Beiträge von Larry


    Dann soll doch bitte die Vereinsführung den Fans bereits vor dem Spiel mitteilen, dass sie dem ZSC bitte nicht hinterher reisen sollen, da man viel zu wichtig ist für den Cup und man sich nur viel höheren Ziele zuwenden möchte.

    Im Swiss Ice Hockey Cup wollen die Löwen eine bessere Rolle spielen als in den letzten drei Jahren, in denen sie jeweils bereits in der zweiten Runde ausschieden. «Jetzt, wo keine Champions Hockey League stattfindet für uns, rückt der Cup als zweiter Wettbewerb neben der Meisterschaft in den Fokus», so Zahner. Fünf Partien gilt es zu gewinnen – einen schnelleren Weg für einen Titel gibt es nicht.

    So hat es vor der Saison getönt. Tja, schwach was da heute geboten wurde! Aber eben: Da sind wir nicht die ersten!


    https://www.zsclions.ch/news/detail/ne…-die-zsc-lions/

    Heineken, Calanda oder Eichhof..... :kotz: Haldengut kenne ich zuwenig.

    Hoffentlich werden die Fans wirklich befragt.

    Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir sehr wohl auch lokale Anbieter angeschrieben haben. Diese können jedoch die Anforderungen der Bierförderanlage im neuen Stadion nicht erfüllen, entsprechend die dereinst umgesetzten Mengen gar nicht bewältigen. Deshalb kamen am Ende nur die sogenannten Grossen in Frage. Danke für die Kenntnisnahme! (ZSC FB Page)

    Fakt:

    "Das Bier mit dem schlechtesten Ergebnis in unserer Blindverkostung war das alkoholfreie Produkt. Die Teilnehmer der Verkostung bemerkten, dass es ihm an Aroma und Geschmack fehlte; sie wussten zum Zeitpunkt des Tests jedoch nicht, dass ein Bier alkoholfrei sein würde. Andre Euphrasio, Research Analyst, bemerkte: „Es war lustig, zu sehen, wie enttäuscht jeder vom alkoholfreien Bier war. Jeder wusste, dass an diesem Bier etwas anders war, obwohl es niemand erraten konnte.“

    https://de.mintel.com/blog/getraenke…f-dem-biermarkt

    Die traurigste Heimreise des ZSC

    Im Cup-Viertelfinal gastieren die ZSC Lions am Dienstag in Ajoie. Das weckt Erinnerungen an ein schwarzes Kapitel, das doch sein Gutes hatte.

    Simon Graf (TA)

    Sogar der alte Fritz habe Tränen in den Augen gehabt, sagt Peter Meier. So sei es ihm vorgekommen, als er bei Courgenay hochgeblickt habe zu Fritz, dem Soldatendenkmal aus Stein. Der TK-Chef fuhr an jenem 26. März 1988 mit Walter Scheibli, der «Stimme des ZSC», aus Pruntrut zurück nach dem verpassten Aufstieg. Die Stimmung im Auto war gedrückt. Die Zürcher hatten in einem aufwühlenden Spiel gegen Ajoie 4:5 in der Verlängerung und die Serie mit 1:3 verloren.

    Das entscheidende Tor in der Overtime ist auf Youtube zu sehen, in verschwommenen Bildern. Nach verlorenem Bully in der eigenen Zone und einem Wirrwarr in der ZSC-Defensive stand Ajoies Stürmerstar Daniel Métivier plötzlich alleine vor Goalie André Mürner, liess ihn mit einer Körpertäuschung aussteigen und traf ins leere Tor. «Ja, dieser Kanadier war zu viel für uns», sagt Alpo Suhonen, der damalige ZSC-Trainer.

    Der 71-Jährige lebt im finnischen Forssa, nachdem er 2017 als Verbandsdirektor Österreichs aufgehört hat. Aktuell bekleidet er keine Position im Eishockey. «Das ist eine alte Geschichte mit dem ZSC», sagt Suhonen. «Wir waren das beste Team der Qualifikation, aber im Playoff hatten wir Mühe.» Der «Tages-Anzeiger» analysierte gnadenlos: «Suhonens Musterschüler bemühten sich, mit ihrer unbestreitbaren spielerischen Potenz allein zum Erfolg zu kommen, und spürten nicht, dass sie den Weg des geringsten Widerstands gingen.»

    Für Bruno Vollmer, heute der operative Leiter des Stadionprojekts in Altstetten, war es die erste Zürcher Saison. Mit 19 hatte er mit Daniel Bünzli und Roger Meier den Sprung vom EHC Dübendorf zum ZSC gewagt. «Wir hatten viel mehr Spielanteile, aber zwei, drei dumme Fehler kosteten uns den Match», sagt er. Und Vollmer kann sich noch gut erinnern an den Geruch: «Die ganze Halle roch nach Würsten.»

    Der fatale Königstransfer

    Es war für den ZSC eine Niederlage mit gravierenden Folgen. ­Peter Meier war im Januar als TK-Chef angetreten und hatte den Job, zweigleisig zu fahren. Noch während der Ajoie-Serie wurde das Engagement des vormaligen NLA-Topskorers Ron Wilson vom HCD bekannt. «Für eine NLB-Saison plante ich nicht», sagt Meier. «Die ergab sich dann einfach.»

    «Ich hätte ihn gerne behalten, bekniete ihn sogar»
    Peter Meier über den damaligen Trainer Alpo Suhonen.

    Suhonen kehrte nach dem Scheitern nach zwei ZSC-Saisons nach Finnland zurück, obschon sein Vertrag noch ein Jahr gültig gewesen wäre. «Ich hätte ihn gerne behalten, bekniete ihn sogar», erzählt Meier. Doch Suhonen war nicht mehr zu halten, zumal seine Frau wegwollte.

    Vollmer schwärmt noch heute vom Finnen: «Unter ihm zelebrierten wir die zweite Angriffswelle. Die trainierten wir schon im Sommer mit dem Basketball.» Puckkontrolle und gepflegtes Passspiel waren die Maximen Suhonens, aber sein Designerhockey hielt dem rauen Playoff-Alltag nicht stand.

    «Im Jahr zuvor waren wir an Zug gescheitert, dann an Ajoie», stellt er heute nüchtern fest. «Der ZSC brauchte einen neuen Impuls.» Suhonen empfahl Meier seinen Landsmann Timo Lahtinen vom SC Bern als Nachfolger. Der TK-Chef folgte dem Rat, doch Theoretiker Lahtinen fehlte das Gespür. Er machte den im Team verhassten Wilson zum Captain, zwischen Weihnachten und Neujahr mussten beide gehen.


    Alpo Suhonen ist ein europäischer Pionier in der NHL. Doch mit dem ZSC verpasste er den Aufstieg zweimal.

    Meier schaffte es, Wilson dem HCD als Trainer schmackhaft zu machen, für Lahtinen kam Agent Neil Nicholson, der eigentlich einen Coach hätte bringen sollen und sich dann den Job gleich selber zutraute. Der wenig erfahrene Kanadier wurde anfangs von Meier an der Bande assistiert, damit der ihm einflüstern konnte, wer welcher Spieler sei.

    Beim HCD verkrachte sich Wilson innert Kürze mit allen, beim ZSC kam der friedfertige Pole Henryk Gruth. Irgendwie raufte sich das Team zusammen und war fortan nicht mehr zu bremsen. Der ZSC gewann 1989 die Auf-/Abstiegsrunde vor Ajoie, das die Klasse halten konnte. Der HC Davos stieg ab.

    «Im Nachhinein betrachtet war es besser, dass wir erst ein Jahr später den Aufstieg schafften», sagt Peter Meier. «Ich hatte mehr Erfahrung, und auch die jungen Dübendörfler waren alle ein Jahr älter.» Es war, wie er festgehalten haben möchte, der bis dato letzte Aufstieg des vormaligen Liftclubs ZSC.

    Chicago statt ZSC

    Suhonen kehrte 1996 als zweifacher Klotener Meistertrainer zum ZSC zurück, für eine Saison. Gerne wäre er länger geblieben, doch nach der Fusion mit der GC-Eishockeysektion wollte die neue Führung die harte Hand des Hans Zach. Suhonen wechselte im Jahr darauf als Assistent zu den Toronto Maple Leafs und wurde 2000 bei Chicago der erste europäische NHL-Headcoach.

    «Schon witzig, wie das Leben manchmal spielt», sagt er. Oft kommt es eben so, wie es kommen muss. So war die bittere Niederlage des ZSC an jenem denkwürdigen 26. März 1988 auch nur eine Episode auf dem Weg zu Grösserem.

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    Meine traurigste Heimreise war 1980, als wir in Fribourg in der alten Patinoire des Augustins scheiterten. Grausam! Die Niederlage in Ajoie habe ich am Radio (24) miterlebt, war auch schlimm!


    Mach mal den Blindtest mit allen Marken (Lager Bier). Ich wette mit Dir, Du wirst die Marken vom Geschmack her nicht zuverlässig bestimmen können (nur Zufallstreffer).
    Wir haben schon mal eine solche Blindverkostung durchgeführt. Kein Bündner hat sein geliebtes Calanda, kein Innerschweizer sein Eichhof und kein Zürcher das Hürlimann bestimmen können, obwohl alle vorher darauf geschworen haben.

    Sie finden nicht mal das Alkoholfrei raus!

    Da ich kein Biertrinker (mehr) bin ist es mir egal, aber Zürcher Bier (Hürlimann obwohl nicht mehr in Zürich gebraut) wär halt schön gewesen, aber money talks!

    Pius Suter: Der «schlaue Pius» ist der Mann, der bei den ZSC Lions beinahe alles kann

    Pius Suter verblüfft als einer der aussergewöhnlichsten Stürmer beim ZSC – die Frage ist: Wie lange noch?

    Ulrich Pickel (NZZ)

    «Ich war nie das offensive Talent, das denkt, es könne einfach so kommen, alle ausdribbeln und ein paar Tore schiessen.» Das sagt einer, der reihenweise Tore schiesst und vorbereitet. Als er auftauchte, war er ausser bei Insidern unbekannt – und kaum war er da, verblüffte er alle. Pius Suter ist einer der aussergewöhnlichsten Spieler, die aus den Reihen der ZSC Lions seit deren Gründung vor 22 Jahren hervorgingen. Er ist 23 Jahre alt und steht schon in seiner fünften Saison mit den Zürchern. Seine statistischen Werte schwanken zwischen sehr gut und hervorragend. Im Hallenstadion hat er seinen eigenen Fanklub («Sektion Pius»).

    Suter mag sich zurückhaltend beurteilen, doch das heisst nicht, dass es ihm an Selbstbewusstsein mangelt. Er ist nicht der Grösste, er ist nicht der Stärkste, er hat nicht den härtesten Schuss und ist auch nicht berühmt für magische Laserstrahl-Pässe. Aber Suter skort und skort. Auch am Dienstag im Cup-Viertelfinal wird der Gegner Ajoie gewarnt sein: Suter war im umkämpften Achtelfinal gegen Servette mit einem späten Tor und einem verwandelten Penalty die grosse Figur.

    Er weiss genau, was er kann: «Ich muss viel mit dem Kopf spielen: sehen, überlegen, schnell reagieren. Man sieht meiner Postur an, dass ich so sein muss. Ich kann nicht einfach vors Tor stehen und einen 1,90 Meter grossen Verteidiger wegstossen.» Die richtigen Schlüsse aus dem zu ziehen, was der Körper ermöglicht, ist das eine. Weil er diese Schlüsse auch scheinbar mühelos umsetzt, hat sich Suter durchgesetzt.

    Harry Potter in der Eishalle

    Als er im Herbst 2015 bei den ZSC Lions auftauchte, rieb man sich die Augen, wenn man ihn ohne Ausrüstung sah: ein schmächtiger Jüngling mit wuscheligem Haar und Brille, den man eher für einen Studenten hielt, der sich auf dem Weg in den Hörsaal in eine Eishalle verirrt hatte. Er sehe aus wie Harry Potter, sagten die Leute. Suter kam aber nicht aus einer Fantasy-Welt, sondern aus dem kanadischen Junioren-Eishockey. Zwei Jahre hatte er dort gespielt. In Zürich war geplant gewesen, dass er sich erst die Sporen bei den GCK Lions abverdienen würde. Doch der Trainer Marc Crawford hatte sofort etwas Besonderes in Suter gesehen. Er schaffte den Sprung ins Kader auf Anhieb – und seither liess ihn jeder seiner mittlerweile sechs ZSC-Trainer eine Hauptrolle spielen. Intern war er von Anfang an akzeptiert. Als Typ ist er der Junge von nebenan, unkompliziert und ohne Allüren. In der Kabine ist er beliebt. Er schwingt keine grossen Reden, beobachtet aber das Sozialleben im Team hellwach. Der Suter wisse über alles Bescheid, heisst es. Vom «sneaky Pius», dem schlauen Pius, ist gern die Rede.

    Seine Trainer und Sturm-Partner hätten in Bezug auf Persönlichkeit und Spielvorstellungen teils unterschiedlicher nicht sein können. Aber immer behauptete sich Suter. Er ist vielseitig. Und passt sich an. Das lerne man instinktiv, sagt er. «Als ich vor zwei Jahren mit Fredrik Pettersson spielte, kam ich zuerst immer in Positionen, wo er schon war. Er hat den viel besseren Schuss. Also wurde ich eher der, der ihm die Pässe auflegte. In dieser Saison mit Garrett Roe ist es anders. Er ist ein grossartiger Spielmacher, da bin ich wieder mehr vor dem Tor wie damals bei Robert Nilsson und Patrick Thoresen.»

    Es ist kaum möglich, Suter in eine bestimmte Schublade zu stecken. Er ist ebenso Vorbereiter wie Vollstrecker. Er spielt untypisch für einen Schweizer: immer schnörkellos vors Tor. Die Zone zwei Meter rund um das gegnerische Gehäuse ist quasi sein natürliches Habitat. Kaum einer schlaumeiert sich schöner heran, kaum einer lauert und wühlt besser, kaum einer setzt mehr Nadelstiche. Es erstaunt, dass er sich mit seinen bloss 77 Kilos dort so durchsetzt, wo es besonders ruppig zu und her geht und eigentlich mehr Muskelmasse nötig wäre. Doch das täuscht.

    Der NHL-Traum lebt weiter

    Suter sagt: «Man muss auch wissen, wann man seine Kraft einsetzt. Ich kann nicht jemanden fünf Sekunden lang wegdrücken. Aber eine Sekunde lang geht das. Ich muss überraschen und sofort handeln.»

    Der Verteidiger Phil Baltisberger kennt Suter seit Jahren, zusammen spielten sie schon in Kanada. Baltisberger sagt, er sei nicht überrascht gewesen, dass Suter den Sprung zu den ZSC Lions auf Anhieb geschafft habe: «Ich kenne fast niemanden, der einen so hohen Hockey-IQ hat wie er.» Den Weg ins Team ebnete ihm nicht etwa sein Torriecher. Es war eine defensive Rolle. Mit seiner Cleverness überzeugte Suter zuerst im Boxplay, im Spiel mit einem Mann weniger. So war das auch schon in Kanada. Die beiden Jahre dort seien prägend gewesen, sagt Suter. Das ABC lernte der Zürcher in seinem Heimatort Wallisellen, später ging er nach Dübendorf, von wo er zu den ZSC Lions kam. Bis er zwölf war, spielte er Eishockey und Fussball, darüber hinaus nahm er gern an Läufen teil. Ausserhalb der heimatlichen Komfortzone reifte Suter schnell. «Nach dem ersten Testspiel wäre ich am liebsten wieder nach Hause gegangen. Ich wurde etwa viermal auf dem offenen Eis umgehauen und lag auf dem Bauch.» Das erste Jahr war schwierig, im zweiten aber konnte er auftrumpfen. Die NHL schien zum Greifen nah. Doch im Draft wurde er übergangen. «Da war ich schon einen Moment angefressen. Jetzt muss ich beweisen, dass sie damals falsch lagen.»

    Den Traum von der NHL behält er im Auge: «Ich glaube, es wäre richtig, diesen Schritt einmal zu machen. Ob es nächstes Jahr, in zwei, drei oder vier Jahren sein wird? Wer weiss. Ich muss langfristig denken.» Gedraftet wurde er noch immer nicht. Aber zwei Mal war er schon zu Vorbereitungs-Camps eingeladen. 2017 in Ottawa hatte ihm Crawford die Türe geöffnet, der damals Co-Trainer war. Im letzten Jahr war Suter bei den New York Islanders.

    Die Möglichkeit eines Wechsels gibt es. Der Vierjahresvertrag, den er letzte Saison unterschrieb, enthält eine Ausstiegsklausel. Aber einen heissen Draht gibt es nicht. «Ich habe mir in diesem Jahr noch keine Gedanken darüber gemacht», sagt Suter. Der Lions-Coach Rikard Grönborg traut Suter den Schritt zu. Er sagt, die NHL sei in den letzten Jahren immer schneller geworden. Das sei für kleinere, technisch und läuferisch beschlagene Spieler günstig.

    Suter braucht viele Skorerpunkte, vor allem auch international, um sich in Nordamerika wieder interessant zu machen. Das Wort «wieder» ist hier angebracht, weil auch sein sonst so makelloser Karriereverlauf nicht nur eine Einbahnstrasse nach oben war. Die letzte Saison, sie hatte auch ihm nicht viel Gutes gebracht – ausser dem neuen Vertrag, dank dem auch er nun zu den Besserverdienenden der ZSC Lions gehört. Suter hatte als Center den ersten Block angeführt und wurde zum ersten Mal hinterfragt. Da und dort hiess es, diese Rolle sei eine Schuhnummer zu gross für dieses junge Leichtgewicht. Die Kritiker sehen sich nun bestätigt, da er neben dem überragenden Roe am Flügel spielt und seine Skorerwerte wieder nach oben geschnellt sind.

    Diese Kritik weist Suter vehement zurück. Es stimme schon, in der letzten Saison sei man in ein Hamsterrad geraten, alles habe eine negative Dynamik angenommen. Er verweist auf das Jahr davor: «Da hatte ich die Rolle des ersten Centers auch, und es ging gut. Wir wurden Meister.» In den Play-offs 2018 hatte er drei entscheidende Treffer, im Fachjargon Game-Winning-Goals, darunter das goldene Tor in der Verlängerung des sechsten Halbfinals gegen den SCB, das die Lions in den Final brachte.

    «Ich fühle mich als Center»

    Flügel, Center, Boxplay, Powerplay – die Vielseitigkeit macht Suter für jeden Trainer interessant, auch für Patrick Fischer. Der Nationalcoach hält viel vom polyvalenten Zürcher. Am Olympiaturnier 2018 zum Beispiel war er der beste Schweizer Skorer, jüngst am Deutschland-Cup glänzte er mit dem Siegtreffer im Prestigeduell gegen Deutschland. Ein Platz im Kader für die Heim-WM im Frühling ist Suters grosses Ziel.

    Wenn Fischer seine Auswahl treffen wird, dürfte nicht zuletzt die Vielseitigkeit für Suter sprechen. Aber sie fühlt sich für ihn auch wie Segen und Fluch zugleich an. Mit fast einem Skorerpunkt pro Spiel ist er glücklich auf der Seite neben Roe. Aber weil er dort so erfolgreich ist, sieht er auch die Gefahr, dass man ihn nun plötzlich auf die Rolle des Flügelspielers reduziert – und so möchte der gelernte Mittelstürmer nicht schubladisiert werden. «Ich fühle mich als Center», sagt er.

    Ob in der Mitte oder auf der Seite, für Pius Suter, den offensiven Wunderknaben, geht es darum, die Hochform in den kommenden Monaten zu behalten. Eine erfolgreiche Saison, dann die WM-Teilnahme – und dort seine Nadelstiche setzen: So könnte der NHL-Traum schnell wieder greifbar werden. Sollte eine Chance kommen, wird er nicht zögern. Angst vor grossen Tieren kennt «sneaky Pius» nicht.

    Er ist der perfekte Lückenbüsser

    Der finnische ZSC-Goalie Joni Ortio spielt nicht oft. Aber wenn er spielt, brilliert er. Das Porträt eines Mannes, der mit 28 schon viel erlebt hat im Eishockey.

    Simon Graf (TA)

    Der Weg Joni Ortios zum Hockeyspieler war früh vorgezeichnet. Sein Vater Kai nahm ihn in Turku schon als kleiner Junge oft in die Eishalle mit. Er durfte auch mit in die Kabine und war auf Anhieb fasziniert von der Goalieausrüstung. Hin und wieder durfte er auch eine anprobieren – und geschehen war es um ihn.

    «Ich verliebte mich in diese Position, wollte unbedingt Goalie werden», sagt Ortio, heute 28-jährig. «Mein Vater tat alles, um mich davon abzubringen. Er spielte in der höchsten und zweithöchsten Liga Finnlands als Verteidiger. Doch ich war stur genug, mich durchzusetzen.»

    Der ZSC ist sein 13. Team

    Ortio hat es nicht bereut. Dank dem Eishockey hat er viel gesehen von der Welt. Er spielte in Finnland, Nordamerika, Schweden und Russland, die Schweizer Liga ist seine achte als Profi, die ZSC Lions sind sein 13. Team. Von der East Coast Hockey League bis zur NHL und der russischen KHL hat er alles erlebt. Das prägt. Vom Wesen her sei er ein typischer Finne, sagt er. Aber inzwischen sei er viel offener und umgänglicher geworden.

    Er schaffte es bis nach Calgary in die NHL und duellierte sich da von 2013 bis 2016 auch mit den Schweizern Reto Berra und Jonas Hiller. Sein Coach war Bob Hartley, der ZSC-Meistertrainer 2012. «Er spaltet die Leute, weil er eine solch harte Linie hat», sagt Ortio. «Alte Schule. Aber ich hatte nie wirklich Probleme mit ihm. Er ist ein guter Coach, und das Wichtigste ist, dass man seinem Stil treu bleibt.»

    «Die Leute sind freundlich und helfen dir, so gut sie können»
    Joni Ortio über sein Leben in der Schweiz.

    Ortio ist einer von 32 Goalies aus Finnland, die mindestens ein Spiel in der NHL bestritten haben. Die Schweiz kommt auf 6. Wie erklärt er sich die scheinbar nie versiegende Quelle finnischer Spitzentorhüter? «Diese Frage habe ich schon oft gehört», sagt er. «Die Goalies werden bei uns von sehr jungem Alter an spezifisch gecoacht. Uns werden die Grundlagen früh vermittelt.» Er wurde in Turku unter anderem vom legendären Urpo Ylönen trainiert, der auch Miikka Kiprusoff herausbrachte.

    Ortio kam in drei Saisons auf 37 Spiele mit den Flames, kehrte 2016 nach Europa zurück, spielte zwei Jahre beim schwedischen Skellefteå und zuletzt bei Podolsk in einer Vorstadt Moskaus. «Was das Leben in Russland betrifft, kann ich mich nicht beschweren», sagt er. «Die Leute sind freundlich und helfen dir, so gut sie können. Aber natürlich gibt es die Sprachbarriere.»

    Seine Frau begleitete ihn nach Podolsk, die Auswärtstrips machte sie natürlich nicht mit. Aber auch die seien nicht so heftig gewesen wie befürchtet. Teams aus dem Grossraum Moskau haben viele Gegner in der Nähe. Nur einmal reiste Ortio nach China.

    Schäferhund und Bulldogge

    In Zürich ist er, der zwei ungleiche Hunde besitzt, einen Deutschen Schäferhund und eine Französische Bulldogge, in einer beschaulicheren Welt gelandet. Die Herausforderung liegt für ihn in seiner Rolle: Er ist der Lückenbüsser, der Lukas Flüeler ab und zu einen freien Abend verschaffen soll. «Wenn du so selten spielst, musst du die Trainings wie Spiele angehen», sagt er.

    Es gelingt ihm gut, seine Form zu konservieren. Beim 3:1 gegen Biel holte er am Samstag im vierten Meisterschaftsspiel den dritten Sieg. Wenn er spielt, brilliert er. Seine statistischen Werte sind exzellent: 1,51 Gegentore und 94,83 Prozent Fangquote.

    Ortio sagt zu seinen Leistungen: «Ich bin glücklich, aber nicht zufrieden.» Ein Satz, den jeder Coach gerne hört. Und er lobt seine Mitspieler: «Jedes Mal, wenn ich spielte, haben es mir die Jungs einfach gemacht.»

    Er wird weiterziehen

    Die Schweizer Liga mache Spass, nicht nur den Zuschauern, auch den Spielern. «Es passiert viel auf dem Eis, es geht in hohem Tempo auf und ab. Es ist ähnlich wie in Schweden, wenn auch eine Spur weniger strukturiert. Aber man spürt hier den Einfluss der schwedischen Coaches.»

    Mit 28 stuft er seine Chancen, nochmals in die NHL zurückzukehren, als gering ein. «Wenn sich die Möglichkeit ergeben sollte, wieso nicht?», sagt er. «Aber es wird so viel gutes Eishockey gespielt ausserhalb der NHL. Und sowieso liegt mein Fokus derzeit auf Zürich.»

    Fest steht, dass er nach dieser Saison weiterzieht. Denn die Lions haben mit Flüeler/Waeber ihr Goalieduo für den nächsten Winter. Mit Leistungen wie gegen Biel empfiehlt sich Ortio für weitere Engagements in der Schweiz. Vielleicht sogar in Biel, wo Jonas Hiller zurücktritt? Er zuckt mit den Schultern und sagt schmunzelnd: «Ich habe mir bisher sicher nicht geschadet.»

    Wenn die Playoffs kommen und das Ende des Pausenplatz Hockeys kommt wird es sich zeigen wie gut Daffos ist. Ihrem Goalie und auch dem Team traue ich dann nicht mehr über den Weg. Dann kommt die Zeit der Hiller, Flüeler und bis dann wohl auch von Genoni. Zusammen mit Stephan habe ich dann meine vier Favoriten auf den Titel und da ist kein Platz für Daffos.


    FC SG hat auf diese Saison hin die Philosophie ebenfalls angepasst und siehe da, sie haben die jüngste Truppe der Super League und spielen in den Top 3.

    Bin kein Fan von Hüppi und Sutter aber sie machen einen guten Job in Güllen. Die Zuschauer strömen, der Schnitt steigt. In der CH steht jedes Jahr ein anderes Team auf Platz 3, aber keines kann sich langfristig dort installieren. Und keines kann/will die Top zwei wirklich angreifen, das stört mich am meisten an dieser Liga!


    das sagt Blick dazu:
    Nachdem SCB-Coach Jalonen diese Woche in der CHL über die deutschen Schiris tobte – «fucking german referees!» – ist die Reihe nun am ZSC.
    Maxim Noreau erzielt in Überzahl das 1:0. Doch der Deutsche Austausch-Ref André Schrader winkt sofort ab. Kein Tor. Chris Baltisberger soll Biel-Goalie Jonas Hiller behindert haben. Vielleicht in Deutschland. Hier nicht. Ein Fehlentscheid!

    So bringt das mit dem Austausch natürlich nichts wenn Regeln unterschiedlich ausgelegt werden!