Sieg und wieder Leader!
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Ein Artikel über unseren ehemaligen (Meister-) Spieler Büeli zu seinem 1001. Spiel in der NLA:
HCD-Captain Andres Ambühl: Tausendundeine Nacht
Andres Ambühl ist einer der herausragenden Schweizer Eishockeyspieler in den letzten zwei Jahrzehnten. Wie Mathias Seger oder Martin Plüss begeistert er das Publikum weit über den eigenen Klub hinaus. Sein Erfolgsrezept ist ebenso einfach wie stichhaltig: Bleib du selber und gib immer alles.
Daniel Germann (NZZ)
Wenn der HC Davos am Freitag gegen den EHC Biel das erste Heimspiel der Saison bestreitet, wird zuerst geredet und gefeiert. Es wird Blumen geben, Applaus und auch ein paar Devotionalien, die das Ereignis angemessen würdigen. Der Klubpräsident Gaudenz Domenig und der Ligadirektor Denis Vaucher werden Worte der Anerkennung, des tiefen Respekts suchen und finden. Und Andres Ambühl, um den es dabei geht, wird mit dem Gesichtsausdruck eines Jungen, der beim Griff in die Haushaltskasse der Mutter erwischt worden ist, an der blauen Linie stehen und hoffen, dass all das möglichst rasch vorbei sein mag. Damit er das machen kann, was er am liebsten tut: Eishockey spielen.
Ambühl bestreitet am Freitag sein 1001. Spiel in der National League, seine 1001. Nacht voller Energie und Leidenschaft im Schweizer Eishockey. Man wird ihn über das Eis fliegen und die Gegner checken sehen, als wäre er noch immer der 17-jährige Jüngling aus dem Sertigtal, der im Frühjahr 2001 zur ersten Mannschaft des HCD stiess. Gesprochen hat er dabei nur, wenn es sich nicht vermeiden liess. Der ehemalige Mitspieler und heutige Nationaltrainer Patrick Fischer sagt: «Man hat in der Kabine meist gar nicht gemerkt, dass Ambühl da ist. Dafür war er danach auf dem Eis umso auffälliger.»
Zwölf Spieler haben vor Andres Ambühl die magische Marke von 1000 Ligaspielen erreicht, und doch haben nur die wenigsten von ihnen so tiefe Spuren im Schweizer Eishockey hinterlassen wie Ambühl: 6 Meistertitel mit dem HCD und den ZSC Lions, dazu 15 Weltmeisterschaften und 4 Olympiaturniere mit der Silbermedaille 2013 in Stockholm als Höhepunkt. Ambühl war immer da, wenn es ihn brauchte. Als ihm Fischer im Frühjahr 2018 beschied, er verzichte für die WM ausnahmsweise auf ihn, damit er sich von seiner Fussverletzung erholen und dem nicht mehr ganz jungen Körper eine Pause gönnen könne, da passte das Ambühl ganz und gar nicht. Pausen sind für einen wie ihn reine Zeitverschwendung.
Die Wurzeln im Sertigtal
Andres Ambühl ist das Perpetuum mobile des Schweizer Eishockeys, ein Spieler, der auch dann noch Energie findet und weiterläuft, wenn rund um ihn bereits alle auf dem Zahnfleisch kriechen. Fischer sagt, Ambühl sei im Frühjahr 2000 erstmals aufgefallen. Da war Fischer noch nicht Nationaltrainer, sondern der Captain des HCD. «Auf dem Weg in den Kraftraum sah ich einen jungen Spieler, der allein und einsam über das Eis hetzte. Da wusste ich: Mein Gott, da kommt etwas auf uns zu.»
Wer wissen will, was Ambühl antreibt, muss in seine Vergangenheit eintauchen. Der Weg zu ihr führt vom fast schon urbanen Davos in die Sertig, ein Davoser Seitental, das von Land- und Alpwirtschaft geprägt ist. Die Sommer sind dort oben am Rande der Welt kurz, die Winter dafür umso länger und härter. Inmitten der wildromantischen Idylle steht der Bauernhof, auf dem Ambühl gross geworden ist. Seine Biografie ist die eines typischen Bergbauernkindes. Schon in früher Jugend musste er auf dem heimischen Hof anpacken. Während seine Schulkollegen an den Treffpunkten im Dorf anbandelten und Schritt für Schritt erwachsen wurden, hütete er mit den drei jüngeren Schwestern das Vieh der Eltern.
Das einfache, entbehrungsreiche Leben hat Ambühl geprägt. Er sagt: «Wenn die Kühe im Winter etwas zu fressen haben sollen, muss man im Sommer dafür arbeiten.» In dem Satz verdichtet sich die Überzeugung, die seine Karriere geprägt hat. Ambühl glaubt an den Wert der Arbeit, und er lebt ihn in jedem Training, in jedem Match vor. Wie jeder andere Spieler hat er gute und weniger gute Spiele, verpasst Chancen, lässt sich zuweilen auch zu einem dummen Foul hinreissen. Doch was man nicht kennt, ist ein Ambühl, der nicht kämpft.
Jeder seiner Trainer schätzte Ambühls Arbeitsethos. Bob Hartley, mit dem er im Frühjahr 2012 den Titel mit den ZSC Lions gewann, sah in Ambühl die eigene Überzeugung vom Wert der Arbeit zu Fleisch geworden: «Bauern», sagte der Kanadier, «arbeiten immer.»
Ambühls aufopferungsvoller Stil, der Wille, immer alles zu geben, haben ihn zu einem der beliebtesten Spieler in der Liga gemacht. Bereits viermal haben ihn die Zuschauer zum «most popular player» der Liga gewählt. Wie früher Mathias Seger oder Martin Plüss gehört er zu der raren Gattung derjenigen Spieler, die von den eigenen Anhängern geliebt und von den gegnerischen geachtet werden.
Warum das so ist, fasst Ambühl in drei Wörtern zusammen. «Ich bin ich.» Das mag nach einer Floskel klingen. Doch bei Ambühl trifft es den Kern. 20 Jahre in der Scheinwelt des Spitzensports haben seinen Charakter keinen Deut verändert. Fischer sagt, Ambühl sei auch heute noch genau jener Spieler, der vor knapp zwei Jahrzehnten fast aus dem Nichts in der Garderobe des HCD aufgetaucht war und schweigend in einer Ecke sass.
Als 16-Jährigen lud ihn der damalige HCD-Trainer Arno Del Curto erstmals ein, mit der ersten Mannschaft zu trainieren. Ambühl tauchte in jenes Team ein, das das Schweizer Eishockey über ein Jahrzehnt lang dominieren sollte. Patrick Fischer war sein erster Captain, Reto von Arx der unbestrittene Leader und verlängerte Arm Del Curtos auf dem Eis. Das Team war gespickt mit Persönlichkeiten, die nicht nur den gemeinsamen Erfolg suchten, sondern zwischendurch auch kräftig auf den Putz hauten. Es wäre für den jungen, talentierten Ambühl ein Einfaches gewesen, in der Gruppe abzutauchen und sich mit ihr treiben zu lassen. Doch das entsprach nicht seinem Wesen. Er suchte seinen eigenen Weg.
Es war die Zeit, als ein tiefer Riss durch das Schweizer Eishockey ging. Zwischen Arno Del Curto und dem Nationaltrainer Ralph Krueger, die in Davos sinnigerweise Tür an Tür wohnten, wütete ein unerbittlicher, von Eitelkeit geprägter Kampf um Macht. Der Boulevard sprach von «Zeugen Del Curtos» und «Kruegerianern», deren Überzeugungen unvereinbar waren. Auslöser war der Ausschluss von Reto von Arx aus dem Olympiateam 2002 von Salt Lake City. Jahrelang folgten die besten Spieler der stärksten Schweizer Klubmannschaft den Aufgeboten des Nationalteams nicht mehr.
Die Ausnahme war Andres Ambühl. Er sagt: «Für mich waren die Spiele mit der Nationalmannschaft immer speziell. Schon als Kind habe ich davon geträumt, für die Schweiz zu spielen. Deshalb war es für mich auch nie ein Thema, die Nationalmannschaft zu boykottieren.» Sein Entscheid wurde von Team und Trainer akzeptiert. Und doch machte er ihn zu einer Art Aussenseiter in der verschworenen Mannschaft, auch wenn er selber sich nie als solcher fühlte.
Peter Zahner war damals der Direktor des Nationalmannschaftsprogramms und versuchte zu vermitteln. Er kennt Ambühl, seitdem dieser mit 16 Jahren zum ersten Mal für eine nationale Auswahl aufgeboten worden ist. Später, als CEO der ZSC Lions, holte er Ambühl nach dessen Rückkehr aus Nordamerika für drei Jahre ins Hallenstadion. Zahner sagt: «Schon als 16-Jährigen in der Nachwuchsauswahl hat ihn neben dem Willen vor allem sein Charakter ausgezeichnet. Ambühl ist immer seinen Weg gegangen. Er gehörte nicht zu den Spielern, die stundenlang in der Kabine herumhingen. Er spielte, duschte, dann war er weg. Gesprochen hat er nie viel. Doch wenn er etwas gesagt hat, dann hatte es meist Hand und Fuss, und alle hörten zu.»
Ambühl hat nur 175 seiner 1000 Spiele für die ZSC Lions bestritten. Und doch sagt er, die drei Jahre in Zürich hätten ihn spielerisch, vor allem aber auch menschlich geprägt. Er löste sich dort endgültig vom Bild des ewigen Davoser Juniors. Fragt man ihn, welche seiner 1000 Spiele ihm am besten in Erinnerung geblieben seien, nennt er keinen der fünf Titel mit dem HCD, sondern das siebente Finalspiel 2012, als die ZSC Lions dem SCB 2,5 Sekunden vor Schluss den Titel entrissen. Ambühl hatte den Treffer des kanadischen Verteidigers Steve McCarthy damals mit seinem Forechecking eingeleitet.
Dass ihm ein Titel mit den ZSC Lions am erinnerungswürdigsten ist, mag man ihm in Davos leise übelnehmen. Der HCD ist sein Klub, und er wird nach der Karriere auch in erster Linie als HCD-Spieler in Erinnerung bleiben. Ambühls Vorfahren wanderten im Hochmittelalter aus dem Oberwallis ins Bündnerland ein und liessen sich in der versumpften Hochebene des Landwassertals nieder. In Ambühls Adern fliesst ursprüngliches Davoser Blut. Seine Eltern infizierten ihn früh mit dem HCD-Virus. Sie besitzen seit Jahrzehnten Saisonkarten – und bezahlen die noch heute aus der eigenen Tasche, obwohl ihr Sohn der Captain des Teams ist.
Wie Torriani oder die Soguels
2010 brach Ambühl den Versuch, bei den New York Rangers Fuss zu fassen, nach einer Saison ab und unterschrieb in Zürich statt Davos. Es gehörte zu seinen schwersten Gesprächen, diesen Entscheid seinem Förderer Del Curto mitzuteilen. Die erste Saison in Zürich war entsprechend enttäuschend. «Die Erwartungen an ihn», sagt Peter Zahner, «waren riesig. Manchmal sass er fast ein wenig verloren in der Kabine. Ab der zweiten Saison war er dann wie verwandelt und spielte grossartig.»
Nur zu gerne hätten die ZSC Lions Ambühl als einen der Ihren aufgenommen – wie zuvor Mathias Seger oder Mark Streit, ehe er sein Glück in der NHL suchte und fand. Doch im Fall von Ambühl war immer klar, dass er früher oder später zum HCD zurückkehren würde. Wenn er die Karriere einst beendet hat, wird seine Nummer 10 unter das Hallendach gezogen und nicht mehr vergeben werden. Er wird sich einreihen unter die Davoser Eishockeylegenden wie Bibi Torriani, die Cattini- und die Soguel-Brüder, Reto und Jan von Arx.
Doch noch ist Ambühls Karriere nicht beendet. Sein Vertrag läuft bis 2021. Und er schliesst nicht aus, dass er danach einen weiteren unterschreiben wird. «Ich bin mir bewusst, dass ich dem Ende meiner Karriere näher stehe als dem Anfang. Doch ich geniesse es immer noch, auf dem Eis zu stehen, und ich will weiterspielen.»
Ambühls Funktion im HCD hat sich grundlegend verändert. Aus dem jungen Aussenseiter, der in eine verschworene Gruppe hineinkam, ist der Mittelpunkt des Teams geworden. Ambühl ist das Vorbild, an dem sich die vielen jungen Spieler orientieren, die dem HCD dereinst den nächsten Titel bringen sollen. Er ist der wichtigste Spieler des Trainers Christian Wohlwend und des Sportchefs Raeto Raffainer, und er führt das Team, wie er es immer gemacht hat: durch Taten statt Worte.
Raffainer ist nur ein Jahr älter als Ambühl. Zusammen waren sie mit den Davoser Junioren einst Nachwuchsmeister geworden. Er sagt: «Ich kenne wenige Spieler, die ein Team besser spüren als er. Ambühl spricht nicht viel. Doch wenn man ihn nach seiner Meinung fragt, erhält man ein verlässliches Bild aus dem Innern.»
Ambühl lebt Eishockey. In der Freizeit verfolgt er Spiele aus der russischen KHL oder der schwedischen Liga. Es gibt kaum einen europäischen Topspieler, den er nicht kennt und charakterisieren kann. Als sich Raffainer im Frühjahr während der Weltmeisterschaft daranmachte, den Schweden Mattias Tedenby zu verpflichten, sagte ihm Ambühl: «Hol den unbedingt. Ich habe Arno bereits vor zwei Jahren gesagt, der würde gut in unser Team passen.»
Ambühl bewahrte sich diese Leidenschaft für das Eishockey auch in der vergangenen Saison, als vieles schieflief. Sein Verhältnis zu Arno Del Curto, den er einst als seinen «Hockey-Vater» bezeichnet hatte, nahm Schaden. Der Coach wollte ihn zum Verteidiger umfunktionieren, und Ambühl tat sich äusserst schwer mit diesem Rollenwechsel.
Als einer der Ersten erkannte Ambühl, dass es nach 22 Jahren mit Del Curto wohl nicht mehr weitergehen konnte. Doch er ist viel zu loyal, um heute ein kritisches Wort über seinen langjährigen Förderer zu verlieren. «Das Ende», sagt er, «mag nicht super gewesen sein. Doch im Kopf bleiben die sechs Meistertitel, die der HCD mit Arno gewonnen hat. Die letzte Saison war nicht einfach. Doch sie hat mich auch daran erinnert, wie privilegiert ich bin. Ich habe jahrelang immer um den Titel mitgespielt. Man vergisst dann schnell, dass das nicht selbstverständlich ist.»
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Büeli ist wie mein Sohn Jahrgang 1983 und ich konnte seine Karriere von klein auf verfolgen wie die anderer 83er, insbesondere jener von Kloten. Er war schon damals der massgebende Junge auf dem Eis und der einzige aus jener Truppe der es in die NLA schaffte. Langsam kommen die 83er ins Alter.....
Entweder er verhindert gecheckt zu werden oder er nimmt den Check in dem er an der Bande steht. So wie er es gemacht hat ist er halt ein wenig selber schuld, der Check so wie er ausgeführt wurde ist aber auch nicht ok, darum wird der Typ ja nun gesperrt.
The QMJHL have suspended Val-d’Or Foreurs forward Peyton Hoyt for 7 games for ‘assault’.
Statement:
The Val-d’Or player (#7 – Peyton Hoyt) was on the forecheck and had travelled a great distance without even worrying about the puck, since he was not able to play this one with his stick. He seemed to have only one intention on the play, that of hitting his opponent violently.
Ich habe Tix für Cats vs Caps am 7.11., ich hoffe er ist dann wieder fit! Möchte ihn wieder mal genau unter die Lupe nehmen. Schon erstaunlich was er aus sich gemacht hat, haben ihm div. Leute hier wohl nicht zugetraut!
PS: Das erste Tor der Caps gegen die Leafs: Wow!
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Der Spieler der später gecheckt wird macht selber div. Fehler: Er beachtet den Angreifer nicht, er fährt zu weit von der Bande weg statt entlang der Bande und kurz vor dem Check dreht er sich noch ab. Der Angreifer hingegen sucht nur den Check, er nimmt eine Verletzung des Gegners in Kauf. Längere Sperre m.E. gerechtfertigt.
Langnau eine seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr Bescheidene Leistung zuzuschreiben finde ich jedoch schlichtweg falsch! Die haben stark gespielt!
Sehen auch die Medien so:
Tigers mit starkem Auftritt. Doch zuvor herrschte verkehrte Welt im Hallenstadion. Es war nicht das heimstärkste Team der Liga, die ZSC Lions, die in Zürich dem Spiel den Stempel aufdrückten. Nein, es waren die Gäste, die phasenweise gar dominierten. Erstaunlich gut war er, der Auftritt der SCL Tigers, die in den letzten neun Spielen nur zwei Mal siegreich gewesen waren. (TA)
Dass sie sich so lange schwertaten, hatte allerdings auch mit dem Gegner zu tun. Den SCL Tigers gelang ein kompaktes Spiel. (NZZ)
Hoffe sehr, dass xxx-Fredi wieder einmal im PP trifft!
Voila!
Aber da muss noch schwer was gehen! :roll:
Hodel - #1 Judas! Musste aber auch einstecken, und das über Jahre!
Pfl.-Fredi
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Soo gemein aber hat sich hier irgendwie nun eingebürgert.
Wie Heinrich sagt: Kommt nicht von ihm sondern vom Blick der ja bei jedem Spiel jeweils eine Pflaume "auszeichnet". Nicht so ernst nehmen! ![]()
Das war nur eine Feststellung wie umstritten die Situation bei Blindi/Wick ist.
Was auch SL in den Fällen Blindi und Wick macht, rund 50% auf dieser Seite werden nicht damit einverstanden sein. Zwei heikle Fälle und ich bin auch unschlüssig, würde bei beiden zuwarten so lange es geht.
Erwarte heute einen Sieg. Langnau und Ambri werden grosse Mühe haben ihre letzte Saison zu wiederholen. Ich sehe Ambri, Rappi und Langnau am Ende unter dem Strich. Dazu kommt noch einer (oder zwei) die nicht damit rechnen. Davos und Fribourg sind noch mit Spielen im Rückstand, das wird wieder ein Gemetzel bis zur letzten Runde. Aber die neue, mehr ausgeglichene NLA macht Spass! Sehr sogar!
Sven wartet ab, würde ich an seiner Stelle auch machen. Und Blindi testet den Markt, würde ich an seiner Stelle auch machen. Bin einmal mehr froh diesen Entscheid nicht treffen zu müssen!
Sven Hotz wird 90: Die Verbrüderung mit den Fans beim Meistertanz
Der frühere FCZ-Präsident Sven Hotz feiert seinen 90. Geburtstag. 2006 wurde er mit dem FC Zürich Schweizer Meister.
Guido Tognoni (TA)
20 Jahre war er Präsident des FC Zürich, aber richtig berühmt wurde er erst durch seinen Tanz auf dem Balkon des Volkshauses, als er endlich den Meistertitel feiern konnte. Das war 2006, und auf dem Helvetiaplatz erlebte Zürich nach langer Leidenszeit die Verbrüderung der Fans mit ihrem Präsidenten. Am Samstag feierte Sven Hotz in einem Zürcher Zunfthaus im Kreis seiner Familie und seiner Freunde den 90. Geburtstag. An seinem Tisch sassen der langjährige Finanzchef Walter Bolli und Röbi Ringger, ein ehemaliger Mitspieler im FCZ seit Juniorenzeiten, beide ebenfalls 90-jährig.
Gerechtigkeit des Schicksals
Auch der heutige FCZ-Präsident Ancillo Canepa und seine Gattin Heliane nahmen am Ehrentisch Platz. Das war mehr als nur eine freundschaftliche Geste, es war vielmehr ein Zeichen dafür, wie sehr Hotz sein sportliches Erbe in guten Händen wähnt. Hotz, der sich immer noch täglich vom Wohnsitz in Uetikon am See in sein Büro an der Schützengasse fahren lässt,
konnte derart entspannt feiern, dass er die Festgemeinde zum legendären Tanz aufforderte. Seine Verpflichtung gegenüber dem früheren Präsidenten Edi Nägeli, den FCZ nie im Stich zu lassen, sass dem Unternehmer tief im Gewissen. Und dass er den Verein seinem Nachfolger als Meister übergeben konnte, war nach vielen Entbehrungen und Demütigungen, verbunden mit finanziellen Opfern, ein Zeichen von Gerechtigkeit des Schicksals.
Hotz war bereits beim FCZ, als Köbi Kuhn seinen ersten Vertrag mit einem Monatslohn von 175 Franken unterzeichnete. Er erlebte die Entwicklung des Fussballs zum Millionen- und Milliardengeschäft, in dem es für kleinere Vereine immer schwieriger wurde, im Konzert der Grossen mitzuspielen und gar die Maschinerie des grossen Geldes zu stören. So musste Hotz zusehen, wie in einem Spiel des damaligen Uefa-Cups bei der AS Roma der Schiedsrichter in der Schlussphase kaum darauf warten konnte, bis die Italiener im Strafraum der Zürcher auftauchten und er dem Leiden der Römer mit einem Elfmeter ein Ende setzen konnte. Wenige Monate später flog einer der vielen Korruptionsskandale des italienischen Fussballs auf. Es ging um teure Uhren, die den Schiedsrichtern geschenkt wurden.
Shorunmu, Yekini, Nonda
Unter Hotz hatte der FCZ mehr Misserfolge als Erfolge. Dennoch war Hotz nicht ein Präsident, der schnell seine Trainer entliess. Seine Treue gegenüber Raimondo Ponte war für viele FCZ-Fans geradezu aufreizend, doch es war Ponte, der für den FCZ Fussballer entdeckte, von denen Ancillo Canepa heute allein schon aus finanziellen Gründen nur träumen kann. Ike Shorunmu, der charismatische Torhüter aus Nigeria, dessen Landsmann Rashidi Yekini, einer der vielen Afrikaner mit umstrittenem Geburtsdatum, Shabani Nonda, das grösste Transfergeschäft in der Ära Hotz, der Südafrikaner Shaun Bartlett, der Bosnier Muhamed Konjic oder der georgische Ballzauberer Gocha Jamarauli – es waren alles Spieler, für die die FCZ-Fans gerne in den Letzigrund kamen, deren Engagements sich aber dennoch nie durch Titel auszahlten.
Der ersehnte Titel kam erst mit Lucien Favre. Auch mit ihm hatte Hotz Geduld. Favre gratulierte ihm am Samstag per Telefon.
Severin Blindenbacher – zwischen Genie und Wahnsinn
Der dienstälteste Spieler der ZSC Lions kämpft um einen neuen Vertrag. Bei ihm treffen sportliche Erwägungen auf die Frage nach der Identität.
Ulrich Pickel (NZZ)
Spätestens seit letzte Woche der Wechsel von Mark Arcobello vom SCB nach Lugano Schlagzeilen machte, ist allen klar: Das Personalkarussell dreht bereits wieder auf vollen Touren. Die Zukunft wird frühzeitig geregelt, auch wenn die Saison noch Monate dauert. Das ist, je nach Sichtweise, Sitte oder Unsitte im Schweizer Eishockey.
Auch die ZSC Lions arbeiten an der Kaderplanung. Zehn Verträge laufen aus, betroffen sind auch bekannte Namen. Bei den Stürmern etwa Chris Baltisberger und Roman Wick. Die grösste Baustelle ist die Abwehr mit fünf Namen: Phil Baltisberger, Tim Berni, Maxim Noreau, Dave Sutter. Und Severin Blindenbacher, mit 36 Jahren der Erfahrenste im Kader.
Der Klub hält sich bedeckt
Wie es mit dem Kanadier Noreau weitergeht, ist noch offen. Phil Baltisberger, ein pflegeleichter Arbeiter aus dem eigenen Nachwuchs, dürfte bleiben. Der 19-jährige Berni sieht seine Zukunft in Nordamerika bei den Columbus Blue Jackets. Sutter spielte beim Trainer Rikard Grönborg bisher kaum eine Rolle, sollte das so bleiben, wird er die Lions sicher verlassen wollen.
Blindenbacher will weitermachen. Sein Agent Erich Wüthrich sondiert den Markt, Blindenbacher pokert: «Ich merke, ich kann nach wie vor mithalten und eine wichtige Rolle in dieser Mannschaft übernehmen. Aber ich bin offen für alles. Ich weiss von Klubs, die Interesse zeigen. Ich liebe den ZSC. Aber am Ende des Tages ist es ein Business.»
Was bedeutet das? Er sagt: «Ich wurde schon vom einen oder anderen Klub angehauen, aber ich habe noch nicht mit Sven Leuenberger gesprochen.» Das bestätigt der Lions-Sportchef. Und hält sich bedeckt: «Zuerst muss ich mit dem Spieler reden, bevor ich mich in der Öffentlichkeit äussere.» Klar scheint vorderhand nur, dass es noch zu einem Gespräch kommen wird. Aber kaum schon heute oder morgen.
Am Samstag gab Blindenbacher sein Comeback nach einem Monat Zwangspause wegen einer Muskelverletzung. Es war erst seine dritte Partie diese Saison. So ist es unmöglich, sich derzeit ein Bild davon zu machen, wo er genau steht. Leuenberger wird sich dafür Zeit lassen. Blindenbacher wehrt sich, wenn es um seine Verletzungsanfälligkeit geht: «Man kann da natürlich mit dem Finger auf mich zeigen. Aber man muss auch intelligent genug sein, um das zu relativieren. Klar, ich war letzte Saison auch verletzt. Wir hatten letzte Saison im Durchschnitt aber fünf Verletzte pro Spiel.» Das Alter und seine Leidensgeschichte könnten für Blindenbacher ein Problem sein. Sollten Berni, Sutter und er gehen, müsste Leuenberger allerdings viele Löcher stopfen. Der Markt bei den Schweizer Verteidigern ist chronisch ausgetrocknet, was wiederum für Blindenbacher spricht. Und in der Abwehr hat man kürzere Laufwege als im Sturm, lässt das Tempo nach, kann man das mit Cleverness weitgehend ausgleichen. Das verlängert Karrieren.
Schlauer Stratege
Blindenbacher ist einer der wenigen Verteidiger mit kreativem Potenzial. In Kloten unter Wladimir Jursinow herangereift, spielt er seit 2005 im Hallenstadion, unterbrochen von einem zweijährigen Aufenthalt in Schweden und den USA. Blindenbacher ist mit dreizehn Saisons der dienstälteste Lions-Spieler. Am Samstag habe er sich gut gefühlt, sagt er, «aber na ja, für mich hat es ja eigentlich erst jetzt angefangen. Die anderen haben schon zwölf Spiele in den Beinen, ich bin erst bei drei.» Es ist lange her, dass man den besten Blindenbacher sah, den dominanten, aggressiven und schlauen Strategen. In der vorletzten Saison kam er wegen einer Hirnerschütterung nur auf zehn Spiele, es kam gar die Frage auf, ob er überhaupt wieder würde spielen können. Beim Titelgewinn 2018, seinem vierten in Zürich, war er nur Zuschauer.
In der letzten Saison fiel er zum ungünstigsten Zeitpunkt aus, Ende Januar, mitten im Kampf am Strich, zum Leidwesen von Arno Del Curto, der im Gegensatz zu Serge Aubin auf Blindenbacher gesetzt hatte. Die Zeit mit Aubin, als er sich bloss noch geduldet vorkam, verletzte seinen Stolz. «Ich wurde einfach so im vierten Block hinten links hineingedrückt. Man warf die ganze Hierarchie durcheinander und fiel auf die Nase. Es gab dann ja auch kritische Gespräche nach der Saison.»
Blindenbacher weiss, dass es zuerst an ihm liegt, sich mit Leistung für eine Vertragsverlängerung aufzudrängen. Er sieht mit Grönborg wieder gute Chancen. «Ein Team ist ein obersensibler Mikrokosmos. Und wenn man als Coach den Draht nicht findet, kann man noch so ein Oberguru sein, dann klappt es einfach nicht. Ich glaube, die Mannschaft spürt den Trainer sehr. Die Chemie ist da.» Konstruktiv gehe es nun wieder zu und her. «Ich muss sagen, wir haben eine echt hohe Pace. Der Hinterste und Letzte arbeitet hochprofessionell. Ich glaube, der Einzige, der noch weiss, was eine After-Hour-Party ist, bin ich.» Mit einem Lächeln meint er, er könne sich mittlerweile auch eine solche Aussage leisten: «Ich habe nichts mehr zu verlieren.»
«Blindi »– ein ZSC-Prototyp
Das ist das andere Thema: die Figur Blindenbacher. Sie verkörpert viel von der DNA der ZSC Lions. Oft rätselhaft. Locker und strotzend vor Selbstvertrauen, dann wieder sensibel und sich hinterfragend. Manchmal fühlt er sich unverstanden, von den Trainern, den Fans, der ganzen Welt – und man hatte in all den Jahren bisweilen den Eindruck, dass er sich auch selber nicht immer verstand. Ist er gesund und bei Laune, kann er ein Team besser machen. Zweifelt er aber an sich und dem, was er tut, verzweifelt die Welt um ihn herum. «Blindi» balanciert immer wieder auf dem Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Sollte er gehen, ginge mehr als eine lange Geschichte zu Ende. Mit ihm verschwände auch ein irgendwie typisches Stück ZSC.
absolut deiner meinung...
Jep!
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im zweiten Drittel drängten sie den EVZ phasenweise derart zurück, dass sich dessen Coach Dan Tangnes bei Spielmitte zu einem frühen Time-out genötigt sah. Nach zwei Dritteln führte der EV Zug 2:1, und dies, nachdem er von A bis Z dominiert worden war.
Wenn sich die ZSC Lions einen Vorwurf gefallen lassen mussten, dann den, dass sie aus ihrem Chancen-Plus in den ersten 40 Minuten mehr hätten machen müssen. So bewahrheitete sich die alte Weisheit: Wer die Tore nicht schiesst, bekommt sie.
Genau so ist es!
Machst du keine kriegst du eine.....
Der beste Spieler der Liga und seine wunderbare ReiseSpoileralert....es isch eine vo eus
Ich denke in Bern wären sie froh sie hätten noch diesen fähigen Sportchef der jetzt wo schon wieder weiter erfolgreich arbeitet? :twisted: :twisted: :twisted:
Bis auf Blindi sollten alle Spieler einsatzfähig sein.
Sind alle an Bord! Auch Blindi!