Beiträge von Adm. Bööf

    Zitat von ZSC/DEGShanahan

    Da fängt das in meinen Augen Problem schon an. Die ganze Vorrunde hat man anderen Torhütern vertraut und auf einmal stellt man die Nummer 1 nach Monaten der Verletzungspause ins Tor ohne Praxis. Sowas ist schon der Anfang vom Ende eines Teams. Ich weiß nicht, wer auf solch eine Idee kam.

    ZSC/DEGShanahan


    Flüeler war ein Risiko und es hat sich, wie von mir befürchtet, nicht ausbezahlt. Man hätte auf Schlegel vertrauen sollen.. Jetzt ist es zu spät.. Vieleicht gewinnen wir noch wir noch ein Spiel, aber keine 4 Spiele in Serie. Nicht mit diesem Team, nicht mit diesem Coach, nicht mit diesem Spielsystem, nicht mit diesem "Nicht-wollen"...

    Wo sind all jene die noch vor einer Woche meinten, der Titel führt nur übr uns??

    Genau, Eishockey in der Wüste! Was für ein ökologischer Dünnschiss! Bin weis gott kein Grüner, aber jetzt mal ehrlich, Eishockey gehört dorthin, wo es zimindest einwenig verwurzelt ist.. Quebec hätte wieder ein NHL Team verdient, aber es wird ja mehr darauf geschaut wo (noch) die USD sprudeln als sich zu fragen, wo Hockey wirklich eine Zukunft hat!

    Zitat von ZSColin

    Ist es wirklich ein klarer, vorsätzlicher Check gegen den Kopf?
    Auf jeden Fall wird Julienne dies in den nächsten Spielen zu spüren bekommen - muss er auch. Das kann kein Team auf sich sitzen lassen,
    ob vorsätzlich oder nicht!

    Vorsätzlich vermutlich nicht, fahrlässig aber mit Sicherheit. Ist ja nicht das erste mal, dass Juliette seine Grösse nicht unter Kontrolle hat.
    Er hätte genügend Zeit (und auch die läuferischen Fähigkeiten) gehabt, um den Check anders zu setzen oder sogar auf den Puck zu spielen. Er entschied
    sich dagegen.. Möglich, dass der Check gemäss Regelbuch "konform" war, da zuerst die Schulter "berührt" worden ist. Für mich (und ich glaube die Mehrheit) wars ganz eifach
    eine weitere dreckige Aktion von Pussy Sprunger und gehört bestraft!

    Zitat von Mushu

    Der Tagi-Artikel bringt es ziemlich gut auf den Punkt, wo's (seit längerem) harzt! Nur wird sich daran (Spielsystem bei dem keiner wirklich vors Tor geht aka PlayOff-Hockey, keine Spielertypen, welche dem Gegner unter die Haut gehen, nur eine wirklich eingespielte Linie) nichts mehr ändern in kurzer Zeit. Bern hat das berühmt, berüchtige Momentun auf ihrer Seite, hat nix zu verlieren. Nichts desto trotz brauchts vier Siege. Gewinnen wir morgen, sind wir zurück, verlieren wir erneut, ist wohl ziemlich bald Lichter löschen angesagt. Schön macht sich das Team T-Shirts mit der Aufschrift "Hungrig" drauf. Wenn morgen nicht ein jeder Spieler dies aber auch zeigt und bereit ist 5-10% mehr zu geben nützt auch das schönste T-Shirt nichts mehr.


    HIer noch das Interview mit Flüeler aus dem Tagi..


    Ihr Comeback glückte, das Spiel aber ging verloren. Haben Sie gemischte Gefühle nach dem 1:2?

    Im Playoff zählt nur der Sieg. Und den schafften wir nicht. Mit jeder Niederlage steigt der Druck im Hinblick aufs nächste Spiel. Ich hatte gehofft, ich könnte dem Team Druck wegnehmen mit meiner Rückkehr. Das ist mir nicht gelungen.

    Wie haben Sie sich gefühlt bei Ihrer Rückkehr nach 111 Tagen?

    Ich bin gut ins Spiel hineingekommen, hatte gleich viele Schüsse. Es war gut, begann das Spiel nicht so wie das zweite Drittel, als ich praktisch nur Zuschauer war. Ich fühlte mich gut.

    Wie kurzfristig wurde entschieden, dass Sie wieder spielen?

    Auf die Details möchte ich nicht eingehen. Ich wurde die ganze Woche gut vorbereitet, war immer mit dem Team dabei, schaute viel Video, war also bereit.

    Als Sie im November zurückkehrten, verletzten Sie sich gleich wieder. Wie haben Sie nun das Spiel in Bern körperlich verdaut?

    Gut. Natürlich hat man Angst, dass wieder etwas passiert. Aber es ging körperlich alles gut. Sportlich leider nicht.

    Sind Sie zufrieden mit Ihrer Leistung?

    Wenn man so knapp verliert, denkt man immer, man hätte einen Schuss mehr halten können. Nach einem solchen Abend stellt man sich 1000 Fragen. Aber wir müssen jetzt das Ganze vergessen und am Dienstag gewinnen.

    Wie erlebtenSie das 1:2 vonScherwey?

    Er kam mit Tempo und erwischte mich mit einem Handgelenkschuss. Ich weiss, dass er gut schiessen kann. Diesmal traf er, das nächste Mal halte ich den Puck.

    Die Berner fahren immer wieder in den Goalie rein. Irritiert das?

    Nein, das ist Playoff. Die Berner sind ein erfahrenes Playoff-Team. Sie wissen, was es braucht. Und ich weiss, was da auf einen zukommt. Kein Problem.

    Was muss geschehen, damit derZSC diese Serie wendet?

    Wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren. Uns fehlte in gewissen Situationen das Glück. Aber das Glück muss man sich auch erarbeiten. Wenn jeder noch fünf Prozent mehr gibt, werden wir die Wende erkämpfen. Am Dienstag kommt das 1:2, und dann ist wieder alles offen.

    Mit Ihnen im Tor?

    Ich bin fit. Körperlich hält alles. Ich bin bereit. (Interview: Simon Graf)

    Wenn du sie nicht machst, bekommst du sie! Spiel wurde nicht in den letzten 10 Minuten verloren sonder lange vorher! Wieder die Tore im ersten Drittel nicht gemacht, wieder nur EINE Linie wirklich gefährlich, wieder Bern aufgebaut, wieder kein PlayOff Hockey, wieder viel zu viele Schillerfalter-Aktionen..aber hey, hauptsache Schäppi ist zufrieden mit den beiden Spielen. Ich könnt kotzen!!!!!!

    Zitat von ZSColin

    Oooookay, nun hoffen wir aber sehr, dass er eine gute, stabile Leistung bringt.
    Ist ja nicht gerade Vertrauensfördernd für Schlegel.


    Crawford würde ihn wohl kaum bringen, wenn er nicht wirklich fit wäre. Aber da ist ja immernoch die Sache mit der Spuielpraxis, ich finds riskant!

    Einmal mehr literarischer Dünnschiss des selbsternannten "Hockeychronisten"
    Das einzige was Schlegel nicht ist, ist ein Goalie der sich bereits in den PlayOffs bewähren konnte.

    Einmal mehr, gut gesagt Kent Ruhnke!

    Schweizer Eiszeiten Von Kent Ruhnke (10/10)

    Ansichten eines Querkopfs

    Als mich Röbi Koller kurz nach dem Meistertitel mit den ZSC Lions in seine Sendung einlud, für sein Interview mit einem «Querkopf», wusste ich nicht so recht, was ich dort sollte. Ein Querkopf kann vieles sein - ein Eigenbrötler, ein Verrückter, ein Querdenker, ein Rebell. Entscheiden Sie sich für etwas. War ich eines davon? Oder alles? Das fragte ich mich vor meinem Fernsehauftritt. Was ich sicher nicht bin: einer, der stets mit dem Strom schwimmt.

    Das begann schon früh. Als mein Juniorenteam aus Toronto 1965 das internationale Moskito-Turnier in Québec gewonnen hatte, wurden wir nach Mexiko-Stadt eingeladen, um eine Serie von Schaukämpfen zu bestreiten. Unser Coach wies uns vor den Spielen an, nicht mehr als fünf Tore pro Drittel gegen die bemitleidenswerten Mexikaner zu schiessen. Die kulturellen Ausflüge zu Kirchen und Museen verbrachten meine Teamkollegen meist mit dem Werfen von Münzen. Wer es schaffte, seine Münze am nächsten an der Wand zu platzieren, bekam alle Münzen.
    Mein Debüt als Kolumnist

    Ich machte nicht mit. Ich war fasziniert von der Kultur Mexikos. Und als wir zurückkehrten, fragte ein Redaktor des «Toronto Star» (des kanadischen Pendants zum «Tages-Anzeiger»), ob ein Spieler einen Bericht über den Trip verfassen würde. Bald fand ich, mit 13, mein Foto auf der Aufschlagseite des Sportbundes wieder, einen Sombrero auf dem Kopf. Es war mir damals noch nicht so bewusst, aber ich war der Querkopf des Teams.

    Man würde denken, dass es schwierig ist, in einer Schweizer Gesellschaft, in der Hierarchien und Konformität grossgeschrieben werden, sich als Querkopf zu behaupten. Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Schauen Sie einmal auf die hier prägendsten Hockeycoachs der letzten 35 Jahre: John Slettvoll, Bill Gilligan, Arno Del Curto, Chris McSorley und (so sehe ich es zumindest) mich. Alle packten sie die Dinge anders an als der Rest. Sie spielten nach ihren eigenen Regeln.

    Sie entwickelten schon fast eine kultähnliche Aura um sich und ihre Teams. Sie alle brachten eine Strategie, einen Spielstil und ein Ethos, die man zuvor noch nie gesehen hatte. Sie sind kompromisslos, intensiv und feurig. Sie treiben ihre Teams erbarmungslos an. Und wenn ein Spieler den Kampf auf dem Eis nicht annimmt, wartetauf ihn nach dem Spiel in der Trainerkabine ein noch grösserer.

    Das ist für mich die Essenz des Eishockeys. Natürlich muss man Schlittschuh laufen können und den Puck führen und schiessen. Aber seine Fertigkeiten auszuspielen, wenn man Widerstände überwinden muss, ist die wahre Herausforderung dieses Spiels. Der Speed, die schönen Spielzüge, die Artistik, die Opferbereitschaft und, ja, die Aggression machen das Eishockey zum schönsten Sport.

    Ich hatte das Privileg, meine Leidenschaft auf beiden Seiten des Atlantiks auszuleben. Der Unterschied der Mentalitäten und der Spielstile zwischen Nordamerika und hier könnte grösser nicht sein. Und weil wir alle Gefangene unseres Wissens sind, hat mich diese doppelte Erfahrung enorm bereichert, aber wohl auch noch mehr zu einem Querkopf gemacht.

    Hier einige Dinge, die ich gelernt habe:

    Man kann einen Meistertitel nicht erzwingen. Je mehr Druck man sich auferlegt, desto schwieriger wird es.

    Meisterteams entstehen von unten nach oben, nicht umgekehrt. Der Wille zu siegen und Opfer zu bringen, muss die Garderobe durchdringen und äussert sich dann im Playoff in herausragenden, selbstlosen Auftritten.

    Läuferische und technische Fertigkeiten gewinnen keine Titel. Es gehört viel mehr dazu.

    Die Kunst für die Schiedsrichter ist es, die Spieler die Spiele entscheiden zu lassen.

    Die besten Spiele entstehen, wenn sich zwei Teams treffen, die sich weigern, die Niederlage zu akzeptieren.

    Hockeyfans lieben das Drama. Und zum Drama gehören Streitigkeiten. Das können Sie jeden Filmregisseur fragen.

    Der Schlüssel, um ein guter Coach zu sein, ist es, die Spieler so nahe wie möglich an die feine Linie zwischen Aggression und Gewalt heranzuführen. Dort gewinnt man Meisterschaften.

    Kürzlich unterhielt ich mich mit einem NLA-Sportchef und sagte, wie es mich überrasche, dass die meisten Teams nicht hart spielen würden, die Checks nicht abschliessen und den Gegnern vor ihrem Tor das Leben nicht schwer machen. Er sagte: «Niemand will mehr so spielen.» Ich gab zurück: «Das heisst, niemand will mehr gewinnen?» Ich kann diese Mentalität nicht verstehen. Ich habe meine ganze Trainerkarriere darauf verwendet, meine Spieler immer wieder anzutreiben, alles aus sich herauszuholen.

    Ich liebe hartes, kompromissloses Eishockey. Das bedeutet, dass du durch mich hindurch musst, wenn du den Puck von mir willst. Und wenn du vor meinem Tor campieren willst, wird es dir wehtun. Das heisst nicht, dass ich versuche, dir wehzutun. Ich tue einfach alles, um zu gewinnen. Der legendäre American-Football-Coach Vince Lombardi drückte es am treffendsten aus, als er sagte: «Gewinnen ist nicht alles. Es ist das Einzige!»
    Nichts für schwache Nerven

    Wir kommen nun wieder in die Phase der Saison, in der dieses Statement an Bedeutung gewinnt. Die Spieler müssen in sich hineinhorchen und die innere Stärke finden, die sie zum Titel treiben könnte. Und das ist es, was mich in all den Jahren am meisten fasziniert hat: dieser Kampf mit den Dämonen des Zweifels und des Verzagens. Eishockey ist kein einfaches Spiel. Und es ist definitiv nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Im Playoff geht es auf und ab, und wenn sich da nur der kleinste Spalt in der Rüstung Ihres Lieblingsteams auftut, hat es schon verloren.

    PS: Glauben Sie an Karma? Nicht? Dann hören Sie sich diese Geschichte an: Als ich diese Kolumne per Mail abgeschickt hatte, ging ich ins Fitness. Und als ich dort in der Sauna sass, sagte jemand zu mir: «Bist du nicht Kent?» Ich drehte mich um und sah . . . Röbi Koller. Wir plauderten ein bisschen und verabredeten uns zu einem Kaffee nächste Woche. Wir beiden Querköpfe haben uns sicher einiges zu sagen.

    Kent Ruhnke (63) führte den ZSC1981 in die NLA und coachte Biel,die ZSC Lions und den SCB zum Titel. Diesen Winter blickte er auf seine35 Jahre in der Schweiz zurück.

    Zitat von Der Weise

    Manchmal scheint es mir dass gewisse Forumsbesucher noch immer vom alten ZSC Virus befallen sind!

    Ach das ist doch nur die übliche Nervosität vor den PlayOffs! Man holt alle Binsenweisheiten wider hervor, reded die Gegner stärker, sich selber schwächer, prognostiziert überraschungen und dann doch wieder nicht. Wieso? Weil alles wieder bei Null beginnt! Weils jetzt zu zählen beginnt! Weil jetzt die schönste Zeit des Jahres kommt!