Gibt es noch eine Nati? Wann hat die das letzte mal gespielt? Falls sie die WM nicht in einer Blase spielen (was sie ja nicht wollen) können sie auch die nächste WM heute schon absagen!
Beiträge von Larry
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Ziemlich unfair wie mit dem Profi Sport gerade umgegangen wird! Es gibt keine Anzeichen das dort Leute sich angesteckt haben! Reine Aktionitis, leider aber mit dem Applaus von sehr vielen, für mich die wahren Covidioten!
Profi Sport ist halt nicht mehrheitsfähig!
Wie lange noch bis zum Ende des Geldes?
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Basel-Stadt zieht nach und im Wallis sind Zuschauer sogar ganz untersagt (sport.ch)
Da wird sich CC aber freuen.........
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- Zudem würden Kontaktsportarten und alle Sportarten mit über 10 Teilnehmern verboten.
- Verbot von Kontaktsportarten (Fussball, Basketball, Hockey, Kampfsportarten usw.), mit Ausnahme des Profisports unter Ausschluss des Publikums und des individuellen Trainings;
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Schäppi ist vielleicht der beste Defensivcenter in der Schweiz. Auch in der Nati immer gesetzt. Zudem ist er nie verletzt! Wie gut er ist merkst du erst wenn er dann mal nicht mehr da ist!
Das bezweifelt niemand. Er könnte mit seinem Body einfach mehr machen, aber darum ist er vermutlich nie verletzt.
Denke man wird schon mit ihm verlängern. -
Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt begrenzt die Anzahl Personen an Grossveranstaltungen per sofort auf maximal 1000 Personen. Betroffen sind davon der FC Basel und eine Kulturveranstaltung.
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habe immer das Gefühl er könnte mehr aber einer der wenigen mit Gardemass
Reto Schäppi
Schäppi macht nichts aus seinem Körper, das wird sich auch nicht mehr ändern. SL wird schon die richtigen weiter verpflichten.
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Corona-Welle in der Swiss League
Teams in Quarantäne: Das steckt hinter den Ansteckungen
Nach den GCK Lions muss auch der EHC Winterthur wegen zwei Covid-19-Fällen in Quarantäne. Arzt Gery Büsser nennt die grösste Gefahrenquelle.
Simon Graf (TA)
Die Corona-Welle hat auch das Zürcher Eishockey erfasst. Am Montag mussten sich die GCK Lions wegen zweier positiver Fälle für zehn Tage in die Quarantäne begeben, das Spiel gegen den SC Langenthal wurde verschoben. Am Dienstag traf es nun auch den EHC Winterthur. Ebenfalls wegen zwei positiv getesteten Spielern. Und auch die Betreuer, die nahe am Team sind, müssen in die Quarantäne. Beide Swiss-League-Clubs müssen ihre nächsten drei Spiele verschieben. Doch woher kommt diese Häufung? Hatten sich die beiden Teams, die am Dienstag vor einer Woche noch gegeneinander gespielt hatten, sogar untereinander angesteckt?
ZSC-Teamarzt Gery Büsser, der auch verantwortlich ist für die GCK Lions, geht nicht davon aus. Er sagt: «Die grösste Gefahrenquelle für die Spieler ist das Private.» Bei ihm meldete sich am Samstag ein erster Spieler des Farmteams mit Symptomen, dieser wurde darauf positiv getestet. Die GCK Lions bestritten am Samstagabend ihre Partie gegen La Chaux-de-Fonds trotzdem und siegten 4:3. Als am Sonntag aber ein zweiter Spieler positiv getestet wurde und man in Erwägung ziehen musste, dass es innerhalb des Teams zu einer Ansteckung gekommen sein könnte, wurde von Andreas Juchli, dem operativen Leiter des Zürcher Contact-Tracing, in Absprache mit Büsser für die Mannschaft und den Staff die Quarantäne verhängt.
In fünf Tagen alle testen
Getestet wurden die GCK-Spieler ohne Symptome nicht, das wird nach fünf Tagen erfolgen. Denn es könnte sein, dass jemand das Virus in sich trägt, aber noch nicht positiv ist. «Jetzt routinemässig alle zu testen, macht keinen Sinn», sagt Büsser. «In fünf Tagen erwischen wir alle.»
Grundsätzlich sei das Ziel, dass es bei Einhalten des Schutzkonzepts nicht zu Übertragungen innerhalb einer Mannschaft komme, so Büsser. So wurde am vergangenen Freitag der Bieler Tino Kessler positiv auf das Coronavirus getestet, das Team konnte nach Absprache mit dem Berner Kantonsarzt am Abend aber trotzdem gegen die ZSC Lions spielen.
In der Kabine und rundherum herrscht für die Spieler ja Maskenpflicht, nur auf dem Eis dürfen sie die Maske abnehmen. Und da ist gemäss den Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit der Kontakt zu flüchtig, als dass ein Übertragungsrisiko besteht. Sollte sich erweisen, dass dies nicht stimmt, müsste der Profisport zu Corona-Zeiten ohnehin überdacht werden. Dann wäre er wohl nur noch in einer Blase möglich wie im NHL-Playoff oder am US oder French Open im Tennis.
In unteren Ligen und bei den Junioren – der neuste Fall betrifft die U-15 des SC Bern – kommt es tendenziell zu mehr Ansteckungen als bei den Profis: «Amateure und Junioren, die noch arbeiten oder zur Schule gehen, haben mehr externe soziale Kontakte als Profis, die sich ganz dem Sport verpflichtet haben und entsprechend leben», sagt Büsser. «Die gehen nicht mehr an Feste oder auswärts essen.»
Die Schutz- und Trackingmöglichkeiten sind in einem Profiteam deshalb einfacher zu steuern und umzusetzen als in einer Amateur- oder Juniorenmannschaft. Büsser wirkt darauf hin, dass die Spieler der vier Proficlubs im Kanton Zürich – der ZSC Lions, der GCK Lions, des EHC Winterthur und des EHC Kloten – die Einschränkungen im Bereich des gesellschaftlichen Lebens mit ihrer Unterschrift unter einer Absichtserklärung festhalten. So erhofft man sich in Zusammenarbeit mit dem kantonsärztlichen Dienst eine differenziertere Beurteilung der Quarantänefestlegung. Doch bei mehreren Fällen in einem Team ist auch bei den Profis eine Quarantäne kaum abzuwenden.
Büsser macht sich keine Illusion: Es wird zu weiteren Ansteckungen kommen. Die Spieler können nicht komplett vom gesellschaftlichen Leben abgeschirmt werden. Die ZSC Lions wurden bisher weitgehend verschont, hatten im Team erst einen Fall, im Frühjahr. Doch bei täglich über 3000 positiven Tests schweizweit und einer Positivitätsrate von über 20 Prozent lauert das Virus momentan fast an jeder Ecke
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Es ist wieder so weit:
ZSC's Lukas Flüeler considered day-to-day
The 31-year-old goaltender is dealing with an upper-body injury.
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Die Legende der Woche: Andy Bathgate verhalf Ambri-Piotta zu Weltruhm
gen. (NZZ)
Die Stippvisite von Joe Thornton beim HC Davos trägt einen Hauch der NHL in die National League. Bis die Vorbereitung auf die neue Saison in Nordamerika beginnt, trainiert und spielt der mittlerweile 41-jährige Kanadier mit Schweizer Pass mit den Bündnern. Danach wird er sich den Toronto Maple Leafs anschliessen, bei denen er am Freitag einen Einjahresvertrag unterschrieben hat.
Dass NHL-Spieler in der Schweiz Pausen überbrücken oder ihre Karrieren ausklingen lassen, ist heute nicht mehr aussergewöhnlich. Anfang der 1970er Jahre war das noch eine Sensation. Umso grösser waren die Schlagzeilen, als sich Andy Bathgate 1971 dem HC Ambri-Piotta anschloss. Der damals 39-jährige Kanadier kam mit der Erfahrung aus über tausend NHL-Spielen für die New York Rangers, die Toronto Maple Leafs, die Vancouver Canucks, die Detroit Red Wings und die Pittsburgh Penguins in die Leventina und machte den kleinen Weiler südlich des Gotthards auf einen Schlag berühmt.
Selbst die «New York Times» schickte einen Korrespondenten ins Tessiner Bergtal und publizierte eine grosse Geschichte über die neue Heimat des Spielers, der zuvor während zwölf Jahren für die New York Rangers gespielt hatte.
Eingefädelt hatte den aufsehenerregenden Deal Jiri Kren, der damals für Ambri spielte und versprach, während des Sommers in Übersee die Augen nach einem Spieler offen zu halten, der Ambri helfen könne. Dass der Tscheche dann aber gleich einen der grössten Stars aus den Ferien mitbrachte, überraschte selbst seine Tessiner Freunde.
Bathgate war nicht nur ein Stanley-Cup-Sieger und Gewinner der Hart-Trophy, mit der die Liga jeweils den wertvollsten Einzelspieler der Saison auszeichnet. Er galt auch als einer der Erfinder des Slapshots, und als einer der ersten Spieler spielte er mit einer gebogenen Stockschaufel, die man damals «Banane» nannte.
Gleich im ersten Spiel in Kloten erzielte Bathgate vier Tore zum 8:3-Sieg für Ambri. In 21 Saisonspielen sammelte er 35 Skorerpunkte. Trotzdem verpasste Ambri den Sprung in die Finalrunde, verteidigte seinen Platz in der Nationalliga A gegen Sierre und Visp aber problemlos. Bathgate trat nach einer Saison im Tessin zum ersten Mal zurück, spielte später im Winter 1974/75 noch einmal für die Vancouver Blazers in der längst aufgelösten Western Hockey Association. 1978 wurde er in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Am 26. Februar 2016 verstarb Bathgate, 83-jährig, in seiner kanadischen Heimat. Er litt unter Parkinson und Alzheimer. In der Leventina bleibt er unvergessen.
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Die Underdogs der Tampa Bay Rays – Aschenputtel auf der Resterampe des Baseballs
Die Baseballer der Tampa Bay Rays haben das drittkleinste Budget der Liga – und greifen trotzdem nach dem World-Series-Titel. Ihre Geschichte erzählt von Romantik, von Desperados – und davon, was geschehen kann, wenn man kühl rechnet.
Nicola Berger (NZZ)
2007 haben die Tampa Bay Devil Rays das Wort Devil aus ihrem Namen streichen lassen, aber teuflisch gut sind sie eigentlich erst jetzt. Tampa steht verblüffenderweise in der World Series und greift im Play-off-Final der Major League Baseball (MLB) gegen die Los Angeles Dodgers nach dem ersten Titel der Klubgeschichte.
Tampa ist ein Sorgenkind der Liga, seit Jahren reissen die Gerüchte nicht ab, dass das Team in eine andere Stadt verpflanzt werden könnte, nach Montreal etwa. Denn das Interesse an den Rays ist überschaubar, das Stadion Tropicana Field liegt in St. Petersburg so abgelegen, dass sich viele Menschen im Grossraum Tampa nicht die Mühe machen, eine Partie zu besuchen. 2019 lag der Zuschauerschnitt bei 14734 Besuchern. Das ist weniger, als in der Schweiz der SC Bern anlockt – und gut dreimal weniger Eintritte, als die Los Angeles Dodgers zählen, der Krösus der Liga. Anders als die Schwergewichte der Liga haben die Rays keinen lukrativen TV-Vertrag, sie sind in der MLB nicht mehr als Füllmaterial. Eigentlich. Denn letzte Woche musste Brian Cashman, der General Manager der stolzen New York Yankees, des Baseball-Teams mit der grössten globalen Strahlkraft, eingestehen: «Momentan sind die Rays eine bessere Franchise, als wir es sind.»
Die teuren Stars der Dodgers
Das ist bemerkenswert, denn die Yankees, von den Rays im Play-off gerade eliminiert, lassen sich ihr Kollektiv im Vergleich mehr als dreimal so viel kosten. Die Rays haben mit 28,2 Millionen Dollar die dritttiefsten Lohnkosten der Liga, dies für ein 28-Mann-Kader. Es ist ein Betrag, mit dem die Dodgers knapp ihre zwei teuersten Stars zahlen können, Mookie Betts und Clayton Kershaw.
Nun haben die Rays die deutlich zahlungskräftigere Konkurrenz trotzdem düpiert; die Underdogs von Tampa Bay schreiben auf der Resterampe gerade eine erstaunliche Cinderella-Story. Die Rays sind zu grossen Teilen eine Ansammlung von Desperados, anderswo verkannt und geopfert. Ein Beispiel dafür ist Charlie Morton, der beste Werfer der Rays, dem die miserabel gemanagten Philadelphia Phillies vor drei Jahren lieber ein Buyout von einer Million zahlten, damit er nicht mehr für sie spiele. Philadelphia hat das Play-off trotz grössten finanziellen Anstrengungen schon wieder verpasst, während Morton nach dem Titel greift. Es gibt viele Charlie Mortons bei den Rays – Tampa Bay ist so etwas wie eine moderne Version der Oakland Athletics um die Jahrtausendwende, die mit dem «Moneyball»-Prinzip kompensierten, was ihnen an Geld fehlte. Sie vertrauten auf die Kraft von «Analytics», von vertieften Statistiken – wie jetzt auch die Rays. «Moneyball» wurde später mit Brad Pitt verfilmt und zu einem Hollywood-Blockbuster.
«Wall Street Journal» jubiliert
Das «Wall Street Journal», das mediale Flaggschiff des Turbokapitalismus, jubilierte, die Rays würden «mit der Effizienz eines Hedge-Fund» operieren und «Unschärfen im Markt sofort ausnutzen». Vielleicht ist das nicht der schlechteste Vergleich – die Teambesitzer Stuart Sternberg und Matthew Silverman verdienten ihre Millionen einst als Investmentbanker bei Goldman Sachs.
Es wäre einfach, den Erfolg der Rays als zufällig abzukanzeln, als Produkt einer in jeder Hinsicht aussergewöhnlichen Saison. Die Qualifikationsphase betrug nur 62 statt 162 Spiele, es waren keine Zuschauer zugelassen, der Spielplan war teilweise eine Zumutung, die Play-off-Serien werden in neutralen Stadien ausgetragen. Aber mit Zufall hat das alles nichts zu tun – die Rays gehörten schon 2019 zur Elite der Liga, damals mit dem tiefsten Budget der Liga.
Die Frage ist, ob sich die Rays krönen können, gegen den Favoriten Los Angeles, der seit 32 Jahren nichts mehr gewonnen hat und seit Jahren grösste Anstrengungen unternimmt, daran etwas zu ändern. Es hätte etwas Romantisches, sollte Tampa Bay der Coup gelingen, es wäre ein Signal für die anderen vermeintlich schwachen MLB-Teams –einschliesslich der Rays gibt es noch immer sechs titellose Organisationen.
Und es würde auch den Aufstieg von Tampa Bay, einer sozial schwachen und von einer hohen Kriminalitätsrate geplagten Metropolregion, zur sportlichen Hauptstadt der USA bedeuten. Im Eishockey haben die Lightning gerade den Stanley-Cup gewonnen, die Footballer der Buccaneers erleben mit dem Quarterback Tom Brady eine Renaissance. Der Rest des Landes kann froh sein, stellt Tampa kein Basketballteam.
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1000er-Regelung in Bern
Was bedeutet das für die Fans? Was droht dem ZSC?
Dass die Berner Kantonsregierung Grossanlässe auf 1000 Zuschauer beschränkt, hat fatale Folgen fürs Eishockey. Es drohen Frustration und Millionenschulden.
Simon Graf, Marco Oppliger, Philipp Rindlisbacher (TA)
Was bedeutet das für die Fans im Kanton Bern?
Die SCL Tigers und Biel müssen bereits heute Dienstag nach den neuen Vorgaben spielen. Erst im Verlaufe des Montags wurde indes bekannt, dass der Kanton verlangt, dass die Clubs die 1000 Besucher auf Sektoren mit je 100 Fans aufteilen müssen. Diese Sektoren innert weniger Stunden zu erstellen, dürfte kaum möglich sein. Langnau wird versuchen, die Fans so gut wie möglich zu verteilen. Sollte ein Kontrolleur anwesend sein und Mängel feststellen, könnten rechtliche Konsequenzen drohen.
Bei 1000 Personen sind auch alle Spieler, Funktionäre, Helfer, Journalisten eingerechnet. Für die Dienstagspartie konnten im Emmental knapp 900 Saisonkartenbesitzer via Onlineregistrierung ein Ticket ergattern. Die Schnellsten bekamen eines.
Derweil arbeitet das Ticketing-Team des EHC Biel ohne Pause – Nachtübung inklusive. Weil man sich fürs heutige Derby gegen den SCB für eine andere Lösung als die Tigers entschied. Die Abonnenten, die das Spiel besuchen wollen, müssen sich online registrieren. Sind es mehr als 1000, wird eine Auslosung durchgeführt. Der SC Bern, der am Freitag erstmals wieder zu Hause spielt, priorisiert aus finanziellen Erwägungen die Sponsoren, womit nur noch rund 300 Tickets pro Partie an Saisonkarteninhaber verlost werden.
Wie ist die Stimmungslage bei den Berner Clubs?
Zwischen sehr aufgebracht und entrüstet. Der SCB und die Young Boys wandten sich in einem offenen Brief an die Kantonsregierung und bezeichneten die Entscheidung als «Frontalangriff» auf den Sport. Und weiter: «In der jetzigen Situation sind alle Vorsichtsmassnahmen, welche zur Eindämmung der Pandemie beitragen, zu unterstützen. Dabei gilt es, unbedingt Mass zu bewahren und das normale Leben mit gesundem Menschenverstand aufrechtzuerhalten.»
SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi, der selten um Worte verlegen ist, tritt heute im «Club» des Schweizer Fernsehens auf und wird sich mit dem Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg verbal duellieren.
Was plant die Liga?
Der Ärger ist bei Ligadirektor Denis Vaucher auch 24 Stunden nach dem Entscheid der Berner Kantonsregierung nicht verraucht: «Der Kanton hat geschlafen beim Contact-Tracing, und wir werden nun dafür abgestraft. Ohne Vorwarnung. So kann man nicht agieren. Dabei haben sich unsere Schutzkonzepte bewährt.» Vaucher hofft, dass nicht weitere Kantone dem Berner Beispiel folgen, und freut sich insbesondere über das Bekenntnis aus Genf zu Grossanlässen.
Im Verlaufe der Woche gelte es, mit den Clubs eine Lagebeurteilung zu machen, so Vaucher. Das Ziel sei, bis zur Nationalteam-Pause ab dem 2. November unverändert durchzuspielen. Bis dann stehen in der National League noch 28 Partien auf dem Programm.
«Für die Zukunft unserer Liga, unseres Sports und unserer Partnerschaften gilt es, wenn möglich weiterzuspielen», sagt Vaucher. «Aber auf Dauer ist das mit der Begrenzung auf 1000 Zuschauer nicht möglich. Dann müssten wie in der Kultur auch für den Eishockey-Profisport A-fonds-perdu-Beiträge gesprochen werden, ansonsten gehen wir zugrunde.» Vom Bundeskredit konnte bisher noch kein Club profitieren – die Rahmenbedingungen müssen erst noch in der ersten Novemberhälfte vom Bundesrat abgesegnet werden.
Die Beschränkung der Zuschauer in einzelnen Kantonen verschärft das finanzielle Ungleichgewicht in der Liga. Ein Finanzausgleich unter den Clubs sei aber zum heutigen Zeitpunkt nicht praktikabel, sagt Vaucher. «Jeder Club muss zur Zeit der Pandemie primär selber ums Überleben kämpfen. Wenn uns jemand helfen kann, dann ist es die öffentliche Hand, welche die wirtschaftlichen Einschränkungen ja verfügt hat.»
Was droht den Zürcher Clubs?
Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) kündigte ja schon am Sonntag an, dass auch sie nicht mehr über 1000 Personen bei Grossveranstaltungen zulassen möchte. Die Entscheidung der Kantonsregierung steht aber noch aus. «Ich habe mit verschiedenen Stellen das Gespräch gesucht», sagt Peter Zahner, CEO der ZSC Lions. «Aber ich kann derzeit noch keine Tendenz erkennen.» Im ersten Heimspiel waren Sicherheitsdirektor Mario Fehr und Bruno Keller, Kommandant der Kantonspolizei, im Hallenstadion anwesend, um das Konzept der Zürcher zu überprüfen. «Ihr Feedback war sehr positiv», so Zahner.
In bisher vier Heimspielen ist noch kein Fall einer Ansteckung unter den Zuschauern bekannt. Wie beim EHC Kloten auch nicht. Zahner sagt: «Ich war beeindruckt, wie gross die Disziplin im Publikum ist. Wir mussten erst sehr wenige Leute ermahnen und nur einmal jemanden aus dem Stadion begleiten, weil er sich uneinsichtig zeigte.» Es helfe, dass im Kanton Zürich seit geraumer Zeit Maskenpflicht herrsche.
Die ZSC Lions würden weit mehr tun, als gefordert sei, betont Zahner. Der Versuch mit PET-Boxen auf der Bank, um die Spieler während der Partie voneinander abzugrenzen, habe sich bewährt und werde weitergeführt. Er hoffe, dies werde bald ligaweit eingeführt. Zudem haben die Zürcher 20 UV-Lampen bestellt, um die Luft in den Garderoben zu «reinigen». Vor Ansteckungen sind aber auch sie nicht gefeit: Weil sich zwei Spieler der GCK Lions mit Covid-19 infiziert haben, befindet sich das Farmteam seit gestern für zehn Tage in Quarantäne.
Wie gravierend die Auswirkungen einer Beschränkung auf 1000 Zuschauer wären, kann Zahner nicht genau beziffern. Im schlimmsten Fall, wenn die Saison nicht fertig gespielt werden könne, sei mit einem Verlust von acht bis zehn Millionen Franken zu rechnen.
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Da ich watson eher selten anschaue,In Sachen Sport m.E. eine der besseren Seiten!
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Watson hat jeweils einen netten Rückblick auf das NFL WE:
https://www.watson.ch/sport/us-sport…ts-dieser-woche
PS: Mein VPN läuft wieder....alte IT Regel: Mal alles runter fahren und neu starten, dafür fehlte mir gestern die Geduld......
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Klar; überall auf der Welt ist in Sachen Grossveranstaltungen mehr möglich als in der Schweiz ...
Es geht darum das man den SCB hat 500'000.- ausgeben lassen für ein Schutzkonzept das nachweislich funktioniert und dem Club nun wieder den Stecker zieht! Und das ohne wirkliche Argumente!
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KOLUMNE
Klubs gegen Nationalteam: Dem Schweizer Eishockey droht ein überflüssiger Machtkampf
Die Eishockey-Klubs wollen keine Spieler für kommende Nationalmannschafts-Zusammenzüge abstellen. Sie befürchten, dass eine Durchmischung zu einer Art Superspreader-Ereignis werden könnte. Doch der Verband steht unter Druck.
Daniel Germann (NZZ)
Das Coronavirus trifft auch Swiss Ice Hockey. Anfang September kommunizierte der Verband einen Verlust von 143 909 Franken, der in erster Linie der Pandemie geschuldet ist. Der Jahresumsatz sank um 5,5 Millionen Franken auf 62,5 Millionen Franken. Mit verschiedenen Sparmassnahmen senkte Swiss Ice Hockey den Verlust um rund 5,7 Millionen Franken.
Die Krise ist damit alles andere als ausgestanden. Ob im kommenden Mai eine Weltmeisterschaft stattfindet, steht in den Sternen. Kein Wunder, wehren sich die National-League-Klubs dagegen, ihre Spieler im November und Dezember für Nationalmannschafts-Zusammenzüge abzustellen. Sie befürchten, dass eine Durchmischung von Spielern sämtlicher Teams zu einer Art Superspreader-Ereignis werden könnte, das die ganze Meisterschaft zum Stillstand bringt. Es wäre der wirtschaftliche Totalschaden für alle.
Die Ängste der Klubs sind nachvollziehbar, ebenso der Widerwille des Verbandes, Zusammenzüge zu streichen. Auch er hat Fernsehverträge und Sponsorenvereinbarungen zu erfüllen. Die finanzielle Zukunft von Swiss Ice Hockey sieht ohnehin düster aus. Der Vertrag mit dem wichtigsten Partner, der Zurich, wird nicht verlängert. Der Verband verliert dadurch Einnahmen von 1,8 Millionen Franken. Im momentanen Umfeld wird es schwer, die zu ersetzen. Dazu hat sich die National League vom Verband abgenabelt und will die TV-Rechte künftig selber vermarkten. Bisher hat Swiss Ice Hockey mit 6,7 Millionen Franken an den Erträgen von rund 35 Millionen partizipiert.
Es ist absehbar, dass der Verband Corona-Hilfe wird beanspruchen müssen. In der ersten Lesung hat Swiss Olympic ihm 1,535 Millionen Franken aus dem 100 Millionen Franken schweren Hilfspaket des Bundes zugesprochen. Das ist ein Viertel von dem, was etwa Swiss Cycling oder der Turnverband erhalten. Der CEO Patrick Bloch sagt, er erwarte, dass der Betrag erhöht werde. Doch die Hilfe schreibt vor, dass zwei Drittel des Geldes in den Breitensport fliessen müssen. Was bleibt, reicht in keiner Art und Weise, um die Lücken zu stopfen. In den kommenden Monaten wird der Verband auf die Solidarität von Liga und Klubs angewiesen sein. Da ist ein Machtkampf um ein paar Länderspiele von zweifelhaftem sportlichem Wert das Letzte, was es braucht
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Im Moment kaum!
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Danke Ralf! Aber obwohl ich mich mit meinem VPN Programm nun mehrmals in D und der CH eingeloggt habe läuft es nicht! Das funzt normalerweise immer!
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Zurück zur 1000er-Grenze
«Dieser Entscheid ist eine Panikreaktion»
Der Kanton Bern verbietet Grossanlässe mit über 1000 Zuschauern. Die Vertreter der betroffenen Sportclubs sind erstaunt und entrüstet.
Adrian Ruch, Marco Oppliger, Philipp Rindlisbacher, Dominic Wuillemin (TA)
Aus Erleichterung wurde ganz schnell grosser Frust. Kurz nachdem sich Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga an einer von SRF live übertragenen Pressekonferenz positiv über die Schutzkonzepte der Sportclubs geäussert hatte, verschickte der Kanton Bern eine Medienmitteilung, in der er ein Verbot von Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen ab Montag ankündete. Wenig überraschend fallen die Reaktionen denn auch heftig aus.
«Der Entscheid des Kantons Bern ist für uns ein ‹Chlapf zum Gring›», sagt Denis Vaucher. Der Eishockey-Ligadirektor hält fest, es gebe keinen einzigen nachgewiesenen Corona-Fall aus einem Stadion. «Daher verstehe ich das Vorpreschen der Berner Behörden nicht.»
Damit geht es ihm genau gleich wie Marc Lüthi. «Wir haben eine halbe Million in unser Schutzkonzept investiert, und es funktioniert bisher tadellos. Das Ansteckungsrisiko im Stadion ist nicht null, aber es ist deutlich geringer als anderswo», sagt der CEO des SC Bern. Und ergänzt: Er habe an den SCB-Heimspielen leider nie einen Regierungsrat angetroffen, der sich ein Bild habe machen wollen.
Lüthi betont, ihm sei bewusst, «dass die Volksgesundheit ein hohes wichtiges Gut ist». Ähnlich formulierte es Wanja Greuel, der bei den Young Boys die gleiche Funktion bekleidet wie Lüthi beim SCB. «Wir wurden vom Entscheid überrumpelt und sind schockiert. Wir steckten in den letzten Monaten sehr viel Arbeit und Geld in die Schutzkonzepte, dementsprechend frustriert sind wir», sagt Greuel.
Die Grossclubs hatten in den letzten Wochen einen engen Austausch mit den Behörden gepflegt, daher sind sowohl Greuel als auch Lüthi irritiert, wurden die Clubvertreter erst fünf Minuten vor Veröffentlichung der Medienmitteilung über die Massnahme informiert.
«Ein Alleingang kann keine Lösung sein»
Lüthi ist bekannt als Mann der markigen Worte. Doch diesmal äussern sich andere noch dezidierter. «Für mich ist der Entscheid eine Panikreaktion, weil die Kantonsregierung völlig überfordert ist», sagt Daniel Villard, Geschäftsführer des EHC Biel.
Peter Jakob, Verwaltungsratspräsident der SCL Tigers, spricht derweil von «einem falschen Schnellschuss. Ein Alleingang kann in dieser Sache keine Lösung sein. In einer nationalen Liga kann man so etwas nicht föderalistisch lösen.»
Moderat reagieren die Entscheidungsträger des FC Thun. In einem Pressecommuniqué wird der Entscheid «bedauert» und die Überzeugung vertreten, «dass ein optimaler Schutz der Matchbesucherinnen und -besucher dank des vom Regierungsstatthalter abgenommenen Stadionschutzkonzepts auch mit einer höheren Besucherobergrenze möglich gewesen wäre».
«Das wird gewaltig Ärger geben»
Der Beschluss des Regierungsrats stellt die Vereine kurzfristig vor grosse organisatorische Probleme: Schon am Dienstag empfängt Biel den SCB zum Derby, Langnau Rapperswil-Jona und Thun Winterthur. «Wer darf kommen? Wer muss daheimbleiben, obwohl er schon eine Zusage für die Partie gegen Rapperswil erhalten hat?», nennt Jakob dringende Fragen.
«Das wird gewaltig Ärger geben. Und in gastronomischer Hinsicht ist es auch ein Desaster: Vieles ist schon gebucht oder bestellt worden.» Bei YB gastiert am Donnerstag die AS Roma – es ist die attraktivste Affiche im Rahmen der laufenden Europacupkampagne. 8200 Saisonkartenbesitzer hatten sich mit Erfolg für die Tickets beworben.
Doch gravierender sind die mittel- und langfristigen Folgen. «Wir sehen die Existenz des Schweizer Profifussballs in Gefahr, sollte es den Clubs erneut über einen längeren Zeitraum nicht möglich sein, Zuschauerinnen und Zuschauer in den Stadien zu begrüssen», steht in der Mitteilung von YB.
Und Vaucher von der Eishockeyliga sagt: «Irgendwie muss es weitergehen, sonst gibt es uns bald nicht mehr. Dieser Entscheid gefährdet die Sportorganisationen und dadurch zahlreiche Arbeitsplätze sowie die Nachwuchsarbeit.»
«Bezüglich Budget können wir alle Pläne wegwerfen»
In der Tat geht es dem Profisport in der Schweiz ähnlich wie der Reisebranche: miserabel. Obwohl in diversen Clubs die Spieler markante Lohneinbussen in Kauf nehmen, erwarten fast alle Vereine rote Zahlen. Mit den neuen Vorgaben lassen sich die Kosten erst recht nicht mehr decken.
«Bezüglich Budget können wir jetzt alle Pläne wegwerfen – das ist ein Blindflug», erzählt Jakob. Den Vereinen droht wegen des Entscheids des Kantons Bern, dass Abonnenten und Sponsoren Geld zurückfordern. Dies würde zu Liquiditätsengpässen führen und wäre letztlich existenzgefährdend. Villard spricht in Zusammenhang mit der 1000er-Regel von einem «finanziellen Brandbeschleuniger».
Die Vereinsvertreter wollen mit den Regierungsräten das Gespräch suchen. Jakob glaubt freilich nicht an eine baldige Rückkehr zur bisherigen Regel. Lüthi hingegen sagt: «Die Kantonsregierung wird über die Bücher gehen müssen, davon bin ich überzeugt.»
Mit YB trifft es einen finanziell robusten Club; anders sieht es beim nicht nur sportlich gebeutelten FC Thun aus. Und im Eishockey muss man sich die Sinnfrage stellen: Zwei Mannschaften befinden sich in Quarantäne, drei Klubs verlieren künftig mit jedem Heimspiel eine Stange Geld.
«Wir müssen nun eine Analyse machen», sagt Vaucher. Unabhängig von den Resultaten hat die Führung des SC Bern entschieden, bis zum kurzen Meisterschaftsunterbruch Anfang November trotz ungeliebten Voraussetzungen zu spielen. Ist auch denkbar, die Saison mit maximal 1000 Zuschauern durchzuziehen? Lüthis Antwort ist kurz und klar: «Das können wir uns nicht leisten.»