Beiträge von Iceman

    Irgendwie erschliesst sich mir auch nicht wieso man die Liga auch noch auf 14 Mannschaften aufstocken will, wenn das Personal ja nicht einmal für 12 Teams reicht?

    Das senkt ja die Kosten auch nicht unbedingt:oldie:

    Wahrscheinlich braucht man bis dann wirklich soviele Ausländer, weil es ja noch weniger kompetitive Schweizer geben wird.:gruebel:

    Absolut richtige Bemerkung - das Gegenteil, d.h. eine Reduktion der Teams wäre schon eher konsequent. Aber das bringt man noch weniger als alles andere durch. Aber mal abgesehen davon: Die ganze "Reform", von Ausländern bis zu geschlossener Liga, ist ein Paket. Einzelne Teile daraus zu zerzausen ist zwar einfach, aber in gewissen Bereichen machen die Massnahmen nur zusammen Sinn.

    OK - das sehe ich ein, dass bei uns mehr "gehegt und gepflegt" werden muss, weil wir nicht die gleichen Nachwuchsressourcen haben wie anderswo. Betreffend einer stärkeren Öffnung für Ausländer muss man dem Rechnung tragen, entsprechende Vorschläge stehen ja im Raum. Andererseits führt die jetzige Knappheit aber auch dazu, dass wenn ein Spieler der gehobenen Klasse den Klub verlässt, man unter Umständen vor erheblichen Problemen steht, weil man diesen nicht ersetzen kann. Der Idealfall, wo dann genau ein solcher Spieler aus dem Nachwuchs und ein paar Jahren Erfahrung parat steht, ist eher selten. Die geläufigen Szenarien sind bekannt: Viele Talente gehen früh ins Ausland oder spätestens dann, wenn sie für die 1e Mannschaft als tragendes Element in Frage kämen. Kehren sie in die CH zurück, so wollen sie - meist nach ein paar harten und schlecht bezahlten Saisons im Ausland - auch abkassieren und gehen dorthin, wo am meisten zu holen ist. Die gleiche Knappheit der personellen Ressourcen, die zu einem sorgfältigeren Umgang mit dem Nachwuchs zwingt im Vergleich mit dem Ausland führt aber auch zur immer höher drehenden Lohnspirale. Eine moderate Aufstockung des Ausländerkontingents bei gleichzeitigen Massnahmen für den Nachwuchs ist deshalb nicht derart des Teufels, wie es gewisse Protagonisten gerne darstellen. Die Zahl von insgesamt 10 Ausländern ist eine Maximalforderung, von der man "verhandlungstaktisch" noch abweichen wird bzw. offenbar bereits abgewichen ist. Zusammen mit der Abschaffung der "Lizenz-Schweizer" ist somit noch immer mehr als genug Heimatschutz vorhanden.

    Das steht bekanntlich noch nirgends geschrieben. Mehr Konkurrenz täte dem CH-Hockey aber auf allen Ebenen gut. Und sonst könnte man ja einfach mal den Blick etwas nach Finnland oder Schweden richten, gerade was den Einsatz des Nachwuchses in der 1en Mannschaft anbelangt. Hat man ernsthaft den Glauben, dort würden irgendwelche durchschnittlichen Nachwuchsspieler in der 1en Mannschaft zum Top-Shot heranreifen? Bis einer dort zum Einsatz kommt, braucht es einiges mehr als in der CH. Der Pool an Nachwuchsspielern ist aber auch um einiges grösser, und somit kommt von dort auch mehr Spielermaterial der gehobenen Klasse, wie die alljährlichen NHL-Drafts zeigen. Eventuell macht man auch bei der Nachwuchsförderung gewisse Dinge besser als in der CH. Aber statt sich mal ernsthaft damit zu befassen tut man hierzulande so, als ob der Grund für den Qualitätsunterschied darin zu suchen sei, dass man "den Jungen" dort genügend Eiszeit in den 1en Mannschaften gebe, und hier nicht. Es wäre interessant, wie viele der hier angeblich so verkannten Talente in der finnischen oder schwedischen Liga tatsächlich zum Einsatz kämen.

    Die Einführung einer komplett unerfahrenen Person auf dem derart im Fokus stehenden Posten wie dem eines Sportchefs / Sportchefin - egal ob Männlein oder Weiblein - war keine gute Idee. Schon gar nicht unter den schwierigen Bedingungen, wie sie aktuell in Bern herrschen, wo nach einer längeren Erfolgssträhne wieder mal andere Zeiten angebrochen sind. Mit diesen Bedingungen hätten auch erfahrenere Leute ihre liebe Mühe. Wenn das mit CMS stimmt, so hat es aber auch noch andere Hintergründe, als "nur" einen "Directeur sportif" einzusetzen oder von dessen Netzwerk zu profitieren. Es geht um einen Umbruch in verschiedenster Hinsicht, nachdem das bisherige Finanzierungsmodell nicht beliebig und vor allem nicht schnell genug skaliert werden kann. Dazu kommt noch das in die Jahre gekommene Stadion, welches ersetzt bzw. grundlegend erneuert werden muss. Wenn man intern die Lösung nicht findet, muss man sie halt extern holen. Das hat der ZSC ja auch schon so gemacht.

    Die können einem fast schon leid tun. Aber dem Lüthi Arsch mag ich es gönnen, dass sie total bachab gehen.

    Dafür nun derart durchseucht, dass man für die nächsten 3 Monate nie mehr in Quarantäne muss. Zumindest gemäss der aktuellen Regelung. Das Problem wird sein, dass nach all den Spielverschiebungen ein Mammutprogramm ansteht. Oder wie es in den Zeitungen steht:

    "...Die 52. und letzte Runde der Regular Season ist auf 22. März angesetzt. Der SCB müsste somit innert zweier Monate 33 Meisterschaftsspiele bestreiten. Dazu kommt der Cup-Halbfinal gegen Genf. Dieses Pensum wird nicht zumutbar sein. Zumal die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass bereits angesetzte SCB-Partien wegen Corona-Fällen beim Gegner neuerlich verschoben werden. Es braucht für die folgende Prognose also weder Mut noch ausgewiesene Rechenkünste: Am 22. März wird die Qualifikation nicht vorbei sein..."

    Das läuft auf ähnliche "Fan-Konflikte" hinaus, wie man sie im Fussball in Deutschland hat, wo die Fans die "Kommerzialisierung" beklagen. Teilweise sind kaum mehr Auswärtsfahrten möglich, weil die Spieldaten und -zeiten "Sky optimiert" bzw. nach den Bedürfnissen des (Bezahl)Fernsehens angepasst werden. Aber auch andere Regelungen finden keinen Anklang. Hat natürlich noch ganz andere Dimensionen als im CH-Hockey, aber im Grundsatz geht es um's Gleiche.

    Man will zwar Spektakel und immer höher, schneller, besser, gleichzeitig soll aber alles so bleiben wie in den (vermeintlich) guten alten Zeiten. Habe kürzlich ein Interview mit einem Fanclub-Präsidenten der Langnauer gehört. Da kam schon zum Ausdruck, dass man sich da teilweise eine etwas einfache Vorstellung der (Eishockey) Welt macht, gerade in Bezug auf den Auf- und Abstieg. Und in dieser Welt gibt's natürlich noch einen Geschäftsführer und Sekretärinnen auf der Geschäftsstelle, da muss man dann halt 1-2 abbauen, und ja, der Nachwuchs und dessen Infrastruktur, aber die kann man ja weiterführen etc. etc. Man hat offenbar keinen blassen Dunst, wie das Business selbst bei einem Dorfclub heutzutage läuft, wie viele Personen dass involviert sind, und was das alles kostet. Und was es für Auswirkungen hat, wenn ein Klub absteigt. Wenn man Glück hat, findet man Geldgeber, welche den Spass solange finanzieren, bis man wieder "oben" ist. Denn eine Mannschaft mit durchschnittlichem NLB-Budget dürfte den Aufstieg kaum schaffen. In Lausanne ging es trotz grossem Effort auf allen Ebenen etliche Jahre. In der Realität dürfte bei einem Abstieg je länger je mehr "verbrannte Erde" zurückbleiben, weil die Differenzen zwischen National- und Swiss-League insbesondere bei den Finanzen immer grösser werden.

    Das Einfordern des hehren Primates des Sports über den bösen Kommerz bringt zwar Applaus, ist aber entweder heuchlerisch oder von Ahnungslosigkeit und Naivität geprägt.

    Ansonsten enden solche Zusammenstösse meistens mit einem Brummschädel und blauen Flecken. Dass gerade beide solche Knochenbrüche erleiden, ist ungewöhnlich und ausserordentliches Pech.

    Habe die Aufforderung, die Übersicht zu posten leider etwas zu spät gesehen und mittlerweile auch gegoogelt, aber die Info wurde nun ja bereits präsentiert. Bin auch nicht der Meinung, dass die Erhöhung der Ausländerzahl die Lösung aller Probleme darstellt, aber eben, wenn die Lizenz-Schweizer abgeschafft bzw. den Ausländern gleichgestellt werden, ist der Impact nicht so dramatisch, wie das gewisse Journalisten und offizielle Experten verkünden.

    Und für die CH-Spieler oberhalb des "Stolperi-Niveaus" ist etwas mehr Konkurrenz nicht so falsch. Ein Top-Ausländer wird auch weiterhin viel Geld kosten, und nachdem es bisher kaum einem Klub gelungen ist, schon nur 4 Top-Ausländer zu finden und zu verpflichten, dürfte es auch inskünftig nicht so sein, dass die Klubs 10 teure Superstars verpflichtet werden. Mal ganz abgesehen davon, dass dies sportlich schwierig würde (Häuptlinge / Indianer) und finanziell nicht erwünscht war, selbst bei den Klubs, welche es sich theoretisch leisten könnten. In letzter Zeit gewinnt man zwar den Eindruck, dass an gewissen Orten die Devise "Meister um jeden Preis" gilt, aber aus den vorgenannten Gründen ist die Umsetzung der "10-Star-Theorie" trotzdem unwahrscheinlich.

    Aber gerade bei überdurchschnittlichen CH-Spielern dürften sich die Sportchefs bei mehr Auswahl die eine oder andere Frage stellen. Angesichts der Leistungsschwankungen bzw. der Tatsache, dass das Gros dieser hochbezahlten Spieler nicht unbedingt mit Leistungskonstanz auf entsprechendem Niveau glänzt, finden sich im Ausland Alternativen, welche nicht schlechter sind, aber weniger kosten. Auch hier gilt: Die wirklichen Top-Shots werden nach wie vor abkassieren, weil gleichwertige Ausländer ebenfalls kostspielig sind. Aber da reden wir von einem Niveau, welches in der KHL vergoldet würde - und davon gibt es in der CH-Liga nur wenige.

    Dass deswegen begabte Jungspunde zwischen Stuhl und Bank fallen, kann ich mir nicht vorstellen. Ausser ein Talent stellt astronomische Lohnforderungen. In der "fleissiger-Chrampfer" Kategorie herrscht auch immer Bedarf, da die Klubs dafür keine Ausländer anstellen wollen. Man kann ansonsten den Blick etwas nach Skandinavien richten, auch dort bricht die Nachwuchsarbeit nicht zusammen, weil mehr als 4 Ausländer erlaubt sind. Die beliebte Stammtisch-Theorie, wonach in SWE oder FI die "Jungen" viel besser gefördert würden bzw. viel rascher viel mehr Einsätze bekämen als der Nachwuchs in der CH, ist nur bei ungenauem Hinsehen haltbar. In Tat und Wahrheit sind die Anforderungen in diesen Ligen sehr hoch; da lässt man keinen spielen in der Hoffnung, dass da evtl. doch noch mal etwas kommt, wenn man einen nur lange und oft genug spielen lässt. Dass viele dieser in den Ligen von SWE und FI fast nahtlos integrierten Nachwuchskräften innerst Kürze den (erfolgreichen) Sprung nach Übersee schaffen verdeutlicht, warum diese Spieler in der 1en Mannschaft schon wie die "Grossen" eingesetzt werden. Und für jeden solchen Spieler fallen zig andere durch den Rost oder etablieren sich nur mit Mühe und eher auf den hinteren Plätzen. Der grosse Vorteil in SWE und FI ist der grössere Pool an Nachwuchsspielern, daraus gehen auch mehr Talente hervor, was hierzulande mitunter zu einem falschen Eindruck bzw. zu falschen Schlussfolgerungen führt.

    Wenn dafür der Unsinn mit den Lizenz-Schweizern abgeschafft wird, ist die Veränderung nicht derart gross, wie das gewisse Leute darstellen. Es wurde schon vor längerer Zeit eine Studie dazu erstellt, die wohl nicht unabsichtlich möglichst totgeschwiegen wird. Dort ist das "Phänomen" gut dargestellt. Würde das zutreffen, was da teilweise herumposaunt wird, dann hätte das CH-Hockey schon vor längerer Zeit den Bach runtergehen müssen - eben weil bei der gleichzeitigen Abschaffung der Lizenz-Schweizer-Regelung die Sache weniger dramatisch aussieht als man meinen könnte. Die Lizenz-Schweizer haben - wie die "reinen" CH-Spieler oberhalb des 4-Linien-Niveaus - ebenfalls stark vom geschützten Markt profitiert, und müssen sich nun aber an den übrigen Ausländern messen lassen. Da dürften diverse Herren erhebliche Abstriche machen müssen bei der nächsten Vertragsverhandlung.

    Als dass das erste Mal über die Vergrösserung des Ausländerkontingentes debattiert wurde, hat man eine Erhebung betreffend den "Lizenz-Schweizern" gemacht. War ziemlich überraschend, wie viele da unterwegs sind. Jedenfalls kam man zum Schluss, dass die Ausdehnung auf 7 oder 10(?) Ausländer bei gleichzeitiger Abschaffung des "Lizenz-Schweizer-Status" kaum einen grossen Einfluss auf dem Gesamtbestand haben würde. Die "Lizenz-Schweizer" büssen höchstens ihren lukrativen Status ein und sind den Ausländern gleichgestellt, was bei diversen Herren wohl zu einer Reduktion des Saläres führen wird bei künftigen Verhandlungen.

    Richtig, die Perspektiven sind unterschiedlich, und nicht jeder ist ein "Verrückter", der fast sein letztes Hemd für den Klub geben würde. Wer zudem von der Krise oder sonst hart getroffen ist, und sich einen Verzicht schlicht nicht (mehr) leisten kann, der muss bei der Verzichtsanfrage passen. Bleibt zu hoffen, dass nicht nur die Abo-Besitzer auf Geld verzichten, sondern z.B. auch die Vermieter der Halle, welche pro Jahr immerhin ca. 4 Mio. kassieren. Denn ohne Hockey hat das überalterte Allmend-Stadion kaum noch einen kommerziellen Wert.

    Wer noch alle Tassen im Schrank hat rechnete kaum damit, eine "normale" Saison vor sich zu haben, als er im Sommer das Saisonabo löste. Schon damals war die Rede von einer Spende und es wurde eine Faninitiative gestartet, wo man auf die Rückzahlung im Fall der Fälle verzichten konnte. Dass man sich mit einem Eintrag auf einer solchen Liste oder nun mit der Beantwortung (oder nicht Beantwortung) der offiziellen Anfrage in einem juristischen "Graubereich" bewegt, ist auch klar. Denn ob der Klub auf dieser Basis (z.B. Brief nicht beantwortet oder der Abo-Inhaber hat sich auf einer "Verzichtsliste" eingetragen) auf einem Verzicht bestehen könnte, ist ungewiss. Trotzdem hat der Klub kaum eine andere Wahl, als die Karten auf den Tisch zu legen. Andernfalls würden Geschäftsleitung und VR noch Gefahr laufen, wegen Konkursverschleppung an die Kasse zu kommen.

    Die EVZ-Spieler, mit denen man dann tatsächlich nicht verlängert, hätten wohl auch ohne Corona gehen müssen. Und bei denjenigen, die man in Zug unbedingt behalten will, wird man notfalls auch noch etwas tiefer in die Tasche greifen, Corona hin oder her. Aber man muss gegen aussen nun natürlich auch ein wenig so tun, als stünde die Existenz auf der Kippe, falls man sich nicht in Sacktuch hülle. Als ob es Präsident Strebel soweit kommen lassen würde. Aber sei's drum - das gehört zum Spagat, einerseits mit erheblichen Investitionen ins Team den Titel anzupeilen, andererseits aber den Eindruck zu erwecken, man könne dies mit Einnahmen aus einem Zuschauerschnitt von 5 - 6'000 Kiebitzen plus etwas Bier- + Bratwurstverkauf im Stadion + den Werbesponsoren bewerkstelligen. Wäre dies so, so käme Langnau ziemlich nahe an den EVZ heran, denn die Parameter wären sehr ähnlich. Mit Abstrichen für die Tigers, weil in der Peripherie die Preise nicht so hoch angesetzt werden können und auch die Werbepartner etwas weniger bezahlen.

    Die Ausgangslage ist nicht für alle Klubs gleich. Ambri oder Langnau oder Davos können sich beschweren, dass sie auch ohne Corona einen Standortnachteil hätten gegenüber den Stadtklubs, und zum Beispiel nicht ein Geschäftskonzept wie der SCB oder (vermutlich dann im neuen Stadion...) der ZSC aufbauen können. Die Klubs ohne einen grosszügigen Geldgeber können sich beschweren, dass sie nicht soviel Geld investieren können wie ein Mäzen, der seinen Klub nun endlich mit einem Titel krönen will. Und so könnte man noch manche "Ungleichheit" beklagen. Gleiches gilt bei den Spielerlöhnen, würden da die Saläre öffentlich gemacht, würde wohl auch mancher "Insider" leer schlucken - einmal wegen der Höhe bei gewissen Spielern, aber auch wegen der Unterschiede zwischen den Klubs.

    Es ist deshalb illusorisch, dass es eine staatliche Hilfe geben wird, welche individuell "gerecht" wäre. Für den Durchschnittsbürger sind alle Hockey- oder Fussballspieler überbezahlt, ob jetzt einer in der 4en Linie an der Ilfis oder in der 1en Linie am Genfersee spielt.

    Die Vergleiche, die Peter Jakob im Interview mit der Kultur macht, sind aber gerechtfertigt. Die Höhe der Subventionen an Oper und Theater könnte man genauso zur Debatte stellen, zumal das dort auch ohne Corona bezahlt wird, notabene für viel weniger Publikum, als der Sport aufweist. Der Betrag von 38 Mio. pro Jahr stammen dabei aus der "Provinz" - beim Opernhaus in Zürich ist es gut und gerne das Doppelte...

    Das mag schon sein, dass aus politischen Gründen keine à fonds perdu Beiträge möglich sind. Nur muss man sich (aus wirtschaftlicher Sicht...) vor Augen führen, was denn eine Rückzahlung z.B. eines Kredites von z.B. 15 Mio. genau heisst. Wie hoch sind die "Gewinne" im CH-Hockey, welche für den Schuldendienst verwendet werden können? Klar, man kann das Team verbilligen - wie hoch fallen die "Gewinne" dann noch aus? Und wie lange würden die Klubs dann solche Kredite abstottern müssen? Was ist mit Investitionen, welche getätigt werden müssten, z.B. für neue Stadien oder anderes?

    Es gibt einen einfachen Grund, warum z.B. eine Bank einem Unternehmen keinen Kredit in der Höhe eines Jahresbudgets ausrichten würde, weil das Unternehmen quasi produziert und der Betrieb (kostenmässig) voll läuft, aber halt nichts verkaufen darf. Weil es schlichtweg utopisch ist, dass dies innerhalb von nützlicher Frist zurückgezahlt werden könnte. Und weil durch die Rückzahlung dem Betrieb wiederum Geld entzogen wird, welches dieser eigentlich benötigen würde. Dass die Banken mit "Corona-Krediten" grosszügiger sind liegt nur daran, dass der Steuerzahler für diese Kredite haftet, und nicht die Bank.

    Man hat das Instrument der Kredite schon immer als Scheinlösung verwendet, z.B. beim sog. "preisgünstigen Wohnungsbau". Dafür gab es Geld vom Bund mit der Idee, dass durch die Mieten, welche ja bekanntlich immer und überall steigen, mit der Zeit diese Bundesdarlehen zurückgezahlt werden würden. Das Problem war oder ist nur, dass die Mieten halt nicht ständig steigen, ganz im Gegenteil. Und ein paar Schlaumeier haben immerhin daraus gelernt, dass der soziale Wohnungsbau auch in der CH nicht "selbsttragend" ist.

    Man wird immer mit dem Argument kommen können, das "sei halt nicht das Gleiche", und die Swiss sei ein Sonderfall. Denn dort geht es ja - wenn ich mich nicht täusche - nicht um günstige Kredite, sondern um Subventionen. Und solche möchten auch die Sportklubs. Nur hat dort das Personal, je nach Klub + Einkommen, vorläufig auf 20-25% des Lohns verzichtet.

    Die Politik wird aber sicher noch mehr verlangen, vor allem bei den Grossverdienern, wenn tatsächlich Subventionen das Thema werden.

    ...wir können nur hoffen, dass man sich auch weiterhin - wenn auch mit Einschränkungen - live über die jeweiligen Kummerbuben ärgern darf. Habe bisher in Bern genau ein Spiel mit Maske und angelaufenen Brillengläsern sehen können, dann wurde schon wieder der Stecker gezogen. Im Stadion zu fluchen ist aber einfach schöner als auf dem Pinboard...:suff:

    Man hat wohl nur über die optimistische Variante öffentlich gesprochen. Gehe davon aus, dass es auch noch andere Szenarien gibt, von Mini-Lockdown für die Meisterschaft über die Kürzung der Anzahl Partien bis zur Frage, ab wann Spieleverschiebungen nicht mehr funktionieren etc.

    Noch was zum Grund, das Hockeyspiele bzw. "Grossveranstaltungen" wegen überlastetem Contact-Tracing verboten werden mussten: Wenn es einen Ort gibt, wo man genau weiss, wer wo neben wem gesessen ist, dann in den Stadien mit Registrierungs- und Ausweispflicht. Genau deshalb betreibt man ja den ganzen Aufwand, um das Contact-Tracing sicherstellen zu können, ohne zuerst nach meist unbekannten Mitbeteiligten zu forschen.