Beiträge von Iceman

    Weiss nicht, ob ihm Salis seine Orakelsprüche von wegen "Markt sondieren" oder "neue Herausforderung" wirklich abgenommen hat, oder ob er den "Blindi" gut genug kennt um zu wissen, dass er am liebsten in Zürich bleibt. Im besten Fall für Blindenbacher hatte seine kleine Schauspieleinlage noch einen "Treuebonus" zur Folge, ansonsten ist sein bisheriges Salär ja sicher auch schon nicht übel.

    Evtl. hat der Journalist übersehen, dass man in Bern noch immer am herumtelefonieren ist, um das Geld für Streit, Josi und Tavares bis (möglicherweise) Ende Saison aufzutreiben. Gerade euphorisch sollen die Reaktionen nicht sein.

    Ein Crosby ist unter den bislang bekannten Kriterien in Bern nicht bezahlbar. Und ob "Sid the Kid" am Ende selber ein paar Hunderttausend aufwirft, um ein Teil oder alle seine Versicherungskosten zu decken, nur um in Bern zu spielen - das ist selbst mit der dunkelrosa gefärbten Fanbrille besehen utopisch.

    Für mich ist weiterhin klar, dass sich ein solcher Coup nur ein milliardenschwerer Eishockeyfreund leisten könnte. Gaydoul wird's mit Rücksicht auf die Steuerzahler des Kantons Zürich (und seinen Ruf...) nicht tun. Walter Frey könnte es zumindest, und in Genf scheint McSorley ja entsprechende Geldgeber gefunden zu haben.

    Aber nachdem die Verhandlungen ennet dem Teich immer "ultimativer" werden, dürfte sich das Problem ohnehin von selbst erledigen.

    Schon ein halbwegs guter Verteidiger ist angesichts des trockenen Marktes in der Schweiz begehrt. Allenfalls sucht auch noch Larry Huras in Lugano nach defensiver Qualität, der scheint bei seiner "Sonnenschein-Truppe" noch nicht so richtig durchgedrungen zu sein mit seinem Defensivkonzept.

    Beim SCB könnte man sich überlegen, einer der ausl. Verteidiger (Roche / Kinrade) durch einen CH-Back zu ersetzen, und dafür einen zusätzlichen ausländischen Stürmer zu verpflichten, da es mit dem Abschluss beim SCB ohne Tavares mehr als nur hapert. Klar ist, dass Blindenbacher wahrscheinlich teurer wäre als die ausl. Verteidiger. Und irgendwie fiel bzw. fällt Blindenbacher seit seiner Rückkehr zum ZSC auch nicht mehr so positiv auf wie auch schon. Stellt sich auch die Frage, ob Blindenbacher ausserhalb seiner "Heimat" Zürich wirklich glücklich wird. Seit Déruns ein traumatischer Punkt auf der Agenda...

    Zitat von Benny

    Fribourg hatte schon letztes Jahr das teuerste Kader. Und Runner-up in dieser Rangliste war.......... Kloten.

    Also wenn du mit Fribourg-Fans sprichst, sind die felsenfest der Überzeugung, dass die Kohle nun eben mit dem "verbesserten Catering" im Stadion (mit. maximal 7'000 Nasen) generiert wird, und man sich deshalb eine so teure Mannschaft leisten kann. Na ja, was soll's.

    Von "Bircherschen" Verhältnissen gehe ich in Fribourg aber trotzdem nicht aus. Hart dürfte es erst werden, wenn die immerhin halböffentlichen Kantonalbank und Groupe E (Energiebude) ihre "Zuwendungen" reduzieren. Früher oder später wird da ein "Nicht-Gottéron" Fan evtl. mal Fragen stellen. Apropos (halb)öffentlich: In Zürich oder Bern wurde ja bereits (seitens "Links-Grün") an der Trikotwerbung der öffentlichen Energieversorger (EWZ, EWB) herumgenörgelt. Wobei man sich ohne Fanbrille natürlich schon die Frage stellen kann, was genau die Werbung diesen Unternehmen bringt. Kauft deshalb ZSC-Fan bzw. SCB-Fan X mehr Strom bei den EWZ/EWB, oder wechselt er deswegen nicht zu E.ON beim nächsten Strom-Shopping?

    Zitat von Sbornaja


    Um das Thema zu wechseln, in der neuesten Ausgabe der Hockey News hat es einen Artikel und der Journalist stellt mit Erstaunen fest dass Brunner mehr Punkte als Thornton und Nash zusammen hat.


    ...der sollte sich halt auch mal ein paar Spiele bei uns genehmigen und sich unser "Lauf- und Tempohockey" ansehen. Da würde er wahrscheinlich auch drauf kommen, dass Brunner in der NHL nicht mehr soviel Zeit und Raum vorfinden wird, wie er das hier tut, bzw. sich diesen Raum erkämpfen müsste. Brunner hat sicher Sniper-Qualitäten, vor allem mit den richtigen Nebenleuten. Physisch wirkt er aber (wie viele CH-Spieler) gegen die Lockout-Gäste nach wie vor wie ein "Bub". Und da muss man nicht einmal Thornton zum Vergleich nehmen.

    Gemäss der kürzlich in "Le Temps" veröffentlichten Ansichten von Lugano und ZSC Exponenten zum Thema "Geldverbrennen" gelobt man (wieder einmal) Besserung. Vor allem in den 3en und 4en Linien seien die Gehälter zu hoch, man wolle hier massiv kürzen, so in die Gegend von TCHF 150 herunter für einen 4-Linien Spieler. Nachdem in den letzten Jahren die Nachwuchsarbeit fast überall stark verbessert wurde, scheint diese Ankündigung einfacher in die Tat umzusetzen zu sein als auch schon.

    Ich gehe aber davon aus, dass das dort eingesparte Geld dann einfach für die paar wenigen Spitzenkräfte der Sorte Ambühl, Bürgler, D. Fritsche etc. aufgeworfen wird. Vor einigen Jahren wurden für solche Spieler noch Saläre von TCHF 500-600 herumgeboten, mittlerweile bewegt man sich eher in Regionen um TCHF 700-800.

    Glaube daher nicht an eine Reduktion der Budgets, sondern eher an eine Umverteilung.

    Dass Cunti mit sehr viel Talent gesegnet ist, war schon vor seinem Wechsel zu den GCK Lions allgemein bekannt. Aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte Cunti sein Talent vorallem dazu missbraucht, mit möglichst wenig (Trainings) Aufwand ein Maximum herauszuholen. Was aber angesichts der Entwicklung im Hockey je länger je weniger reichte. War noch kurz beim SCB im Probetraining, danach in Langnau, und schliesslich landete er eben bei den GCKL. Und erst zu diesem Zeitpunkt war er offenbar soweit "weichgeklopft", dass er bereit war, seine Einstellung grundsätzlich zu ändern. Schön, dass er dafür auch belohnt worden ist und nun vermutlich mehr Freude am Hockey hat als zu seinen "Minimalisten-Zeiten". Wäre er allerdings Bob Hartley in seinem früheren "Zustand" unter die Augen gekommen, hätte dieser wahrscheinlich nur ein Kopfschütteln übriggehabt, wenn überhaupt.

    In Zukunft wird es bei uns wohl auch so sein wie z.B. in Schweden, Finnland, Tschechei etc.. Wenn Du einen wirklich guten Spieler verpflichtest bzw. einer im Team heranreift, dann ist der Absprung in die NHL nur noch eine Frage der Zeit. Die Lage für die Klubs wird so natürlich nicht komfortabler, das Mannschaftsgefüge wird mehr durcheinandergerüttelt werden, als dies aktuell der Fall ist. Auf einigen Positionen wird's dann schwierig, auch für die Spieler selber. So macht die Ausstiegsklausel von Reto Berra dem EHC Biel Sorgen, d.h. man befürchtet, dass er plötzlich in die NHL abwandern könnte, und auf die Schnelle Ersatz geholt werden müsste. Weiss nicht, welcher Klub dieses Risiko eingehen will, trotz den unbestrittenen Qualitäten von Berra. Bei einem Feldspieler wäre es natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei, wenn der plötzlich abhaut. Beim Torhüter ist's aber schon nochmals eine Stufe kritischer...

    Zitat von Larry

    Man muss wissen das IMHO nur 8 von 30 Teams Gewinn machen!

    Also verdienen die Spieler zu viel!
    Darum auch dauernd dieses Lockout Puff in der NHL, wogegen in den anderen Sportarten sowohl Besitzer (vor allem!) wie auch Spieler ein Interesse haben, dass es reibungslos läuft.
    Das mit dem Einhalten von Verträgen ist Käse, sehen wir ja bei uns wo Spieler aus Verträgen davonlaufen wie es ihnen gerade passt!

    Ein Wisch Papier ohne Wert!

    ...alles richtig, aber weil bei uns meistens nicht auf Vertragserfüllung gepocht wird seitens der Klubs und die Spieler somit tatsächlich davonlaufen können, wie es ihnen gerade passt, heisst dass noch nicht, dass es überall so gehen muss. Auch noch anzumerken wäre, dass es in besonders krassen Fällen wie dem von Forster auch immer noch einen anderen Klub braucht, der für so etwas Hand bietet. Faktisch schiessen sich die CH-Klubs in den eigenen Fuss, wenn so etwas Schule machen würde. Wobei der "Fall Forster" ja nicht gerade an der Tagesordnung ist.

    Aber zurück zur NHL:
    Man kann nicht Spieler mit Salären + mehrjährigen Vertragslaufzeiten ködern, und dann alle Nasen lang kommen und klagen, dass die Sache zu teuer werde. Soviel ich weiss sind beispielsweise Witze wie der Vertrag mit Kovalchuk, wonach dieser wahrscheinlich bis zu seinem 50igsten Geburtstag hätte Hockey spielen müssen, NACH dem Lockout 2004/05 abgeschlossen worden. War zwar eine etwas plumpe Schlaumeierei und musste meines Wissens korrigiert werden, aber es zeigt eben, dass die Klubbesitzer auch jeden Trick versuchen, um die selbstauferlegten Massnahmen zur Kostensenkung auszuhebeln - wider besseres Wissen.

    Als Spieler würde ich mich da auch zur Wehr setzen, vorallem wenn alle paar Jahre das gleiche Theater von vorne losgeht. Schon klar, dass es den Fans in Nordamerika im Prinzip egal ist, was entschieden wird, wenn nur die Saison möglichst bald losgeht.

    Schade schwadroniert Klaus Zaugg immer vom gleichen, statt die wesentlichen Streitpunkte zu analysieren. Das Problem am Satz "...Die Teambesitzer sind zu einer Teilung von 50:50 der tatsächlichen Einnahmen bereit..." ist m.E. der Begriff "tatsächliche Einnahmen". Diese können offenbar sehr unterschiedlich interpretiert werden. D.h. im Extremfall wären die direkten Einnahmen nur die Matchtickets, und das Merchandising, die Werbung etc. etc. wäre nicht dabei - was natürlich den Besitzern entgegenkäme, würde sich doch so der zu verteilende Kuchen wesentlich reduzieren.

    Umgekehrt sind die Spieler wahrscheinlich der Meinung, dass letztlich das "hinterste Füfi" von ihrer Präsenz auf dem Eis bzw. vom Hockey abhängt, und somit eben praktisch alles, was an Geld generiert wird in der NHL als "tatsächliche Einnahmen" zu gelten hat.

    Die angebliche 50:50 Lösung tönt nur vordergründig "gerecht" und hatte wohl vorallem den Zweck, die Spieler bei oberflächlicher Betrachtung "stur" aussehen zu lassen. Bin fast sicher dass - würde dieser Vorschlag angenommen - das nächste "Gstürm" schon programmiert wäre.

    Zitat von Supreme


    Jaja, und dann gegen Ende Saison jammern man hätte kein Geld um den laufenden Spielbetrieb zu gewährleisten.
    :floet:

    Offenbar hat McSorley neue Geldquellen erschlossen, in Genf hat es schliesslich genug Leute mit sehr viel Kohle. Es dauerte aber offenbar seine Zeit, bis die etwas "weichgeklopft" waren. Denn ohne Unterstützung durch Gönner wären bereits die Transfers von Simek, Fritsche oder dieses Jahr Hollenstein nicht möglich gewesen, die Mannschaft ist zudem insgesamt nicht billig im Unterhalt. Nationalgoali Stephan spielt dort kaum für einen Hungerlohn, und auch gestandene Grössen wie Bezina, Savary etc. verdienen nicht wenig. Bei einem Zuzug von Sidney Crosby würde aber wahrscheinlich mal ein Genfer Parlamentarier nachfragen, ob die staatlichen Zuschüsse an den HCGS (wegen des verzögerten Umbaus des Stadions...) tatsächlich nötig seien. Andererseits ist ja heutzutage in Mode gekommen, die öffentliche Hand zu beanspruchen...

    Bei aller Begeisterung, welche Crosby's Wechsel in die Schweiz beim jeweiligen Verein auslösen würde, müsste man dessen Verletzungsgeschichte und -anfälligkeit im Hinterkopf haben. Auch wenn in der CH nicht gleich "hart" gespielt wird, so braucht es keinen Check von NHL-Format, um Crosby ausser Gefecht zu setzen. Und ob er wirklich Vollgas spielen würde, oder ob in seinem Hinterkopf (unbewusst) immer etwas das mögliche Karriereende herumspukt? In der NHL mag es etwas anderes sein, aber am Ende wäre das Gastspiel in die CH für Crosby eben nicht mehr als eine Verlegenheitslösung, welche er den sehr guten Angeboten aus der KHL vorzieht, weil er hier von weniger Verletzungsgefahr ausgeht. Und weil hier die Lebensqualität auch höher ist, und man sich nicht den Risiken der russischen Luftfahrt aussetzen muss.

    Man mag einwenden, dass ein Crosby mit angezogener Handbremse noch immer besser ist, als manch anderer, der am Limit läuft. Aber das Hockey hat diesbezüglich so seine eigenen "Gesetze"...

    Zitat von Supreme

    Haben Bern und Lugano nicht schon eine Unmenge Ausländer im Kader? :nixwiss:

    Der SCB kommt da kaum in Frage. Man hat dort mit einem Lockout von 2 Monaten gerechnet, nun ist man daran, Geld aufzutreiben, um Streit/Josi/Tavares noch länger zu beschäftigen. Ein Crosby ist da finanziell ziemlich ausser Reichweite. Eine solche Verpflichtung ist nur etwas für die paar Milliardäre in der NLA, welche ihren Klubs ein Weihnachtsgeschenk machen wollen. Walter Frey (ZSC) oder Mr. Rhis (Rappi) oder Mr. Gaydoul (Kloten) könnten, wenn sie wollten. Die Geldgeber in Genf sind in den letzten Jahren auch immer grosszügiger geworden, vielleicht kann sich dort einer nicht mehr beherrschen.

    Aber eben, wenn schon die Versicherungssumme pro Monat an die TCHF 400 kostet, und der Herr Crosby wahrscheinlich auch noch etwas Geld benötigt, muss man da als "Käufer" über Nebensächlichkeiten wie "Budget" oder "Rentabilität" stehen.

    Die Teams liegen punkto "Qualifikations-Qualitäten" derart nahe beisammen, dass jedes Schwächeln praktisch umgehend in Niederlagen mündet und diese in der Tabelle sofort sichtbar werden, bzw. der "Strich" umgehend zum Thema wird. Noch vor ein paar Jahren hatten die ersten 4-5 Teams zu diesem Zeitpunkt im Jahr ein solides Punktepolster zum Trennstrich aufgebaut. Die kleineren und grösseren Zwischentiefs sorgten zwar bei den Fans genauso für Unmut, da die Tabellenlage aber relativ stabil blieb, kam keine wirkliche Hektik auf. Diese Saison kommt nun noch der Einfluss der Lockout -Gäste dazu bzw. die Tatsache, dass diese einzelnen Underdogs beachtlichen Aufwind verleihen (EHC Biel).

    Im weiteren hat sich der vorher jahrelang kriselnde HC Lugano stabilisiert, auch Servette hat nach der Dauerkrise letzte Saison (Play-out's) bisher eine sehr starke Saison gezeigt. Da kommt man unweigerlich zur Binsenweisheit dass - wenn halt Lugano, Servette + Biel mehr Punkte holen - diese Punkte "irgendwo" anders fehlen.

    Immerhin macht die Situation die Qualifikation spannender als auch schon, und diverse gutbezahlte CH-Spieler in den Reihen der (angeblichen) Spitzenklubs müssen sich vom "Quali-Getrödel" bzw. dem liebgewordenen "Schongang" verabschieden.

    Habe mich letzthin im Zusammenhang mit dem Transfer von Klein-Hollenstein nach Genf etwas ironisch darüber geäussert, wie verschiedene Hockey-Unternehmen in der CH einerseits stets über ihr mageres Budget lamentieren, andererseits dann aber doch genug Kohle haben, um hochkarätige Transfers zu tätigen. In den "Freiburger Nachrichten" äussern sich der ehem. Servette Spieler Jan Cadieux sowie der ehem. McSorley-Assi Kossmann zum "Erfolgsmodell McSorley". Unter anderem ist da zu lesen:

    "...Wiederholt hatte McSorley mit seinen Transfers in den letzten Jahren ein glückliches Händchen. Ein solches attestiert ihm Hans Kossmann durchaus, er relativiert aber auch. «Er hat gute Transfers getätigt. Aber die Spieler, die zuletzt nach Genf gewechselt sind, waren durchwegs teure Spieler. Man darf nicht glauben, dass Servette nicht über ein grosses Budget verfügt. Im jetzigen Kader sind vielleicht noch zwei, drei günstige Spieler, mehr nicht.» Und um einen Denis Hollenstein zu verpflichten, der auf nächste Saison hin von Kloten nach Genf wechselt, müsse man viel Geld ausgeben. «Aber der Klub hat sich dieses Geld auch verdient. Servette hat fast immer über 7000 Zuschauer. Der Klub leistet auch neben dem Eis in Sachen Marketing und Catering sehr gute Arbeit und verdient damit gutes Geld.»..."

    Zitat von Larry

    Die Spieler können ja nur verlieren!

    Die Verträge laufen weiter, die Kohle aber kommt nicht!

    Dieses Geld ist für immer verloren!

    Das letzte mal als die gesammte Saison abgesagt wurde, mussten sie klein beigeben und verloren von A-Z.

    Es wäre an der Zeit wenn die Herren Millionäre einlenken würden, denn die anderen sitzen am längeren Hebel!

    Rein geldmässig ist klar, dass das Salär einer verlorenen Saison kaum mehr hereingeholt werden kann, auch wenn die Sache letztlich zu Gunsten der Spieler ausgehen würde. Die Frage ist dann nur noch, wann der nächste Kompromiss fällig würde. Zudem ist das Verhalten der Klubs bzw. der Besitzer / Manager schon zwiespältig. Einerseits wird mit allen Mitteln versucht, den Salary-Cap zu unterlaufen (z.B. mit unsinnig langen Vertragslaufzeiten und garantierten jährlichen Salären, siehe Fall Kovalchuck) andererseits soll nun der Anteil der Spieler gekürzt werden. Als Spieler hat man da schon nicht unbedingt den Eindruck, dass Matthäi am Letzten bzw. finanzielle Opferbereitschaft nötig ist.

    Und nachdem es den Russen in der KHL und den Lockout-Gästen in der Schweiz grösstenteils gut gefällt, halten sie es evtl. noch eine Zeitlang aus...

    Man muss darauf hoffen, dass bei der Umsetzung des Blödsinns etwas Augenmass bewiesen wird, bzw. der Umstand gewürdigt wird, dass sich im Eishockey eigentlich niemand an "Krawalle" und "Ausschreitungen" an den Spielen in der jüngeren Vergangenheit erinnern kann, wo die umstrittenen Massnahmen etwas gebracht hätten.

    Der traurige Vorfall, wo militante Kloten-Fans einen wohl kaum militanten Z-Fan spitalreif geprügelt haben, wäre auch mit den Massnahmen nicht verhindert worden. Aber für Otto Dumpfbacke war das halt einfach ein weiteres Indiz dafür, dass im Umfeld von Fussball- oder Hockeyspielen die nackte Gewalt regiert, bzw. den Zuschauern am besten präventiv Handschellen angelegt werden sollten. Ansonsten bleibt noch das "Räuchlein" am Spiel EVZ-ZSC, welches ebenfalls kaum durch Alkoholverbot im Stadion, gemeinsame Anreise und ID-Kontrolle verhindert worden wäre.

    Ist nun Rappi-Kloten ein Hochrisikospiel, weil sich letzte Saison ein paar Fans beider Teams in Bahnhofnähe Zoff geliefert haben? Oder ist ein Play-off Final per se ein Hochrisikospiel? Auf welche Kriterien stützt sich ein Gremium ab, welches dann über die Anwendung der Massnahmen entscheiden muss?

    Würde man überall solche "Lösungen" durchziehen, so hätte der 1. Mai in Zürich für Jahre abgesagt werden müssen. Denn man war ja angeblich jahrelang nicht in der Lage, dem schwarzen Block paroli zu bieten. Wie Figura nun schon einige Jahre zeigt, ist die Lage eben doch zu meistern. Vermutlich wäre sie es auch an den neuralgischen Fussballspielen, wenn man denn nur wollte. Die Sache soll nicht verharmlost werden, aber ich habe bisher nicht den Eindruck, als ob man seitens Polizei + Justiz die Mittel ausschöpft, um die effektiven Täter dingfest zu machen und auch entsprechend zu bestrafen. Stattdessen wird von den Verantwortlichen von "Deeskalationsstrategien" geschwafelt, und das Herzblut vorallem in die wehleidigen Statements gelegt, wie viele Polizisten doch wieder hätten aufgeboten werden müssen.

    In diesem Zusammenhang noch erwähnenswert, wobei ich nicht weiss, ob dies noch immer zum "Anforderungskatalog" gehört: Vermummungsverbot im Stadion, d.h. wenn sich einer die Kappe oder den Fanschal über die Visage zieht, müsste der Heimklub den potentiellen Rowdy rausschmeissen, da sich dieser der Videoüberwachung entziehen würde. Besonders absurd an dieser Forderung (sofern sie noch besteht) ist, dass ja nicht einmal "die Staatsmacht" bzw. Hundertschaften an Polizei das Vermummungsverbot durchsetzen kann. Aber der Sicherheitsdienst eines Klubs soll dies dann mal eben schnell regeln. Schwachsinn!

    Zitat von sloggi


    es ist schon sehr lustig, dass gerade du als bernerfan bei dem thema immer gerade sofort so herzerweichend ins heulen kommst, kauft doch gerade ihr immer alles recht wahllos zusammen, was in der saison zuvor mal kurz aufgefallen ist. nota bene zu enorm hohen preisen! und das seit jahren mit mässigem erfolg.

    surrly und genf hat die kohle, weil sie knapp durchschnittliche 'one-seasoner' teuerst an transferdesperados verkaufen können (rubin, dehrungs, trachsler, gobbi, breitbach, usw) und jetzt auch fritsche (den ich noch für den besten der genannten halte und der von lugano sicherlich mit gold aufgewogen wurde). dafür holt er sich dann jeweils einen vielversprecher, der klein hollenstein ohne zweifel ist (hätte ich trotz gleichem alter wie sein papi gerne bei zürich gesehen).

    ist doch ok, geht doch auf.

    die einen halten sowas für clever, aber für berner ist solches wahrscheinlich halt schon zu kompliziert.

    (und ja, ich weiss, habs dutzende male in bern schon gehört: mer zürcher verschteind haut nüünt vo eeeesshhooooooockey)

    ....das mit Déruns war klar ein (teurer) Fehler des SCB, wobei dies auch immer erst im Nachhinein beurteilt werden kann. Hingegen sind bzw. waren/ist weder Simek noch Fritsche noch "Klein-Hollenstein" unbekannte und "günstige" Rohdiamanten, sondern bei ihrem Wechsel zu Genf bereits relativ teure Spieler. Ins "Heulen" komme ich deswegen nicht. Ich nehme dies nur zum Anlass, mich etwas ironisch über die "Selbstdarstellung" der diversen Klubs auszulassen. Und diese Selbstdarstellung steht halt oft im Gegensatz zu den eingesetzten Mitteln an der Transferbörse. Wer in Zürich oder Bern oder sonstwo was von Eishockey versteht oder auch nicht, ist auch nicht so wesentlich. Wenn der Erfolg da ist, ist der Sportchef der Hero, sonst der Depp. Wer's nicht glaubt, braucht auf den diversen Fan-Foren nicht weit zu suchen.

    Zitat von Jokerit

    Ein paar Herren die in ihrer Freizeit ihr Hobby ausführen und dafür ein Taschengeld bekommen sind die Sündenböcke in einem Business in dem es nur noch um Erfolg und Geld geht. Da liegt der Hund begraben. Und solange der Verband respektive die Teams nichts daran ändern, darf sich ausser dem zahlenden Zuschauer auch niemand beklagen.

    Wobei man dann schon fairerweise erwähnen müsste, dass im Eishockey immerhin das Profischiedsrichterwesen eingeführt worden ist. Nicht dass dies nun einfach alles "rauslupft" bzw. für durchgehend hohe Schiri-Qualität garantieren kann, aber ohne Profi-Schiedsrichter sähe es vermutlich düster (oder für Pessimisten "düsterer"...) aus.

    Verschwörung war das falsche Wort. Aber ich glaube schon, dass sich SF hier möglichst nicht die Finger verbrennen will, und deshalb praktisch nie näher auf Fehlentscheide eingeht.

    Im Fussball ist die seit Jahren erfolgreich betriebene Verhinderung von Profi-Schiedsrichtern ein Unding, vor allem wenn man berücksichtigt, mit welchen Summen da in den Vereinen ansonsten operiert wird. Im Hockey ist mir aber ausser Mandioni noch kein Schiri aufgefallen, der mehrheitlich ungenügend ist. Des öftern fehlt es zwar an der klaren Linie während dem Spiel, auch wird viel zuviel mit den Spielern und Trainern diskutiert.