Beiträge von Larry

    Bin zufrieden wie es läuft. Jetzt muss man nicht in Topform sein. Roe fehlt, Krüger und Blindi sind während dem Spiel ausgefallen aber das Team kämpfte sich zum Sieg. Wir werden Top 4 sein nach der Quali, da bin ich mir sicher. Wen man langsam aber sicher zu den Titelfavoriten zählen muss ist Servette, und wenn wir den Pot nicht holen würde mir das sehr gefallen! Im Hinterkopf habe ich aber die Idee das Servette im Halbfinale Zug aus dem Weg räumt. :mrgreen:

    Na ja Daffos ist eine Top-4 Mannschaft und wir spielen Auswärts. Über den scheinbar verschlafenen Start kann man diskutieren, aber dort oben kann man durchaus verlieren. Für mich kommt im Moment viel zuviel Kritik! Gehe jetzt NHL schauen. PS: Die Panthers Fans sind nicht besser.....auch dort Nörgelforum! :razz:

    Wo, bitte schön, ist die Inspiration?

    Das Eishockey ist im Fluss wie noch nie. So viel sich aber verändert, eines ist gleich geblieben: der Schlüssel, um zu gewinnen.

    Kent Ruhnke (TA)

    Ich dachte, ich würde am Sonntagnachmittag im Hallenstadion zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug einen Vorgeschmack auf den nächsten Schweizer Playoff-Final erhalten. Die zwei besten Teams, zumindest bis jetzt in dieser Saison, würden um die Vorherrschaft in der Liga ringen und um einen leichten psychologischen Vorteil im Hinblick aufs Playoff. Und was bekamen wir? Servette als neuen Leader.

    Das Eishockey befindet sich im Fluss wie nie zuvor. Man kann die alten Weisheiten aus dem Fenster werfen. Aber wo steuert der Sport hin? Er wurde ziemlich durchgeschüttelt von den Enthüllungen über den verbalen und tätlichen Missbrauch von Coaches. Vor allem in Nordamerika. Und die «National Post» aus Toronto veröffentlichte jüngst einen Artikel darüber, dass das Eishockey langsam am Aussterben sei: zu teuer, zu gewalttätig, zu wenig attraktiv für die «neuen» Kanadier, die Basketball bevorzugen, zu wenig offen dafür, ein neues Publikum zu erschliessen.

    Und wer hätte gedacht, dass einmal ein Schweizer nicht nur der Topskorer seines NHL-Teams sei, sondern auch als sein physischer Leader bezeichnet werden würde wie Roman Josi in Nashville. Und das zu Recht. Ich hatte grossen Spass dabei, am 1. Januar die Winter Classic zwischen Nashville und Dallas zu schauen. Das Freiluftspiel vor 85000 Zuschauern war wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, so körperbetont wurde gespielt. Aber eine solche Härte könnte kein Team über 82 Spiele ertragen. Die Spieler müssten vorher hospitalisiert werden.

    Ich fragte: Was ist anders heute? «Die Coaches sind besser!», sagten meine Ex-Spieler.

    Zurück ins Hallenstadion, wo ich am Sonntag dem «Oldies Day» beiwohnte, dem alljährlichen Treffen ehemaliger Spieler und Funktionäre. Einige Clubs pflegen ihre Geschichte besser als andere. Der langjährige Club-21-Präsident Ernst Meier rief diese schöne Tradition ins Leben. Da waren wir also, Ex-ZSC-Spieler aus sechs Jahrzehnten versammelt, und schwärmten von vergangenen Zeiten. Ein nostalgischer «Oldie» sagte zu mir: «Kürzlich schaute ich unser Teamfoto von damals an. Nur noch drei von uns sind übrig geblieben.»

    Ich traf zwei Generationen von Spielern, die ich in Zürich gecoacht hatte. Roger Geiger, Tommy Hurcik, Andy Trümpler und Migi Leemann aus den 80er-Jahren. Claudio Micheli, Martin Kout, Edgar Salis und Mathias Seger von Anfang 2000. Die erste Generation half, das Fundament zu legen für die Profis späterer Tage, welche die Lions dann in die moderne Eishockeywelt führten.

    Ich fragte die früheren Amateure, wie sich das Eishockey mit den Jahren verändert habe. Natürlich bekam ich prompt die Antwort: «Die Coaches sind besser heute!» Ach, ich hätte es ahnen müssen. Ich lachte mit, und dann sagten sie auch noch: «Es ist eine andere Sportart heute.» Paradoxerweise sagten die Profis, der Sport sei zu professionell geworden. Es bleibe kaum mehr Raum für Spass, und der Teamgeist sei nicht mehr so gut wie früher. Und so athletisch das Eishockey heute sei, es sei nicht unbedingt besser geworden.

    30 Jahre nach dem Mauerfall sind die diversen Eishockeykulturen immer noch klar ersichtlich.

    Im Hallenstadion sah ich am Sonntag die moderne Version des Spiels, das wir alle so lieben. Die beiden beflissenen, gelehrten skandinavischen Coaches spielten Schach auf Eis und versuchten, die Schwächen des anderen aufzudecken und jedes Detail zu ihrem Vorteil zu nutzen. Die Zürcher machten einen nervösen Eindruck, und ihre Passqualität war miserabel. Die Zuger waren lange aktiver, verschafften sich mit ihrem Forechecking das Momentum. Bis sie damit aufhörten.

    Im ersten Drittel war der EVZ klar besser. Das zweite spielte sich mehrheitlich in der neutralen Zone ab (was die meisten Coaches bevorzugen) und war technisch gut, aber ohne Esprit. Im dritten fanden die Zürcher endlich ihr berüchtigtes Powerspiel, das sie in ihren erfolgreichen Jahren ausgezeichnet hatte. Sie hätten den Sieg verdient. Doch sie begannen eben ein bisschen zu spät. Für ein Spiel, in dem es um die Leaderposition ging, war dieser Spitzenkampf für mich ziemlich enttäuschend.

    Es wird ja oft gesagt, man könne jemanden aus seiner Kultur herausreissen, aber die Kultur nicht aus ihm. 30 Jahre nach dem Mauerfall sind die diversen Eishockeykulturen immer noch klar ersichtlich. Die Skandinavier spielen kühles, kalkuliertes Eishockey. Die Russen stehen für beseeltes Offensivspiel, aber sie geraten in Probleme, wenn die Teamdefensive gefragt ist (wie nun wieder im Final der Junioren-WM gegen Kanada zu sehen war). Und die Kanadier finden immer noch meist irgendwie einen Weg zum Sieg (dito). Je kräftiger, schneller und athletischer die Spieler werden, desto taktisch anspruchsvoller wird der Job für die Coaches.

    Als ich meine früheren Spieler fragte, wieso es die Schweizer Clubteams immer noch nicht schafften, die besten Europas zu schlagen, wie wir in der Champions League wieder sahen, war die Antwort einhellig: «Es liegt an der fehlenden Konkurrenz. Es ist zu einfach, nach oben zu kommen.» Das stimmt wohl. Und was sich, bei allem Wandel, auch nicht verändert hat: Inspiration und Freude sind der Schlüssel. Da müssen die ZSC Lions und der EV Zug noch zulegen, wenn sie im Frühling um den Titel spielen wollen.

    Die Russen (wieder mal) sehr undiszipliniert (Strafen!) und am Schluss frustriert (wie so oft gegen Kanada). Spiel hätte auf beide Seiten kippen können. Ein Final halt, einer muss verlieren. Kanada mit seiner üblichen "never give up" Mentalität. Habe nur teilweise geschaut, zwischen Football und Hockey gezappt.

    Die Eagles und ihre verletzten QB's, eine unendliche Geschichte! Unterdessen haben die Cats in PIT gewonnen (wieder mal mit Malgin) und sind zurück auf einem PO Platz! :cool: Am DI wieder Live im Stadion bevor es am WE wieder ab vor die Kiste geht!

    Während sich Daffos am eigenen Grümpi geschont hat :rofl: hat Ambri alles gegeben und wurde "Sieger der Herzen". Was das Wert ist zeigt sich nun: Die ersten drei Spiele nach dem Grümpi verloren und die PO's rücken in die Ferne. Ob sie dies nochmals so machen würden? :nixwiss:

    Schlegel bei Lugano wieder nur Ersatz....

    Ohne Roe und Noreau einen Punkt gegen Zug geholt. Bin zufrieden. Wer wissen möchte wie Krise geht: Biel hat heute das 10. Spiel in Folge verloren, Wettbewerbsübergreifend. Die waren mal auf Platz 1! Wir sind auf 4 mit 7 Punkten auf den 5. Passt!

    Die kleine Rolle für den grossen NHL-Traum

    Gaëtan Haas entschied den Playoff-Final für den SC Bern, ging als Niemand nach Edmonton und erkämpfte sich einen NHL-Platz.

    Reto Kirchhofer (TA)

    Mit 27 Jahren musste Gaëtan Haas bei null beginnen. Er sagt: «In der Schweiz kennen mich viele. In Nordamerika kannte mich keine Sau.»

    Der Seeländer hatte vieles, was sich ein Eishockeyprofi wünscht: einen bestens dotierten Vertrag, viel Eiszeit und Vertrauen beim SC Bern, eine Mannschaft mit Meisterambitionen, Freundin und Kollegen in nächster Nähe.

    Was er ebenfalls hatte: den Traum, NHL-Spieler zu werden. Und so entstieg er im vergangenen August dem gemachten Nest, zog als ungedrafteter Spieler nach Edmonton. «Dort hatte niemand auf mich gewartet», sagt Haas. Er fühlte sich an seine Juniorenzeiten erinnert, musste sich «von Neuem beweisen». Mittlerweile steht Haas bei 36 NHL-Partien für die Edmonton Oilers. «Ich habe die Chance gepackt, das macht mich stolz. Es war ein grosser Schritt.» Einer, den ihm in der Schweiz längst nicht alle zugetraut hatten.

    Als Youngster war Haas in Biel ein Spieler mit viel Talent und wenig Biss. Bis ihn Kevin Schläpfer aus der Lethargie weckte, ins Fanionteam holte und Haas spüren liess, dass Talent allein nicht mehr genügen würde. Der Center wuchs an der Aufgabe. Sein Steigerungslauf führte ihn bis ins Schweizer WM-Kader. Danach fühlte sich Haas bereit, bei einem Topclub Verantwortung zu übernehmen. Er, der so tief in der Region Biel verwurzelt ist, wechselte ausgerechnet zum Rivalen SCB. In Bern ersetzte er in spielerischer Hinsicht den zurückgetretenen Martin Plüss, reifte zu einem der besten Schweizer Mittelstürmer. Einmal sagte Haas, halb Scherz, halb Ernst: «Im Herzen bin ich ein Welscher geblieben. Aber ich kann jetzt arbeiten wie ein Deutschschweizer. Ich habe eine gute Mischung.»

    Haas findet seinen Platz und sucht nach dem idealen Spiel

    Im letzten Frühling fehlte Haas den Bernern im Playoff lange Zeit wegen einer Verletzung. Im zweiten Finalspiel gegen Zug kehrte er zurück. Der SCB gewann fortan jede Partie, Haas prägte die Serie mit vier Toren. Im Nationalteam festigte er an der WM in Bratislava seinen Platz in der Mittelachse.

    Dennoch begegneten ihm viele mit Zweifel, als er im Sommer von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machte, für eine Saison in Edmonton unterschrieb. Fast zeitgleich kehrte mit Vincent Praplan ein ähnlicher Spielertyp wie Haas nach einem Jahr Übersee ohne NHL-Einsätze zurück. Haas wie Praplan sind läuferisch starke Techniker, die Raum benötigen, ihre Vorzüge am besten auf den grossen europäischen Eisfeldern einbringen.

    In Nordamerika sind die Rinks kleiner. Und alles fühlte sich für Haas irgendwie noch enger an, als er sich im Vorbereitungscamp mit fast 50 Konkurrenten konfrontiert sah. Hahnenkämpfe, hitzige Trainings, Missgunst: «Es gab gewisse Spannungen», sagt Haas. «Ich war auf mich gestellt, musste bei null beginnen und allen zeigen, dass ich besser bin als andere – und vor allem: gut genug für die NHL.»

    Am 2. Oktober gab er seinen Einstand in der weltbesten Liga. Am 4. November feierte er sein erstes Tor, dazwischen hatte er zwei Spiele in der AHL für Bakersfield bestritten. Seither wurde Haas nicht mehr zurückgestuft. Er hat seinen Platz gefunden – als Center der vierten Linie zwischen Joakim Nygard und Alex Chiasson. Die Suche nach seinem idealen Spiel aber dauert an. Einerseits möchte Haas kreieren, Tore erzielen, wie es seinen Stärken entspricht. Anderseits gilt es für seine Formation, in erster Linie keinen Treffer zu kassieren. Ihr Einfluss ist begrenzt: Sie erhält weniger als 10 Minuten Auslauf pro Partie.

    Mit McDavids Fähigkeiten muss alles wie in Zeitlupe ablaufen

    Wer sich auf diese Weise seinen grossen Traum erfüllen kann, nimmt eine kleine Rolle in Kauf. «Ich bin von einem wichtigen Spieler zu einer kleinen Nummer geworden.» Er habe viel weniger Torchancen, als dies in der Schweiz der Fall gewesen sei. «Trotzdem sind drei erzielte Tore zu wenig. Ich muss produktiver werden.»

    Gesagt, getan. Am Samstagabend reüssierte Haas zum vierten Mal. Ihm gelang beim 4:1-Erfolg in Boston das zwischenzeitliche 1:1. Was ganz nach dem Gusto von Dave Tippett war. Edmontons Coach erwartet, dass die Equipe in der Breite produktiver wird. Zu viel ist von Connor McDavid und Leon Draisaitl abhängig. Es handelt sich um die zwei besten Skorer der Liga.

    Überhaupt: McDavid. Der Kanadier gilt als bester Spieler der Welt, er hat auch Haas beeindruckt. «Er spricht nicht viel. Aber wenn er etwas sagt, hören alle zu», sagt der Schweizer. «Seine Beine, die Hände, dazu das Spielverständnis: Ich stelle mir vor, dass alles um dich herum wie in Zeitlupe abläuft, wenn du McDavids Fähigkeiten hast.»

    Haas selbst hat sich mittlerweile ans «normale» NHL-Tempo gewöhnt – und an den Rhythmus neben dem Eis. Die hohe Kadenz an Partien kam ihm zupass, weil sie dem Gefühl des Einsamseins entgegenwirkte. Bis Mitte Dezember wohnte Haas im Hotel. Nun hat er eine Wohnung bezogen. Seit Weihnachten ist die Freundin bei ihm. «In den letzten Monaten war ich häufig alleine. In dieser Hinsicht hat sich mein Leben total geändert.»

    Dennoch geniesst er die Zeit. Der Vertrag mit den Oilers läuft Ende Saison aus. «Ich gebe mein Bestes. Danach werden wir sehen, ob das gut genug war.»

    Gaëtan Haas weiss: Seine Möglichkeiten sind eingeschränkt, Spuren zu hinterlassen.
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    Haas überrascht, das haben ihm viele (auch ich) nicht zugetraut!

    Ich mag Leute die es versuchen, die ihren Traum leben!

    Zwei Rückkehrer mit Wick und Ortio, ansonsten unser Personal analog gestern Abend. Let's go! ✊

    ZSC Lions ohne Flüeler, Roe (beide verletzt), Noreau (krank), Braun, Brüschweiler (beide GCK Lions).

    Der letzte PO Sieg der Bills bleibt der 30.12.1995 gegen die Dolphins. Der junge QB Allen konnte m.E. am Ende mit dem Druck nicht umgehen. Traue aber den Texans auch nichts weiter zu. War spannend! Jetzt die Pats.