Beiträge von Larry

    Man sollte generell nicht zu viel erwarten, es wird nicht alles plötzlich besser. Den Fr lasse ich mal aussen vor. Für den Sa habe ich die Hoffnung das nach einem frühen Tor Stimmung aufkommt und dann das nächste Tor fällt und das Team sich den Frust von der Leber spielt. Wird aber auch wieder Rückschläge geben und abgerechnet wird nach den Po's. Finde den Vertrag bis Ende Saison gut, dann kann man weiter schauen. Bin aber positiv!

    Tagi und NZZ haben ihren neuen Artikel zum Thema ZSC/AdC geschrieben, es sind jeweils mehrere, ist ja klar!

    Nur ein Zitat, Gänsehaut:

    Ich werde sicher heute noch einen Spaziergang am Waldrand machen und mir durch den Kopf gehen lassen, wie das wäre, wenn diese Mannschaft wirklich gut spielen, sie richtig Gas geben würde. Wie dann diese Halle hier toben würde!


    ADC wäre nicht (mehr) meine erste Wahl gewesen, das gebe ich offen zu.
    Trotzdem hat dieser Tag unglaubliches mit mir angestellt, er hat die fantastisch, intensive ZSC-Vergangenheit in mir wachgerüttelt und diese PK…ja, die war nur noch entwaffnend ehrlich von alle Beteiligten.

    War auch nicht mein Wunsch aber es geht mir gleich. Back to the Future! Hätte den DeLorean doch kaufen sollen...... :mrgreen:

    Auf allen Kanälen kommen die alten Zeiten wieder hoch.....denke es wird eine riesige Euphorie geben am Sa! :cool: :geil:

    Ich wäre am Samstag gerne dabei, verpasse ja sonst nicht viel: Bei Ehrungen am Anfang der Saison, beim Retro Spiel und beim (allfälligen) Final bin ich immer dabei (Ausnahme Titel in Bern). Hätte sicher Gänsehaut wenn "Arno Del Curto" durch die Halle dröhnt....hätte echt nicht gedacht das dies je passieren würde.

    Wow, in den Medien geht es grausam ab! :shock: :cool: Arno zeigt Emotionen bei der PK. Ich hab ihn noch als Spieler (!) beim ZSC erlebt, sollte noch ein Programm mit ihm in der Aufstellung haben.


    Oioioi, wollte am Sa. eigentlich schwänzen, doch jetzt muss ich in die Halle!

    Wird vermutlich voll werden. Und Arno wird am Anfang Kredit ohne Ende bekommen. Aber irgendwann muss auch er liefern. Bin echt gespannt ob und wann. Programm sieht ja gut aus: 2x SCL, Gotteron, Ambri, Lausanne, Rappi, dazwischen 2x Zug.


    Auch wenn ich das definitiv nicht
    gemacht hätte (1. den Trainer entlassen und 2. AdC einzustellen): Geben wir ihm eine faire Chance!

    Ich auch nicht, ist aber ein Coup von Leuenberger. Nimmt seinen Kritikern den Wind aus den Segeln denn das ganze Risiko trägt Arno. Sehr clever der Schachzug!

    Und natürlich Medientechnisch ein Kracher!

    Der erfolgreichste Sportchef der Liga – keiner hat mehr Meistertitel geholt als Sven Leuenberger – folgt dem gleichen Muster wie im Vorjahr: die talentierten, aber zur Bequemlichkeit neigenden Spieler durch einen «feuerköpfigen» Trainer im richtigen Moment aufrütteln. Vor einem Jahr hat es mit der Entlassung von Hans Wallsson und dem Engagement von Hans Kossmann wunderbar funktioniert.

    Entweder werden die ZSC Lions Meister oder eine Trainer-Legende schrumpft zum Versager. (KZ)

    Das Risiko trägt Arno. Die Truppe zum Titel hat er, nun muss er liefern.

    Kalender checken.....nein, ist nicht 1. April! Smartphone ist vollgemüllt.....muss stimmen.

    Positiv: Die Ausreden sind vorbei!

    Na dann mach mal Arno!

    Der Vergleich sollte sein Favre 2003 und Aubin heute. Beide zu der Zeit hoffnungsvolle Trainertalente. Favre war 2003 als er zum FCZ kam 46, Aubin ist jetzt 43. Favre wurde auch nicht auf Anhieb Meister mit dem FCZ.....

    snowcat: Vielleicht liefert er ja noch (den Titel), wir werden sehen. Vielleicht wird er entlassen. In Lugano hat Vicky scheinbar herausgefunden das ewiges Trainer entlassen halt auch nicht zum Erfolg führt. Irland hat Lugano letzte Saison in den Final und fast zum Titel geführt, die Tore im Spiel 7 kann er ja nicht auch noch schiessen. Jetzt soll er wieder der Löli sein dort unten. Vielleicht entlässt sie ihn auch wieder, vielleicht lernt sie mal was. Aber ich denke sie hat nach wie vor zu viel Kontakt mit den Spielern, also....

    Aubin gilt in der Branche als grosses Trainertalent, er war nicht nur beim ZSC auf der Wunschliste. Also so wie Favre früher mal. Aber das kannst Du als reiner Fussball Fan natürlich nicht wissen! :razz: :winke:

    Die Zweifel an den ZSC Lions erhalten neue Nahrung

    Die ZSC Lions zeigen gegen den HC Davos, dass sie noch immer fragiler sind, als sie glauben. Der ZSC verliert 1:2 nach Verlängerung, die Befreiung im Strichkampf misslingt.

    Ulrich Pickel, NZZ

    Kommt Zeit, kommt der ZSC. Seit das neue Jahr angebrochen ist, musste der HC Davos nur untendurch. Fünfmal verlor er, und nun, im sechsten Anlauf, ist ihm der erste Sieg doch noch gelungen. «Endlich wurden wir einmal dafür belohnt, dass wir nicht aufgaben», stellte der Davoser Captain Andres Ambühl zufrieden fest. Er war es, der mit seinem Treffer in der ersten Minute der Overtime den verdienten Erfolg sicherstellte.

    So sehr der HCD bei seinem ersten Auftritt im Hallenstadion seit dem Rücktritt von Arno Del Curto Ende November diesen Sieg auch verdient hatte, so trostlos bleibt seine Position im Klassement. Die Play-off-Qualifikation ist auch mit diesen zwei Punkten nicht wirklich nähergerückt. Noch sind 17 Runden zu spielen, in denen 51 Punkte zu gewinnen sind. Doch der Rückstand von 25 Punkten auf den rettenden achten Platz ist gigantisch.

    Mühe mit den Zeichen der Zeit

    Bei den ZSC Lions sieht das weniger dramatisch aus, was allerdings nicht bedeutet, dass sie viel mehr Grund zur Freude haben. Das Duell mit dem Rekordmeister hätte ein überzeugender Schlusspunkt hinter eine wegweisende Woche sein sollen. Am Dienstag und Freitag schlugen die Zürcher den HC Lugano zwei Mal, es waren zwei Aufgaben, die die Lions überzeugend gelöst hatten, einmal mit offensiver Schlagkraft (beim 7:4 im Hallenstadion) einmal mit defensiver Klasse (beim 3:1 auswärts).

    An der dritten Aufgabe jedoch, der vermeintlich einfachsten, sind sie gescheitert. Mehr als das frühe 1:0 durch Mattia Hinterkircher brachten sie nicht zustande. Und dies nicht etwa, weil der Gegner viel besser spielte, sondern einfach, weil es die Zürcher verpassten, eine gute Ausgangslage mit einer reifen Leistung auszunützen. Mit einem Sieg hätten sie sich im Kampf am Strich weiter Luft verschaffen und allmählich nach vorne orientieren können. So aber bleibt der Vorsprung bei knappen drei Punkten – und der Auftritt gegen Davos kam daher wie ein Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten. Die ZSC Lions waren nur im ersten Drittel bei der Sache. «Daraus hätten wir mehr machen müssen», sagte der Coach Serge Aubin verärgert. Mit der Zeit flachte das Spiel seines Teams immer mehr ab, bis es am Ende fast nur noch eine Abfolge nervöser Aktionen war, die irgendwo im Leeren ausfransten. Die Zürcher können gar froh sein mit diesem Resultat, denn wer nur ein Tor schiesst, gewinnt normalerweise überhaupt keinen Punkt.

    Einmal mehr erkannte die Mannschaft die Zeichen der Zeit nicht, als es angezeigt gewesen wäre, die Pace hochzuhalten und so den angeschlagenen Gegner in die Knie zu zwingen. Dafür bleibt wieder einmal der Eindruck haften, dass diese Mannschaft aus sich selber heraus nicht genug Antrieb findet. Sie ist nicht so gefestigt, wie sie das gerne hätte, sondern eine fragile Gruppe mit wenig Esprit und Leadership. Aubin will nichts von fehlenden Führungsqualitäten in der Kabine wissen, er sagt, die Lions hätten viele Leader. Doch das ist nicht mehr als gängige Trainer-Rhetorik. Es kommt nämlich nicht von ungefähr, dass unlängst Dominic Moore verpflichtet wurde. Der Kanadier ist 38 Jahre alt, er absolvierte fast 1000 Spiele in der NHL, was ihn zu einer Figur macht, die eigentlich nur noch für die Vergangenheit steht. Aber der Center steht auch im Ruf, eine Leader-Persönlichkeit par excellence zu sein. Und genau solche Figuren haben die Zürcher zu wenig, das war selbst letzte Saison so, als der langjährige Captain Mathias Seger noch spielte.

    Von den arrivierten Lions wie Pius Suter, Fredrik Pettersson, Fabrice Herzog, Reto Schäppi oder Chris Baltisberger kam nicht nur gegen Davos zu wenig, während die Neuen (Denis Hollenstein und Simon Bodenmann) noch nicht Fuss gefasst haben. Die Abwehr steht einigermassen gut da, wobei allerdings der Captain Patrick Geering schon seit einiger Zeit nicht über eine unauffällige Mitläuferrolle hinauskommt und der Routinier Severin Blindenbacher sein Team mit Fehlpässen regelmässig in Schwierigkeiten bringt. Am besten gefällt der Goalie Lukas Flüeler, der in letzter Zeit der einzige Zürcher Spieler war, vom dem regelmässig so etwas wie eine bezwingende Ausstrahlung ausging.

    Aufschwung mit Fragezeichen

    «Das Spiel ist ein Rückschritt. Es ist unerklärlich. Wir haben nach dem ersten Drittel irgendwie aufgehört, die Beine zu bewegen. Davos kämpfte mehr als wir. Leider.» Mit diesen Worten fasste Chris Baltisberger das 1:2 treffend zusammen – und lieferte damit gleich auch eine treffende allgemeine Charakterstudie seines Teams. Mit 13 gewonnenen Punkten sind die ZSC Lions auch nach dieser Niederlage noch das erfolgreichste Team des Jahres 2019. Die selbstzufriedene Nonchalance des Herbstes haben sie überwunden, die Leistungskurve zeigt nach oben. Aber sie ist zu flach. Um wirklich vorwärts zu kommen, muss das Team zuerst beweisen, dass es genug Kampfgeist, Dynamik und Leidenschaft hat.