Beiträge von Larry


    Sven und Zahner hoffen, dass sie wieder einen Glücksschuss wie Bob Hartley abgeben können, Meister werden und so wieder Ruhe haben.

    Siehe auch Daniel Germann (NZZ) weiter oben. Leider ist es so! Macht wenig Laune im Moment....

    Keine Zukunft für Del Curto bei den ZSC Lions

    Knapp zwei Wochen nach dem Saisonende entscheiden die Zürcher, den Vertrag mit dem Trainer nicht zu verlängern. Die Entwicklung kommt nicht überraschend. Arno Del Curto hat in seiner zweiten Zeit in Zürich nur wenig bewegt.

    Daniel Germann (NZZ)

    Es war ein Entscheid mit Ansage, denn hätten die ZSC Lions wirklich an eine Zukunft mit Arno Del Curto geglaubt, dann wäre er schneller gekommen. Doch weil der 62-jährige Engadiner seit seinem ersten Wirken in Zürich Anfang der neunziger Jahre eine Ikone ist, brauchte es etwas Distanz und wahrscheinlich auch einige Überzeugungsarbeit, um sich zum Entschluss durchzuringen.

    Doch nun steht er fest. Die Lions kommunizierten am Freitagmorgen in einer knappen Medienmitteilung: «Keine Vertragsverlängerung mit Arno Del Curto.» Man sei bei der gemeinsamen Analyse zum Schluss gekommen, den Vertrag nicht über die Saison 2018/19 hinaus zu verlängern. Mit Del Curto geht auch Mathias Seger, der kurz nach Del Curtos Verpflichtung im Januar als zweiter Assistent eingesprungen war. Michael Liniger kehrt zum Farmteam GCK Lions zurück. Er hat dort noch einen Vertrag für eine weitere Saison. An ihm sollen aber auch andere, sportlich ambitioniertere Swiss-League-Teams Interesse haben.

    Ein gegenseitiges Missverständnis

    Doch im Zentrum steht natürlich die Trennung von Del Curto. Dass er Zürich, seine Sehnsuchtsdestination, wie er selber immer wieder sagte, nach nur knapp vier Monaten schon wieder verlässt, ist das Eingeständnis eines gegenseitigen Missverständnisses. Del Curto konnte im Hallenstadion nie einlösen, was sein Name versprochen hatte. Auch unter ihm boten die Lions nur selten jenes Spektakel, nach dem das unterhaltungssüchtige Publikum verlangt.

    Vielmehr verlor das Team nach dem Trainerwechsel von Serge Aubin zu Del Curto auch noch die defensive Stabilität, die es in den trüben Herbstmonaten zuvor immerhin über dem Strich gehalten hatte. Nach zehn Niederlagen aus 17 Spielen stürzten die Lions als zweiter Meister nach dem SC Bern 2014 in die Klassierungsrunde. Was in dieser passierte, war weder für die Lions noch für die Beurteilung von Del Curtos Arbeit von Belang.

    Die Qualitäten Del Curtos stehen ausser Frage. Er hat sich in über 22 Jahren beim HC Davos als einer der erfolgreichsten und auch innovativsten Trainer Europas etabliert. Sechs Titel sind ein überragendes Zeugnis seiner Arbeit. Doch in Zürich fehlte ihm die Zeit und möglicherweise auch die Inspiration, um das erfolgsgesättigte Team aus seiner Komfortzone zu reissen.

    Seine Wahl war in erster Linie nostalgisch motiviert. Man erinnert sich rund um das Hallenstadion nur zu gern an die rauschenden Play-off-Nächte des Frühjahrs 1992, als er und sein Team um den alternden russischen Star Wladimir Krutow das «Grande Lugano» eliminierten, vergisst aber gleichzeitig, dass der ZSC – und mit ihm Del Curto – in der Runde danach gegen den SCB chancenlos war und sang- und klanglos scheiterte.

    Auf der Trainerposition fehlt den ZSC Lions die Kontinuität

    Del Curto wird sich möglicherweise jetzt gönnen, was er nach 22 Jahren im HCD schon vorher hätte machen sollen: eine schöpferische Pause. Er war nicht gut beraten, nur sieben Wochen nach der Trennung vom HCD bereits den nächsten Job anzunehmen. Die ZSC Lions hingegen befinden sich wieder einmal auf Trainersuche.

    Der Klub, der sich selber so gern als Vorzeigeunternehmen rühmt, hat auf seiner wichtigsten technischen Position seit drei Jahren keine Kontinuität mehr. Auf den Schweden Hans Wallson folgte der Kanadaschweizer Hans Kossmann, auf Kossmann der Kanadier Serge Aubin, auf Aubin Del Curto. Und jeder Wechsel ging mit einem spielerischen Bruch einher. Eine Linie, eine klare Strategie war nicht zu erkennen.

    Die Lions schreiben zum Profil des nächsten Übungsleiters in der Medienmitteilung: «Durchsetzungsvermögen und Führungsqualitäten sind nebst den hockeyspezifischen Fähigkeiten und Kenntnissen zentrale Kriterien des Anforderungsprofils für den neuen Headcoach ab der Saison 2019/20.» Das liest sich wie ein Satz aus einem Stelleninserat und ist ein Eingeständnis dafür, dass man offensichtlich keine klare Idee hat, wie man das gesättigte Team wieder auf Kurs bringen soll.

    Klare personelle Konsequenzen aus der missratenen letzten Saison blieben zumindest auf der Seite der Spieler bisher aus. Man begnügt sich offensichtlich mit Retuschen, lässt aber die designierten Leader gewähren, die in dieser Saison nur selten solche waren. Man hofft darauf, dass irgendein Trainerglücksgriff der Mannschaft Beine machen wird, wie das dem knorrigen Hans Kossmann vor einem Jahr für sechs rauschende Play-off-Wochen gelang. :roll:

    Wieweit die Zuzüge dazu beitragen werden, die Mentalität des Teams zu verändern, ist fraglich: Der Bieler Marco Pedretti, einer der Wunschzuzüge des Sportchefs Sven Leuenberger, war am Donnerstagabend beim 2:0-Sieg in der Halbfinalserie gegen den SC Bern überzählig. Er genügte den Ansprüchen des Trainers nicht. Das sind ja heitere Perspektiven.

    Wieweit die Zuzüge dazu beitragen werden, die Mentalität des Teams zu verändern, ist fraglich: Der Bieler Marco Pedretti, einer der Wunschzuzüge des Sportchefs Sven Leuenberger, war am Donnerstagabend beim 2:0-Sieg in der Halbfinalserie gegen den SC Bern überzählig. Er genügte den Ansprüchen des Trainers nicht. Das sind ja heitere Perspektiven.(NZZ) :roll:

    Tippe immer noch auf Zug als Meister. Bern schreibe ich noch nicht ab, die brauchen scheinbar das Messer am Hals, aber es darf nun für sie nichts mehr schief gehen. Biel hätte es natürlich verdient!

    Guten Morgen!

    Was geht hier ab? :shock: Mann.....

    Hätte ihn nicht geholt und verstehe Klein, mit Aubin wären wir in den PO's gewesen.

    Aber nun hätte ich ihn zumindest eine Saison behalten.

    Verstehe das Ganze nicht!

    Aber falls Bern nicht doch noch Meister wird gibt es im Schweizer Hockey nach 20 Jahren ZSC-SCB-HCD-HCL eh eine Zäsur. Lugano schon länger weg vom Fenster, Davos vielleicht für immer, was mit ZSC und SCB passiert werden wir sehen.

    :nixwiss:

    Hab mir das Spiel auf SRF reingezogen. War nicht überrascht, habe eher mit einer Klatsche gerechnet. Noch ein Punkt (!) bis Platz 8, noch sieben Punkte bis zum Barrage Platz! Ja man ist immer noch auf Platz 4 aber eben nur noch 1 Punkt von Platz 8 weg!

    Die Schweden wurden übrigens nie eingestellt um etwas mit dem Nachwuchs zu machen, das war nie der Plan! Das Schweden System kann nur schon wegen unserem Schulsystem nicht eingebracht werden, genauso wir man die Kanadier und Amerikaner im Nachwuchs nicht kopieren kann. Die Schweiz braucht ein an die Schweiz angepasstes Nachwuchskonzept!

    Das Experiment mit den Schweden war von Anfang an zum Scheitern verurteilt weil sich Wallson nicht anpassen wollte sondern wie in Schweden funktionierte, nur geht das eben nur in Schweden und sonst nirgendwo! In allen anderen Ligen sehen die Spieler den Trainer als Chef der Taktik und Training vorgibt und sie nicht fragt wie man dies und das machen soll. Ausländische Spieler in Schweden sehen das genauso. Dan Tangnes vom EVZ ist Norweger der in Schweden gearbeitet hat, ihm war von Anfang an klar das er mit dem Schweden Stil in der Schweiz keinen Erfolg haben würde. Von Trainern aus Schweden die vorher nie im Ausland gearbeitet haben sollte man tunlichst die Hände lassen!


    Aber eben, seine berüchtigten "Predigten" sind unvergessen, die er früher unter dem Künstlernamen "SCL-Bruno" in diversen Fanforen hinterliess. Da scheint er mittlerweile drüber weg zu sein, und versucht sich nun eher als kleiner Zaugg, zumindest was die Formulierung von rhetorischen Fragen anbelangt.

    Jep! Ist mir auch aufgefallen!

    Der FCZ-Trainer Ludovic Magnin sagt vor dem Spiel gegen Basel: «Dann muss ich ein verrückter Trainer sein»

    Der FC Zürich ist das zweitschlechteste Team der Rückrunde. Im Vorfeld der Partie gegen den FC Basel am Mittwochabend erklärt der Trainer Ludovic Magnin die Gründe für die Baisse – es liegt am Trainer.

    Flurin Clalüna (NZZ)

    In den letzten Tagen hatten Ludovic Magnin und Thomas Bickel eine kleine Meinungsverschiedenheit. Ein Streit war es nicht, das wäre zu viel gesagt, aber jedenfalls waren sich die beiden sehr uneinig. Und nachdem sie sich ausgesprochen hatten, klopfte sich der Trainer Magnin auf die Schulter und sagte zu sich selber: «Das habe ich gut gemacht.» Bickel, der Sportchef des FC Zürich, war der Ansicht gewesen, der Mannschaft habe beim 0:1 in Sitten die richtige Mentalität gefehlt. Aber da hat er, Magnin, einfach einmal widersprochen. Denn sobald es im Fussball um Kopfsachen geht, wird es heikel, dann heisst es schnell einmal, eine Mannschaft wolle nicht recht. Diesem Verdacht will Magnin seine Spieler nicht aussetzen. Und sich selber auch nicht. Denn letztlich muss er als Chef ja dafür sorgen, dass sie wollen.

    Also muss es an etwas anderem liegen, dass der FCZ einfach nicht mehr zeigt, wozu er fähig sein müsste. Und Magnin hat dazu vor dem Spiel gegen Basel am Mittwochabend eine interessante Theorie entworfen: Es liegt an ihm. Beziehungsweise an seiner Art. Magnin ist zu brav. Das klingt erst einmal sehr überraschend, weil man ihn nicht unbedingt so erlebt hat. Aber Magnin hat eine Erklärung. Nicht nur die Mannschaft sei in den letzten Wochen emotionsloser gewesen, «auch der Trainer wurde gezähmt». Man hätte ihn an der Seitenlinie streicheln können, sagt Magnin. Wie ein Lamm sei er gewesen. Und dies sei daran gelegen, dass er Anfang Februar in St. Gallen vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt worden sei. Also habe er versucht, sich künftig gegenüber den Schiedsrichtern zusammenzunehmen, habe dabei aber sein emotionales Coaching vernachlässigt. Magnin sagt: «Wenn ich eine verrückte Mannschaft will, dann muss ich ein verrückter Trainer sein.»


    Es sind schwierige Wochen für den FC Zürich, er ist vor GC die zweitschlechteste Mannschaft der Rückrunde und trotzdem immer noch Vierter, was irgendwie merkwürdig ist, wenn man so selten gewinnt. Und nun kommt der FC Basel in den Letzigrund, der in den letzten Monaten gefunden hat, was dem FCZ so sehr fehlt: Verlässlichkeit. Seit Anfang Dezember haben die Basler nicht mehr verloren; sie sind neben YB die einzige zuverlässige Mannschaft in dieser Meisterschaft, die meisten anderen siegen und verlieren quasi nach dem Zufallsprinzip. Es gab eine Zeit, da zählte sich der FC Zürich auch zu diesen Spitzenteams, aber das ist schon lange her. Das letzte Mal, dass er vorbehaltlos zufrieden gewesen sei, sei nach dem Sieg gegen Leverkusen gewesen, sagt Magnin. Das ist über ein halbes Jahr her. Seither spielt der FCZ fast nur noch unter Wert. Er möge es nicht, wenn man ihm vor einem Spiel Glück wünsche, sagt Magnin, «ich brauche kein Glück, ich brauche Erfolg».

    Als er gefragt wird, ob er bereits für die Zukunft plane, sagt er: «Ich muss jetzt ein paar Punkte gewinnen, damit ich die nächste Saison überhaupt vorbereiten darf.» Er lacht laut, als er das erzählt. Aber die Gedanken über eine Zukunft ohne ihn waren auch schon verbotener als gerade jetzt.


    Trotzdem setzt der EVZ mit seinem Zentrum natürlich Massstäbe, und diese "Excellence" kann durchaus den Unterschied machen - wenn auf allen anderen Gebieten Gleichstand herrscht.

    Ohne Top Kader wirst du nie Meister. Aber wenn das Kader von zwei Teams im Final in etwa gleich gut ist könnte (könnte!) so was entscheidend sein. Aber Tobias Stephan muss erst noch beweisen das er ein Meistergoalie sein kann! Aber genau darum hat man ja nun Genoni geholt.....

    Der kraftvolle EV Zug lauert auf den Knock-out-Schlag

    Die Zuger Eishockeyprofis wirken so fit wie nie. Das von einem ETH-Wissenschafter entwickelte Trainingsprogramm macht sich bezahlt

    Nicola Berger (NZZ)

    «Wenn ein Boxer beim Gegner das Blut sehen kann, gibt das einen Energieschub und er schlägt dann umso härter und schneller zu.» Der Mann, der sich am Montag dieser Analogie bediente, ist Dan Tangnes, der norwegische Trainer des EV Zug. Sein Team besiegte den HC Lausanne am Samstag mit 5:0, es war eine Machtdemonstration, von welcher der Coach sich erhofft, dass sie den Widersacher schon etwas groggy gemacht hat – damit die Zuger im vierten Spiel am Dienstag auswärts zum Knock-out-Schlag ansetzen können.

    Der EVZ spielte am Samstag nahe der Perfektion, er wirkte frischer, schneller, agiler als die trägen Gäste. Dafür gibt es augenfällige Gründe: Zug hat im Viertelfinal drei Spiele weniger absolvieren müssen, der Trainer Tangnes verteilt die Eiszeiten gleichmässiger als sein Antipode Ville Peltonen. Doch im EVZ glauben sie, ganz grundsätzlich Vorteile zu besitzen, denn in der Schweiz dürfte kein Verein mehr in den Athletikbereich investieren, der EVZ beschäftigt allein in diesem Bereich drei Trainer. Die Anstrengungen werden sich noch vervielfachen, ab 2020, wenn das 100 Millionen Franken teure Spitzensportzentrum «Oym» in Cham eröffnet wird. Es wird vom EVZ-Präsidenten Hans-Peter Strebel gestiftet, und zur Geschäftsleitung gehört Marco Toigo, ein ETH-Muskelphysiologe, der bereits seit vier Jahren die Trainingspläne des EVZ ausarbeitet.

    Es gab Startschwierigkeiten und bei einigen Profis auch eine gewisse Skepsis gegenüber der neuen, ungewohnten Methodik, doch inzwischen macht sich der wissenschaftliche Ansatz bezahlt. Tangnes sagt: «Wir könnten körperlich nicht besser gerüstet sein.» Und der Stürmer Fabian Schnyder, bis 2016 Captain dieser Mannschaft, sagt: «Wir befinden uns auf einem sehr guten Level. Als wir im Viertelfinal gegen Lugano zwei Verlängerungen spielten, haben wir realisiert, dass wir auch eine dritte Overtime bestreiten könnten, ohne das Tempo drosseln zu müssen.»

    Dass der EVZ fit und dynamisch wie nie wirkt, ist nicht zuletzt das Verdienst des Trainers. Der Athletikcoach Mike Slongo sagt: «In den letzten Jahren haben wir quasi parallel zum Eistraining gearbeitet. Seit Tangnes bei uns ist, hat sich die Zusammenarbeit deutlich verbessert, sie ist viel enger und unterstützt die Leistungsentwicklung auf athletischer Ebene.» Der Coach hat mit seiner gewinnenden, positiven, aufgeschlossenen Art Berührungsängste abgebaut. Und dazu kommt, dass die Trainingslehre stärker personalisiert wurde. Tangnes sagt: «Es hat keinen Sinn, dass ein grosser, schwerer Verteidiger wie Johann Morant gleich trainiert wie ein kleiner, wendiger Stürmer wie Lino Martschini.»

    Mit einigen Justierungen scheint sich der EVZ hinsichtlich Physis einen Vorteil verschafft zu haben. Die Frage ist, wie stark der Klub den Vorsprung wird ausdehnen können. Sobald das «Oym» steht, wird Zug über immense Möglichkeiten verfügen, infrastrukturell, aber auch punkto Datenanalyse. In der NHL wird gerade damit experimentiert, ein Tracking-System für die Spieler zu implementieren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch in der Schweiz zum Thema wird. Es braucht nicht viel Phantasie, um den EVZ mit seinem üppigen Staff und seinem forschungsfreudigen Präsidenten hierzulande in einer Pionierrolle für die Technik der Zukunft zu sehen. Immer mit dem Ziel: die Knock-out-Schläge schneller und härter landen zu können.
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    Mein Senf: Wir haben immer mehr Rückstand auf Zug. Stadion schön und recht aber es muss wieder etwas gehen beim ZSC! Sonst.....