Beiträge von Larry

    Fischer startete im Herzensklub FC Zürich, wurde entlassen, war verbittert, litt an Zukunftsängsten. Im kleinen FC Thun bäumte er sich auf, lernte und fasste Vertrauen. Im grossen FC Basel wuchs er und gewann. Gewann zwei Meistertitel und einen Cup. Er wäre gerne geblieben und wollte sich noch einmal in der Champions League versuchen. Doch im Sommer 2017 musste er gehen. Viele fragten sich nach Fischers Zeit in Basel, wo er wohl landen würde. In St. Gallen vielleicht oder Aarau? Und so muss Fischers Erfolg auch im Vergleich mit dem FC Basel gesehen werden, als Rehabilitation. Der Klub hat seit dem Weggang die Vormachtstellung im Schweizer Fussball verloren, sucht seine Identität und arbeitet sich am zweiten Trainer ab. Fischers Fussball und seine Art wurden in Basel oft kritisiert. Zu bodenständig war’s und allzu solide. :twisted: Bei Union schätzen sie Fischers Wesen. Seine Ruhe, die Art, zu führen, die Vorliebe für taktische Struktur. Die Tageszeitungen nennen ihn «Schweizer Uhrwerk.»(NZZ)


    In der Schweiz gibt es schon einige Spiele wo man halt nicht so viel Lust verspuert, so ganz nach dem Motto es ist Mitte Woche, nicht viele Zuschauer etc. In der NHL gibt man in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Minute alles oder man findet sich auf der Tribuene.

    Jep! So was wie beim ZSC wäre in der NHL nicht möglich! Die Panthers mögen kein Top Team sein und haben die PO's verpasst aber in den Heimspielen wurden so ziemlich alle guten Teams geschlagen, die Saison war für mich als Fan gut und man gibt immer alles!


    Habe irgendwo gelesen Grönborg kassiert bei uns ne halbe Kiste im Jahr.

    Grönborg war zusammen mit Krüger bei Buffalo im Gespräch. Krüger soll nun dort vier Millionen kassieren. Der (Teilzeit-)Coach der Schweizer Fussball Nati kassier eine Million. Wo ist das Problem?

    Die NHL schöpft die besten Spieler oben ab, etwas über 700 sind im Kader eines NHL Teams, weitere Spieler sind unter Vertrag und spielen AHL, ECHL oder in Europa. Die Unterschiede zu Spielern in Finnland oder Schweden sind klein, oder ist einer wie Malgin trotz drei Jahren NHL besser? Nicht unbedingt. Oder gar nicht. Aber dann ist man eben auch schnell wieder weg! Im Fussball haben wir diese Entwicklung ja schon länger. Pflichtsiege an einer WM oder EM gibt es dort je länger je weniger. Südkorea-Deutschland lässt grüssen!

    ...und noch die NZZ:

    Die 109 verstörenden Tage des FC Zürich

    Will der FCZ wieder ein Spitzenteam sein, muss er in mehr Qualität von aussen investieren. Oder dann sollte er sich eingestehen, sich die alten Ambitionen nicht leisten zu können oder zu wollen.

    Flurin Clalüna

    Die letzten Bilder sind trotz allem Bilder der Freude. 20, 25 Minuten lang stehen Spieler und Trainer des FC Zürich nach dem letzten Saisonspiel vor der Südkurve, sie tragen alle die gleichen weissen T-Shirts und singen. Sie verabschieden Alain Nef, den ewigen Verteidiger, und René van Eck, den Assistenztrainer, sie heben sie hoch und lassen sie durch die Luft fliegen. Anderswo werden so Meisterschaften gefeiert. Der FCZ hat Rang 7 erreicht, er hat den Europacup verpasst, und eigentlich ist ihm in diesen letzten Wochen nichts anderes gelungen, als die Abstiegsgefahr abzuwenden. Der FC Zürich feiert in diesem Moment nicht seine Leistung, sondern das, was ihm bleibt, wenn der Fussball nicht mehr hergibt: seine Eigenart, seine Sentimentalität, seine Sehnsucht nach Figuren wie Alain Nef. Manchmal schaffen es solche Dinge, fehlenden sportlichen Erfolg vergessen zu machen.

    Irgendwann aber kommt die Enttäuschung zurück. Als der Präsident Ancillo Canepa am Samstag in einer Pizzeria neben dem Stadion sitzt, kommt ein Fan auf ihn zu und sagt: «So eine Saison wollen wir nicht mehr erleben.» Canepa rollt mit den Augen und nickt, es nützt ja nichts, die letzten vier Monate der Rückrunde verleugnen zu wollen, diese 109 mehrheitlich verstörenden Tage, in denen so wenig gelingen wollte.

    Der Cocktail aus Fehleinschätzungen

    In der ersten Saisonhälfte gab es zwar einige bemerkenswert gute Spiele, doch man erinnert sich kaum. Denn jetzt steht der FCZ wieder da, wo er in den letzten Jahren immer wieder einmal war, in einer Identitätskrise, weil er sich für besser hält, als er es zeigen konnte. Zurückbleibt ein Cocktail aus Fehleinschätzungen und enttäuschten Hoffnungen sowie eine ernüchternde Erkenntnis: Auch das vor eineinhalb Jahren begonnene Projekt mit dem Jungtrainer Ludovic Magnin hat den FC Zürich bisher nicht dorthin zurückgebracht, wo er sich gern sähe: an die Spitze des Schweizer Fussballs. Es ist nur noch ein verklärter Anspruch aus der Vergangenheit, dass der FCZ mehr sein soll als ein Klub des Mittelmasses. Seit acht Jahren hat der Verein nicht mehr um den Meistertitel gespielt, er ist ein Gelegenheitssieger geworden, der Cup-Finals gewinnen kann, aber keine Meisterschaft.

    Das Gute an alledem ist: Der FCZ ist sich bewusst, dass etwas nicht stimmt mit ihm; dass er sich jüngst zu oft in Spielern getäuscht hat, die mehr vorgeben, als sie sind; dass auch Ludovic Magnin sich nicht so entwickelt und verändert hat, um der Trainer zu werden, den die Vereinsführung immer noch in ihm sieht. Magnin ist angeschlagen. Er hat zwar seine erste Krisenerfahrung als Chefcoach machen dürfen, aber die Situation ist nicht unähnlich wie vor knapp vier Jahren, als der Trainer Urs Meier angezählt in eine neue Saison ging und bald entlassen wurde. Das alles muss sich nicht wiederholen. Aber es kann.

    Denn das Schlechte an alldem ist: Der FCZ steckt in einer Falle. So lange er den Anspruch erhebt, eine Spitzenmannschaft zu sein und diesen nicht einhalten kann, wird er seinen inneren Widerspruch nicht auflösen können. Er kann zwar versuchen, die jüngsten Fehleinschätzungen auf dem Transfermarkt nicht zu wiederholen und für die nächste Saison «Massnahmen auf allen Ebenen» ankündigen, wie es der Sportchef Thomas Bickel seit einigen Wochen schon tut. Nur weiss man nicht, ob diese so radikal sein werden, wie sie jetzt tönen.

    Im Trainer-Staff wird es Anpassungen geben, und auch das Kader wird sich verändern. 32 Spieler (inklusive ausgeliehene und verliehene) hat der FCZ derzeit unter Vertrag, Spieler wie Grégory Sertic oder Joel Untersee werden Zürich wieder verlassen, und wenn es entsprechende Angebote für Benjamin Kololli oder den Captain Kevin Rüegg gibt, wird sie der FCZ ziehen lassen. Auf der anderen Seite ist mit dem Zuzug einer halben Mannschaft zu rechen, mit 4 bis 5 Spielern, für die Abwehr, das Mittelfeld, den Sturm, also eigentlich für überall.

    Der FCZ möchte neben YB und Basel die dritte Kraft im Schweizer Fussball sein, und er hat dafür eine Art dritten Weg gewählt. Es ist der schwierigste von allen, um zum Erfolg zu kommen. Der Präsident Ancillo Canepa will mit deutlich weniger Geld, aber mit dem eigenen Nachwuchs in die Nähe von Basel und YB. Und diese Jungen müssen sehr früh schon alles sein: Talente, die Persönlichkeiten werden und auch noch schönen Fussball spielen.

    Es stellen sich zwei Fragen: Sind die Jungen des FC Zürich wirklich so gut wie Canepa denkt, so wie früher Spieler wie Blerim Dzemaili, Ricardo Rodriguez oder Josip Drmic? Und wird es sich der FC Zürich leisten, seine Mannschaft mit erfahrenen Spielern zu ergänzen, die auch etwas kosten dürfen? Will er ein Spitzenteam sein, muss er in mehr Qualität von aussen investieren. Oder dann sollte er sich eingestehen, sich die alten Ambitionen nicht leisten zu können oder zu wollen. Tut der FCZ weder das eine noch das andere, ist die Gefahr gross, dass er am Ende eine gesichtslose Mannschaft hat. So wie in dieser Saison.

    Führungsfigur gesucht

    Der FC Zürich verpasst das Saisonziel. Auf die neue Saison hin kündigt sich ein Umbruch an, daher besonders unter Druck: Trainer Ludovic Magnin.


    Christian Zürcher (TA)

    Am Ende kommt die ganze FCZ-Familie vor der Südkurve zusammen. Spieler und Fans singen und jubeln – sie sind ergriffen, Tränen fliessen. Nicht weil der FCZ gewann oder bezaubernd spielte, nein, Alain Nef, die Clublegende, beendet seine Karriere. Nefs Name ist über die Jahre derart gewachsen, dass er gar frustrierte Fans nach einer missratenen Saison versöhnen kann.

    Nef übergibt sein Leibchen den Fans, die Nummer 13 hängt darauf am Zaun wie eine Reliquie, dann steigt er hoch ins Dasein als Zuschauer – zu den Fans in die Südkurve. Nef nimmt das Mikrofon und singt – und Tausende mit ihm. Später erzählt Nef, auf was er sich am meisten freue als Fussballrentner: «Im Stadion Wurst essen und Bier trinken.» Der Satz zeugt von Nefs Gabe als Mann des Volkes und deutet darauf hin, wie gross die Lücke wird, die er hinterlässt. Nef gehört zu den Letzten seiner Art.

    Es gibt einen anderen Satz, der steht weniger für Nef und mehr für den FCZ und seine Saison: Der gefährlichste Ort der Welt ist der, wo du dich sicher fühlst. Das hat nicht Nef gesagt – es ist eine Weisheit aus dem mexikanischen Drogenkrieg. Wenn man Ludovic Magnin bei der Saisonanalyse zuhört, dann wächst der Eindruck, dass sich auch der FC Zürich oft zu sicher fühlt.

    Jedes Mal, wenn der FCZ ohne Druck und Angst hätte spielen können, sagt Magnin, dann habe er versagt. System error. Totalausfall. Wie vergangene Woche gegen Luzern, als man einen entscheidenden Schritt Richtung Europa League hätte machen können. Wie gegen Napoli in der Europa League. Wie vor Jahresende, als plötzlich Platz 2 so nah war. Der FCZ wirkte träge, blockiert, lustlos. So schafft er es tatsächlich, in dieser schwachen Liga Siebter und nicht Dritter zu werden. Das Saisonziel ­übrigens. Nicht erfüllt.

    Zusammenbruch und Negativspirale

    In der Hinrunde lieferte der FCZ einige Mal Anzeichen dafür, dass er spielerisch Fortschritte gemacht hat, dass er den Ball gepflegt nach vorne tragen kann, dass der Name Magnin für Verheissung steht. Nun, ein halbes Jahr später, ist vieles anders. Die Mannschaft erlitt einen Zusammenbruch, so sagt es Alain Nef. Eine Negativspirale nennt es Magnin. Oder eben: System error.

    Der FCZ offenbarte einen Fussball, der erstens nicht erfolgreich und unattraktiv war; der zweitens Inspiration und Wille vermissen liess und bei dem man sich drittens fragen musste: Spielkultur, wo bist du? Magnin verpasste es, sich und der Welt zu zeigen, dass er eine Mannschaft weiterbringt und ganz generell, dass er ein guter Trainer ist.

    So werden den Jungtrainer bereits beim Saisonstart Zweifel begleiten. Kann er das? Ist er der Richtige? Ist er gar ein Risiko? Unnötiger Druck für einen Club, der sich in den letzten beiden Jahren in der spielerischen Findungsphase verirrt hat. Und er wird sich noch einmal finden müssen – ein Umbruch kündigt sich an.

    Co-Trainer René Van Eck verlässt den Verein aus familiären Gründen nach Holland. Der andere Co-Trainer Zoltan Kadar ist bereits im April zu GC ­gewechselt. Alain Nef geht, Pa Modou auch, Grégory Sertic wohl ebenso wie Joel Untersee. Die drei ersten Namen nennt Magnin Führungsspieler, wichtige Akteure in einem jungen Team, dem die alten und erfahrenen Fussballer abgehen.

    Weil Spieler wie Hekuran Kryeziu, Benjamin Kololli oder auch Captain Kevin Rüegg bedeutend weniger Verantwortung übernommen haben als geplant und gewollt, steht Magnin plötzlich vor einer hierarchielosen Gruppe, der weitere Abgänge drohen. ­Rüeggs Zukunft ist ungewiss, für Kololli gibt es Angebote aus England – dem Vernehmen nach darf der torgefährliche, aber wenig mannschaftsdien­liche Spieler bei einem entsprechenden Angebot gehen.

    Der FCZ muss investieren

    Dem FCZ fehlen Typen, und ihm fehlt eine Achse. Mit Becir Omeragic, Simon Sohm und Izer Aliu hat er verheissungsvolle Talente, doch diese brauchen erfahrene Leute neben sich, um zu wachsen. Tranquillo Barnetta hat jüngst gesagt, wie wichtig für junge Spieler ältere Stützen seien. Will der FCZ sich stabilisieren und besser werden, muss er investieren. Innenverteidigung, zentrales Mittelfeld, Sturm – für jede Schlüsselposition braucht es eine Verstärkung.

    Es kommt nun aus Groningen Offensivspieler Mimoun Mahi. Ein Marokkaner und ein Versprechen, heisst es, doch das waren in den vergangenen Jahren viele andere Spieler auch.

    Die positiven Dinge musste man in dieser Saison suchen: Es gab die gelungene Reise durch die Europa League und den bedingungslosen wie positiven Support der Südkurve. Und da ist vielleicht noch das Tor im letzten Spiel gegen St. Gallen: Goalie Brecher eröffnet das Spiel, der Ball zirkuliert durch die Zürcher Reihen, meist nur mit einer Ballberührung, dann Flanke, Direktabnahme und Tor. Wunderschön und wunderbar. Doch es bleiben Zweifel: War das nun Plan oder Zufall? (Tages-Anzeiger)

    Weil der Grossteil der finnischen NHL-Stars auf die WM in der Slowakei verzichtet, hatte die heimische Presse (voreilig) vor dem Turnier ein vernichtendes Urteil über die Finnische Nationalmannschaft mit den National-League Söldnern Pesonen (Tigers), Lindbohm (Lausanne) und Rajala (Biel) gefällt: Die «Leijonat» Ausgabe 2019 sei wohl die schwächste finnische Auswahl, die je an eine WM geschickt worden sei. :rofl: :floet:

    Das Finnische Hockey Märchen. Der AHL Goalie sticht auch den Stanley Cup Sieger Murray aus. Murray sieht m.E. vor allem beim ersten Tor schlecht aus. Schöne Geschichte!

    Die Russen hatten mit dem aggressiven und körperbetonten Spiel der Nordländer offensichtlich Mühe und konnten kaum jemals ihr gefürchtetes Direktspiel aufbauen. Die «Sbornaja» scheiterte aber auch immer wieder am stark aufspielenden Kevin Lankinen im finnischen Tor. Am Ende entschied ein einziges Tor die Partie: Captain Marko Anttila schoss Finnland in der 51. Minute in den Final.

    Das Rezept gegen die Russen ist immer das gleiche: Hart auf den Mann spielen! Das mögen sie seit je her nicht. Und dann ein Goalie der das Spiel seines Lebens spielt. Die Finnen nun klar im Spotlight, sie sind dort wo die Schweizer gerne wären.

    Die Russen waren doch gewarnt nach dem Spiel gegen Schweden....habe nur die letzten 5 Minuten gesehen, aber war sprachlos. Nun gegen Kanada im Final, die sind ja nun zur Genüge vorbereitet! Sport! Dänemark wurde im Fussball Europameister aus den Ferien, Griechenland wurde das auch. War ja auch nicht normal!

    Das meint BLICK zur Hockey-WM: Der Schweizer Gold-Traum lebt weiter

    Die Anspruchshaltung bei Fans und (gewissen) Medien steigt. Der Druck bei der Heim WM wird enorm sein, aber es gibt auch den Heimvorteil, siehe die Tschechen in der alten Heimat. Aber es wird praktisch alles davon abhängen welche NHL Spieler auflaufen werden. Es könnte aber auch passieren das die Spieler noch im Einsatz sind, verletzt oder keine Freigabe erhalten. Der Weg der Schweiz weiter nach vorne läuft über mehr NHL Spieler, sprich, über die Ausbildung in der Schweiz. Mal schauen was die Zukunft bringt.

    Alain Nef darf nicht mehr spielen

    14 Jahre hat er für den FC Zürich verteidigt. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er noch eine Saison angehängt. Der Club aber will nicht mehr.

    Ueli Kägi (TA)

    Am Mittwochabend hatte Thomas Bickel noch so getan, als ob nichts entschieden wäre. Alain Nef werde sicher beim FCZ bleiben, erklärte der Sportchef nach dem 0:3 in Luzern. «Als Spieler oder in einer anderen Funktion, das lasse ich noch offen.»

    Bickel sagte nur die halbe Wahrheit. Die FCZ-Führung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, dass es für Nef keinen neuen Vertrag als Spieler gibt. Am Donnerstag verschickte der Club eine Mitteilung: «Alain Nef beendet aktive Profikarriere.» Der Spieler erhält stattdessen eine Anstellung im Bereich Talent- und Teammanagement.

    Im Communiqué lässt der FCZ aus, weshalb er Nef nicht mehr als Fussballer beschäftigen will. Die Gründe reicht Bickel telefonisch nach: «Es war ein sportlicher Entscheid. Irgendeinmal ist die Karriere vorbei.»

    Nef redete nicht öffentlich, der Club wollte das nicht. Der Verteidiger wird nur im Communiqué zitiert: «Ich hätte gerne noch eine Saison weitergespielt, und es war nicht einfach, den richtigen Zeitpunkt für mein Karrierenende zu finden.» Aus dem Umfeld des 37-Jährigen heisst es, es habe Nef schwer enttäuscht, dass er vom FCZ so lange nichts gehört habe und nun der Vertrag nicht verlängert werde.

    Es ist schwierig, verdiente Profis ohne Nebengeräusche zu verabschieden, wenn sie weiterspielen würden. Es hat aber auch schon Clubs gegeben, die dieses Dilemma eleganter gelöst haben als der FCZ. Bickel sagt, der Verein habe den Entscheid auch deshalb lange offen gelassen, weil er zuerst seine Probleme im Abstiegskampf habe lösen müssen. «Wir haben uns den Entscheid nicht einfach gemacht. Doch nur aus Dankbarkeit können wir keine Verträge verlängern.»

    Auch Pa Modou muss gehen

    Sportlich mag der Entschluss der Clubleitung mit Ancillo und Heliane Canepa, Bickel und Trainer Ludovic Magnin nachvollziehbar sein. Doch Nefs Wert besteht nicht allein darin, was während den 90 Minuten passiert. Er ist ein FCZler durch und durch. Eine Identifikationsfigur, wie sie sich jeder Club wünschen muss. Und wie sie der FC Zürich jetzt nicht mehr bieten kann. Das muss nicht zum Problem werden. Kann es aber. Gerade jetzt, da sich die Mannschaft schwer tut, eine Identität zu finden. Neben Nef wird auch Pa Modou die Mannschaft verlassen. Der Vertrag des 29-jährigen Gambiers läuft nach zwei Jahren aus.

    Bickel sagt, der Verein honoriere die Verdienste Nefs mit der weiterführenden Anstellung. Er kann aber auch dessen Enttäuschung über das Ende als Fussballer verstehen. «Er hat eine tiefe Verbundenheit mit dem Club. Klar, dass er nicht gerade Freudensprünge gemacht hat.»

    14 Jahre hat Nef inklusive Juniorenzeit beim FC Zürich gespielt. Sein Debüt bei den Profis gab er 2001/2002, als der Trainer noch Georges Bregy hiess und der Manager Erich Vogel. Seinen grössten Moment erlebte er am 13. Mai 2006, der für den Club zum historischen Tag geworden ist. Nef bereitete das 1:0 Keitas vor. Und er war beteiligt am Angriff in der 93. Minute, der zum 2:1 und dem Meistertitel führte: Einwurf Nef, Flanke Stahel, Tor Filipescu. Diese Kombination kennt jeder FCZ-Anhänger auswendig.

    Mit Nef geht auch die letzte mitspielende Erinnerung aus der Ära mit Trainer Lucien Favre. Es ist der zweite Abschied des 190 Zentimeter langen Recken. Unmittelbar nach dem Gewinn der Meisterschaft wechselte Nef zu Piacenza. Später spielte er auch in Udine, Huelva, Triest und bei YB. Im Herzen aber ist er immer Zürcher geblieben. In Wädenswil aufgewachsen, wohnt der zweifache Vater seit Jahren in Zürich.

    2013 kehrte Nef zum FCZ zurück, wurde Captain und zum zweiten, dritten und vierten Mal Cupsieger. Nef stieg mit dem Club ab und wieder auf. Etwas anderes als den FC Zürich hätte er sich nicht mehr vorstellen können. Auch jetzt nicht. Ob er sich nun mit der neuen Aufgabe anfreunden kann, wie sie überhaupt genau aussieht, das muss noch festgelegt werden. Vorher hat Nef am Samstag noch einmal einen Auftritt im weissen Trikot. Gegen St. Gallen wird er für den FCZ seinen 337. Einsatz in einem Wettbewerbsspiel absolvieren.

    Die Favoriten haben sich durchgesetzt, mit einer Ausnahme, aber leider betrifft die weder die Schweiz noch Deutschland: Die Finnen mit ihrer Truppe ohne Stars schlagen die Schweden mit unserem Coach an der Bande.....das kann ja lustig werden! Ansonsten dürfte die Luft nun draussen sein, Zeit für die Sommerpause!


    Tja, was will man da sagen, es ist halt einfach ein Sport, in dem es bis zur letzen Hundertstelsekunde offen bleibt und alles passieren kann. Das Glück, das man während dem Rest des Spieles hatte, hatte man in dieser Szene halt nicht, bitter aber halt einfach nicht zu ändern!!
    Es war halt evtl ein bisschen zu passiv in den letzten Minuten aber die Kanadier haben es auch erzwungen.

    So ist es! Man hat lange alles richtig gemacht, wenig Fehler gemacht und zwei Mal im PP getroffen, aber Kanada hatte über das ganze Spiel doppelt so viele Schüsse und auch etwas Pech das sich dann halt in letzter Sekunde doch noch in Glück wandelte. In der OT waren die NHL Leute halt eine Spur abgeklärter, effizienter. Aber gestohlen haben sie den Sieg nicht! Trotzdem grosses Kompliment an die Schweizer, sie haben heute vieles richtig gemacht, zum Halbfinale hätte es etwas mehr Glück gebraucht.