Beiträge von Larry

    Der Vater des Höhenflugs

    Weshalb die FCZ-Spieler diesen Breitenreiter so mögen

    Als Spieler hat er geraucht, als Trainer treibt André Breitenreiter den FC Zürich nach ganz oben. Er zeigt der Liga, was ein guter Trainer ist – und doch gibt es ein grosses Fragezeichen.

    Christian Zürcher
    Christian Zürcher (TA)

    FCZ-Trainer André Breitenreiter hat mit dem FCZ eine Erfolgsserie gestartet: 37 Punkte und 40 Tore aus 17 Spielen – kein Club steht besser da.


    FCZ-Trainer André Breitenreiter hat mit dem FCZ eine Erfolgsserie gestartet: 37 Punkte und 40 Tore aus 17 Spielen – kein Club steht besser da. Foto: Boris Müller

    Alles geht. Alles ist leicht. Der Zauber des Anfangs flirrt durch das FCZ-Land. Heiterkeit und Glück, überall. Doch einer macht da nicht mit. Er ist der Vater dieses Zustands: André Breitenreiter.

    Der Deutsche sitzt an einem verregneten Tag im Odeon, in dieser legendären Bar in Zürich, einst Heimat von Avantgardisten, von Leuten, die radikal die Normen verändern wollten. Der 48-Jährige erzählt von seinem Fussball, der an guten Tagen radikal vertikal ausfällt. Ohne Zögern, ohne Zweifel, immer nach vorne.


    Natürlich, er ist stolz, glücklich, erleichtert. Alles, was Leute in der Fussballbranche in guten Momenten über ihr Befinden sagen. Die Euphorie des Höhenflugs will er zwar nicht bremsen, doch seinen Anteil daran bemessen, das mag er auch nicht. Und noch weniger hält er davon, vorauszusagen, wohin das alles noch führen könnte. Bloss nicht übermütig werden. Es wäre ähnlich vermessen, wie das Zürcher Wetter im Mai zu prognostizieren. Viel schlimmer: Es könnte den fragilen Zauber stören.

    Von Trübsal zum besten Fussball der Liga

    André Breitenreiter ist in diesen Tagen Stolz und Zier des FC Zürich. Der Deutsche kam im Juni und wirkte wie ein Rundumelixier. Nach Saisons der Abstiegsangst, nach Jahren der Trübsal, steht der Verein wieder ganz oben in der Tabelle. Und das nicht zufällig. Der FCZ spielt den besten Fussball der Liga. Kampfeslust treibt ihn an. Offensivgeist hebt ihn aus der Masse. Unerschrocken geht der FCZ seinen Weg. Was hat Breitenreiter bloss gemacht?

    «Wir haben einen richtig guten Teamspirit. Und wir haben einen Plan, Fussball zu spielen. Diesen verfolgen wir konsequent», sagt Breitenreiter. Das klingt eher banal, doch es gibt einen Moment, der ziemlich gut zeigt, was er damit meinen könnte. Die FCZ-Spieler tanzen im November in Genf nach ihrem Sieg vor den vielen mitgereisten Fans. Als sie in die Kabine zurückkehren, sehen sie am anderen Ende des Spielfelds, wie die Genfer Spieler sich bei ihren zornigen Anhängern rechtfertigen müssen. Zwei Zürcher Spieler gehen darauf zu Breitenreiter und sagen: «Hast gesehen, Trainer?» Sie erzählen ihm, wie sie in den vergangenen drei Jahren immer wieder in der gleichen Situation waren. Sie verloren, waren schlecht gelaunt und mussten sich bei noch schlechter gelaunten Fans erklären. Sie seien so froh, dass das endlich einmal anders sei.

    Die Szene erzählt von der Demut der Spieler, der Dankbarkeit auch. Und sie zeigt fast schon beiläufig die Gabe Breitenreiters, ihnen zu zeigen, wie man erfolgreich Fussball spielt. Der FCZ gewinnt. Wer es im Fussball schafft, diese beiden Dinge zu kombinieren, Demut und Erfolg, baut Verheissungsvolles. Eine Maschine, die auch nach ein paar Siegen nicht nachlässt. Es ist wie beim Emporkömmling, der der Armut entflieht. Er will nie wieder zurück. Um keinen Preis. Ist André Breitenreiter ein Animator der guten Laune? «Nein, das bin ich nicht. Sicher nicht.»


    Ist André Breitenreiter ein Animator der guten Laune? «Nein, das bin ich nicht. Sicher nicht.» Foto: Anna-Tia Buss

    Breitenreiter war in seinem Spielerleben Stürmer, längst nicht so professionell wie seine Spieler heute. Er hat geraucht und eher genügsam trainiert, doch aus dieser Zeit stammt seine Idee von Fussball. Immer nach vorne, mit möglichst wenig Ballkontakten. Er hat seine Trainer beobachtet und aufgesogen, was wirkt – und was nicht. Und er hat in all seinen Profijahren ein Gespür bekommen, wie die Kabine funktioniert.

    Als er nach dem YB-Sieg seinen Spielern per Videobotschaft zwei Tage frei gab, tollten diese herum wie junge Labradore. Breitenreiter hatte in diesem Moment etwas von einem Animator der guten Laune. Er widerspricht. «Nein, das bin ich nicht. Sicher nicht.» Der gute Spirit komme aus der Mannschaft. Er versucht darauf beim Cappuccino zu ergründen, ob dieser gute Teamgeist vom Siegen kommt oder das Siegen vom guten Teamgeist. Am Ende schliesst er, dass man das so genau nicht sagen könne.

    Doch die Siege ganz zu Beginn der Saison hätten sicherlich geholfen und den Spielern gezeigt, dass das gar nicht so schlecht sei, was er jeden Tag erzähle. Die Folge: 37 Punkte und 40 Tore aus 17 Spielen, ein immenses Selbstvertrauen – kein Club steht besser da.

    Der Mann ist leicht zu verstehen und schwer misszuverstehen.

    Das hat mit Breitenreiter zu tun, ohne Zweifel. Der Mann ist leicht zu verstehen und schwer misszuverstehen. Das klingt sehr selbstverständlich, ist es aber mit Blick auf seine Vorgänger überhaupt nicht. Bei Ludovic Magnin und seinen emotionalen Ausbrüchen wusste man nie so recht, ob das nun kalkulierte Impulse für die Mannschaft waren oder persönliche Aussetzer. Und bei Massimo Rizzo fragte man sich: Kann er nicht emotionaler sein – oder will er nicht?

    Breitenreiter ist klar und direkt. Das beginnt mit der Sprache und endet mit dem Spielstil. Wenn man davon ausgeht, dass sich das Wesen des Trainers auf die Mannschaft überträgt, dann veränderte sich das Spiel von erratisch (Magnin) über risikoscheu (Rizzo) zu geradlinig.

    Hitzfelds Formel für einen guten Trainer

    Der Aufstieg des FCZ ist faszinierend wie überraschend, und er wirft wieder einmal die Frage auf, was einen guten Trainer ausmacht.

    Ottmar Hitzfeld war einer der erfolgreichsten Fussballbetreuer auf diesem Planeten, er beantwortete die Frage kürzlich dem Fussballmagazin «Zwölf» ganz pragmatisch: «Er muss mehr gewinnen als verlieren.» Hitzfeld hat schon recht. Wer hier das richtige Verhältnis schafft, lebt mit einer informellen Jobgarantie. Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer ging dann noch etwas ins Detail, ebenfalls wichtig sind: «Authentizität. Geduld. Und die Menschenführung, vor allem das.» Er meinte die Gabe, 25 Spielern das Gefühl zu geben, dass sie alle gebraucht würden.

    Breitenreiter sagt von sich, dass er authentisch sei. Natürlich, alles andere wäre ja auch rufschädigend. Doch das Wort fällt in seinem Umfeld in einer Regelmässigkeit, die seinen Worten Glaubwürdigkeit schenkt. Breitenreiter hat zudem beim FCZ gezeigt, dass er angeschlagene Spieler nicht forciert, so wichtig sie auf dem Papier auch scheinen. Er gibt ihnen Zeit, genauso wie er sich nach familiären Tiefschlägen Zeit nahm, bis er wieder in den Fussball zurückkehrte. Breitenreiter erzählt, wie er in diesen siegreichen Tagen vor allem mit jenen spricht, die wenig spielen. Und wenn man sieht, wie sich die Spieler auf der Ersatzbank über Treffer ihrer direkten Konkurrenten im Team freuen, dann trifft er offensichtlich den Ton.

    In aller Kürze zusammengefasst: Breitenreiter gewinnt viel, ist authentisch, geduldig und empathisch. Dieser Breitenreiter scheint nach hitzfeldschen Kriterien ein ziemlich guter Trainer zu sein.

    Ein grosses Fragezeichen

    Und doch ist da die eine grosse Unbekannte. Wie wirkt der Deutsche, wenn es einmal nicht mehr so gut läuft? Wenn plötzlich knappe Spiele verloren gehen? Wenn statt Selbstvertrauen Zweifel in den Köpfen seiner Spieler wohnen?

    In Zürich kennt man diese Phase noch nicht. Breitenreiters Profitrainerkarriere bei den Clubs Paderborn, Hannover und Schalke ist gezeichnet von fulminanten Starts und weniger guten Phasen danach. Wie stark also nutzt er sich ab? Die Frage macht ihm keine Freude. Breitenreiter sagt, dass man die Stationen nicht mit Zürich vergleichen könne. Er war nach seinen Erfolgen konfrontiert mit überzogenen Erwartungen der Vereinsleitungen. Auf Schalke gab es zudem stete mediale Unruhe. Und bei Hannover verlor er in der zweiten Saison nach dem Aufstieg die besten Spieler, dazu verweigerten die Fans wegen der Clubführung ein Jahr lang die Unterstützung. Ganz anders beim FCZ: Hier gehe es nur um Fussball, hier könne man in Ruhe arbeiten und Spieler besser machen.

    Tatsächlich stehen unter Breitenreiter viele im Club besser da. Nicht nur Spieler wie der bereits abgeschriebene Assan Ceesay, wie der lange fehleranfällige Mirlind Kryeziu, wie der vor einem halben Jahr noch mit sich selbst kämpfende Blerim Dzemaili.

    Auch Präsident Ancillo Canepa macht eine gute Figur: 12 Trainer hat er seit 2007 ins Amt berufen und wieder hinauskomplimentiert. Und regelmässig wurde die Frage aufgeworfen, ob jede Ernennung einem klaren Masterplan folgt. Mit Breitenreiter sind diese Fragen verschwunden, Canepa wirkt souveräner, Erfolg macht gelassen.

    Vielleicht kann er auch einfach darauf vertrauen, dass es dieser Breitenreiter schon richtig macht und es seine Expertise nicht braucht. Wobei das bereits neue Probleme birgt. Breitenreiter ist ein Kind der Bundesliga. Und wenn einer so gut ist, wollen ihn andere auch.

    aber es ist sehr wohl praktikabel ALLE mit entsprechendem 2g zertifikat ohne maske reinzulassen!

    Weltweit werden wieder 70% Geimpfte die alles machen was verlangt wird von 30% Impfverweigern welchen wir das alles zu verdanken haben am Nasenring durch die Arena gezogen. Gestern mussten die Montreal Canadiens vor leerer Halle spielen....:spinneli::facepalm:

    2G + Maske + Konsumation nur im Sitzen

    Die Clubs der National League und Swiss League haben einstimmig entschieden, ihr Schutzkonzept für die Zuschauerinnen und Zuschauer per sofort auf das 2G-Zertfikat (Impf- oder Genesungszertifikat) anzupassen. Inzwischen hat auch der Bundesrat die Corona-Massnahmen verschärft, sodass ab Montag, 20. Dezember, zusätzlich zu 2G in Innenräumen eine Maske getragen werden muss und nur im Sitzen konsumiert werden darf!

    Für den Stadionbesuch ist deshalb für alle Personen ab 16 Jahren ein gültiges 2G-COVID-Zertifikat des Bundes mit QR-Code erforderlich.

    Der Stadioneinlass erfolgt in drei Schritten. Wir empfehlen unseren Fans, genügend Zeit für die Einlasskontrollen einzurechnen! Türöffnung um 18:00 Uhr resp. an Sonntagsspielen 14:00 Uhr:

    Schritt 1 – jeder Fan ab 16 zeigt sein 2G-COVID-Zertifikat mit QR-Code (App oder Papierform) und einen amtlichen Ausweis (zum Beispiel ID, Pass, Führerschein). Zertifikat und Ausweis bitte bereithalten! Ohne 2G-COVID-Zertifikat und Ausweis wird der Einlass ins Stadion verwehrt. Impfbestätigungen, Impfbüchlein und Testnachweise werden nicht akzeptiert. Der amtliche Ausweis gilt auch für unter 16-Jährige! *

    Schritt 2 – Searching (verbotene Gegenstände)

    Schritt 3 – jeder Fan zeigt seine Saisonkarte / sein Einzelticket für das Spiel. Danach erfolgt der Einlass ins Stadion.

    Datenschutz: Die 2G-COVID-Zertifikat-Kontrolle findet separat von der Ticketkontrolle statt. Die Daten werden somit nirgends gespeichert oder weiterverwendet!

    * Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren benötigen gemäss behördlichen Vorgaben kein 2G-COVID-Zertifikat. Eine Alterskontrolle kann jederzeit durchgeführt werden, deshalb gilt auch für Jugendliche, einen Ausweis mitzubringen!

    Diese Schutzmassnahmen erlauben uns, den Spielbetrieb weiterzuführen und unseren Fans ein sicheres Eishockeyspiel ohne Platzbeschränkungen zu ermöglichen.

    Herzlichen Dank für die Kooperation und bis bald im Hallenstadion!

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    Vollschuss!:spinneli:

    Von 2G+ ohne Maske steht nix!

    In Deutschland war die Begeisterung schon immer gross. Als es noch die NFL Europe gab kamen bei Frankfurt Galaxy im Schnitt 33'000!

    Hier wird die NFL sicher so manches Abo für die Spiele verkaufen können.

    Offensiv werden seine (vielen!) Punkte fehlen. Es ist auch aktuell mit 21 Punkten Top! Die muss dann erst mal jemand anders machen. Defensiv hatte er vor allem diese Saison seine Aussetzer. Wir werden also eher wieder einen Blueliner brauchen als einen defensiven Defensivverteidiger, sonst wird es vor allem im PP dann schwierig.

    wird darüber auch in Amerika gesprochen oder ist das „nur“ in Deutschland Thema?

    Ja die Bucs haben es auf ihrem FB Kanal gemeldet, mit einem Gruss von Tom Brady. Ich hoffe einfach sie geben kein Heimspiel ab für eines in Deutschland, ein Auswärtsspiel ist mir egal. Da die Spiele jeweils im September/Oktober statt finden könnte ich ev. sogar teilnehmen.

    Heute wieder Live gegen die LA Kings.

    Oder auch nicht:

    Verseucht auf dem Road Trip:

    The players include Ryan Lomberg (who already missed Tuesday’s loss to Ottawa due to Covid concerns), Sam Bennett, Carter Verhaeghe, Radko Gudas and Brandon Montour.

    So, the Panthers will be missing, at the very least, two of their top forwards and two top defensemen not to mention the high-energy play of Lomberg. If Florida was to receive another positive test or two on Thursday, the NHL would probably have no choice but to postpone the game.

    Noch was: Ich denke die NHL wird schon bald bekannt geben das man auf Olympia in China verzichten wird. Das Covid Regime der Chinesen mit bis zu drei Wochen Quarantäne vor einer Ausreise werden die sich nicht bieten lassen.

    Wie ein Statistik-Nerd und Stephen Curry Basketball für immer veränderten

    NBA-Star Stephen Curry ist der neue Rekordhalter im 3-Punkte-Werfen. Der wohl beste Shooter aller Zeiten personifiziert einen Trend, der mit einem Statistik-Nerd begann – und von dem einige befürchten, dem Basketball nachhaltig zu schaden.

    https://www.watson.ch/sport/analyse/…er-veraenderten

    Mein Hockey Buddy hier hat über 20 Jahre für das NBA Team Indiana Pacers gearbeitet. Er sagte grade am Montag in einer Runde er schaue sich diesen Scheissdreck nicht mehr an, und mit dieser Meinung ist er nicht alleine. Interessant das nun dieser Artikel kommt, scheint also was dran zu sein!

    Die Ducks mit einem weiteren Sieg, unglaublich wie sich diese Mannschaft gegenüber der Vorsaison gesteigert hat.

    Die einen sind besser, die anderen (Isles, Montreal) schlechter. Heute wieder Live gegen die LA Kings. Ex ZSC Spieler Dustin Brown ist unterdessen 37 und spielt immer noch (Vertrag läuft aus), hat inkl. PO's über 1300 Spiele auf dem Buckel und 2x den Stanley Cup gewonnen.

    ....einer Partie, die viel Intensität bringt, die zwischendurch sogar wie ein richtiges Spitzenspiel aussieht. Das aber in Zürich auch den Eindruck erwecken kann, dass gegen diese beiden Widersacher ein Meistertitel kein Ding der Unmöglichkeit sein muss. (TA)

    To be continued!

    Auf die paar Wochen bis zum 31. Dezember kommt's jetzt auch nicht mehr an, da würde ich in jedem Fall abwarten, dass Grönborg von sich aus geht, falls an den Gerüchten mehr dran sein sollte. Sonst läuft man Gefahr, dass der Lohn weiter gezahlt werden muss. Etwa wenn Grönborg - mit dem ZSC-Lohn im Rücken - auf die Idee käme, sich nach dem Stress in Zürich noch eine Auszeit zu gönnen, und die neue Stelle erst auf die neue Saison hin anzutreten.

    Klar, so wie sich die Dinge nun entwickelt haben muss man zwingend bis zum 31.12. warten ob Gröni geht oder nicht. Bis dann sind auch noch drei Spiele. Geht es aber weiter abwärts und Gröni bleibt ist man wieder gleich weit.

    ich erst recht nicht, vor allem nicht im eishockey! aber jemand muss doch schauen, dass es larry nicht zu wohl wird unter den palmen floridas und seinen blutdruck ab und zu in wallung bringen! :rofl:

    :mrgreen:schaffst Du nicht!8)da ich Dich kenne!:bier:heute wirds 28 Grad8)morgen wieder Panthers Game...the struggle is real!:twisted::suff:

    «Die Fussball-Legende der Woche»: Lawinen von Toren und «Hitler»-Beleidigungen von einem Sitten-Profi: 1987 bereicherte der Weltstar Karl-Heinz Rummenigge im Servette FC die NLA

    Ende der 1980er Jahre herrscht im Schweizer Fussball Goldgräberstimmung. So kommt es, dass auch der deutsche Superstar Karl-Heinz Rummenigge in der NLA für Servette spielt.

    Nicola Berger (NZZ)


    Ein Weltstar auf Schweizer Plätzen: Karl-Heinz Rummenigge im Juni 1989 in Bellinzona vor seinem letzten Spiel für Servette.

    Ein Weltstar auf Schweizer Plätzen: Karl-Heinz Rummenigge im Juni 1989 in Bellinzona vor seinem letzten Spiel für Servette.

    Angelo Guarino / Keystone

    Am 24. September 1987 landet in Genf-Cointrin ein silberner Learjet aus Mailand, eine Privatmaschine. Der Trubel ist gross, es drängen sich Zeitungsleute, Kamerapersonal und Fans. Karl-Heinz Rummenigge entsteigt dem Flugzeug und wird ins Büro des Servette-Präsidenten Carlo Lavizzari chauffiert, um dort seinen Vertrag zu unterschreiben, der den Transfer von Inter Mailand nach Genf besiegelt.

    Rummenigge ist 32 und ein Mann von Renommee: zweifacher Ballon-d’Or-Sieger, deutscher Nationalspieler, Europameister. Sein Transfer ist eine kleine Sensation. Der danach recht eilig eingestellten Ringier-Wochenzeitung «Blick für die Frau» gegenüber begründet er den Wechsel so: «Die Schweiz ist für Ausländer sehr interessant geworden, viel interessanter als zum Beispiel die Bundesliga. In der Schweiz spielen Leute wie Stielike, Paulo Cesar, Sinval, Eriksen – um nur ein paar Namen zu nennen. In Deutschland gibt es Pfaff, aber dann fängt bei mir schon das Grübeln an.»

    Der Rummenigge-Transfer war das Opus magnum des Immobilienhändlers und späteren Nationalliga-Präsidenten Carlo Lavizzari, eines Mannes, der mit einem der stattlichsten Schnäuze in die hiesige Fussballgeschichte eingegangen ist.

    Im Schweizer Fussball herrschte Mitte der 1980er Jahre eine gewisse Goldgräberstimmung, gerade war Trikotwerbung erlaubt worden, und es gab in vielen Städten Männerrunden, die kostspielige Transfers ermöglichten. Ein Jahr vor der Rummenigge-Verpflichtung hatte Lavizzari sich stark um Michel Platini bemüht, der Wechsel scheiterte erst in letzter Minute. Carlo Lavizzari bemühte sich zunächst um die Dienste von Michel Platini, bei Karl-Heinz Rummenigge hatte der damalige Servette-Präsident dann Erfolg.

    Carlo Lavizzari bemühte sich zunächst um die Dienste von Michel Platini, bei Karl-Heinz Rummenigge hatte der damalige Servette-Präsident dann Erfolg.

    Salvatore Di Nolfi / Keystone

    Rummenigge wollte werden wie Franco Baresi

    Der heute unüberwindbare finanzielle Graben zu den Topligen war damals marginal, das änderte sich erst mit der zügellosen Kommerzialisierung des Fussballs, den Schiffsladungen an TV-Geld und der gnadenlosen Kapitalisierung der europäischen Wettbewerbe – welche Rummenigge als Funktionär bei Bayern München über die Jahre ohne Rücksicht vorantrieb.

    Für Servette debütierte Rummenigge im Cup, bei Châtel-St-Denis, auf dem Acker des Stade du Lussy, vor 4000 Zuschauern – und beweist im eleganten Placette-Dress schnell, dass er noch nicht aufs Altenteil gehört. In 56 Partien gelingen ihm 35 Tore, im zweiten Jahr wird er Torschützenkönig und «Fussballer des Jahres». Und das, obwohl er die Saison als Libero beginnt und sagt, er wolle werden wie Franco Baresi, der beinharte italienische Abräumer.

    Dem «Blick» diktiert er auch nach einem 1:5 in Sitten noch im Brustton der Überzeugung: «Ich bleibe Libero. Die neue Aufgabe macht mir wahnsinnig Spass.» Der Trainer Jean-Claude Donzé jedoch kam doch zur Räson und stellte Rummenigge wieder als Stürmer auf. Der Deutsche traf so zuverlässig, dass Servette die Saison auf Platz 2 beendete.

    Er trifft wie selbstverständlich, bei Bayern, Inter und auch bei Servette: Karl-Heinz Rummenigge.

    Youtube

    Rummenigges Rencontre mit Renquin

    Die Duelle mit dem Erzrivalen FC Sion waren auch sonst nicht immer angenehme Rencontres für Rummenigge. Nach einem Duell auf der Charmilles klagt er öffentlich, sein Gegenspieler, der belgische Internationale Michel Renquin, habe ihn als «Hitler» beschimpft. «Er schrie mir das fünf Mal ins Ohr. Seit dem EM-Final von 1980, bei dem wir Belgien 2:1 schlugen, mag mich Renquin offensichtlich nicht besonders.»

    Am 14. Juni 1989 tritt Rummenigge zurück, bei seinem Abschiedsspiel gegen Bellinzona trifft er wie selbstverständlich – und ihm wird mit einer Ovation gehuldigt. «Ich nehme gerne Abschied, denn ich habe meinen Job in den letzten 15 Jahren total ausgelebt und ausgekostet.»

    Im Frühjahr 1990 versucht Servette die Amour fou in der Stunde der sportlichen Not noch einmal aufflammen zu lassen und bittet Rummenigge um ein Comeback, um in den letzten sechs Spielen den Abstieg zu verhindern. Nach einer Bedenkzeit sagt der Deutsche ab. Und nimmt im Herbst 1991 seine Arbeit bei Bayern München auf.

    Janis Moser von den Arizona Coyotes in die NHL berufen

    Der 21-jährige Verteidiger könnte morgen Abend sein Debüt in der NHL geben.

    Quelle: Arizona Coyotes Sprache:  English (UK)
    14. Januar 2021 • 0:00 Uhr vor 5 Stundenmoserj_sui_RvSrh.jpg

    Robert Hradil / RvS.Media

    In18 Spielen beim AHL-Farmteam der Arizona Coyotes, den Tucson Roadrunners, hat Janis Moser überzeugt und nun das Aufgebot in die NHL bekommen. Das nächste Spiel der Coyotes findet morgen Abend (1 Uhr nachts auf Donnerstag in der Schweiz) gegen die New York Rangers statt. Gemäss Craig Morgan (PHNX Sports) wird Moser in der Aufstellung stehen, was für ihn das allererste Spiel in der NHL wäre.

    In der NFC wird es sehr interessant da 5 Teams sehr ausgeglichen sind. Die Bucs, Packers und Cardinals sind 10-3, die Rams und Cowboys 9-4. Die Cowboys sind auch etwas eine Wundertuete, an einem guten Tag koennen sie jedes Team schlagen, haber aber auch schon gegen schwache Teams verloren.

    In der AFC, aufgepasst auf die Chiefs. Nach einem sehr schlechten Start haben sie nun 6 Spiele in Serie gewonnen. Mit den Patriots ist auch zu rechnen. Sie haben zwar einen Rookie Quarterback aber eine erstklassige Defense und mit Bill Belichick den wahrscheinlich besten Coach.

    NFC: Denke die Bucs landen am Ende auf dem 1st Seed, Schlussprogramm ist einfacher als das der Packers oder der Cardinals.

    AFC: Sehe auch die Chiefs als Favoriten in der AFC.

    Playoffs: Die Erfahrung spricht nicht für New England (QB), denke die Chiefs machen es in der AFC. Sehe die Bucs als Favoriten in der NFC, es ist das gleiche Team wie letzte Saison und Tom Brady kann im Gegensatz zu anderen QB seine Top Leistung jeweils abrufen. Mir ist vor keinem Team bange!:mrgreen:Und sollte es nicht klappen: Die letzte Saison kann mir niemand mehr nehmen!:geil:

    Wie Grégory Beaud (Blick) unter Berufung auf schwedische Quellen berichtet, befindet sich Rikard Grönborg offenbar in fortgeschrittenen Gesprächen mit Avangard Omsk über die Saison 2022/23. Sollte es zu einer Einigung kommen, würde der Schwede von der Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bei den ZSC Lions Gebrauch machen. Dies müsste er allerdings bis zum 31. Dezember tun.

    Bereits Ende Oktober hatte es Gerüchte gegeben, dass Grönborg und Omsk Gespräche führen könnten. Damals dementierte Alexander Krylov, Vorstandsvorsitzender des Clubs, jegliches Interesse am schwedischen Trainer. Das bezog sich allerdings auf die Saison 2021/22.

    https://www.swisshockeynews.ch/index.php/de/s…ison-in-die-khl