....nur um bei den Powerplays an der Torecke zu stehen ist Riesen zu teuer. Würde mich wundern, wenn AdC diesen Transfer macht. Ausser Riesen kommt mit dem Salär deutlich runter.
Beiträge von Iceman
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Zum Thema Krüger:
Hat (nach seiner Zeit in Davos) Erfahrungen gesammelt in der nordamerikanischen College-Liga und hat mit der deutschen Nationalmannschaft 2010 eine gute WM gespielt. Wurde daraufhin von einigen SCB-Anhängern völlig überschätzt. Wenn der Weg zu einem guten Verteidiger in der NLA so kurz wäre, müsste man sich etwas Sorgen machen um den Zustand der Liga. An realistischen Ansprüchen gemessen hat er eine passable erste Saison gehabt. Ist unter Druck aber teilweise überfordert, und muss an seinem Kampfgewicht arbeiten. Ob aus ihm mal mehr wird als ein passabler Defensivschlosser wird sich noch zeigen müssen. Ein Josi ist er definitiv nicht. Aber bekanntlich hatte man seinerzeit auch einem Streit zuwenig Talent attestiert, was diesen aber nicht daran gehindert hat, zum vorläufig erfolgreichsten CH-Feldspieler in der NHL zu werden. Halte mich deshalb mit Fundamentalkritik zurück bei Krüger, dieser ist m.E. noch kein voll ausgereifter Verteidiger.
Glaube kaum, dass der Transfer für den ZSC Sinn machen würde. Würde mich wundern, wenn man da innerhalb der Organisation nicht einen gleichwertigen Verteidiger finden würde.
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Zitat von larlf
Aber schlussändlich spieled sich jetzt beid müed & werdet nachher wohl vo de Bergaffe überränt...
Wird wohl (leider) so sein. Aber Davos hat sich diesen Vorteil mit entsprechenden Leistungen verdient. Zudem ist es halt auch immer etwas eine Sache des Glücks, welche Serien sich in den Viertel- und Halbfinals ergeben. Letztes Jahr hatte der SCB das Glück, gegen ein auseinanderbrechendes Lugano in den 1/4-Finals antreten zu können, und danach auf müde Klotener zu treffen, welche vorher über 7 Spiele mussten.
Die Serie gegen Kloten ist unterhaltsam, für Fans und Spieler aber auch ein Nerventest. Den scheint der Klotener Captain Stancescu nicht zu vertragen. Kein Unterbruch und keine Drittelspause, wo er sich nicht beim Schiri beschweren würde, wobei man dem wohl schon eher "Quengelei" sagen müsste. Sitze nicht allzu weit weg vom Schiri-Kreis bei den Zeitnehmern, und musste mir das Gejammere mit anhören. Als sich Stancescu dann doch noch in die Garderobe bewegte, leichtes Kopfschütteln bei den Schiris. Natürlich muss ein Captain die Interessen seines Teams wahrnehmen, und sich im Fall von echten oder vermeintlichen Fehlentscheiden, oder einfach mal so, bei den Schiedsrichtern zu Wort melden. Wenn daraus aber ein permanentes Gemecker wird, dürfte dies dem Team eher schaden als nützen.
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Gestern hatte der SCB einfach das nötige Glück, dass die Scheibe auch mal wieder auf seine Seite bzw. ins gegnerische Tor fiel. Am Krampf und Einsatz hat es auch bisher nicht gefehlt. Spielerisch ist's beim SCB zwar eher wie im Neandertal, und dies leider nicht nur in den Play-off's. Diejenigen, welche noch etwas anderes können als die Scheibe ins gegnerische Drittel zu dreschen, sind teilweise verletzt (z.B. Roche).
War auch wieder ein typischer "Gardner-Abend". Man hat ihn eigentlich nicht wirklich gesehen, am Schluss war sein Stock trotzdem bei 3 Treffern im Spiel. Ist einfach ein sehr teurer Stock. Der SCB hat zwar die Höchststrafe vermieden, mit 4:0 rauszufliegen. Trotzdem liegen die Vorteile immer noch bei Kloten.
Belustigend ist höchstens, wie in der Presse jetzt wieder herumanalysiert wird. Statt einfach mal zuzugeben, dass es halt unberechenbar ist, und Glück und Zufall einen grossen Anteil am Geschehen haben.
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Die Zeitungsartikel und Meinungsäusserungen auf dem Pinboard kommen mir sehr bekannt vor. Auch wenn man den ehemaligen SCB-Trainer John van Boxmeer und Bob Hartley nicht vergleichen kann, so sind bzw. waren die Hoffnungen ähnlich.
Ein "harter Hund" wollte man, der den verwöhnten Bubis mal so richtig Dampf macht. Und ein Management, welches durch alle Böden durch zum Trainer hält. An diesem uneinnehmbaren Bollwerk sollte die mächtige Spielermafia scheitern. Dass der Trainer die Verhältnisse in der geschützten Werkstatt "NLA-Schweiz" bestenfalls vom Hörensagen kennt, wird als Vorteil ausgelegt. Natürlich können die "harten Hunde" die renitenten oder sich in einem Formtief befindlichen Diven zu den Farmteams schicken. Beim SCB waren damals die Youngsprinters aus Neuenburg das Farmteam, beim ZSC sind es die GCK-Lions. Alles eine Frage der Reglemente und der Vertragsgestaltung. Die ersten paar "Aktionen" in diesem Stil werden vom Publikum sogar noch mit Applaus bedacht; endlich mal einer, der durchgreift!
Die Praxis zeigt dann jeweils, wie weit die Prinzipien- und "Nibelungentreue" des Managements und der Fans geht. Aufgrund der Konstellationen beim ZSC kann man annehmen, dass der mit einer Engelsgeduld gesegnete Walter Frey im Falle eines Falles lange zuwarten wird. Wie aber schon richtig gesagt worden ist: Niemand kann derzeit eine Erfolgsgarantie abgeben, das für und wider bleibt Spekulation.
Entscheidender als der Trainer ist deshalb m.E. der Umbau der Mannschaft. Denn das Team bzw. die Führungsspieler müssen letztlich den Karren aus dem Dreck ziehen. Denn diese Spieler haben in der Schweiz noch immer das längere Haltbarkeitsdatum, als die stetig wechselnden Trainer.
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Je nach "Erfolg" wird man auf diesem Pinboard in 7 - 8 Monaten lesen:
dass es genau die richtige Entscheidung war, einen Trainer zu verpflichten, welcher unbelastet von der CH-Liga seine Aufgabe anpacken konnte
dass es ein völliger Blödsinn war, einen Trainer zu verpflichten, der die besonderheiten der CH-Liga nicht kennt und erst lernen muss, dass er um gewisse Herrschaften nicht herumkommt, weil eben sonst nichts da ist.
Bitte nicht falsch verstehen, ich will die Fröhlichkeit hier nicht stören. Nur darauf aufmerksam machen, dass der Entscheid aus heutiger Sicht (auch für die mit dem Eishockeysport vertrauten Schreiber hier) vernünftig und "richtig" scheint. Bob Hartley war auch als Nachfolger von J. van Boxmeer beim SCB ein Thema. Soweit ich mich erinnere, wurde da sehr viel Positives über B.H. geschrieben. Ob es dann wirklich klappt oder nicht, kann heute niemand garantieren. Man sollte dies jeweils berücksichtigen, wenn dann im nachhinein Entscheidungsträger als unfähig betitelt werden, weil sich der erhoffte Erfolg nicht eingestellt hat.
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....ob die Lohnhierarchie in Bern und Davos tatsächlich derart im Lot ist, wie K.Z. da nun behauptet, wäre noch abzuklären. Das Problem kommt dort evtl. einfach (noch) nicht hoch.
Könnte man die effektiven Löhne und Salärstrukturen aller Vereine objektiv vergleichen, käme man möglicherweise zu erstaunlichen Erkenntnissen, und alle schönen Theorien würden in sich zusammenbrechen. Und bezüglich der Schallgrenze von CHF 600'000.-- meine ich, diese Saison schon ganz andere Zahlen gehört zu haben. Wobei die Grauzone dann bei den Prämien und Nebenleistungen liegen dürfte. Bei Rafael Diaz war von TCHF 650 die Rede, Ryan Gardner hat beim Wechsel nach Bern sein bescheidenes Gehalt auch nochmals etwas aufgebessert, ein Christian Dubé verdient sich seit über 10 Jahren eine goldene Nase im CH-Hockey.
Hingegen stimmt wohl die Aussage betreffend dem Zugzwang, unter welchem der ZSC betreffend Blindenbacher steht. Schon nur um die enttäuschten Fans nicht noch mehr zu verärgern, ist der Transfer von Blindenbacher ein absolutes Muss. Weshalb Lugano einen Blindenbacher nicht brauchen soll, weiss wohl nur Klaus alleine. Hingegen glaube ich, dass Blindenbacher nach seinem Abenteuer vom Ausland die Nase voll hat, und sehr gerne in ein vertrautes Umfeld zurückkehren wird. Vermutlich muss ihn sein Spieleragent beknien, damit Blindi nicht von sich aus Salis anruft und fragt, ob er zurückkommen dürfe.
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Was mich etwas erstaunt ist die Tatsache, dass nun diesem vorsaisonalen Euro-Turnier (...welches auch den SCB betrifft...) eine derartige Bedeutung beigemessen wird, dass es sogar für eine Saisonanalyse herhalten muss. Auch beim SCB waren, weniger öffentlich, auch schon solche Reden zu hören.
Natürlich kann es sein, dass dieses Turnierchen für eine kurze Zeit die Saisonvorbereitung etwas anders aussehen lässt. Aber derart alles auf den Kopf gestellt wird deswegen nicht. Kann sein, dass bei den anderen Teilnehmern des Turniers der Saisonbeginn ebenfalls etwas harzig war, evtl. weil man die Auftakteuphorie schon eingezogen hatte, vielleicht ist es aber auch nur Zufall. Schliesslich handelte es sich bei den Teilnehmern nicht um "Schwanzklubs", bei welchen der Kampf am Strich am ersten Spieltag beginnt.
Die Theorie, wonach dieses Turnier das Trainieren von Automatismen verhindert und deswegen die ganze Saison behindert habe, ist nur beschränkt nachvollziehbar. Die beiden Euro-was-weiss-ich Turnier Teilnehmer aus der CH (ZSC + SCB) haben keine derartig schwerwiegenden Änderungen im Team erfahren, als dass man deswegen monatelang "Automatismen" üben müsste, bzw. dies innerhalb der restlichen 5 Monate bis zu den Play-off's nicht mehr hinzukriegen wäre. Wenn man es nicht fertig bringt, einen geraden Pass aus dem eigenen Drittel einem Linienkollegen auf die Schaufel zu spielen (...wie beim SCB von September 2010 bis Januar 11'), hat das nur sehr begrenzt mit Automatismen zu tun. Man könnte meinen, die turniergeschädigten Klubs würden ansonsten ein russisches Kombinationshockey und Eishockeyschach à la Tichonow aufziehen.
Da gerade die beiden sog. "Grossklubs" aus Zürich und Bern immer mal wieder ihr Interesse an einer europäischen Liga bzw. entsprechenden Turnieren verlauten lassen, kommen mir solche "Ausreden" der beiden etwas komisch vor. Wie steht es denn im Fussball? Da finden UEFA oder CL Qualispiele an Terminen statt, bei welchen die einen schon 5 Wochen Meisterschaft spielen, währenddem die anderen noch im Vorbereitungstraining sind. OK, dort ist auch entsprechend Geld zu verdienen, was das Jammern wohl etwas dämpft. Wenn es nicht möglich ist, eine 10-tägige Absenz zu verkraften (...bei welcher ja übrigens Eishockey gespielt wird und nicht Halma…) muss man sich europäische Ambitionen aller Art abschminken.
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Die "Debakel" im CH-Eishockey kommen und gehen, heute totgesagte feiern morgen schon Auferstehung, und die Probleme sind in solchen Fällen auch immer die gleichen:
Mannschaft:
Entweder "zu klein, zu leicht, zu verspielt, zu jung, Schillerfalter" etc." ODER "zu schwer, zu alt, zu behäbig, zu gesättigt, Dinosaurier"Schlüsselspieler:
Bei Erfolg - Musterprofi, es gibt keine jungen und alten Spieler, nur gute und schlechte
Bei Misserfolg - Alphatiere machen die Teamhierarchie kaputt, zu viel politischer Einfluss, schlaue OpportunistenSportchef:
Ebenfalls je nach Erfolg des Klubs; vor 2 Jahren noch wurde der Sportchef vom EVZ als Lachnummer dargestellt, zwischenzeitlich ist er medial zum umsichtigen Sportmanager aufgestiegen. Würde der EVZ gegen Genf ausscheiden, würde der Sportchef von K.Z. zur Schnecke gemacht, weil kein ausl. Ersatz für Verletzte geholt wurdeUnd bei Klaus Zaugg ist es halt wie mit dem "Blick": Jeder regt sich darüber auf und beschimpft ihn als tendenziös und unsachlich.... und liest ihn halt trotzdem (....wenn es nichts kostet....). Immerhin muss man Klaus Zaugg zugute halten, dass er reihum jedem ans Bein pinkelt, so dass nach alter Väter Sitte die guteidgenössische "mittlere Unzufriedenheit" herrscht. Im übrigen sind die Kritiken auf den Pinboards - beim ZSC und anderswo - mindestens so hart wie das, was dann K.Z. rauslässt. Dieser braucht im Prinzip nur die verschiedenen Wortmeldungen etwas zu destillieren und neu zu verpacken, und die Analyse steht. Ein Spielbesuch ist so gar nicht mehr nötig.
Habe dem ZSC trotz missratener Quali in den Play-off's gegen Kloten mehr zugetraut, und aus meiner Optik hat nicht sooo viel gefehlt dazu, wie nun überall zu lesen ist. Schmerzlich vermisst in der Offensive habe ich Patrick Bärtschi. Schon in seiner kurzen Zeit beim SCB war er im entscheidenden Moment verletzt (...Ellbogencheck eines EVZ-Ausländers im ersten PO-Spiel ...natürlich ungeahndet...). Beim ZSC verpasste er nun die halbe Saison. Er hätte mit seinem Torriecher durchaus den Unterschied machen können in der Serie. Denn gegen ein offensiv sehr starkes Kloten hat der ZSC nicht zuviele Tore zugelassen, sondern zuwenige erzielt. Das Medienecho wäre für den ZSC bedeutend milder ausgefallen, dafür wäre Kloten gnadenlos als zu weiche, zu verspielte "Play-off Versager" durch den Kakao gezogen worden. Soll nun natürlich nicht heissen, dass die allseits kritisierten Punkte nicht zutreffend seien, und man einfach weiter machen soll, wie bisher. Da aber der in solchen Momenten immer wieder geforderte "Totalumbau" sowieso nicht zu realisieren ist, wird man nächste Saison Zeuge eines Wunders werden. Wie nämlich der ZSC, mit ein paar gezwungenermassen kleinen Retouchen, wie verwandelt auftreten und spielen wird. Ich bin mir aber sicher, dass die Experten dafür eine völlig logische Erklärung aus dem Hut zaubern werden. Am einfachsten schreibt man dann wohl dem Trainer Wunderkräfte zu, oder Ausländer X.
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Zwar reine Theorie, würde aber viel Geschreibsel von Journalisten als das entpuppen, was es eigentlich ist, eben Geschreibsel:
Man sollte mal Genoni beim ZSC in den Kasten stellen und Flüeler bei Davos. Ob sich entscheidendes ändern würde? Oder man könnte mal schauen, wie der meist unter Dauerbeschuss stehende Bäumle bei einem qualitativ besseren Team aussehen würde. Evtl. wäre er der "Börner", wenn er nicht auch noch den 5en Nachschuss parieren müsste, um keinen Treffer einzufangen.
Bei den Journis sind (welch Überraschung) immer diejenigen Goalis Top, bei welchen auch das Team solche Leistungen bringt. Wer erinnert sich nicht an das Theater, welche um den Wechsel von Tobias Stephan nach Genf gemacht wurde. Nur ihm sei es zu verdanken, dass Genf in den Play-off Final gekommen sei usw. usw., sogar zum besten Torhüter wurde er gewählt. Dass er in PO-Final in JEDEM Spiel mindestens ein faules Ei kassierte, wurde geflissentlich übersehen, schliesslich musste der Hype am Leben gehalten werden.
McSorley hat allerdings schon längst bemerkt, dass Stephan zwar ein guter Torhüter ist, aber nicht der Wunderknabe, zu dem ihn die stets auf "die Story" schielenden Journalisten geschrieben hatten. McSorley wird daher alles versuchen, Stephan samt Vertrag nach Lugano zu verkaufen, und dafür den vorderhand noch günstigeren Conz nach Genf zu holen.
Den Entscheid, auf Flüeler zu setzen, einfach mal als "Fehlentscheid des ZSC-Managements" abzuqualifizieren, (wie von K.Z. gemacht) finde ich auch etwas gewagt. Aber da werden die Einschätzungen ja im Tagesrythmus gewechselt. Aus "Lotter-Goalis" werden unversehens Helden, aus "überforderten Sportchefs" auf's Mal weitsichtige und gut vernetzte Sport-Manager usw. usw. Lustig und unterhaltsam, ab und an sogar treffend, aber meist eben nur ein Geschreibsel und ein Heulen mit den Wölfen.
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Nach den Abgängen von zig Scorepunkten beim ZSC in letzter Zeit (Alston, Gardner, Sejna kommen mir da auf Anhieb in den Sinn...) stellt sich auch die Frage, wo zum jeweiligen Zeitpunkt diese Werte wieder "beschafft" hätten werden sollen. Habe die Marktlage nicht mehr ganz präsent, aber wenn ich mich richtig erinnere, so herrscht auf dem CH-Markt seit Jahren Ebbe betreffend solcher Spieler. Die überschaubare Menge an Klassespieler mit CH-Pass wird mit viel Geld und langjährigen Verträgen an die Klubs gebunden.
Alle Schaltjahre einmal gibt es dann doch noch Wechsel, meist aber erst bei Titularen, welche noch auf einen Rentenvertrag aus sind. Mit CH-Pass dieses Jahr nun Dubé (zu Gottéron). Ansonsten aber auch hier Ebbe, der Transfer von Ambühl war unter diesem Gesichtspunkt ein rarer Glücksfall.
Würde also noch der Ausländermarkt bleiben, um irgendwas zu reissen. Aber auch hier weiss jeder langjährige Eishockeyfan, dass die Trouvaillen selten sind. Manchmal helfen Glück und Zufall (wie z.B. Bednar oder Sykora in Davos), oder viel Geld und eine gewisse Risikobereitschaft (z.B. Metropolit in Zug). Daneben wird gepredigt, dass die Offensive nicht alles sei, sondern die Defensive entscheidet. Auch hier sind die Perlen aber sehr dünn gesät. Wo bzw. wer sind die dominanten ausländischen Verteidiger in der NLA in den letzten Jahren?
Selbst mit viel Geld ist in unserer Liga mangels Spielermaterial das in solchen Situationen oft geforderte "House Cleaning" kurzfristig nicht möglich.
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....also wenn der ZSC heute auch gewinnt, muss ich mich dann schon langsam selber zitieren. Habe noch vor Weihnachten "prognostiziert", dass der ZSC in den PO's ein sehr unangenehmer Gegner sein wird und für eine Überraschung gut ist. Der "Z" hat genügend Play-off erfahrene Spieler, es ist einfach Pech, dass Patrick Bärtschi als Torschütze ausfällt. Aber wenn Monnet seine Form weiterhin so findet und evtl. sogar Ambühl mitziehen kann, wäre das möglicherweise zu kompensieren. Daneben hat man mit Nolan einen, der im Slot steht wie ein Fels und auf Ablenker und Abpraller spezialisiert ist. Dass Flüeler unter diesem Druck und dem stets drohenden Schatten von Legende Sulo bisher praktisch fehlerfrei agiert, wäre auch noch der Erwähnung wert.
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Ja, 95/96 war es wohl das 2letzte Mal.
Da waren noch Sachen erlaubt, da würde der Einzelrichter heute 3/4 einer Mannschaft nach dem 1en 3el für mehrere Spiele sperren. Komischerweise habe ich nicht den Eindruck, dass es mehr Verletzte gab. War weniger schnell als heute, deshalb wohl weniger Hirnerschütterungen. Dafür mehr Halten, Ellbogen und Stöcke noch etwas höher. Wobei die beiden letztgenannten "Tugenden" immer noch weit verbreitet sind in der CH.
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Zitat von Supreme
Hatten die gestern abend ihren körperkontakt freien Abend oder was?
Ich habe nur Zürcher wegspicken sehen, aber keiner der einen Berner erwischen würde, manche wichen sogar Möglichkeiten bewusst aus.
Hatten die alle Angst vor einem Kieferbruch???
Ausserdem war die Nr. 27 bei jeden Gegentreffer auf dem Eis (so habe ich das in Erinnerung).
Es ist besser Nolan zu bringen als diesen Typen.
Fällt zwar sonst nicht so extrem auf wie gestern, aber so richtig zur Sache ist es zwischen dem ZSC und dem SCB schon lange nicht mehr gegangen. Letztmals so richtig gekracht hat es in der Saison ????, als Mark Streit und Yves Sarault schon in den ersten Minuten aneinander gerieten (war das 2003/4 ?). Aber seither herrscht da stets eine Art "Testspielatmosphäre".
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23. Februar 2011
Was man hat, das hat man
Die Eishockey-Nationalliga erfreut sich am Ende der Qualifikation 2010/2011 ungebrochener Popularität
Die Qualifikation hat am Dienstag mit einem neuen Zuschauerrekord geendet. Das beweist: Das Produkt funktioniert. Bedroht wird es höchstens von den Lohnkosten, die ungebremst steigen.gen. ⋅ Der HC Davos verteidigte seine Tabellenführung in der letzten Qualifikationsrunde mit einem 2:0-Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers und steigt damit am Samstag als logischer Titelfavorit in die entscheidende Meisterschaftsphase. Die Kloten Flyers haben die Tabelle zuvor während 39 der 50 Runden angeführt und sind damit der erste Herausforderer der Bündner. Dahinter zeigten der Titelhalter SC Bern und Genf/Servette zuletzt Aufwärtstendenz. Und auch der EV Zug, die ZSC Lions und Fribourg-Gottéron rechnen sich Chancen im Titelkampf aus. Nur die SCL Tigers scheinen mit der ersten Play-off-Qualifikation im 14. Anlauf ihr Ziel erreicht zu haben. Mit 9 Niederlagen in den letzten 11 Spielen (zuletzt 2:7 in Zug) verspielen sie einen Teil des Bonus, den sie zuvor erarbeitet haben.
Anzeige:Die Liga präsentiert sich am Ende der 50 Qualifikationsrunden in blendender Verfassung. Die Unterhaltung stimmt auf und neben dem Eis. Das auf Sicherheit bedachte 1-2-2-System ist zum Auslaufmodell geworden. Die Trainer lassen zur Freude des Publikums vermehrt wieder forechecken. Die Zuschauer honorieren die Bemühungen und bescherten der Liga erneut einen Zuschauerrekord (6302 im Schnitt). Der SCB ist weiterhin Europas Publikumsmagnet (15 855). Zug hat den Schnitt dank der neuen Arena um fast 2000 Zuschauer gesteigert (von 4316 auf 6314).
Gestiegen ist aber auch der Einfluss der Schweizer Spieler. Reto von Arx war in Davos schon immer der unbestrittene Leader. Neben Arno Del Curto bauen neuerdings aber auch andere Trainer ihre Teams vermehrt um Schweizer herum: Rafael Diaz war der herausragende Zuger, Sandy Jeannin dirigiert Gottéron, und in Bern haben sich Martin Plüss und Ivo Rüthemann als Kopf des Teams etabliert. Beim Meister sind die ausländischen Stürmer Ergänzungsspieler mit klar definierten Rollen. Unter den elf besten Torschützen figurieren sechs Schweizer.
Die Kehrseite dieser Entwicklung sind die Löhne, die vor allem für die Schweizer Topspieler ungebremst steigen. Die noch vor kurzem gültige Regel, wonach sich Bern, Davos, Lugano und die ZSC Lions praktisch alles und ihre Konkurrenten nichts leisten können, ist überholt. Heute investieren Zug, Fribourg-Gottéron, Servette oder die Kloten Flyers massiv in den Erfolg. Rafael Diaz unterschrieb im EVZ einen neuen Vertrag, der mit weit über 600 000 Franken dotiert sein soll. Sein Teamkollege Damien Brunner bewegt sich nicht weit darunter. Gottéron wird nach den Zuzügen von Christian Dubé und Simon Gamache in der kommenden Saison mindestens acht Spieler im Kader haben, die in der obersten Lohnklasse der Liga spielen. Und Genf/Servette ist höchstens noch in der Argumentation seiner Besitzer Hugh Quennec und Chris McSorley ein Low-Budget-Team. Tobias Stephan, Goran Bezina, Richard Park, Dan Fritsche, John Gobbi oder Juraj Simek stehen für das Gegenteil.
Mehr als ein Klub bewegt sich an der Grenze des Verkraftbaren. Die ZSC Lions oder Lugano weisen jährliche Defizite in Millionenhöhe aus, die von ihren Mäzenen gedeckt werden müssen. Die Kloten Flyers müssen ihr Budget senken und wollen nur mit drei Ausländern in die neue Saison steigen, weil ihrem Präsidenten Jürg Bircher wohl der finanzielle Atem eines Walter Frey oder Geo Mantegazza fehlt. Und in Genf hat McSorley begonnen, das Tafelsilber zu verscherbeln. Er verkauft den Transfer von Thomas Déruns nach Bern als Veredelung eines Spielers, der seine Leistungen zuletzt nicht mehr gebracht hat. Möglicherweise ist es aber auch ein fatales Signal für einen Klub, dessen Basis auf dem schwierigen Genfer Pflaster noch alles andere als gefestigt ist. Bereits kursiert das Gerücht, dass McSorley auch sein momentan nach Langnau ausgeliehenes Torhüter-Juwel Benjamin Conz bereits nach Lugano verkauft habe. Wahrscheinlich rechnet er damit, dass Conz' Zukunft über kurz oder lang ohnehin in Nordamerika liegt. Was man hat, das hat man.
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sloggi:
Das mit dem "..nicht mehr ganz taufrisch..." habe ich nur hingeschrieben, weil dies wohl der einzige Punkt ist, an dem man herumnörgeln könnte. Vorallem da Lugano mit Rintanen ja schon einen Veteranen unter Vertrag genommen hat.Es käme mir zudem nicht im Traum in den Sinn, Bednar in einen Zusammenhang mit den aktuellen SCB-Ausländern zu bringen. Dies sind komplett andere Spielertypen und haben anderen Ansprüchen zu genügen. Gerade deshalb dürfte es nach dem Abgang von Dubé betr. Ausländer beim SCB noch einen Wechsel geben. Und da hätte ich Bednar - Alter hin oder her - allemal den Vorzug gegeben vor einem "unbekannten" Experiment.
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Was soll den der Habisreutinger in Lugano mit dem Geld sonst machen? Irgendwo muss er ja anfangen und vom Himmel geschneit kommen die Spieler schliesslich nicht. Er suchte noch einen spielstarken Stürmer, und Bednar hat mit seinen Forderungen offensichtlich nicht ganz so übertrieben wie Metropolit. Auch wenn Bednar nicht mehr ganz taufrisch ist, so könnte man mit viel Geld auch dümmere Transfers veranstalten.
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....bei den Zürcher Klubs sind die von Teamkollegen "fremdgerumsten" "Trullas" ja ein nicht zu unterschätzender Faktor bei Spielerwechseln...
:twisted:
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...also von den anfänglichen Gesten her hätte man meinen können, dass dann etwas mehr passiert als das Zerren an den Leibchen. Aber man sah beiden an, dass da viel zu wenig Emotionen vorhanden waren. Etwa so, wie wenn ein Opernsänger tief Luft holt, um dann festzustellen, dass er den Text vergessen hat....
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von Klaus Zaugg - Servette-General Chris McSorley hat aus einem NLB-Krisenclub ein NLA-Vorzeigeunternehmen geschmiedet. Jetzt lassen ihn die Politiker hängen. So sind Servettes Tage als Spitzenteam gezählt.
Die Arena im Besitz der Stadt Genf ist baufällig. Die Stadtväter hatten Servette für den Sommer 2010 eine ordentliche Renovation mit etwas mehr als 200 neuen VIP- und Logenplätzen versprochen. Dieser Umbau hätte es Servette ermöglicht, über eine Million Mehreinnahmen zu generieren. Zudem hat die öffentliche Hand zugesichert, die Nachwuchsorganisation «Association Genève Futur Hockey» mit mehr als einer Million zu alimentieren und ein Projekt für eine neue Arena (bezugsbereit 2015) anzuschieben.
Doch gemäss Präsident Hugh Quennec - zusammen mit Chris McSorley Servette-Besitzer - ist bis heute keines dieser Versprechen erfüllt worden. Die Lotterhalle ist nicht renoviert, ein konkretes Projekt für eine neue Arena gibt es immer noch nicht, und auf eine Tranche für die Nachwuchsorganisation in der Höhe von 550 000 Franken wartet Quennec nach eigenen Angaben seit mehreren Monaten. Er ist beunruhigt. «Vor allem das Ausbleiben der 550 000 Franken bringt uns in Schwierigkeiten.»
«Dann müssen wir unser Budget reduzieren»
Es gingen Gerüchte um, das Geld werde nicht für die Nachwuchsorganisation verwendet. Sondern für die Zahlung von Spielersalären. Deshalb verzögere sich die Auszahlung. Kritiker monierten, die Transparenz sei nicht gegeben, weil McSorley und Quennec auch die Nachwuchsorganisation kontrollieren. «Das hat uns sehr geschadet», sagt Quennec gegenüber 20 Minuten Online. «Dabei haben mehrere unabhängige Revisionen längst gezeigt, dass alles in Ordnung ist und es wirklich nur Gerüchte sind.»
Aber was nun? «Ich gehe davon aus, dass die Versprechen eingehalten werden und das Geld überwiesen wird», sagt Quennec. Und was ist, wenn nicht bezahlt, die Arena nicht renoviert und auch keine neue Arena gebaut wird? «Dann müssen wir unser Budget reduzieren. Wir sind zweimal bis ins Finale gekommen, wir füllen die Arena, wir haben den Beweis erbracht, dass wir dazu in der Lage sind, ein Hockeyunternehmen erfolgreich zu führen. Wenn man uns aber die für das Hockeybusiness notwendige Infrastruktur nicht zur Verfügung stellt, dann müssen wir die Konsequenzen ziehen. Wir haben jetzt schon eines der kleineren Budgets in der Liga und wären gezwungen, dieses Budget durch Verkäufe von Spielern weiter zu reduzieren.» Damit aber wären die Tage von Servette als Spitzenteam gezählt.
In der Krise aufgebautHugh Quennec lehnt das Mäzenatentum ab. «Es kann nicht sein, dass wir den Spielbetrieb auf dem aktuellen Niveau mit Mäzenen finanzieren müssen. Entweder haben wir die Infrastruktur, um das Hockeygeschäft wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben, oder wir lassen es sein.» Nach eigenen Angaben geschäftet Servette mit einem Budget von rund neun Millionen Franken. Das ist aber immer noch eine halbe Million mehr, als beispielsweise die SCL Tigers zur Verfügung haben.
Präsident Hugh Quennec und sein Manager und Trainer Chris McSorley haben ein Wunder vollbracht: In Zeiten der Krise haben sie in der Westschweiz ein funktionierendes Sportunternehmen aufgebaut. In der gleichen Ära sind Servette und Lausanne im Fussball aus der höchsten Spielklasse verschwunden. Mit 6939 Fans pro Spiel ist Servette bei den Zuschauerzahlen die Nummer drei im Lande hinter dem SC Bern (15 803) und den ZSC Lions (7675).
Schon der Fussball wurde fallengelassen
Aber das Unternehmen ist auf die Politiker angewiesen, um mit einer entsprechenden Infrastruktur diese Zuschauer bewirtschaften zu können. Der Präsident und sein Manager sitzen deshalb in der Falle: Sie versuchen zwar, die Politiker aufzurütteln und sie haben mit dem Verkauf von Nationalstürmer Thomas Déruns aus einem laufenden Vertrag heraus (zum SC Bern) gezeigt, dass die Lage ernst ist. Aber sie waren bisher sportlich so erfolgreich, dass niemand in der Stadt ihre Warnrufe wirklich ernst nimmt.Druck auf die Politiker lässt sich in dieser Stadt nicht aufbauen. Auch die immer wieder gestreuten und von den Medien dankbar aufgenommenen Gerüchte, man ziehe nach Lausanne um, wenn in Genf die Hockey-Infrastruktur nicht verbessert werde, schrecken niemanden mehr auf und haben keinerlei Wirkung. Denn: Eine Option ist das nur theoretisch. Aber nicht im wirklichen Leben. Und die Geschichte lehrt uns, dass in der Stadt Calvins der Sportkapitalismus keine Lobby hat: Genfs Politiker haben schon das Fussballunternehmen Servette (17-facher Schweizer Meister und siebenmaliger Cupsieger!) mit Karacho untergehen lassen, und es dabei in Kauf genommen, dass ein nigelnagelneues Fussballstadion leer bleibt. Schliesslich hat Genfs grosser Reformator Johannes Calvin gelehrt: «Ora e labora» («Bete und arbeite»). Von Fussball und Hockey hat er nichts gesagt.
Ohne Renovation keine Spitzeneishockey
Hugh Quennec und Chris McSorley wirken bei ihrem Kampf gegen Genfs politische Windmühlen wie zwei Pokerspieler, die sich cool und siegesgewiss geben und nicht merken, dass sie die Karten verkehrt herum halten. McSorley sagt denn auch: «Nein, wir zügeln nicht nach Lausanne. Ich möchte bis zum Ende meiner Karriere in Genf bleiben. An den Gerüchten, ich sei daran, meinen Abgang nach Lausanne vorzubereiten, ist kein einziges wahres Wort dran.» Und Quennec räumt ein, dass man alles tun wolle, um in Genf zu bleiben. «Wir haben schon mehrfach klar gemacht, dass wir in Genf bleiben. Wir geben nicht einfach auf. Wir kämpfen für unsere Sache.»
Ohne Renovation der Arena oder einem konkreten Neubauprojekt und ohne finanzielle Hilfe für die Ausbildung junger Spieler ist das Hockeygeschäft in Genf auf Dauer nicht mehr finanzierbar. Alle bisherigen Investitionen ins Hockeybusiness sind in der Hoffnung auf eine Verbesserung der Infrastruktur gemacht worden. Es waren Investitionen in die Zukunft. Diese Zukunft ist jetzt Gegenwart geworden.
«Dann gibt es in Genf kein Spitzenteam mehr»
Die amerikanische Anschutz-Gruppe, eines der weltweit grössten Unternehmen im Bereich Life Entertainment und Sport, hat die Geduld längst verloren. Anschutz orchestrierte und finanzierte den Aufstieg in die NLA. Inzwischen sind die Amerikaner ausgestiegen und haben die Anteile an Servette Chris McSorley und Hugh Quennec verkauft. Vor allem der in Nordamerika gross gewordene McSorley kann es einfach immer noch nicht fassen, dass eine Stadt nicht bereit ist, für ein so erfolgreiches Hockeyunternehmen wie Servette eine Arena bereitzustellen. In Nordamerika ist es schliesslich gang und gäbe, dass selbst hoch verschuldete Städte schon mal 100 Millionen Dollar für eine Arena ausgeben - nur um Sportunternehmen anzulocken. Weil erfolgreichen Sportteams eine aphrodisierende Wirkung auf Gesellschaft und Wirtschaft zugeschrieben wird. Auch Quennec vertritt die Auffassung, dass der Bau eines Stadions sei Sache der öffentlichen Hand sei.
Nach Jahren des Verhandelns und Versprechens und Hinhaltens muss nun gezahlt und gebaut oder mindestens renoviert werden. Quennec gibt zu, dass die ganze Sache einem Finale entgegen treibt: Die Tage der Entscheidung nahen also. Auf die Frage von 20 Minuten Online, was er denn tun werde, wenn all die Versprechungen bis im Sommer nicht eingelöst werden, weicht Servettes Präsident erst aus und erklärt, man kämpfe dafür, dass sich die Situation verbessere. Aber schliesslich sagt er unmissverständlich: «Dann gibt es in Genf kein Spitzenteam mehr. Für Chris McSorley wird das kein Problem sein. Er wird eine neue Arbeit finden.»
McSorley würde Titel mit anderen Teams holenDas investierte Geld können Hugh Quennec und Chris McSorley mit ein wenig Glück bei einer Liquidation des Unternehmens wieder herausholen, wenn sie die Stars mit lange laufenden Verträgen wie Goran Bezina (bis 2013), John Gobbi (bis 2015) oder Dan Fritsche (bis 2013) verkaufen. Bei Transfers aus laufenden Verträgen heraus ist zwischen einer halben und einer ganzen Million zu verdienen. Anders als die legendären Genfer Sportunternehmer Marc Roger und Jürg Stäubli haben Hugh Quennec und Chris McSorley die Möglichkeit, die Arena als Ehrenmänner verlassen.
Oder noch einfacher gesagt: Wenn sich die Situation in den nächsten Monaten nicht grundlegend ändert, dann kehrt das Hockeyunternehmen Servette bald dorthin zurück, wo es war, bevor es vom Märchenprinzen Chris McSorley im Herbst 2001 wach geküsst worden ist: In den Keller der NLB oder in die 1. Liga. Und der charismatische kanadische Bandengeneral holt in den nächsten Jahren halt mit den ZSC Lions, Fribourg, Lausanne, Zug oder Lugano einen Titel. Was könnte einer wie er mit dem Geld bewegen, das in Zürich, Fribourg und Lugano verbraten wird!
So oder so: Die Endzeit auf dem Hockeyplaneten Genf hat begonnen
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++....Kommentar von K.Z. könnte auch mit dem Titel "....wie uns die Geschäftsleitung hat wissen lassen...." gezeichnet sein. Da wird die Sicht von McSorley/Quennec schon etwas arg kritiklos wiedergegeben (...OK, für "Investigationsjournalismus" ist 20Min nicht das richtige Blättchen und Zaugg philosophiert lieber etwas oder telefoniert mit seinen Spezis in den Etagen der Klubs...)
Dass es mit der Transparenz bei Servette nicht zum Besten steht, ist nicht neu. Der abgedroschene Hinweis, dass die Revision bestätigt habe, dass alles in Ordnung sei, sagt diesbezüglich gar nichts aus. Höchstens, dass keine Verstösse gegen die Rechnungslegungsvorschriften bestehen. Das ist noch längst kein Beweis dafür, ob Mittel im Sinne von irgendwelchen Abmachungen verwendet worden sind, oder nicht.
Als "Politiker" im Staate Genf würde es mich aber auch etwas stutzig machen, wenn ich die Transferoffensiven von McSorley mitverfolgen würde, lesen müsste, wie er die (angeblichen) Geldsäcke aus Zürich, Bern und Lugano Mal für Mal ausbootete, mir Chef-Zampano McSorley aber gleichzeitig weismachen wollte, dass Servette das alles mit einem minimal höheren Budget als Langnau bewerkstelligt.
Es ist sicher nicht komplett verkehrt, was McSorley da via den zum Mediensprecher umfunktionierten Klaus Zaugg der Öffentlichkeit kundtut. Interessant wäre aber die Stellungnahme des Kantons Genf, welcher ja angeblich Dinge verspricht und nicht hält. Da würde man evtl. feststellen, dass da Fristen und Termine genannt sind, welche sich nach den langsam mahlenden Mühlen eines demokratischen Staatengebildes richten. Dass der Kanton Genf nicht funktioniert wie der HC Genf-Servette muss McSorley noch zur Kenntnis nehmen.