Beiträge von Iceman

    ...habe nie kapiert, warum man in Fribourg noch eine weitere Diva engagierte. Auf der anderen Seite sieht in einer solchen "Murks-Saison" wohl jeder nicht unbedingt vorteilhaft aus. Gottéron ist nun ein paar Jahre vorne dabei gewesen, dass es da auch wieder einen "Taucher" gibt ist normal. Oder aber man hätte in einem Kraftakt das Team ziemlich umkrempeln müssen. Dafür fehlte wohl das Geld, zudem sind nicht beliebig Spieler auf dem Markt, um solche Übungen durchzuziehen.

    Gehe davon aus, dass es bei den "nicht Feiernden" nach bewährtem Muster ablaufen wird:

    Beim Cupsieg wird der Rest der Hockeyschweiz sagen: "Interessiert doch niemanden, haben wir eh' nicht ernst genommen, der Cup ist nichts wert..."

    Beim Meistertitel heisst es derweil: "Sowieso nur Glück gehabt und schwache Gegner, zudem hat der Schiri auch noch immer für xy gepfiffen". Plus der zusätzliche Textbaustein von Fribourg bis Genf: "Die Deutschschweizer Mafia im Verband und bei den Schiedsrichtern will keinen welschen Klub als Meister, sie haben uns bewusst ausgebootet".

    Also alles ganz normal....

    Schön für die Luganesi, dass sie sich Brunner "...unter den Weihnachtsbaum..." legen können, wie es in ihrer Mitteilung hiess. Denn gerade eklatant sind die Fortschritte im Südtessin nun auch wieder nicht, trotz des vielen Lobes, welches Jungtrainer Fischer in der Presse zugesprochen erhält. Sein Verdienst bisher ist, dass er gewisse "Aufräumarbeiten" im Team besorgt hat - wohl als erster Trainer seit John Slettvoll mit Rückendeckung der Besitzerfamilie. Und dies hat zweifellos positive Auswirkungen gehabt. Ansonsten hängt das Wohl und Wehe aber von den Schweden im allgemeinen und Pettersson im speziellen ab. Brunner bringt da sicher eine Entlastung punkto Toreschiessen - neben gewissen Risiken wie etwa die Freundschaft mit ex Spielerkumpel Fischer, einem gewissen Anspruch an seine hierarchische Stellung im Team etc. etc.

    Komisch, dass man nicht dazu stehen kann, für den Transfer tief ins Kässeli gelangt zu haben, sondern darauf hinweisen muss, dass diese und jene Spieler teurer seien.... und dafür mit Zahlen hausiert, welche man faktisch gar nicht genau kennt. Aber gut, wenn man nicht mal zu dem stehen kann, was man transferiert und zahlt, dann ist Brunner von mir aus halt ein Schnäppchen... :nick:

    Ob die KHL wirklich überhaupt keine Option ist? HC Lugano Habisreutinger meinte gemäss Presse, man habe noch nicht einmal verhandelt. Wobei Habisreutinger ja viel meint, wenn der Tag lang ist. Schon klar, dass es im Tessin etwas "schöner" ist, als wenn man ein paar Wochen lang in der KHL in die gottverlassensten Gegenden touren muss. Von der Kohle her würde in der KHL wohl auch noch etwas mehr herausschauen als bei Laguno, wobei es dem Mantegazza-Clan in einem solchen Fall kaum auf ein paar hunderttausend Franken mehr oder weniger ankommt. Andererseits könnte Brunner auch einfach genug haben und deshalb lieber in die CH zurückkommen wollen. Hier gehört er nach wie vor zu den Top-Stürmern, die Spiele sind weniger ruppig, das Verletzungsrisiko geringer und somit die Chance auf eine lange, sehr gut bezahlte Karriere gut.

    Bei solchen Gelegenheiten kann man stets die Platte von wegen sportlicher Herausforderung, Biss, Ehrgeiz etc. etc. laufen lassen. Nur sind die Menschen - welche Erkenntnis - halt verschieden. Nicht jeder sucht die ultimative Herausforderung, oder will sich dafür schinden + plagen. Natürlich kann man einen Berufssportler nicht 1:1 mit dem Angestellten Otto Normalverbraucher vergleichen. Aber auch Berufssportler sind letztlich nur Menschen.

    Zitat von Larry

    Muss lachen! :razz:
    Da schreibt der Klaus den Plüss zu Kloten (und Brunner zu Bern) und jetzt bleibt Plüss doch in Bern!
    In letzter Zeit gehen die Geschichten von Klaus nicht mehr oft auf!

    Es wurde offenbar behauptet, man habe Plüss bei einem Gespräch mit Gaydoul / Rötheli "gesehen". Ob dieses Gespräch wirklich stattgefunden hat ist unklar; es diente aber wohl nicht unwesentlich als "Gerüchtebasis". Wobei, wenn aus allen solchen "Gesprächen" Transfers resultieren würden... Gemäss "SCB-Interna" habe aber Plüss schon zu Saisonbeginn verlauten lassen, dass - abgesehen von der Verlängerung in Bern - höchstens eine kurze Rückkehr nach Schweden denkbar sei.

    Und der mit Brunner... na ja. Wieso sollte er in die CH zurückkehren? Der spielt doch mehr od. weniger regelmässig drüben, wenn auch nicht mehr mit dem gleichen "Erfolg" wie neben Zetterberg. Nächstens kann man sich wohl auf eine Kopie der Story gefasst machen, statt Brunner heisst der Hauptdarsteller dann einfach wieder mal "Weber". Auch der spielt momentan aber ziemlich regelmässig. Bleibt nur noch Diaz übrig, der nicht so vom Fleck kommt und wohl am ehesten "reif" für eine Rückkehr wäre. Der hat aber für diesen Fall beim EVZ einen Rentenvertrag.

    Fazit: Nicht nur auf dem Eis herrscht etwas der Novemberblues, sondern auch beim "Chronisten"... :wink:

    Novemberblues - die Euphorie des Saisonbeginns ist vorbei, die Play-off's noch weit weg, und selbst wenn man etwas pomadig auftritt, reicht's allemal, um den Kontakt zu Platz 1 nicht zu verlieren. Da wird es vermutlich trotz aller schönen Worte schwierig, 100%ig fokussiert zu sein.

    Ist dann einfach eine Art verkürzte Olympiade - die NHL-Stars der verschiedenen Länder wären aber immerhin in ihren Teams vertreten. Dem Status der "echten" Olympiade dürfte es kaum zuträglich sein. Von der WM muss man gar nicht reden, dort ist das Interesse der Stars sowieso klein, sofern sie nicht sowieso noch in den PO's engagiert sind. Die Frage ist, wie sehr sich das Produkt "Eishockey" noch auspressen lässt, bzw. ob die Fans + die TV-Channels da mitmachen oder nicht. Der Zeitpunkt vor Saisonbeginn ist aber nicht schlecht gewählt, ist doch das Publikum dann noch "hungrig" - im Gegensatz zum Zeitpunkt, an welchem nach einer langen Saison die Olympiade oder die in der Bedeutung stetig absinkende WM stattfindet.

    Sicher positiv, wenn die Ausländer so überzeugen wie die Schweden in LaguNO - andererseits aber auch problematisch, wenn man derart abhängig ist von 1-2 Spielern. Bisher kommt vom Rest des Teams - mindenstens in der Offensive - nicht eben viel. Da man trotz Umbruch nicht gerade eine billige Wursttruppe beisammen hat, müsste sich die Sache im Südtessin schon noch etwas ausbalancieren.

    Freiwillig zu viert spielen? Die Stockschaufel halb absägen? Oder eine Hand auf dem Rücken festbinden?
    Das grösste Problem des ZSC scheint derzeit zu sein, dass einem die zu Saisonbeginn noch mit Lust ausgespielte Überlegenheit mittlerweile langweilt. Man liegt 0:4 im Rückstand? Ey, easy Mann, das Ding drehen wir noch in den letzten 10 Minuten. Kein Wunder, fällt es immer schwerer, sich noch richtig einzustellen. Es sind im Prinzip Luxusprobleme, welche Crawford zu wälzen hat. Glücklich dürfte er deswegen trotzdem nicht sein.

    Was jetzt an Lugano vs Bern (sieht man diese Saison übrigens dank Zusatzrunden ca. 7x...) mehr "Schlager" sein soll als z.B. die Kombination mit Zug oder Zürich ist unklar. Im Gegenteil, wenn schon hätte man es so "mischeln" müssen, dass es gegen einen Klub geht, der NICHT in der gleichen blöden Zusatzrunden-Gruppe dabei ist.

    Der einzige "Schlager" ist die Auslosung für die kommende Runde, wo die Tigers gegen den SCB antreten. Der "worst case" wäre gewesen, wenn die beiden B-Klubs gegeneinander hätten antreten müssen, bzw. NLA + NLB-Klubs unter sich geblieben wären. Die Visper gegen den ZSC ist ja jetzt nicht DIE Sensation, die wären sicher mit jedem anderen A-Klub auch happy gewesen bzw. hätten die Hütte voll. Somit bleibt einzig die Partie Tigers vs. Bern, welche "mischel-verdächtig" ist. Ich habe die Ziehungen nie mitverfolgt, aber wenn es so läuft wie üblich, d.h. irgend ein "Glückskind" fischt die Kugeln oder zusammengerollte Fötzeli aus einen Behälter, dies womöglich noch unter notarieller Aufsicht und während einer Live-Übertragung, müsste die Verschwörung schon ganz beträchtlich sein, um die Partien zu steuern.

    Zitat von torrente

    Wie hoch fallen diese Entschädigungen eigentlich aus? Gibts da Zahlen?

    ...soll insgesamt etwa bei TCHF 800 liegen - somit durchschnittlich wohl gegen TCHF 70 pro NLA-Klub für die spielfreie Woche. Die Frage ist, wieviel ein Klub ansonsten einnehmen könnte, würden 1 - 2 Heimspiele ausgetragen. So aus dem hohlen Bauch heraus würde ich schätzen, dass man in Bern und Zürich nicht gerade "fürsi" macht mit dem Betrag - in Ambri wohl eher.

    Es geht beim Cup ja auch etwas um eine allgemeine Werbeaktion zu Gunsten des Eishockeys in der Schweiz, um mal etwas die ausgetretenen Pfade zu verlassen, und evtl. Leute anzusprechen, welche sonst nicht an Hockeyspiele gehen. Und natürlich gibt es Verbesserungspotential, z.B. bei der maximalen Anzahl der erlaubten Ausländer, aber wenn man nach Jahrzehnten einen Cup reaktiviert ist klar, dass nicht alles perfekt ist.

    Das Ganze ins Lächerliche zu ziehen, und demonstrativ einen auf Verweigerung zu machen, halte ich für stillos. Insbesondere von einem Klub, welcher ansonsten immer sehr eifrig Solidarität einfordert, aber offenbar eine ganz eigene Interpretation des Begriffs hat. Zu den Blütezeiten hat man aufgrund des Streites zwischen RvA und Krüger gleich das ganze HCD-Team als "solidarisch" mit RvA erklärt - kaum einer leistete einem Nati-Aufgebot noch Folge. Währenddem beim Rest der Spitzengruppe oft soviele Spieler fehlten, dass kaum ein normales Training möglich war, bereitete sich der HCD in corpore und aller Ruhe auf die PO's vor. Und damals gab es bekanntlich noch keine "erweiterte Nationalmannschaft", so dass für jeden Anlass ein paar andere Spieler aufgeboten werden konnten. Dass die Naticracks teilweise verletzt von diesen Anlässen zurückkehrten, sei nur am Rande erwähnt. Eine etwas eigenwillige Solidarität, die da zum eigenen Vorteil gelebt wurde.

    Geht es um den Spengler-Cup, ist das Geschrei aus den Bergen gross, wenn man wagt, den sportlichen Wert des Turniers anzuzweifeln, oder der Rest der Liga findet, während dieser Zeit könne man mehr Zuschauer an die Meisterschaftsspiele locken, oder Ausweichtermine wahrnehmen. Da wird dann kräftig auf die "Solidaritäts-Pauke" gehauen. Nun, mittlerweile ist immerhin die Entschädigung für den Unterbruch der Realität angepasst worden - die Solidarität ist somit grösstenteils "gekauft".

    Aber eben, wenn man stets selbst Solidarität einfordert, andererseits sich aber um gemeinsame Aktionen wie eben den Cup foutiert und allen signalisiert "ihr könnt uns mal", so muss man sich nicht wundern, wenn das Verständnis für HCD-Anliegen evtl. dann nicht mehr ganz so gross ist wie auch schon.

    Man muss auch nicht zu viel in das Spiel hineininterpretieren. Der bzw. die Schlüsselmomente waren die ersten beiden Powerplays des SCB, welche mit einem Tor endeten. Dafür braucht es aber auch immer etwas das Glück (...des Tüchtigen...) Wie man in anschliessenden Überzahlsituationen gesehen hat, ist das Powerplay aber nicht unbedingt eine SCB-Stärke. Danach sah man deutlich, wie gefährlich der ZSC in seinem gewöhnlichen Trott sein kann, und warum er eben meist auch in diesem "Normalmodus" problemlos reüssiert.

    Diese Überlegenheit ist gleichzeitig wohl auch das grösste Handicap des ZSC. Man ist sich so daran gewöhnt, dass die nötigen Tore dann schon noch fallen, dass es schwierig wird, wenn es ausnahmsweise mal nicht so läuft. Ich bleibe deshalb bei "meiner" Einschätzung von vor dem Spiel: Für einen SCB-Sieg brauchte es etwas ausserordentliches, eben sowas wie die beiden frühen Überzahltreffer. Im Normalmodus zahlt sich die höhere Dichte an individueller Klasse für den ZSC aber aus. Wird eindrücklich illustriert wenn Crawford Leute wie Fritsche oder Nilsson in den hinteren Reihen laufen lassen kann.

    Die Ausgeglichenheit über 4 Linien wie der ZSC hat der SCB nicht, auch wenn die "Grobmotoriker" Linie (grosser Berger, Reichert, kleiner Berger) letzthin sogar Tore schiesst. Es müsste schon einer der designierten Torschützen wie Holloway, Kobasew etc. einen guten Abend erwischen. Läuft alles im "Normalmodus", so orgelt der ZSC sein Programm runter, und schiesst im Verlauf einfach ein paar Tore. Das einzige Problem des ZSC scheint derzeit zu sein, während dem Spiel nicht gänzlich einzuschlafen, um die Pace erhöhen zu können, wenn der Gegner plötzlich Morgenluft wittert.

    Finde es noch bemerkenswert, dass man die Sache nicht nur mit Klub-Scheuklappen anschaut, sondern sich überlegt, wie man wohl reagieren würde, wenn ein vergleichbares "Kaliber" im besten Hockeyalter seinen Rücktritt aus der Nati erklären würde - einfach von einem anderen Klub.

    Als im Frühling Sprunger der Nati eine Absage erteilte (OK, er liess glaub schon relativ früh im 2014 verlauten, er werde dann während der WM so müde sein, dass er nicht teilnehmen könne...) wurde dies ja auch nicht gerade mit tosendem Beifall aufgenommen.

    Aber die Zauggsche Analyse hat schon etwas für sich - das Pensum wurde in den letzten Jahren schrittweise erhöht, und die Top-Cracks stemmen mittlerweile eine wohl tatsächlich etwas überrissene Last.

    Automatisch kommt der Vergleich mit der NHL - dort haben die Spieler der qualifizierten Teams bereits ohne Firlefanz-Cups + Nationalmannschaft ein horrendes Pensum. Und eine Art "B-Team" auf der Ersatzbank, wie es im Fussball der Brauch ist, haben die NHL-Teams meines Wissens nicht, trotz der Möglichkeit von Wechseln mit den AHL-Teams. Es ist ja aber auch nicht so, dass die "Verschleissprobleme" in der NHL unbekannt wären. Bei den grossen Stars ist ab und an mal einer länger "weg vom Fenster" - wohl auch nicht einfach, weil es Weicheier sind.

    Unabhängig von der Klubrhetorik kann man aber lapidar festhalten, dass - sollten andere Nati-Cracks die gleichen Überlegungen anstellen - die Nati wohl bald um den Abstieg spielen würde. Denn im Gegensatz zu den grossen Hockeynationen haben wir nicht einfach mal so ein paar "etwas schwächere Wicks" in der Hinterhand, welche einspringen, wenn die Original-Tenöre absagen.

    Ein Verlust für die Nationalmannschaft - zumal wir ja nicht gerade mit torgefährlichen Stürmern im Übermass gesegnet sind, und uns deshalb meist auf Fleiss + gute Organisation verlassen müssen.

    Dass ein Wick vermutlich mehr einstecken muss als irgend ein Grobmotoriker aus den hinteren Linien ist wohl so. Das trifft aber auf praktisch jeden "valablen" Stürmer in den Offensiv-Blöcken zu.

    Der Vergleich mit dem HCD geht nicht ganz auf, da dort die "Verweigerung" praktisch aller HCD-Spieler der Nati gegenüber mit dem Zerwürfnis zwischen RvA und Krüger begründet wurde. Dieses "Arrangement" hatte dem HCD sicher nicht geschadet, und die lange Amtsdauer von Krüger war für den HCD von dem her schon fast ein Segen. In der kurzen Amtszeit von Simpson hatte es dann aber keiner geschafft, Krach mit ihm anzufangen, um das Fernbleiben wiederum als Protestaktion gegen die Ungerechtigkeit des Nati-Trainers verkaufen zu können. Was aber infolge der Entwicklung in der Hockeylandschaft auch nicht mehr so ins Gewicht fiel. Schliesslich bot Simpson die Davoser nicht gerade blockweise in die Nati auf.

    Ich hoffe für die Nationalmannschaft, dass das Beispiel "Wick" ein Einzelfall bleibt. Solche Stürmer im besten Hockeyalter haben wir, wie gesagt, nur sehr wenige...

    Zitat von Larry

    Falls Fribourg heute das Zähringer Derby gewinnt wird es in Bern mit dem Theater losgehen!

    Die haben heute gerade mal einen Punkt mehr auf dem Konto als letztes Jahr, dem Playout Jahr!

    Ich würde aber mal Abstand nehmen vom ewigen Trainer Kicken zu Bern und mal im Team aufräumen!

    Mag punktemässig so sein, aber die Auftritte sind doch ziemlich anders als vor einem Jahr. Der vom "Kader aufräumen" kann man immer bringen, ob jetzt aber altgediente Spieler wie Plüss, Jobin, Gerber oder Gardner die grossen Problemverursacher sind, ist eher zu bezweifeln. Auf der Goaliposition müsste natürlich etwas gehen, zuerst muss man aber einen Kandidaten haben, der die Aufgabe auch schultern könnte. Die Versuche mit der Jugendförderung auf dieser Position - ob jetzt mit Absicht oder aus der Not heraus z.B. in Genf, Fribourg, Biel - sind nicht gerade "Erfolgsstories", auch wenn die jungen Torhüter wie Bays, Nyffeler oder Meili ja nicht talentfrei sind. Beim ZSC und dem Wechsel zwischen Sulo und Flüeler war dies damals eine schrittweise Einführung ohne Druck. Sulo war als Absicherung immer noch da, solange es ihn brauchte. Dies ist aber eher der Ausnahmefall, und nicht die Regel.

    Beim SCB hat man zwar nicht alles auf den Kopf gestellt, aber doch eine ganze Reihe neuer Spieler im Team. Dass bei einem neuen Trainer mit einer völlig anderen Philosophie nicht nach 11 Spielen alles wie am Schnürchen läuft, hat man vor noch nicht allzu langer Zeit bei Hartley und dem ZSC auch gesehen. Wie Du aber richtig sagst, Larry, sollte vom ewigen Trainer Kicken so oder so Abstand genommen werden. Ich hätte aus diesem Grund auch mit Törmännen leben können, oder mit sonst einem. Denn letztlich stellt der Trainer sein Team nach seinem Gusto und Spielverständnis zusammen. Wenn es dauernd Wechsel zwischen teils grundverschiedenen Philosophien gibt, hat jeder "Neue" zuerst 1 - 2 Saison am Erbe des Vorgängers zu kauen.

    Zitat von Larry

    Da wollte jemand den SCB kopieren, aber das ist eben nicht so einfach!

    http://www.watson.ch/Eishockey/arti…n-Verlust%C2%A0

    Ich habe grössten Respekt und wundere mich auch ein bisschen wie der SCB im Gastrobereich Gewinn machen kann wenn man weiss wie hart die Gastro Szene in der Schweiz ist!

    Bin sicher, dass es auch beim SCB immer wieder Betriebe gibt, bei welchen es nicht klappt. Nur hat man dort eine ganze Gastro-Kette (...und nicht nur die paar Stadion-Beizen...), wo einzelne "Aussetzer" eher aufgefangen werden können. Die Marge ist aber tatsächlich klein, was den von Journalisten oft gross herumposaunten Umsatz sehr relativiert (...sind halt Sport- und keine Wirtschaftsjournalisten...).

    Zitat von Blackstar

    Schon krass wie alle ihre Schäfchen ins trockene bringen. Dann müssen ja Bern und Lugano jetzt schon Spieler ab 2017 und 2018 verpflichten.

    Ist nicht erst seit dieser Saison so, dass die Sportchefs praktisch dauernd irgendwo "am Ball" sind. Das müssen nicht mal unbedingt konkrete Verhandlungen sein, sondern läuft unter "Kontaktpflege", dem Signalisieren von Interesse - und dies ist dann tatsächlich auf ein mögliches Engagement erst in ein paar Jahren ausgerichtet. Bin überzeugt, dass z.B. ein Weber in Übersee von verschiedenen Sportchefs regelmässig nach seinem Befinden gefragt wird.

    Derzeit versuchen tatsächlich alle, ihre "Schäfchen" ins Trockene zu bringen bzw. die Vertragssituation zu klären. Als Folgeerscheinung wird man - neben Vollzugsmeldungen punkto Vertragsverlängerungen - auch mitbekommen, bei wem man den Vertrag nicht verlängern konnte oder wollte. Je nach dem, wie ein solcher Spieler tickt oder welche Qualität er aufweist, wird er sich kurzum nach Alternativen umsehen, oder aber noch abwarten in der Gewissheit, dass er sich seinen Arbeitsplatz so oder so wird aussuchen können. Man kann sich also darauf gefasst machen, dass in nächster Zeit der eine oder andere Wechsel per nächsten Frühling publik wird.

    Ob dies dann weniger Hysterie auslöst als vor 5 Wochen? Oder ob es die bessere Lösung ist, Fragen zur Zukunft (trotz bereits geleisteter Unterschrift) im Sinne einer Notlüge so zu beantworten, dass man sich "erst nach der Saison" entscheiden wird?

    Wer das Eishockeygeschehen nicht erst seit gestern verfolgt, wird andererseits auch schon zur Kenntnis genommen haben, dass Verträge unter Umständen das Papier nicht wert sind. Beim "Z" verfügt man ja über eine gewisse Erfahrung mit Spielern, welche unversehens und trotz laufendem Vertrag plötzlich den Abgang machen....