Beiträge von Iceman

    ...ich glaube auch wenn die Spieler genau wissen, was die Folgen sind beim Unterschätzen eines Gegners, so ist es schwierig, dies aus dem Hinterkopf zu drängen. Da nützen auch die bekannten Redensarten nichts. Es fehlt derzeit einfach noch der Druck, damit der ZSC wirklich in die Gänge kommt. Nachdem man nun aber mindestens etwas im Stolz verletzt worden ist, wird die Konzentration am Dienstag eine ganz andere sein.

    Zitat von Joey_88

    Interessant....aber wieso kam der denn nicht mehr so oft zum einsatz? Das wird ja wohl auch seine gründe haben....aber könnte natürlich für uns sicherlich interessant sein! Kann mir gut vorstellen das er in der westschweiz bleibt oder zu bern wechselt...

    Dubé neuer Sportchef in Fribourg
    Dubé Teilhaber an Spielervermittlungsagentur von Métroz
    Gerd Zenhäusern Kunde von Métroz + Trainer bei Gottéron
    Bezina Kunde von Métroz
    Tippe darauf, dass Bezina bei Gottéron landet - wobei es auch nicht das erste Mal wäre, dass vom bevorstehenden Abgang von Bezina nur geschwafelt wird, und er dann doch bleibt

    Wobei im Hallenstadion ja beim Umbau explizit eine gewisse Geräuschdämpfung eingebaut worden ist wegen den Konzerten. In unbedämpften Hallen braucht es bedeutend weniger, dass es etwas "lärmt". Der von wegen "Stimmung im Stadion" hört man aber überall. Evtl. sind die Zuschauer von heute auch etwas übersättigt - bei 50 Spielen gibt's halt nicht jedesmal ein Highlight.

    ZSC - Biel 4:0
    Was nicht heisst, dass die einzelnen Spiele nicht sehr knapp ausgehen könnten. Der ZSC hat aber in den letzten Spielen bewiesen, dass sie bedeutend mehr können wenn sie wollen. Und jetzt wollen sie eben. Die Bieler sind vom schieren Überlebenskampf gezeichnet, die Verantwortung lastet auf sehr wenigen Schultern. Die EHCB-Torhüter sind nicht über alle Zweifel erhaben, obwohl gerade Rytz aktuell im Hoch ist.

    Bern - Lausanne 4:3
    Kann ja nicht gut das Ausscheiden des SCB prognostizieren - der Trend seit Anfang Januar spricht allerdings gegen meinen Tipp.

    Lugano - Genf 4:2
    Im Südtessin hat man ein schon gutes Kader im Verlauf der Saison mit Brunner + Simek nochmals aufgerüstet, was die Abhängigkeit von Petersson + Klasen verringert hat. Bei Servette ging ausser dem Spengler-Cup Sieg diese Saison nicht viel, Torhüter Stephan hinterliess eine grosse Lücke. McSorley wird es zwar krachen lassen dass den Piankoneri Hören + Sehen vergehen wird, was aber - auch aufgrund der eingefangenen Strafen - nicht reichen dürfte.

    Zug - Davos 3:4
    Arno hat nach den letzten 1/4-Final Outs nochmals alle Register gezogen - allerdings wird viel davon abhängen, ob die Davoser sich in den für sie wichtigen Rausch spielen können. Beide mit starken Torhütern.

    Die Website "Hardboiled SCB" glänzt zwar normalerweise mit kritischen Berichten zum SCB plus noch etwas Gottéron-Bashing, aber zu Beginn der PO's hat man sich dort auch noch mit gewissen Aspekten des "Schiedsrichterwesens" befasst. Neben den in vorgängigen Posts schon erwähnten Kritikpunkten hier noch ein paar, welche auch nicht ganz ohne sind:

    Damit diese Playoffs auch ein Hit werden, hoffe ich doch schwer, dass ihr Eure Zebras alle nochmals unter die Fittiche genommen habt. Schiri sein ist schwer, das ist mir klar, wie schon tausendmal erwähnt haben sie keine Zeitlupe und müssen innert Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen treffen, die wir erst nachher in Einzebildzeitlupe in aller Ruhe kritisieren können.

    Aber es gibt ein paar Sachen, da braucht man keine schnellen Entscheidungen zu treffen, da muss man eine gesunde Autorität auf dem Eis ausstrahlen. Es gibt ein paar Punkte, die ich in der Regular Season bemerkt habe, die auf die Playoffs sofort abgestellt werden sollten:

    - Da unsägliche Geleier mit dem Schiri von Spielern, die weder das "C" oder ein "A" auf der Brust haben. Es nervt nur noch, wenn ein paar Heulknaben nach jeder harten Charge weinend zum Schiri gehen. Ermahnen, im Wiederholgungsfall auf die Gefängnisbank schicken und basta.

    - Das unsägliche Zeitspiel gewisser Coaches. Die Verwarnung für Spielverzögerung muss da viel früher ausgesprochen werden, im Wiederholungsfall dann ebenfalls den 2er aussprechen. Es kann nicht sein, dass das Spiel durch Regeln beschleunigt wird, durch dauernd reklamierende und lamentierende Coaches dann aber immer verzögert wird.

    - Das Bully-Drama abschaffen. Man hat oft das Gefühl, dass der Linesman zwei Chirurgen beim Bully erwartet, die Mikromillimeter genau alles so machen, wie es im Regelbuch vorgebetet wird. Meistens muss das Bully wiederholt oder abgebrochen werden. Lustigerweise geht es beim zweiten Bully dann schnell und zügig, obschon die zwei Typen genau so wie die ersten zwei sich bereit gemacht haben.

    - Den Supervisor einführen. In den Playoffs wäre es doch so langsam an der Zeit, im Jahr 2015 einen Mann hinzusetzten, der mit dem Schiri über Funk in Verbindung ist und bei kritischen Toren sich alles anschaut und dem Schiri dann Bescheid gibt. Es kann doch nicht sein, dass zwei vor Schweiss triefende Head's sich in das Zeitnehmerhäuschen quetschen und auf einem 8 x 8 cm Bildschirm eine Szene minutelang ansehen zu müssen um zu einem Entscheid zu kommen. Wenn ihr schon dauernd zur NHL schielt, dann nehmt doch die guten Sachen von dort hierher. Dazu gehört auch die Übertorkamera, kostet verdammt wenig Geld und kann in jeder Halle montiert werden.

    Natürlich weiss ich, dass sich nichts ändern wird, da jede gute Idee eh in ihrem Bürosessel versandet. Aber nerven tut es trotzdem, die Hoffnung auf Besserung bleibt aber bestehen. Ab und zu geschehen ja noch Wunder.

    Ob das Theater beim Bullyspiel wirklich ein Schiri-Problem ist, oder ob die Spieler derart schwer von Begriff sind, wäre noch zu diskutieren.

    Kloten muss sich warm anziehen - da waren letzthin (Spiel gegen Rappi) schon fast Auflösungserscheinungen sichtbar. Entweder geht jetzt noch ein radikaler Ruck durch das Team, oder man findet sich im Duell mit den Lakers wieder. Und die bereiten sich seit Monaten in aller Ruhe auf diese Situation vor. Gerade ist noch die Meldung gekommen, dass für Klotens neuen Finne Leino die Saison infolge Schulterverletzung auch schon zu Ende ist. Man wird also nur mit 3 Ausländern weitermachen können. Nach dem Motto "und wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu".

    Ob ein NLB-Klub dann wirklich stärker wäre als die Klotener, mag man mit Blick auf deren Kader kaum glauben. Aber mit diesen negativen Fliehkräften, welche schon die ganze Saison an der Flyers-Organisation zerren, scheint langsam alles möglich.

    Ist aus meiner Sicht kaum eine haltbare Erklärung für das momentane SCB-Tief - die Spiele im 2015 waren alle nicht besonders, inkl. der Cupfinal. Die Schwächen sind gegen Kloten oder Fribourg einfach nicht so aufgefallen. Derzeit spielt man schlichtweg schlechtes Hockey, basta. Als Grund dafür könnte man anführen, dass der SCB vom Team her eher eine "Arbeiter-Truppe" stellt, welche deswegen stark abhängig ist von technisch versierteren Spielern wie Plüss, Bertschy sowie den Ausländern Holloway, Kobasew, Ritchie + Gragnani. Und bei diesen "Stützen" muss man feststellen, dass man einen verletzten Bertschy halt vermisst und Kobasew nach über 2monatiger Pause noch nicht wirklich "zurück" ist. Die Oldies Plüss + Ritchie können's auch nicht immer reissen. Man hatte zwar diese Saison auch schon mehr Verletzte, vorab aber in der Defenisve, wo gewisse Stürmer zu Verteidigern "umfunktioniert" werden konnten + die Situation mit viel Krampf + Doppeleinsätzen unter Kontrolle blieb. Mangelnden Einsatz kann man dem Team nicht vorwerfen, aber die in der Offensive nötige Prise Kreativität und Genie ist relativ dünn gesät, und kann bei Formschwankungen oder Verletzungen auch mit viel Eifer + Krampf nicht wirklich kompensiert werden. Letztlich sind dies aber genau die Umstände, welche am Ende den Unterschied zwischen den Teams ausmachen. Und deswegen ist der ZSC Qualisieger und nicht der SCB.

    Eine Partie, in welcher der SCB praktisch chancenlos war - erstaunlich höchstens, dass der ZSC die Überlegenheit nicht zu mehr Toren nützte. Immerhin schien der ZSC mal wieder so motiviert, um sein spielerisches Potential abzurufen. Beim SCB beschränkte sich die Sache auf Zufälligkeiten, und falls sich daraus doch Möglichkeiten ergaben, so versiebte man diese. Bleibt noch festzuhalten, dass schon die vorherigen (gewonnen) Partien des SCB nicht besser waren.

    Die letzten Spiele - Cupsieg gegen Kloten und gestern gegen Gottéron - hat der SCB zwar gewonnen. Aber eben auch nur, weil die verunsicherten Gegner die teilweise eklatanten Schwächen in der Defensive nicht bestraften. Derzeit weiss man bei vielen Teams nicht, ob es einfach nur an der letzten Konsequenz fehlt, oder ob das Problem tiefer liegt. Die Spieler haben die Play-off's im Kopf, und da braucht's nicht viel, dass die Konzentration nicht mehr 100%ig ist. Und das reicht schon, um gegen eine motivierte Truppe den Kürzeren zu ziehen. Trotzdem erfüllt einem dies nicht gerade mit Zuversicht im Hinblick auf die 1/4-Finals...

    Wie "problemlos" das für den SCB wird mit Fribourg - ob im heutigen Spiel oder evtl. in den Play-off's - wird man noch sehen. Mit Bertschy fällt der neben Plüss kreativste und technisch stärkste CH-Einzelspieler und Punktesammler vorläufig aus. Falls der SCB so weit kommt, sieht man Bertschy im besten Fall im Halbfinal wieder - in welcher Form stelle ich mir lieber nicht vor. Ersetzen kann ihn aus dem aktuellen Kader keiner - man hat zwar viele willige Chrampfer, aber Kreativität + Können kann ein braver Arbeiter auch mit viel Engagement nicht wirklich wettmachen. Irgendwie ist es diese Saison wie verhext mit den Verletzungen, unterhalb von 4-5 Wochen Ausfallzeit fängt man sich nichts ein...

    Arno von Curto macht es auch spannend. Irgendwie tut er sich schwer damit, dass junge Spieler einfach so plötzlich wieder abhauen. Als er demjenigen, der glaub' nach Lugano wechselt, ins Interview gequatscht hatte, fand man es noch spassig. Denn wo gibt's denn sowas schon. Weiss nicht, ob die Spieler selber dies auch so lustig finden. Letztlich ist es aber ähnlich wie bei RvA: Man hat lange Zeit von RvA profitiert, dass er ist wie er eben ist. Genauso hat man von AdC profitiert, dass er ein etwas "eigener" Typ ist, mit Sportchef und so nichts anfangen kann, und im Prinzip alles allein entscheiden will. Der "Sportchef" ist dort bloss einer, der dafür schaut, dass die Administration nicht aus dem Ruder läuft. Dass eine so lange Karriere im gleichen Klub in einer solchem Machtposition nicht nur positive Seiten hat, wie dies in den Jahren des Erfolgs von "Experten" gebetsmühlenartig wiederholt wurde, ist aber keine neue Erkenntnis. Die Querelen um Verträge und Abgänge, die mehr od. weniger offen ausgetragenen Konflikte mit Spielern (letzte Saison z.B. mit Grossmann + anderen...) verursachen beim HCD in den letzten beiden Jahren einen erheblichen Aufruhr. Irgendwie hatte man sich den vom "Umbau" wohl etwas einfacher vorgestellt....

    Kommunikativ hat man sich in Davos etwas verheddert. Denn wenn ein Spieler als nicht mehr tauglich für ein Spielsystem erachtet wird, dann muss man nicht wochenlang über einen neuen Vertrag verhandeln. Um Geld ging es wohl höchstens insofern, als dass RvA versuchte, auch für JvA nochmals einen Vertrag rauszuholen - was dann sportlich definitiv keinen Sinn mehr gemacht hätte bzw. Geld zum Fenster hinaus geworfen wäre. Na ja, ein Verbleib von JvA in einer anderen Funktion ist noch nicht vom Tisch.

    Zitat von Larry

    Bei der Fussball Nati können sie es bleiben lassen, die Ausländer singen sowieso nicht mit!

    ...Du musst genau hinschauen Larry, das nicht Mitsingen wird dafür mit dem Zeichen des albanischen Doppeladlers nach einem Tor kompensiert. Wobei man sich in längeren Aussprachen nun offenbar darauf geeinigt habe, dies künftig zu unterlassen. Wenigstens im Trikot der CH-Nationalmannschaft.

    Habe das unbestimmte Gefühl, dass das Problem kaum beim Klub bzw. einem mickrigen Angebot lag. Aber einfach den "Familiennachzug" zur Bedingung machen, d.h. dass es die von Arx Brüder nur im Doppelpack oder gar nicht gibt, war wohl selbst für den HCD zu viel. Wie schon gesagt, etwas Ironie der Geschichte, dass der HCD RvA erst ganz am Schluss so richtig kennen lernt...

    Zitat von Simms

    1. Kloten ist echt sauschlecht. Die stehen völlig zurecht auf Platz 10.
    2. Wann hat das eigentlich angefangen, dass man vor Hockeypartien die Nationalhymne spielt? Möchte man so die Spiele (Playoff-Final, Cup-Final) wichtiger machen, als sie eigentlich sind? Eigentlich ist ja gerade der Mannschaftssport (mal abgesehen von EM/WM) ein Ort, an dem der lokale und nicht der nationale Patriotismus gelebt wird. Oder macht man es einfach den Amerikanern nach? Wobei die wenigstens eine Hymne habe, die sich gut anhört, wenn sie jemand singt.
    3. Wieso sieht Krüger junior aus, wie eine Mischung aus Berggorilla und Zuckerberg?
    4. Das Berner Publikum ist ziemlich beschränkt. Das ist zwar keine neue Erkenntnis, aber heute wieder mal gut zu sehen.
    5. Wieso sieht man bei jedem Spiel, welches aus Bern übertragen wird, mindestens zweimal diese eine Frau (blond, sehr alt, immer so SCB Zeichnungen auf den Wanger, vermutlich Sozialhilfebezügerin) im Fernsehen? Und wieso weint die, wenn der SCB diesen Cup gewinnt?

    Da komme ich wohl nicht um eine Antwort rum:

    1) Gibt offenbar solche Saisons, gestern erlebte ich Kloten nicht als inferior. Wobei Kloten wohl die Fehlpassorgien des SCB entgegenkamen, ebenso das desaströse Powerplay. Sah aus wie im September.
    2) Auf Klubebene habe ich die Nationalhymne erst mit Einführung der Play-off's erlebt - wüsste nicht mal, ob es von Anfang an dazugehörte.
    3) Keinen Schimmer was Ralph alles so getrieben hat
    4) Weiss nicht, was am TV zu sehen war - erfahrungsgemäss gibt's aber keine nennenswerten Unterschiede punkto Intelligenz + Verhalten des Publikums in den verschiedenen Stadien
    5) Nervt schon lange, früher war's immer der Bartli mit dem doofen bayrischen Filzhut, nun ist's die mit dem Herz auf der Wange. Vermutlich die Grossmutter des Regieassistenten.

    Falls sich das Format hält, sind schon noch gewisse Korrekturen nötig, welche auch die Ausgangslage interessanter machen. Beispielsweise, dass die Anzahl spielberechtigter Ausländer dem Gegner aus der tieferen Liga angepasst wird. Ob es den Cup oder die European Trophy "braucht" ist ein anderes Thema. Derzeit sucht man einfach auch nach zusätzlichen Möglichkeiten, Eishockey etwas interessanter zu machen, bzw. wenigstens im eng gesteckten "internationalen" oder eher "europäischen" Umfeld eine Art Klubwettbewerb zu etablieren. Immerhin ein Markt mit einem gewissen Potential, auch für Werbekunden, das Fernsehen etc. ---- ist momentan sicher noch etwas Zukunftsmusik, aber man kann es den Klubs kaum verargen, wenn sie versuchen, mittelfristig mehr Geld zu verdienen. Denn die Kosten der nationalen Meisterschaft steigen ständig, ohne dass deswegen das "Produkt" im gleichen Ausmass besser wird.

    Zitat von Larry

    http://www.hockeyfans.ch/news/meldung/37378

    Lächerlich!

    Ein mehrfacher Wiederholungstäter bekommt lächerliche 5 Spiele und 2000 Fränkli Busse. Jööööööööö!

    :roll:


    In der NZZ wird von einem "Dutzendfoul" geschrieben....????? Also wenn zweihändig und mit voller Kraft applizierte Stockschläge neuerdings zu den "Dutzendfouls" zählen, habe ich diese in den letzten 41 Jahren meines Hockey-Zuschauer-Daseins glattweg verpasst.

    Auch der Einzelrichter macht es sich mit seinem Statement, man befinde sich nicht an einem Volksgerichtshof, etwas gar einfach. Damit unterstellt er den (erwarteten) Kritikern zum vorneherein, sie seien juristische Blindgänger und bloss an einer Racheaktion bzw. einem Schauprozess interessiert, um ihr Mütchen zu kühlen. Was bei einigen, aber sicher nicht bei allen Kritikern der Fall sein dürfte. Wenn man bei solchen fahrlässigen Fouls aber mit 5 Sperren davonkommt, ist dies geradezu eine Einladung für gewisse Hitzköpfe (...an der Bande und auf dem Feld...). In die gleiche Kategorie fällt das Foul an Holloway, als dieser in vollem Tempo kopfüber in die Bande gestossen wurde und 5 Wochen ausfiel - mit 3 Sperren wurde der fehlbare Spieler auch hier geradezu belohnt.

    Bei allem Verständnis für das Bestreben, Attacken gegen die Spielerköpfe zu verhindern, geht die Gerichtsbarkeit in dieser Hinsicht gerade umgekehrt proportional vor. Stösst sich einer bei einem (korrekten) Check den Kopf am Plexiglas und sinkt benommen auf's Eis, wird gröbstes Geschütz bezüglich Strafen aufgefahren. Dies hat schon zu diversen "sterbenden Schwänen" geführt, welche bei einer Berührung am Kopf hollywoodmässig einen Einschlag einer .45iger Magnum-Patrone in Stirnmitte simulieren... um nach dem Wegrollen vom Eis im nächsten Drittel wieder mitzutun.

    Schon klar, dass sowohl die Schiris wie auch der Einzelrichter keine einfachen Aufgaben haben. Aber in dieser Saison sind die Entscheide in vielen Fällen sehr fragwürdig und werden (vom Einzelrichter) nur schematisch und mit dem Verweis auf die "Praxis" begründet. Die eigentliche Aktion spielt offensichtlich eine untergeordnete Rolle - am Ende zählt nur: Hat sich einer am Kopf wehgetan? Dann volle Breitseite. War es ein Stockschlag oder sonstwas nicht gegen den Kopf? Dann etwa 3 Sperren, im Extremfall evtl. 5.

    So, jetzt habe ich meinem Ärger mal wieder so richtig Luft gemacht. Nützen wird's zwar trotzdem nichts... :heul doch:

    RvA hatte schon immer seinen "Gring", wenn ihm etwas nicht passte, oder er irgendwas als Majestätsbeleidigung erachtete. Deshalb auch sein Zerwürfnis mit Krüger, der ihn wegen zu spätem (...oder schon fast frühen...) "Einrücken" während eines völlig verpatzten internationalen Auftrittes nach Hause schickte. Man kann sich ewig darüber streiten, ob man's evtl. hätte anders regeln können, aber wenn sich in einem solchen Moment (erster massgebender internat. Anlass mit Krüger, sackschwache Leistungen...) Spieler folgenlos Disziplinlosigkeiten leisten können, ist der Trainer seine Autorität für alle Zeiten los.

    Die Ironie der Geschichte ist, dass man sich in Davos jahrelang diebisch freute ob diesem Zerwürfnis bzw. dem "Steckgrind" von RvA, welches /welcher sich zudem teilw. automatisch auch auf neu zum HCD gestossene Spieler auszudehnen schien. Am Ende - Absicht oder nicht - hatte man fast den Eindruck, der ganze HCD läge im Streit mit Krüger. Was natürlich den schon mehrfach erwähnten Vorteil hatte, dass sich der HCD in aller Ruhe auf die Play-off's vorbereiten konnte, währenddem die besten Kräfte der Konkurrenz an den Nati-Terminen weilten (...damals spielte noch nicht jeder, der den Stock richtig rum halten konnte, in der Nationalmannschaft...).

    Und nun "leidet" man in Davos plötzlich selber an der Sturheit von RvA, der - unbelastet von Selbstkritik oder -erkenntnis - seinen Kopf in gewohnter Weise durchzusetzen versucht. Ich könnte mir deshalb auch vorstellen, dass er den Teamkollegen langsam auf den Wecker geht, auch wenn sich dies kaum so stark auf die Leistungen des HCD auswirken dürfte, wie man in Davos oben befürchtet. Dazu ist der Einfluss von RvA nicht mehr gross genug. Von dem her könnte es für die Davoser schon einer "Befreiung" gleichkommen, sollten sich die von Arxen beleidigt vertschüssen. Die Vermutung, dass sich das "Machtgefüge" in der Kabine schon länger nicht mehr mit der Realität auf dem Eis vereinbaren lässt, ist wohl nicht sooo weit hergeholt.