Beiträge von Larry

    Der Eishockey-Cup ist ein lukratives Stiefkind

    Der Eishockey-Cup mag nicht die Ausstrahlung des Vorbilds aus dem Fussball besitzen. Aber die Zuschauer zahlen sprechen für den Wettbewerb und für die Clubs ist eine Teilnahme auch lukrativ.

    Daniel Germann (NZZ)

    Der Schweizer Eishockey-Cup ist auch im fünften Jahr seines Revivals bestenfalls ein Stiefkind im Wettkampfkalender. Den bemerkenswertesten Augenblick hatte er im Herbst 2015, als der verantwortliche Spielplaner Willi Vögtlin bei der Auslosung einen Klub aus der Kugel zauberte, der bereits ausgeschieden war. Vögtlin steigerte den Unterhaltungswert des Fauxpas, indem er vor dem Öffnen der besagten Kugel, der letzten, sagte, man müsse jetzt kein grosser Prophet sein, um vorauszusagen, dass Visp auf dem Zettel stehen werde. Stattdessen stand dort: HC Fribourg-Gottéron. Dummerweise war der Klub am Abend zuvor ausgeschieden.

    Irren ist menschlich, und Vögtlin macht üblicherweise einen hervorragenden Job. Es braucht einiges mathematisches Geschick, um die zahlreichen, dichtgedrängten Termine im Kalender unterzubringen. Er darf für sich in Anspruch nehmen, mit dem Fehlgriff für einen Marketing-Coup gesorgt zu haben. Die erste Auslosung sahen auf der Streaming-Plattform des Medienpartners 5000 Zuschauer, beim zweiten Versuch eine Stunde später schauten 21 000 zu. Von solchen Zuwachsraten träumen Teleclub und MySports.

    Der Eishockey-Cup mag nicht die Ausstrahlung des Vorbilds aus dem Fussball besitzen. Doch wenn an einem sonnigen Herbstnachmittag um halb zwei Uhr 4188 Zuschauer Kloten - Biel, 5412 Zuschauer Langnau - ZSC Lions und sogar 7543 Bern - Gottéron sehen wollen, dann beweist das, dass es einen Markt für den Wettbewerb gibt.

    Doch bei den Klubs ist der Stellenwert des Cups noch immer limitiert. Der SC Bern trat vor zwei Jahren gegen die Ticino Rockets mit einer verstärkten Juniorenmannschaft an. Am Sonntag verloren die ZSC Lions in Langnau, Biel in Kloten. Mehr als die Hälfte der A-Teams gaben den zweiten Torhütern eine Bewährungschance. Der unbedingte Wille, den Wettbewerb zu gewinnen, fehlt. Das dokumentierte auch das Beispiel der Rapperswil-Jona Lakers, die den Cup im letzten Jahr als B-Vertreter nach Siegen unter anderem gegen Lugano, Zug und Davos gewannen.

    Dabei ist der finanzielle Reiz, sich im Cup anzustrengen, vorhanden. Infront-Ringier schüttet als Marketingpartner pro Saison 1,65 Millionen Franken aus. Dem Sieger winkt eine Belohnung von 325 000 Franken plus dem allfälligen Plus aus den Einnahmen der Heimspiele. Im Vergleich zur sportlich weit wertvolleren Champions Hockey League sind das erstaunliche Zahlen. Der SCB etwa hatte dort in der letzten Saison rund 400 000 Franken draufgelegt.

    Erster gegen zweiter und es kommen 12'600. Das harte Pflaster Zürich! Dabei hätte dieses Spektakel sicher mehr Zuschauer verdient gehabt. Der unbeteiligte Stimmbürger wird sich fragen für was Zürich ein neues Stadion braucht....

    Marc Schneider in Thun macht auch einen sehr guten Job, sollte auch mal erwähnt werden!

    Eine gute Lektion, findet Aubin: «Wir haben gesehen, dass wir das Maximum geben müssen, um gewinnen zu können. Und wir brauchen jeden einzelnen Spieler dazu.»

    Finde ich auch. Von solchen Spielen kann man mehr lernen als von knappen Siegen. Der Z wird eine (mehr oder weniger) problemlose Quali haben und Meister wird man erst im April. Wenn ich da die Baustellen bei anderen Teams sehe.....

    Die ZSC Lions treffen im Achtelfinal der Champions Hockey League auf Kärpät Oulu aus Finnland.

    Voraussichtliche Spieldaten:
    • Hinspiel am Dienstag, 6. November im Hallenstadion
    • Rückspiel am Dienstag/Mittwoch 20./21. November in Oulu

    Sportchef Sven Leuenberger zum Los:
    "Mit Oulu treffen wir sicher auf einen der aktuell stärksten Gegner, der bislang weder in der Champions Hockey League noch in der heimischen Meisterschaft viele Punkte abgegeben hat. Kärpät ist derzeit klarer Leader der finnischen Liga, was viel über die Qualitäten des Teams aussagt. Das wird eine grosse Herausforderung für uns!"

    Es wird Zeit das ein Team aus der Schweiz den Pott wieder nach Hause bringt, möglich ist es!

    https://www.watson.ch/sport/eishocke…-einzuschaetzen

    Finanziell (noch) kein Faktor, aber sportlich sehr wertvoll und für die Fans unbezahlbar mit diesen Reisen in Europa!

    Endlich in die Saisonkarte integrieren damit vor vollen Rängen gespielt wird denn in der CH, sei es Fussball oder Hockey, wird neben der SK kaum mehr ein zusätzliches Tix gekauft!

    Gipfeltreffen der Gegensätze

    SCB und ZSC gewannen 8 der letzten 11 Meistertitel. Heute kommt es zur ersten Saisonbegegnung in Bern. Eine Momentaufnahme der beiden so verschiedenen Spitzenclubs.

    Philipp Muschg

    Punkt 1: Der ZSC istTransfersieger

    Zwei Schweizer Nationalspieler, ein tschechischer Weltmeister, ein mehrfacher Captain von Team Canada: Selten rüstete eine Meistermannschaft so auf wie die ZSC Lions mit Hollenstein, Bodenmann, Cervenka und Noreau. Dass zwei der drei Neuen aus Bern kamen, vergrösserte das Gefälle zum grossen Rivalen ebenso wie dessen zurückhaltende Transferkampagne.

    Nach einem Fünftel der Qualifikation lässt sich sagen: Immerhin die Hälfte der ZSC-Zuzüge hat eingeschlagen. Hollenstein ist zweitbester Punktesammler und Aktivposten des Teams, Noreau trug bis zum letzten Wochen­ende den Topskorerhelm und dirigiert das Powerplay. Auf der anderen Seite fehlt Bodenmann trotz ­Engagement oft die Bindung zum Spiel, ist Cervenka alles andere als der angekündigte Spektakelmacher. Null Tore und 4 Assists über­raschen nur, wer ihn diese Saison nie spielen sah.

    Im Vergleich zu Bern ist der ZSC trotzdem ein Transfersieger. Dort ist Almquist zwar ein sicherer Puckverteiler, aber weit ­weniger schussfreudig als ­Vorgänger Noreau. Den Ausfall des verletzten Untersander kann der Schwede im Überzahlspiel nicht kompensieren. Die drei neuen Schweizer sind bisher kaum ein Faktor. Powerflügel Sciaroni musste beim Start noch zwei Spielsperren aus der Vorsaison absitzen – und wurde nach nur zwei Matchs schon wieder gesperrt. Der ­gesundheitlich fragile Bieber machte seinem Ruf Ehre und verpasste die letzten Spiele. Grassi durfte pro Match nicht einmal 9 Minuten aufs Eis. Und der Slowake Mursak überzeugt, doch das tat 2017/2018 auch Raymond.

    Punkt 2: Beim SCB spielt dievierte Linie kaum eine Rolle

    Seit Kari Jalonen 2016 in Bern Cheftrainer wurde, hat der ­Finne den Ruf nach Kräften bestätigt, seinen Besten reichlich Eiszeit zu geben – auf Kosten der hinteren Reihen. Nun ging der Finne erstmals beim SCB nicht als Meister in die Saison, gelobte Besserung. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

    Gemessen an der Eiszeit, kommen bei Jalonen die Stürmer Nummer 10, 11 und 12 zwischen 8:48 und 10:48 Minuten zum Einsatz. Im Vergleich dazu hat in der vierten Linie beim ZSC kein Einziger unter 11 Minuten. Und selbst die Zürcher Nummer 15, Marco Miranda, weist mit 8:52 Minuten noch den höheren Wert auf als Berns Nummer 11, Daniele Grassi (8:48).

    Umgekehrt gehören die Berner Leistungsträger zu den Schwerarbeitern der National League. Das Spitzentrio Arco­bello (20:32), Ebbett (19:44) und ­Moser (19:13) findet sich ebenso unter den Top 15 aller Stürmer wie vom ZSC Suter (19:22), Cervenka (19:21) und Shore (19:15).

    Punkt 3: Erfolgsgarant Genoni ist unersetzbar

    Man könnte meinen, für die Überprüfung dieses Mythos sei es im Oktober noch zu früh. Doch einerseits ist da die kolossale ­Reaktion des SCB auf den beschlossenen Abgang von Nationalgoalie Leonardo Genoni im Sommer 2019: Der Club will kurzerhand die Ausländerregelung ändern, um die ganze Welt nach Ersatz abgrasen zu können, den es in der Schweiz nicht gibt.

    Und andererseits beweist ­Genoni eben auch in diesem Herbst, dass die Bemühungen des SCB keineswegs eine Überreaktion sein müssen. 205 von 215 Schüssen gehalten (95,35 Prozent), im Schnitt nur 1,26 Tore erhalten: Die klar beste Defensive der Liga verdanken die Berner zu guten Teilen dem Zürcher zwischen ihren Pfosten.

    Beim ZSC heisst das Erfolgsrezept dagegen wieder einmal Arbeitsteilung: Lukas Flüeler(6 Spiele) und Niklas Schlegel(4) gehören mit Fang­quoten von über 93 Prozent wie Genoni zu den Top 5 der Liga.

    Punkt 4: Der ZSC profitiert vom Nachwuchs, Bern nicht

    Als Vorwarnung: Der Anteil eigener Junioren im Team verläuft oft wellenförmig. Beim SCB vor fünf Jahren hätte man 13 frühere Nachwuchsspieler gefunden, darunter grosse Namen wie Vermin, Scherwey, Bertschy, Furrer oder Jobin. Doch ­ändert das nichts am öden Bild in der Gegenwart. 7 sind es derzeit noch, ausser Scherwey keiner Leistungsträger.

    Ganz anders der Gegner. Wenn ein 22-Jähriger den Helm des Topskorers trägt, der seine ­gesamte Karriere in der ZSC-­Organisation verbracht hat, dann dürfen die Zürcher das durchaus als Auszeichnung verstehen. ­Jérôme Bachofner heisst der ­unbekümmerte Stürmer, der sich innert weniger Wochen vom Überzähligen ins Zentrum des Teams gespielt hat. Und der doch nur einer von 15 ist mit Juniorenvergangenheit beim ZSC – 60 Prozent der bisher Eingesetzten.

    Dass die Zürcher sich ihre Nachwuchspyramide bis hinauf in die Swiss League ein paar Millionen jährlich kosten lassen, mag nicht effizient sein – aber Wirkung hat es zweifellos. Immerhin: Beim SCB zeigen sich erste Anzeichen einer neuen Welle. Mit Jeremi Gerber debütierte jüngst ein 18-Jähriger und unterschrieb seinen ersten Profivertrag.

    (Redaktion Tamedia)

    Das ist bei Blindi auch so, aber Leute die ihr ganzes Leben nur etwas gemacht haben tun sich schwer damit aufzuhören. Die sind ziemlich angefixt von der Kabine und dem ganzen drum und dran.

    Die meisten Einsprachen kommen mit der Baubewilligung die vermutlich im November folgt. Da braucht es wie in Aarau nur einen durchgeknallten Trottel. Ich hoffe und glaube aber das der ZSC dies durchziehen würde, die meisten Einsprachen haben eh keine Chance und werden nur gemacht um zu verzögern oder um Geld zu kassieren. Auch der Hardturm und Aarau sind nur gescheitert weil die Bauherren vorher die Waffen gestreckt haben statt das Ganze durch zu ziehen!

    Für unseren neuen Coach sind alle drei neu, somit hat keiner einen Bonus von letzter Saison. Shore kommt wie Aubin aus NA, er hätte eher Vitamin B als die anderen. Ich denke einfach es spielen diejenigen die sich auch im Training aufdrängen. Und es wird wieder Verletzungen geben, es kommt jeder zum spielen.

    Den Artikel aus der NZZ würde ich eher im Hochparterre suchen, der Mann ist ein Träumer. Auch seine Kritik am Stadion in St. Gallen kann ich kaum nachvollziehen, wie gesagt: Träumer!

    Interessant finde ich die Umfrage zum Stadion im 20 Minuten: Nur blöd das die Klicks wohl aus der ganzen CH kommen und/oder von Leuten die dann nicht mal abstimmen....


    überraschend wenig Zueschauer

    Habe ich auch gedacht! Aber es war wohl zu schön (der Zürcher Eventfan!), da ist Papi mit den Lions Kids in den Kinderzoo gegangen!

    Schöne, werbefreie Shirts NHL Style, könnte mich daran gewöhnen!

    Wick/Hollenstein werden uns noch viel Freude bereiten und Blindis Pass war den Eintritt alleine wert!

    Fünfter Sieg in Folge, Platz 3 (nach Verlustpunkten Platz 2), es kann so weiter gehen, Luft nach Oben ist reichlich vorhanden!