Beiträge von Larry

    Weil GC und der FCZ taumeln, wächst in Zürich die Sorge wegen einer zweiten Stadion-Abstimmung

    Nicht Rekurse, sondern ein erneuter Urnengang könnte das neue Fussballstadion in Zürich gefährden. Immerhin: Ein prominenter Gegner aus Höngg hat sich zurückgezogen.

    Daniel Fritzsche (NZZ)

    Er war das Schreckgespenst der intensiven Abstimmungskampagne um das neue Zürcher Fussballstadion: der «Höngger Freisinn». Die SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, die das Projekt in Zürich-West bekämpfte, wurde nicht müde, von der Gruppe gutsituierter Herren zu sprechen, die das Vorhaben auf dem Rechtsweg zu Fall bringen wolle, sollte es nicht schon vorher an der Urne gekippt werden.

    Nun sind seit der kapitalen Abstimmung bald sechs Monate ins Land gezogen. Und nach dem klaren Ja der Stimmbürger zum Projekt Ensemble mit Stadion und zwei Hochhäusern scheint der Kampfeswille des «Höngger Freisinns» nachgelassen zu haben.

    Das wohl bekannteste Mitglied des «Komitees gegen den Höhenwahn», der frühere Gemeinderatspräsident und Architekt Marcel Knörr, zieht sich zurück. Der Wortführer ist aus der Gruppe ausgetreten – «aus privaten Gründen», wie er auf Anfrage der NZZ mitteilt. Wegen seines Engagements gegen das Projekt sei er massiv unter Druck geraten. Als bald 70-Jähriger wolle er sich dies nicht weiter antun.

    Ein anderer Sprecher des Komitees lässt ausrichten, dass man über einen allfälligen Rekurs gegen das Bauprojekt noch nicht entschieden habe. Man warte derzeit auf die Publikation des privaten Gestaltungsplans. Vorher könne man sich nicht äussern. Zuvor blitzte die Gruppe vor Verwaltungsgericht mit einem Stimmrechtsrekurs gegen die Abstimmungsunterlagen und die Informationspolitik des Stadtrats in diesem Zusammenhang ab; ans Bundesgericht zog sie den Fall nicht weiter.

    So wasserdicht wie möglich
    Klar ist, dass die Baufirma HRS, die das Stadionprojekt realisiert, alles unternimmt, um möglichen Rekursen frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sprecher Hans Klaus bestätigt, dass der Gestaltungsplan, der die grundsätzlichen baulichen Dimensionen, den Nutzen und den Zweck regle, sehr sorgfältig ausgearbeitet worden sei, damit er juristisch möglichst nicht angreifbar sei.

    «Die hohe Qualität des Gestaltungsplans ist wohl einzigartig für ein Grossprojekt im Raum Zürich», sagt Klaus. Dies sei auch eine Lehre aus vergangenen, gescheiterten Stadionplänen gewesen. Das sogenannte Pentagon-Stadion, das für die Fussball-Europameisterschaft 2008 vorgesehen war, wurde über Jahre juristisch bekämpft und am Ende nie realisiert.

    Gegen das Pentagon-Stadion zog unter anderem der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) vor Gericht. Die Situation damals sei jedoch nicht mit der heutigen zu vergleichen, sagt der Geschäftsführer Markus Knauss. Beim Pentagon seien die Verkehrserschliessung und die vielen geplanten Parkplätze strittig gewesen.

    Das Projekt Ensemble hingegen entspreche – prima vista – den Rechtsgrundlagen. So sind für die beiden Wohntürme und das Stadion 610 Parkplätze in einer Tiefgarage vorgesehen. «Wir werden das aber nach Vorliegen des Gestaltungsplans noch einmal genau prüfen», sagt Knauss.

    Die brisantere juristische Frage stelle sich eher bei der städtebaulichen Einordnung der je 137 Meter hohen Wohntürme. Dafür wären dann jedoch andere Rekurrenten, zum Beispiel Anwohner, zuständig. Für solche Rechtsverfahren braucht es erfahrungsgemäss eine gut gefüllte Kriegskasse: Für den Gang bis vor Bundesgericht sind schnell einmal hohe fünfstellige Beträge nötig.


    Die Interessen der direkten Anwohnerschaft hatte im Abstimmungskampf die IG Hardturmquartier gebündelt. Die Vereinspräsidentin war für die NZZ nicht zu sprechen. Vorstandsmitglied und SVP-Gemeinderat Stefan Urech – ein Befürworter des Stadionprojekts – berichtet aber davon, dass die Frage, ob und wie die IG das Projekt Ensemble juristisch bekämpfen wolle, noch nicht beantwortet sei. Er persönlich fände es falsch, eine grosse Summe für einen aussichtslosen Rechtsstreit auszugeben, sagt Urech. «Das Geld sollten wir besser für sinnvolle Projekte in unserer Nachbarschaft ausgeben.»

    Liebäugeln mit Referendum
    Für Gegner des Stadionprojekts gibt es also gewichtige Argumente gegen eine aufwendige «Rekursschlacht». So rückt plötzlich wieder eine politische Option in den Fokus. Der Gestaltungsplan zum Ensemble soll noch in diesem Jahr im Zürcher Stadtparlament verhandelt werden.

    Im Rat ist kein grosser Widerstand zu erwarten. Die SP, die sich im Abstimmungskampf als stärkste Gegnerin positioniert hatte, will dem Plan «keine Steine in den Weg legen». So formulierte es die Parteileitung. Jedoch wird der parlamentarische Beschluss referendumsfähig sein. Bringen Anwohner, zum Beispiel mit der Hilfe der heutigen Nutzer der Stadionbrache, genügend Unterschriften zusammen, könnte es zu einer zweiten Abstimmung über das Projekt kommen. Das ist eine Variante, die für die Investoren HRS und CS gefährlich werden könnte.

    Der Grüne Markus Knauss, der auch Gemeinderat und Mitglied des Vereins Stadionbrache ist, sagt: «Ein Referendum ist nicht a priori auszuschliessen.» Bei der ersten Abstimmung vom letzten September sei es in erster Linie um das Finanzierungsmodell für das Ensemble gegangen. Beim Gestaltungsplan könnte sich die Stimmbevölkerung zum Projekt an und für sich äussern.

    «Im Grundsatz hat dieses Projekt nach wie vor keine städtebauliche Qualität und bringt dem Quartier nur Nachteile, gerade wenn man die heute schon prekäre Grünraumsituation berücksichtigt.» Bei einer allfälligen zweiten Abstimmung könne es durchaus sein, dass die Bevölkerung die momentanen sportlichen Leistungen der beiden Zürcher Fussballklubs einbeziehe. GC wird Ende dieser Saison so gut wie sicher in die Challenge League absteigen; dem FCZ droht die Barrage.

    So eindeutig, wie immer geschrieben werde, sei das Abstimmungsresultat vor einem halben Jahr im Übrigen nicht gewesen, sagt Knauss. Knapp 54 Prozent sprachen sich für die Vorlage aus. Wäre eine erneute Abstimmung nicht eine Zwängerei? Knauss spricht von einem legitimen demokratischen Mittel. Auch über die Reform der Unternehmenssteuern werde nun bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren abgestimmt.

    GC muss bald wieder aufsteigen
    Seitens des Projektteams sieht man es anders. Sprecher Hans Klaus sagt: «Die Zürcher haben ein klares Votum für das Stadion abgegeben.» Die Kombination von bezahlbarem Wohnraum, Gewerbe, Sport und einer sinnvollen Quartiergestaltung sei unterstützt worden.

    Dass die sportliche Baisse von GC und FCZ bei einem erneuten Urnengang wohl eine Rolle spielen würde, nehme man zwar erst. Aber: «GC wird der Wiederaufstieg in die Super League sicher gelingen – am besten direkt in der kommenden Saison.» Die Weichen für den Erfolg seien mit dem neuen Präsidenten und dem neuen Trainer gestellt, sagt Klaus.

    Finanziell sei das Stadion ohnehin nicht gefährdet. «Die aktuellen sportlichen Resultate haben keinen Einfluss auf die Kalkulation des Betriebs.» Auch mit nur noch einem Super-League-Klub könne das Stadion betrieben werden. In der Challenge League seien die erwarteten Erträge zwar geringer, die Ausgaben aber ebenso. «Insgesamt verkleinert sich die Bilanzsumme», sagt Klaus. Die Sportstätte sei zudem nicht überdimensioniert. Rund 18 000 Zuschauer finden darin Platz.

    Wichtig sei, dass die Begeisterung für das Stadion und die Zürcher Klubs nach dem Erfolg an der Urne vom letzten Herbst in den kommenden Monaten und Jahren erhalten bleibe. Mit der Bevölkerung im Rücken – so die Hoffnung – bleibt das Zürcher Stadion auf Kurs.

    Als der Quereinsteiger Kohler zusammen mit dem Leichtgewicht Raffainer Fischer zum Nati Coach machten und diese Swissness einführen habe ich gelacht. Noch mehr habe ich gelacht als Fischer dann auf seine grosse Fresse gefallen ist. Wäre er an der letzten WM wieder gescheitert, er wäre wohl verloren gewesen, aber die NHL Jungs haben ihm den Kopf gerettet. Unterdessen kann ich damit leben das er bis nach der CH WM 2020 Coach ist, und das die Schweiz ihren eigenen Weg geht finde ich gut. Ich werde nie ein Fischer Fan werden aber ich kann mit ihm leben, bin aber der Meinung es würde gar keinen vollamtlichen Nati Trainer brauchen. Einer der zwölf NLA Coaches kann dies nach der Saison machen, mit zwei anderen als Assis, die kennen jeden Spieler aus dem ff. Die NHL Jungs nehmen und mit CH auffüllen. Denke sie schaffen die Viertelfinals, ev. gibt es sogar einen Halbfinal. Alles andere wäre eine grosse Enttäuschung. Von Gold sollte man in der Öffentlichkeit m.E. nicht sprechen, passt nicht zur Schweiz. Meine Meinung.

    Die grosse Erkenntnis der beiden Turniere in Pyeongchang und der WM 2017 in Paris war, dass wir bei 5 gegen 5 Spielern auf dem Eis zu den besten Teams gehören. Aber sowohl im Powerplay als auch im Boxplay zu den schwächsten. Also bin ich in die USA zu den Tampa Bay Lightning geflogen und erhielt dort einen detaillierten Einblick in die Trainingsgestaltung. Davon konnte ich viel mitnehmen. An der letzten WM hatten wir im Powerplay eine Erfolgsquote von 35 Prozent. Das ist ein sehr guter Wert.(Patrick Fischer)

    https://www.watson.ch/sport/intervie…ossen-interview


    Ich hatte mich im Vorfeld mal etwas mit Grönborg auseinandergesetzt

    Als sein Name zum ersten Mal auftauchte habe ich das auch gemacht (habe ja Zeit :mrgreen: ) und bin zu den gleichen Schlüssen gekommen wie Du.

    Was mich positiv stimmt:

    - Auf Grund seines Renommees werden die Spieler mehr Respekt vor ihm haben als vor einem NoName

    - Er hat mit Weltklassespielern gearbeitet und wird sich wegen Lokalhelden nicht verbiegen

    - Er ist aber nicht einfach ein harter Hund sondern will jeden Spieler besser machen, ist ein guter Kommunikator und seine Message kommt darum an

    - Er hat weitere Ambitionen, möchte in die NHL, und für das braucht er Erfolg


    Nun wird es wohl ruhiger auf dem Board....

    Noch die NHL Playoffs weiter verfolgen, bisschen WM gucken. Fussball (FCZ) ist noch ein Thema, danach können wir hier auch mal in die Sommerpause. :bier:

    Grönborg wurde zuletzt mit Schweden zweimal Weltmeister. Musste es ein grosser Name sein?
    Wichtig war für uns, dass er auf hohem Niveau gearbeitet hat, mit Spielern auf Weltklasseniveau. Dass er keinen zu grosen Respekt hat vor den Spielern, sich getraut, sich durchzusetzen. Darum ging es.

    Dünkt mich sehr wichtig und ich denke er wird von den Spielern auch von der ersten Minute an den nötigen Respekt erhalten. Ich denke sie werden jetzt spuren oder der eine oder andere wird sich auf der Tribüne wieder finden.

    «Er ist ein richtiger Chef»

    von Simon Graf -

    ZSC-Sportchef Sven Leuenberger erklärt, wieso er sich für den schwedischen Weltmeistertrainer Rikard Grönborg (50) als neuen Zürcher Coach entschieden hat.

    Wieso haben Sie sich für Rikard Grönborg als neuen ZSC-Trainer entschieden?
    Er hat uns von seiner Persönlichkeit her sehr überzeugt. Von seinem ganzen Auftreten. Und auch, wie er das Eishockey sieht. Er ist sehr gradlinig als Typ, auf dem Eis gibt es bei ihm keine Kompromisse. Wenn er sagt, es gehe nach links, dann geht es nach links. Er hat dieses Nordamerikanische in sich drin, das Unnachgiebige. Er scheut sich nicht vor Entscheidungen, ist ein richtiger Chef.

    Grönborg war ja auch in Davos ein Thema. Wie kommt es, dass er nun beim ZSC gelandet ist?
    Ich weiss nicht, was mit Davos war. Man hört, es habe sich um gewisse Ausstiegsklauseln gedreht. Wir jedenfalls haben ihm vom Anfang an klar gemacht: Es gibt bei uns keine Ausstiegsklauseln.

    Wieso dauerte es so lange, bis Sie den neuen Headcoach verpflichten konnten? Spekulierte Grönborg noch auf einen Coaching-Job in der NHL? Zum Beispiel in Buffalo?
    Nein. Er bekannte sich von Anfang an dafür, dass er nicht in die NHL geht. Es gab andere Kandidaten, die sagten, sie wollten zuerst abwarten, was in der NHL passiere. Es sind dort ja noch vier, fünf Coaching-Jobs offen. Und dann hätten wir locker noch bis Ende Mai warten können. Es hat bei uns etwas gedauert, weil wir unsere Recherche sehr gründlich gemacht haben, mehrere Kandidaten zum persönlichen Gespräch nach Zürich haben einfliegen lassen.

    Wie viele ernsthafte Kandidaten gab es?
    Irgenwann waren wir bei vier Kandidaten. Geredet haben wir aber mit mehr, mit fünf, sechs. Das kann aber auch einmal eine Stunde am Telefon gewesen sein. Grönborg war zwei Mal in Zürich. Es war mir wichtig, ihn persönlich zu treffen. Und dass er unser Umfeld kennenlernt.

    Grönborg hat für zwei Jahre unterschrieben, sein erklärtes Ziel ist aber die NHL. Haben Sie nicht Angst, ihn frühzeitig zu verlieren? Wie einst Meistertrainer Bob Hartley?
    Wie gesagt: Er hat bei uns keine Ausstiegsklausel und für zwei Jahre unterschrieben. Was danach sein wird, werden wir sehen.

    Mit schwedischen Coaches haben Sie bei Hans Wallson und Lars Johansson ja jüngst keine guten Erfahrungen gemacht. War das kein Punkt, der Sie skeptisch stimmte?
    Grönborg ist kein typischer Schwede, sondern ein nordamerikanisch denkender Schwede. Und ein nordamerikanisch coachender Schwede. Er hat auch den amerikanischen Pass, hat 20 Jahre in Nordamerika gelebt, auf Englisch studiert. Seine Frau ist Amerikanerin. Wallson und er sind ganz unterschiedliche Typen.

    Grönborg wurde zuletzt mit Schweden zweimal Weltmeister. Musste es ein grosser Name sein?
    Wichtig war für uns, dass er auf hohem Niveau gearbeitet hat, mit Spielern auf Weltklasseniveau. Dass er keinen zu grosen Respekt hat vor den Spielern, sich getraut, sich durchzusetzen. Darum ging es.

    Ist das die Lehre aus dem Misserverständnis mit Serge Aubin?
    Grönborg kommt nun unter ganz anderen Vorzeichen. Aubin musste eine Mannschaft übernehmen, bei welcher der Meistertitel das eine oder andere Problem überdeckt hatte. Die Spieler sind jetzt sicher mehr bereit, zuzuhören, als sie das bei Aubin waren. Ich bin aber nach wie vor überzeugt, dass Aubin ein guter Coach ist.

    Rikard Grönborg als Nationaltrainer Schwedens, hier gegen Tschechien beim Länderturnier Channel One Cup in Moskau letzten Dezember. (Bild: Maxim Shipenkov/Keystone

    Grönborg hat wenig Erfahrung als Clubcoach. Ist das nicht ein Handicap?
    Wir machten bei allen Kandidaten eine Liste mit Plus und Minus. Du findest immer irgendetwas. Der eine hat keine Europa-Erfahrung. Der andere ist ein Rückkehrer. Und so weiter. Ja, Grönborg hat nicht so viel Erfahrung als Club-Coach. Aber er hat unglaublich viel gesehen, hat jedes System dieser Welt studiert. Im Hinblick auf das Olympiaturnier ohne NHL-Cracks setzte er sich sehr intensiv mit den europäischen Topligen auseinander, auch mit der Schweiz. Ich war beeindruckt, wie viel er wusste. Und wieviel er wissen wollte.

    Wie meinen Sie das?
    Vor der Olympiasaison meldete er sich bei uns und sagte, er werde ein paarmal nach Zürich kommen, um Kandidaten fürs Nationalteam zu beobachten. Und er schaute nicht nur unsere Spiele, er wollte auch wissen, was wir vom Spieler erwarten wie bei uns von Fredrik Pettersson. Damit er seine Leistung richtig einschätzen konnte. Das hatte ich zuvor noch nie erlebt bei einem ausländischen Nationaltrainer.

    Beim schwedischen Nationalteam arbeitet Grönborg mit Weltklassespielern. Aber wie geübt ist er mit Spielern, die nicht ganz so gut sind?
    Ich fragte ihn das auch. Er gab mir zur Antwort, dass er auf der höchsten US-Collegestufe ein Expansionsteam übernahm, das sich aus den Spielern zusammensetzte, welche die anderen Club nicht mehr wollten. Und mit jenem Team erreichte er das Playoff. Er hat also nicht nur mit Weltklassespielern gearbeitet.

    Was erwarten Sie von ihm punkto Nachwuchsförderung?
    Das Schöne ist, dass Grönborg zwei Nationalitäten in sich hat. Im Coaching ist er ein Nordamerikaner. Punkto Ausbildung aber eher ein Schwede. Er hat das schwedische Ausbildungskonzept mitgestaltet. Natürlich wollen wir da von seinem Knowhow profitieren.

    Für welches ein Eishockey steht er? Wird der ZSC nächste Saison ähnlich spielen wie der EV Zug unter Dan Tangnes?
    Wie wir genau spielen werden, kann ich Ihnen noch nicht sagen. Er wird zuerst unsere Stärken und Schwäche studieren, sich Videos anschauen von unseren Spielen. Auch vom Playoff 2018, als wir Meister wurden. Für ihn steht an erster Stelle, dass wir defensiv solid stehen. Das Fundament des Hauses muss stimmen. Aber natürlich wollen wir auch Druck auf den Puck ausüben. Er ist taktisch sehr flexibel, hat das System beim schwedischen Nationalteam immer wieder angepasst.

    Wird jetzt, da Grönborg als Coach feststeht, der vierte Ausländer ein Schwede sein?
    Nicht unbedingt. Ihm sei egal, woher der vierte Ausländer stamme, sagte er. Es müsse einfach gut sein.

    Grönborgs rechte Hand im Nationalteam, Peter Popovic, wechselt zu Färjestad. Wer wird in Zürich sein Assistent?
    Das ist noch offen.

    Was erwarten Sie von Grönborg? Dass er die Disziplin wieder herstellt?
    Ich erwarte, dass er der Chef ist. Dass wir eine klare Strategie haben. Dass er das System gut vermitteln kann, die Struktur stimmt auf dem Eis. Und dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.

    Er war die letzten Jahre sicher mehr Coach als Trainer, aber da er für die Ausbildungsphilosophie des schwedischen Eishockeyverbandes verantwortlich war denke ich er weiss ganz genau auf was es ankommt. Das man in Buffalo mit dem Gedanken spielte ihn zu verpflichten werte ich auch als positiv.


    Ist kaum ein typischer Schwede mit viel Nordamerika Erfahrung.

    Wenn du als Coach der Schweden mit 20 NHL Spielern an die WM gehst spielst du das was deine Spieler seit Jahren spielen: NHL Hockey!

    Vorfreude macht sich bemerkbar! Wann beginnt die Saison?

    Da Grönborg zwei Jahrzehnte lang in Amerika gelebt und dort als Nachwuchstrainer gearbeitet hat, kennt er nicht nur die schwedische Hockeyphilosophie. «Rikard ist ein nordamerikanisch geprägter Coach mit klaren Ideen, starker Ausstrahlung und sehr guten kommunikativen Fähigkeiten»