Ist auch eine Strategie, zumindest solange der finanzierenden Männerrunde die Sache nicht verleidet. In Zug und Zürich könnten Strebel bzw. Frey/Spuhler die Sache wohl auch selber bezahlen, aber wollen vermutlich nicht den Eindruck erwecken, das Geld eh' keine Rolle spiele. Bei der Inanspruchnahme der à fonds perdu Gelder muss man - Irrtum vorbehalten - dann aber irgendwie die geforderte Kürzung von 20% bei Löhnen oberhalb von rund TCHF 150 verwursten...
Beiträge von Iceman
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Man muss auch die Grösse haben, das oft wenig qualifizierte Geschwätz zu ertragen. Erklärungen helfen nur selten, denn das Gros ist weder Willens und oft auch nicht in der Lage, diesen zu folgen. Viele der Dampfplauderer haben vermutlich nicht mal gemerkt, dass Suter beim ZSC gegangen ist, und der Budgetposten halt nun von Lasch in Anspruch genommen wird. Oder bei Zug, wo es via Ausleihe und Versicherungsgelder für die Langzeitverletzten läuft. Beim Stichwort "Ausländer" schreien einfach alle mal präventiv auf. Dann folgt das unweigerliche Stammtischrezept, wonach man - statt einen Ausländer zu holen - doch einem "Jungen" die Chance geben solle. Die gleichen Strategen heulen dann 2 Wochen später ab, wenn die Resultate nicht stimmen.
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Weiss nicht wie es im Fussball aussieht, wo insbesondere in Deutschland - von kostenpflichtigen CL-Übertragungen bis hin zu TV-gerechten Anspielzeiten - auch viel Unmut bei den Fans provoziert wird oder wurde. Die Drohung, sich nun vom Kommerz-Fussball der Bundesliga abzuwenden und sich dafür regionalen Klubs in unteren Ligen zuzuwenden, wird oder wurde da fast permanent ausgestossen. Unvergessen der Zoff an der Versammlung von Bayern-München, als der verbal gegrätschte Manager Hoeness zum grossen Gegenschlag gegen die "wahren Fans" ausholte, und so richtig vom Leder zog. Zumindest vor den coronabedingt leeren Stadien waren diese aber, soweit im TV erkennbar, in der Bundesliga stets rappelvoll, wobei der Zuschaueraufmarsch auch in unteren Ligen teils beachtlich ist. Wie viele "Saisonkarten-Hardcore-Fans" sich nun aber tatsächlich von der Bundesliga abgewandt haben, weil dort die "wahren Werte" des Sports verraten würden, ist unklar. In der von Scheich- und TV-Milliarden gefluteten englischen Liga sind die Eintrittspreise derart teuer, dass ich mich frage, wie das der englische Durchschnittsfan stemmen kann, bzw. ob der überhaupt noch in den Stadien anzutreffen ist, oder ob dort mittlerweile nur noch Besserverdienende anwesend sind, welche auch keinen Krawall machen. Trotzdem, die Stadien sind auch dort gut bis sehr gut gefüllt. Kann natürlich beides nicht 1:1 mit dem CH-Hockey verglichen werden, trotzdem dürfte sich (auch hier) die Zahl derjenigen in Grenzen halten, welche eine oder zwei Ligen tiefer gehen, weil es ihnen in der "National-League" nicht mehr passt.
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Lüthi, Lengweiler oder Domenig können nichts "durchdrücken", wenn der Rest nicht will. Die Optik derjenigen, welche für einen Klub verantwortlich sind, unterscheidet sich aber naturgemäss von derjenigen der Fans oder der Spieler. Was nicht weiter erstaunt, da die Interessen unterschiedlich sind.
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Wer spielt in Bern bisher schon keine bescheidene Saison? Das Wichtigste bisher ist wohl, dass sich die Hoffnungen betreffend Goali zu erfüllen scheinen, bzw. dass Wüthrich performt, auch wenn seine Kollegen vor ihm herumstolpern und keine grosse Hilfe sind. Ein weiteres Plus ist das Talent Henauer aus dem Nachwuchs. Auch andere mit weniger Talent sehen - das schwierige Umfeld mitkalkuliert - gar nicht schlecht aus in ihrer ersten NLA-Saison. Scherwey hat seine Qualitäten, für sein Tempo fehlt ihm aber ein Stück weit die Technik, um etwas daraus zu machen.
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Die Nachwuchsarbeit ist ein separates Ding, welches ebenfalls gelöst werden muss, unabhängig davon, was mit der Reform passiert. Natürlich kann man es nicht völlig losgelöst betrachten, aber derart ultimativ, wie es teilweise dargestellt wird, hängt das nicht zusammen. Aber wie immer in der Politik versucht man auch hier, den Trumpf "Kinder + Jugendliche" zu spielen, um damit irgendwie die eigenen Interessen zu fördern. Es ist einzusehen, dass man in der CH wegen der kleineren Auswahl Kompromisse machen muss, und nicht die gleichen Kriterien anwenden kann wie es in SWE oder FI gemacht wird. Da kann man durchaus auch über eine Art "Förderungs-Artikel" reden, mit einer gewissen Anzahl von Nachwuchsspielern auf dem Matchblatt etc.
Wenn Josi oder Haas verlauten lassen, dass ihnen die frühen Einsätze in der 1en Mannschaft geholfen hätten, dann ist das absolut richtig. Nur repräsentieren die beiden nicht unbedingt den Durchschnitt der Nachwuchsspieler. Sie hätten beispielsweise aus dem Team, welches dieses Jahr an der U20 WM spielte, weit herausgeragt. Aber nicht, weil sie damals schon saisonweise in der 1en Mannschaft mitgespielt haben.
Was die Reform insgesamt anbelangt, so werden Einzelteile daraus "zerlegt", ohne zu berücksichtigen, dass vieles nur im Verbund Sinn macht. Über die tatsächliche Anzahl an Ausländern kann man diskutieren, schon 6 statt 4 würde verhindern, dass gewisse CH-Spieler mit Nationalmannschafts-Status praktisch keine Konkurrenz auf dem Markt haben, bzw. fast "unersetzlich" sind, wenn sie den Klub verlassen. Je nach Anzahl Ausländer müsste man dann aber über den Status der "Lizenz-Schweizer" reden. Mit 10 Ausländern würden die "Lizenz-Schweizer" auch zum Ausländer-Kontingent gehören, bei 6 Ausländern eher nicht, da ansonsten der Markt noch trockener wird.
Der fehlende Auf- und Abstieg ist in Fankreisen unbeliebt. Es werden Fanclub-Präsidenten vor die Mikrophone geholt, die dann ihre Sicht der Dinge darlegen. Das Problem ist nur, dass diese Sicht teilweise völlig kenntnisfrei daherkommt, und man nicht einmal über die Anzahl Mitarbeitende im eigenen Club informiert ist. In diesen "Geisteswelten" kann man die Organisation bei einem Abstieg irgendwie tiefgefrieren, dann ein paar Jahre in der Swiss-League mit einem Bruchteil des Budgets / der Organisation spielen, bis man wieder aufsteigt. Dann den Defroster-Knopf drücken und - päng - hat man wieder einen funktionierenden NLA-Klub. Aber eben, dass sich seit Amateur-Zeiten, ehrenamtlichen TK-Chefs, Spielertrainern etc. die finanzielle und betriebswirtschaftliche Seite des Auf- und Abstiegs stark verändert hat, hat ja auch Klaus Zaugg noch nicht mitbekommen. Oder aber er macht seine eigene Rechnung, wo der Faktor "Drama" mehr Gewicht hat als alles andere.
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Der Kern hinter der Idee mit mehr Ausländern war nie, mit diesen die an sich "preisgünstigen" Nachwuchsspieler zu ersetzen. Denn so günstig ist kein Ausländer, selbst wenn er aus der hintersten slowakischen Provinz kommt. Das Szenario ist ein anderes:
a) Ein Top CH-Spieler in der 1en oder 2en Linie der Kategorie "gesetzt für das Nationalteam" verlässt den Klub und muss ersetzt werden.
b) Im besten Fall sind 1 - 2 Spieler auf dem Markt, die überhaupt für einen Ersatz in Frage kämen, und um diese beginnt dann das grosse Wettbieten.
c) In diesem Fall könnte man etwas Druck aus dem Kessel nehmen, wenn die Auswahl grösser wäre, und die sog. "Business Class" der Spieler sähe sich mit mehr Konkurrenz konfrontiert.
Im Idealfall hat man tatsächlich einen eigenen Ersatz, z.B. ein grosses Nachwuchstalent, welches schon 2-3 Jahre mit Erfolg und Fortschritten in die 1e Mannschaft integriert worden ist, und nun den nächsten Schritt machen kann. Dieses Szenario ist aber selten, und nachdem viele Talente bereits auf Nachwuchsstufe in andere Ligen wechseln, wird es immer schwieriger.
Knapp gibt eine gute Übersicht über die tatsächlichen Probleme in der Nachwuchsausbildung, von zu wenigen Schulmodellen ("Sportgymnasium") bis hin zur (damit mitverursachten) fehlenden Konkurrenz in den Nachwuchsteams bzw. die Verzettelung derselben in diversen Ausbildungs- und Meisterschaftsmodellen. Es ist nicht so, wie es in gewissen journalistischen (...oder "chronistischen") Rundumschlägen dargestellt wird, dass das Hauptproblem daraus bestünde, dass taugliche Nachwuchsspieler reihenweise übersehen würden, weil die bösen Trainer sie nicht einsetzen wollten. Aber durch die skizzierten Umstände im Nachwuchsbereich landen zu viele Spieler an der Schwelle zur National-League, welche Defizite physischer und taktischer Natur haben, welche auf diesem Niveau nicht mehr sein sollten.
Kommt mir in etwa so vor, wie wenn ein Student Mühe mit dem Lesen oder der Rechtschreibung hätte, und man dem Professor auf einem bestimmten Fachgebiet sagen würde, er müsse ihn halt ein paar Doktorarbeiten schreiben lassen, dann werde es schon besser.
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Nun, wenn die Reform Müll ist, dann findet sie keine Mehrheit in der Liga und wird abgelehnt.
Darum ist der SCB auch nach 17 Tagen in Quarantäne noch nicht spielbereit
https://www.watson.ch/sport/eishocke…h-nicht-spielen
Unglaublich.......
Marc Lüthi kommentiert auf der SCB Homepage einen Artikel von Klaus Zaug, sollte er nicht machen, weiss man doch. ML könnte scheinbar auch noch einen Kommunikationsberater brauchen!
Nun, wenn der Chronist ohne Kenntnisse der tatsächlichen Verhältnisse irgendwelchen Stuss ablässt, darf dem schon Paroli geboten werden. Beim Klaus verwischen die Grenzen zwischen Polemik und Diffamierungen ab und zu etwas. Mit seinem Geschreibe zum vorliegenden Fall hat Klaus den Eindruck erweckt, auf der SCB-Geschäftsstelle würden Leute für's Nichtstun bezahlt. Dass man solche Anwürfe gegen das eigene Personal nicht einfach unkommentiert lässt, finde ich OK. Beim Klaus handelt es sich ja nicht um irgend einen Pinboard-Trottel, der im Prinzip automatisch entschuldigt ist.
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Schelling wollte Lundskog schon auf diese Saison hin als Trainer, der hatte aber noch einen Vertrag. Man ist seither in Kontakt geblieben, somit ist es gut möglich, dass er auf nächste Saison hin Trainer in Bern wird. Was aber aufgrund der Vorgeschichte vermutlich nicht direkt etwas mit Raffainer zu tun hat. Dass es in Davos hinter den Kulissen Störgeräusche gebe, ist ein unbestätigtes Gerücht, welches ob dem überraschenden Wechsel nun neue Nahrung bekommen hat.
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Die Kompetenz ist Raffainer nicht abzusprechen, und beim HCD hat er relativ zügig einen "Neuanfang" geschafft, auch wenn solche Dinge natürlich nicht nur das Verdienst einer Person sind. Beim SCB dürfte ihn eine noch schwierigere Aufgabe erwarten. Für meinen Geschmack hat es langsam etwas viele "Figuren" im Organigramm des SCB. Chatelain geht eher wieder zum Nachwuchs zurück, Madame Schelling bleibt Sportchefin und hat mit Raffainer zumindest einen kompetenten Vorgesetzten. Und was Rolf Bachmann als "Chef Sport" macht, das weiss hoffentlich Marc Lüthi. Wie auch immer, ein Anfang ist gemacht und gewisse Perspektiven klarer als vorher, was aber nichts daran ändert, dass man noch ein paar Jahre eher hartes Brot wird essen müssen als SCB-Fan. Selbst wenn man beim SCB besser macht, was letzthin schiefgelaufen ist, wird es ohne neue Geldquellen nicht gehen. Oder anders gesagt: In der Gastronomie sind die Gewinne in den letzten Jahren nicht gleich stark gewachsen wie die Spielerlöhne.
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Bisher scheint es so, dass die Saison durchgezogen wird, inklusive Play-off's. Nur wurden Pläne - nicht nur im Sport - ja schon verschiedentlich über den Haufen geworfen durch die Entwicklungen an der Corona-Front. Bei einem vorzeitigen Saisonabbruch wurde die Methode kürzlich festgelegt, wie der Meister dann zu bestimmen wäre. Ein auf die Play-off's ausgerichteter Formanstieg würde dann nicht helfen, und der klassische Spruch von wegen "das letzte Tor schiessen" oder "das letzte Spiel gewinnen" wären ebenso hinfällig.
Unabhängig davon stellt sich die Frage, wie stark man die Form wirklich "bremsen" kann, um dann quasi in den Play-off's den Hahnen aufzudrehen. Wäre interessant, dazu mal einen Trainer oder einen Spieler zu hören.
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Bei einem Hockeyprofi gelten höhere Ansprüche betreffend "Ungeschicklichkeit" - es war Mercier ja nicht unmöglich, der Sache einen anderen Verlauf zu geben. Solange solche Fälle alle etwa gleich streng geahndet werden, ist's OK. In anderen Bereichen sollte ebenfalls strikter die "Unversertheit" der Referees durchgesetzt werden, etwa bei der "Rudelbildung", wenn eine Gruppe Spieler sich vor dem Schiri aufbaut bzw. auf diesen zudrängelt und quasi dazu zwingt, rückwärts zu fahren, um nicht geschubst zu werden. Wobei das Schubsen natürlich nicht ein gesundheitsgefährdendes Problem ist, aber eine Disziplinlosigkeit, welche zu ahnden ist.
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Irgendwie erschliesst sich mir auch nicht wieso man die Liga auch noch auf 14 Mannschaften aufstocken will, wenn das Personal ja nicht einmal für 12 Teams reicht?
Das senkt ja die Kosten auch nicht unbedingt

Wahrscheinlich braucht man bis dann wirklich soviele Ausländer, weil es ja noch weniger kompetitive Schweizer geben wird.

Absolut richtige Bemerkung - das Gegenteil, d.h. eine Reduktion der Teams wäre schon eher konsequent. Aber das bringt man noch weniger als alles andere durch. Aber mal abgesehen davon: Die ganze "Reform", von Ausländern bis zu geschlossener Liga, ist ein Paket. Einzelne Teile daraus zu zerzausen ist zwar einfach, aber in gewissen Bereichen machen die Massnahmen nur zusammen Sinn.
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OK - das sehe ich ein, dass bei uns mehr "gehegt und gepflegt" werden muss, weil wir nicht die gleichen Nachwuchsressourcen haben wie anderswo. Betreffend einer stärkeren Öffnung für Ausländer muss man dem Rechnung tragen, entsprechende Vorschläge stehen ja im Raum. Andererseits führt die jetzige Knappheit aber auch dazu, dass wenn ein Spieler der gehobenen Klasse den Klub verlässt, man unter Umständen vor erheblichen Problemen steht, weil man diesen nicht ersetzen kann. Der Idealfall, wo dann genau ein solcher Spieler aus dem Nachwuchs und ein paar Jahren Erfahrung parat steht, ist eher selten. Die geläufigen Szenarien sind bekannt: Viele Talente gehen früh ins Ausland oder spätestens dann, wenn sie für die 1e Mannschaft als tragendes Element in Frage kämen. Kehren sie in die CH zurück, so wollen sie - meist nach ein paar harten und schlecht bezahlten Saisons im Ausland - auch abkassieren und gehen dorthin, wo am meisten zu holen ist. Die gleiche Knappheit der personellen Ressourcen, die zu einem sorgfältigeren Umgang mit dem Nachwuchs zwingt im Vergleich mit dem Ausland führt aber auch zur immer höher drehenden Lohnspirale. Eine moderate Aufstockung des Ausländerkontingents bei gleichzeitigen Massnahmen für den Nachwuchs ist deshalb nicht derart des Teufels, wie es gewisse Protagonisten gerne darstellen. Die Zahl von insgesamt 10 Ausländern ist eine Maximalforderung, von der man "verhandlungstaktisch" noch abweichen wird bzw. offenbar bereits abgewichen ist. Zusammen mit der Abschaffung der "Lizenz-Schweizer" ist somit noch immer mehr als genug Heimatschutz vorhanden.
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Das steht bekanntlich noch nirgends geschrieben. Mehr Konkurrenz täte dem CH-Hockey aber auf allen Ebenen gut. Und sonst könnte man ja einfach mal den Blick etwas nach Finnland oder Schweden richten, gerade was den Einsatz des Nachwuchses in der 1en Mannschaft anbelangt. Hat man ernsthaft den Glauben, dort würden irgendwelche durchschnittlichen Nachwuchsspieler in der 1en Mannschaft zum Top-Shot heranreifen? Bis einer dort zum Einsatz kommt, braucht es einiges mehr als in der CH. Der Pool an Nachwuchsspielern ist aber auch um einiges grösser, und somit kommt von dort auch mehr Spielermaterial der gehobenen Klasse, wie die alljährlichen NHL-Drafts zeigen. Eventuell macht man auch bei der Nachwuchsförderung gewisse Dinge besser als in der CH. Aber statt sich mal ernsthaft damit zu befassen tut man hierzulande so, als ob der Grund für den Qualitätsunterschied darin zu suchen sei, dass man "den Jungen" dort genügend Eiszeit in den 1en Mannschaften gebe, und hier nicht. Es wäre interessant, wie viele der hier angeblich so verkannten Talente in der finnischen oder schwedischen Liga tatsächlich zum Einsatz kämen.
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Die Einführung einer komplett unerfahrenen Person auf dem derart im Fokus stehenden Posten wie dem eines Sportchefs / Sportchefin - egal ob Männlein oder Weiblein - war keine gute Idee. Schon gar nicht unter den schwierigen Bedingungen, wie sie aktuell in Bern herrschen, wo nach einer längeren Erfolgssträhne wieder mal andere Zeiten angebrochen sind. Mit diesen Bedingungen hätten auch erfahrenere Leute ihre liebe Mühe. Wenn das mit CMS stimmt, so hat es aber auch noch andere Hintergründe, als "nur" einen "Directeur sportif" einzusetzen oder von dessen Netzwerk zu profitieren. Es geht um einen Umbruch in verschiedenster Hinsicht, nachdem das bisherige Finanzierungsmodell nicht beliebig und vor allem nicht schnell genug skaliert werden kann. Dazu kommt noch das in die Jahre gekommene Stadion, welches ersetzt bzw. grundlegend erneuert werden muss. Wenn man intern die Lösung nicht findet, muss man sie halt extern holen. Das hat der ZSC ja auch schon so gemacht.
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Die können einem fast schon leid tun. Aber dem Lüthi Arsch mag ich es gönnen, dass sie total bachab gehen.
Dafür nun derart durchseucht, dass man für die nächsten 3 Monate nie mehr in Quarantäne muss. Zumindest gemäss der aktuellen Regelung. Das Problem wird sein, dass nach all den Spielverschiebungen ein Mammutprogramm ansteht. Oder wie es in den Zeitungen steht:
"...Die 52. und letzte Runde der Regular Season ist auf 22. März angesetzt. Der SCB müsste somit innert zweier Monate 33 Meisterschaftsspiele bestreiten. Dazu kommt der Cup-Halbfinal gegen Genf. Dieses Pensum wird nicht zumutbar sein. Zumal die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass bereits angesetzte SCB-Partien wegen Corona-Fällen beim Gegner neuerlich verschoben werden. Es braucht für die folgende Prognose also weder Mut noch ausgewiesene Rechenkünste: Am 22. März wird die Qualifikation nicht vorbei sein..."
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Das läuft auf ähnliche "Fan-Konflikte" hinaus, wie man sie im Fussball in Deutschland hat, wo die Fans die "Kommerzialisierung" beklagen. Teilweise sind kaum mehr Auswärtsfahrten möglich, weil die Spieldaten und -zeiten "Sky optimiert" bzw. nach den Bedürfnissen des (Bezahl)Fernsehens angepasst werden. Aber auch andere Regelungen finden keinen Anklang. Hat natürlich noch ganz andere Dimensionen als im CH-Hockey, aber im Grundsatz geht es um's Gleiche.
Man will zwar Spektakel und immer höher, schneller, besser, gleichzeitig soll aber alles so bleiben wie in den (vermeintlich) guten alten Zeiten. Habe kürzlich ein Interview mit einem Fanclub-Präsidenten der Langnauer gehört. Da kam schon zum Ausdruck, dass man sich da teilweise eine etwas einfache Vorstellung der (Eishockey) Welt macht, gerade in Bezug auf den Auf- und Abstieg. Und in dieser Welt gibt's natürlich noch einen Geschäftsführer und Sekretärinnen auf der Geschäftsstelle, da muss man dann halt 1-2 abbauen, und ja, der Nachwuchs und dessen Infrastruktur, aber die kann man ja weiterführen etc. etc. Man hat offenbar keinen blassen Dunst, wie das Business selbst bei einem Dorfclub heutzutage läuft, wie viele Personen dass involviert sind, und was das alles kostet. Und was es für Auswirkungen hat, wenn ein Klub absteigt. Wenn man Glück hat, findet man Geldgeber, welche den Spass solange finanzieren, bis man wieder "oben" ist. Denn eine Mannschaft mit durchschnittlichem NLB-Budget dürfte den Aufstieg kaum schaffen. In Lausanne ging es trotz grossem Effort auf allen Ebenen etliche Jahre. In der Realität dürfte bei einem Abstieg je länger je mehr "verbrannte Erde" zurückbleiben, weil die Differenzen zwischen National- und Swiss-League insbesondere bei den Finanzen immer grösser werden.
Das Einfordern des hehren Primates des Sports über den bösen Kommerz bringt zwar Applaus, ist aber entweder heuchlerisch oder von Ahnungslosigkeit und Naivität geprägt.
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Ansonsten enden solche Zusammenstösse meistens mit einem Brummschädel und blauen Flecken. Dass gerade beide solche Knochenbrüche erleiden, ist ungewöhnlich und ausserordentliches Pech.
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Habe die Aufforderung, die Übersicht zu posten leider etwas zu spät gesehen und mittlerweile auch gegoogelt, aber die Info wurde nun ja bereits präsentiert. Bin auch nicht der Meinung, dass die Erhöhung der Ausländerzahl die Lösung aller Probleme darstellt, aber eben, wenn die Lizenz-Schweizer abgeschafft bzw. den Ausländern gleichgestellt werden, ist der Impact nicht so dramatisch, wie das gewisse Journalisten und offizielle Experten verkünden.
Und für die CH-Spieler oberhalb des "Stolperi-Niveaus" ist etwas mehr Konkurrenz nicht so falsch. Ein Top-Ausländer wird auch weiterhin viel Geld kosten, und nachdem es bisher kaum einem Klub gelungen ist, schon nur 4 Top-Ausländer zu finden und zu verpflichten, dürfte es auch inskünftig nicht so sein, dass die Klubs 10 teure Superstars verpflichtet werden. Mal ganz abgesehen davon, dass dies sportlich schwierig würde (Häuptlinge / Indianer) und finanziell nicht erwünscht war, selbst bei den Klubs, welche es sich theoretisch leisten könnten. In letzter Zeit gewinnt man zwar den Eindruck, dass an gewissen Orten die Devise "Meister um jeden Preis" gilt, aber aus den vorgenannten Gründen ist die Umsetzung der "10-Star-Theorie" trotzdem unwahrscheinlich.
Aber gerade bei überdurchschnittlichen CH-Spielern dürften sich die Sportchefs bei mehr Auswahl die eine oder andere Frage stellen. Angesichts der Leistungsschwankungen bzw. der Tatsache, dass das Gros dieser hochbezahlten Spieler nicht unbedingt mit Leistungskonstanz auf entsprechendem Niveau glänzt, finden sich im Ausland Alternativen, welche nicht schlechter sind, aber weniger kosten. Auch hier gilt: Die wirklichen Top-Shots werden nach wie vor abkassieren, weil gleichwertige Ausländer ebenfalls kostspielig sind. Aber da reden wir von einem Niveau, welches in der KHL vergoldet würde - und davon gibt es in der CH-Liga nur wenige.
Dass deswegen begabte Jungspunde zwischen Stuhl und Bank fallen, kann ich mir nicht vorstellen. Ausser ein Talent stellt astronomische Lohnforderungen. In der "fleissiger-Chrampfer" Kategorie herrscht auch immer Bedarf, da die Klubs dafür keine Ausländer anstellen wollen. Man kann ansonsten den Blick etwas nach Skandinavien richten, auch dort bricht die Nachwuchsarbeit nicht zusammen, weil mehr als 4 Ausländer erlaubt sind. Die beliebte Stammtisch-Theorie, wonach in SWE oder FI die "Jungen" viel besser gefördert würden bzw. viel rascher viel mehr Einsätze bekämen als der Nachwuchs in der CH, ist nur bei ungenauem Hinsehen haltbar. In Tat und Wahrheit sind die Anforderungen in diesen Ligen sehr hoch; da lässt man keinen spielen in der Hoffnung, dass da evtl. doch noch mal etwas kommt, wenn man einen nur lange und oft genug spielen lässt. Dass viele dieser in den Ligen von SWE und FI fast nahtlos integrierten Nachwuchskräften innerst Kürze den (erfolgreichen) Sprung nach Übersee schaffen verdeutlicht, warum diese Spieler in der 1en Mannschaft schon wie die "Grossen" eingesetzt werden. Und für jeden solchen Spieler fallen zig andere durch den Rost oder etablieren sich nur mit Mühe und eher auf den hinteren Plätzen. Der grosse Vorteil in SWE und FI ist der grössere Pool an Nachwuchsspielern, daraus gehen auch mehr Talente hervor, was hierzulande mitunter zu einem falschen Eindruck bzw. zu falschen Schlussfolgerungen führt.