Einfacher ist es sicher aber warum sollte das in Sachen Corona sicherer sein? Ein SK Besitzer kann genauso ein Superspreader sein wie einer der nur einmal kommt.![]()
Beiträge von Larry
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Gastspiel in der Hockeyprovinz
Darum stürmt Pius Suter im Farmteam der ZSC Lions
Der Schweizer Topskorer überbrückt die Wartezeit bis zum NHL-Start bei den GCK Lions. ZSC-Sportchef Sven Leuenberger erklärt wieso.
Simon Graf (TA)
Die GC-Eishockeysektion hatte vor der Zeit der Fusion mit dem ZSC einige hochklassige Ausländer: die finnischen Weltmeister Hannu Virta und Mika Nieminen oder während des NHL-Lockouts Phil Housley. Nun bekommen auch die GCK Lions prominente Verstärkung, zumindest temporär: Pius Suter, vergangene Saison bei den ZSC Lions mit 30 Toren und 53 Punkten Liga-Topskorer. Der 24-Jährige überbrückt die Zeit, bis er sein NHL-Engagement in Chicago antritt, im Farmteam. Aber wieso nicht bei den ZSC Lions?
Sportchef Sven Leuenberger erklärt: In den letzten Wochen hätten immer wieder Schweizer NHL-Cracks beim ZSC trainiert wie etwa der Verteidiger Mirco Müller. Auch Jonas Siegenthaler oder Denis Malgin bekunden Interesse. Und da stelle sich bald einmal die Frage, ob die versierten Gäste die Saison bei den Zürchern beginnen könnten. «Doch wir haben entschieden, dass wir nur Spieler im Team wollen, die die ganze Saison bei uns bleiben», sagt Leuenberger. «Alles andere wäre schwierig fürs Teamgefüge. Dann müssten Spieler, auf die wir später zählen, Anfang Saison zuschauen. Das wollen wir nicht.»
Die Krux mit den Ausländer-Lizenzen
Dies betrifft nun also auch Suter, obschon dieser die vergangenen Jahre eine wichtige Figur beim ZSC war. Beim Stürmer kommt noch eine andere Komponente dazu: Würden ihn die ZSC Lions einsetzen, könnten sie zu dieser Zeit nicht Gebrauch machen vom Recht, einen fünften Ausländer spielen zu lassen. Dieses haben sie gemäss einer neuen Regelung ja erhalten, weil Suter trotz eines laufenden Vertrags in die NHL abwandert. Und falls man einen fünften Ausländer brauche, dann voraussichtlich nicht im Sturm, wie Leuenberger erklärt. Sondern in der Verteidigung oder im Tor, falls es dort gewichtige Verletzungen geben würde.
In der Abwehr zeichnet sich ja ab, dass Severin Blindenbacher nach seinen zahlreichen Gehirnerschütterungen nicht mehr zurückkehren wird. Dafür einigten sich die Zürcher mit Tim Berni, dass dieser die Saison beim ZSC bestreitet, falls er sich in Columbus nicht im Team etablieren kann. «Das ist ein anderer Fall als bei Suter», erläutert Leuenberger. «Berni wird voraussichtlich Mitte November ins Camp von Columbus einrücken. Wenn er es da nicht ins NHL-Team schafft, würde er nicht in der AHL spielen, sondern zu uns zurückkehren.» Und die Konkurrenz in der Abwehr der Blue Jackets ist beträchtlich.
Bei zahlreichen Ausfällen im Sturm würde es zur Option, dass Pius Suter vom Farmteam zu den ZSC Lions geholt wird. «Sicher, bevor wir einen zusätzlichen ausländischen Stürmer verpflichten», so Leuenberger. Wenn der Walliseller die Zürcher verlässt, könnten diese dann auch (wieder) fünf Ausländer einsetzen. Diese Option erlischt nicht. Einstweilen soll Suter bei den GCK Lions den verletzten Finnen Teemu Rautiainen ersetzen. Man darf gespannt sein, wie fleissig der Topskorer der National League in der zweithöchsten Liga punktet. Sind drei Punkte pro Spiel möglich? «Ich hoffe es doch!», sagt Leuenberger schmunzelnd.
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Es sei denn man hofft Rossi für die ganze Saison ausleihen zu können wenn ihn der NHL Club noch nicht in der NHL sieht.
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Grosse Opfer für die Sportkarriere
Bis der Vater fast zerbrach: Die verrückte Geschichte der Rossis
Ist Marco Rossi der beste ZSC-Junior, den es je gab? Jedenfalls dürfte der Österreicher die NHL erobern. Und seine Karriere zeigt, wie extrem sich Eltern aufopfern können.
Kristian Kapp (TA)
Marco Rossis Geschichte ist eine vom unermüdlichen Willen. Eine Story des Verzichts. Und ein Beispiel, wie weit elterliche Unterstützung für einen Sportler gehen kann. Und es geht natürlich auch um den Weg eines jungen Burschen mit viel Selbstvertrauen. «Mein Ziel war nicht, in Österreich zu spielen, sondern in der NHL. Meine Motivation ist, der beste Eishockeyspieler aus Österreich zu werden.»
Wer diese Worte nur liest, dem erscheinen sie im ersten Moment vielleicht gar arrogant. Oder sie lassen zumindest auf ein sehr hohes Selbstwertgefühl eines Teenagers schliessen. Doch wer hört, wie der 18-jährige Marco Rossi sie mit freundlicher und ruhiger Stimme spricht, wird sogleich an Roger Baders Einschätzung erinnert: «Er hatte schon früh ein grosses Selbstvertrauen. Aber ich mag ihn auch als Menschen sehr, er ist ein wirklich guter, anständiger Junge.» Als Sportler sei es eh keine Frage: «Ihn spielen zu sehen, ist, wie ihn reden zu hören: Du denkst, das müsste ein Routinier sein.» Doch dazu später.
Unterstützen, bis der Job weg war
Bader, Österreichs Nationaltrainer aus der Schweiz, lernte den Center 2016 kennen, als er bei einem Turnieraufgebot für bis zu 18-Jährige auch zwei deutlich Jüngere berücksichtigte und feststellte: Die beiden, Benjamin Baumgartner, der heutige Davoser, und vor allem ZSC-Junior Marco Rossi, waren spielerisch die beiden Besten. Rossi war erst 14, aber schon mitten in jener Zeit, die vielleicht für immer die verrückteste seiner Karriere bleiben wird – komme noch, was wolle. Und ja, es dürfte noch einiges auf ihn zukommen.
Die vier Jahre in der Organisation der ZSC Lions, von 2014 bis 2018, sie haben Rossi geprägt. Auf dem Eis den Spieler, neben dem Eis den jungen Menschen. Gleich zu Beginn dieser Jahre wird ihm klar, dass es etwas wirklich Ernstes wird mit Eishockey. «Wenn du das machst, was wir da machten, dann kann es nur ein Ziel geben: NHL-Spieler», sagt Rossi. Er war 13, als ihn diese Gedanken beschäftigten: «Ich habe früh verstanden, worum es geht.»
Das, was sie da machten: Die Familie Rossi lebt in Rankweil, einem Städtchen bei Feldkirch, Vater Michael fährt den Sohn während über drei Jahren nach Zürich ins Training und an die Spiele. 90 Minuten hin, 90 Minuten zurück, fünf- bis sechsmal in der Woche, fast eine halbe Million Kilometer addieren sich auf dem Tachometer seines Autos. Erst ganz am Ende wohnt Rossi jeweils von Mittwoch bis Sonntag bei der Familie von Teamkollege Gianluca Barbei, dem heutigen EVZ-Academy-Stürmer.
Zuvor sieht der Tagesablauf der Rossis so aus: Der Vater steht um halb sechs auf, der Sohn um sechs, Michael geht arbeiten, Marco in die Schule. Um 17 Uhr fahren sie nach Zürich oder Küsnacht, wo Marcos Team am Abend trainiert. Erst jeweils nach 23 Uhr sind sie wieder zu Hause, wo zunächst Marco schlafen geht, dann Michael, der aber zunächst die Ausrüstung des Sohnes für den nächsten Tag präpariert.
Danach beginnt wieder alles von vorn, Tag für Tag. Bis Vater Rossi den Job verliert, arbeitslos wird, dann eine neue Stelle findet und nach einer Weile auch diese verliert.
«Es waren gute Jobs», sagt Vater Michael Rossi. Marketingleiter und Betriebsleiter in grossen Firmen. Aber mit seinem Pensum macht sich der Schlafmangel bemerkbar, der Raubbau an Körper und Geist genauso: «Meine Leistungen bei der Arbeit liessen nach, das sahen sie in der Firma natürlich nicht gern.» Heute ist er wieder auf Jobsuche, ein Timeout nahm er aber bewusst, denn die Erholung hatte Vorrang: «Ich musste wieder zu Kräften kommen», sagt er. Ein Sponsor hilft der Familie, diese schwierige Zeit zu überbrücken. «Und bald werde ich wieder arbeiten.»
Der Landesrekord wankt
Was seine ganze Familie für ihn getan habe, all die Opfer, die Mutter, Vater und die beiden älteren Schwestern für ihn erbracht hätten, das sei abnormal, sagt Marco Rossi. «Aber ohne diesen Support wäre ich nie da, wo ich nun bin. Ich kann nicht bloss Danke sagen, das wäre nicht genug, um all dem gerecht zu werden.» Wenn nun alles klappe, wie er es immer gewollt habe, dann käme nun die Zeit, in der er etwas zurückgeben könne.
Und der heute 18-jährige Marco Rossi ist der NHL nun sehr nahe. Im überdurchschnittlich gut besetzten NHL-Draft in einem Monat dürfte er früh gewählt werden, sogar Österreichs Rekord wankt: Thomas Vanek wurde 2003 als Fünfter gezogen, der Stürmer wurde danach ein Grosser in der NHL, bestritt bis zu seinem Rücktritt vor einem Jahr über 1000 Spiele in der besten Eishockeyliga.
Abnormal. Das ist noch ein freundliches Wort. Das, was Michael Rossi für die Karriere seines Sohnes tat, bezeichnen viele auch als verrückt, geisteskrank. «Er selbst dürfte da natürlich widersprechen, doch es gibt Leute, die ihn als typischen Tennisvater bezeichnen, einfach im Eishockey», sagt Nationaltrainer Bader.
Ja, Vater Rossi widerspricht. Wenn das Aussenstehende nicht begreifen, habe er ja Verständnis: «Wenn mir jemand erzählen würde, dass er macht, was ich tat, dann würde ich ihn wohl auch für geisteskrank erklären.» Aber es habe sich immer alles natürlich ergeben, betont er. «Wir Eltern waren es, die Marco schon am Anfang vom Eis holen mussten. Und wenn ich sagte ‹Heute mal Pause!›, dann war das jedes Mal ein Kampf, dann stieg er mit der ganzen Ausrüstung ins Auto, damit wir ins Training fahren.»
Bis 13 spielt Marco nicht nur Eishockey, sondern auch Fussball, Tennis und Basketball, alles auf gutem Niveau. Der Transfer in die ZSC-Organisation stellt ihn vor eine Entscheidung, die ihm aber leichtfällt: «Eishockey war meine grösste Leidenschaft», sagt Rossi heute. Vater Michael war Eishockeyprofi, 20 Jahre lang verteidigte er in Österreichs zwei höchsten Ligen. Er erzählt, «wie Marco schon mit zwei, drei Jahren mit einem Stock in der Hand herumlief. Er sah, dass das zu meiner Arbeit gehörte. Später kam er mit der vollen Ausrüstung aufs Eis, wenn ich mit den Profis trainierte.»
Marco erinnert sich an frühe Tipps des Vaters, Ratschläge, die ihn prägten und zum Spieler machten, der er heute ist: «Er sagte mir, wie wichtig das Spiel auch in der eigenen Zone ist. Und dass ich viele Pässe mit dem Kopf oben spielen soll.» Der Vater war das erste Vorbild, danach Thomas Vanek und Michael Grabner, der heutige NHL-Profi bei den Arizona Coyotes und zweitbekanntester Spieler seines Landes. Dann, mit zehn, begann er sich für den Russen Pawel Dazjuk zu interessieren – einem offensiven Genie und Allrounder in einem: «Ich schaute täglich Videos von ihm. Er gefiel mir, weil er auch in der Defensive so gut spielte.» Der Schweizer Nico Hischier, ein ebenso frühreifer wie hochbegabter Spieler, wählte dasselbe Vorbild aus dem gleichen Grund.
Wie Hischier war auch Rossi in ganz jungen Jahren dem Rest immer schon zwei, drei Schritte voraus. Mit neun spielt er gegen 16-Jährige. Spielerisch ist das kein Problem, er ist einer der Besten. «Aber es wurde dann doch zu gefährlich, gegen Jungs in der Pubertät zu spielen», erinnert sich Rossi. Der auch heute noch «nur» 1,77 Meter grosse Mittelstürmer gehört zu jener Zeit erst recht zu den kleineren Spielern.
Die Rossis entscheiden sich darum für den Wechsel in die Schweiz zum nahe gelegenen SC Rheintal und dessen U-13-Team, zweieinhalb Jahre später kommt die Anfrage des ZSC, wo Nachwuchstrainer Viktor Ignatiev zu einem seiner wichtigsten Förderer wird. «Er liess Marco nicht nur seine Kreativität, er förderte sie», sagt Vater Rossi. «Der ZSC hat generell einen grossen Anteil an unserer Geschichte.» Es versteht sich darum fast von selbst, dass Marco derzeit die Vorbereitung auf die nächste Saison zu einem grossen Teil mit den Lions absolviert.
Und dort versetzt er derzeit auch Michael Liniger ins Staunen, den Trainer des Farmteams GCK. Wenn in Zürich die komplette Mannschaft trainiert, das Eis mehr als voll ist, fährt Rossi spontan nach Küsnacht zum Swiss-League-Team. Für dieses bestritt er 2017/18 das bislang einzige Mal Partien gegen Erwachsene, darunter auch das allerletzte Karrierespiel Linigers, der danach auf die Trainerbank der «Baby Lions» wechselte. «Dieser Mix aus Bescheidenheit und extremer Zielstrebigkeit ist faszinierend, vor allem für so einen jungen Spieler», sagt Liniger heute. Einerseits sei Rossi mit seiner fordernden Art auch für Mitspieler und Trainer eine Challenge, andererseits bedanke er sich jedes Mal, dass die GCK Lions ihn haben mitmachen lassen. «Ich muss dann jedes Mal lachen», sagt Liniger, «weil eigentlich ist es für mich speziell, einen Spieler wie ihn im Training zu haben.»
Nichts zu lachen haben Linigers Goalies. Eigentlich ein natürlicher Spielmacher (Rossi: «Ich sorge lieber für den Assist als für das Tor, das gibt mir das bessere Gefühl»), verfügt der Österreicher über einen bemerkenswert ansatzlosen und präzisen Handgelenkschuss. «Unsere Torhüter sagen immer wieder, dass du Marcos Schuss kaum lesen kannst», erzählt Liniger.
Und plötzlich ist der Sohn nicht mehr da
Rossis Geschichte in Zürich nimmt 2018 eine Wendung, als Marco in die kanadische Juniorenliga OHL in die Hauptstadt Ottawa zu den 67s wechseln will. Der Vater würde ihn zwar lieber weiter in Europa sehen, doch der Sohn setzt seinen Willen durch, weil er seine Skills auch auf dem kleinen nordamerikanischen Feld mit dem schnelleren und physischeren Eishockey verbessern will. Die neun obligatorischen Schuljahre hat Rossi da zwar schon absolviert, falls er sich dereinst für einen «normalen» Beruf weiterbilden möchte, müsste er aber noch das elfte Jahr nachholen. Doch im Fokus steht weiterhin nur das Eishockey, als nächster Schritt im «Projekt Rossi» soll also Kanada folgen.
Und wie alle bisherigen Kapitel in seiner Karriere ist auch dieses bis ins letzte Detail durchdacht. Europäer müssen durch den Import-Draft, um in Kanadas Juniorenligen spielen zu dürfen. Für Marco Rossi ist aber klar, dass er nur nach Ottawa, Halifax (wo Hischier sein letztes Jahr als Junior spielte) oder Portland (ex-Club diverser Schweizer NHL-Spieler) geht: «Weil das dort die drei professionellsten Clubs sind.» Ottawa darf im Import-Draft aber erst als 18. der 60 Teams wählen, Halifax (46.) und Portland (55.) gar noch viel später. Das Interesse an Rossi ist gross, also sagt er den 17 ersten Teams ab, droht, beim ZSC zu bleiben, falls sie ihn dennoch wählen sollten. «Ich habe ein wenig gezittert, doch dann wählte mich wirklich erst Ottawa», erinnert sich Rossi mit einem Schmunzeln an diesen Coup.
Als Marco nach Kanada zieht, fällt der Vater zunächst in ein mentales Tief. Das exzessive Kümmern um den Sohn ist von einem Moment auf den anderen vorbei. Doch die neu gewonnene Freizeit tut auch gut, nicht nur ihm selbst. Er weiss, dass sein Weg zuvor ihn auch in die Scheidung mit seiner Ehefrau Claudia hätte führen können – stattdessen lernen sie sich nun quasi ein zweites Mal neu kennen, wie er es damals in einem Interview dem «Standard» sagte.
Endlich kann er nun auch vermehrt Zeit mit den Töchtern verbringen. Die Karriere Marcos verfolgt er weiterhin so intensiv, wie es nur geht, die Spiele schaut er in der Nacht live online, bis zu acht Wochen verbringt er zudem pro Saison zu Besuch in Ottawa, auch die Mutter schaut zweimal pro Jahr vorbei.
Die Rossis sehen, wie der Sohn in Ottawa eine grosse Nummer wird. Marco spielt eine gute erste Saison und dominiert danach 2019/20 die OHL gar als Topskorer mit 120 Punkten in 56 Spielen und einer Plus-69-Bilanz. Er gewinnt als erster europäischer Feldspieler überhaupt die Red-Tilson-Trophy, die Auszeichnung für den «herausragendsten Spieler» der Liga. Rossi lässt sich auch gegen die weltbesten Junioren trotz seiner kleineren Körpergrösse nicht beirren – er ist nun selbst einer der Weltbesten.
Mit seinem tiefen Schwerpunkt beim Skating und überdurchschnittlich kräftigen Beinen behauptet er sich auch entlang der Banden, zeigt keine Angst in Zweikämpfen gegen teilweise deutlich grössere Gegner. Nun will er die letzte Hürde nehmen, die grösste, und beweisen, dass er mit seinen Stärken auch gegen die besten Männer bestehen kann.
Bei seinem Juniorenclub hegt man kaum Zweifel, dass ihm das gelingen wird. Hört man sich im Umfeld der 67s um, bekommt man den bekannten Scouting Report über Rossi zu hören: Die Spielintelligenz, die ihm auch hilft, kaum in gegnerische Checks zu laufen, sowie die Kombination vom spielerischen Talent und von diesem unbändigen Willen, immer an sich arbeiten zu wollen – all das werde ihn weit bringen. In Ottawa rechnen sie darum nicht mehr mit ihm, Rossi sei bereit für die NHL, Einsätze für die 67s nächste Saison wären wie unerwartete Weihnachtsgeschenke für den Juniorenclub.
Ein Happy End, kitschiger als Hollywood?
Wo er nächste Saison den Sprung in die NHL wagt, wird Rossi am 9. Oktober nach dem Draft wissen. Dieser wird wegen Corona online statt wie üblich als Grossevent in einer Eishockeyarena durchgeführt. Und einmal mehr überlässt Rossi nichts dem Zufall. Die ZSC Lions würden ihn gern einsetzen, wenn die Schweizer Meisterschaft am 1. Oktober ihren Betrieb aufnimmt. Weil er bereits mit 11 eine Schweizer Lizenz löste, würde er das Ausländer-Kontingent nicht belasten. Doch Rossi will vorerst bloss Trainingsgast bleiben, wenn es sein muss auch in Küsnacht beim Farmteam GCK, um ja nichts zu riskieren für den NHL-Traum.
Können Eltern zu viel für ihre Kinder tun? Diese Frage hat Michael Rossi mehr als nur einmal gehört. «Natürlich. Wenn du zweimal den Job verlierst, dann wird es zu viel», sagt er. Kürzlich, bei einer weiteren gemeinsamen langen Fahrt, griffen Vater und Sohn dieses Thema wieder auf – und lachten: «Was habe ich da bloss gemacht?», fragte Vater Michael im Auto. «Das, was wir taten, war filmreif und geht wohl nur in einem von hunderttausend Fällen gut.» Ja, er sei extrem gewesen, «aber Marco war diesbezüglich das Zehnfache von mir. Wie oft dachte ich ‹Um Gottes willen, Junge, bleib locker!›, doch er geht immer ans Äusserste, ist getrieben und bleibt so lange dran, bis er etwas kann.» Und dennoch gibt es heute auch stille Momente, wenn sich der Vater auch diese Frage stellt: «Was, wenn es nicht geklappt hätte, wenn alles nicht so herausgekommen wäre?»
Diese filmreife Story, sie könnte mit einem ersten Happy End gekrönt werden. Wahrscheinlichste NHL-Destination Rossis ist nämlich … Ottawa. Die Senators besitzen die Picks 3 und 5 und erkundigten sich bereits intensiver bei Rossi als alle anderen potenziellen Kandidaten. Weil sein Juniorenteam in derselben Stadt spielt, beobachteten sie ihn umso genauer. In der gleichen Stadt eine grosse Figur sein im Junioren- und im NHL-Team? Das wäre selbst für einen Hollywood-Sportfilm fast des Kitschs zu viel. Rossi lacht und sagt: «Die Chancen stehen in der Tat gut. Das wäre wirklich speziell. Ich hätte hier quasi einen Heimvorteil.»
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Pius Suter bis Ende Oktober bei den GCK Lions
Stürmer Pius Suter, der im Juli einen NHL-Entry-Level-Vertrag bei den Chicago Blackhawks unterschrieben hat, hält sich bis Ende Oktober 2020 bei den GCK Lions fit.
Aufgrund des verspäteten Saisonstarts in Nordamerika erhält der 24-jährige Suter die Möglichkeit, bei den GCK Lions zu trainieren. Er kann auch den Meisterschaftsbeginn der Swiss League mit den Junglöwen bestreiten.
In diesem Fall handelt es sich um eine Ausleihe – Chicago kann Pius Suter jederzeit vorzeitig zurückholen. (ZSC FB Seite)
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Man verzichtet auf den besten Schweizer Skorer....kann mir nur vorstellen der Coach will mit den Spielern anfangen die dann auch die ganze Saison bleiben. Andere Teams handeln da anders.

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Zug, Lugano ok, aber wenn der klamme SCB den Haas verpflichtet verstehe ich nichts mehr, selbst wenn er gratis spielt wird die Versicherung sehr teuer werden.
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Neue Gefahr für Hardturm
Lärm lässt Stadion-Türme erzittern
Die jüngste Verschärfung des Lärmschutzes könnte das «Ensemble»-Projekt bedrohen. Gemäss einem Gutachten wäre es in über 100 Wohnungen zu laut.
Beat Metzler (TA)
Die neuen Lärmschutzregeln haben die Sprengkraft von Dynamit. Eine geplante Zürcher Siedlung nach der anderen lassen sie zusammenkrachen.
Auch das Hardturm-Projekt «Ensemble» könnte es erwischen. Durch die strengere Anwendung der Lärmschutzverordnung wird das Vorhaben aus Fussballstadion, zwei Hochhäusern und einer Genossenschaftssiedlung wohl ein juristisches Problem bekommen.
Die zwei Hochhäuser liegen am Spickel zwischen zwei Einfahrtsrouten. Die Pfingstweidstrasse erreicht mit 82 Dezibel fast das Lärmniveau der Rosengartenstrasse (83,6 Dezibel), der wohl lautesten Schneise der Stadt.
Die entscheidende Frage ist einfach: Wie viel dieses Motorendröhnens kann man den Bewohnerinnen zumuten?
Die Antwort fällt komplizierter aus. Lange galt in der Stadt die Regel, dass der Lärm in einem Raum nur an einem einzigen Fenster die gesetzliche Limite einhalten muss. Ein solches «Lüftungsfenster» lag meistens abgewandt von der lauten Seite. «Diese Praxis gewährt mehr Freiheit bei der Anordnung der Räume, ohne dass die Wohnqualität darunter leidet», sagt Urs Spinner, Departementssekretär des städtischen Hochbauamtes.
Auf Anraten der kantonalen Lärmschutzstelle wandten auch die Architekten der Hardturm-Hochhäuser diesen Trick an. An den lärmigsten Fassaden der lärmigsten Stockwerke planten sie Loggien. Dadurch entsteht ein Fenster, an dem der Krach unter dem Grenzwert bleibt.
Ein Projekt nach dem anderen fällt
Das Problem dabei: Schon 2016 erklärte das Bundesgericht die Lüftungsfenster-Methode für illegal. Zumindest fast. Man dürfe nur zu ihr greifen, wenn alle anderen Mittel – etwa Lärmschutzwände aus Glas – nicht funktionierten.
Daran halten sich nun die Zürcher Gerichte. Kürzlich haben sie zwei grossen Wohnprojekten die Bewilligung verweigert. Begründung: Der Lüftungsfenster-Ausweg sei nicht angebracht, es blieben andere bauliche Möglichkeiten. Beide Bauherren – ein Immobilienfonds und eine Genossenschaft – haben das «Nein» angefochten (mehr dazu lesen Sie hier).
Dem «Ensemble» könnte es ähnlich ergehen. Das sagen zumindest Gegner des Projekts, die anonym bleiben wollen, weil sie Parteien angehören, die sich im Abstimmungskampf zurückhalten wollen.
Die Gegnerschaft hat einen Spezialisten damit beauftragt, die strengere Praxis auf das «Ensemble» anzuwenden. Dieser kommt zu folgendem Schluss: Mit der neuen Rechtslage entsprächen im Hochhaus West 92 Wohnungen nicht den Vorschriften, im Hochhaus Ost 12 Wohnungen und in der ABZ-Siedlung 15 Wohnungen. Es bestehe die Gefahr, dass das Projekt am Lärm scheitere.
Martin Looser, Lärmspezialist der Zürcher Anwaltskanzlei Ettlersuter, hat für den «Tages-Anzeiger» die Untersuchung der Gegner geprüft. Er hält sie für plausibel. «Die Einwände, die aufgeworfen werden, sind berechtigt», sagt Looser. Die Bauherrschaft müsse sich fragen, wie sie mit den veränderten Bedingungen umgehe.
Ein anderer Experte sagt, dass Hochhäuser in Sachen Lärmschutz eine besondere Herausforderung darstellten. Ihnen fehle, im Gegensatz etwa zu einer Blockrandbebauung, ein ruhiger Innenhof. Beim Hardturm komme erschwerend der Lärm des Stadions dazu.
Kleiner Spielraum bei Wohnanteil
«Bei der Planung haben wir selbstverständlich die geltenden Lärmvorschriften berücksichtigt», sagt Hans Klaus, Sprecher des Baukonsortiums. «Die Sache macht uns keine Sorgen.» Es würden ständig bessere Techniken entwickelt, um den Lärmschutz zu verbessern. Solche könnten beim Bau noch einfliessen.
Eine Möglichkeit bestünde auch darin, an den exponierten Lagen auf Wohnungen zu verzichten. So hat die Investorin Credit Suisse bereits die unteren Geschosse wegen der Lärmvorschriften ohne Wohnungen geplant. «Das Verhältnis Gewerbe und Wohnen ist allerdings wichtig für die Finanzierung. Hier besteht nur marginal Raum für Anpassungen», sagt Klaus.
Für konkrete Vorschläge sei es aber noch zu früh. Erst gelte es abzuwarten, wie sich die Rechtsprechung entwickle.
Warten auf das Bundesgericht
Vieles hängt vom Bundesgericht ab. Es berät momentan über das abgeschmetterte Swisscanto-Projekt an der Bederstrasse. Auf dieses Urteil warten Investoren und Behörden. «Bei der Behandlung künftiger Gesuche hat die Bewilligungsbehörde (also die Stadt) solche Entscheide zu berücksichtigen», sagt Urs Spinner vom Hochbaudepartement.
Als «sehr schwierig» bezeichnet Thomas Gastberger die jetzige Situation. Er arbeitet für die kantonale Fachstelle Lärmschutz, welche Ausnahmen wie Lüftungsfenster-Lösungen bisher bewilligte. «Die Gerichte haben unsere Praxis jahrelang gestützt. Jetzt soll das alles nicht mehr gelten.» Gastberger hofft auf einen «weitsichtigen Entscheid» des Bundesgerichts, einen Entscheid, der die Situation in den Städten mitdenke. «Sonst können wir dort strassenseitig nur noch tote Fassaden ohne Fenster bauen.»
Vor einigen Tagen hat die Fachstelle ein neues Merkblatt herausgegeben. Es soll Investoren helfen, vor den Gerichten präziser für ihre Lärm-Ausnahmen zu argumentieren. «Mehr können wir derzeit nicht tun», sagt Gastberger.
Auch bei der Stadt Zürich ist man nicht glücklich. Niemand solle gesundheitsschädigendem Lärm ausgesetzt sein, sagt Urs Spinner. Die Stadt bevorzugt aber in vielen Fällen eine «Reduktion an der Quelle». Das bedeutet: Tempo 30 auf den Lärm-Strassen. «Das Problem lässt sich nicht allein über die Bauvorschriften abhandeln», sagt Spinner. Gegen eine Verlangsamung wichtiger Achsen wie der Pfingstweidstrasse wehrt sich allerdings der Kanton.
Warten auf ein neues Gesetz
Klarheit könnte ein neues Gesetz bringen. Schon 2016 hat der Aargauer GLP-Nationalrat Beat Flach eine Motion eingereicht, um die Lüftungsfenster-Praxis vollständig zu legalisieren. National- und Ständerat unterstützten das Anliegen, derzeit berät der Bundesrat darüber. «Die Antwort könnte jeden Tag eintreffen», sagt Flach.
Beat Flach möchte auch die Art der Lärmmessung ändern. Bislang muss diese am offenen Fenster stattfinden. «Dort sitzt an lauten Strassen aber sowieso niemand», sagt Flach. Daher müsse es erlaubt sein, den Lärm bei geschlossenem Fenster zu ermitteln. «Wichtig ist, dass jede Wohnung ruhigere Rückzugsgebiete bietet.»
Wann das Bundesgericht entscheidet, wissen die Betroffenen nicht – und bis ein neues Gesetz debattiert, verabschiedet und in Kraft ist, dauert es Jahre. Vielleicht wird das Dynamit entschärft sein, bevor die Credit-Suisse-Türme gebaut werden. Vielleicht auch nicht.
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https://swisshockeynews.ch/index.php/shn/…ShaRw380dvZeiwo
Mal schauen wie das welcher Club nach Corona noch dasteht.....das geht ins Geld!
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Jein.
Es gibt sicher viele potentielle Zuschauer, die ein Spiel im 1. oder in einem "guten" 2. Rang zusammen schauen wollen. Da diese Plätze jedoch
praktisch alle mit Saisonkarten / Supporter, etc. vergeben sind, gehen sie dann halt nicht ans Spiel.
So ist es! Denn was beim Z noch frei ist das ist gelinde gesagt Scheisse!
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KOMMENTAR
Bitte nicht in meinem Garten: Die Einwände gegen das Zürcher Stadion zeugen von Eigennutz und mangelndem Realitätssinn
Zum zweiten Mal innert zwei Jahren muss Zürich über ein Stadion abstimmen. Dieses Mal wird von den Gegnern ins Feld geführt, es sei unökologisch. Das ist an den Haaren herbeigezogen. Das jetzige Projekt ist das beste, das in der realen Welt zu haben ist.
Michael von Ledebur (NZZ)
Keine zwei Jahre ist es her, dass die Zürcher Stimmberechtigten Ja zu einem Stadion gesagt haben. Was in Luzern oder St. Gallen, in Thun oder Schaffhausen längst umgesetzt ist, schien endlich auch in der grössten Schweizer Stadt zu gelingen. Heute erscheint er weit weg, dieser Tag im November 2018, als die Präsidenten von GC und FCZ gemeinsam in die Luft sprangen und die SP ihre Niederlage eingestand. Seither ist die grüne Welle durch die Schweizer Politiklandschaft gerollt. Die Zürcher Stimmberechtigten versenkten mit dem Rosengartentunnel ein grosses Infrastrukturprojekt auf städtischem Boden. Die Corona-Pandemie veränderte den Blick auf vieles, auch auf den Fussball, der ohne Zuschauer glanzlos über den Bildschirm flimmert. Hat sich auch die Perspektive der Stadtzürcher Stimmberechtigten auf das Stadionprojekt verändert?
Die Gegner von «Ensemble», dem Stadionprojekt mit zwei Wohntürmen und einer Genossenschaftssiedlung, hoffen es. Es waren Einzelne, die das Referendum erzwungen haben, doch nun stellen sich sämtliche linken Parteien gegen das Vorhaben. Sie repräsentieren zumindest auf dem Papier eine Mehrheit der städtischen Stimmberechtigten. Viele von diesen werden sich fragen, weshalb sie überhaupt nochmals an die Urne gehen müssen. Technisch gesehen lautet die Antwort, dass der Stadionbau einen privaten Gestaltungsplan voraussetzt, dass ein solcher im Stadtparlament verhandelt wird – und dass man dagegen das Referendum ergreifen kann.
Die Gegner von «Ensemble» sagen, es sei noch gar nicht über die Gestaltung der Verbauung diskutiert worden (obwohl 2018 bereits alle Fakten auf dem Tisch lagen). Es werden nun neue Argumente ins Feld geführt. Nach angeblichen Luxuswohnungen und Fragezeichen bei der Finanzierung ist es nun die Ökologie, die vorgeblich gegen das Vorhaben sprechen. Und es sei die letzte Chance, eine verunglückte Stadtplanung zu korrigieren.
Zwischen Bienenhaus und Baumschaukel
Die Gegner des Vorhabens sind im Umfeld der Stadionbrache zu verorten, die anstelle des 2008 abgerissenen Hardturmstadions entstanden ist. Die einen betrachten den Ort als landschaftsarchitektonisches Experiment, andere sehen sich an die Tristesse einer rumänischen Provinzstadt erinnert. Auf einem Drittel des Areals wurde eine verwunschene Gartenlandschaft gestaltet – man kann darin eine typisch städtische Romantisierung ländlichen Lebens erkennen. Das ist ein wenig kitschig, aber durchaus liebevoll gemacht, übrigens mit finanzieller Unterstützung der Stadt, die das Vorhaben mit jährlich 30 000 Franken alimentiert.
Der städtisch unterstützte Verein Stadionbrache ist gehalten, sich politisch neutral zu verhalten, und grenzt sich ab von der Interessengemeinschaft (IG) Freiräume, die das Referendum gegen «Ensemble» ergriffen hat. Aber es ist offensichtlich, dass es personelle Überschneidungen gibt und dass für manche der Erhalt der Brache das vordringliche Ziel ist. Jedes Jahr Verzögerung bedeutet etwas mehr Schonfrist für Bienenhaus und Baumschaukel. Das ist Gärtchendenken im sprichwörtlichen Sinn. Auf der Brache herrscht die für die Zürcher Alternativszene oft typische Insider-Mentalität – aller propagierten Offenheit zum Trotz und trotz all den vielgepriesenen Aktivitäten, von Yoga bis zum Kletterkurs für Flüchtlinge. Quantitativ ins Gewicht fällt all dies nicht angesichts der geplanten Wohnnutzung für über tausend Leute.
Vermeintliche Umweltsünden
Es ist schon bemerkenswert: Da stellt die Stadt ein Landstück temporär zur Verfügung – und ein Jahrzehnt später soll ein schützenswertes Naturparadies entstanden sein. Das Argument, es werde Grünraum vernichtet, widerspricht allerdings den Angaben des Umweltverträglichkeitsberichts. Die für «Ensemble» gerodeten Bäume werden demnach ersetzt und müssen, anders als behauptet, nicht über einer Tiefgarage, sondern im Erdreich wurzeln. Selbst für bedrohte Tierarten sind Lösungen vorgesehen, unter anderem Nistkästen für Falken an den Wohntürmen.
Im selben Bericht ist zu lesen, dass der Bau so gut wie keine Auswirkungen auf das Mikroklima habe. Dies widerspricht der Behauptung von einer fatalen Erhitzung des Quartiers an heissen Sommertagen, illustriert durch alarmistische Grafiken in Rot. Der lasche Umgang mit Fakten korrespondiert leider mit Stillosigkeiten, die im Abstimmungskampf zum Markenzeichen der Stadiongegner rund um die IG Freiräume geworden sind. Da werden andere Meinungen als Lügen gebrandmarkt, da wird ein Schüler, der sich für das Stadion einsetzt, öffentlich mit zweifelhaften Vorwürfen persönlich angegriffen, da ist man sich nicht zu schade, vom «Corona-kranken Fussball» zu reden.
Jedes Argument scheint recht
Vor allem aber entsteht der Eindruck, es würde jedes erdenkliche Argument gegen das Stadionprojekt herangezogen. Beispielsweise stellen sich auch Vertreter des Klimastreiks gegen das Stadion. Natürlich, bauen ist per se klimaschädlich, und «Ensemble» ist nicht in erster Linie ein Ökoprojekt. Aber es wird immerhin Recyclingbeton verwendet, es werden Dächer begrünt, und Fassaden dienen der Solarstromerzeugung. Konsequenterweise müssten die Klimastreikenden fortan auch den Bau von Schulhäusern und Genossenschaftssiedlungen bekämpfen, denn auch da wird Beton verbaut, und es werden Tiefgaragen erstellt. Dies wird selbstredend nicht passieren. Was verdeutlicht, dass das Landstück in Zürich-West als Projektionsfläche herhalten muss – und dass die Ablehnung ideologisch begründet ist.
Von den linken Parteien wird wie bereits 2018 ins Feld geführt, es dürfe nicht sein, dass die Credit Suisse als private Firma Rendite auf städtischem Land erwirtschafte. Dabei ist es gerade diese Rendite, die den Stadionbau und -betrieb ermöglicht, weil der Mietertrag aus den Türmen das Stadion querfinanziert. Andere Finanzierungen sind gescheitert: das Modell Mantelnutzung mit Einkaufszentrum 2009 nach einer Rekursschlacht und ein städtisch finanziertes Stadion 2013 an der Urne.
Das Foul der SP
Von den Parteien verhält sich die SP unredlich. Mit ihrer Nein-Empfehlung hat die Parteileitung ihr im Herbst 2018 abgegebenes Versprechen gebrochen, dem Stadion «keine Steine mehr in den Weg» zu legen. Sie missachtet den Volkswillen und ignoriert das Votum der eigenen Wählerinnen und Wähler, von denen sich manche fragen dürften, warum sich die Parteispitze gegen ein genossenschaftliches Wohnprojekt stelle.
Schliesslich gibt es noch den städtebaulichen Einwand. Kritik an der Entwicklung in Zürich-West ist legitim. Das Quartier wirkt an manchen Ecken wenig belebt. Doch aus Sicht des Fussballs tönt das Argument hohl, es gelte die Sünden der Vergangenheit auf dem Hardturm zu heilen. Das Areal ist ein Überrest eines viel grösseren Sportareals, das sich bis südlich der heutigen Autobahn erstreckte. Natürlich müssen neue Nutzungen möglich sein, wenn sich die Bedürfnisse ändern. Doch die Idee, dem Fussball seinen Platz gänzlich abzusprechen und ausschliesslich Wohnungen zu bauen, ist anmassend. Zürich ist Wohnstadt, das ist positiv. Aber sie muss auch Platz für andere Funktionen bieten.
Auch «Ensemble» ist in erster Linie ein Wohnprojekt mit einem bescheiden dimensionierten Fussballstadion für 18 000 Zuschauer. Dank der geplanten Genossenschaftssiedlung mit 173 Wohnungen würde das Quartier aufgewertet. Es gibt langjährige Quartierbewohner, die den Bau deshalb geradezu herbeisehnen. Städtebaulich ist das Projekt ein Gewinn, inklusive der beiden Hochhäuser mit 570 Wohnungen. Grundsätzlich muss man sich fragen, ob es nach zwanzig Jahren Planung nochmals der Zeitpunkt ist, eine Grundsatzdiskussion zu führen.
Es geht nicht um den «Kessel», sondern um Einnahmen
Es besteht auch eine gewisse Dringlichkeit. Die schlechte Verfassung der Zürcher Fussballklubs spricht gerade nicht gegen das Vorhaben, sondern dafür. Es geht beim Stadionbau nicht um den vielzitierten «Hexenkessel» und ein bisschen mehr Stimmung ohne Tartanbahn. Es geht darum, dass FCZ und GC die Einnahmen aus der Gastronomie bitter nötig haben, die sie im Letzigrund nicht erwirtschaften können.
Aber selbst wer felsenfest davon überzeugt ist, dass es für dieses Landstück eine bessere Lösung gäbe, muss sich den Realitäten stellen. Die Idee einer reinen Wohnsiedlung ohne Stadion ist eine Seifenblase. Bekanntlich kann die CS das heute städtische Land zurückkaufen, wenn kein Stadion gebaut wird. Das täte sie zweifellos. Die 50 Millionen Franken wären für die Bank ein Klacks. Schon heute hat das Land den geschätzt sechsfachen Wert. Entsprechend tief müsste die Stadt in die Tasche greifen, wollte sie die Verpflichtung zum Stadionbau ausradieren und das Land definitiv kaufen. Aber so oder so wäre die CS zu einem solchen Handel kaum bereit. Es wäre töricht, auf eine derartige Anlagemöglichkeit zu verzichten.
Kein Stadion? Für die CS eine lukrative Alternative
Die CS könnte auf 40 000 Quadratmetern zonenkonform mit hoher Ausnützung bauen. Das dürften dann zahlreiche 19 Meter hohe Blöcke sein, die nebeneinanderstehen. Die Öffentlichkeit könnte nicht mehr mitreden. Weder der Fussball noch genossenschaftliches Wohnen werden in einem solchen Projekt Platz haben.
Der andere Weg bei einem Nein wäre ein neues Stadionprojekt. Aber wer hätte darauf noch Lust? Das jetzige Modell ist ein typischer Schweizer Kompromiss – das Resultat der Lehren, die man aus zwei gescheiterten Anläufen gezogen hat. Seit zwei Jahrzehnten arbeitet sich die Politik am Stadionbau ab, alle möglichen Varianten hat sie durchgespielt. Die Stimmberechtigten werden zum vierten Mal an die Urne gerufen. Es wird Zeit, dieses Kapitel endlich abzuschliessen
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Man wäre nun wahrscheinlich froh, hätte man eine Art "Handelsplattform" für Saisonkarten, wie es von den Saison-Abo-Besitzern schon länger gefordert wird.
Meine Rede! Die Software ist bereits vorhanden (ticketmaster.com).
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Auch für de SCB, wenn die 6000 stimmen.
Klar, aber Marc Lüthi treibt einen Kredit auf den er in 10 Jahren zurück zahlt denn wenn es wieder normal läuft schreibt der CB auch wieder Gewinn. Das wird in Ambri und Langnau ungleich schwieriger.
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Und plötzlich haben wir das grösste Zuschauerkontingent https://sport.ch/nla/608802/die…t-am-haertesten
Interessante Zahlen zu den Zuschauerkapazitäten.
Muss aber noch vom jeweiligen Kanton abgesegnet werden! Für Langnau und Ambri wird das ev. ganz bitter!
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Gibts eigentlich irgendwo schon einen Spielplan? Auf der ZSC Homepage sind noch keine Spieldaten aufgeschaltet, auf der SIHF ist auch noch nichts publiziert. Andere Clubs haben ihre Heimspiele bereits publiziert.
Die ZSC Lions kommen bald auf ihre Fans (Saisonkartenbesitzer etc.) zu.
Hat wahrscheinlich damit zu tun.
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Es finden also doch Stichproben statt.
Kommt auf den Kanton an, GR hat angekündigt nicht zu kontrollieren, also kann dort jeder machen was er will.
PS: Bier an den Platz nehmen ist ja ein must, Maske runter und ständig so tun als ob man am Bier nippt....so wie die Typen im ÖV!:twisted:
Lions Bar fällt ja wohl aus.....weiss noch nicht ob das so Geil wird.....Hockey pur......schaun mer mal....
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Dafür kann der Saisonkartenbesitzer seinen Strichcode einem Kollegen schicken.
Finde ich jetzt aus Saisonkartenbesitzer-Sicht auch nicht sooo schlecht. Wie und ob er dafür Geld bekommt, ist dann seine Sache.
Wie das diese Saison läuft wird man sehen. So einfach wie vorher geht es sicher nicht mehr!
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https://www.blick.ch/sport/eishocke…id16073912.html
Das Geld der SK Käufer hatten sie ja sowieso, aber zusätzliches Geld kommt keines rein. Wird (vor allem im Hockey) finanziell trotzdem ein Desaster!
Für die Fans mit SK eine gute Lösung! Hätte ich nicht gedacht!
PS: Leider haben wir nach wie vor keine Ticket System wie in der NHL wo ein SK Besitzer der nicht ans Spiel gehen will seinen Platz freigeben kann und somit a) jemand anders ans Spiel gehen kann und b) Besitzer und Club zusätzlich Geld verdienen können.
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Bei Sportveranstaltungen dürfen die Stadien zu zwei Dritteln gefüllt werden – das gilt sowohl für Fussball wie auch Eishockey. Es gilt Maskenpflicht.

Wow! Da können die Teams aber mehr als zufrieden sein!
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Heute dürfte der Bundesrat die konkreten Bedingungen für Anlässe mit mehr als 1000 Personen bekannt geben. Wir berichten live von der Medienkonferenz um 15 Uhr.
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Fans in Stadien und Konzerthallen
Die Schweiz geht im Vergleich wohl am weitesten
Ob Bundesliga, Super League oder Konzerte: Es geht wieder los mit Grossevents. Unter welchen Bedingungen? Das planen Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich – der grosse Überblick.
Ab dem 1. Oktober sind Grossveranstaltungen hierzulande wieder erlaubt. Der Bundesrat entscheidet höchstwahrscheinlich heute, unter welchen Bedingungen wieder Matchs und Konzerte vor grossem Publikum möglich sein sollen. Die wichtigste Frage ist jene nach der Kapazitätsbeschränkung: Gesundheitsminister Alain Berset schlägt vor, dass bei Freiluftveranstaltungen wie Fussballmatchs zwei Drittel der Plätze besetzt sein dürfen (lesen Sie hier mehr dazu), bei Innenveranstaltungen die Hälfte. Wie unsere Übersicht zeigt, wäre die Schweiz damit im Vergleich mit den Nachbarländern sehr grosszügig. (azu)
Deutschland: Nur mit Sondererlaubnis
Mitte Mai war Deutschland das erste grosse Land Europas, in dem Profis wieder Fussball spielten, wenn auch ohne Zuschauer. Nun könnte die Bundesliga eine der letzten Ligen werden, die wieder Fans in nennenswerter Zahl in die Stadien lassen darf. Bundesregierung und Bundesländer – letztere sind rechtlich zuständig – haben letzte Woche beschlossen, dass bis mindestens Anfang November Sportstadien und -hallen leer bleiben müssen. Inmitten steigender Infektionszahlen Fans zuzulassen, wäre ein «falsches Signal», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
Grossveranstaltungen, bei denen keine Kontaktnachverfolgung möglich ist, wie etwa Volksfeste, Festivals oder Grosskonzerte, bleiben bis mindestens zum 31. Dezember verboten. Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern soll bis Ende Oktober Vorschläge erarbeiten, unter welchen Umständen Stadien ab November wenigstens teilweise mit Zuschauern gefüllt werden könnten. Vereine bieten, abgesehen von umfangreichen Hygieneauflagen und Maskenpflicht, Verbote von Stehplätzen, Gästefans und Alkoholausschank an, wenn sie im Gegenzug Fans zulassen dürfen.
Ziemlich sicher wird es schon zum Saisonauftakt der Bundesliga in zweieinhalb Wochen regionale Ausnahmen geben: RB Leipzig hat am Dienstag vom Gesundheitsamt der sächsischen Grossstadt die Erlaubnis erhalten, für das Auftaktspiel gegen Mainz bis zu 8500 Fans im Stadion zuzulassen. Das entspricht einem Fünftel der Kapazität. Die Plätze kommen nicht in den Verkauf, sondern werden unter den Saisonkartenbesitzern ausgelost. Die Erlaubnis bleibt überdies abhängig von der Entwicklung des lokalen Infektionsgeschehens. Auch in Berlin und in Frankfurt verhandeln Clubs mit den Gesundheitsämtern über Ausnahmeregelungen. Allerdings ist Leipzig – mit 3 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage – von der Pandemie derzeit erheblich weniger betroffen als Berlin (12), Frankfurt (19) oder München (30).
Die Handballprofis wollten eigentlich am 1. Oktober wieder mit der Meisterschaft in der Halle beginnen, Basketballer sowie Eishockeyaner im November. Ohne Zuschauer mache der Betrieb aber ökonomisch keinen Sinn, heisst es bei Verbänden und Vereinen einhellig.
Dominique Eigenmann, Berlin
Frankreich:5000er-Regel für Grossanlässe
In Frankreich sind Grossveranstaltungen mit bis zu 5000 Personen möglich. Das heisst, dass auch wieder Fussballspiele mit Zuschauern durchgeführt werden können. Als erste europäische Topliga hat die Ligue 1 ihren Meisterschaftsbetrieb am 21. August wieder aufgenommen. Bilder des Auftaktspiels zwischen Girondins Bordeaux und dem FC Nantes zeigten Masken tragende Zuschauer, die in grösseren Abständen zueinander im weitgehend leeren Stadion sassen.
Ungewohnte Bilder liefert auch die Tour de France, die am letzten Wochenende in Nizza gestartet ist. Für die Landesrundfahrt, die normalerweise Ende Juni beginnt, gelten verschiedene Auflagen: eine beschränkte Zuschauerzahl, die Gewährleistung von Sicherheitsabständen sowie Desinfektionsmassnahmen. Zudem sollen die Zuschauer Masken tragen. Die Tour führt auch durch Regionen, die als Corona-Risikogebiete gelten. Landesweit steigt die Zahl der Neuinfektionen. Verschärft sich die Pandemielage dramatisch, ist ein Abbruch der Tour nicht ausgeschlossen.
Andere sportliche Grossveranstaltungen wie etwa der Marathon von Paris finden dieses Jahr definitiv nicht statt. Kultur- und Unterhaltungsanlässe wie Musikfestivals können unter strengen Hygieneauflagen durchgeführt werden. Für Indooranlässe gelten jedoch rigidere Restriktionen.
Die für Grossanlässe maximal zulässige Zahl von 5000 Personen gilt bis mindestens Ende Oktober. Ausnahmen von dieser Regel sind zwar möglich. Eine Anfrage eines Fussballclubs der Ligue 1, versuchsweise 10’000 Zuschauer zuzulassen, wurde aber zuletzt abgewiesen.
Vincenzo Capodici
Italien: 1000 Zuschauer, mit strengen Auflagen
Die Meisterschaft der Serie A, wie Italiens höchste Fussballliga heisst, startet am 19. September, also in weniger als drei Wochen. Doch wann und unter welchen Vorgaben wieder Calcio mit Publikum stattfinden darf, ist noch völlig unklar. Die Vereine würden die Stadien gern für eine begrenzte Anzahl Zuschauer öffnen – je nach Grösse der Arenen, wie das auch in anderen Ländern praktiziert wird. Als Muster gilt das Sicherheitsprotokoll aus Deutschland. Politisch ist die Angelegenheit aber umstritten: Es gibt da eine starke Lobby, die findet, viel wichtiger als Fussball mit Zuschauern sei es, dass Kinder und Jugendliche wieder in aller Sicherheit zur Schule gehen können.
Theoretisch sind seit dem 1. September gemäss dem jüngsten Regierungsdekret wieder sportliche und kulturelle Anlässe vor maximal 1000 Zuschauern möglich, mit strengen Auflagen. Doch vor grösseren Lockerungen warnt das «Comitato tecnico scientifico», das technisch-wissenschaftliche Komitee, das die italienische Regierung berät. Und dies, obschon die Zahl der Neuinfektionen in Italien im Moment proportional zur Bevölkerung unter dem Niveau der Schweiz liegt.
Der Chefvirologe des Mailänder Spitals Luigi Sacco, Massimo Galli, ein Star in Italien, gibt zu bedenken, dass eine Öffnung der Stadien ähnliche Folgen haben könnte wie jene der Discotheken – und das wäre verheerend: In den Sommerferien haben sich Hunderte Gäste und Mitarbeiter von vorschnell geöffneten Nachtclubs und Tanzlokalen vor allem auf Sardinien mit dem Virus angesteckt. Das Aufflackern der Pandemie wird zu einem beträchtlichen Teil auf dieses Phänomen zurückgeführt.
Oliver Meiler, Rom
Österreich: 10’000 Besucher – wenn es die Corona-Ampel zulässt
Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober ist Fussballfan. Und so freue er sich, dass Spiele ab nun wieder mit Publikum möglich sein würden, sagt Anschober am Dienstag an einer Medienkonferenz. An diesem Dienstag, dem 1. September, hat die österreichische Regierung die Corona-Massnahmen für Grossveranstaltungen stark gelockert. In Hallen sind nun wieder Veranstaltungen mit bis zu 5000 Besuchern gestattet, im Freien mit bis zu 10’000 Besuchern. Voraussetzung ist allerdings, dass die Veranstalter ein Präventionskonzept vorlegen. Alle Besucher müssen registriert sein und einen Sitzplatz zugewiesen bekommen. Je ein Sitzplatz muss dazwischen frei bleiben. Stehplätze sind verboten.
Voraussetzung ist auch, dass die sogenannte Corona-Ampel die Farbe Grün zeigt. In Betrieb geht diese Ampel erst Ende dieser Woche. Dann wird jeder Region des Landes eine von vier Farben zugewiesen, abhängig von Infektionszahlen, Anzahl der Tests und Clusteranalysen: Grün für niedriges, Gelb und Orange für mittleres und Rot für extrem hohes Corona-Risiko. Welche Massnahmen dann bei Grossveranstaltungen getroffen werden, will die Regierung jedoch erst heute Mittwoch bekannt geben.
Für zukünftige Kulturveranstaltungen sieht Gesundheitsminister Anschober die Salzburger Festspiele als Vorbild für ganz Europa. Ein besonders strenges Sicherheitskonzept mit verpflichtenden Corona-Tests für alle Schauspieler und Mitarbeiter machte es möglich, dass in vier Festspielwochen mit über 76’000 Besucherinnen und Besuchern keine einzige Corona-Infektion bekannt wurde. Ob im kommenden Winter neben Konzerten und Opernaufführungen auch grosse Bälle möglich sein werden, will der Gesundheitsminister allerdings noch nicht sagen. Weitere Lockerungen stellt Anschober für Anfang des kommenden Jahres in Aussicht. Dann könnte man, wenn alles gut laufe, mit Corona-Impfungen beginnen.
Die Herbstsaison der österreichischen Fussball-Bundesliga beginnt am 11. September. Über 10’000 Besucher kamen zu den Matchs schon vor der Corona-Krise kaum. Durchschnittlich hatten die Spiele im vergangenen Jahr 6500 Zuseher.
Bernhard Odehnal