Nun bin ich auch von der Feier zurück
Danke Larry für Deinen Fluch vor 30 Jahren! Scheint damals Massarbeit gewesen zu sein, denn er wirkt - selbst aus Florida - immer noch!
Aber Spass beiseite. Letztlich ist Gottéron doch ramponierter aus der Serie gegen den ZSC gegangen, als es zuerst den Anschein machte. Dubé und Bykov waren beide angeschlagen. Nach der Verletzungsmisere bei Bern im Januar und der Serie gegen die Senfer, in welcher der SCB pro Spiel praktisch einen Spieler verlor, waren die Vorzeichen für den weiteren Verlauf der PO's nicht eben gut. Schlüsselspieler bei Bern mussten überforciert werden, was unübersehbare Spuren hinterliess. Wie unter solchen Umständen grosses Angriffs- und Zauberhockey hätte gespielt werden sollen, wie dies etwa von Teleclub-Samuelsson immer wieder gefordert worden ist, müsste dieser mir mal erklären. Im Verlauf des Finals kehrte immerhin Bednar zurück, und brachte die viel vermisste Prise Genie. Gestern beim 1en Meisterpuck war dann das Team das erste Mal seit November 2012 wieder mal vollzählig, wenn auch nicht verletzungsfrei. Die beiden alten Schlachtrösser Plüss und Ritchie haben den SCB in den schwierigsten Momenten in den PO's am Leben erhalten und den zahlreichen Jungspunden vorgemacht, wie wahrhaft grosse Spieler solche Situationen bewältigen. Hoffentlich lernt der hoffnungsvolle Nachwuchs etwas daraus. Denn dass der SCB nicht spielerisch brillieren kann, liegt auch daran, dass sich das Team im Umbruch befindet. Dies wird von den "Experten" geflissentlich übersehen bzw. offenbar nur akzeptiert, wenn dies Arno del Curto für den HCD reklamiert.
Nicht vergessen sollte man auch das Glück, welches es braucht, um in einer so ausgeglichenen Liga etwas zu gewinnen. Gegen Servette war man nur Pfostenbreiten vom Ausscheiden entfernt. Aber eben, das Pech in solchen Situationen kennt der SCB auch sehr gut, da darf man zur Abwechslung auch das Glück in Anspruch nehmen.
Etwas zu denken gibt mir die Tendenz zu Simulation zwecks herausschinden von Sperren. Besonders extrem im Fall von Genf's Picard, welcher angeblich eine Hirnerschütterung und vom Arzt angeblich Spielverbot hatte, aber 2 Tage später wieder spielen konnte, als ob nichts gewesen sei. Nicht zu vergessen die Kopfbälle beim "Einturnen" neben der Halle. Auch eher speziell, wenn der Gegner ein Urteil des Einzelrichters an den Verband weiterzieht, und dieser die Sperre einfach mal verdoppelt. Heisst das jetzt, dass der Einzelrichter nicht in der Lage ist, korrekte Strafen auszusprechen? Muss man Urteile des ER künftig standardmässig anfechten bzw. an den Verband weiterziehen, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben? Dass jeder alles tut, um zu gewinnen, ist nicht neu. Ich hoffe aber, dass wir nicht in ein Fahrwasser von Simulantentum, Verschwörungstheorien und endlosen Prozessen gelangen. Denn dass ein Play-off Final auch mit etwas Stil ablaufen kann, hat man letztes Jahr gegen den ZSC gesehen.