Beiträge von Larry

    in der Premier League usw., wo die ollen Ölscheiche mit ihrem Geld um sich werfen.

    Eigentlich schade drum. Eine gewisse Rückbesinnung auf ein normales Mass wäre aus Fan-Sicht schon wünschenswert (gewesen).

    Im Gegenteil, Europas Spitzenclubs planen ja die Superliga! Immer die gleichen Teams, immer noch mehr Kohle! Für mich ein Grund sich von diesem Fussball für alle Zeiten zu verabschieden!

    Tatsache ist doch das der Markt die Löhne die im Schweizer Hockey und Fussball bezahlt werden in der Mehrheit nicht hergibt! Clubs in denen Mäzene das Defizit decken müssen dürften diese Löhne gar nie bezahlen! Darum bin ich schon der Meinung bevor Steuergelder fliessen sollen die Clubs mal ihre strukturellen Defizite beseitigen, sprich, die Löhne müssen massiv sinken bzw. die Spieler müssen im Moment auf diese Gagen verzichten und mit einem (massiven!) Lohnverzicht zur Lösung des Problems beitragen! Nach Corona können die Mäzene ja wieder ihr Geld verbrennen!

    KOMMENTAR

    Beträge à fonds perdu? Die Fussball- und Eishockeyklubs stellen illusorische Forderungen

    Weil die Eishockey- und Fussball-Meisterschaften erneut ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen, fordern die betroffenen Klubs nun A-fonds-perdu-Beiträge. Solche dürften politisch keine Chance haben. Die Klubs sollten darum die bereitgestellten Darlehen nehmen und endlich beginnen, ihre strukturellen Probleme zu lösen.

    Daniel Germann (NZZ)

    Die neuerliche Schliessung der Sportstadien entzieht den Schweizer Eishockey- und Fussballklubs die Existenzgrundlage. Ohne konsumierendes Publikum auf den Tribünen können sie die Spielerlöhne bald schon nicht mehr bezahlen. Es mag im Moment noch schwer vorstellbar sein: Doch Institutionen des Schweizer Mannschaftssports wie der FC Basel, der FC Zürich, der SC Bern oder der HC Davos könnten bald schon zu existieren aufhören. Solche Szenarien galten bis vor kurzem als fadenscheinige Versuche der Betroffenen, Druck auf die Politik aufzubauen. Bald schon könnten sie zur Realität werden.

    Entsprechend hektisch fielen ihre Reaktionen auf das erneute Zuschauerverbot aus. Die Präsidenten der Eishockeyklubs forderten in einem offenen Brief an den Bundesrat schon vorsorglich A-fonds-perdu-Beiträge zur Rettung. Die Fussballklubs verhielten sich zurückhaltender und klüger. Doch es ist eine Frage der Zeit, bis auch sie auf Direkthilfe drängen werden.

    Das Coronavirus stellt nicht nur das Wirtschaftssystem, sondern die Gesellschaft als Ganzes auf die Probe. Was bis vor kurzem garantiert schien, ist plötzlich ernsthaft infrage gestellt. Auf den Sozialstaat kommen in den nächsten Monaten Herausforderungen zu, die zu meistern selbst ein wohlhabendes Land wie die Schweiz an die Grenzen treibt. Es gibt kaum eine Branche, die nicht mit empfindlichen Einbussen konfrontiert ist. Das Mittel der Kurzarbeit hat bisher verhindert, dass die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schossen. Doch niemand garantiert, dass das so bleibt.

    Es ist deshalb unklug, wenn ein einzelner Bereich wie der Eishockeysport im momentanen Umfeld mit Maximalforderungen an die Öffentlichkeit tritt. Kaum jemand zweifelt an der sozialpolitischen Bedeutung des Sports. Niemand zieht ernsthaft in Zweifel, dass er unter Corona leidet. Doch das tun andere auch. Das Parlament hat einen Hilfsschirm von 350 Millionen Franken über der Eishockey- und Fussballliga aufgespannt und Fehler aus der ersten Vorlage wie die Solidarhaftung korrigiert. Die Nachrangigkeit der Darlehen sorgt dafür, dass das geborgte Geld als Eigenkapital gilt. Das verhindert, dass die als Aktiengesellschaften organisierten Klubs in die Überschuldung geraten und ihre Bilanzen beim Konkursrichter deponieren müssen.

    Es ist deshalb weder realistisch noch zielführend, wenn Eishockey- und Fussballklubs nun in ultimativem Ton A-fonds-perdu-Beträge vom Staat fordern. Solche sind politisch in der jetzigen Krise eine Illusion. Es ist gut möglich, dass die angebotenen Darlehen vom Bund dereinst abgeschrieben werden, sollten einzelne Klubs ihre Schuld nicht bedienen können.

    Die Klubs sollten das ihnen angebotene Darlehen nehmen und umgehend beginnen, die Hausaufgaben zu machen. Die Löhne der Spieler mögen nicht so hoch sein, wie das populistisch oft kolportiert wird. Tatsache ist aber: In kaum einem anderen Wirtschaftsbereich sind sie in den vergangenen Jahren so ungehemmt gestiegen wie im Eishockey und im Fussball.

    Der professionelle Sport steht nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit vor einer Korrektur, die dringend nötig ist. Das Geschäftsmodell, auf dem er fusst, hat schon vor Corona nicht funktioniert. Ein Business, das nur dank der Eitelkeit und dem Geld von Mäzenen funktioniert, ist nicht gesund. Im Schweizer Eishockey laufen Bestrebungen, die Spielregeln zu ändern und neue Leitlinien aufzustellen, die es den einzelnen Klubs zumindest ermöglichen, kein Geld zu verlieren. Sollte die Corona-Krise dazu beitragen, dass das gelingt, dann hätte sie zumindest einen positiven Nebeneffekt für den Sport gehabt.

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    An diesem Artikel des Berners Daniel Germann dürfte Chole Marc keine Freude haben. Er hat aber recht!

    Ich behaupte, dass Reto Sturzenegger, "Sturzi", der erste Schweizer Eishockeyprofi war.

    Im Frühling 1979 beendete er seine Maurerlehre in Arosa und wurde danach Hockeyprofi beim EHC Arosa.

    Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren.........

    Ich sehe das auch so!

    Lasst hören aus alten Zeiten: Lasse Lilja war auch mal ZSC Coach

    Die Legende der Woche: Lasse Liljas Wirken und Wüten im EHC Arosa

    Lasse Lilja feiert mit dem EHC Arosa den Meistertitel (24. Februar 1982).

    gen. Das Coronavirus stellt das morsche Geschäftsmodell des professionellen Eishockeysports auf die Belastungsprobe. Doch es ist noch gar nicht so lange her, dass Eishockeyspieler ein Beruf geworden ist, von dem sich tatsächlich leben lässt. Der Appenzeller Jörg Eberle gilt nach offizieller Lesung als erster Profi in der Geschichte des Schweizer Eishockeys. Er unterschrieb seinen ersten Vertrag Anfang der 1980er Jahre beim SC Herisau, wo der spätere Bundesrat und Finanzminister Hans-Rudolf Merz Vereinspräsident war.

    Die professionelle Art, Eishockey zu lehren und zu trainieren, kam aber aus Schweden in die Schweiz. Landläufig gilt John Slettvoll beim HC Lugano als Eisbrecher. In Tat und Wahrheit begann aber bereits sein Landsmann Lasse Lilja mit der professionellen Arbeit auf und neben dem Eis. Er stiess 1979 vom damals B-klassigen Zürcher SC zum EHC Arosa und führte die Bündner auf Anhieb zum Titel. Als Erstes führte Lilja im Schanfigg das Mittagstraining ein und stellte damit die Flexibilität seiner Spieler auf die Probe. Sie alle arbeiteten daneben noch in einem sogenannten «richtigen Beruf».

    Lilja war eine farbige Gestalt, laut und deutlich auf und neben dem Eisfeld. Stand er nicht in den Schlittschuhen auf der Eisbahn, dann stolzierte er in karierten Hosen über den Golfplatz und kommentierte die eigenen Schläge und die seiner Begleiter. Die Umgangsformen des Schweden entsprachen nicht der strengen Etikette des elitären Sports. Er sprach, wie ihm der Schnabel gewachsen war.

    Bei allem Erfolg, den Lilja nach Arosa brachte, war er auch eine äusserst streitbare Erscheinung. Nach einem Auswärtsspiel in Biel ohrfeigte er einmal den Buschauffeur, weil der Minuten zu spät zum vereinbarten Treffpunkt gekommen war. Der damalige Klubpräsident Peter Bossert hielt den Skandal unter dem Deckel, indem er dem Geohrfeigten eine neue Uhr schenkte. Legendär ist auch Liljas handstreichartige Übernahme des Nationalteams, das er 1981 und 1982 im Nebenamt führte. Als Assistent vorgesehen, füllte er auf der Reise zur B-Weltmeisterschaft den eigentlichen Headcoach, seinen Landsmann Arne «Ätti» Strömberg, mit Alkohol ab und liess ihn bei einer Pause auf einer Autobahnraststätte zurück.:rofl::suff:

    Liljas Wirken als Nationaltrainer war allerdings nicht ganz so erfolgreich wie jene im Klub. An seiner zweiten Weltmeisterschaft 1982 in Klagenfurt verhinderten die Schweizer den Sturz in die B-Gruppe nur dank einem abgesprochenen 3:3 gegen Rumänien. Absteigen musste Japan. Schliesslich überspannte Lilja den Bogen auch in Arosa. Er missachtete die Weisungen seiner Vorgesetzten und entwickelte immer mehr ein Eigenleben im Klub. In einer Filmdokumentation sagt der damalige Präsident Bossert, am Ende sei der Schwede trotz allem sportlichen Erfolg nicht mehr tragbar gewesen.

    Lilja arbeitete danach noch in Rapperswil-Jona, Ambri-Piotta und Chur, ohne allerdings die Erfolge in Arosa noch einmal wiederholen zu können. Wie prägend er für den Bündner Traditionsklub war, zeigt die Tatsache, dass das Kündigungsschreiben, mit dem Bossert sein Wirken und Wüten in Arosa beendete, Teil des Museums ist, in dem die grosse Geschichte des Klubs gewürdigt wird.

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    Beim ZSC war Lasse 1977/78 und bis Dezember 1978. Der Aufstieg wurde gegen Lausanne um einen Punkt verpasst. Kann mich erinnern das wir nach einem grossen Sieg im Stadthof 11 noch ein Bier genommen haben, dort kam das Team immer noch zum Essen zusammen. Als Lasse durchs Lokal schritt brandete spontan Applaus auf. :applaus:Die alten Zeiten:oldie:

    Die ZSC Lions befinden sich auf der Geisterbahn: Hinter jeder Ecke hüpft ein Schreckgespenst hervor – und jedes Mal fallen die Zürcher darauf herein

    Nach gutem Saisonstart fallen die Zürcher innert einer Woche von der Rolle: 3 Niederlagen, 19 Gegentore. Nun soll Marco Rossi den strauchelnden Löwen neuen Schwung bringen – und Pius Suter wird ihm bald folgen.

    Ulrich Pickel (NZZ)


    Bisweilen gerät fast vergessen, dass in diesen Tagen ja auch noch Sport getrieben wird. Vor einer Woche zum Beispiel war die Welt der ZSC Lions in Ordnung: sieben Spiele, fünf Siege. Seither sind sie im Sturmtief: drei Spiele, drei Niederlagen. So eine negative Serie hatten sie letztmals Anfang 2019. Besonders erstaunt die Art, wie es zu den Niederlagen mit insgesamt 19 Gegentoren kam. Die zwei Ohrfeigen gegen Zug wie auch das 2:5 am Dienstag in Ambri waren eine Fahrt durch die Geisterbahn: An jeder Ecke hüpfte ein Schreckgespenst hervor – und die Zürcher fielen jedes Mal herein.

    Bereits hat sich Verunsicherung eingeschlichen, das war in Ambri nicht zu übersehen. Im Schlussabschnitt schossen Rikard Grönborgs Spieler mehr als doppelt so oft aufs Tor wie der Gegner, aber selbst in einer längeren Phase in doppelter Überzahl gelang ihnen nichts. Grönborg ist bekannt als jemand, der nicht um den heissen Brei redet. Er sagt, das 2:8 in Zug sei «ein superenttäuschendes Spiel» gewesen. «Wir begannen Freistil zu praktizieren und hielten uns nicht an unseren Plan.» In Ambri aber will er im letzten Drittel einen «Schritt in die richtige Richtung» gesehen haben. Grönborg wird seine Gründe haben, weshalb er sich vorderhand in Zuversicht übt und alles vermeidet, was man verbale Eskalation nennen könnte. Im Ruf, ein Polterer zu sein, steht er ohnehin nicht.

    Auch Waeber ist hart gelandet

    Dennoch bleibt bemerkenswert, wie die ZSC Lions innert einer Woche von der Rolle fielen und fragil wie ein rohes Ei wurden. Dass schon vor diesen Niederlagen nicht alles zum Besten stand, war allerdings auch zu sehen. Die Zürcher überzeugten nur teilweise. Gegen den SCB zum Beispiel gewannen sie, obwohl dieser viel aktiver war. Defensiv waren sie oft anfällig, in der Vorwärtsbewegung fiel mangelnde Präzision auf. Und sie schafften es oft nicht, über die ganze Spieldauer ein konstantes Niveau zu halten. Es hat den Anschein, dass ihnen die Siege zu leicht in den Schoss gefallen sind. Mit kurzen Tempoverschärfungen und der einen oder anderen feinen Einzelleistung wurden die Punkte ins Trockene gebracht. Dies überdeckte die Mängel im Spiel.

    Vor allem war da Ludovic Waeber mit einer Erfolgswelle von fünf Siegen in fünf Spielen. Nun ist Waeber wieder auf dem harten Boden der Realität, in Ambri wurde er nach zwei Dritteln für Lukas Flüeler ausgewechselt. Das schmälert das Gesamtbild aber nur unwesentlich. Bis jetzt hat kein Zürcher Spieler einen grösseren Beitrag zum Erfolg geleistet als der 24-jährige Goalie.

    Mit gutem Beispiel gingen auch andere voran: Garrett Roe, Sven Andrighetto, Denis Hollenstein oder Maxim Noreau. Andererseits haben Routiniers wie Fredrik Pettersson, Marcus Krüger oder Roman Wick zu wenig Einfluss aufs Spiel. Und Simon Bodenmann wird vermisst. Er fehlt seit Saisonbeginn wegen einer nicht näher spezifizierten Oberkörperverletzung. Dies alles führt dazu, dass die Zürcher über alle vier Formationen hinweg regelmässig nicht zustande bringen, was sie aufgrund ihrer Qualität eigentlich müssten. Letztlich haben die drei Niederlagen genau dieses Manko offengelegt.

    Grönborg sagt, manchmal sei es, als ob sein Team auf den Panik-Knopf drücke, «dann versuchen wir, etwas zu erzwingen, und verlieren die Geduld. Das kann man nicht machen.» Sein Rezept: ruhig bleiben, am Spielsystem festhalten. Und der Trainer kündigt Änderungen in der Aufstellung an. Er könnte auch den beiden 21-jährigen Stürmern Axel Simic und Justin Sigrist mehr Verantwortung geben. Sie bringen Schwung.

    Marco Rossi – dieser Zuzug kommt gelegen

    Und seit neuestem ist bekannt, dass die Fraktion der Jungen interessanten Zuwachs erhält. Der 19-jährige Marco Rossi stösst per sofort zu den ZSC Lions. Er ist ein Vorarlberger mit Schweizer Lizenz und spielte zwischen 2014 und 2018 für die Zürcher im Nachwuchs und für die GCK Lions. Nach zwei Jahren in Kanadas Juniorenliga OHL wurde der mit Spielintelligenz reichlich ausgestattete Mittelstürmer im Oktober von den Minnesota Wild als Nummer 9 in der ersten Runde gedraftet und mit einem Vertrag ausgestattet. Damit er Spielpraxis sammeln kann, leiht ihn das NHL-Team bis zum Saisonstart aus.

    Rossi trainierte im Sommer in Zürich und verfügt noch über einen bis Frühling 2021 gültigen Ausbildungsvertrag mit der Lions-Organisation, der auch automatisch die (bescheidenen) Konditionen regelt, zu denen er spielt. Trifft die Lizenz rechtzeitig ein, kann er bereits am Freitag eingesetzt werden. Der Sportchef Sven Leuenberger bezeichnet Rossi als «sehr überdurchschnittlichen Spieler, aussergewöhnlich komplett für sein Alter». Der Zuzug kann den ins Schwanken geratenen Zürchern nur gelegen kommen. Ihnen stehen zwei Nervenproben bevor: am Freitag gegen Davos und am Sonntag gegen Langnau.

    Darüber hinaus ist absehbar, dass auch Pius Suter wieder für die Stadtzürcher spielen wird. Sein temporäres Engagement mit den GCK Lions ist zu Ende. Ob der für Anfang 2021 geplante NHL-Saisonstart stattfinden wird, bleibt unklar. Doch auch Suter braucht Spielpraxis. Der letztjährige Liga-Topskorer wird wohl schon ziemlich bald im ZSC-Dress zu sehen sein.

    Nach der erneuten Schliessung der Stadien wollen das Schweizer Eishockey und der Schweizer Fussball Direkthilfe

    Eishockey-National- und Fussball-Super-League droht ein Winter ohne Zuschauer. Das stellt die Existenz von mehreren Klubs infrage. Deshalb machen die Ligen A-fonds-perdu-Beiträge zum Thema. Doch zwei Politiker winken ab.

    Daniel Germann, Benjamin Steffen (NZZ)

    Die Schweizer Eishockey- und Fussballmeisterschaften werden ab sofort wieder ohne Zuschauer ausgetragen werden. Der Bundesrat beschränkte die Besucherzahl am Mittwoch erwartungsgemäss auf symbolische 50 Zuschauer. In Wahrheit müssen die Klubs erneut ohne Publikum spielen.

    Die Swiss Football League (SFL) schreibt in einer Stellungnahme, sie werde alles unternehmen, um die Meisterschaft fortzusetzen. Im Eishockey werden die Klubs der National League und der Swiss League in den nächsten Tagen darüber beraten und entscheiden, welche Konsequenzen die bundesrätlichen Beschlüsse für den Spielbetrieb haben. In einer Konsultativabstimmung sprachen sich bisher einzig Biel, Lausanne und Zug für einen Unter- oder Abbruch der laufenden Saison aus.

    Der Ruf nach Hilfe

    Der Ruf nach staatlicher Hilfe wird immer lauter. Die Eishockeyliga lässt wissen: «Um Konkurse im Schweizer Profi-Eishockey vermeiden zu können, sind die National-League- und Swiss-League-Klubs auf finanzielle Soforthilfen sowie die Möglichkeit auf Kurzarbeitsentschädigungen auch bei befristeten Arbeitsverträgen angewiesen.» Es gehe nun darum, professionelle Strukturen und damit auch Tausende von Arbeitsstellen zu erhalten.

    Die Argumente sind nicht neu. Bereits am Dienstag hatten sich die Klubpräsidenten der zwölf National-League-Klubs in einem offenen Brief an den Bundesrat gewandt. Sie forderten in diesem Schreiben A-fonds-perdu-Beiträge für den Fall, dass sie ohne Zuschauer weiterspielen müssen.

    Die Swiss Football League schreibt: «Die SFL-Klubs sind seit März dieses Jahres mit fast komplett ausbleibenden Zuschauereinnahmen konfrontiert. Während in den ersten Monaten die Kurzarbeit half, Konkurse zu verhindern, sind die Klubs nun dringend auf die zinslosen Darlehen des Bundes angewiesen. Damit sollte die kurzfristige Liquidität gesichert werden können. Falls die Situation länger andauert, müssten weitere finanzielle Hilfsmassnahmen ins Auge gefasst werden.»

    Der SFL-CEO Claudius Schäfer bestätigt auf Anfrage, dass damit A-fonds-perdu-Beiträge gemeint sind – wenn monatelang ohne Zuschauer gespielt werden müsse, werde es ohne derartige Hilfe gar nicht möglich sein. Schäfer meint, dass der Rückhalt für solche Anliegen im eidgenössischen Parlament gewachsen sei. Und er betont, dass die Fussballklubs ihren Teil für die Zukunftsbewältigung sehr wohl leisten würden. Die SFL habe die Löhne der letzten Saison mit den neu eingereichten Verträgen verglichen – die Mehrheit der 20 SFL-Klubs habe die Löhne «zwischen 20 und 50 Prozent gesenkt», sagt Schäfer, «wir machen, was die Politik immer wieder fordert».

    Dennoch fragt sich, wie gross die politischen Chancen für A-fonds-Beiträge wirklich sind. Matthias Aebischer, SP-Nationalrat und Mitglied der Parlamentarischen Gruppe Sport, sagt: «Ich bin gegen A-fonds-perdu-Beiträge. Wir haben das Hilfspaket für die Profiligen ins Covid-Gesetz integriert und die Latte, um Zugriff auf die Kredite zu haben, massiv gesenkt. Muss man längere Zeit in leeren Stadien spielen, werden wohl verschiedene Klubs die Kredite beanspruchen. Sollte einer danach nicht imstande sein, diesen zurückzuzahlen, werden wir im Parlament schauen, was wir machen können. Dafür ist die Politik da.»

    Auch der SVP-Nationalrat Roland Büchel spricht sich gegen A-fonds-perdu-Beiträge aus. Es gebe genug Überbrückungshilfen, sagt Büchel und meint etwa das 350-Millionen-Franken-Darlehenspaket für Eishockey und Fussball. Sogar in der zweithöchsten Eishockeyliga gebe es zu viele überbezahlte Profis, die vor einigen hundert Zuschauern spielten. «Es ist nie der Moment, derartige Forderungen zu stellen», sagt Büchel, «und jetzt schon gar nicht. Diese Profisportler sollen sich bewusst werden, wer privilegiert ist und wer nicht.»

    «Verliert nicht Sympathien»

    Büchel vertritt die landauf, landab oft gehörte Meinung der überbezahlten Mannschaftssportler. Gerade die Eishockeyliga müsse damit aufhören, zweitklassigen Spielern Hunderttausende Franken pro Jahr zu bezahlen, sagt er – von den beliebt gewordenen Bekenntnissen zu Lohnreduktionen lässt er sich nicht überzeugen. Büchel arbeitete früher in der Sportvermarktung. Er sagt, gerade wegen seiner Liebe zum Sport ärgere er sich so. Am liebsten möchte er den Sportlern zurufen: «Verliert mit euren Forderungen nicht Sympathien bei den Leuten.» Und ja, er nähme in Kauf, dass auch Klubs mit vielen Zuschauern Konkurs gingen – «aber ich bin überzeugt, dass es nicht passiert. Es gibt Sponsoren, die sie am Leben halten.»

    Die beiden Profiligen und die Spitze von Swiss Olympic trafen sich noch am Mittwochabend nach der Medienkonferenz mit der Sportministerin Viola Amherd zu einem runden Tisch. Die Protagonisten erhielten dort die Gelegenheit, ihre Situation direkt und ohne den Umweg über das Bundesamt für Sport vorzutragen. Sie stiessen auf Verständnis. Doch an der unmittelbaren Lage ändert das nichts.

    Der Bundesrat Alain Berset sagte an der Medienkonferenz: «Wir sind uns bewusst, dass die Massnahmen für die Profiklubs schwierig sind. Die Klubs haben sich eingesetzt und Schutzkonzepte entwickelt. Doch die Corona-Situation hat sich seit Anfang Oktober markant verschlechtert. Natürlich ist es unser Ziel, diese Massnahmen so schnell als möglich wieder aufzuheben. Doch bevor wir das erwägen können, müssen wir die Lage in den Griff bekommen. Im Moment braucht es Verständnis von allen.» Es droht ein langer Winter ohne Eishockey- und Fussballzuschauer in den Stadien.

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    Mein Senf:

    Einerseits haben die Clubs die Kohle aus dem Verkauf der Saisonkarten eingenommen, und wie Klaus Zaugg richtig bemerkt hat wird diese Kohle kaum ein Fan zurück fordern. Nach Steuergelder schreien wenn das Personal Top Saläre bis zu 800k oder mehr bezieht halte ich für sehr fragwürdig. Einer der 800k bezieht soll auf 75% verzichten und mal ein Jahr mit 200k auskommen!

    ob das ganze so noch sinn macht?

    Bin dafür das weiter gespielt wird! Das CH Hockey hat schon im Frühling den Fehler gemacht und die Saison vorschnell abgesagt! Die Fussballer fast aller Ligen wie auch der US Profi Sport haben ihren Meister erkoren, wir im Hockey nicht! Die WM können sie m.E. wieder absagen, dann gibt es auch genügend Termine um in den Frühling/Sommer hinein zu spielen!

    Saison-Fortsetzung im Hockey noch nicht sicher

    Auch für das Schweizer Eishockey sind die neusten Corona-Massnahmen ein herber Schlag. «Mit einer längeren Phase mit Geisterspielen würden die Klubs akut in ihrer Existenz bedroht», schreiben National League & Swiss League in einer Stellungnahme.

    Ob die Meisterschaft auch ohne Zuschauer fortgesetzt wird, ist derzeit noch unklar. Liga-Führung und die Klubs der National League und Swiss League würden in den nächsten Tagen darüber beraten und entscheiden, welche Konsequenzen die bundesrätlichen Entscheidungen für den Spielbetrieb haben werden.

    Wie der FC Servette mitteilt, ist der Trainer Alain Geiger positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Eintreten leichter Symptome hatte sich Geiger einem Test unterzogen und sich schon am Dienstag isoliert. Das positive Testresultat wurde ihm am Mittwoch mitgeteilt. Nun werde sich die ganze Mannschaft und der Staff einem Test unterziehen, schreibt der Klub auf seiner Webseite. Weitere Massnahmen werden vom Kantonsarzt Genf erwartet. Damit steht ein weiteres Spiel am Wochenende auf der Kippe. Der FC Zürich würde am Samstag in Genf auf Servette treffen.

    Ein - zwei Tiefs gehörten noch praktisch zu jeder Saison und der Titel wird nicht im Oktober vergeben.
    Wir wurden von Rang 7!! Meister, Bern sogar von Rang 8.!! Diese Saison ist es sogar noch von Rang 10!! aus möglich.
    Umgekehrt scheiterten wir von Rang, 1 oder 2 auch schon kläglich an Fribourg usw...

    Fakt!:lehrer:

    Hab das Spiel geschaut. Das Wunder fand nicht statt, das Team mit dem grössten Budget hat jenes mit dem kleinsten doch noch geschlagen. Die Dodgers verdient Meister, waren schon die letzten Jahre eigentlich immer eines der besten Teams und mussten 32 Jahre auf den nächsten Titel warten. Respect Tampa Bay Rays!

    National League

    Nättinen stürzt den ZSC in die Krise

    Der neue Ambri-Finne schiesst beim 5:2 über die Zürcher gleich vier Tore. Sichtlich gezeichnet von ihrem jüngsten Rückfall, brechen die Lions phasenweise auseinander.


    Simon Graf (TA)

    Wie schnell im Eishockey alles gehen kann! Am vergangenen Donnerstag grüssten die ZSC Lions noch von der Spitze. Sie hatten in der Meisterschaft viermal in Serie gewonnen, dabei nur drei Tore zugelassen. Und Goalie Waeber, als Nummer 2 geholt, verblüffte im Zürcher Tor. Fünf Tage später steckt der meist genannte Titelfavorit in der ersten Krise. Die Zürcher haben in drei Spielen 19 Tore kassiert und sind phasenweise auseinandergefallen. Sie wirken schwerfällig und ohne Inspiration. Und in Ambri wurde Waeber nach zwei Dritteln ausgewechselt.


    Der Einbruch der Lions zeigt, wie prophetisch Statistiken sein können. Schon vor ihrem Absturz hatten die Zürcher die meisten Schüsse aus dem Slot zugelassen, der gefährlichen Zone vor dem Tor: über 15 pro Spiel. Dass sie trotzdem kaum Treffer erhielten, war primär mit Wettkampfglück und Waeber zu erklären. Dann schlug das Pendel um. Seither läuft der Puck fast nur noch gegen die Zürcher – und sie unternehmen auch zu wenig, um das Schicksal ihnen wieder günstiger zu stimmen.


    In den beiden Duellen gegen den EVZ (3:6, 2:8) waren sie vom kollektiven Tempospiel der Zuger überfordert. Gegen Ambri trug ihr Problem einen Namen: Julius Nättinen. Der Finne entschied die Partie mit einer Triplette im Mittelabschnitt, traf zum 1:1 (28.), 3:1 (32.) und 4:1 (37.). Und dies immer nach dem gleichen Schema, mit einem Direktschuss von halbrechts. Im Finish reüssierte er auch noch ins verlassene ZSC-Tor zum 5:2 (58.).

    Sein Schuss hat NHL-Qualität

    Die Zürcher Coaches müssen sich dabei den Vorwurf gefallen lassen, das Ambri-Powerplay zu wenig gut studiert zu haben. Sonst hätten sie wissen müssen, dass der Querpass auf Nättinen der Standard-Spielzug in Überzahl ist. Als Nättinen im Sommer als Nachfolger Kubaliks angekündigt wurde, schien das eine sehr mutige Ansage. Doch der 23-Jährige, der ebenfalls via Leventina in die NHL möchte, hat die Erwartungen noch übertroffen. Die ersten vier Spiele verpasste er, seitdem hat er in fünf Partien schon achtmal getroffen. Er mag nicht so vielseitig sein wie Kubalik, doch zumindest sein Direktschuss hat NHL-Qualität.

    Und die ZSC Lions? Vieles ist ein Flickwerk. Abgesehen vom ersten Sturm um Roe konnte keine Formation Torgefahr entwickeln. In der Abwehr klaffen immer wieder Lücken. Und das Gros der Spieler ist Unterform oder scheint den Zenit überschritten zu haben. Von den Schweden Krüger und Pettersson ist nichts zu sehen, der vierte Sturm mit den Routiniers Wick und Schäppi verursachte die beiden Strafen, die zu Gegentoren führten. Die einzig gute Nachricht: Es kann nur noch besser werden.