Beiträge von Larry

    «Da denkst du nur noch: Mann, war das schlecht»

    Der ZSC sucht heute in Biel den Schritt aus der Krise. Ob Simon Bodenmann das Team zum Erfolg führt?

    Kristian Kapp (TA)

    Sie ist eine Achterbahnfahrt, die Saison der Lions. Momentan braust das Bähnchen über den Abschnitt, wo es steil abwärtsgeht, es immer schneller wird, wo alle nur noch kreischen. Doch wird es wieder aufwärtsgehen? Diese Frage stellt sich auch Simon Bodenmann, sowieso frage er sich dieses und jenes, tausend Sachen – viel zu viele Gedanken, die ganze Zeit. Ein Kopfmensch sei er, sagt er, immer schon gewesen, das helfe beim Eishockey selten, und gar nicht, wenn es nicht läuft. Wie nun beim Meister.

    Kürzlich, beim 0:3 in Zug, erzählt Bodenmann, habe er sich ertappt, wie er sich während einer Topchance fragte, was er da eigentlich mache. Es war ein 2-gegen-1-Konter, er mit dem Puck, Pius Suter in der Mitte, am Ende gab es weder Pass noch Schuss, «weil ich wartete, wartete, wartete, den Pass spielen zu können, während ich mir sagte: Schiess doch den verdammten Puck!» Genau darüber sei im Training gesprochen worden, immer wieder, habe auch der Coach Schüsse gefordert. «Und dann so was. Da denkst du nur noch: Mann, war das schlecht …»

    Strichkampf-Symptome

    Tönt schwer nachvollziehbar? Vielleicht. Aber Bodenmann und der ZSC erleben bloss das, was kein Team durchmachen will, erst recht keines, das höhere Ansprüche hat. Negativer Druck, die Angst vor dem Fehler, die Verunsicherung, das Hinterfragen. Willkommen im Strichkampf! Wo auch die Hände der Techniker plötzlich zittern, die Vorwürfe der verärgerten Anhängerschaft stets im Raum stehen (Arbeitsverweigerung! Gleichgültigkeit!). Und die Frage: Wie konnte es so weit kommen?

    Nein, gleichgültig lässt das Tief Bodenmann nicht. Die Misere mit zuletzt vier Niederlagen, der verspielte Vorsprung auf Rang 9, mit all dem befasse er sich sehr. Mehr als ihm lieb sei. «Denn am besten gehst du damit um, indem du nicht die ganze Zeit daran denkst», sagt der 30-Jährige. Das gelinge kaum, höchstens in gemeinsamen Momenten mit der Freundin, weil die andere Interessen als Eishockey habe.

    Und hin und wieder hilft auch ein Blick zurück. Bodenmann erlebte eine ähnliche Saison, als er 2015 von Kloten nach Bern wechselte: ein taumelnder Favorit, Strichkampf, eine Trainerentlassung, die zunächst nichts zu nützen schien. Mit Ach und Krach rettete sich der SCB ins Playoff – und wurde als Achter dann Meister. «Es gibt viele Parallelen», sagt der Routinier. «Auch die Langzeitverletzten.» Und nicht zu vergessen: Bodenmann selbst. Und sein Langsamstart.

    Nun habe er die Bestätigung: «Ich bin keiner, der an neue Orte kommt und gleich sagen kann: Hier bin ich! Ich brauche Angewöhnungszeit.» Sein Start in Zürich war irritierend. Es fehlten nicht nur Tore und Assists, die von einem Stürmer seines Kalibers erwartet werden. In 10 der ersten 11 Partien stand Bodenmann bei keinem Plustor bei numerischem Gleichstand auf dem Eis … Das war nicht bloss Pech, das Spiel lief an ihm vorbei, er war frustriert: «Ich hatte das Gefühl, ich gebe alles, hatte aber keinen Einfluss aufs Spiel.»

    Persönlicher Aufwärtstrend

    Die aktuelle ZSC-Krise, die Torflaute und der Fakt, dass auch Bodenmann in zuletzt sieben Spielen nicht mehr traf – all das rückt es in den Hintergrund: Doch mittlerweile ist Bodenmann der effizienteste Zürcher Stürmer und mit Sicherheit der beste Allrounder im Team. 20 Skorerpunkte in den letzten 21 Partien sind das eine. Dass relativ zur Eiszeit keine andere ZSC-Stammkraft häufiger bei Powerplaytreffern und gleichzeitig seltener bei Gegentoren in allen Situationen auf dem Eis steht als Bodenmann, ist das andere.

    Das tönt gut, das ist gut. Doch es hebt Bodenmanns Laune nicht, der Frust ist geblieben, weil das Verpassen des Playoffs droht. Es braucht diesen Moment, in dem es «Klick» macht. Damals mit Bern gab es ihn, er erfolgte ausgerechnet im Hallenstadion: «Ein gestohlener Sieg im Penaltyschiessen», erinnert sich Bodenmann. Bloss, es war Spiel 1 im Playoff – so weit sind die Lions noch lange nicht, sie brauchen dafür nun Siege. Am besten schon heute in Biel. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)


    Bin immer noch der Meinung, dass es nur den "Zündfunken" braucht, und plötzlich stampft der ZSC wieder alles in Grund und Boden

    Der SCB hat es damals, noch mehr als der ZSC letzte Saison, vor gemacht. Auf den letzten Drücker noch in die PO's gerutscht (Punktgleich mit dem 9.!), ein Sieg in Zürich nach Penaltys und es lief plötzlich! Ich weiss es kann klappen aber ich kann wirklich im Moment nicht daran glauben.....


    Arno hat wohl auch nicht gewusst, wie kaputt die Truppe wirklich ist. Und ich würde ihn machen lassen, ja!

    Ich bin 50:50. Aber es könnte eben schon sein das die Arno Zeit einfach vorbei ist, nur das will hier keiner hören. Man will an etwas glauben, so wie bei Wallson. So Sektenmässig.....


    Ich kann ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, dass es schon Stimmen gibt, die AdC schon wieder entlassen wollen.

    Falls wir die PO's verpassen also mit einem weiter machen der in einer Saison gleich zwei Teams in die Playouts gecoacht hat? Das wäre dann wohl Weltrekord....


    Und wenn AdC bleibt bin ich sicher, dass sie einen Sommer lang sehen werden, was Einsatz im Training heisst...

    Hat letzten Sommer schon in Davos nicht geklappt! Er wurde dafür harsch kritisiert! Fürs Sommertraining gibts entsprechende Profis!


    Fehler eingestehen, Trainer entlassen. Mit Aubin stünden wir 7 bis 9 punkte besser da

    Sehen auch andere so:

    Mit Spielen wie diesem erscheint auch der Trainerwechsel von Serge Aubin zu Del Curto immer mehr wie ein Eigentor. Sechs Niederlagen in neun Spielen weisen die Lions mit dem Bündner auf, das 1:4 gegen Servette war der vierte Misserfolg in Serie. Mit Aubin hatten sie kaum je gute Unterhaltung geboten, aber defensiv waren sie meist konkurrenzfähig. Nun ist ihnen auch dies abhandengekommen, während die Torproduktion eine Schwäche bleibt. (Ulrich Pickel, NZZ)

    Für mich hat Arno einen grossen Fehler gemacht in dem er gegen Ende Saison mit einer total verunsicherten Mannschaft noch ein neues Spielsystem installieren wollte.

    Ist ein Abo Artikel:

    Das ist Del Curtos effizientester Mann

    Ein ZSC-Spieler nützt seine Einsatzzeit in (fast) allen Situationen besonders effektiv. Ein exklusiver statistischer Einblick.

    Kristian Kapp (TA)

    Welcher Spieler ist der beste seiner Mannschaft? Wer holt das meiste aus seinen Einsätzen heraus? Um diese Fragen zu beantworten, wird in der Schweiz immer noch zu oft bloss auf die Skorerpunkte (Tore und Assists zusammengezählt) geachtet.

    Diese erzählen aus diversen Gründen nicht die ganze Wahrheit. Zum Beispiel, weil die Einsatzzeit der Spielers nicht berücksichtigt wird – nicht alle stehen im Eishockey schliesslich gleich lange auf dem Spielfeld. Und auch die Rolle der Spieler wird nicht widerspiegelt in der Skorerliste. Akteure, die in den Special Teams häufiger in Unterzahl (Boxplay) statt Überzahl (Powerplay) eingesetzt werden, können nicht gleich bewertet werden wie die Offensivkräfte, die viel Powerplay-Eiszeit erhalten.

    Eine Möglichkeit, um über eine längere Phase (hier zum Beispiel die bisherige Regular Season 2018/19 mit 41 Runden) die Effizienz der einzelnen Spieler darzustellen, ist darum, auch ihre Eiszeit zu berücksichtigen.

    Im Folgenden soll aufgezeigt werden, welcher ZSC-Spieler bislang am effizientesten seine Eiszeit nutzte. Es geht nicht um Skorerpunkte, sondern darum, wie häufig der Spieler bei Toren und Gegentoren auf dem Eis stand – relativ zu seiner Eiszeit.

    Wer bei den ZSC Lions wie oft bei Plus- und Minustoren auf dem Eis stand, ist eine exklusiv von Tagesanzeiger.ch/Newsnet geführte Statistik und nirgends öffentlich einzusehen.

    Um die Rollen der ZSC-Spieler besser mit einzubeziehen, wird in die vier Kategorien «Plustore bei numerischem Gleichstand», «Gegentore bei numerischem Gleichstand», «Powerplay» und «Boxplay» unterteilt. Treffer ins leere Tor, wenn der Goalie jeweils durch einen Feldspieler ersetzt wurde, sind in allen Kategorien nicht berücksichtigt.

    1. Plustore bei numerischem Gleichstand

    Welche ZSC-Spieler benötigten bislang am wenigsten Eiszeit, um bei Plustoren der Mannschaft auf dem Eis zu stehen? Berücksichtigt sind alle Tore bei numerischem Gleichstand (5-gegen-5, 4-gegen-4, 3-gegen-3).
    Verteidiger:
    1. Kevin Klein 23:32
    2. Severin Blindenbacher 23:59
    3. Tim Berni 27:44
    4. Phil Baltisberger 31:01
    5. Patrick Geering 31:04
    6. Maxim Noreau 34:29
    7. Dave Sutter 43:35
    8. Roger Karrer 44:14
    9. Christian Marti 46:32

    Stürmer:
    1. Pius Suter 20:14
    2. Denis Hollenstein 22:45
    3. Jérôme Bachofner 27:02
    4. Fredrik Pettersson 27:50
    5. Fabrice Herzog 28:21
    6. Simon Bodenmann 30:43
    7. Raphael Prassl 34:56
    8. Marco Miranda 34:58
    9. Chris Baltisberger 35:53
    10. Mattia Hinterkircher 44:33
    11. Reto Schäppi 59:59

    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 10:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit bei numerischem Gleichstand pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Pius Suter: Stand Suter bei numerischem Gleichstand auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 20:14 Minuten, bis der ZSC einen Treffer schoss. Je tiefer die Zahl, desto besser.

    2. Gegentore bei numerischem Gleichstand

    Welche ZSC-Spieler standen am längsten auf dem Eis, ohne dass die Mannschaft ein Gegentor kassierte? Berücksichtigt sind alle Tore bei numerischem Gleichstand (5-gegen-5, 4-gegen-4, 3-gegen-3).
    Verteidiger:
    1. Roger Karrer 88:28
    2. Patrick Geering 54:22
    3. Dave Sutter 38:45
    4. Kevin Klein 32:13
    5. Christian Marti 31:59
    6. Severin Blindenbacher 27:59
    7. Maxim Noreau 27:35
    8. Phil Baltisberger 26:35
    9. Tim Berni 17:57

    Stürmer:
    1. Simon Bodenmann 61:27
    2. Mattia Hinterkircher 53:28
    3. Denis Hollenstein 43:45
    4. Raphael Prassl 34:56
    5. Chris Baltisberger 33:20
    6. Pius Suter 29:41
    7. Fabrice Herzog 28:21
    8. Reto Schäppi 27:59
    9. Fredrik Pettersson 26:06
    10. Marco Miranda 25:38
    11. Jérôme Bachofner 24:01

    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 10:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit bei numerischem Gleichstand pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Simon Bodenmann: Stand Bodenmann bei numerischem Gleichstand auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 61:27 Minuten, bis der ZSC einen Treffer kassierte. Je höher die Zahl, desto besser.

    Auch zu beachten: Roger Karrers teaminterner klarer Bestwert (88:28 Minuten) kommt auch zustande, weil er im Verhältnis zu den anderen weniger häufig eingesetzt wird. Das soll seine Leistung aber nicht schmälern: Der 22-jährige Verteidiger gehörte in dieser Kategorie bereits letzte Saison zu den besten Zürchern.

    3. Powerplay

    Welche ZSC-Spieler benötigten am wenigsten Eiszeit, um bei Powerplay-Toren der Mannschaft auf dem Eis zu stehen? Berücksichtigt sind alle erzielten ZSC-Tore im Powerplay.
    1. Simon Bodenmann 6:43
    2. Maxim Noreau 6:57
    3. Kevin Klein 7:17
    4. Denis Hollenstein 7:40
    5. Chris Baltisberger 11:07
    6. Fredrik Pettersson 11:07
    7. Patrick Geering 12:02
    8. Pius Suter 13:14
    9. Jérôme Bachofner 16:00
    10. Severin Blindenbacher 17:27

    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 1:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit im Powerplay pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Simon Bodenmann: Stand Bodenmann im Powerplay auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 6:43 Minuten, bis die ZSC Lions einen Treffer schossen. Je tiefer die Zahl, desto besser.

    Auch zu beachten: Noch effizienter nutzten im Powerplay Victor Backman (4:26), der oft verschmähte und bereits wegtransferierte Drew Shore (5:42), sowie Roman Wick (6:15) ihre Eiszeit im Powerplay. Allerdings wurden Backman und Shore in je bloss 16 sowie der lange Zeit verletzte Wick in bislang nur 11 Spielen eingesetzt und damit zu selten für einen fairen Vergleich mit den anderen Stammspielern.

    4. Boxplay

    Welche ZSC-Spieler standen im Unterzahl-Spiel (Boxplay) am längsten auf dem Eis, ohne dass die Mannschaft ein Gegentor kassierte? Berücksichtigt sind alle Gegentore des ZSC im Boxplay.
    1. Simon Bodenmann 15:11
    2. Kevin Klein 13:52
    3. Raphael Prassl 9:12
    4. Phil Baltisberger 9:10
    5. Pius Suter 7:22
    6. Christian Marti 7:14
    7. Chris Baltisberger 5:59
    8. Fabrice Herzog 5:45
    9. Reto Schäppi 5:32
    10. Dave Suter 5:12
    11. Patrick Geering 3:49

    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 1:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit im Boxplay pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Simon Bodenmann: Stand Bodenmann im ZSC-Boxplay auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 15:11 Minuten, bis die Lions einen Treffer kassierten. Je höher die Zahl, desto besser.

    Auch zu beachten: Auch hier gab es bislang zwei seltener eingesetzte Spieler, die effizienter waren als Leader Bodenmann: Dominic Moore (bislang erst 8 Spiele) stand nur alle 15:46 Minuten im Boxplay bei einem Gegentor auf dem Eis, Victor Backman (16 Spiele) gar nur alle 16:20 Minuten.

    Bodenmann, der Überflieger

    Im Quervergleich zeigt sich Erstaunliches: Flügelstürmer Simon Bodenmann, der Neuzuzug aus Bern, der zu Saisonbeginn grosse Mühe hatte, sich ins ZSC-Spiel einzufügen, rangiert bei drei von vier Kategorien zuoberst, er ist darum bezüglich Eiszeit der effizienteste Spieler von Trainer Arno Del Curto.

    Steht Bodenmann auf dem Eis, schiessen die Lions besonders viele Powerplay-Tore und kassieren sie bemerkenswert wenige Treffer – sowohl in Unterzahl als auch bei numerischem Gleichstand.

    Nur in einer Kategorie ist Bodenmann Mittelmass: Bei den Plus-Treffern bei numerischem Gleichstand auf dem Eis. Berücksichtigt man indes den langsamen Saisonstart des 30-jährigen Flügelstürmers, ist er auch in jener Sparte fleissig am Aufholen. Bodenmanns Langsamstart in Zahlen: In 10 der ersten 11 ZSC-Partien der Saison stand Bodenmann bei keinem einzigen Plustor seiner Mannschaft bei numerischem Gleichstand auf dem Eis … (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)


    bin der Meinung, dass Arno der richtige Mann ist, um den Z endlich wieder KONSTANT an die Spitze zu bringen.

    Na ja konstant an der Spitze war er auch mit Davos nicht immer, da wurden schon mal drei Jahre in Folge bereits im Viertelfinal die Segel gestrichen!

    Würde er in Zürich nicht überleben!

    Aber er lässt ein attraktives Hockey spielen das die Zuschauer zu begeistern vermag, wenn es denn läuft....

    Schadenfreude?:

    https://www.blick.ch/sport/videofor…id15162952.html

    Den ZSC Lions bleibt das Prinzip Hoffnung

    Im Kampf am Strich spitzt sich die Lage zu. Neun Runden dauert die Qual der Qualifikation noch. Von jetzt an gibt es für den strauchelnden Meister nur noch Zitterpartien.

    Ulrich Pickel (NZZ)

    Man lebt noch von der Hand in den Mund. Das Polster in der Tabelle, das vor kurzem sieben Punkte betrug, ist auf einen Zähler zusammengeschrumpft. Von jetzt an gibt es nur noch Zitterpartien, am Dienstag geht es bereits weiter mit dem Heimspiel gegen Genf/Servette, das Team von Chris McSorley, das sich in einer ähnlich ungemütlichen Lage befindet. Neun Runden dauert die Qual dieser Qualifikation noch, und es ist ungewisser denn je, ob es die ZSC Lions in die Play-offs schaffen.

    Das Selbstvertrauen ist am Boden, die letzten drei Spiele gingen verloren. Nun ist es nicht so, dass Niederlagen wie das 0:3 vom Samstag in Zug die Zürcher derart ins Elend brachten. Es war keine desolate Vorstellung, sie war einfach zu wenig gut. Und schliesslich darf man in Zug verlieren. Es war in dieser Saison die erste Niederlage gegen den EVZ. Hätte man den Lions vor der Saison angeboten, sie würden drei von vier Spielen gegen diesen Gegner gewinnen, hätten sie wohl kaum protestiert. Es sind Niederlagen wie jene vor der Nationalmannschafts-Pause, in Rapperswil-Jona und gegen Lausanne, die besonders weh tun. Gegen Lausanne fehlten dreissig Sekunden zum Sieg, doch mit einer leicht vermeidbaren Strafe wies Maxim Noreau den Weg in die Enttäuschung.

    Die Zahlen des Versagens

    Der 31-jährige Kanadier war auch schon einer der Spieler, die entschlossen vorangingen und dem Team entscheidende positive Impulse gaben. Doch nun befindet auch er sich unter den Verunsicherten, denen nichts mehr gelingt. Die Liste dieser Spieler ist lang. Namhafte Cracks wie Fredrik Pettersson zählen dazu, im Vergleich mit der letzten Saison ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Auch Pius Suter ist mit 5 Toren in 32 Spielen zu einem Nonvaleur geworden – und steht doch immer noch besser da als Fabrice Herzog und Reto Schäppi, die zusammen auf 4 Tore kommen, gleich viele, wie Raphael Prassl oder die zwei GCK-Nothelfer Tim Ulmann und Victor Backman geschossen haben. Am besten halten sich die zwei Neuzugänge Denis Hollenstein und Simon Bodenmann, sonst aber sind fast alle Statistiken der Zürcher ein Zeugnis des kollektiven Versagens.

    «Reden, Energie geben, aufbauen», das sei das Rezept, mit dem das Selbstvertrauen von Noreau wiederhergestellt werden soll, sagte Arno Del Curto kürzlich. Dieser muss viel reden jetzt, denn im Grunde hat er es weniger mit einer kompetitiven Mannschaft zu tun als mit einer Therapiegruppe, der man in sanften Schritten auf die Beine helfen muss.

    8 Spiele, 8 Punkte, 3 Siege, 5 Niederlagen – so liest sich die Ausbeute seit Del Curtos Verpflichtung als Trainer Mitte Januar. Die Entlassung von Serge Aubin wurde mit den Worten begründet, es seien keine Fortschritte zu sehen gewesen. Belegt wurde dies mit schlechten Statistikwerten, etwa im Über- und Unterzahlspiel. Angesichts der gegenwärtigen Lage klingt dies wie ein Hohn. Aber obwohl der erhoffte Schub nach dem Trainerwechsel ausgeblieben ist, gibt es nun keine Trainerdiskussion mehr. Und sollte doch hinter verschlossenen Türen ernsthaft über Del Curto debattiert werden, müsste man der Klubführung unterstellen, sie habe die Nerven verloren und sei von allen guten Geistern verlassen. Auf jeden Fall besser nachvollziehbar wäre, wenn Del Curto desillusioniert das Amt bald einmal von sich aus niederlegen würde.

    Nothelfer war Del Curto nie

    Doch das ist unwahrscheinlich. Der Engadiner ist ein Kämpfer und glaubt daran, mit dieser Mannschaft etwas bewegen zu können, auch wenn er hierfür kaum noch Zeit hat. Beide Seiten, Trainer und Klub, wussten, was sie taten, als sie den Vertrag unterschrieben. Nun sind sie dazu verdammt, zumindest bis Ende Saison, Einigkeit zu demonstrieren, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit bewahren wollen. In den 22 Jahren in Davos war Del Curto beinahe alles: Motivator, Ausbildner, Taktiker, Stratege – doch als Nothelfer bringt er keine Erfahrung aus dem Bündnerland mit.

    So bleibt den ZSC Lions das Prinzip Hoffnung. In Zug erhielt es neue Nahrung. Lukas Flüeler, Kevin Klein, Fredrik Pettersson, Roman Cervenka und Roman Wick sind ins Team zurückgekehrt. Das reichte nicht für den Sieg, gibt Del Curto aber neue Möglichkeiten. Cervenka und Wick fehlten lange, sie werden Zeit brauchen. Wick kämpfte mit hartnäckigen Rückenproblemen, und dass Cervenka überhaupt zurück ist, kann schon als Erfolg betrachtet werden: Bei ihm war Ende November eine Lungenembolie als Folge einer Thrombose diagnostiziert worden. Er musste Blutverdünner einnehmen, nun ist sein Zustand so stabil, dass Einsätze möglich sind. Beim 33-jährigen Tschechen geht es auch um die Zukunft, der Vertrag des Centers läuft Ende Saison aus.

    Es kommt viel zusammen, und doch geht immer wieder alles auf dieselbe Ursache zurück: Im Herbst und im frühen Winter, als noch viel Zeit war, verpassten es die Zürcher, sich genügend Erfolgserlebnisse und damit eine Basis zu erarbeiten, dank der sie die Saison ohne grössere Schwierigkeiten hätten verbringen können. Nun bezahlen sie den Preis dafür

    Tampa - was für ein Team! :shock: :applaus:

    Habe die Bolts wieder mal Live gesehen im Derby gegen die Panthers in Sunrise.

    Unglaublich gut das Team! #1 in der Liga mit 12 Punkten Vorsprung auf Calgary und 14 Punkten Vorsprung im Osten auf die Isles.

    Bestes Powerplay der Liga (vor den Panthers!), im Boxplay die Nummer 2!

    Die Panthers als gutes PP Team waren wegen dem sehr aggressiven Boxplay kaum in der Lage ein PP aufzuziehen! Habe ich so noch nie gesehen!

    Wer soll Tampa am Gewinn des Stanley Cups hindern? Im Moment sehe ich tatsächlich niemanden weit und breit!

    Aber der April ist noch weit weg und Playoffs haben bekanntlich eigene Gesetze.

    PS: Malgin mit Tor :cool: