Beiträge von Iceman

    Sieht zumindest besser aus als der Alex... :mrgreen:

    Aber warum nicht, etwas frischer Wind kann nicht schaden. Wenn sie das Gespür hat, was ein Team benötigt, spielt die Geschlechterfrage keine Rolle. Man wird in Bern - unabhängig vom aktuellen Corona-Tief - auf absehbare Zeit nicht mehr das Geld generieren können, um beim Wettbieten im gleichen Stil mitzumachen, wie dies bis vor ein paar Jahren noch der Fall war.

    Es braucht somit einen Neubeginn in verschiedener Hinsicht, und diesen Neubeginn hat M. Lüthi nun inszeniert. Voll etabliert wird Florence dann sein, wenn auf dem Pinboard über sie abgelästert wird - quasi der Ritterschlag... :nick:


    Gratuliere dem aktuellen Schweizermeister SCB

    In Bern hat man offensichtlich einen Medizinmann erster Güte.

    Nun ist eben eine „meisterlose“ Zeit - Meister der Spielzeit 18/19 war der SCB, und für die Saison 19/20 gibt es keinen.

    Dass man den Qualisieger anlässlich der Versammlung von heute zum Meister erklärt, könnte ich mir noch vorstellen, weil es das Gros der Teilnehmer nicht wirklich interessiert und es auch keine wesentlichen Konsequenzen hat. Anders sieht es beim Aufsteiger aus, das hätte durchaus Konsequenzen. Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass beides abgelehnt wird.

    Wie auch in vielen anderen Bereichen wird man wahrscheinlich aber auch bei Verband und Klubs verschiedene Verträge und Reglemente ergänzen, weil diverses nicht oder nicht ausreichend geregelt ist. Eben zum Beispiel das Prozedere, wenn eine Meisterschaft nicht fertig gespielt werden kann.

    Wie der Klaus in seiner Geschichtsstunde von heute darlegt, war die letzte "meisterlose" Saison 1939/40, als wegen der Mobilmachung die Saison abgebrochen wurde. Damals war der "Z" aufgrund der Stärkeverhältnisse Favorit bzw. Ende Saison vermutlich an der Spitze und somit Meister gewesen.

    Dann wird der Meister halt e-Sports-mässig mit NHL-irgendwas erzockt, und die rote Zora kann das übertragen.

    Aber im Ernst, evtl. ist es besser, wenn von den Behörden diesbezüglich reinen Tisch gemacht wird. Was dem Verband bzw. den Klubs alles in den Sinn käme, um gehauen oder gestochen irgendwas "übertragbares" liefern zu können, wage ich mir gar nicht vorzustellen. Habe betreffend "was passiert, wenn sich bei einem Klub irgendwer vom Personal - ob Spieler, Trainer oder im rückwärtigen Raum - infiziert hat?" noch nicht viel praxistaugliches vernommen.

    Ein klarer Entscheid "von oben" hilft, wenn Veranstaltungen an sich verboten werden, und nicht bloss die Anwesenheit von Zuschauern. Deswegen kommt man ja überhaupt erst in die Bredouille mit den TV-Verträgen, weil man sich nicht auf höhere Gewalt berufen kann, welche ja (hoffentlich...) in den TV-Verträgen als Klausel enthalten ist.

    Wie klar die Lage in Deutschland aber tatsächlich ist, habe ich nicht überprüft. Der Fussball war - zumindest bis vor kurzem - noch nicht betroffen, und die Stadien gut gefüllt. Aufgrund des Statements der DEL müsste man aber nun davon ausgehen, dass nicht bloss die "Randsportart" Eishockey (in DE...) von den weitergehenden Verboten einzelner Bundesländer betroffen ist.

    Der wesentliche Abschnitt ist dieser da:

    Aber was, wenn sich während des Playoff ein Spieler oder ein Betreuer mit dem Coronavirus infiziert? «Dann müsste diese Mannschaft sofort aus der Meisterschaft genommen werden», sagt Zahner. «Und ihr Gegner ebenfalls. Die Saison wäre dann wohl vorbei. Es kann ja nicht sein, dass der Meister wird, der nicht angesteckt wird. Das wäre eine Lotterie.»

    Szenario Play-off Final, es steht nach 4 Partien 2:2 in der Serie, und dann wird einer positiv getestet - dann also Übungsabbruch. Wie der Meister dann erkoren wird, wäre vorher festzulegen. Zumindest in diesem Fall dürften die Strafzahlungen bescheidener ausfallen...oder gibt es gar keine, weil man die Infektion als höhere Gewalt einstufen bzw. die Teams nicht zum weiterspielen zwingen kann?

    Nein, habe das auf mySports nicht gesehen, aber der Gedanke ist ja nicht soweit hergeholt. Die Play-off's abzusagen ist das Eine, aber damit zu beginnen, und dann auf halbem Weg den Rückzieher zu machen, ist auch nicht besser. Wird noch interessant, was in der bedeutend mächtigeren Sportindustrie in den USA / Nordamerika abgehen wird. Dort ist es dann allefalls nicht der Staat, der einschreitet, aber die Furcht vor Schadenersatzklagen.

    Falls mySports auf Übertragung bzw. Durchführung besteht, und man somit in den Genuss von zig Geisterspielen käme, bliebe noch eine Frage: Was passiert, wenn sich in einem Team ein paar Spieler infiziert haben? Ist das dann einfach Pech, wie bei einer saisonalen Grippe (gegen welche man sich aber immerhin ziemlich gut schützen kann...)? Testet man die anderen und - falls man Glück hat - gibt's keine anderen Fälle und es geht weiter? Gibt es dann alle 2 Tage ein Test, um sicherzustellen, dass es keine Neuinfektionen gibt? Was macht der Gegner - "Sicherheitsabstand" einhalten und so?

    Bleibt zu hoffen, dass man sich die entsprechenden Szenarien gut überlegt, bevor man das Ganze aus finanziellen Überlegungen in eine Sackgasse steuert.

    ...habe ich erst jetzt gesehen; immerhin hat er den Humor nicht verloren.

    Im Sport geht's auf und ab, und ich gehe davon aus, dass - selbst wenn man beim SCB auf und neben dem Eis etwas weniger schwach gefuhrwerkt hätte - die letzten ziemlich erfolgreichen 10 Jahre ohnehin an ein Ende gekommen wären. Vielleicht hätte es nicht gerade das Verpassen der Play-off's sein müssen, aber den Zenit hatte man bereits vor dem letzten Titel überschritten.

    Aber Play-off's ohne Titelchancen sind ohnehin überschätzt.... :mrgreen: auch wenn sie (...unter normalen Bedingungen ohne Virus...) mehr Geld in die Kasse spülen als der Play-out Murks.

    Der Einschätzung von Tikkanen von wegen dem Titel und Hipsterville schliesse ich mich an. Der EVZ hat zwar nochmals massiv aufgerüstet, aber die Play-off Härte fehlt auch dieses Jahr. Da wird der Strebel nochmals in die Tasche greifen müssen. Natürlich nur für den Nachwuchs...

    Keine Angst Larry, viel gelacht wird derzeit in Bern nicht... :kotz:

    Gehe mal nicht davon aus, dass man für die aktuelle Saison keinen Meister küren wird. Notfalls ist es dann halt der Qualisieger.

    Falls es aber betreffend Play-off's bzw. Play-out's zu Absagen kommen wird, so könnte man - je nach Sachlage - höchstens den vom "Glück im Unglück" bringen, wobei dies dann eher "weniger Unglück im Unglück" heissen würde. Denn in den Play-out's hätte man ja ohnehin nicht so viele Zuschauer gehabt.

    Kritischer ist die Frage,

    a) wieviel die Klubs an Konventionalstrafe blechen müssen an mySports oder SRF, wenn das Verbot für Veranstaltungen von mehr als 1'000 Zuschauern bestehen bleibt, und die Klubs aber keine Geisterspiele absolvieren wollen.

    b) wievel es die Klubs kostet, wenn man - um a) zu vermeiden - die Geisterspiele nur für das Fernsehen durchzieht.

    Gehe aber davon aus, dass man im Sommer diverse Vertragswerke um Klauseln ergänzen wird für solche Fälle.

    Mal schauen, ob der EVZ heute im Hinblick auf die PO‘s nicht einen plötzlichen Schwächeanfall erleidet gegen Gottéron. Aber eben, der SCB hätte es lange einfacher haben können, wenn man nur etwas weniger schlecht gewesen wäre. Nun hat man es nur noch halbwegs in den eigenen Händen. Aber es passt dafür alles gut zusammen, etwa zum „Erfolg“ bei der Rekrutierung einer ausl. PO-Absicherung, was man ja auch nicht auf die Reihe bekommt.

    Hatte zwar eine Seuchensaison erwartet, aber doch nicht ganz so schlimm. Es gibt immer Dinge, die man bei einem Trainer kritisieren kann, aber Jalonen machte daneben vieles richtig. Die bekannte Kritik vom "Schablonenhockey" mag zwar zutreffen, umgekehrt wird aber bei anderen Trainern gemotzt, es sei kein "System" ersichtlich. Und die Schablone hat verhindert, dass in schwierigen Momenten, wo die Kummerbuben kaum noch wussten / wissen, wie man den Stock hält, alles auseinander fällt. Viel mehr als das Defensivsystem hatte Jalonen übrigens auch nicht "schabloniert".

    Es stimmt, dass es etwas dauert, bis er jungen Spielern völlig vertraut. Mit Leistung ist er aber durchaus zu überzeugen. Spieler wie Heim oder Burren haben nach sporadischen Einsätzen in ihrer ersten Saison nun einen Stammplatz. Die sofortige Integration eines Nachwuchsspielers in seiner ersten Saison mit der 1en Mannschaft mag bei überdurchschnittlichen Talenten möglich sein, ist aber nicht der Normalfall. Kurz, man kann Jalonen auf dem Gebiet kritisieren, vieles ist aber völlig überzogen.

    Nebenbei verpasste man es, bei den Ausländern ein paar Wechsel vorzunehmen, um das Team zu stabilisieren. Nicht dass man deswegen brilliert hätte, aber wenn man so oft mit einem Tor verliert, kann das schon etwas ausmachen. Der Sportchef steht nicht nur deswegen in der Kritik.

    Letztlich läuft es dann halt immer wieder gleich, und Kossmann kann sich nun versuchen. Viel erwarte ich allerdings nicht, denn im Unterschied zu den ZSC-Lions damals oder der letzten solchen Aktion in Bern mit Lars Leuenberger hat das Team, neben Verunsicherung, auch echte Defizite. Mit "Schalter umlegen" und dann rauscht es plötzlich wird es deshalb wohl eher nichts.

    Abgesehen vom Mist auf dem Eis, der in Bern produziert wird, wird auch seit längerem über die "zu wenig physische" / "zu kontrollierte" und "langweilige" Spielweise geklönt. Aktuell ist natürlich nach alter Väter Sitte der Trainer der Hauptschuldige, wobei dann trotzdem niemand so genau sagen kann wie "anders" oder "unterhaltsamer" denn die Gegner spielen.

    Es gibt aber allgemein einen Trend hin zu mehr Spielkontrolle, zu Fehlervermeidung und möglichst wasserdichtem Defensivverhalten - alles Dinge, über die man vor einigen Jahren insbesondere bei schwedischen Mannschaften lästerte und die als "Eisschach" verschrien wurden bzw. verschrien werden.

    Was die physische Seite anbelangt, so hatten und haben die CH-Spieler nach wie vor Mühe beim korrekten Austeilen und Einstecken. Mögliche Fortschritte sind durch die Tempoverschärfung quasi wieder "pulverisiert" worden. Dass Trainer unter diesen Voraussetzungen eher Zurückhaltung statt "voll drauf" bevorzugen, kann ich nachvollziehen. Trotzdem "fehlt" dem Spiel etwas dadurch. Beim (eher seltenen) Verfolgen von NHL-Partien habe ich den Eindruck, dass dort zwar die grossen Prügelszenen nicht mehr so häufig sind wie zu den "Goon-Zeiten", dass aber punkto Checks immer noch ganz ordentlich ausgeteilt wird. Aber vermutlich können es dort der "Verteiler" und der "Empfänger" halt einfach besser, zudem gibt es dort auch nicht jedesmal, wenn es kracht, tumultartige Szenen auf dem Eis wie hierzulande.

    Wobei ja bemerkenswert ist, dass mittlerweile die HCD-Exponenten nicht mehr so laut verkünden, was für ein Qualitätsturnier der SC doch sei. Denn es ist seit Jahren offensichtlich, dass die angeblichen Topmannschaften das Ganze eher als einen Familienausflug betrachten, und nicht mit letzter Konsequenz dabei sind, und es überhaupt immer schwieriger wird, konkurrenzfähige Teams zu verpflichten, da in vielen Ligen durchgespielt wird. Kommt dazu, dass der HCD selber auch nicht mehr die Qualität hat, um entscheidend mitzumischen. Bleibt noch das Team Canada, welchem man offenbar insoweit entgegenkommen muss, als dass sie stets am 1en Tag spielen dürfen, um mit einem Sieg einen Ruhetag herausholen zu können. Natürlich muss der Sieg auch zuerst eingefahren werden, aber eben, bei der Konkurrenz....

    Aber um zum eigentlichen Punkt zurückzukehren: Es ist hauptsächlich das Schweizerische Farbfernsehen bzw. dessen Moderatoren, welche sich bemüssigt fühlen, künstliche Begeisterung zu verbreiten und ein leicht überzogenes Bohei ablassen. Was insoweit verständlich ist, als dass der Sender ordentlich Geld in das Turnier buttert, und natürlich entsprechend Werbung verkaufen und Einschaltquoten generieren muss. Ergo muss die Sache halt auf Tod und Leben schöngeschwätzt werden, egal was auf dem Eis tatsächlich abgeht. Wenigstens hat man mittlerweile aufgehört, jeden (ausländischen...) Interviewpartner zu fragen, wie es ihm hier am SC gefalle, um dessen absehbar höfliche Antwort umgehend als Beweis zu verkaufen, was für ein Top-Event der SC doch ist.

    Gegen die Punkte "Tradition" und ähnliches hat kaum jemand etwas einzuwenden, und schön haben die Ambri-Fans natürlich auch gesungen - was aber die meisten Hockeyfans so oder so bereits in der Leventina live miterlebt haben. Nur eben, auch wenn es selten taktisch bierernst zu und her gegangen ist und eher Freistil angesagt war, so hatte das Turnier vor etlichen Jahren einiges mehr an sportlicher Qualität zu bieten. Dieses Jahr habe ich nur das 1e Drittel Team Canada gegen den HCD gesehen und die Tschechen gegen die Russen. Zum Davos Spiel muss man nichts mehr hinzufügen, und beim vermeintlichen Leckerbissen der alten Erzrivalen war die Kost wegen des russischen Schonganges auch eher mager.

    Ich bin durchaus kein notorischer "SC-Hasser", aber meine Einschaltquote hat in den letzten rund 10 Jahren massiv nachgelassen.

    Es ist wohl niemand glücklich in der Causa "Schlegel"; jeder hätte sich gewünscht, dass es gut kommt. Ob man länger hätte warten sollen? Schwer zu sagen, es gibt ja auch Stimmen, welche meinen, man habe zu spät reagiert. Schlegel hat 19 Partien gespielt und Caminada 4. Am Ende hätte man eine Antwort finden müssen auf die Frage, nach wie vielen Spielen der "richtige" Zeitpunkt gewesen wäre für eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung.

    Man hatte einfach nicht den Eindruck, dass sich Schlegel oder Caminada jeweils mental erholt hätten in den "Pausen". Statt ein Neustart gab's dann meist gleich den nächsten Unfall. Und damit sind nicht die Tore nach katastrophalen Fehlern der Vorderleute gemeint. Sondern beispielsweise solche von der (verlängerten) Torlinie aus, und der Torschütze stand fast in der Ecke.

    Letztlich war es auch Pech für Schlegel, dass der SCB nach einer erfolgreichen Phase nun eher auf dem ab- als auf dem aufsteigenden Ast sitzt, dazu kamen noch diverse Verletzungen etc., wie es halt so läuft, wenn's nicht läuft.

    Wünsche Schlegel alles Gute in Laguno.

    Seit zig Jahren hört man die Klage, dass die CH-Spieler im allgemeinen weder Checks richtig austeilen noch annehmen können - Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Mittlerweile müsste man doch als Folge der (hoffentlich...) entsprechend angepassten Ausbildung im Nachwuchsbereich langsam eine Besserung erkennen. Nicht bei den Oldies auf dem Eis, aber bei den jüngeren Generationen. Oder ist das Spiel mittlerweile so schnell, dass die "Fehlerwahrscheinlichkeit" halt trotz besserer Ausbildung zunimmt? Aber eben, in der NHL ist man ja auch nicht mit dem Rollator unterwegs.

    Ich glaube immer noch, dass Schlegel eigentlich den Schritt zur Nr. 1 schaffen könnte. Beim ZSC musste er auch in schwierigen Zeiten oft ran und fand sich in einer anderen Situation als die meisten "Ersatzgoalis", welche wohldosiert ab und an einen Match bestreiten - immer in der Gewissheit, dass noch einer da wäre, sollte es mal gar nicht gehen.

    Schlegel hat einfach Pech, dass es beim SCB (...wie von mir zu Saisonbeginn hier mal prognostiziert...) die erwartet schwierige Saison ist. In den letzten 10 Jahren ging es - ausser dem Abstecher in die Play-out's - eigentlich fast nur von Erfolg zu Erfolg, vor allem in den letzten 5 Jahren. Und wie es im Sport halt so ist, kommt auch wieder mal ein Wellental. Dazu kommt noch der eine oder andere "Begleitumstand", der sich nicht förderlich auswirkt:

      Ende Saison laufen über 10 Verträge aus, wenn ich mich richtig erinnere; diverse Spieler werden mit Angeboten überhäuft, andere wittern ihre Chance in Übersee und studieren an dem und an ihren Ausstiegsklauseln herum - beides wirkt sich in einer sowieso schon schwierigen Lage nicht positiv aus.

      Die Abgänge von überdurchschnittlichen Spielern in den letzten 2 Jahren (Bodenmann, Haas, Genoni) konnten nicht gleichwertig ersetzt werden, wobei das diverse Ursachen hat.

      Man hat es verpasst oder nicht fertig gebracht, einen adäquaten Ersatz für den in die Jahre gekommenen Ebbett zu finden; mit der Suche hätte man schon vor 2 Jahren anfangen müssen (...hat man vielleicht auch, und einfach nichts zahlbares gefunden...) => möglicherweise der Fisch vom Sportchef

      Die seit der Verpflichtung von Arcobello und Ebbett geholten Ausländer gehör(t)en mit wenigen Ausnahmen (Almquist, der wenigstens defensiv top war, oder der temporäre Lasch) in die Kategorie "bestenfalls biederer Durchschnitt". Mursak ist ein Chancentod auf Kufen, der mittlerweile ersetzte Koivisto gehörte selbst im kriselnden Ensemble zu den schwächsten Akteuren. => fast mit Sicherheit der Fisch vom Sportchef

      Nachdem man die letzten 2 Saisons enormes Glück hatte punkto Verletzungen, hat es nun wieder mal richtig zugeschlagen. Nicht dass die Verletzten vorher alle überragend gewesen wären, aber gerade hilfreich ist es trotzdem nicht.

    Es liegt somit nicht "nur" an den Torhütern. Bisher wurde versucht, auch nur schwächste positive Trends der Goalis auszunützen, wobei diese bisher bestenfalls ca. 2 Spiele anhielten - und dann kommt halt wieder ein faules Ei der Kategorie, wo man sich nur noch an den Kopf langen kann. Schlegel + Caminada realisieren das natürlich auch, der Druck wächst mit jedem faulen Tor, die Vorderleute sind verunsichert und produzieren erst Recht Blödsinn. Der klassische Teufelskreis. Natürlich würde es helfen, wenn man etwas mehr als die üblichen 2 Tore erzielen würde, und dies nicht fast nur von Arcobello oder Untersander bewerkstelligt würde. Aber eben, siehe oben.

    Ob der neue Goali helfen kann bleibt abzuwarten, der müsste über ziemliche mentale Reserven verfügen, so umgeben vor lauter schlotternden Knien und Händen. Andererseits macht es auch keinen Sinn, Schlegel oder Caminada immer tiefer ins Elend zu reiten. Die haben derzeit psychologische Aufbauhilfe nötiger als weitere Negativerlebnisse.

    Man hat nun 10 Jahre lang überdurchschnittlichen Erfolg gehabt, mit einem Tiefpunkt. Dass dies nicht ewig währt gehört zum Sport. Dass in Bern in Zukunft tendenziell kleinere Brötchen gebacken werden dürfte auch klar sein, die Anzahl an guten Spielern nimmt nicht in gleichem Mass zu wie die Anzahl an finanzkräftigen Konkurrenten. Da liegen lange Erfolgsserien nicht mehr so drin. Ausser man kann klotzen und auch nebenbei stimmt alles punkto Teamzusammenstellung, Trainer etc. Zum Armenhaus wird man deswegen nicht, aber der „Ligakrösus“ ist man schon längst nicht mehr und wird es in Zukunft noch weniger sein.

    Die Szene hat sich zudem sehr beruhigt im Hockey - Ausschreitungen wie man sie beim Fussball immer wieder sieht, gibt es praktisch nicht mehr. Die Polizeiaufgebote bei den Stadien halten sich dementsprechend in Grenzen - derart exorbitante Kosten dürften da kaum anfallen.

    Zudem gibt es andere Methoden als die Abschaffung der Gästesektoren, um die Dinge unter Kontrolle zu bringen, sollte dies wirklich nötig werden. Dann muss man halt auf die ungeliebten personalisierten Tickets, auf Ausweisscans etc. setzen. Sicher kein Wunschszenario, aber wenn es nicht anders geht.