Beiträge von Larry

    bin au sinere Meinig: Ziet wänns bald wieder um Sport gaht!
    langed, wänn alles andere voll mit dem Zeugs isch

    Au da: :applaus:

    Bin imene andere Forum, 22'000 Mitglieder, 1.7 Mio Biiträg, und KEIN Corona Fred! Bin de Meinig es brucht i dem Forum kein "Off Topic" Bereich und scho gar kei Politik aber ich bin ja nöd de Chef da....nur mini Meinig. Ich hoffe mir chönd irgendwenn zu Hockey und Sport allgemein zrugg cho. Take care!

    Ich bin Sport- und ZSC-Fan und habe deshalb mein letztes Post gelöscht. Obwohl ich vom Inhalt her überzeugt gewesen bin, ist es mir langsam selbst zu politisch geworden. Dies ist in erster Linie ein Sportforum und ich möchte deshalb Niemandem wegen seiner Meinung zu nahe treten. Ich freue mich in Zukunft wieder über Goalies, Trainer, Sportchefs und Spieler zu debattieren. Bis dahin wünsche ich euch eine hoffentlich gute Zeit und bleibt gesund ;)

    :applaus::applaus::applaus:

    Daher wird bald nicht die Frage sein, ob er will; sondern, ob er muss (verkaufen; oder in Konkurs gehen lassen) ...

    Denke ich auch, er ist aber nicht der einzige. Wie heute in einem grossen Artikel im TA zu lesen ist sieht es beim FCB nicht besser aus. Auch dort wird bereits von einem neuen Besitzer geredet.

    Interview mit Ancillo Canepa

    «Das ist eine weltfremde Erleichterung»

    Die Sorgen des FCZ-Präsidenten haben seit Donnerstag «massiv» zugenommen. Kann bis Ende Jahr nicht mit Zuschauern gespielt werden, überlebe der FCZ die Krise nicht, sagt er.

    Christian Zürcher (TA)
    Im Blick von FCZ-Präsident Ancillo Canepa liegen viele Sorgen.


    Im Blick von FCZ-Präsident Ancillo Canepa liegen viele Sorgen. KEYSTONE

    Vor zwei Wochen sagten sie, dass Sie sich sorgen. Wie geht es Ihnen heute?

    Nicht gut. Überhaupt nicht gut. Die Sorgen haben massiv zugenommen. Wieder sind zwei Wochen vergangen, in denen nichts passiert ist. Am Donnerstag wurde wieder nichts beschlossen, an dem wir uns hätten orientieren können.

    Das heisst?

    Es fehlen die Perspektiven. Wir befinden uns im luftleeren Raum. Wir können nicht planen, haben keine Einnahmen, aber laufende Kosten - es ist ein Rattenschwanz.

    Sie sind nicht der Einzige, dem es so geht.

    Das stimmt. Es geht allen Schweizer Clubs so. Und auch vielen anderen Gewerbetreibenden. Alle sind davon betroffen. Darum sorge ich mich je länger je mehr.

    Der FCZ setzt auf Kurzarbeit


    Mit welchem Szenario rechnen Sie persönlich bis Ende Juni?

    So wie ich die Signale aus Bundesbern interpretiere, ist man offenbar bereit, zuzuwarten, bis die meisten Clubs tatsächlich in unmittelbare Zahlungsunfähigkeit geraten. Dann ist es auch zu spät, die in Bundesbern in Aussicht gestellten Kredite zu beantragen. Was offenbar auch unterschätzt wird: Allein die Swiss Football League generiert eine jährliche Wertschöpfung für andere Branchen und Unternehmen von rund 800 Mio Franken. Damit verbunden sind auch rund 4'000 Arbeitsplätze.

    Es deutet vieles daraufhin, dass man – wenn überhaupt – die Saison ohne Zuschauer zu Ende spielen muss. Wie gross ist der Ausfall für den FCZ bei einem zuschauerlosen Spiel?

    Der Einnahmeausfall ist die eine Seite, die andere die hohen Kosten, die auch bei Geisterspielen anfallen werden. Pro Spiel geht es um einen mittleren sechsstelligen Betrag.

    Zitat
    «Die Familie Canepa hat bereits einmal mehr Zuschüsse und Bürgschaften geleistet. Für uns persönlich ist irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht.»
    Ancillo Canepa

    Bei 13 verbliebenen Spielen fehlen dem FCZ also geschätzte fünf Millionen Franken. Kann das der Club verkraften?

    Noch dramatischer wird die Situation, wenn wir wie von Bundesbern angekündigt, bis Ende Jahr ohne Zuschauer spielen müssten. Kein Club kann ein solches Szenario verkraften.

    Wer sagt, dass bis Ende Jahr ohne Zuschauer gespielt wird?

    So deute ich die Aussagen von Bundesrat Alain Berset vom Donnerstag.

    Angenommen, es darf erst Ende 2020 mit Zuschauern gespielt werden. Was bedeutet das für den FCZ?

    Aus heutiger Sicht und ausgehend von den aktuellen Rahmenbedingungen ist das ein Worst Case-Szenario, das wir und viele andere Clubs nicht überleben würden. Fehlende Umsätze, auch in den Bereichen Werbung und Sponsoring, führen zu massiven Verlusten, dadurch wird das Eigenkapital aufgebraucht. Das heisst, es droht Überschuldung und Illiquidität. Erschwerend kommt hinzu, dass wir die ersten waren, die den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Und wahrscheinlich die letzten sein werden, die wieder auf Normalbetrieb umschalten dürfen.

    Ab wann wird die Situation für den FCZ existenziell bedrohlich?

    Das will ich im Moment nicht kommentieren.

    Es wird ihnen Ende Saison viel Geld fehlen. Wer kommt für eine Kapitalerhöhung auf, um eine Überschuldung zu vermeiden?

    Wenn ich das wüsste. Aus meiner Sicht nicht diejenigen, die diese Situation nicht verursacht haben. Die Familie Canepa hat bereits einmal mehr Zuschüsse und Bürgschaften geleistet. Aber für uns persönlich ist irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht.

    Der Bund wird kaum ihre Verluste decken. Er hat aber beschlossen, dass Firmen nicht Konkurs anmelden müssen, sofern sie Ende 2019 finanziell gesund waren. Hilft das Ihnen?

    Das ist eine weltfremde Erleichterung, denn eine zweite Bedingung ist, dass die Überschuldung bis zum 31. Dezember 2020 wieder behoben werden kann. Ich frage mich, wie man ohne erfolgswirksame Erträge eine solche Überschuldung bis Ende Jahr beheben soll. Mit den bereits vorher erwähnten in Aussicht gestellten Bundesdarlehen gelingt das auf jeden Fall nicht, da es sich um Fremdkapital handelt.

    Wenn Sie bestimmen könnten: Wie sähe Ihre Lösung für den Schweizer Fussball aus, um aus dem Lockdown zu kommen?

    Im Idealfall setzen wir die Meisterschaft anfangs Juni zumindest mit Geisterspielen fort, das heisst wir würden Mitte Mai wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Und was die neue Saison betrifft hoffe ich, dass wir wieder vor Zuschauern spielen können. Aus heutiger Sicht würden wir Mitte August/Anfangs September die neue Saison starten

    -------------------------------------------------------

    Mein Senf: Zum wiederholten mal macht Canepa klar das er nicht mehr Geld investieren wird. Auch im FCZ Forum dämmert es vielen das die Zukunft mit Canepa trist aussieht, ein dümpeln im Mittelfeld im besten Fall. Abstieg hatten wir ja schon. Und GC stirbt halt auch nicht, im Gegenteil. Falls er den FCZ verkauft dürfte wie bei GC ein Ausländer übernehmen.

    Das war zu jenen Zeiten ein fixer Termin vor der Saison. Gegen Ende war der Eintritt gratis und der Schluefweg ausverkauft! Nicht selten konnte der ZSC dem damals "grossen" EHC ein Bein stellen und die ZSC Fans träumten wieder einmal von einer super Saison.....

    Endlich wissen alle, was Sache sein soll

    Am Ende der Saison 2020/21 kann der Meister der Swiss League ohne Ligaqualifikation in die National League aufsteigen – wenn alle zustimmen.

    Roland Jauch (TA)


    0lfkBdWrKVP9JWBXaw6idj.jpg


    Klotens Goalie Dominic Nyffeler: Langer Anlauf auf die nächste Saison – und den Aufstieg? Foto: Freshfocus

    Der Wunsch ist: Es soll alles geheim bleiben. Und wie fast immer im Schweizer Eishockey ist das Gegenteil der Fall. Auch über den Inhalt der Telefonkonferenz der National League vor mehr als einer Woche wurde der Mantel des Schweigens nicht ausgebreitet. Kaum war sie abgeschlossen, wusste die Öffentlichkeit davon.

    Von den Plänen, dass es aus Gründen der Kostenkontrolle nach den schweren Coronavirus-Zeiten keinen Absteiger geben soll. Dass die Clubs am Tabellenende nicht Geld für Trainerwechsel und Ausländer-Tausch investieren, das sie vielleicht gar nicht mehr haben. Da die Clubs ja selber nicht auf die Idee kommen, ihr Budget einzuhalten, muss es ihnen von aussen mit auf den Weg gegeben werden.


    Und seit gestern weiss jetzt also auch die zweithöchste Liga, die Swiss League, offiziell Bescheid über die Absichten. An einer Telefonkonferenz wurden sie orientiert. In der Saison 2020/21 soll es keinen Absteiger aus der National League geben, ein Aufstieg aus der Swiss League ist als Meister möglich. Die Saison 2021/22 würde dann mit 13 Teams gespielt. Dass die Ligaqualifikation wegfällt, ist für einen aufstiegswilligen Club wie zum Beispiel Kloten eine Erleichterung. Das Playoff erhält eine sehr grosse Bedeutung.

    Aufstockung auf 14?

    Die Pläne der Swiss League eine Stufe tiefer gehen in die gleiche Richtung. Es soll keinen Absteiger geben, aber einen Aufsteiger aus der MySports League.

    Die Diskussionen drehen sich nicht nur um die nächste Spielzeit, sondern es gibt ja auch gute Gründe, ein bisschen weiter zu schauen. Ob zum Beispiel am Ende der Saison 2021/22 die National League wieder auf 12 Teams reduziert oder aber gar mit einem weiteren Aufsteiger aus der Swiss League auf 14 aufgestockt wird, ist dabei eine wichtige Weichenstellung. Wenn alles nach Plan läuft, wird über all die Themen Mitte Juni an einer Ligaversammlung abgestimmt.

    Klotener Start verschoben

    Nach Plan gelaufen ist ja in diesem Frühjahr eigentlich gar nichts. Kloten, der Sieger der Qualifikation in der Swiss League, hatte für Montag (21. April) seinen Trainingsstart geplant. Der musste erneut verschoben werden, die Spieler arbeiten weiterhin nur individuell. Gemeinsames Training ist explizit verboten. Immerhin medizinische Tests sollten dann ab 27. April möglich sein. Der Sommerplan wird wöchentlich angepasst. Vorgesehen ist nach dem Sommertrainings-Block eine Ferienpause, Ende Juli würde man wie vorgesehen aufs Eis gehen.

    Wenn das Teamtraining allerdings noch länger nicht möglich ist? Kloten hat ein Szenario für den schlimmsten Fall aufgestellt. In dem fällt das erste gemeinsame Training mit dem ersten Tag auf dem Eis zusammen, also auf Ende Juli. Vorerst leisten die Kloten-Mitarbeiter weiterhin Kurzarbeit, die Geschäftsstelle bleibt geschlossen

    Es ist die Frage, die die Absurdität mancher Notmassnahme offenbart: Wollt ihr denn ewig leben?

    Die Medien überdrehen. Die Politik masst sich alles an. Die Intellektuellen stimmen in den Mainstream ein. Auf der Strecke bleiben die realistischen Gegenstimmen im Angesicht der Corona-Pandemie.

    Georges Bindschedler (NZZ) Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    «Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren», hat Benjamin Franklin gesagt. Zu welchem Preis erkaufen wir uns die vermeintliche Sicherheit vor der Seuche?


    Wollt ihr denn ewig leben? Diese Frage stellte Friedrich der Grosse im Jahre 1757 seinen Soldaten in der Schlacht von Kolin, als sie vor dem Feind wichen. Man ist geneigt, sich dieselbe Frage erneut zu stellen angesichts des diskutablen Verhältnisses zwischen Corona-Kranken und -Verstorbenen einerseits und der Gesamtbevölkerung sowie der Anzahl von an üblichen Krankheiten Leidenden anderseits. Manches scheint hier – buchstäblich – ver-rückt zu sein. Aber auch die Kollateralschäden der Seuchenbekämpfung mit ihrer mutwilligen Inkaufnahme der Zerstörung der Wirtschaft provozieren dieselbe Frage.

    Der sich selbst verstärkende Medienzirkel

    Die Medien kennen seit Wochen nur ein Thema: das kleine Ding, genannt Coronavirus. Sie treiben die Politik vor sich her. Diese überbietet sich mit primären drastischen Massnahmen und darauffolgenden sekundären Massnahmenpaketen, die die Nebenwirkungen der ersten Massnahmen abmildern sollen. Dies wiederum steigert die Medienberichterstattung zu einem monothematischen Tsunami, denn jetzt gibt es richtig was zu berichten: Man dramatisiert, spekuliert, liefert Betroffenheitsprosa, spricht von Krieg, vergleicht die gegenwärtige Situation mit den mittelalterlichen Pestepidemien.

    Die Krise wird damit wirklich zur Katastrophe, zur Selffulfilling Prophecy. Wer Augenmass bewahrt, gilt wahlweise als Verharmloser der Leugner, und wer differenziert, wird als «terrible simplificateur» hingestellt. Die Tragik des Geschehens muss gefeiert werden. Schiller hat treffend für solche Situationen gedichtet: «Der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.»

    Die Regierungen verordnen immer mehr Einschränkungen der Bewegungs- und Wirtschaftsfreiheit, um die Menschen vor dem Virus in Sicherheit zu bringen. Sicherheit vor der Seuche wird aber erkauft mit wirtschaftlichem Ruin, Armut und Arbeitslosigkeit, führt also zu allem anderen als zu einer sicheren und stabilen Existenz. «Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren», hat Benjamin Franklin geschrieben.

    Die selbstgenerierte Not

    Die drastischen Freiheitsbeschränkungen sind nur mit Notrecht möglich. Notrecht verleiht den Regierungen eine Macht, die ihnen demokratische Prozesse verwehren, weshalb sie es intensiv und über möglichst lange Zeit anwenden wollen.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg galten in der Schweiz einzelne Notrechtsregelungen bis 1952, die nur mit Volksinitiativen aufgehoben werden konnten. In der Zwischenkriegszeit herrschte in der Weimarer Republik in irgendeiner Form praktisch ununterbrochen Notrecht, es mutierte zum Machtmissbrauch mit dem Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten und wurde so zur Normalität mit den uns bekannten verheerenden Folgen. In Abwandlung eines Diktums von Carl Schmitt: Mächtig ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.

    Fragwürdig ist die Legitimation des Notrechts in jedem Fall. Dies gilt umso mehr, je häufiger es angerufen, je schematischer es angewendet wird wie beispielsweise bei den willkürlichen und unterschiedslosen Geschäftsschliessungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Fraglich ist das Notrecht jedoch definitiv dann, wenn es zweckentfremdet wird, wie das jetzt zu geschehen droht. Es wird zur bloss situativ und willkürlich verhängten Unterdrückungsmassnahme.

    Das Notrecht dient kurzfristig allen Politikern, alle wollen die Gunst der Stunde und das Notrecht für ihre Zwecke ausnutzen und missbrauchen: die Gutmenschen, die Bürgerlichen, die Grünen, die Roten. Das Notrecht wird nie wirklich aufgehoben, seine «bewährten» Teile werden ins «ordentliche» Recht übergeführt, und die Regelungsdichte wird erhöht, was dann euphemistisch als Ausstieg aus dem Notrechtsregime bezeichnet wird.

    Der sich selbst überschätzende Mensch

    Dass wir in angeblich guter Gesellschaft mit fast allen Regierungen dieser Welt sind, macht es nicht besser. Dreissig Jahre nach der im Vergleich dazu harmlosen sogenannten Fichenaffäre sind bevölkerungsweite Kontrollmassnahmen absehbar.

    Die Bewegungen der Menschen werden bereits im Auftrag des Staates von Google und den Swisscoms dieser Welt aufgezeichnet und überwacht, elektronische Fuss- beziehungsweise Armfesseln werden eingeführt, Apps, die ja «nur» die Gesundheit überwachen sollen, werden entwickelt und vermutlich bald obligatorisch eingeführt. Ohne Gesundheitsnachweise werden Grenzübergänge in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, polizeiliche Überwachung durch Drohnen wird zum Alltag gehören und schleichend zum modernen totalen Überwachungsstaat führen. Haben wir uns so die Befreiung vom Ancien Régime vorgestellt?

    Die Selbstüberschätzung des Staates beruht auf der Selbstüberschätzung menschlicher Möglichkeiten und also des Menschen. Am finanziellen Turm zu Babel, dessen Bau lange vor der Finanzkrise 2008 begann, mit dieser aber eine gewaltige Steigerung in schwindelerregende Höhen erfuhr und heute mit den Wirtschaftsprogrammen zum Reset der Wirtschaft noch übertroffen wird, wird weitergebaut. Dieser politisch-wirtschaftliche Machbarkeitswahn, der alle Unbilden des Lebens, Seuchen, Rezessionen, das Klima zu beherrschen glaubt, ist mehr als fragwürdig, hat es der «allmächtige» Staat doch nicht einmal vermocht, frühzeitig auf die lange bekannte Bedrohung durch das Coronavirus zu reagieren.

    Wie reagieren wir in zwei Jahren beim nächsten «unbekannten» Virus? Mit einem weiteren zerstörerischen Lockdown? Was können wir noch tun, wenn die Wirtschaft nicht mehr anspringt?

    Die Zentralbanken sind am Ende ihres Lateins, dem hochverschuldeten Staat wird das Geld ausgehen, denn Steuern fliessen nur, wenn die Wirtschaft produktiv arbeitet. Kommen dann konfiskatorische Massnahmen, verharmlosend Haircuts genannt? Der Staat handelt in Umkehrung von Mephistopheles’ Worten zu Faust so, dass er stets das Gute will und das Böse schafft.

    «Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.» Dieser bereits ein wenig abgegriffene Satz Hölderlins mag uns daran erinnern, dass Einsicht in das wirklich Rettende möglich ist, sofern unbequeme und kritische Fragen gestellt und aus Bequemlichkeit nicht einfach ausgeblendet werden.

    Akzeptieren wir, dass der Mensch sterblich ist, ein langes Leben nicht per se Ziel sein kann, dass Wohlstand auf produktiver Arbeit – und nicht auf das Leben erstickender Bürokratie – beruht, dass auf sieben fette auch sieben magere Jahre folgen können und Letztere die Chance zur Erneuerung bedeuten, dass dem politischen Handeln Grenzen gesetzt sein müssen, da es sonst zum Machtmissbrauch und zum Crash führt.

    Befreien wir uns aus der globalen scheinbar alternativlosen Gedankenblase. Stören wir den globalen Mainstream. Verhelfen wir einem erfahrungsgesättigten Realitätssinn zum Durchbruch, um unser Leben wieder in Freiheit zu gestalten. Nicht nur das Virus, auch die virale Zerrüttung der «forma mentis» kann nicht früh genug bekämpft werden.

    Georges Bindschedler ist promovierter Jurist, Verwaltungsratspräsident der SMH Verlag AG, die den «Schweizer Monat» herausgibt, und Unternehmer in Bern.



    Bin bei Roli. Der Entscheid des BR ist mutlos, es wird zuviel auf die Mediziner gehört. Die Wirtschaft wird an die Wand gefahren. Die Beizer, jeder der selber einen kennt weiss wovon ich spreche, leben schon vor Corona von der Hand in den Mund, mit 16 Stunden Tag. Denke hier lupft es sehr viele und die Rechnung bezahlt am Schluss der Steuerzahler: Sozialhilfe, massiv weniger Steuer Einnahmen und ev. sogar eine Sondersteuer wie es sie schon mal gab (Wehrsteuer) die man dann nie mehr abschafft (heisst heute direkte Bundessteuer!) siehe auch D, die bezahlen immer noch Aufbau Ost!

    Kein Entscheid zu Restaurants

    Noch keine Entscheide seien zu den Restaurants gefallen, sagt Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Die Verbände könnten Konzepte für eine etappenweise Öffnung der Restaurants vorlegen. «Dem Bundesrat ist bewusst, dass weitere Etappen folgen sollen.» In den ersten beiden Etappen ist noch keine Öffnung vorgesehen.

    Schade! Ist das was ich am meisten vermisse!

    also, am 8. juni beginnt das leben wieder. d‘spünte gönd uf! :suff:


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Wer sagt das?

    Über weitere Etappen hat der Bundesrat noch keine Beschlüsse gefasst. Insbesondere äussert er sich nicht zu Lockerungen in der Gastronomie. Ab wann Grossveranstaltungen wieder möglich sein werden, entscheidet er in einer seiner nächsten Sitzungen.

    Am Schluss sind wir dann schlauer. Ich hoffe heute wird der Laden wieder aufgemacht, aber richtig! Restaurants können nicht bis im Sommer warten, dann sind alle Konkurs! Für Sportveranstaltungen sehe ich aber weiterhin schwarz.

    Höchste Todesrate in 24 Stunden

    Im Gegensatz zu seinen skandinavischen Nachbar hat Schweden auf einen vollständigen Lockdown verzichtet. Man darf im Land weiter in Restaurants und Cafés gehen, Schulen und Kindergärten sind ebenfalls nach wie vor offen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt. Mittlerweile verzeichnet das Land aber über 1200 Todesfälle wegen des Coronavirus, allein in den letzten 24 Stunden starben 170 Menschen, was einer Rekordzahl entspricht. Schweden liegt damit deutlich über den Zahlen seiner Nachbarn. Norwegen zählt 150 Tote, Finnland 72 und Dänemark 309.

    Anders Wallensten, der stellvertretende Chefepidemiologe, sagte laut «Guardian», dass die Zahl der neuen Covid-19-Fälle jedoch allmählich abnehme und er «vorsichtig zuversichtlich» sei, dass Schweden sich dem Höhepunkt nähere.

    Schwedens Regierung appellierte bei den Bürgern an Eigenverantwortung. Gerade an Schulen und in Kinderkrippen wurde deswegen Kritik laut. Betroffene Familien und Schulmitarbeiter haben offene Briefe verfasst, in denen die Politik der Regierung als «inakzeptabel» beschrieben wird. Man würde das «Leben von Kindern, Verwandten und Mitarbeiter gefährden», hiess es.

    War immer für mehr Ausländer, denke das ist jetzt reif. Kein Absteiger wird wohl auch kommen, finde die Regel wie im Fussball (sicher rauf aber auch runter) aber besser.

    Selbstständige in Existenznot

    Wer rettet Frau Frigo?

    Tausenden Selbstständigen droht die Pleite. Eine Kosmetikerin, ein Musiker und ein Drechsler fragen sich: Warum kommen die Kleinen als Letzte dran?

    Kevin Brühlmann (TA)

    Yvonne Frigo bläst Luft in den Telefonhörer und sagt: «Es sieht traurig aus. In einem Monat kann ich Konkurs anmelden.»

    Yvonne Frigo, 50 Jahre alt, führt ein kleines Kosmetikstudio in Wallisellen. Vor 20 Jahren machte sie sich selbstständig; das passt zu ihr, sie klingt wie eine Frau mit unzerstörbarer Zuversicht. «Ich verstelle mich nicht», sagt sie. «Bei mir wird viel gelacht. Das schätzen die Leute. Diejenigen, die lieber mit einem sauren Stein im Studio sitzen, kommen irgendwann nicht mehr.»

    Nach dem Bezahlen der Miete, der Kosmetikprodukte und so fort bleiben ihr 4500 Franken pro Monat als Lohn. Etwas Geld auf die Seite zu legen, liegt nur selten drin.

    Vor vier Wochen musste Yvonne Frigo ihr Studio auf Anordnung des Bundesrats schliessen. Deshalb erhält sie eine Entschädigung vom Bund, 3500 Franken. «Das reicht nicht mal, um die Fixkosten zu decken», sagt die Kosmetikerin. So lebe sie zurzeit vom Ersparten, aber das sei auch bald weg.

    «Als Kleine kann ich ja nicht zum Bundesrat gehen und sagen: ‹Studieren Sie mal.›»

    Yvonne Frigo, Kosmetikerin
    Yvonne Frigo ärgert sich: «Die machen mir den Laden zu, den Vermietern aber reden sie nicht drein. Sie verlangen nach wie vor Miete. Dafür muss ich einen Kredit beantragen, den ich über Jahre abstottern soll. Ein Leben am Existenzminimum nur für die Miete. Das geht mir brutal gegen den Strich. Aber als Kleine», auf ihre Stimme legt sich ein Schatten, «kann ich ja nicht zum Bundesrat gehen und sagen: ‹Studieren Sie mal.›»

    Und nein, sagt Yvonne Frigo zum Abschied, sie brauche den Bericht vor der Veröffentlichung nicht zu lesen, schlimmer könne es sowieso nicht mehr kommen.

    Spargeln stechen?
    Nahe am Abgrund – so wie Frau Frigo ergeht es Tausenden Selbstständigen. Allein in Zürich gibt es 65’000.

    Als der Bundesrat den Unternehmen Mitte März finanzielle Hilfe versprach, war das, als würde er eine Babuschka öffnen. Zuerst kam die grösste Figur an die Reihe. Dann die zweitgrösste – und so weiter. Bei der kleinsten Figur ist der Bundesrat noch immer nicht angekommen. Erwartet wurde, dass er am 8. April ein Programm für Selbstständige vorlegen würde. Es kam nichts.

    «Es ist schade, dass die Leute, die eh wenig haben, als letzte drankommen», sagt Simon Gasser; Künstlername «Konfus», wegen seiner Vorliebe für – je nach Geschmack – überraschende oder verwirrende Stilmixe. Er sagt: «Es sieht düster aus bei mir.»


    In seiner Wohnung in Zürich hat sich Simon Gasser ein Tonstudio eingerichtet. Er produziert Musik, sehr gern und für wenig Geld, und er macht den Ton für Werbefilme, auch gern und für mehr Geld. Selbstständig ist er seit sechs Jahren. In dieser Zeit hat er sich selber zu einem Soundingenieur ausgebildet.

    «Für einen Film musste ich das Kratzen von Schlittschuhen auf dem Eis vertonen», sagt Simon Gasser. «Also habe ich eine Schüssel mit Wasser eingefroren und fuhr mit einem Messer drüber. Es klang super.»

    Jetzt – das Virus. Eigentlich würde er nun an ein paar gut bezahlten Aufträgen arbeiten, sagt Simon Gasser, doch alle seien gestrichen worden, ausnahmslos. Nun steht der Soundingenieur vor dem Nichts. Da er theoretisch arbeiten darf, erhält er auch keine Entschädigung vom Bund oder vom Kanton.

    «Ich habe fast keine Reserven», sagt Simon Gasser. «Wenn ich ganz sparsam lebe, bleibt mir vielleicht noch ein Monat. Ich frage mich, ob ich mich zum Spargelstechen anmelden soll.»

    «Es darf keinen einzigen Konkurs geben»
    Der Bundesrat versprach: «Niemand wird allein gelassen.» Die Zürcher Regierung versprach: «Wir wollen für euch schauen.» Eine Frage bleibt aber unbeantwortet: Wer rettet Herrn Gasser und Frau Frigo?

    «Ich bin enttäuscht, dass der Bundesrat noch immer keine Hilfe für Selbstständige bietet, die zwar nicht schliessen mussten, aber stark von der Krise betroffen sind», sagt Werner Scherrer, in seiner Stimme hat sich Druck angestaut. Scherrer ist Präsident des Zürcher Gewerbeverbands und führt selbst ein kleines Messer-Geschäft in Bülach. Den Laden musste er zumachen, der Umsatz ist eingebrochen.

    «Die Selbstständigen haben keinen Mist gebaut, sie sind unverschuldet in diese Situation geraten. Jetzt muss man die Giesskanne in die Hand nehmen und das Feuer löschen.»

    Werner Scherrer, Messerschmied und Präsident des Zürcher Gewerbeverbands
    Besonders wegen Menschen wie Soundingenieur Simon Gasser (oder Physiotherapeuten und Fotografinnen) hofft Werner Scherrer nun auf den Kanton. Zürichs Regierung habe den Gemeinden zwar 15 Millionen Franken für Nothilfen bei Selbstständigen versprochen, doch dieses Geld sei bloss ein Tropfen auf den heissen Stein.

    «Die Selbstständigen haben keinen Mist gebaut, sie sind unverschuldet in diese Situation geraten. Jetzt muss man die Giesskanne in die Hand nehmen und das Feuer löschen. Es darf», Scherrers Stimme klingt jetzt noch druckvoller, «keinen einzigen Konkurs wegen des Virus geben.»

    Gehen Selbstständige in Konkurs, sind sie nicht abgesichert, sie haben keine Arbeitslosenversicherung. Also landen sie bei der Sozialhilfe.

    Das Sozialamt der Stadt Zürich meldet: Seit Mitte März haben deutlich mehr Menschen Sozialhilfe beantragt. An einzelnen Tagen waren es dreimal so viele wie vor dem Lockdown. Ende März, so das Amt, habe die Stadt eine Nothilfe für Kleinstbetriebe eingerichtet, eine einmalige Pauschale von 2500 Franken. Seither haben sich die Anträge auf Sozialhilfe auf einem etwas höheren Level als üblich «nivelliert». Auch andere Gemeinden bieten Nothilfe an. Allerdings, Werner Scherrer hat es angesprochen, steht dafür wenig Geld zu Verfügung.

    Der Mikrokosmos
    «Mit einem Chlapf ist alles zusammengebrochen, ich habe keine Aufträge mehr», sagt Andreas Gerig. Durchs Telefon hört man einen Menschenfreund, der seine Worte sorgfältig im Kopf sortiert, bevor er sie ausspricht. Gerig ist Drechsler, seine Werkstatt steht in Urdorf, und seine Ware verkauft der 62-Jährige in einem kleinen Laden in Zürich: Stühle, Schalen, Spezialanfertigungen für Schreinereien. Der Laden musste schliessen, und der Drechsler geriet in eine prekäre Lage.


    «Ich entwerfe die Produkte selbst, jedes sieht anders aus», erzählt Andreas Gerig. «Wenn man ein Stück in die Hand nimmt und es genau betrachtet, entfacht sich ein Feuer im Kopf. Mit einem Foto im Internet passiert das kaum.»

    Nun muss Andreas Gerig seine Reserven anzapfen. Er hofft, dass er ab Anfang Mai wieder Aufträge erhält, dann, so rechnet er vor, würde es ihm haarscharf bis zum Weihnachtsverkauf reichen.

    «Von der Politik wünsche ich mir», sagt Andreas Gerig, er stockt, überlegt und beginnt dann neu: «Zürich ist ein Mikrokosmos. Hunderte Kleinstbetriebe, darunter meiner, sorgen für ein stabiles System. Das Gegenteil wäre eine einzige, riesige Warenhauskette. Doch je mehr Arten, desto stabiler das System. Ich hoffe, die Politik erkennt das.»