Beiträge von Larry

    Wenn die Unsicherheit über eine längere Zeit anhält, wird die Virus-Krise einen tiefgreifenden Wandel der Fussball- und Hockeykultur provozieren. Wenn nur noch Sitzplätze möglich sind, wenn die Stadien tatsächlich auf Sitzplätze und personalisierte Tickets umgerüstet werden (und danach sieht es zurzeit aus) müssen die Preise angehoben werden. Und ist diese Umrüstung erst einmal vollzogen, dann kann nicht ausgeschlossen werden, dass daraus eine Dauerlösung wird und die «Stehplatz-Folklore» der Vergangenheit angehört. Das würde zur Lösung der Sicherheitsprobleme beitragen und zugleich zu einer soziologischen Veränderung des Publikums führen: Der Matchbesuch im Hockey und im Fussball würde erheblich teurer und die Zusammensetzung des Publikums eine andere.

    https://www.watson.ch/sport/eismeist…it-sitzplaetzen

    Gut möglich!

    Müller bestätigt das ein Schweizer in der vierten Linie z.T. 300k verdient! Total Bireweicht! Bin bei Zahner, aber auch bei Lüthi, aber gar nicht beim HCD. Schaun mer mal was sie wursteln....einig sind sie sich ja überhaupt nicht!

    «Wieso sollten wir Schweizer nicht

    die Pioniere sein?»

    Salär-Obergrenze nach nordamerikanischem Beispiel, totale Öffnung für Ausländer – fünf wichtige Player sagen, wie das Schweizer Eishockey umgestaltet werden soll.


    Simon Graf, Reto Kirchhofer, Marco Oppliger

    Aktualisiert vor 1 Stunde

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    Bereit für den grossen Wurf: HCD-Präsident und Wirtschaftsanwalt Gaudenz Domenig. Foto: Gian Ehrenzeller/Keystone

    Die Corona-Krise hat im Schweizer Eishockey grundsätzliche Diskussionen ausgelöst. Viele Clubs streben eine Salär-Obergrenze pro Team an wie im nordamerikanischen Profisport. Wichtige Exponenten wie SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi fordern eine Aufhebung der Ausländerbeschränkung. Am Mittwoch werden die Themen an der ausserordentlichen Ligaversammlung diskutiert, am 27. August sollen die Beschlüsse gefasst werden. Das sagen wichtige Player:

    Gaudenz Domenig, HCD-Präsident und Initiant Financial Fairplay

    «Ich befürchte, die Corona-Krise erhöht das Ungleichgewicht im Schweizer Eishockey. Wir haben jetzt schon seit 20 Jahren nur vier Meister: Bern, ZSC, Lugano und Davos. Zudem müssen wir die Liga finanziell stabiler aufstellen. Es wurde viel investiert in Infrastruktur, jetzt müssen wir uns organisatorisch bewegen. Der Grundsatz ist einfach: Es gibt eine obere Limite für die Lohnsumme pro Team. Wer sie überschreitet, bezahlt einen Solidaritätsbeitrag. Wenn etwa die Grenze bei fünf Millionen Franken liegt und man sechs ausgibt, bezahlt man zusätzlich noch eine Million in einen Topf. Der HCD hat einen Vorschlag ausgearbeitet, den wir am Mittwoch präsentieren.

    Organisatorisch ist das machbar, jeder Club stellt ja einen Lohnausweis für jeden Spieler aus. Und was zum Salär gehört, hat die Steuerverwaltung klar definiert. Die Idee ist, dass man für jede Partie die Lohnsumme der Spieler berechnet, die im Einsatz sind. Verletzte oder Abwesende zählen nicht. Und für jede Playoff-Runde muss man den Spielraum erhöhen. Eine Mindest-Lohnsumme finde ich nicht sinnvoll. Jeder Club muss ja schon im Lizenzverfahren nachweisen, dass er grundsätzlich in der Lage ist, ein National-League-Team zu finanzieren.

    Zitat
    «Aus Schweden haben sich schon Interessenten gemeldet. Es ist denkbar, dass andere nachziehen.»
    Gaudenz Domenig

    Dass es rechtlich nicht ganz unproblematisch ist, gestehe ich ein. Aber als Ultima Ratio hätten wir noch die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung beim Bundesrat zu beantragen. Das Parlament hat ja inzwischen bei den Konditionen für die Darlehen bekräftigt, dass Clubs, die vom Bund unterstützt werden, die Lohnsummen um 20 Prozent senken müssen. Es ist Zeit für etwas Grundlegendes. Und wieso sollten wir Schweizer nicht die Pioniere sein? Aus Schweden haben sich schon Interessenten gemeldet. Es ist durchaus denkbar, dass andere Ligen in Europa nachziehen.»

    Georges Müller, Spieleragent und Rechtsanwalt


    Selbstverantwortung statt Regulierung: Der Zürcher Spieleragent und Anwalt Georges Müller. Foto: Privatarchiv Georges Müller

    «Ich bin generell kein Freund zu starker Regulierungen. Die Einführung eines Salary-Cap light wäre rechtlich heikel. Auch sonst sind zu viele Fragen offen. Wer sein Lohngefüge nicht im Griff hat, sollte andere Wege gehen. Die Selbstverantwortung muss im Vordergrund stehen.

    Es gibt etliche Clubs, die einem Viertlinienspieler 300’000 Franken und mehr zahlen. Wann, wenn nicht jetzt, wollen die Clubs verstärkt auf junge Spieler setzen? Stattdessen wird erneut die Lockerung der Ausländerbeschränkung diskutiert. Eine solche Massnahme würde zum Bumerang und uns in der Aus- und Weiterbildung weiter zurückwerfen.

    Zitat
    «Wann, wenn nicht jetzt, wollen die Clubs verstärkt auf junge Spieler setzen?»
    Georges Müller

    In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass die Abgrenzung zwischen Ausländern und ausländischen Spielern mit Schweizer Lizenz bestehen bleiben muss. Das Niveau in unseren Juniorenligen ist stark gesunken. Es sind unter anderen junge Letten, Tschechen, Italiener, Franzosen, Österreicher, die das Level einigermassen konkurrenzfähig halten. Hätten wir diese Spieler nicht, das Niveau wäre so tief, dass sich noch mehr Schweizer sehr früh mit einem Wechsel nach Nordamerika oder Schweden beschäftigen würden.

    Nehmen wir als Beispiel den jungen Österreicher Marco Rossi: Sollte dieser den direkten Sprung in die NHL nicht schaffen und in der National League eingesetzt werden, er wäre eine grosse Bereicherung. Benjamin Baumgartner ist dies jetzt schon. Solche Spieler mit Ausländern gleichzustellen: Das wäre fatal für die Junioren und würde die Attraktivität unserer Ligen massiv schwächen.»

    Marc Lüthi, Geschäftsführer SC Bern


    Fertig Pflästerlipolitik! SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi will eine Revolution im Schweizer Eishockey forcieren. Foto: Raphael Moser

    «Pflästerlipolitik haben wir zur Genüge betrieben. Die National League braucht ein Paket aus Financial Fairplay und einer Lockerung der Ausländerbeschränkung.

    Das Financial Fairplay orientiert sich am Vorschlag des HC Davos. Bei den Ausländern gilt: Mehr Angebot hat noch nie zu höheren Preisen geführt. Zudem spielen einige Teams bereits heute mit zehn und mehr Ausländern, wobei die meisten Lizenzschweizer sind. Diesen Status gilt es abzuschaffen. Ich bin für eine komplette Öffnung der Ausländer. Womit auch der verdienstvolle Spieler mit Schweizer Lizenz und italienischem Pass, der bei uns ausgebildet wurde und in der vierten Linie krampft, weiterhin seinen Platz hätte.

    Zitat
    «Jene Clubs, die mehr Schweizer einsetzen, sollen mehr Geld aus dem Pott erhalten.»
    Marc Lüthi

    Vielleicht wird es auf einen Kompromiss hinauslaufen, der eine gewisse Anzahl Schweizer Spieler auf dem Matchblatt vorschreibt. Ein Team mit 20 Ausländern will keiner sehen. Diesbezüglich ist es ein spannender Gedanke, sich bei der Verteilung der Luxussteuer des Financial Fairplay an den eingesetzten Schweizern zu orientieren. Jene Clubs, die mehr Schweizer einsetzen, sollen mehr Geld aus dem Pott erhalten.

    Klar ist: Junge Talente mit Wille und Biss werden weiterhin ihre Chance erhalten. Wenn wir über mehr Ausländer diskutieren, müssen wir ebenfalls definieren, wie wir künftig in die Nachwuchsbewegung investieren sollen. Generell gilt: Alles mit offenen Augen anschauen – verbunden mit dem Ziel, auf dem europäischen Markt kompetitiv zu bleiben und gleichzeitig die Kosten zu senken.»

    Jonas Hiller, Ex-Torhüter und Präsident der Spielergewerkschaft


    Fliegender Wechsel: Jonas Hiller ist vom Goalie zum Präsident der Spielergewerkschaft geworden. Foto: Christian Pfander

    «Theoretisch hätten wir heute die ganze Lohndiskussion nicht, wenn sich alle General Manager nur das leisten würden, was sie sich leisten könnten. Gleichzeitig habe ich Verständnis für sie. Solange elf von zwölf Teams das Playoff als Ziel haben, stehen sie unter Druck.

    Aber das Eishockeybusiness ist ein Arbeitsmarkt wie jeder andere. Am Schluss will jeder so viel Geld wie möglich verdienen, zumal eine Karriere nicht ewig dauert. Dass nun ein Salary-Cap eingeführt werden soll, beschäftigt die Spieler. Die meisten wären dafür, den freien Markt aufrechtzuerhalten. Doch nun wollen wir uns einmal den Vorschlag von Gaudenz Domenig anhören. Dann können wir auf Fakten basiert weiterdiskutieren.

    Zitat
    «Wer die ganze Ausbildung hier absolviert hat, soll als Schweizer zählen.»
    Jonas Hiller

    Die schlechteste aller Massnahmen wäre, die Ausländerbeschränkung komplett aufzuheben. Dadurch könnten die Schweizer keine so gewichtige Rolle mehr einnehmen, was langfristig zu einem Problem für die Nationalmannschaft würde. Als unfair erachte ich zudem die Variante mit der Aufhebung der Lizenzschweizer. Wer die ganze Ausbildung hier absolviert hat, soll als Schweizer zählen. Im Gegensatz zu jenen Spielern, die einfach mal schnell eine Lizenz beantragt haben und dann während Jahren nie mehr hier waren.

    Klar ist: Auch die Spieler wollen eine gesunde Liga. Wir haben in den letzten Wochen wegen der Corona-Krise viele Diskussionen geführt. Die Clubs haben uns ihre Situation offen dargelegt. Das schaffte Vertrauen, viele Spieler sind bereit, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten. Weil man gemeinsam aus dieser Krise finden muss.»

    Peter Zahner, CEO der ZSC Lions


    Appelliert an die Eigenverantwortung: ZSC-CEO Peter Zahner ist gegen gravierende Einschnitte. Foto: Doris Fanconi

    «Der Begriff Financial Fairplay suggeriert, dass bisher kein Fairplay herrschte. Das finde ich schon einmal heikel. Und der Vergleich mit Nordamerika, wo das Modell des Salary-Cap herkommt, ist schlicht nicht haltbar. Dort haben die Profisportarten ein geschlossenes System mit eigenen Regeln kreiert, um den Wettbewerb spannend zu halten. Wir brauchen das nicht, denn viel ausgeglichener als zuletzt kann unsere Liga gar nicht sein. Die Punktabstände waren so gering wie noch nie. Unsere Liga ist attraktiv, der Zuschauerschnitt der höchste in Europa.

    Zitat
    «Kein Club wird gezwungen, zu hohe Löhne zu bezahlen. Man kann auch Nein sagen.»
    Peter Zahner

    Solch gravierende Einschnitte in der Unternehmensführung der Clubs wie das diskutierte Financial Fairplay sind meiner Meinung nach der völlig falsche Ansatz. Kein Club wird gezwungen, zu hohe Löhne zu bezahlen. Man kann auch Nein sagen. Jeder ist selber für seine Finanzen verantwortlich. Hier muss einfach Vernunft einkehren. Zudem finde ich nicht, dass das Schweizer Eishockey für die anderen Ligen den Pilotversuch machen soll, ob ein Salary-Cap in Europa funktioniert.

    Auch in der praktischen Umsetzung habe ich grosse Bedenken. Du kannst die Clubs und die Spieler nicht zwingen, den Lohn offenzulegen. Und um die Lohnsumme laufend zu kontrollieren, müsste ich einen zusätzlichen Buchhalter anstellen. Man würde ein Administrativmonster schaffen.»

    "Jurendic....... Dessen Aufstieg vom mässig erfolgreichen U21-Trainer (Punkteschnitt: 1,09 in 47 Partien) zum neuen starken Mann beim FCZ ist imposant und kommt fast überraschender als Bickels Degradierung. Ob Jurendic den hohen Anforderungen gewachsen ist, wird sich zeigen.":roll:

    heinz moser scheint aber tatsächlich eine gute wahl zu sein. seit dem abgang von ernst graf damals, fehlte diese kompetenz und wissen.

    schade ist einfach, dass cillo es sowieso besser weiss und noch jeden, ihm ihn fussballkompetenz überlegenen, vergrault hat. würde mich echt überraschen, wenn es diesmal anders wäre. :nixwiss:

    Er will vor allem bei der 1. Mannschaft mitschnurren, vo da her hat Moser wohl schon eine Chance....zumindest kurzfristig:twisted:

    für mich absolut unverständlicher entscheid...

    Einmal mehr beweist Canepa das er nur Kopfnicker um sich herum duldet. Bickel hatte seine eigene Meinung zu Magnin und das passt Cenepa einfach nicht. Canepa war, ist und bleibt der Sonnenkönig der alles besser weiss und alles im Alleingang entscheidet. FC Canepa!

    grundsätzlich ist eh wurscht wer welche position besetzt im fcz solange cillo das letzte wort hat...

    Ist so. Und es hat Canepa wohl nicht gepasst das Bickel die Arbeit von Magnin kritisch gesehen hat, also weg mit Bickel! Scheinbar auch gegen den Willen von Heliane. Obwohl es ihre Kohle ist....

    Habe in Dübi gewohnt zu der Zeit, mein Stiefsohn spielte beim FCD, mein Sohn beim EHCD, so kannte man das ganze Dorf. Zu den besten Zeiten des Nachtplauschturniers des EHC habe ich mich auch mal mit Wegge in der Bar gefetzt:razz:. Habe ihn noch zu den besten EHC Zeiten auf der Seite von Dübi gesehen, später dann in der Halle für unseren "Z". Rest peacefully Wegge!:sad:

    Überraschender Tod

    Das ZSC-Herz blutet erneut

    Die traurige Serie im Eishockey reisst nicht ab. Mit Adrian Hotz (56) ist einer der begnadetsten Schweizer Torschützen verstorben.

    Simon Graf

    Aktualisiert vor 43 Minuten

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    Adrian Hotz (rechts) mit Arno Del Curto: Einst rieben sie sich beim ZSC, später wurden sie gute Freunde.


    Adrian Hotz (rechts) mit Arno Del Curto: Einst rieben sie sich beim ZSC, später wurden sie gute Freunde. Foto: Privatarchiv Peter Meier

    Die Szene ist unvergessen: Adrian Hotz fährt auf Lugano-Goalie Christophe Wahl zu, der Winkel wird immer spitzer, doch der ZSC-Stürmer findet noch eine Lücke und trifft praktisch auf der Torlinie unter die Latte zum 1:0. Es ist der Auftakt zum legendären Penaltyschiessen 1992, in dem der ZSC im verrauchten und übervollen Hallenstadion das «Grande Lugano» eliminiert. Später treffen noch Sergei Prijachin und Wladimir Krutow zum Coup des grossen Aussenseiters.

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     00:13

    «Dieses Tor charakterisiert ihn perfekt», sagt sein früherer Trainer und späterer Freund Arno Del Curto. «Er hatte so richtig den Riecher, war ein natürlicher Torschütze. Er spürte das.» Von 1986 bis 93 erzielte der Dübendorfer in der Nationalliga A stattliche 163 Tore und einen Punkt pro Spiel. In seiner ersten SCB-Saison 1986/87 schoss er als 22-Jähriger in 36 Spielen 35 Tore. 1989 war er bei den Bernern auf dem Weg zum Titel immer wieder für wichtige Tore gut, dann wechselte er zum ZSC und fuhr da fort, wo er aufgehört hatte. Auch Jürg Ochsner hatte mit seinem EHC Kloten um den Ausnahmekönner gebuhlt. Das legendäre Penaltyschiessen 1992 im Hallenstadion, zu dem Adrian Hotz den gelungenen Auftakt machte. Video: Youtube

    Während seiner drei Berner Jahre sei Hotz so oft wie möglich zurück nach Zürich gefahren, erinnert sich Kollege Bruno Vollmer. Am liebsten, um mit seinen alten Freunden zu jassen. Vollmer denkt mit Wehmut an Hotz: «Er war ein ausgeprägter Spielertyp, und das sah man auch auf dem Eis. Er brauchte gute Mitspieler, die ihn fütterten. Aber wenn er den Puck bekam, traf er.»

    Beim ZSC prallte er ab November 1991 auf den jungen, ehrgeizigen Engadiner Del Curto. Hotz war das behagliche Klima unter dessen Vorgänger Pavel Wohl lieber gewesen – und daraus machte er auch kein Geheimnis. Doch viele Jahre später versöhnten sich die beiden, ja freundeten sie sich an. Sie trafen sich eines Tages zufällig in Davos in einem Restaurant, Del Curto lud ihn an seinen Tisch, sie assen zusammen und begruben das Kriegsbeil.

    Zitat
    Er war ein sehr feinfühliger Mensch, spürte ganz viele Dinge. Wir haben über Gott und die Welt geredet.»
    Arno Del Curto

    «Wir verbrachten sogar Ferien miteinander», sagt Del Curto, sichtlich erschüttert über den Tod von Hotz. «Er war ein sehr feinfühliger Mensch. Gegen aussen mochte er rau wirken, aber er spürte ganz viele Dinge. Sei es im Sport wie im Privaten. Wir haben über Gott und die Welt geredet.» Vollmer teilt die Einschätzung von Del Curto: «Mit seiner brutal ehrlichen, offenen Art stiess Hotz manchmal die Leute vor den Kopf. Aber ich habe das sehr geschätzt. So wusste ich bei ihm immer, woran ich war. Und er war äusserst loyal. Für einen Freund gab er sein letztes Hemd.»

    Zuletzt gab Hotz sein Fachwissen als Juniorentrainer beim EHC Dübendorf weiter, wie andere ehemalige ZSC-Cracks wie Roger Meier und Daniel Bünzli. Wegen eines Aortarisses, den er nur knapp überlebte, hatte Hotz die letzten Jahre gesundheitliche Probleme gehabt. Am Mittwochabend schlief er in seinem Bett ein und wachte nicht mehr auf. Es ist – nach dem Tod des langjährigen Sportchefs Simon Schenk vor gut einem Monat – der nächste Schlag für die ZSC-Familie

    Adrian Hotz (1963 – 2020) 🕯️

    Adrian «Wegge» Hotz, der ehemalige Stürmer des ZSC und EHC Dübendorf, ist in der Nacht auf Donnerstag im Alter von 56 Jahren überraschend verstorben.

    Adrian Hotz zog es von «seinem» EHC Dübendorf in die NLA zum SC Bern, wo er im dritten Jahr Schweizermeister wurde. Anschliessend folgte der Wechsel zum ZSC. Für den Stadtklub stürmte der vierfache Nationalspieler zwischen 1989 und 1993. In insgesamt 287 NLA-Spielen erzielte Adrian Hotz 163 Tore und gab 118 Assists – er sammelte also beeindruckende 281 Skorerpunkte! Die letzten Jahre seiner Karriere verbrachte der Flügel wieder in Dübendorf, ehe er 1996 zurücktrat.

    Vor zehn Jahren erlitt Adrian Hotz einen Aortariss, den er zwar mit Glück überlebte, aber eine schwere Operation nötig machte. Seither war Hotz invalid. Letzten Donnerstag wurde er zu einem Mittagsstammtisch erwartet, zu dem er nicht erschien. Er wurde in seiner Wohnung tot aufgefunden.

    Weil der Vater von Adrian Hotz die bekannte Bäckerei Hotz in Dübendorf führte, wurde Adrian von allen «Wegge» genannt. Mittlerweile leitet sein Bruder die Bäckerei.

    Bruno Vollmer, ein Weggefährte von Adrian Hotz und jetziger COO der ZSC Lions, erinnert sich an den hervorragenden Stürmer:

    «Als Dübendorfer kannte ich Wegge natürlich seit der Jugendzeit, und obwohl er vier Jahre älter war als ich, hatten wir zumindest ab der gemeinsamen Zeit in der 1. Mannschaft beim EHCD einen engen Kontakt. Die Nachwuchsjahrgänge 63/64 und 66/67/68 waren sehr erfolgreich und gewannen einige Meistertitel im Juniorenalter. Mitte der 80er war der EHCD auch dank Spielern wie Wegge ein Nati B-Spitzenteam, das 1986 erst im Final gegen Bern und Chur verlor.

    Adi wechselte anschliessend zum SC Bern, wo er 1989 Meister wurde. Er spielte zwar in Bern, kam aber jeden Dienstag nach Dübendorf zurück, und verbrachte den damals noch freien Regenerationstag in seiner geliebten Heimat. Die Regeneration bei ihm konzentrierte sich vor allem auf das Jassen im Zelgli. Adi war schon immer ein leidenschaftlicher Jasser und späterer Pokerspieler. Keine Jassrunde in den Trainingslagern ohne Wegge! Der ZSC-Aufstieg 1989 kam ihm sehr gelegen, entsprechend folgte der Transfer ins Hallenstadion. Kloten war kein Thema, da Adi keine Stöcke von Ochsner spielen wollte. Das war seine Bedingung, und das hatte er Jürg Ochsner auch klar mitgeteilt. Er würde nie ohne seine geliebten Montrealstöcke von Albert Müller spielen. Albert rüstete uns Dübendorfer schon sehr früh mit Material aus, und Adi dankte es ihm mit seiner Treue zurück. Auch dann, als er auf der grossen Bühne des Schweizer Eishockeys unterwegs war.

    Genau so war Adi – direkt, ehrlich und loyal zu jeder Zeit. Seine direkte Art war nicht bei allen immer beliebt. Aber ich mochte Adi. Man wusste immer, woran man war, und es ergaben sich sehr interessante Gespräche! Adi war in der Mannschaft ein Leader mit einem grossen Eishockeyverständnis. Er begann schon früh wie ein Trainer zu denken, und tüftelte an Spielzügen und Powerplay-Formationen herum. Adi war kein filigraner Läufer, dafür hatte er ein gutes Auge, hervorragende Hände und für mich die zu dieser Zeit beste Schusstechnik der Schweiz. In meinen Augen war er der erste Schweizer Spieler, der den sogenannten «One timer» in Perfektion beherrschte. Adi war der Gerd Müller des Eishockeys – ein wahrer Knipser! Legendär sind seine Tore beim EHCD, SCB und ZSC. Und vor allem natürlich der Penalty 1992 gegen das Grande Lugano, als wir die Viertelfinalserie als krasser Underdog sensationell gewinnen konnten.

    Nach der Aktivzeit fanden sich alle oben erwähnten und älteren Jahrgänge des EHCD bei den Senioren wieder zusammen. Wir erzählten von den alten Zeiten, jassten, und auch das Biertrinken war offiziell wieder erlaubt.

    Adi verlässt uns leider viel zu früh. Er wird uns mit seiner direkten und besonderen Art fehlen. Sei es als Mensch oder als ehemaliger Teamkolleg. Ruhe in Frieden, Wegge!»

    Die ganze Organisation der ZSC Lions drückt ihr herzliches Beileid aus und wünscht den Angehörigen viel Kraft.

    🦁

    wie ist das denn in der nhl.... haben die spieler auch berater, oder regelt die spielergewerkschaft alles relevante?

    NHLPA regelt alles was mit dem Collective Bargaining Agreement (Gesamtarbeitsvertrag) zu tun hat, der Berater regelt den Vertrag des Spielers mit dem Club. Das ganze ist also absolut kein "Sklavenmarkt" sondern eher Sozialismus pur....:mrgreen:

    Wenn es darum geht die Clubtreue zu belohnen und das ist ja der Fall, dann sollte es imo schon einen Unterschied machen, ob da jemand seit Jahren eine SK gekauft hat oder nur gerade in der Saison davor um beim neuen Stadion dann bevorteilt zu werden.

    Warum? Hast Du Angst keine Karte zu bekommen? Denke da muss sich niemand Sorgen machen! Auch das mit den Gruppen (wer sitzt wo) wird sicher gelöst werden, aber jeder wird nicht glücklich sein. Gibt sicher Leute die nicht zufrieden sind!

    Ausser: Wir haben diese Saison 11k Saisonkarten, was ich nicht glaube.

    Das werden sie nicht machen. Sie verdienen mit den Einzeltickets viel mehr Geld, vor allem in den PO's! Also werden sie 2-3'000 Tickets frei lassen. Mit den SK Besitzern verdienen sie in den PO's absolut nichts!

    Was hat das mit Fussball zu tun? Muss unterdessen jeder Fred mit Politik zugemüllt werden? Reicht der total verblödete Corona Fred nicht? Langsam wird es sehr mühsam hier drinnen!:cursing: