Leuenberger angefangen, den man - um sich nicht dem Vorwurf der "Vetterliwirtschaft" auszusetzen - vom Amt als Sportchef wegbefördert hatte, als Lars Leuenberger für ein paar Wochen den SCB zum Meister coachte. Völlig unnötiger "move", der höchstens dann nötig geworden wäre, wenn Lars tatsächlich Trainer geworden wäre. Man wusste aber schon früh, dass Jalonen den Vorzug erhalten würde. Als Hintergrund vermute ich eher ein Zerwürfnis zwischen Sven Leuenberger und Lüthi. Fehlentscheid 2 und Folgefehler) Als Folge davon wurde Chatelain zum Sportchef befördert, der mehrheitlich unglücklich agierte, aber auch die schwierige Aufgabe hatte, mit schwindendem Budget eine Meistermannschaft auf dem Höhepunkt ihres Schaffens zusammenzuhalten. Hatte sich gegen die Entlassung von Jalonen ausgesprochen (...wie ich auch...) aber (Fehlentscheid 3) Lüthi folgte dem Ritual, dem Mob ein Blutopfer zu präsentieren. Danach Einstellung von Flo Schelling als völlige Newcomerin, die mit einer schon fast in Trümmer liegenden Mannschaft ihre ersten Gehversuche als Sportchefin hätte machen sollen (=Fehlentscheid 4). Der Entscheid, in diesen schwierigen Zeiten einen Nobody als Trainer einzustellen, wäre dann Fehlentscheid 5. Und leider erst jetzt hat Lüthi erkannt, dass es so nicht geht. Raffainer hat nun wenigstens den Vorteil, dass ihm keine Meisterallüren im Weg sind, und er "ganz unten" anfangen kann. Chatelain wird wieder im Nachwuchsbereich tätig sein, wie vorher auch schon. Das Geschrei, er sei ja auch noch Sportchef, und deshalb habe man nun 3 davon, ist Blödsinn. Aber bei Flo Schelling könnte man - ohne die Aufgaben intern zu kennen -, schon auf den Gedanken kommen, dass man sie kaum eingestellt hätte, hätte Raffainer VOR ihr seine Stelle angetreten. Lüthi sitzt da nun halt etwas in der "Gender-Falle". Möglich, dass Raffainer noch für dies und das zusätzlich verantwortlich ist und deshalb ohne Hilfe nicht alles unter einen Hut bringen würde. Aber solche Feinheiten könnte man dem Pöbel auch dann nicht erklären, wenn sie zutreffen würden. Das Problem von Schelling ist nun einfach, dass jeder weiss, dass ohne das OK von Raffainer (im sportlichen Bereich) nichts geht. Etwa gemäss folgender Szene ++ Agent XY: "Ja...ähem...hallo Frau Schelling, wir haben uns ja kürzlich etwas unterhalten...ähem...könnte ich vielleicht nun direkt mit dem Chef reden?...

    Die restlichen Punkte b) - d) sind eigentlich selbsterklärend.

    Nörgel ist nur der Vorname, da finden tägliche Standgerichte statt. Aber auch wenn man Meister wird, ist das Wasser auf den Toiletten zu kalt, die Musikauswahl in der Halle falsch, die Netze zu hoch, das Plexiglas zu beschädigt, die Werbung zu aufdringlich, und "....beim vorletzten Spiel bekam ich noch einen Bierbecher, auf dem das Bild von Spieler XY abgedruckt war, obwohl der doch seit einem Jahr nicht mehr bei uns spielt. Ist Lüthi eigentlich zu geizig etc. blabla...".:suff:

    Ja, es ist leider ein Trauerspiel - bietet aber die übliche Unterhaltung. Es bestätigt sich einmal mehr, dass eine erfolgreiche Periode meist in einem mehr oder weniger grossen "crash" endet. Wenn es läuft ist es schwierig, ein Team nachhaltig zu verändern, auch wenn man schon beim letzten Meistertitel gemerkt hat, dass diverses nicht mehr stimmt. Dass man kaum Tore erzielt, ist kein neues Phänomen. Aber mit Jalonen hatte man halt die defensive "Schablone" - der hat schon gewusst, warum. Nur hat man das weder bei den meisten Fans noch in der Teppichetage realisiert. Nun muss man halt wieder mal etwas kleinere Brötchen backen. Was diversen Leuten auch nicht schadet, insbesondere im verwöhnten Umfeld, wo die Ansprüche und das Gemotze immer mehr überbordeten.