Chalet stand unter massivem Druck, dem sind ja alle nur noch davon gelaufen. Denke der hat alle Register gezogen. Passt schon so.
Beiträge von Larry
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Gut morgen haben wir kein SpielUups! Tja, Panthers Schedule im Kopf!

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Update zu Garrett Roe, der am Samstag nach einem Check gegen seinen Kopf nicht mehr weiterspielen konnte:
Der Stürmer befindet sich auf dem Weg zur Besserung. Ob ein Einsatz bereits am Wochenende möglich ist (Doppelrunde Freitag/Samstag), ist noch offen. (ZSC FB Seite)Er fällt also morgen (ev. länger) aus! Und Scherwey geht straffrei aus! Gut gemacht ihr SIHF Deppen! :roll:
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Falls Roe am Di nicht spielen kann ist das Ganze ein Skandal!
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ZSC Lions: Und wie steht’s mit dem Nachwuchs?
Die Kaderplanung der ZSC Lions schreitet voran. Vor allem in der Abwehr sind noch einige Fragen offen.
Ulrich Pickel (NZZ)
Die Qualifikation nähert sich der Halbzeit, und weil es im Schweizer Eishockey üblich ist, Zukunftsfragen möglichst früh zu regeln, läuft auch bei den ZSC Lions die Personalplanung auf Hochtouren. Demnächst geklärt sein wird die Causa Wick. Roman Wick wird um eine Saison verlängern. «Es ist noch nichts unterschrieben, aber ich hatte kürzlich ein sehr gutes Gespräch mit Sportchef Sven Leuenberger», sagte Wick am Samstag nach dem 1:2 in Bern. Damit bleibt im Sturm nur noch die Frage, was mit Chris Baltisberger passieren wird. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass auch der 28-jährige Flügel bleiben wird. Sein jüngerer Bruder, der Verteidiger Phil Baltisberger, hat unlängst bis 2024 verlängert.
Warten auf Andersson
Komplexer ist die Situation in der Abwehr. Klar ist, dass Dave Sutter Ende Saison nach Freiburg wechseln wird. Seit Rikard Grönborg die Lions trainiert, spielt der 27-Jährige nur noch eine Statistenrolle. Die Konstellation Sutter/Grönborg ist eine jener Geschichten, die irgendwie nicht aufgehen. Noch offen ist, wie es mit Severin Blindenbacher weitergeht. Dasselbe gilt für Tim Berni. Er schielt in Richtung Nordamerika, die ZSC Lions können sich nicht darauf verlassen, dass ihnen der 19-Jährige weiterhin zur Verfügung stehen wird. Offen ist auch die Zukunft des Kanadiers Maxim Noreau. Doch als Ausländer befindet er sich in einem anderen Markt. Bei ihm wird es kaum vor dem Saisonende zu einer Entscheidung kommen.
Weiterhin offen ist die Frage, ob Calle Andersson vom SCB nach Zürich wechseln wird. Er ist ein kompletter Abwehrspieler und mit 25 Jahren im idealen Alter. Es gibt das Gerücht, wonach der Schwede mit Schweizer Lizenz in Bern bleiben soll. Offiziell bestätigt ist das aber nicht.
So ist vorerst erst ein Zuzug bekannt. Derjenige von Johann Morant vom EVZ, der für zwei Jahre nach Zürich wechseln wird. Diese Personalie hat Fragen aufgeworfen. Der Franzose mit Schweizer Lizenz ist eine kontroverse Figur, er fiel wiederholt negativ auf. Bei den Lions etwa ist eine Attacke gegen Cyrill Bühler im Play-off-Final 2012 in Erinnerung, für die der damals beim SCB spielende Hobby-Kickboxer mit 14 Spielsperren belegt wurde. Sie riss den Lions-CEO Peter Zahner zur Aussage hin, Morant habe nur eine Hirnzelle. Der Sportchef Leuenberger aber ist von Morants Qualitäten überzeugt und attestiert ihm eine positive Lernkurve.
Es geht bei Morant nicht nur um den Charakter, sondern auch um sein Alter. Er ist, wie Wick, 33 Jahre alt. Anders als Wick ist Morant kein Ausnahmekönner. Er ist ein meist solider, kräftiger Abwehr-Handwerker. Jemanden wie ihn müssten die ZSC Lions aus dem eigenen Regal ziehen können. Oder nehmen sie es mit der Nachwuchsförderung nicht mehr so ernst, wie sie propagieren?
Leuenberger wehrt sich: «Man kann schon einen Jungen nehmen und ihn ein paar Mal neben Patrick Geering oder Maxim Noreau spielen lassen, das wird auch gut gehen. Es geht aber darum, dass man auf jemanden 50-mal in der Saison zählen kann. Da will man als Sportchef auf der sicheren Seite sein. Ich glaube, man ist kein Lump, wenn man so denkt.»
Leuenberger muss für alle Eventualitäten gewappnet sein. Was passiert, sollte zum Beispiel Berni gehen, Andersson nicht kommen und der 36-jährige Blindenbacher die Karriere beenden? Dann könnten die ZSC Lions um den Routinier Morant plötzlich froh sein. Leuenberger verweist darauf, dass die Entwicklung von jungen Verteidigern Geduld erfordere: «Auch Berni brauchte Zeit. Er kam vor zwei Jahren erstmals ins Team, hatte dann super Play-offs. Letzte Saison aber hatte er eine Baisse und schlechte statistische Werte. Dieses Jahr nun zeigt er starke Aufwärtstendenz.»
Zwei Talente verletzt
Immer wieder gibt es bei der Entwicklung der Talente auch Rückschläge. Gianluca Burger und Axel Andersson sind zwei Beispiele. Beide sind Abwehrspieler der GCK Lions, beide mit Perspektiven. Aber sie fallen aus. Burger, Jahrgang 1999, musste an einer Schulter operiert werden. Er spielte an der letzten U-20-WM und war im Winter 2017/18 schon bei Hans Kossmann im Training. Und Andersson, Jahrgang 1998 und nicht mit Calle Andersson verwandt, leidet an Leistenproblemen. Wie einst Lukas Flüeler und Geering musste er sich von einem Spezialisten in London behandeln lassen. Burger und Andersson sind auf Leuenbergers strategischer Watch-List. «Wir dachten, sie würden einen Schritt nach vorne machen. Aber jetzt ist es ein Rätselraten, wo sie stehen. Sie wurden ein halbes Jahr zurückgeworfen.»
Hinzu kommt, dass es bei den ZSC Lions – wie überall im Leistungssport – nicht nur um den Nachwuchs geht. Nach dem Absturz in der letzten Saison hat die sportliche Rehabilitation erste Priorität. Und es gibt diese Saison auch weniger Verletzte und damit weniger freie Plätze im Kader. Die Jungen kommen dennoch nicht zu kurz. Die Zürcher sind im Durchschnitt eines der jüngsten Teams der Liga. Das wird auch so bleiben.
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Roman Wick: «Das wird meine letzte Saison»
Der ZSC-Flügel spielt noch bis 2021 bei den Zürchern, dann hört er mit 35 auf.
Simon Graf (TA)
Er habe vor einigen Tagen ein gutes Gespräch gehabt mit Sportchef Sven Leuenberger, sagte Roman Wick am Samstag spät nach dem 1:2 in der Postfinance-Arena. Und bestätigte, dass man sich auf einen neuen Vertrag um eine weitere Saison geeinigt habe. Nur die Unterschrift stehe noch aus.
Prüfte er auch andere Optionen? Wick lächelte: «Nein, für mich kam nur der ZSC infrage. Mit dieser Mannschaft macht es extrem Spass.» Fast beiläufig fügte er an: «Ich kann auch offen sagen, dass es meine letzte Saison sein wird.»
«Irgendwann ist es einfach Zeit»
Im Frühjahr 2021 wird Wick 35-jährig sein. Ein Alter, in dem viele noch weiterspielen. Doch er sagt: «Irgendwann ist es einfach Zeit.» Wegen Rückenproblemen verpasste er das Gros der vergangenen Saison. In diesem Winter ist er aber wieder fit, spielt er eine gute Rolle in der ZSC-Offensive und hat in 19 Spielen 10 Punkte gesammelt, obschon er selten im Powerplay spielt.
Wick stiess 2012 von den Kloten Flyers zum Stadtrivalen, als sein Stammclub sparen musste und ihn sich nicht mehr leisten wollte. Es war ein Seitenwechsel mit viel Getöse. Bei den ZSC Lions brauchte Wick kaum Anlaufzeit. Der 1,88 Meter grosse Flügel punktete verlässlich, erzielte dreimal 20 Tore oder mehr und wurde 2014 und 2018 mit den Zürchern Meister. Dazu kommt noch der Titel in der AHL mit den Binghamton Senators. Gerne würde Wick sein Palmarès in seinen letzten beiden Saisons noch weiter anreichern.
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Zu Scherwey ist alles gesagt. Wer eine Kopfverletzung eines Gegenspielers mit voller Absicht in Kauf nimmt, ist einfach nur ein Riesena....loch und gehört weggesperrt.
Hoffen wir, Roe ist bald wieder fit.Wie es scheint gibt es keine Sperre:
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Denke Jalonen hat einerseits das Vertrauen in Schlegel wohl schon etwas verloren, andererseits kennen die Z Spieler eben auch die Schwächen von Schlegel. So wie es aussieht kann er sich gegen Caminada nicht wirklich durchsetzen, ist schon ziemlich der Kritik ausgesetzt. Hier wollten ihn ja einige als Nummer 1 beim Z sehen.....ja wenn man sich als Spitzenclub verabschieden will! Er geht vielleicht in Ambri, Rappi oder Langnau aber sonst reicht es eben nicht!
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Klaus meint: "......und in Bern nach dem gescheiterten «Experiment Schlegel»."
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Wenn du 37 Schüsse aufs Tor hast und nur ein Tor machst war die Qualität der Schüsse halt eher mau. Nächstes Spiel gegen Zug, wäre schön gegen die mal zu gewinnen! Zug, Biel, Genf, Davos - happiges Programm kommt auf uns zu. Hoffe Roe fällt nicht aus, im TV hat es nicht allzu schlimm ausgesehen.
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Ich werde mit meiner Partnerin Sascha nach Arizona oder Schweden ziehen.Arizona im Winter, Schweden im Sommer. Guter Plan!
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Entweder wird es ganz einfach heute oder aber ganz und gar nicht einfach gegen einen SCB der mit dem Rücken zur Wand steht.
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Der ZSC-Künstler Robert Nilsson sagt still Adieu
Der schwedische Stürmer Robert Nilsson erklärt in einem Interview mit einer schwedischen Zeitung de facto seinen Rücktritt. Der begnadete Techniker leidet an den Spätfolgen diverser Hirnerschütterungen.
Nicola Berger (NZZ)
Robert Nilsson war immer ein Mann der leisen Töne in einem lauten Sport. Er liess seine Technik reden, er verzauberte mit seinen Händen, die so schnell waren, dass die Menschen auf der Tribüne entrückt die Augen rieben, weil sie wussten, gerade etwas nicht Alltägliches gesehen zu haben. Nilsson, 34, war ein Eishockey-Künstler mit genialischen Zügen, er schaffte es in die NHL und wurde KHL-Champion. 2013 landete er als De-facto-Ersatz für den nach Davos weitergezogenen Andres Ambühl bei den ZSC Lions – und prägte den Klub auf Anhieb. Er war der Denker und Lenker im Team, ein Hort der Kreativität, dessen Einfälle manchmal sogar die besten Mitspieler überforderten. Der Höhepunkt war der Meistertitel von 2014.
Doch Nilsson blieb ein zerbrechlicher Zauberer, fast die ganze Karriere über machten ihm Hirnerschütterungen zu schaffen. Die Kopfverletzungen waren ein Grund für den Transfer von Nowgorod nach Zürich gewesen – Nilsson sagte vor seinem ersten Einsatz für den ZSC: «Ich wollte nicht mehr deprimiert aus dem Fenster ins Dunkle schauen. Ich wollte glücklich sein.» Nowgorod hatte er vorgeworfen, ihn trotz Beschwerden zu Einsätzen zu zwingen.
In Zürich fand er privates Glück, er baute seine imposante Rotwein-Sammlung aus, doch sportlich verflüchtigte sich seine Fortune: Dein letzter Einsatz datiert vom 21. Januar 2018, seither kämpft er wieder mit den Nachwirkungen einer Hirnerschütterung. Der schwedischen Zeitung «Aftonbladet» sagte er nun: «Ich habe mein Hirn mithilfe eines Spezialisten in Göteborg trainiert, aber es lohnt sich nicht, es nochmals zu versuchen. Das wird definitiv nichts mehr hier in Zürich. Ich werde mit meiner Partnerin Sascha nach Arizona oder Schweden ziehen.»
Der Rücktritt des 34-Jährigen ist keine Überraschung, im ZSC hatte man nicht mehr mit einer Rückkehr des Ausnahmespielers gerechnet – im Budget für die kommende Saison war er nicht mehr eingerechnet. Hätte es Nilsson in dieser Saison auf eine bestimmte Anzahl Partien und Skorerpunkte gebracht: Sein Vertrag wäre per Option bis 2021 automatisch verlängert worden. So aber werden die Parteien die Übereinkunft auflösen, sobald alle Unterschriften eingetroffen sind, wird der ZSC offiziell kommunizieren.
Für Nilsson wird nach seinem unfreiwillig stillen Adieu eine neue Epoche beginnen. Der NZZ hatte er schon im Sommer 2018 gesagt: «Ich will einfach wieder ein normales Leben führen können.»

Tschüss Nilsson, Meisterschütze 2014, machs gut, wo auch immer! Thanks for the memories!
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Im Fussball haben wir fünf Ausländer, im Hockey vier. Im Fussball dürfen die Nachwuchsteams nur bis in die dritthöchste Stufe aufsteigen, im Hockey spielen sie (noch) in der zweithöchsten. Trotzdem bringt der Schweizer Fussball zig Talente heraus die in ganz Europa spielen. Die Nati besteht quasi nur aus Spielern aus dem Ausland. Im Hockey würde weder die Nachwuchsarbeit irgendwie tangiert noch wäre es ein Nachteil wenn die drei Farmteams (endlich!) aus der zweithöchsten Liga verschwinden würden. Einen oder zwei Ausländer mehr würde an der Qualität der Nachwuchsarbeit absolut nichts ändern! Ich denke es kommt früher oder später eh!
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In der DEL hat es mehr Ausländer und trotzdem steht Deutschland in der Weltrangliste vor uns! Argument zieht nicht! Es setzten sich halt nur die besten Junioren durch und so soll es auch sein. Bei uns wird auch keiner aus dem Farmteam geholt der nicht genügt nur weil er dort ist. Der Durchnittslohn in der AHL z.B. beim Farmteam der Panthers ist 150k vor Steuern, sprich es bleibt ihm noch die Hälfte. Um solche Spieler geht es! Wenn ich sehe das einem Dave Sutter der nicht genügt 300k in den Arsch geschoben werde muss ich mir an den Kopf greifen! Just my two cents!
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Die Klubs der National League: mit Karacho auf die nächste Wand
Vor einem Jahr lehnten die Klubs der National League die Aufstockung des Ausländerkontingents von vier auf sechs Spieler ab. Seither dreht sich die Salärspirale unentwegt weiter. Die Frage ist, wie lange noch.
Nicola Berger (NZZ)
Vor exakt einem Jahr kam es an der Versammlung der National League zur Abstimmung über ein während Monaten kontrovers diskutiertes Thema: die Aufstockung des Ausländerkontingents von vier auf sechs Spieler. Das Votum geriet zur Farce; von der Tagung in Solothurn bleibt in Erinnerung, dass sich der Initiant Genf/Servette mit der Episode unsterblich machte, am Ende gegen die eigene Resolution zu stimmen – das Management um Chris McSorley war vom Verwaltungsrat zurückgepfiffen worden.
Über die Reform war deshalb diskutiert worden, weil sich die Salärspirale im Schweizer Eishockey unablässig dreht. Das Problem ist altbekannt: Es gibt zu wenige Spieler für zu viele Kaderplätze. Als logische Konsequenz explodieren die Preise, es ist das simple Gesetz von Angebot und Nachfrage. Die Befürworter der Erhöhung hatten argumentiert, dass eine Erweiterung des Ausländerkontingentes dem Markt die Überhitzung nehmen würde, weil es mehr Alternativen zu den sündhaft teuren Spielern gäbe. Doch die Motion fand keine Mehrheit, die Gegner beriefen sich auf die Juniorenförderung; es herrschte Konsens darüber, dass es das falsche Signal für das Schweizer Eishockey wäre. Am Ende waren im Ja-Lager nur noch der SC Bern, der Lausanne HC und der HC Davos übrig.
Die Causa Andersson
Es ist nicht klar, ob sich an den Kräfteverhältnissen seither etwas geändert hat, sicher aber sind die Probleme geblieben. Im Fall des mit Schweizer Lizenz spielenden schwedischen Verteidigers Calle Andersson vom SC Bern geistert die phänomenale Zahl von 800 000 Franken Jahressalär durch die Medien. Das ist eine irrsinnige Summe, die in der Branche eifrig diskutiert wird. Andersson wird sich zwischen Bern und den ZSC Lions entscheiden, in den nächsten Tagen soll Klarheit herrschen. Interessanterweise sind es Exponenten dieser Klubs, die den Betrag vehement bestreiten. Manager anderer ursprünglich interessierter Vereine bestätigen ihn. Sollte er sich bewahrheiten, würde das eine neue Dimension bedeuten.Andersson ist fraglos ein erstklassiger Verteidiger, seine Verpflichtung würde jedem Kader der Liga gut anstehen. Aber der 25-Jährige ist kein internationaler Star, seine Länderspielerfahrung für Schweden beschränkt sich auf sechs Spiele. Seit der U-18-WM 2012 ist er nie mehr für Titelkämpfe nominiert worden. Es geht nicht darum, Anderssons Meriten kleinzureden, er gehört zu den besten Defensivkräften der Liga. Nur hat man Spieler seines Kalibers bisher nicht in dieser Grössenordnung bezahlt. Er ist nicht das einzige Beispiel: Die Preise steigen unentwegt, quer über alle Positionen und Altersklassen hinweg. Weshalb die Diskussionen aus dem Vorjahr abermals geführt werden, wenn bisher auch nur intern und in Hinterzimmern – und nicht offiziell, etwa an der Nationalligaversammlung von dieser Woche.
Martin Steinegger ist der Sportchef des EHC Biel, eines Klubs, der 2018 Nein stimmte. Wer ihn heute fragt, wie sich der Markt in den 365 Tagen seit der Abstimmung entwickelt hat, erhält zur Antwort: «Gut für die Spieler, schlecht für die Klubs.» Und dann sagt er: «In meiner Wahrnehmung bewegen wir uns in ziemlich hohem Tempo auf eine Wand zu. Vielleicht muss erst ein Verein Konkurs anmelden, bevor ein Umdenken stattfindet.» Bedeutet das, der EHC Biel würde heute anders abstimmen? Steinegger sagt, dazu könne er nichts sagen, man führe interne Gespräche, nur so viel: «Rein persönlich bin ich inzwischen am Punkt, an dem ich sagen muss, dass ich mir eine totale Öffnung vorstellen kann. So wie bis jetzt kann es nicht weitergehen, irgendwann explodiert das Gebilde.»
Lüthis Lobbyismus
Es sind Voten ganz nach dem Gusto von Marc Lüthi, dem Manager des SC Bern, jenem Mann, der vor einem Jahr am fleissigsten für eine Erhöhung auf sechs Ausländer lobbyierte. Er sagt: «Es bringt nichts, jetzt wieder eine öffentliche Diskussion zu führen. Aber das Anliegen ist nicht vom Tisch. Die Lohnentwicklung hat inzwischen komische Ausmasse angenommen.»In diesem Punkt herrscht in der Liga Konsens. Aber in der wilden Titelhatz und der derzeitigen Marktsituation findet sich immer wieder ein Klub, der seine Vorsätze und Schmerzgrenzen vergisst. Wobei es auch erstaunt, wie sehr es gerade jenen Klubs an Mut fehlt, die sich Farmteams zur Ausbildung ihrer Nachwuchsspieler leisten. Die ZSC Lions haben kürzlich die Verpflichtung des Zuger Johann Morant bekanntgegeben, der EV Zug verpflichtete den Langnauer Claudio Cadenau. Beide sind mehr als 30 Jahre alt, bei beiden fragt man sich, ob es für sie tatsächlich keine Alternative aus der eigenen Talentschmiede gäbe. Die beiden Titelkandidaten haben diese Frage mit Nein beantwortet – und damit das Angebot auf dem Transfermarkt weiter verknappt.
Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass Steineggers Vision irgendwann Wirklichkeit wird; dass irgendein Klub die Rechnung für die allgemeinen Transferexzesse bezahlen muss. Die Frage ist nur, wer – und wann.
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