Beiträge von Larry

    in den oberen Rängen tönt es eigentlich gut

    Vergleich mit dem Stadion der Panthers: Viel grösser (19'250 Sitzplätze) und somit sicher anspruchsvoll zum beschallen.

    Bin dieses Saison überall gesessen, ganz unten, Club Level und mal ganz oben.

    Unten ziemlich laut, Club Level normal, ganz oben könnte es lauter sein. Man versteht aber alles gut.

    Bin auch der Meinung das müsste längst perfekt eingestellt sein!

    Ich weiss nicht, wie sie das geregelt haben. Aber glaube nach dem 1. Februar bzw. nach Beginn der NLB-Playoffs müssen schon vorgängig gewisse lizenztechnische Voraussetzungen erfüllt worden sein, dass man noch Spieler von GCK einsetzen kann.

    Ich auch nicht. Klar wurde der Z auf dem falschen Fuss erwischt mit der Verletzung von Waeber just zu einem dummen Zeitpunkt. Sollte aber Horst ausfallen und wir mit Meier dann ein Waterloo erleben wäre wohl hier (und nicht nur hier) einiges los und der Z würde ziemlich dumm und unprofessionell dastehen.

    Nun, hoffen wir das trifft nicht ein......

    Was ganz einfach bedeutet, dass Hrubec ganz einfach NIE UND NIMMER ausfallen darf...!!

    Wenn er ausfällt kann man das Licht löschen in der SLA. Aber ein Vasilevsky bei Tampa fällt auch nie aus, letzte Saison spielte er 63 von 82 Spielen plus die Playoffs. Ist kein Problem Horst nun bis zum Ende im Tor zu lassen.

    Der Witz ist das der Backup Meier sein soll, der aber bei GCK praktisch nie spielt (4 Spiele) im Gegensatz zu Zumbühl (27) und Ruppelt (16). Ich denke falls Horst tatsächlich ausfällt müsste einer diesen beiden spielen.

    Eishockeytrainer in Lebensgefahr

    «Ohne meine Frau würde ich nicht hier sitzen»

    Christian Weber (58) erlitt eine Blutvergiftung und wollte nicht zum Arzt, doch er hatte Glück im Unglück. Seine bewegende Geschichte.

    Simon Graf
    Simon Graf
    Publiziert heute um 20:10 Uhr

    Beim Mittagessen zu Hause begann sein Körper zu rebellieren: Christian Weber.


    Beim Mittagessen zu Hause begann sein Körper zu rebellieren: Christian Weber. Foto: Urs Jaudas


    Schön, Sie in alter Frische zu sehen, Christian Weber. Wie geht es Ihnen?


    Jetzt geht es mir wieder sehr gut. Aber ich habe eine schwierige Zeit hinter mir. Dank meinem guten Umfeld, vor allem dank meiner Frau, die mich extrem unterstützt hat und zu mir geschaut hat, geht es mir wieder so gut.


    Sie hatten im Frühling 2022, kurz nach dem Aufstieg mit dem EHC Basel in die Swiss League, eine schwere Blutvergiftung. Woher kam die?


    Das ist ja das Interessante: Niemand weiss das. Ich hatte keine offene Wunde gehabt. Ich redete mit verschiedenen Ärzten darüber. Einige sagten, dass es von einem geplatzten Schleimbeutel herrühren könnte. Aber das Ganze ist ein Rätsel. Was mich beunruhigt. Wenn ich eine Wunde gehabt hätte oder gestochen worden wäre, wüsste ich, was gewesen war. Aber ich blende das aus und bin froh, geht es mir wieder so gut.


    Merkten Sie sofort, dass etwas nicht gut war?


    Es kam von einer Sekunde auf die andere. Ich war noch in der Eishalle in Basel und lief nach Hause. Als ich da zu Mittag ass, begann mein Körper zu rebellieren. Ich zitterte nur noch. Meine Frau sagte, ich müsste zum Arzt gehen. Aber ich wollte nicht. Zum Glück machte sie trotzdem einen Termin für mich ab.


    Wieso wollten Sie nicht zum Arzt?


    Ich dachte, das würde schon vorübergehen. Ich liess mich schliesslich überreden, zum Arzt zu gehen, und als der meine Blutwerte sah, sagte er, ich müsse sofort ins Spital. Ich wollte nicht ins Spital und sagte, er solle mir einfach Antibiotika geben. Ich setzte meinen Kopf durch, aber er liess trotzdem alles vorbereiten im Spital. Ich hatte eine schlechte Nacht, am Morgen rief er mich an und sagte, er habe inzwischen die restlichen Blutwerte erhalten. Wenn ich nicht sofort ins Spital ginge, wäre ich nicht mehr lange hier. Im Spital verabreichten sie mir sofort intravenös Antibiotika. Ich hatte 40 Grad Fieber, die Organe funktionierten nicht mehr richtig. Ich hatte unheimlich Glück, dass ich das überlebte.


    Viermal Meister, 100 Länderspiele und über 20 Jahre Coach: Christian Weber.


    Das Positive an dieser Geschichte ist, dass Ihre Frau so schnell handelte.


    Das ist so. Ich bin überzeugt, ohne meine Frau würde ich nicht hier sitzen. Das sagten mir die Ärzte ganz klar.


    Sie waren immer ein Fitnessfreak, lebten stets sehr gesund. Dachten Sie deshalb: Es kommt schon gut?


    Das hat sicher damit zu tun. Als Spieler sagte ich mir immer: Mein Körper ist mein Kapital. Und als ich aufhörte zu spielen, war mir klar, dass ich fit bleiben möchte. Das hilft dir auch als Trainer, denn dieser Job braucht extrem viel Energie. Wenn du fitter bist, kannst du dich auch schneller erholen. Es ist ja nicht immer alles positiv in diesem Job.

    Zitat
    «Im November hatte ich einen Rückfall. Ich lag drei Wochen lang flach, konnte maximal noch 15 Minuten gehen.»


    Wie erholten Sie sich von dieser Blutvergiftung?


    Ich gab meinem Körper Zeit, sich zu erholen. Und als die Saison begann, fühlte ich mich wieder fit, auch wenn die Blutwerte noch nicht optimal waren. Aber dann hatte ich im November einen Rückfall. Es war nicht so schlimm wie beim ersten Mal, aber ich lag drei Wochen lang flach, konnte maximal noch 15 Minuten gehen und hatte Mühe beim Treppensteigen. Als es mir wieder besser ging und ich die Mannschaft im Dezember wieder übernehmen wollte, sagte mir der EHC Basel, dass sie einen anderen Weg gehen wollen.


    Sie wurden freigestellt, und Ihr Assistent Eric Himelfarb, der Sie während Ihrer Abwesenheit vertreten hatte, wurde definitiv Chefcoach. Wieso?


    Ich weiss es auch nicht genau. Eigentlich lief sportlich ja alles gut. Den Aufstieg hatten wir geschafft, und in unserem ersten Jahr in der Swiss League, in dem es keinen Absteiger gibt, wollten wir uns konsolidieren. Wir hatten einen langfristigen Plan. Sportlich gab es keinen Grund, einen solchen Wechsel zu machen. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass ich krank gewesen bin. Ich weiss es nicht. Aber das ist mir heute auch egal. Ich bin einfach froh, geht es mir gut. Und ich hoffe, dass ich in diesem Sport, den ich so sehr liebe, nochmals etwas bewirken kann.


    Sie waren in den Achtzigerjahren einer der ersten Schweizer Profis. Sagten Ihre Eltern damals nicht: Lerne lieber etwas Anständiges?


    Ich hätte schon mit 15, 16 vom EHC Dübendorf zum HC Davos wechseln können. Aber meine Eltern sagten: «Du schliesst zuerst deine Lehre ab, dann kannst du machen, was du willst.» Als ich meine Banklehre absolviert hatte, war für mich klar, dass ich in der Nationalliga A Fuss fassen will. So bin ich mit 19 hoch nach Davos. Die ersten zwei Jahre arbeitete ich noch halbtags auf dem Sekretariat, aber das war recht gemütlich. Das ist nicht mit heute zu vergleichen. Wir verkauften Tickets und Fanartikel. Richtig Profi wurde ich, als ich mit 21 zum ZSC kam.


    Sie waren zwei Jahre beim HCD und wurden zweimal Meister. Wieso blieben Sie nicht?


    Ich war gerne länger geblieben. Aber das Transferwesen war damals noch anders. Ich gehörte dem EHC Dübendorf, und Davos hätte mich übernehmen müssen. Deshalb wechselte ich nach Zürich, obschon es mir in Davos gefiel.


    Sie wechselten in Ihrer Spielerkarriere zwischen Zürich und Davos hin und her. Konnten Sie sich nicht entscheiden, wem Sie Ihr Herz schenken sollten?


    (lacht) Mir gefiel es immer gut in Davos. Aber dass ich ein zweites Mal nach Davos ging, von 1994 bis 1997, hatte damit zu tun, dass einer meiner Söhne den falschen Krupp hatte, also Atemprobleme. Die Ärzte sagten, wir müssten unbedingt in die Höhe. Ich war damals beim ZSC unter Vertrag und erklärte es Präsident Bernd Böhme. Er sagte: «Die Familie geht vor.» Also ging ich nochmals nach Davos hoch. Und innert Kürze ging es unserem Sohn viel besser. 1997 hatte ich dann bei GC unterschrieben, doch GC verpasste den Aufstieg und der Vertrag wurde ungültig. Aber Peter Spuhler (der Vizepräsident) sagte: «Warte, unterschreib nirgendwo anders! Es gibt eine Fusion.» Ich glaubte es ihm nicht, aber es kam tatsächlich so.

    Zitat
    «Huet reklamierte beim Schiedsrichter, aber er konnte nichts ausrichten. Den Videobeweis gab es damals noch nicht.»


    Mit den ZSC Lions schrammten Sie 1998 knapp am Abstieg vorbei, zwei Jahre später wurden Sie Meister. Und Sie als exemplarisch fairer Spieler ermöglichten das Meistertor, indem Sie Lugano-Goalie Cristobal Huet den Stock aus der Hand schlugen.


    Richtig. Ausser Huet bemerkte das keiner in der Halle. Ich sagte zu meinen Stürmerkollegen Schrepfer und Della Rossa: «Schaut mal zur Grossleinwand hoch, eigentlich wäre das Tor nicht regulär.» Sie schauten hoch, und Schrepfer sagte: «Das Tor dürfen sie nicht anerkennen.» Und ich: «Vergiss es, niemand hat es gesehen.» Huet reklamierte beim Schiedsrichter, aber er konnte nichts ausrichten. Den Videobeweis gab es damals noch nicht. Und was ich Huet hoch anrechne: Er ist mir nicht böse.


    Der ZSC wurde damals erstmals seit 39 Jahren Meister.


    Was nach jenem Spiel in Zürich abging, werde ich nie mehr vergessen. Ich trat damals zurück, es war das perfekte Ende. Ich verschenkte meine Ausrüstung, die Handschuhe, die Hosen, tutti quanti. Und dann gab ich im nächsten Jahr im Playoff tatsächlich mein Comeback. Die Leute, denen ich meine Ausrüstung geschenkt hatte, wollten sie mir zurückgeben. Einer sagte: «Möchtest du deinen Helm wieder? Ich habe ihn noch.» Ich antwortete: «Nein, nein, Materialverwalter Peter Schrag hat sicher noch einen Helm für mich.» (lacht) Die Hände fest am Pokal: Christian Weber und seine Teamkollegen feiern den ersten ZSC-Meistertitel seit 1961.


    Die Hände fest am Pokal: Christian Weber und seine Teamkollegen feiern den ersten ZSC-Meistertitel seit 1961. Foto: Walter Bieri (Keystone)


    Sie gaben im Playoff-Halbfinal 2001 Ihr Comeback, nachdem Sie schon ein Jahr zurückgetreten waren. Wer kam auf diese verrückte Idee?


    Coach Larry Huras. Er sagte zu Simon Schenk (dem Sportchef): «Lizenzieren wir doch Chrigel fürs Playoff.» Ich sagte zu, aber nur für den absoluten Notfall. Ich weiss noch, wie ich mit Matti Alatalo eine Woche zur Weiterbildung in Finnland gewesen war und fürs Halbfinalspiel gegen Kloten Tickets holte (im Hallenstadion). Simon sah mich dort und sagte, ich müsste abends ins Training, sie hätten so viele Verletzte. Nach zwei Trainings spielte ich mit – und war selber überrascht, wie gut es ging.


    Die ZSC Lions kehrten die Finalserie gegen Lugano nach einem 1:3 und wurden in der Resega Meister. Dann stürmten Hooligans das Eis. Wie erlebten Sie das?


    In jenem Spiel schlug mir Dubé meine Zähne ein. Ich konnte den Match nicht fertig spielen und war in der Garderobe, als mir Simon Schenk sagte, ich solle rauskommen für die Pokalübergabe. Ich machte zwei Schritte und flüchtete dann wieder zurück in die Garderobe. Die Hooligans waren bis zu uns vorgestossen. Ich wurde mit einem Auto mit Tessiner Nummer aus der Halle geschleust, denn ich musste so schnell wie möglich ins Spital wegen meiner Zähne. Dort wurde das Gröbste geflickt, und ich stiess in der Nacht noch zur Meisterfeier im Hallenstadion. Ich konnte nicht sprechen, weil alles betäubt war. Aber ich blieb bis zuletzt und war es, der die Halle abschloss.


    Sie wechselten nach Ihrer Spielerkarriere nahtlos an die Bande. War Ihnen schon immer klar, dass Sie einmal Trainer werden möchten?


    Ja. Schon als ich mit 19 nach Davos kam, half ich im Nachwuchs aus. Überall, wo ich war, machte ich etwas im Nachwuchs. Ich hatte so viele Trainer von jeder Nation gehabt, deutsche, tschechische, finnische, kanadische, schwedische. Und ich wollte meine Erfahrung mit meinen Ideen zusammenbringen. Ich bin dankbar, konnte ich als Trainer so viel erleben.


    2005 wurden Sie beinahe Meister mit den ZSC Lions, Sie verloren den Final gegen den HC Davos.


    Es war das Lockout-Jahr in der NHL. Hätte die NHL-Saison begonnen, wären wir Meister geworden. Davon bin ich überzeugt. Wir hatten eine exzellente Mannschaft. Aber wir scheiterten an den NHL-Cracks des HCD, an Joe Thornton und Rick Nash. Thornton war der Kopf dieses Teams. Was er aufführte, war überragend. Und der direkte Zug von Nash aufs Tor, unglaublich!


    Hätten Sie sich nie vorstellen können, statt als Trainer auf einer Bank zu arbeiten?


    Nein. Ich kann nicht in ein Büro sitzen und achteinhalb Stunden vor dem Computer verbringen. Unmöglich! Ich liebe es, anderen etwas zu vermitteln. Deshalb reizte es mich auch, als mich der Internationale Eishockeyverband anfragte, ob ich mir vorstellen könnte, in Asien Spieler auszubilden. Ich führte Hockeycamps in China, Malaysia und Thailand. Das sind Erlebnisse, die mich geprägt haben. Ich habe in all diesen Jahren so viele Menschen kennen gelernt durchs Eishockey. Als das nun passierte mit meiner Krankheit, wurde mir aus der ganzen Welt geschrieben. Das hat mich extrem gefreut.

    Hürlimann in Zürich

    Warum der Name des berühmten Biers verblasst – trotz Beat Schlatters Einsatz

    Ein Männerbund um den Schauspieler kämpft für das alte Zürcher Bier. Doch Nachfahren der Brauerei finden das peinlich. Über ein wegbrechendes Milieu.

    Tim Wirth
    Tim Wirth
    Publiziert heute um 15:58 Uhr (TA)


    Vor knapp dreissig Jahren hat Feldschlösschen die Brauerei Hürlimann geschluckt. Seither ist Hürlimann nur noch eine Zürcher Marke, aber kein Zürcher Bier mehr.


    Vor knapp dreissig Jahren hat Feldschlösschen die Brauerei Hürlimann geschluckt. Seither ist Hürlimann nur noch eine Zürcher Marke, aber kein Zürcher Bier mehr. Foto: Urs Jaudas

    Yves Egli haut einen roten Hürlimann-Bierdeckel auf den Holztresen der Safari-Bar im Niederdorf. «Besser wird’s nüme» steht darauf. Der Slogan soll die Unkompliziertheit des Lagerbiers betonen, so Feldschlösschen – aber er erzählt noch eine andere Geschichte.

    Die Zürcher Brauerei war einst eine der wichtigsten der Schweiz, doch das war einmal. «Hürlimann stirbt langsam aus», sagt Safari-Geschäftsführer Egli, und wenn er das sagt, dann hat es Gewicht. Denn die Safari-Bar ist eine der Zürcher Bars, die schon sehr lange Hürlimann-Lagerbier ausschenken. Immer wieder füllt ein Tankwagen die zwei 1000-Liter-Tanks im Untergeschoss per Schlauch mit Hürlimann-Lager. Die Safari-Bar ist eine klassische Hürlimann-Beiz. Doch Geschäftsführer Yves Egli sagt: «Hürlimann stirbt langsam aus.»


    Die Safari-Bar ist eine klassische Hürlimann-Beiz. Doch Geschäftsführer Yves Egli sagt: «Hürlimann stirbt langsam aus.» Foto: Urs Jaudas

    Ein nostalgisches Hürlimann-Schild weist schon draussen vor der Safari-Bar auf das Zürcher Traditionsbier hin. Drinnen läuft ZZ Top. Egli hat die Haare unter einer schwarzen Kappe mit Pins versteckt.

    Vor knapp dreissig Jahren hat Feldschlösschen die Zürcher Brauerei Hürlimann geschluckt. Seither ist Hürlimann zwar noch eine Zürcher Marke, aber kein Zürcher Bier mehr. Wenn schon eher ein Basler. Denn gebraut wird 20 Kilometer neben Basel in Rheinfelden. Ein Hürlimann-Schild weist draussen vor der Safari-Bar im Niederdorf auf das Zürcher Traditionsbier hin.


    Ein Hürlimann-Schild weist draussen vor der Safari-Bar im Niederdorf auf das Zürcher Traditionsbier hin. Foto: Urs Jaudas

    «Bei Feldschlösschen stehen andere Marken im Fokus», sagt Yves Egli. «Regionale Marken werden eher stiefmütterlich behandelt.»

    Wird das Hürlimann-Bier überleben?


    Die Nostalgiker sterben aus


    Feldschlösschen sagt nicht, wie viele Liter Hürlimann-Bier die Brauerei pro Jahr verlassen. Gebraut wird nur noch das Lagerbier. Das etwas stärkere Sternenbräu wurde schon länger aus dem Sortiment genommen. «Die Marke Hürlimann entwickelt sich über die Jahre stabil und hat im letzten Jahr sogar ein deutliches Volumenwachstum verzeichnen können», schreibt die Firma Feldschlösschen, die zur Carlsberg-Gruppe gehört.

    Hürlimann-Bier habe für die Brauerei eine grosse Bedeutung. Das Bier sei in der Region stark verankert, werde nach Original-Rezeptur gebraut und erfreue sich insbesondere in der Gastronomie grosser Beliebtheit. Ausserdem investiere man in die Markenpflege.

    Die Gespräche mit Yves Egli von der Safari-Bar und rund zehn weiteren Zürcher Gastronominnen und Bier-Experten zeichnen ein anderes Bild. Das Hürlimann-Bier verschwindet langsam aus Zürich, sagen die meisten von ihnen. Das Hürlimann-Bier wird heute in der Sudhalle im Feldschlösschen in Rheinfelden gebraut. 


    Das Hürlimann-Bier wird heute in der Sudhalle im Feldschlösschen in Rheinfelden gebraut. Foto: Pino Covino

    «Der Verkauf von Hürlimann-Bier ist bei uns in den letzten 15 Jahren massiv zurückgegangen», sagt Thom Zürcher von Intercomestibles. Früher lieferte der Getränkehändler zwei Palette Hürlimann-Bier pro Monat aus. Heute reiche ein Viertelpalett pro Monat für die rund 400 Gastrobetriebe, die Intercomestibles beliefert – Tendenz sinkend. Hürlimann werde nicht mehr als authentisches Zürcher Bier wahrgenommen, sagt Thom Zürcher. Die Regionalität sei vorgegaukelt.

    Das sagt auch Hartmuth Attenhofer, Generalsekretär der Gesellschaft zur Förderung der Biervielfalt. Hürlimann sei eine verblassende Marke. «Ich denke, dass Feldschlösschen es aus dem Sortiment nimmt, sobald die Nostalgiker aussterben.»


    Kein «Guu» mehr


    Noch gibt es diese. Aber Glücksgefühle löst Hürlimann auch bei vielen von ihnen nicht mehr aus, wie ein Rundgang zeigt. «Nüüt Bsunders», sagt Pensionär Hugo zum Inhalt seiner Hürlimann-Flasche. Er sitzt am Tresen der Gräbli-Bar im Niederdorf und spielt mit seiner Einkaufsliste, die er zu einem Röhrchen gefaltet hat. «Luftschloss-Bier, Nirgendwo-Bier – Hürlimann ist das auf jeden Fall nicht mehr», sagt er. Als die Brauerei noch in Zürich war, sei das Bier tipptopp gewesen. «Da häts no Guu gha», sagt Hugo. Feldschlösschen schreibt, dass die Angaben, wo das Bier hergestellt werde, gut sichtbar auf der Verpackung aufgedruckt seien.

    Die meisten Bars, die noch Hürlimann ausschenken, liegen im Niederdorf oder an der Langstrasse. Auch im Volkshaus und im Kongresshaus wird es gezapft. Beide Lokalitäten haben oder hatten eine Verbindung zu Feldschlösschen. Das Restaurant im Volkshaus wurde lange von der Brauerei in Rheinfelden verpachtet. Der Ex-CEO von Feldschlösschen, Thomas Metzger, ist Vize-Präsident im Verwaltungsrat des Kongresshauses. «Das Hürlimann-Bier ist für viele meiner Freunde immer noch ein Schluck Zürich», sagt Seamus in der Safari-Bar. 


    «Das Hürlimann-Bier ist für viele meiner Freunde immer noch ein Schluck Zürich», sagt Seamus in der Safari-Bar. Urs Jaudas

    Als «local product und ikonisch für die Zürcher Brauereitradition» bezeichnet Giedo Veenstra die Hürlimann-Flaschen, die im Kongresshaus serviert werden. Er ist für die Gastronomie zuständig. «Das Hürlimann-Bier hat nach wie vor einen starken Bezug zu Zürich», sagt er. Auch Philipp Rohner vom Si o No beim Bahnhof Wiedikon schenkt Hürlimann aus. Es ist das mit Abstand meistgetrunkene Bier in seiner Bar. «Viele Gäste nehmen es immer noch als lokales Bier wahr und wissen gar nicht, dass es in Rheinfelden gebraut wird», sagt Rohner.

    Den euphorischsten «Hürlimann», den wir auf der Bartour treffen, ist Seamus in der Safari-Bar. «Das Bier ist für viele meiner Freunde immer noch ein Schluck Zürich», sagt er. Als er bezahlt, geht die Karte nicht. Yves Egli hinter der Bar sagt: «Warum ist am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig.» Später empfiehlt er einem Touristen aus Tasmanien ein Hürlimann, als dieser nach einem lokalen Bier fragt.

    Kein Hürlimann mehr auszuschenken, käme nicht infrage, sagt Yves Egli. Das gäbe blöde Sprüche von den Kunden. Und es sei alles eingespielt. Der Mitarbeiter von Feldschlösschen, der die zwei 1000-Liter-Tanks im Keller der Safari-Bar mit Bier füllt, hat sogar einen eigenen Schlüssel. In solchen 1000-Liter-Tanks wird das Hürlimann-Bier in der Safari-Bar gelagert. 


    In solchen 1000-Liter-Tanks wird das Hürlimann-Bier in der Safari-Bar gelagert. Foto: Urs Jaudas


    Männertag in der Frauenbadi


    Einen Hinweis auf das heutige Standing des Hürlimann-Biers gibt auch das Marketing. Die letzte grössere Hürlimann-Werbekampagne lancierte Feldschlösschen vor knapp fünf Jahren. Auf Instagram folgen dem Kanal Hürlimann-Bier gerade mal gut 1000 Personen. Einer der letzten Beiträge ist der folgende: «Samichlaus du geile Ma, gib mir doch es Hürlimaa. Artig, brav und ahständig bini nid immer gsi, aber de Zug isch scho lang verbi.» 51-mal «Gefällt mir». Mit Posts wie diesem wird das Hürlimann-Bier beworben. Gerade mal gut 1000 Personen folgen dem Instagram- Kanal. 


    Mit Posts wie diesem wird das Hürlimann-Bier beworben. Gerade mal gut 1000 Personen folgen dem Instagram- Kanal. Quelle: Screenshot Hürlimann

    Ähnlich schenkelklopfend unterwegs sind auch ein paar Hürlimann-Fans. 2013 gründeten Kabarettist Beat Schlatter, Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz und weitere Zürcher Männer die Hürlimann Bier AG. «De Zweck vo de Hürlimaa Bier AG isch Pfläg vo de Bierkultur und em gsellige Zämesi», heisst es auf der Website. Wer Mitglied werden will, muss eingeladen werden und eine Aktie im Wert von 100 Franken kaufen. Beat Schlatter ist der Verwaltungsratspräsident der Hürlimann Bier AG. 


    Beat Schlatter ist der Verwaltungsratspräsident der Hürlimann Bier AG. Francisco Carrascosa

    Jedes Jahr findet eine Generalversammlung im Volkshaus statt. Dort entscheiden die Männer, welche Projekte sie mit dem Hürlimann-Rappen unterstützen wollen, der pro verkauftes Bier gesammelt wird. Unter anderem finanzierten sie schon einen Männertag in der Zürcher Frauenbadi oder Männerparkplätze vor Hürlimann-Beizen. Es wurden aber auch ernsthafte und soziale Anliegen unterstützt, schreibt Feldschlösschen. «Mit dem Hürlimann-Rappen wird ein positiver Beitrag zur Förderung der Bierkultur und der Belebung der

    Bierszene in Zürich geleistet.» Ein Männertag in der Zürcher Frauenbadi – Aktionen wie diese unterstützt die Hürlimann Bier AG. Quelle: Youtube

    Die letzte Generalversammlung der Hürlimann Bier AG fand im November statt. Beni Thurnheer wurde zum Hürlimann des Jahres gewählt. Diese Zeitung wäre gerne dabei gewesen, doch das sei nicht möglich, schreibt Feldschlösschen. Die Teilnahme am Anlass sei exklusiv den Aktionären vorbehalten. Videos von alten GV zeigen grölende Männer. Ein Aktionär beschreibt den Abend als «moderne Kunst». Ein schon vereinbartes Interview mit Verwaltungsratspräsident Beat Schlatter stoppt Feldschlösschen. Schlatter ist Hürlimann-Fan, weil sein Vater lange Finanzdirektor der Zürcher Brauerei war. Beni Turnheer wurde im November zum Hürlimann des Jahres gewählt. Direkt hinter ihm stehen Beat Schlatter (links) und Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz (rechts). 


    Beni Turnheer wurde im November zum Hürlimann des Jahres gewählt. Direkt hinter ihm stehen Beat Schlatter (links) und Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz (rechts). Foto: Feldschlösschen


    Nachfahren kritisieren Feldschlösschen


    Beat und Esther Hürlimann finden das Marketing des heutigen Hürlimann-Biers eher peinlich. Sie sind zwei der etwa hundertfünfzig Nachfahren der Zürcher Brauerei-Familie Hürlimann-Hirzel. Esther Hürlimann hat in den 1990er-Jahren für einige Jahre sogar in einer WG in der Villa Sihlberg auf dem Hürlimann-Areal gewohnt. Als die Brauerei schloss, schrieb die Historikerin ein Buch über das Ende des Familienunternehmens. Die Geschwister Esther und Beat Hürlimann sind 2 der etwa 150 Nachfahren der Zürcher Brauerei-Familie Hürlimann-Hirzel.


    Die Geschwister Esther und Beat Hürlimann sind 2 der etwa 150 Nachfahren der Zürcher Brauerei-Familie Hürlimann-Hirzel. Foto: Anna-Tia Buss

    Mit der Biermarke verbinden sie höchstens noch nostalgische Gefühle. Als ihr Sohn während der WM mit Freunden zu Hause Fussball schaute und dafür extra Hürlimann-Bier gekauft hatte, fand Esther Hürlimann das irgendwie schön. «Es hat mir gezeigt, dass die Identifikation noch da ist mit diesem für meine Familie einst stolzen Brand», sagt sie. Wenn die Marke verschwinden würde, wäre das für sie aber nicht schlimm.

    «Feldschlösschen spielt im Marketing mit Hürlimann in einer unteren Liga», sagt Beat Hürlimann, der als Journalist und Video-Creator arbeitet. Leider gebe es keine erkennbaren Bemühungen, den Brand wieder ernsthaft in Zürich zu verankern. «Diese Idee mit der ‹Hürlimann Bier AG› kommt mir vor wie das Spielzimmer einiger Nostalgiker», sagt Hürlimann. In den Zürcher Coop-Filialen habe das Hürlimann-Bier weniger Platz im Regal als früher, das sage doch alles.


    Viele Alternativen in Zürich


    Ein Zeichen, dass der Brand «Hürlimann» in Zürich kaum noch bekannt sei, spürten sie auch an ihrem Nachnamen, sagen die beiden Geschwister. Früher wurde sie oft gefragt, «wie s Bier?», wenn jemand am Telefon ihren Nachnamen nicht verstand, sagt Esther Hürlimann. Auch Beat sagt, dass der Name jetzt eher mit dem Spa oder mit der gleichnamigen Traktoren-Marke assoziiert werde.

    Feldschlösschen schreibt, das die Zürcher Marke Hürlimann seit fast 30 Jahren gepflegt werde – und das werde man auch in Zukunft tun. «Es gibt keinerlei Pläne, Hürlimann aus dem Sortiment zu nehmen.»

    Und dass jemand Feldschlösschen die Marke Hürlimann abkauft und neu aufleben lässt?

    Das hält der Zürcher Wirtschaftshistoriker und Bier-Experte Matthias Wiesmann für unwahrscheinlich. Klar sei es möglich, dass eine Brauerin oder ein Brauer nochmals die Nostalgie-Karte zücke. «Aber Hürlimann hatte es nie geschafft, seine Biere auch schweizweit als etwas Besonderes zu etablieren», sagt Wiesmann. Selbst wenn der in Zürich nicht mehr sonderlich grosse Bier-Lokalpatriotismus befriedigt werden soll, gebe es heutzutage eine Vielzahl von Stadtzürcher Brauereien als Alternative. Und Beat Schlatter, der auf der Dachterrasse Koteletts grilliert, sei als Hürlimann-Legende irgendwann auch durch, meint Wiesmann. Würde das Hürlimann-Bier aus der Stadt verschwinden, wäre das auch das Ende eines Milieus.

    2. Teil der Hürlimann-Serie: Morgen lesen Sie, warum Pubs in England Zürcher Hürlimann-Bier ausschenken. Der Weg führt in den Londoner Playboy Club und zu einem Mann, der das Hürlimann-Logo auf die Wade tätowiert hat.

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    Werde auf jeden Fall im Sommer mal in diese Safari bar gehen und ein Hürlimann trinken. Haaaaaallenstaaaadion!

    Bei der Niederlage der Colorado Avalanche auswärts bei den Pittsburgh Penguins kam Denis Malgin nur zu Kürzesteinsätzen. Seine rund sieben Minuten Eiszeit nutzte der Stürmer für zwei Schüsse.

    Gegen Connor McDavids Edmonton Oilers zeigte Pius Suter eine makellose Defensivleistung, konnte die 2:5-Niederlage aber auch nicht verhindern.

    Mein Kumpel der Red Wings Fan bestätigte mir die gute Leistung von Suter in diesem Spiel. Wenn er einen Job als Defensivstürmer in der 3. oder 4. Linie akzeptiert hat er ev. noch eine Chance in der NHL, wohl aber nicht mit dem Salär das er jetzt bezieht.

    Was Malgin anbelangt denke ich das nach dieser Saison wieder Schluss ist mit NHL.

    ?

    en Verteidiger?

    Ja, wenn schon brauchen wir vorne einen.

    Wenn wir schon bei unrealistischen Spielern sind:

    Matthew "Chucky" Tkatchuk hat gestern beim 7:1 gegen Tampa 5 Punkte gemacht. Typ Chris zu seinen besten Zeiten, einfach 100x besser. Nach 50 Spielen 71 Punkte. Schiesst nicht nur Tore sondern geht dem Gegner auch ziemlich unter die Haut, Leute wie DiDo würde er zum Frühstück verspeisen.

    einem Pre-Playoffplatz was sicher das Minimalziel vor der Saison war. Nicht erreicht.

    Wie bitte? Minimalziel? Realistisch konnte das nie ein Ziel sein! Platz 13 IST realistisch!

    5 Punkte hinter Ambri wo zwei Typen angeblich alles soo guut machen......

    Liniger müsste ebenfalls vom Assi-Dasein wegkommen und - ausserhalb des Zürcher Biotops - einen Cheftrainer-Posten suchen, halt in der NLB.

    Voila!

    Nach Langnau wollte er nicht, im Nachhinein ein Fehler wenn man sieht was dort möglich ist.