Beiträge von Larry

    Zeit diesen Fred wieder hervor zu holen. Die Medien sind voll von Berichten über die anstehende Olympiade mit den NHL Profis, somit wieder einmal ein wahres Kräftemessen. Fischer hat als Ziel den Halbfinal ausgerufen. Was bei der letzten Olympiade passierte kann gleich hier oben nachgelesen werden. Der Witz ist das viele Fans glauben mit unseren NHL Spielern wären die Chancen nun besser, aber die Schweiz ist nur Nummer 7 nach Spielern in der NHL:

    https://www.quanthockey.com/nhl/nationalit…reer-stats.html

    Zuerst müsste man also die Viertelfinals erreichen (2018 gescheitert an Deutschland) und dann aber über sich hinaus wachsen oder auf einen indisponierten Gegner hoffen.

    Die Latte liegt hoch! Sehr hoch!

    Werden wir diese Saison nicht Meister und kommt man zum Schluss das daran (auch) Waeber schuld ist dann würde ich mich auf die Suche nach einem Top Goalie im Ausland machen. Wird man fündig ist er die neue Nummer 1. Bis jetzt ist er für mich einfach ein Goalie der in der oberen Hälfte der NLA steht. Dort steht er im Moment auch knapp in der SIHF Statistik. Mehr habe ich bis jetzt von ihm nicht gesehen.

    Albträume drängen den Schweizer Klubfussball zur Modusänderung

    Die Swiss Football League steht vor Umwälzungen: Am 19. November wird der Nachfolger für den abtretenden Präsidenten Heinrich Schifferle gewählt. Zudem scheint wegen der ökonomischen Not beschlossen zu sein, dass die Super League vergrössert und die Barrage wieder abgeschafft wird.

    Peter B. Birrer (NZZ) Für die Nachfolge von Heinrich Schifferle als SFL-Präsident stehen drei Personen zur Wahl.

    Für die Nachfolge von Heinrich Schifferle als SFL-Präsident stehen drei Personen zur Wahl.

    Gaetan Bally / Keystone

    «Einige Leute meinen, sie seien Gott», sagt eine Stimme aus der Swiss Football League. Eine andere Person spricht unverhohlen von «mafiösen Zuständen». Und eine dritte kündigt «demnächst» einen neuen Modus für den Schweizer Klubfussball an. Da ist einiges in Bewegung. Die Corona-Pandemie und ihre ökonomischen Folgen beschleunigen den Handlungsbedarf.

    Nicht alle schlafen so gut wie die Verantwortlichen des BSC Young Boys. Dank der Champions League wird YB von der Uefa mit einem zweistelligen Millionenbetrag beglückt.

    Andernorts denken Finanzchefs: «Wenn wir absteigen und gleichzeitig Corona-Gelder zurückzahlen müssen, überleben wir nicht.» Der Abstieg ist ein Gespenst, das zahlreiche Klubs der Super League umtreibt, ihnen die Ruhe nimmt. In der letzten Saison waren beinahe sämtliche Klubs bis fast zum Schluss mit der Relegation beschäftigt. Erregung für Publikum und Medien, Albtraum für Klubverantwortliche und Geldgeber.

    Im April 2020 scheiterte in der Anfangsphase der Pandemie eine Modusreform, trotzdem wird wieder eine auf den Tisch kommen. Die Änderung kann frühestens auf die Saison 2023/24 eingeführt werden. Wenn eine Liga dauerhaft an der Spielform werkelt, deutet das auf Not hin, gepaart mit einer Portion Verzweiflung. Positiver ausgedrückt, kann von «Innovationsgeist» oder «Wachsamkeit» die Rede sein. «Wir wollen auch junge Leute begeistern und müssen uns gegen andere Produkte behaupten», sagt der Liga-CEO Claudius Schäfer. Seines Erachtens muss die Ausbildung weiterhin im Fokus stehen, «aber es geht auch um Attraktivitätssteigerung».

    Die Anzahl Klubs der Super League erhöhen – vielleicht auf 14 – und damit das Gespenst des Abstiegs bannen: Das ist die Stossrichtung, in die dem Vernehmen nach viele eingeschwenkt sind. Das sei schon fast in Stein gemeisselt, heisst es, «ohne Alternative». Damit einher ginge eine Formatänderung. Natürlich müssten die Fernsehpartner diese Änderung begrüssen. Die Anpassung des bis 2025 gültigen Vertrags dürfte Formsache sein.

    Der Rücktritt des Präsidenten

    Die Liga steht also vor tiefgreifenden Veränderungen. Und diese werden von neuen Kräften umgesetzt. An der Generalversammlung am 19. November erfolgt allein schon deshalb eine personelle Zäsur, weil der Ligapräsident Heinrich Schifferle abtritt und ein Nachfolger gewählt wird. In Ausarbeitung ist eine Anpassung des Reglements, wonach das Ligakomitee künftig einem Präsidenten Grenzen setzen kann, gegen den aufgrund von Vorgängen in seinem (früheren) Berufsleben ein erstinstanzliches Urteil wegen «ungetreuer Geschäftsbesorgung» vorliegt.

    2019 betraf ein solches Urteil den Ligapräsidenten Schifferle. Ohne jegliche Folgen im Ligabetrieb. Im Sommer 2021 schwächte zwar das Zürcher Obergericht in zweiter Instanz das Urteil des Regionalgerichts ab, aber der von Schifferle angestrebte Freispruch blieb aus. Schifferle amtete weiter als Ligapräsident und damit als öffentlicher Repräsentant des Schweizer Klubfussballs – und tritt erst jetzt zurück. Dass dem so ist, wirft einen Schatten auf die SFL, zumal in Zeiten, in denen Fussballfunktionäre um Glaubwürdigkeit ringen. «In einer normalen Welt ausserhalb des Fussballs wäre so etwas nicht möglich», sagt ein tragender Funktionär eines Super-League-Klubs.

    Augen zu und durch. Die Ausrede im Ligakomitee: Man habe keine festgeschriebene Handhabe, Schifferle zum Rücktritt zu bewegen. Ein anderes Komiteemitglied trat indessen zurück. Maurice Weber, dem auf Stadiontribünen aufbrausenden Chef des FC Wil, wurde eine rassistische Äusserung gegen einen dunkelhäutigen Fussballer zum Verhängnis. Er entschuldigte sich und verliess umgehend das Ligakomitee. Allerdings bleibt Weber Präsident des FC Wil, also in einer Funktion, in der Vorbildcharakter grossgeschrieben wird.

    Es gibt mehrere Gründe, warum sich der 2011 gewählte Schifferle so lange halten konnte. Er ist ein begnadeter Strippenzieher, der FCZ-Präsident Ancillo Canepa verteidigt ihn durch alle Böden hindurch, und letztlich fehlte schlichtweg die Alternative zu Schifferle. Mehrere Personen äussern sich in diese Richtung. Soll die Rückendeckung von nicht weniger als zwölf Klubs haben: der frühere FCL-Präsident Philipp Studhalter.

    Soll die Rückendeckung von nicht weniger als zwölf Klubs haben: der frühere FCL-Präsident Philipp Studhalter.

    Urs Flüeler / Keystone

    Für die Nachfolge stellt sich nun ein Trio zur Wahl: Der in der Immobilienbranche tätige Werner Baumgartner, der 58-jährige Präsident des in der Challenge League abstiegsbedrohten SC Kriens; der 62-jährige Anwalt Thomas Grimm, der die Liga bereits zwischen 2009 und 2011 präsidierte, sein Amt aber wegen heftiger Konflikte um einen Transfer-Disziplinarfall rund um den FC Sion niederlegte. Zuletzt stand Grimm der ukrainischen Fussballliga vor.

    Positioniert hat sich auch der 44-jährige Anwalt Philipp Studhalter, der bis 2021 während fünf Jahren den in Machtkämpfen verstrickten FC Luzern präsidierte und wie Baumgartner bereits dem Komitee angehört. Studhalter durchleuchtete im Gremium den Fall Schifferle – und winkte ihn durch. Im Schreiben der Liga an die Klubs ist eigenartigerweise zu lesen, dass Studhalter die Rückendeckung von nicht weniger als zwölf Klubs sicher sei.

    Geradeaus zur Modusänderung

    Alle drei Kandidaten befürworten eine neue Spielform. Die 2018 mit grossem Mehr wieder eingeführte und von den Medien wie vom Publikum begrüsste Barrage, das finale Duell zwischen dem Zweitletzten der Super League und dem Zweiten der Challenge League um einen Platz an der Sonne, soll abgeschafft werden. Die Zeit drängt, weil Einnahmenpfeiler wie Transfers grösstenteils eingestürzt sind, zumindest temporär.

    Andere Veränderungen sind bereits Faktum. Der neue Ligapräsident soll weniger operativ tätig sein, wie eine Art Verwaltungsratspräsident mehr strategische Aufgaben übernehmen und deutlich weniger gut entlöhnt sein als Schifferle. Das wird die Macht des Liga-CEO Claudius Schäfer stärken. Weniger Einfluss für das SFL-Komitee im Tagesgeschäft, stattdessen mehr Gewicht für die Geschäftsstelle. Das ist die Losung, weil einige Komitee-Mitglieder zu sehr aus dem Moment heraus handelten und abstimmten – und weniger mit Über- und Weitsicht.

    Nicht nur wegen des neuen Präsidenten und wegen des Abgangs von Maurice Weber wird es im Komitee personelle Änderungen geben. Es kommen künftig auch Quoten zur Anwendung, zwei Vertreter aus der Challenge League werden ins Gremium berufen, ebenfalls deren zwei aus der lateinischen Schweiz. Zudem ist ein sogenannt unabhängiger Posten zu besetzen, für den die frühere Fussballerin Kathrin Lehmann im Gespräch ist.

    Schliesslich gehen drei Sitze an die Super League. Zur Wahl stellen sich drei Bisherige, die zwei Klubpräsidenten Matthias Hüppi (St. Gallen) und der seit 2008 dem Komitee angehörende Ancillo Canepa (FCZ) sowie der YB-CEO Wanja Greuel. Schwer haben dürften es die früheren Fussballer und heutigen Klubpräsidenten Stefan Wolf (FC Luzern) und David Degen (FC Basel).

    Wer sich als Fussballfunktionär portieren lässt, auf welcher Position auch immer, sollte sich zweier Tatsachen bewusst sein. Erstens sollte man juristische Prozesse vermeiden, auch wenn die nichts mit dem Fussball zu tun haben. Zweitens stärkt das eingelöste Versprechen, an alle möglichst immer mehr Geld zu verteilen und dabei die Kleinen nicht zu vergessen, das eigene Fundament. Frühere und heutige Verbandspräsidenten wie Joseph Blatter, Gianni Infantino, Michel Platini und Aleksander Ceferin wissen ebenso Bescheid wie auf einer weitaus überschaubareren Ebene Heinrich Schifferle.

    Der neue Präsident weiss jetzt schon: Wenn die Liga erweitert wird, gibt’s nicht mehr (Fernseh-)Geld für jeden Klub. Sondern weniger, weil der Kuchen durch mehr Esser geteilt werden muss. Trotzdem scheint der Erweiterung der Super League nichts im Weg zu stehen. Das sagt viel darüber aus, wie sehr der Schuh drückt.

    Problem scheint erkannt und es ist genau das was auch ich kritisiert habe: Zu viele Freiheiten! Fragt sich einfach ob man nun einfach so wieder zur Tagesordnung (1. Saison) zurückkehren kann, denn das Problem bestand schon letzte Saison und wurde nicht gelöst. Wir werden sehen! Ich gebe Gröni schon noch Zeit, aber irgendwann muss nun das Umdenken kommen und auch zu sehen sein!

    Im ersten Jahr unter ihm beherrschten wir das Spielsystem fast bis zur Perfektion. Und unser System ist heute nicht grundsätzlich anders. Dann gab er den Spielern etwas mehr Freiheiten, und die wurden etwas gar offensiv interpretiert. Jetzt muss er wie bei einem Pferd die Zügel wieder anziehen. Loslassen ist immer einfacher als Anziehen.

    Na dann zieh endlich mal an Gröni! Warum hätte ich ein fast perfektes System geändert? Das hat übrigens schon letzte Saison nicht mehr funktioniert, nur wurde darauf nicht eingegangen.

    «Liebe ZSC-Familie»: Der Lions-Goalie Lukas Flüeler kündigt seinen Rücktritt an – eine unerwartete Nachricht, aber ein stimmiger Entscheid

    Der 33-Jährige spielt seit 2007 im Hallenstadion, er hätte gut noch ein paar Jahre weitermachen können. Dass er die Schlittschuhe trotzdem an den Nagel hängt, ist die Folge eines Denkprozesses, an dessen Ende eine Lösung steht, die bestens zu Flüelers rationalem Wesen passt – und mit der auch die ZSC Lions leben können.

    Ulrich Pickel


    Wechselt Ende Saison zum ZSC-Sponsor Swiss Life: Lukas Flüeler, die langjährige Nummer 1 im Zürcher Tor.

    Wechselt Ende Saison zum ZSC-Sponsor Swiss Life: Lukas Flüeler, die langjährige Nummer 1 im Zürcher Tor.

    Christian Beutler / Keystone

    Die Nachricht kam unerwartet. Und in besonderer Form. Am Samstagmorgen wurde auf der Website der ZSC Lions eine von Lukas Flüeler geschriebene Mitteilung mit der Anschrift «Liebe ZSC-Familie» veröffentlicht.

    In diesem Schreiben gibt Flüeler den Rücktritt per Ende Saison bekannt. Mit 33 Jahren. Das ist etwas früh, als Goalie befindet sich der Zürcher im besten Alter, er könnte sicher noch fünf gute Jahre vor sich haben. Oder mehr. Sein Vorgänger, die finnische Legende Ari Sulander, befand sich mit 40 Jahren im Zenit seines Könnens. Auch Flüelers Leistungen in dieser Saison sind tadellos, jüngst bei den Siegen gegen Langnau und in Lugano war er der gewohnt sichere Rückhalt.

    Was wären die Alternativen gewesen?

    Flüeler aber teilt mit, dass er «zugunsten einer neuen Herausforderung» die Karriere beenden werde. Er ist einer der populärsten ZSC-Spieler, «Luki» gehört seit 2007 zum Inventar. Vier Mal wurde er Meister, 2008 noch als Lehrling hinter Sulander, 2012, 2014 und 2018 als Nummer 1. 2016 gewann er den Schweizer Cup. Und jetzt hat er genug. Wirft hier einer zur Unzeit das Handtuch?

    Ganz so einfach ist es nicht. Flüeler ist bekannt als einer der intelligenteren Spieler der National League. Wenn er nachdenkt, kommt etwas dabei heraus. Sein Rücktrittsentscheid muss vor diesem Hintergrund gesehen werden. Und so ergibt er Sinn.

    Flüeler spielt erstmals eine Saison, an deren Ende sein Vertrag auslaufen wird. Früher wurden seine Kontrakte immer vorzeitig verlängert. Flüeler spürte: Das jahrelang wie selbstverständlich vorhandene Vertrauen in ihn war angekratzt.

    Dabei lohnt sich ein Blick auf die vergangene Saison: Der erfolgsverwöhnte Flüeler wurde damals vom aus Freiburg gekommenen und acht Jahre jüngeren Ludovic Waeber verdrängt, was die Goalie-Hierarchie auf den Kopf stellte. Nur 16 Spiele begannen die Lions mit Flüeler, nur 5 Siege standen Ende Saison auf seinem Konto. Im Cup-Final gegen Bern war er Ersatz, in den Play-offs ebenso. Also begann Flüeler nachzudenken.

    Was wären seine Alternativen gewesen? Er hätte sich für einen neuen Vertrag aufdrängen können. Mit Waeber haben die Lions bereits im September bis 2025 verlängert – das war ein klares Zeichen, wo die Prioritäten des Klubs liegen. Flüeler hätte kaum abermals einen lukrativen Mehrjahresvertrag bekommen. Da wäre ihm seine Vergangenheit im Weg gestanden.

    Flüeler ist ein Schrank von einem Mann, 1 Meter 92 gross und mehr als 100 Kilogramm schwer. Doch er ist anfällig, im Laufe der Jahre wurde er regelmässig von diversen Verletzungen zurückgeworfen, manchmal wenige Wochen, manchmal viele Monate.

    Einen derart verdienten Spieler fortan nur noch mit Einjahresverträgen abzuspeisen, weil das Verletzungsrisiko gross ist, wäre keine brauchbare, weil nicht vertrauensfördernde Lösung gewesen, weder für Flüeler noch für die ZSC Lions. Flüeler hätte die Karriere bei einem anderen Klub neu lancieren können. Doch der TV-Experte Marco Bührer, einst langjähriger Spitzengoalie im SC Bern, brachte es in einer Runde auf dem Sender MySports auf den Punkt: «Flüeler ist ein Züri-Chind, man kann ihn sich anderswo nicht vorstellen.»

    Nie nur Eishockey im Kopf

    Flüeler sieht das auch so: «Der ZSC hat immer alle Versprechen mir gegenüber gehalten. Er stärkte mir den Rücken, als ich verletzt war. Der Wechsel zu einem anderen Klub war nie ein Thema.»

    Hinzu kommt, dass Flüeler, anders als Sulander, nie nur Eishockey im Kopf hatte. Er absolvierte ein Fernstudium in Betriebswirtschaft. Er arbeitet zu 30 Prozent beim Lebensversicherer Swiss Life, einem der grössten ZSC-Sponsoren und dem Namensgeber der neuen Arena in Altstetten. Vor ein paar Wochen erhielt Flüeler dort ein neues Stellenangebot. In der Saison 2011/12 wird Flüeler unter dem Trainer Bob Hartley zur Nummer 1 im Tor befördert – eine Position, die ihm erst in der letzten Saison von Ludovic Waeber streitig gemacht wurde.

    In der Saison 2011/12 wird Flüeler unter dem Trainer Bob Hartley zur Nummer 1 im Tor befördert – eine Position, die ihm erst in der letzten Saison von Ludovic Waeber streitig gemacht wurde.

    Patrick B. Kraemer / Keystone

    Flüeler sagt: «Es hätte eine Lösung gegeben mit den ZSC Lions. Und Swiss Life hat mich nie unter Druck gesetzt. Man sagte mir, es werde auch in Zukunft Möglichkeiten geben.» Wie die Lösung mit den Lions aussah, will Flüeler nicht verraten.

    Der Entscheid für das Karriereende entspricht seinem rationalen Wesen. Swiss Life bietet ihm eine langfristige Perspektive, die es beim ZSC nicht mehr gibt. Flüeler fühlt sich erleichtert: «Ich habe den Kopf frei für alles, was noch kommt in dieser Saison. Es stimmt für beide Seiten, das ist wichtig nach so langer Zeit.»

    Die ZSC Lions können zweifellos gut mit dieser Lösung leben. Sie werden ihren verdienstvollen Goalie in allen Ehren verabschieden können. Und sie haben alle Zeit der Welt, um einen Nachfolger für Flüeler zu suchen.

    Kleine Einschätzung Stand heute:

    Positiv überrascht: Davos (!), Rappi, (!) Biel

    Negativ: Servette, Lugano, Lausanne, ZSC

    Rest in etwa wie erwartet.

    Den Titel traue ich wegen der Goalie Situation nur Zug (Genoni), Fribourg (Berra) und dem ZSC (mit Flüeler) zu.

    Die Goalies in Davos, Biel oder anderswo müssen mich erst überzeugen Meistergoalies zu sein. Das gilt auch für Waeber.

    Hätte das 1:1 von Toronto gegen Boston hier in der Schweiz gezählt?

    Machst Du Witze?:rofl:

    Die Panthers schlagen auch die Canes, Nummer 1 in der NHL und nach 60 Minuten immer noch ungeschlagen!8):geil:

    Niederreiter war nur scratch, die Schweizer mit Ausnahme von Josi und Meier bis jetzt mau.

    Und ja, Malgin macht ein Super-Tor mit seinem Speed und seiner geilen Technik. Erwarte auch von ihm mehr. Vor allem mehr "echten" Einfluss auf's Spiel.

    Malgin steht nun bei mehr als einem Punkt pro Spiel, Topskorer. Du wirst keinen gross anderen Malgin sehen, dann dies IST Malgin! So habe ich ihn nun Jahre beobachten können. Noch zum Speed: Hier in der angeblich "schnellen" Liga fährt er allen davon, das war ihm in der NHL nicht möglich!

    Die Lakers schafften es als erstes Team in der laufenden Meisterschaft, zwei und mehr Drittel lang dem EVZ keinen Torerfolg zuzustehen. Und die St.Galler fügten den Zentralschweizern mit drei Toren Differenz die bislang höchste Niederlage in der laufenden NL-Saison zu. Zudem bremsten die Lakers abermals ein formstarkes Teams aus. Sie hatten bereits die Erfolgsserien von Fribourg-Gottéron (10) und Davos (7) beendet. Nun sind die Lakers selbst das «heisseste» Team der Liga.(watson):shock:

    Der Z hat klar kommuniziert, dass zu einem späteren Zeitpunkt über eine Verlängerung diskutiert wird.
    Und nun hat Flühli selber entschieden, wurde ihm der Druck zu gross ?

    Denke nicht. Im Interview oben sagt er ja es hätte eine Möglichkeit gegeben für ihn zu bleiben, aber die Gelegenheit in der Privatwirtschaft einzusteigen war eben auch gut. Denke passt für beide!

    Rücktritt von Lukas Flüeler

    «Nicht, dass es heisst: Es ist langsam Zeit, dass er packt»

    Der vierfache ZSC-Meistergoalie überzeugt diese Saison wieder, nun hat Lukas Flüeler mit 33 überraschend den Rücktritt per Ende Saison angekündigt. Das steckt dahinter.

    Simon Graf
    Simon Graf
    Publiziert heute um 12:58 Uhr


    Den Blick nach vorne gerichtet: Lukas Flüeler wechselt im Frühjahr 2022 in die Privatwirtschaft.


    Den Blick nach vorne gerichtet: Lukas Flüeler wechselt im Frühjahr 2022 in die Privatwirtschaft. Foto: Thomas Egli

    Am Freitagabend siegten Sie mit den ZSC Lions noch 4:1 in Lugano, nun geben Sie Ihren Rücktritt per Ende Saison bekannt. Wie kam es dazu?

    Ich bin heute um 7 Uhr aufgestanden und habe es entschieden. (lacht) Nein, natürlich nicht. Der Prozess begann vor einem guten Monat, als Sie ein Interview mit mir führten. Gedanken machte ich mir schon vorher. Schon vor dieser Saison. Ich sagte mir nach der verpatzten letzten Saison: Ich will nochmals um einen Vertrag kämpfen, mein bestes Eishockey zeigen, alles andere ausblenden. Ich hatte inzwischen sehr positive Gespräche mit Sven (Leuenberger, dem Sportchef). Er gab mir Zeit, mir das Ganze durch den Kopf gehen zu lassen. Ich arbeite ja schon jetzt gleichzeitig nebenbei, 30 Prozent bei der Swiss Life. Nun hat sich da eine Möglichkeit ergeben, die ich packen wollte.


    Was heisst gute Gespräche mit Leuenberger? Hat er Ihnen einen Vertrag angeboten?

    Es hätte schon eine Lösung gegeben. Aber es ging nicht darum, wie viel Geld oder wie viele Jahre. Sondern zuerst einmal darum, den Puls zu spüren. Ob ich nochmals bleiben könnte in dieser Rolle. Die November-Pause ist immer eine Zäsur, in der entschieden wird. Es hätte schon eine Möglichkeit gegeben. Aber ich entschied mich dagegen.

    Sie wurden gerade 33. Normalerweise spielen Goalies bis 35, 36. Zugs Leonardo Genoni ist noch ein Jahr älter als Sie. Wieso schon jetzt?

    Es ist bei jedem individuell. Jeder hat seine Vorstellung, wann, wie und wo er seine Karriere beenden möchte. Für mich war klar: Ich möchte, wenn ich abtrete, noch ein Goalie sein, der in den Spiegel schauen kann. Ich bin sehr glücklich damit, wie ich in dieser Saison zum Siegen zurückgefunden habe. Und ich möchte meine Karriere beenden, da mein Körper noch mitmacht. Es ist der richtige Zeitpunkt.

    Welche Möglichkeit hat sich für Sie ergeben bei der Swiss Life?

    Ich arbeite jetzt schon bei der Swiss Life in einem mega lässigen Team. Ich komme aus dem Teamsport und habe da ein ähnliches Arbeitsklima. Wir haben es sehr gut miteinander. Ich arbeite im Project Controlling. Das heisst: Alle Projekte, die durch die Swiss Life laufen, gehen bei uns durch. Sei das IT, HR, und so weiter. Es ist sehr spannend. Ich freue mich, da weiterzumachen. Und umso schöner ist, dass die Swiss Life noch einen Bezug zum neuen ZSC-Stadion hat, der Swiss Life Arena.

    Werden Sie auch beim Stadion involviert sein?

    Nein, da bin ich nicht involviert. Aber ich werde es natürlich von beiden Seiten beobachten.

    Sie spielen seit 14 Jahren beim ZSC und haben im Team viele Freunde. Wann haben Sie Ihren Rücktritt da kommuniziert?

    In dieser Woche. Zuerst jenen, die ich am längsten kenne wie Patrick Geering oder Reto Schäppi. Mit Geering habe ich viel durchgemacht. Von Anfang an, als ich von GC zum ZSC hochgekommen bin. Mir war wichtig, dass er es zuerst erfährt. Wir haben in diesen 14 Jahren immer das Zimmer geteilt in der Champions League. Etwa beim Final gegen Magnitogorsk im Seedam in Rapperswil.


    Wie hat Geering reagiert?

    Er versteht mich und hat mir gratuliert. Es ist schade, geht dieser Weg zu Ende. Aber es ist für mich eine Riesenmotivation, nochmals alles reinzuwerfen.

    Was hat Coach Rikard Grönborg gesagt?

    Er hat mir auch gratuliert. Er sagte, es sei immer schön, wenn man die Entscheidung selber in der Hand habe. Mir war wichtig, selber zu entscheiden. Ich wollte nicht, dass es heisst: Es ist langsam Zeit, dass er packt. Grönborg weiss aber auch, dass sich dadurch für mich nichts ändert in den nächsten Spielen, in dieser Saison.

    Sie holten die letzten beiden ZSC-Siege gegen die SCL Tigers (5:2) und Lugano (4:1). Hat Ihnen das den Entscheid nicht noch schwerer gemacht?

    Nein. Wie gesagt: Ich bin froh, bin ich zurück in der Erfolgsspur. Ich habe nochmals extrem viel investiert. Das begann schon im Sommer mit einem Extratrainer. Und jeder Sieg gibt mir Vertrauen. Das ist extrem wichtig, spielt sich doch bei einem Goalie 95 Prozent im Kopf ab. Ich hoffe, ich kann das bis zum Schluss durchziehen.

    Gibt es einen Abschluss, der Ihnen vorschwebt?

    (lacht) Das sollte man einen Hockeyspieler nie fragen. Man nimmt Tag für Tag. Aber natürlich wäre es schön, wenn ich das letzte Spiel mit einem Sieg beenden könnten. Und Sie wissen ja, was das heisst.

    Gibt immer zwei Seiten der Medaille. Der ZSC muss für sich schauen. Das Logo vorne auf dem Shirt ist wichtiger als der Name hinten.

    Von da her kann ich gut mit dem Entscheid leben.