Zug mach vieles richtig und wurde trotzdem bis jetzt nie Meister. Schwach! In Zukunft werden sie um den Titel wohl immer ein Wort mitreden. Davos ist weg vom Fenster, gut möglich das sie absteigen. Meister werden die nie mehr. Bern kann nur ausgeben was sie einnehmen und wird es in Zukunft schwerer haben Spieler in die Hauptstadt zu locken. Clubs wie Lausanne werden die Preise weiter nach oben drücken, was dem ZSC, Zug und Lugano aber egal sein kann. Mit der neuen Halle und der Kohle von Frey (und nachher von Spuhler) wird es noch sehr lange so weiter gehen.
Beiträge von Larry
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So geht's halt mal! Ein paar Verletze, ein paar Leistungsträger bei denen den Knopf drin ist... dann verliert man ein paar Spiele hintereinander, jänu! Ruhig blut, kommt alles gut.
Wenn wir heute verlieren, aber dafür ein paar geile Checks verteilt und paar Fribourger Fressen eingeschlagen werden, hat sich der Abend schon wieder sowas von gelohnt. Wenn wir wieder "blutleer" spielen und verlieren... tja, dann halt am Freitag wieder siegen! Wenn man die Historie dieses Clubs resp. Teams betrachtet kann man gar nicht den Optimismus verlieren, ausser man nörgelt einfach gerne und kickt im November mal die ersten Trainerdiskussionen an.Ich sehe das eigentlich gleich, muss mir den Scheiss aber nicht ansehen. Ich komme wenn es gut läuft rechtzeitig für den Final zurück wie letzte Saison, ein Rosinenpicker. Ich begreife Leute schon die hässig sind über das Gebotene. Und zum letzten Satz: Dies war schon immer das Nörgelforum! :twisted:

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Der EV Zug unterstreicht mit der Verpflichtung Hofmanns seine Macht im Schweizer Eishockey
Der seit 20 Jahren titellose EV Zug setzt sein Transfer-Powerplay fort: Nach Leonardo Genoni angelt sich der Klub mit Grégory Hofmann den nächsten Nationalspieler. Luganos Topskorer ist ein teurer Zuzug.
Nicola Berger (NZZ)
Von Hans-Peter Strebel stammt das Bonmot: «Der EV Zug wird eine Macht sein.» Strebel, ein Privatier mit Privatjet und abgeschlossener Vermögensbildung, steht dem EVZ seit 2015 vor – und baut den Klub seither im Schnellzugstempo zu einem der Vorzeigeunternehmen im Schweizer Eishockey um. Dem Klub sponserte er die Anschubfinanzierung für die Nachwuchsakademie, zudem wirft er gegen 100 Millionen Franken auf, um in Cham das Kompetenzzentrum für Spitzensport und Forschung Oym («On your marks») zu bauen, welches 2020 eröffnet wird.
Strebel sagt zwar, dass aus seinem Portemonnaie kein Franken in die Spielergehälter der ersten Mannschaft fliesse, doch Geld ist kein Problem mehr in Zug. Das war lange anders, unter dem Vorgänger Roland Staerkle etwa, der die Schrauben sehr fest anzog. Das ging so weit, dass der heutige Captain Raphael Diaz während des Lockouts 2012/13 dafür hätte bezahlen müssen, um in Zug aktiv zu sein. Solche Episoden gehören der Vergangenheit an, der Apparat EVZ wächst und wächst – und mit ihm auch die Erwartungshaltung. 20 Jahre wartet der Klub bereits auf eine Meisterschaft, 1998 wurde sie errungen unter dem Trainer Sean Simpson, seither machen Bern, Zürich, Lugano und Davos sämtliche Titel unter sich aus.
Um die Durststrecke zu beenden, haben sich die Zuger für eine aggressive Transferstrategie entschieden. 2016 stieg Diaz zum bestbezahlten Spieler der Klubgeschichte auf, als der Verteidiger mit einem gegen 4 Millionen Franken schweren Fünfjahresvertrag aus Nordamerika zurückgelotst wurde. Im August gab der EVZ die Verpflichtung des im SC Bern engagierten Nationaltorhüters Leonardo Genoni ab dem Sommer bis 2024 bekannt. Und am Montag kommunizierte der EVZ die Verpflichtung des Stürmers Grégory Hofmann. Um Hofmann, 26, den Topskorer des HC Lugano, hatte die halbe Liga geworben. Der EVZ hat den Zuschlag dem Vernehmen nach bei rund 750 000 Franken erhalten, wobei sich Gerüchte halten, die Offerte sei um mehr als 100 000 Franken höher gewesen als jene Luganos. In Zug bestreitet man das, der Sportchef Reto Kläy sagt, Hofmann hätte anderswo mehr verdienen können. Ein Grund für den Abgang aus Lugano dürften nicht zuletzt Dissonanzen zwischen Hofmann und dem Trainer Greg Ireland sein.
Hofmann besitzt keine Ausstiegsklausel
Für den EVZ ist die Akquise Hofmanns ein Coup – und einer mit einem besonderen Clou: Das für vier Jahre geltende Arbeitspapier sieht keine Ausstiegsklausel für die NHL vor. Hofmann, 2011 von den Carolina Hurricanes in der vierten Runde an 111. Stelle gedraftet, wurde immer wieder mit einem Wechsel nach Übersee in Verbindung gebracht. Zumal er an der Weltmeisterschaft in Kopenhagen mit sieben Skorerpunkten aus zehn Partien seine internationale Klasse eindrücklich unter Beweis gestellt hatte. Dass er auf einen NHL-Passus verzichtet wertet der Manager Kläy als «sehr starkes Signal zu Gunsten des EVZ».
Nachdem Zug in der vergangenen Woche bereits die Verpflichtung des aufstrebenden ZSC-Stürmers Jérôme Bachofner bekanntgegeben hat, macht der Hofmann-Transfer den EV Zug fraglos zum Transfersieger. Er sorgt aber auch dafür, dass für den Klub die Schonfrist ab der Saison 2019/20 vorbei sein wird. Noch einmal erhöhen die Zuger ihr Budget um einen tiefen sechsstelligen Betrag, und nach Jahren mit verlässlichem Versagen in den Play-offs ist der Verein dann zum Erfolg verdammt. In den letzten fünf Spielzeiten überstand der EVZ den Viertelfinal ein einziges Mal. Es ist eine magere Ausbeute, die den nach Düsseldorf weitergezogenen Trainer Harold Kreis den Job kostete. Und die mit den ambitionierten Visionen der Vordenker in der Chefetage nicht korrespondiert. Der Druck wird grösser – nicht zuletzt auf den Coach Dan Tangnes, den jungen Norweger, der in Schweden zuletzt dreimal in Folge die Startrunde nicht überstand. Der Sportchef Reto Kläy sagt zu den steigenden Ausgaben: «Grundsätzlich wollen wir das Salärvolumen verringern. Aber manchmal ergeben sich auf dem Markt Möglichkeiten, die man sich nicht entgehen lassen will.»
Hofmann soll das vorerst letzte Schweizer Teil zum Zuger Meisterpuzzle sein, die externen Transferaktivitäten sind abgeschlossen; einzig die Ausländerpositionen sind offen, wobei feststeht, dass der EVZ mit vier ausländischen Stürmern plant, unter ihnen zwei Center.
Corvi vor Verbleib beim HCD
Was auch bedeutet, dass Enzo Corvi, dem der EVZ ebenfalls eine lukrative Offerte unterbreitet hatte, nicht nach Zug wechseln wird. Corvi, 25, ebenfalls eine der Entdeckungen der Weltmeisterschaft, dürfte stattdessen seinen Vertrag im HC Davos verlängern. Davoser Quellen berichten, der Rücktritt des Coachs Arno Del Curto habe die Chancen auf einen Verbleib des Mittelstürmers im HCD substanziell erhöht, weil das Verhältnis der beiden nicht unbelastet gewesen war. Der Vertrag könnte noch diese Woche unterschrieben werden. Am Montag waren Verhandlungen nicht möglich, weil sich Corvi in Zürich bei einem Spezialisten für Gehirnerschütterungen untersuchen lassen musste. Davos dürfte überdies in dieser Woche einen neuen Trainer präsentieren. Aus einem sehr grossen Kreis von Bewerbern sind chancenlose Kandidaten bereits aussortiert worden, unter ihnen der arbeitslose Kevin Schläpfer und der im Swiss-League-Klub EHC Winterthur beständig erfolglose Michel Zeiter.
Die Versuchung Praplan
Auch ohne den EVZ als Lohntreiber kündigt sich der Rest des Transferwinters stürmisch an; es befinden sich noch immer einige Spieler von hoher Qualität auf dem Markt. Zu ihnen gehört Vincent Praplan, der bis im Frühjahr in Kloten engagierte Nationalstürmer. Der Unterwalliser Praplan, 24, spielt derzeit in der Farmteamliga AHL für die San Jose Barracuda, doch eine Rückkehr ist möglich. Auch um den Walliser wird ein Wettbieten entbrennen, die offensichtlichen Destinationen heissen Bern und Lausanne, doch es wäre töricht, einen vielleicht weniger offensichtlichen Kandidaten ausser Acht zu lassen: Genf/Servette um den Coach und Manager Chris McSorley hat aus Spargründen zuletzt kaum mehr spektakuläre Transfers realisiert. Doch Praplan ist so etwas wie McSorleys Lieblingsspieler, eine Versuchung, er kann endlos über ihn schwärmen. Und Praplans Agenten, das Duo Roland Thompson / Georges Müller, haben schon manchen grossen Namen nach Genf transferiert, unter ihnen Tanner Richard und 2013 Denis Hollenstein.
Praplan wäre für jeden National-League-Klub eine Verstärkung. Willkommen wäre eine solche überall, jetzt, wo der EV Zug zur Macht heranwächst.
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In der Schweiz gibt es Experten und Chronisten, die die NLA für die beste Liga ausserhalb der NHL und KHL halten. Und dann balgen sich die Vereine um Miranda, Karrer und Bachofner? Kratze mich grad am Kopf und grüble wie das zusammen passt.Obwohl die Nationalligaklubs die steigenden Lohnkosten ständig beklagen, dreht sich das Transferkarussell wie wild. Meist sind es keine Schlüsselspieler, die den Klub wechseln, sondern Mitläufer, die man eigentlich aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren müsste.
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Das unausgesprochene ZSC-Mantra
Die Probleme des Meisters beginnen in der Garderobe, die eine Komfortzone geworden ist.
Kent Ruhnke
Als ich letzte Woche aus Davos heimfuhr, dämmerte es mir, dass es wieder Zeit ist für meine alljährliche Kolumne zum Thema: Was ist los mit den ZSC Lions? Und so stattete ich ihnen am Freitag beim Heimspiel gegen den SC Bern einen Besuch ab. Das Warm-up verbrachte ich unten am Eis und studierte die Gesichter der Spieler. Oft kannst du durch die Augen eines Spielers in seine Seele blicken. Ehrlich gesagt, sah ich nicht viel Feuer in diesen Augen. Es schien, als sei es für sie einfach ein weiterer Tag im Büro. Ich schaute zu den Bernern rüber, und da prügelten sich Scherwey und Krueger in einer Ecke freundschaftlich – wie Kinder auf dem Pausenplatz. Sie waren angeregter, schienen mehr Spass zu haben.
Nicht den zusätzlichen Meter gewonnen
Ich bin überzeugt, dass grosse Teams in der Kabine entstehen. Zuallererst brauchst du Charakterstärke und Leadership. Die Spieler müssen sich nicht lieben, aber sie müssen miteinander auskommen und sich respektieren – und auch das Spiel. Ich habe Gerüchte gehört, dass einige ZSC-Cracks nicht so happy sind, wenn Junge zu viel Ambition zeigen, den Status quo durcheinanderbringen. Die Routiniers wollen die Komfortzone, die die Kabine geworden ist, verteidigen. «Keine Sorge, Boys, wir können schon zulegen, wenn es zählt», lautet das unausgesprochene Mantra. Aber zeigt man so Respekt für das Spiel, und – noch wichtiger – für die Fans?
Im Spiel schaute ich genau auf die Bank, und die war immer wieder in Unordnung. Einmal war Schäppi nicht bereit für den Wechsel, dann sprang Pettersson über die Bande statt Chris Baltisberger. Die Zürcher gewannen nicht den so wichtigen zusätzlichen Meter, indem sie schon über die Bande sprangen, als ihr Mann den Wechsel anzeigte. Sie waren oft nicht bereit. Und es fehlte der Lärm, den eine gute Bank ausmacht: keine Aufmunterung, keine Anerkennung für einen guten Shift, kein Trash Talk.
Weniger Struktur und mehr Inspiration?
Es dauerte über ein Drittel, bis die Zürcher im Spiel ankamen. Erst nachdem sie in der 5-Minuten-Strafe gegen Noreau drei Tore erhalten hatten, versuchten sie zu reagieren. Aber man kann Leistung nicht per Knopfdruck einstellen. Und jede Zürcher Aggression wurde von den Bernern lautstark übertroffen. Chris Baltisberger und Hollenstein versuchten, ihr Team anzuheizen, doch die Berner Bären waren bissiger, liessen die Zürcher nicht mehr ins Spiel kommen.
Und jetzt zur alljährlichen Coachingdiskussion. Um fair zu sein gegenüber Serge Aubin: Rom wurde auch nicht in einem Tag erschaffen. Ich weiss noch, wie ich mich nervte, als Chris McSorley nach meinem dritten Spiel als SCB-Coach sagte: «Es war heute schwierig für meine Spieler, weil wir nicht erkennen konnten, welches System der SCB spielte. Oder ob er überhaupt eines spielte.» Zum Glück habe ich anders als McSorley ein paar Meisterpokale in meinem Trophäenkabinett.
Die Jungen könnten sich anstecken lassen
Was Aubin betrifft: Er ist nun schon etwas länger hier und muss langsam einen Weg finden, die Spieler auf seine Seite zu bringen. Offenbar passt es ihnen nicht, dass man ihnen sagt, was sie zu tun haben. Seit Jahren sind nun sie es, die entscheiden, wann sie bereit sind, so richtig Eishockey zu spielen. Aubin ist wie Berns Kari Jalonen ein Coach, der viel Wert auf Struktur legt, der von den Spielern erwartet, dass sie in seinem klar definierten Spielsystem funktionieren. Doch das kann auf Kosten der Inspiration gehen. Ist es das, was die Lions brauchen: weniger Struktur und mehr Inspiration? Können sie im Playoff ihre Leistung wieder abrufen?
Aubin wird wohl warten müssen, bis sich die Spieler entschieden haben, ob sie so richtig für ihn spielen oder nicht. Diese Situation ist uns wohlbekannt. Denken wir an Bob Hartley, die Schweden, an Hans Kossmann, Harold Kreis… ja an fast jeden Coach, der in Zürich seine schwersten Zeiten durchmachte. Für mich ist klar: Es ist kein Charakterproblem – jedenfalls nicht auf dem Eis. Ein Team, das wie der ZSC gegen Lugano in der Höhle des Drachens Meister wird, nachdem es zu Hause den Meisterpuck verspielt hat, hat Charakter.
Das chronische Zürcher Problem beginnt in der Garderobe. Und ich befürchte, dass sich die Jungen anstecken lassen. Wenn Raphael Prassl im dritten Abschnitt einen fürchterlichen Pass im Powerplay spielt und ausgebuht wird, seien Sie nicht überrascht. Er versucht nur, seinen Weg zu finden – doch niemand zeigt ihn ihm. Sein Job im Team ist es, sich einzufügen, nicht besser zu werden.
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Was haben die ZSC Lions in dieser Saison schon gelernt? Nichts
In knapp drei Monaten hat sich der Meister unter den Strich gespielt. Es ist, als ob der Titelgewinn nie stattgefunden hätte. Im Alltag der Zürcher ist fast alles wieder so, wie es schon im tristen letzten Jahr war.
Ulrich Pickel (NZZ)
Die Tabelle der National League bietet einen selten eigenartigen Anblick. Die ZSC Lions, Lugano und Davos, drei der vier Teams, die seit der Jahrtausendwende Meister wurden, liegen unter dem Strich. Nur der Vierte im Bunde, Bern, ist fernab aller Sorgen auf Platz eins. In Lugano wackelt der Trainerstuhl schnell, wenn die Punkte fehlen, in Davos hat die Krise sogar zum Rücktritt von Arno Del Curto nach 22 Jahren geführt.Die ZSC Lions aber, der Meister dieses Frühlings, werden an ihrem Trainer Serge Aubin so lange festhalten, wie es nur geht. Der Kanadier kam erst auf diese Saison hin nach Zürich, er wurde mit einem Zweijahresvertrag plus Option auf ein drittes Jahr ausgestattet.
Die Play-offs – ein Ausreisser?
Trotzdem könnte auch Aubin in absehbarer Zeit blühen, was dem Schweden Hans Wallson Ende Dezember letzten Jahres widerfuhr: die Entlassung. Die Zürcher sind nach Niederlagen gegen Davos, Bern und Biel unter den Strich gerutscht. Nun steht eine Woche der Wahrheit an: am Dienstag zu Hause gegen Freiburg, am Freitag in Langnau und am Samstag wieder zu Hause gegen Genf/Servette. Sollten diese drei Spiele gleich ablaufen wie die letzten, könnte die Situation eine Eigendynamik annehmen. Dass Aubin nach knapp drei Monaten in eine solche Situation geraten ist, erstaunt. Er versucht nichts Aussergewöhnliches. Grob gesagt, will er dem Team in erster Linie eine solide Defensive beibringen, ihm daneben aber auch Räume für die Entfaltung des offensiven Potenzials lassen. Doch was er auf der taktischen und personellen Ebene auch unternimmt: Es schlägt nicht richtig an.
Aubin ist kein charismatischer Verkäufer. Er wirkt nicht überfordert, und er verfügt über ein profundes Fachwissen. Es gibt auch keine Hinweise, dass er über keinen Draht zu seinen Spielern verfügt beziehungsweise dass er diesen verloren hat. Der Kanadier kommuniziert geradlinig und aufrichtig. Am letzten Freitag, nach dem 1:4 gegen Bern, sprach er von einer inakzeptablen Leistung und fügte an: «Wir müssen aufwachen.» Diese Art von Kritik muss eine Mannschaft ertragen können.
Allein, die Mannschaft erwacht nicht. Betrachtet man diese und die letzte Saison zusammen, ergibt sich ein irritierendes Bild. Die meiste Zeit über taten sich die ZSC Lions schwer, unterbrochen wurde diese lange Zeit von ein paar Wochen, in denen sie 12 von 18 Spielen gewannen. Das waren die Play-offs. Diese schienen bessere, stabilere Zeiten zu verheissen. Aber jetzt ist die Mannschaft wieder gleich weit wie vor einem Jahr; die Play-off-Wochen wirken wie ein einsamer Ausreisser.
Die Spieler sagten vor dem Saisonstart unisono, sie wollten alles tun, um eine erfolgreichere Qualifikation als in der letzten Saison zu erleben. Nun klaffen Anspruch und Wirklichkeit einmal mehr auseinander. Die ZSC Lions sehen aus wie eine Mannschaft ohne Lernkurve. Es fehlt am Eigenantrieb, an der Energie, sich selber anspornen und das Leistungsniveau hoch halten zu können.
Die Zürcher haben einen neuen Trainer, einige neue Spieler, einige Verletzte und viele Vertragsverhandlungen im Hintergrund. Doch andere Klubs haben solche Herausforderungen auch. Und sie kommen besser damit klar als der Meister. Dessen Prominenz ist mit sich selber beschäftigt: Denis Hollenstein, Drew Shore, Simon Bodenmann, Fabrice Herzog, Reto Schäppi oder Chris Baltisberger – mehr als ein paar gute Momente hatte noch keiner von ihnen. Dasselbe gilt für Roman Wick, Roman Cervenka oder Pius Suter, die derzeit verletzt sind. Auch um Jérôme Bachofner ist es nach einem Hoch ruhiger geworden. Raphael Prassl ist regelmässig der beste Stürmer.
Was ist mit Pettersson los?
Am anderen Ende der Skala steht Fredrik Pettersson. Der Schwede ist Jahr für Jahr ein Skorer vom Dienst, doch jetzt steht er nach zwölf Spielen bei drei Toren, davon war eines ein Penalty und eines ein Treffer ins leere Tor. Was ist los mit Pettersson? Empfand er es als Majestätsbeleidigung, dass Aubin ihn im Zuge der Ausländerrotation einmal für zwei Spiele pausieren liess und an seiner Stelle den Verteidiger Maxim Noreau am Flügel einsetzte? Offiziell heisst es, Pettersson habe den damaligen Entscheid des Trainers hingenommen, ohne Begeisterung, aber professionell. Das mag stimmen. Oder auch nicht. Der Fall Pettersson ist ein Krisensymptom, ebenso wie die Tatsache, dass am Samstag in Biel der GCK-Leihspieler Tim Ulmann die einzigen beiden Tore schoss und dass er zusammen mit Mattia Hinterkircher der Einzige war, dem ein dynamisches Spiel und ein sichtbares Aufbäumen gegen die Niederlage gelang.
Die Zürcher sind aus der Champions League und aus dem Schweizer Cup ausgeschieden. In der Meisterschaft haben sie sich in knapp drei Monaten unter den Strich gespielt. Aubin hat recht, wenn er sagt: «Wir müssen aufwachen.» Der Meister-Bonus ist verspielt. Die ZSC Lions können sich keine flache Lernkurve mehr leisten. Sie haben jetzt nur noch eine Möglichkeit, die Qualifikation ohne grösseres Chaos über die Bühne zu bringen: Sie müssen sich zusammenraufen, intern in der Kabine und im Verhältnis zu ihrem Trainer.
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Es kotzt mich nur noch an, die Quali, es liegt wie schon x fach gesagt nicht am Trainer sondern an der Wohlfühloase ZSC. Kein oder fast kein Konkurrenzkampf und das Wissen in den Köpfen der Spieler, dass sie es ja dann schon drehen können, wenns denn dann zählt.Bern vor drei Jahren nach 50 Spielen Punktgleich (!) mit Lausanne auf Platz 8, danach Meister.
Der Z letzte Saison von Platz 7.
Die Spieler von Bern und ZSC wissen genau das ihnen auch ein 8. Platz reicht um Meister zu werden.....
Leuenberger muss aktiv werden in Sachen Ausländer und Aubin soll mal einen der nicht genügt auf die Tribüne verbannen, mehr als verlieren können sie ja nicht! Mehr vom Farmteam rauf holen, und wenn es nur ist um gewisse Leute zu blamieren!
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Wird teuer wenn sie Aubin feuern, hat einen Vertrag über zwei Jahre. Wäre eine totale Bankrotterklärung! In Davos haben sie seit dem Wechsel nichts gewonnen, in Basel ist Koller schlechter als Wicky, der Wechsel hat dort absolut nichts gebracht!
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Der Meister ZSC rutscht in die Krise
Die ZSC Lions verlieren nach einem schwachen Auftritt in Biel 2:4. Mit der dritten Niederlage in Folge hat sich ihre Lage in der Tabelle weiter verschärft, der Meister zeigt klare Krisensymptome.
Ulrich Pickel, Biel (NZZ)
Es ist gewissermassen ein natürlicher Reflex jeder Mannschaft: Ist sie mit Niederlagen, Spott und Häme so richtig eingedeckt worden, regt sich die Wut im Bauch und sie rafft sich auf.
Wer aber bei den ZSC Lions diese Reaktion erwartet hatte, lag falsch. In Biel zeigten sie das gleiche Gesicht wie zuletzt bei den klaren Heimniederlagen gegen Davos (1:5) und Bern (1:4). Sie waren fast nie imstande, die Initiative an sich zu reissen. Als die Hälfte des Spiels vorüber war, konnten sie eine einzige gefährliche Aktion vorweisen. Fredrik Pettersson hatte gleich in der ersten Minute die Gelegenheit zur Führung verpasst. Es wäre der ideale Startschuss gewesen, stattdessen plätscherte die Partie ohne Höhepunkte vor sich hin – und es war nur eine Frage der Zeit, bis die agiler wirkenden Bieler das 1:0 schossen.
Dies geschah nach zwölf Minuten, eine Strafe gegen die Zürcher war angezeigt gewesen, Biel spielte mit sechs Feldspielern, als Robbie Earl ein Zuspiel des Topskorers Damien Brunner versenkte – es war erst die zweite ernsthafte Chance der Seeländer.
Die ZSC Lions blieben irgendwie im Spiel, doch weniger aus eigener Stärke, sondern vielmehr, weil die Bieler an diesem Abend dazu neigten, die Zügel phasenweise schleifen zu lassen. Sie konnten sich allerdings auf günstige Umstände verlassen, denn die Zürcher waren wie am Vorabend gegen Bern gut darin, sich mit Strafen (und schwachem Boxplay) in die Bredouille zu bringen.
Zwei Zürcher Strafen wurden ausgenützt, Toni Rajala und Brunner sorgten für das Bieler 3:1. Das reichte schon, das finale 4:2 ins leere Zürcher Tor war nur noch eine statistische Dreingabe.
Die Zürcher, ein Team mit vielen prominenten Namen, hatten dem keineswegs überragenden EHC Biel letztlich nur Tim Ulmann entgegenzusetzen. Der 31-Jährige ist eine Leihgabe von den GCK Lions – ihm gelangen beide Tore. Zuerst das 1:1, später das 2:3. Bis dato hatte Ulmann in der National League in 96 Spielen erst einmal getroffen. Sonst herrschte im Angriff der Lions Funkstille. Mit der dritten Niederlage in Folge hat sich ihre Lage in der Tabelle weiter verschärft, der Meister zeigt klare Krisensymptome. Dem Team mit dem neuen Coach Serge Aubin fehlen seit Saisonbeginn Esprit und Ausstrahlung, zuletzt hat sich die Tendenz ins Negative entwickelt. Das Selbstvertrauen ist auch weg. Der ZSC muss über die Bücher.
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scho klar, im Dezember isch no niemert meischter worde - vom 9. platz us aber au nöd!Ja wenn man nach 55 Spielen noch dort ist. Die sechs Spiele bis Ende Jahr würde ich schon abwarten bevor ich irgendwas mache.
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Vor dem Derby FCZ - GC: Zwischen Himmel und Hölle liegen vier Punkte
Der FC Zürich gilt im Derby am Sonntag gegen die Grasshoppers als Favorit. Aber ist die Ausgangslage wirklich so eindeutig?
Flurin Clalüna (NZZ)
Vor ein paar Tagen sass der FCZ-Präsident Ancillo Canepa in einem Zürcher Radiostudio, als der Moderator zu ihm sagte: «Was der FC Zürich in dieser Saison zeigt, ist schlichtweg grossartig. Es ist fast eine perfekte Saison bis jetzt, oder?» Eine Mannschaft auf Himmelfahrt also?
Canepa widersprach nicht, aber selbst jemand wie er, der gern einmal in grossen Gefühlen schwelgt, muss sich gedacht haben: Der FC Zürich kommt in der öffentlichen Beurteilung gerade etwas sehr gut weg. Denn der November war nicht der Monat des FCZ, seit dem vielversprechenden 5:2 in Luzern konnte er nicht mehr gewinnen, drei der letzten vier Pflichtspiele verlor er sogar.
Vier Punkte
Und am Donnerstagabend, nach dem 1:2 gegen Larnaka, musste der Trainer Ludovic Magnin sogar einräumen, er habe den FCZ seit Februar nie so schlecht gesehen. Dazu muss man wissen, dass Magnin genau seit Februar im Amt ist. Er hätte also auch sagen können, noch überhaupt nie habe ihn seine Mannschaft so sehr enttäuscht. Vielleicht lautet die Wahrheit über diesen FCZ so: Er kann launisch sein wie eine Diva, und wenn er zwei-, dreimal gut spielt, neigt man dazu, ihn zu überschätzen. Vielleicht gilt der FC Zürich am Sonntag gegen die Grasshoppers im Derby deshalb wie selbstverständlich als Favorit.
GC scheint im Vergleich wie ein Klub auf Höllenfahrt. Die Grasshoppers haben viel zu dieser Wahrnehmung beigetragen. Aber so gross wie man meinen könnte, ist der Unterschied nicht. Der FCZ hat das talentiertere Team, doch in der Tabelle liegen nur vier Punkte zwischen den Klubs. Das ist erstaunlich wenig, wenn man sich vor Augen führt, wie unterschiedlich Lob und Kritik der Medien bisher verteilt waren.
Finks neuer Realismus
Die Grasshoppers haben jüngst zu einer realistischeren Selbsteinschätzung gefunden. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge können sie sich selber ziemlich nüchtern beurteilen, anders als noch vor ein paar Wochen, als der Trainer Thorsten Fink oft über gute Spiele sprach wie über einen imaginären Freund: Nur er konnte sie sehen. Zu Beginn der Saison hatte er zum Ziel erklärt, vor dem FCZ stehen zu wollen. Nun sagt er: «Am Anfang war ich euphorischer, dass wir den FCZ überholen können.» Er habe immer noch Vertrauen in seine Mannschaft, sagt er. Aber heute beurteilt er sie wirklichkeitsnaher. Und er überfordert sie auch weniger mit hohen Ansprüchen.
Man weiss von Fink, dass er gern Ballbesitz-Fussball spielen lässt, er mag dominante Mannschaften, aber eine solche Mannschaft ist GC nicht – oder nur sehr selten. «Wir haben sehr viel Angst vor dem Gewinnen gehabt», sagt Fink. Deshalb ist er auch so einsichtig, dass er sein bevorzugtes Spiel nicht mehr um jeden Preis befiehlt. Wenn seine Mannschaft in Führung liege, dürfe sie auch «gut verteidigen und kontern». So opportunistisch darf man als Trainer schon sein.
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Die beiden Finalisten sind unter dem Strich! Na und? Die werden beide an den PO's teilnehmen und eine Chance auf den Titel haben. Was Leuenberger zum Glück ganz sicher nicht machen wird ist seinen neuen Trainer nach ein paar Monaten zu feuern. Da müssen jetzt halt alle durch, das Team wie auch die Fans. Aber es ist schon so wie Iceman sagt, hier in der NHL würde das nie so ablaufen wie in der CH! Die geschützte Werkstatt lässt grüssen!
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Man beachte die letzten Sätze ...
Wird eine spannende Adventszeit.Opa Ratlos aus Davos, ich lach mich schlapp!
Gegen Simon Graf sind KZ und der Blick Waisenknaben!
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Auch dumm!
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Geh dann mal ans Panthers Spiel....
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Soll ein Slew Footing gewesen sein, tritt in die Beine. Gem. Ticker sehr streng gepfiffen. Danke Schiri!
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Am Hockey Plauschturnier in Dübendorf hab ich mal in den 90er Jahren unsere Mannschaft mit den ex ZSC Spielern Henry Loher und Lea Cahenzli plus mit ZSC Coach und ex NY Rangers Spieler Larry Huras verstärkt. Im Final stand uns ein Team gegenüber das die beiden Grigas eingebaut hatte. Wir verloren und unsere ex Profis konnten es nicht fassen, sie diskutierten in der Kabine noch als unsere anderen Jungs längst beim Bier waren.
Auf der ZSC FB Page findet man ein kleines Filmchen als Einstimmung für das Spiel von GCK gegen Winterthur auf dem Dolder (Winter Classic). Zu sehen ist beim Meistertitel von GC 1966 auch der spätere ZSC Coach Stu Robertson (mit Hut), der den ZSC 72/73 nach zwei Jahren im B wieder ins A führte nach einem Sieg in der Halle gegen Davos.
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Was es jetzt noch braucht ist ein Meister ausserhalb von ZSC, SCB, Davos und Lugano. Muss von mir aus zwar nicht sein :razz: aber wäre gut für die Liga!
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Profis verlieren weder absichtlich noch gerne, weder beim Hockey noch wenn sie Golf oder Tennis spielen, die sind viel zu ehrgeizig, ansonsten wären sie nicht dort wo sie sind. Die Liga ist ausgeglichen wie noch nie, und das wird auch in Zukunft so sein.
https://www.blick.ch/sport/eishocke…id15043625.html
Die Fans haben noch nicht begriffen das ihre Mannschaft nun mehr verlieren wird als früher, get over it!
Beim ZSC sicher störend das dies vor allem zu Hause passiert.
Von wegen langweilige Quali!