Die Spieler - drüben noch mehr als hier - wissen doch ganz genau, was sie wo sagen dürfen oder müssen. Irgendwas mit Ecken oder Kanten wird da selten bis gar nie zu hören sein. Die Fans und die Atmosphäre werden natürlich immer gelobt, Taktik + Trainer sind unantastbar, Selbstkritik macht sich auch immer gut, wer für seine Treffsicherheit gerühmt wird gibt die Blumen an die Nebenleute weiter usw. usw. - ob jetzt ein Interview in der 3els-Pause oder dasjenige mit Streit + Brunner am Sonntag, eigentlich kennt man die Antworten schon im voraus. Ausser natürlich, an welchem Tag abgeflogen wird.
Beiträge von Iceman
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Ich will den SCB nicht kleinreden, aber es ist unverkennbar, dass die alten Kämpen (Rüthemann, Plüss, Gardner) nicht jedes Jahr besser werden. Und die jungen Spieler sind nicht in jedem Fall in der Lage, die Altherren einfach so gleichwertig zu ersetzen - nicht jeder ist ein Vermin. Es wurde zwar versucht, die fehlende Mitte zwischen den Oldies und den Jungspunden etwas aufzufüllen. Die entspr. Transfers von Lötscher oder Déruns gingen aber leider daneben, und Rubin + Randegger waren u. sind nicht gerade nationale Klassestürmer. Das sogenannt "besten Eishockeyalter" - welches beim Z mit den genannten Wick, Monnet, Ambühl, Bärtschi prominent vertreten ist - fehlt bei Bern in der Offensive mehr oder weniger, vorallem wenn dann noch etwas spielerische Klasse gefragt wäre.
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Der ZSC, Fribourg und Genf sind für die entscheidende Phase in der Favoritenrolle, weil sie die stärksten CH-Spieler (oder solche mit mind. einer CH-Grossmutter) im besten Eishockey-Alter in ihren Reihen haben. Obwohl man sich natürlich über die Darbietungen verschiedener Herren in der Qualifikation schon fragen kann. Aber eben, wenn man - z.B. im Falle des "Z" - Namen aufrufen kann wie Wick, Ambühl, Monnet, Bärtschi, Cunti, wird schon deutlich, was da für ein Potential schlummert. Welches zugegebnermassen in der Quali kaum je abgerufen wird. Mal abgesehen von den ausländischen Stars, haben der SCB oder der EVZ bestenfalls mit den CH-Lockoutspielern Streit/Josi oder Brunner/Diaz die gleiche Klasse bei den CH-Spielern erreicht.
Zwischen den genannten Favoriten können die (teilw. noch zu verpflichtenden) Ausländer aber schon die Differenz ausmachen.
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Der 36jährige Bednar drückt den Altersdurchschnitt beim SCB in die Höhe. Weiterhin besteht deshalb bei Bern eine (zu) grosse Lücke zwischen den Jungspunden und den Senioren, es fehlt altersmässig an Leistungsträgern zwischen 25 und 30 Jahren. Bleibt abzuwarten, ob und wie die Diva Bednar integriert werden kann.
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Zitat von The Fan
Der Baustopp der Regierung kommt bei den Initianten unterschiedlich an: Die einen glauben, sie wolle so die Bevölkerung gegen die Initiative aufbringen. Andere, wie Kantonsrat Robert Brunner (Grüne), begrüssen ihn. Er glaubt, dass die Stadt Zürich mit ihrer Liste übervorsichtig ist. Mit Ausnahme des Projekts Schulhaus Letzi-Mitte seien alle Flächen entweder teilweise versiegelt oder – bei den Schrebergärten – mit Schadstoffen belastet und kämen deshalb als Kulturland nicht infrage. Nach Brunners Meinung ist es nicht tragisch, wenn sich einige Projekte etwas verzögerten. Schliesslich sei der Richtplan über Jahre missachtet und Kulturland unzulässig verbaut worden – die Kulturlandinitiative sei die Quittung dafür.Ein typisches Statement nach dem Motto: "Strafe muss sein" bzw. "unseren blöden Gegnern wird's jetzt heimgezahlt". Es passt zu absurden Spurabbauten mit verstärkten Lärmfolgen und anderen "erzieherischen" Massnahmen von Links-Grün. Gelöst werden Probleme damit nicht, aber dem ideologischen "Gegner" - d.h. dem bösen Auto, den bösen Konzernen, den bösen Bauherren - kann das Leben so richtig vermiest werden. Das scheint immer öfters der Hauptzweck solcher Ideen zu sein.
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An die Tiefstapelei und Jammerei von AdC hat man sich ja langsam gewöhnt. Er jammerte ja schon in den gloriosen Meisterjahren. Soweit nichts neues. Was mir aber langsam auf den Keks geht ist, dass die Moderatoren vom Farbfernsehen Leutschenbach dieses ewige Lamento auch noch unterstützen. Am Spenglercup sehen sich Salzgeber, Bucheli & Co. zudem offensichtlich als verlängerter Arm des Stadionanimateurs und HCD-Propagandaministerium. Da wird der Entschuldigungskatalog schon heruntergeleiert, bevor eine missglückte HCD-Aktion überhaupt abgeschlossen ist.
Beim Interview von Quoten-Walliser Salzgeber mit Mark Streit ging die Hälfte der Zeit dafür drauf, dem Herrn Streit zu entlocken, wie sehr er sich über den bösen SCB ärgere, der ihm die Teilnahme am Spenglercup nicht erlaubt hatte. Dass der SCB mit Tavares, Ritchie, Roche und Kinrade bereits 4 Teamstützen zwangsweise abgeben musste, wurde geflissentlich übergangen. Vermutlich weil R.M. Salzgeber - ausser in den Slapstickeinlagen mit G. Gress - über keine Kompetenz in der Materie verfügt, und überdies zu faul ist, sich zu informieren.
Dazu wird kein ausländischer Spieler vom Mikrophon der dauerbegeisterten Moderatoren weggelassen, wenn er - teilweise nach mehrmaligem Nachfragen und "auf die Nase binden" - nicht endlich sagt, was für ein sportlich hochstehendes Event der SC doch sei. Die Höflichkeit der ausländischen Teilnehmer wird dann jeweils als bare Münze genommen.
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War ein komisches Spiel, wobei ich mich ständig fragte, warum das geballte Talent beim ZSC (Ambühl, Wick, Monnet, Cunti etc.) die vielen Fehler des SCB bzw. die vielen Puckverluste nicht häufiger verwertete. Und auch wenn die Genannten nicht gerade ihren besten Abend einzogen, so reichte es trotzdem noch, die vielen ebenso fleissigen wie technisch limitierten Akteure beim SCB in Schach zu halten. Das einzige Manko beim Z war die Chancenauswertung, denn man kam relativ häufig ungehindert in gute Abschlusspositionen, vorallem von der blauen Linie aus. Der Punktegewinn war in erster Linie Bührer zu verdanken, der als einer der wenigen den Silvesterkater nicht so schlecht verdaut hatte.
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Ein anderes Gerücht lautet, dass Berra zum SCB gehen soll, und Bührer zurück zu Kloten ginge, um dort mitzuhelfen, Meili "aufzubauen". Auch diese Rochade ist kaum nachvollziehbar, aus den teilweise schon genannten Gründen. Ein Torhüter Nr. 1 mit Ausstiegsklausel, der dann von einer Saison auf die andere nach Nordamerika abhaut? Zumal Bührer - allen Unkenrufen zum Trotz - ein guter Goali ist, den ich auf jeden Fall einem unsicheren Experiment vorziehen würde. In Kloten steht zwar tatsächlich die Ablösung von Rüeger durch Meili bevor. Aber Rüeger kann - ähnlich wie seinerzeit Sulander - diesen Wechsel optimal unterstützen. Der EVZ möchte zwar nicht mehr eine Ausländerlizenz auf der Torhüterposition opfern, wenn die einen überdurchschnittlichen CH-Torhüter ergattern können, werden sie dies sicher tun. Aber ob die sich auf die unsichere Sache mit Berra einlassen, kann ich mir auch nicht vorstellen. Und sonst hat eigentlich keiner der üblichen Verdächtigen ein drängendes Goaliproblem, welches das Risiko mit Berras Ausstiegsklausel rechtfertigen würde. Etwas anders sieht es aus, wenn ein Goali aus privaten Gründen einen Klubwechsel und/oder einen evtl. schrittweisen Wechsel ins Berufsleben plant.
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Frage mich, ob Ambühl diesem Druck auch gewachsen ist. Leitwolf? In den letzten Play-off's hatte er einen sehr guten Lauf, dass ist unbestritten. Und dass solche Leistungen das Team beflügeln können ist klar. Als "Leitwolf" habe ich ihn aber nicht gesehen, dies entspricht aus meiner Sicht auch nicht seinem Naturell. Habe den Eindruck, dass da sehr viel in Ambühl "hineininterpretiert" wird. Ob er damit umgehen kann?
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Habe den Eindruck, dass derzeit sehr vieles in Andres Ambühl " hineininterpretiert" wird. In Davos scheint man felsenfest davon überzeugt, dass ohne Ambühl der "Umbau" nicht zu machen ist. Ob Ambühl wirklich als Leitwolf prädestiniert ist, habe ich schon früher in Frage gestellt. Das Gerede von wegen Umbau in Davos kommt mir sowieso komisch vor. Da pilgern seit Jahren Talente zum Säulenheiligen vom HCD, welcher sich mittlerweile auch noch bei Ambris Nachwuchshoffnungen bedient. Und trotz diesem steten Zufluss entstehen unter Wundertrainer AdC die lamentierten Lücken in der Kaderstruktur? Will mir irgendwie nicht in den Kopf, obwohl die Reto von Arxens natürlich nicht auf den Bäumen wachsen.
Wenn Ambühl überzeugt und glücklich zum HCD wechselt, ist dass immerhin für ihn eine gute Sache. Wenn er es aber in erster Linie aus "Loyalität" zum Übervater del Curto tut, ist es für alle eine schlechte Lösung.
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Der mit dem WESTLIFE ist versehentlich mitgekommen, als ich die Strophe reinkopiert habe. Wollte Terry Jacks seinen Hit nicht abspenstig machen.
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Zitat von Larry
"Yes, there will be a season"
....we had joy we had fun we had Seasons in the sun But the hills that we climbed were Just seasons out of time
WESTLIFE - SEASON IN THE SUN LYRICS
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Es tönt im Prinzip überall gleich, und je grösser eine Nachwuchsbewegung ist, desto mehr Leute kann man "verärgern". In Bern spielt sich in solchen Fällen praktisch das gleiche Prozedere ab, wenn eine talentierte Nachwuchskraft der eigenen Organisation den Rücken kehrt. Und da die Leute ja Kollegen haben und diese wiederum Kollegen haben, finden auch früher oder später die Insiderinformationen Eingang in die Kommentare, wobei es - wenig erstaunlich - um tatsächliche oder vermeintliche Ungerechtigkeiten geht. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Verantwortlichen in den Nachwuchsorganisationen absichtlich Spieler vergraulen, oder schlechte Spieler in die 1e Mannschaft befördert werden, nur weil der Papi irgend ein wichtiges Tier ist. Letztlich findet aber ein Selektionsprozess statt, bei welchem Leute auf der Strecke bleiben. Dass dies Unmut hervorruft, ist nicht ungewöhnlich.
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Ob's unter den Klubs in solchen Fällen eine Art "Gentleman's Agreement" gibt? OK, nach dem Fall Forster löst diese Frage vermutlich spontane Heiterkeitsausbrüche aus. Frage mich einfach, ob ein Tambellini - der in der letzten Saison durchaus gute Werbung für sich gemacht hat - wieder problemlos bei einem anderen Klub in der CH ein Vertrag bekäme (...Annahme dass Vertrag beim Z am 28igsten aufgelöst wird...).
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Zitat von Larry
SCB, you make my day!

Jaja, lustig sind auch die wutschäumenden Kommentare! Ansonsten sind die Reaktionen beim Thema Spenglercup ja eher gemischt, und noch lange nicht jeder findet den SC so toll. Aber wenn der SCB 2 Teamstützen nicht freudig zur Verfügung stellt, geht offenbar die Welt unter. Na ja, man wird's überleben.
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Ich verstehe jeden Sportchef, der nicht ohne Not Spieler zur Verfügung stellt. Passieren kann zwar immer etwas, ob am Spenglercup oder daheim im Training. Das Risiko am Spenglercup ist aber eines ohne zwingenden Grund. Klar, dass Streit + Josi auch gerne bei der Plauschwoche dabei wären. Man kann sich aber unschwer vorstellen, was passieren würde, wenn wegen einer am SC geholten Verletzung plötzlich Saisonende wäre. Weder Streit noch Josi kämen an die Kasse, sondern der Sportchef. Es reicht schon, dass man die Kanadier immer freigeben muss bzw. dieses Verletzungsrisiko zu tragen hat. Was nützte dem SCB die "Entschädigung", als Roche verletzt vom SC zurückkehrte, und sich bis Saisonende nie mehr richtig erhohlte? Einen ebenbürtigen Ersatz fand man leider nicht mehr. Solidarität hat auch gewisse Grenzen.
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Erstaunlich und absurd. Ich hatte vor der Saison die offensiven Ausländer des ZSC (Tambellini, Shannon, Brulé) als enormes Plus für den Z gesehen. Aus meiner Sicht hatte der ZSC damit sogar verglichen mit Lockout-Ausländern sehr gute Karten, was ich hier auch neidvoll kommentierte. Nun sind mit Brulé und Tambellini schon 2 davon weg, letzterer unter unprofessionellen Umständen. Tambellini hat sich damit einen grossen "Tolggen" ins Reinheft gesetzt. Ein solches Verhalten muss doch jeden (künftigen) Arbeitgeber, ob in Übersee oder in Europa, stutzig machen. Oder geht Tambellini davon aus, dass er trotzdem problemlos zu einem anderen Klub in Europa oder sogar in der CH wechseln kann? Wobei mich letzteres nicht wirklich erstaunen würde.
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Gut für Cunti (...und den ZSC...) dass er noch früh genug erkannte, dass es nur mit dem Talent nicht geht. Ganz aus heiterem Himmel kam diese Erkenntnis aber nicht, sondern ging mit dem Abstieg als Spieler einher, der zunehmend unter seinem "Ruf" litt. Allerdings brauchte es dann auch jemanden, der ihm wieder auf die Beine half. Hier scheint Simon Schenk viel wertvolle Arbeit im stillen geleistet zu haben.
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Je grösser der Druck wird, nun doch noch eine Lösung zu erreichen, desto weniger klappt es. Es wurde zu lange taktiert, mit pseudo-gerechten "Vorschlägen" Druck aufgebaut bzw. Propaganda betrieben. Nachdem die Spieler sowieso misstrauisch waren, dass sie über den Tisch gezogen werden könnten, hat man keinerlei Vertrauen aufbauen können. Wenn es nun nicht doch noch zu einer "Pankiklösung" kommt bzw. die Saison dann irgendwann mal gestrichen wird, würde dies evtl. entspannend wirken. Dann könnte man sich auch mal in Ruhe darüber unterhalten, von welchen Beträgen die Rede ist, bzw. was z.B. die 50% der "hockeyrelevanten Einnahmen" genau umfassen würden.
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Zitat von Lolo
ich denke, dass ausser Arno ihm das kein anderer Verein garantieren kann, für ihn würde ich auch wieder mal eine Kirche betreten oder mindestens einen Tempel......
Gruss Lolo
Glaube nicht, dass Ambühl so auf dem Egotrip ist. Natürlich will auch er Wertschätzung und nicht gerade in der 4en Linie auf Dauer versauern, kann mir aber nicht vorstellen, dass er Forderungen von wegen Sturmpartnern oder Linienzugehörigkeit stellt. Überhaupt ist die Frage, ob "Büehli" sich in der Rolle als grosser Leader und Beispiel für die Jungen sieht, welche ihm beim HCD offenbar zugedacht wird. In meiner Wahrnehmung sagt ihm die Rolle als "stiller" Chrampfer, welche er beim ZSC einnimmt, eher zu. Weiss auch nicht, wie sein Verhältnis zu RvA ist, immerhin hat er sich im Gegensatz zu anderen Davosern nie am "RvA-Solidaritäts-Krüger-Boykott" beteiligt. Wenn aber AdC mit der Moralinkeule kommt und ihm darlegt, dass der Fortbestand des HCD sowie des Sertigtales von seiner Rückkehr in die Heimat abhängt...