Beiträge von Larry

    Krönung einer Gnadensaison

    Zum Abschluss der ersten Ära des Eishockey-Cups gewann GC 1966 das Double.

    Werner Schweizer Zürich

    Der Meister gegen sein Farmteam – das ist heute in Küsnacht wohl die speziellste Affiche in der 1. Runde des wiederbelebten Eishockey-Cups. Vor 48 Jahren war die Ausgangslage bei der gleichen Paarung eine ganz andere: Meister GC schlug den ZSC im Cupfinal vor 6000 Zuschauern im Hallenstadion 6:3 und gewann damit das Double. Das vorentscheidende 3:2 schoss Captain Kurt Heiniger, nachdem Sekunden zuvor das Schiedsrichterduo Ehrensperger/Madörin ein Tor des ZSC nicht anerkannt hatte. Im Viertelfinal hatte GC Langenthal, im Halbfinal Visp besiegt.

    Die Mannschaft vom Dolder, die erst drei Jahre zuvor aufgestiegen war, krönte mit dem doppelten Triumph in Meisterschaft und Cup eine Gnadensaison, in der auch noch die Teilnahme am Spengler-Cup Platz gehabt hatte. In der Finalrunde der Meisterschaft mit den besten vier Mannschaften der Qualifikation ebnete GC den Weg zum einzigen Titel mit den Siegen gegen Genf-Servette vor fast 9000 Zuschauern und gegen Visp. Die abschliessende 1:6-Niederlage in Genf spielte keine Rolle mehr. Als Belohnung gab es für die Spieler goldene Manschettenknöpfe.

    Kopf und Captain Kurt Heiniger

    Als Baumeister galt der kanadische Trainer Stu Robertson, der seine ersten Schweizer Meriten als Center und Trainer beim HC Davos abgeholt hatte. Bei GC setzte Robertson konsequent auf zwei Blöcke. In der Regel kam er mit 14 Spielern aus. Der Erfolg gab ihm recht. Unter ihm reifte Röbi Meier zum besten Goalie der Liga. Der Sturm mit Franz Berry, Sepp Weber und Hans Keller schaffte es in diesem Jahr in corpore ins Nationalteam. Und Heiniger war als Center zwischen Fredy Hafner und Ricky Moos (oder Kurt Näf ) der Kopf und Topskorer des Teams. Den Hauptgrund für den späteren Erfolg sieht der heute 74-jährige Heiniger im Zusammenhalt des Teams, das eigentlich aus einem Kern mehr oder weniger gleichaltriger Kollegen bestand. Jeder hätte für den anderen das letzte Hemd gegeben, sagt er heute.

    Das Wunder von 1966 liess sich trotzdem nicht wiederholen. Robertson musste das Land für einige Zeit verlassen und zog nach Deutschland. 1968 stieg GC wieder ab und kehrte nicht zurück. Heiniger trat zurück. Denn der Beruf hatte nicht nur für ihn schon immer Vorrang gehabt. Heiniger war mit 23  Jahren bereits Geschäftsführer der Kuoni-Filiale in Bern und nahm als Pendler zwischen Arbeit und Training ein stressiges Pensum auf sich. Später rückte er im Reise-Konzern zum Generaldirektor auf. Dem Sport blieb er auf dem Tennis-Court, als passionierter Golfspieler und als langjähriger Vizepräsident der Schweizer Sporthilfe treu.

    Ein ungeliebter Wettbewerb

    Der GC-Cupsieg galt damals als Abschluss einer wenig berauschenden Epoche. Sie hatte 1957 mit dem 14:0 für die Young Sprinters gegen den ZSC einen Auftakt erlebt, der allein schon mit dem Resultat aufzeigte, wie ernsthaft die Zürcher kämpften. Schon 1963 stellte der SC Bern den Antrag auf Abschaffung des Cups, der nur ganz knapp scheiterte. Dank dem Cup hatten die Nationalliga-Clubs ein paar Spiele mehr in ihrem damals schmalen Programm. Engagement für den Cup zeigte vor allem die Westschweiz. Die Neuenburger Young Sprinters siegten dreimal, Servette gelang 1959 das Kunststück eines Triumphs als B-Club. Für Ambri-Piotta ist der Erfolg von 1962 gegen den späteren Meister Villars der einzige nationale Titel geblieben. Die Leventiner hatten im Halbfinal in Zürich sensationell gegen den ZSC gewonnen und kehrten im Final in der Valascia einen 0:3-Rückstand in ein 5:3. 1972 erlebte der Wettbewerb ein einjähriges Revival, das in Servettes Sieg gegen Ambri gipfelte.

    © Tages Anzeiger
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    Das Filmli isch no Geil, früener hämmer no.......!

    http://www.swissicehockeycup.ch/de/ueber-den-cup/geschichte/

    De wo de Pokal überreicht isch übrigens de Sepp Blatter!

    Unsere ehemaligen Goalies Wolf, Nyffeler und Meili machen derzeit keine besonders gute Falle.

    Alle drei sind in ihren Clubs nur die Nummer 2 wenn es nach der Fangquote geht.

    In Biel ist Rytz klar besser als Meili, in Rappi ist Punnenovs besser als Wolf.

    Nyffeler ist quasi gleich schlecht wie Conz, denn was um 86% ist kann man nicht als gut bezeichnen.

    Flüeler ist übrigens mit 94,51% im Moment die Nummer 1 der CH vor Stephan.

    ZSC Lions Künzle mit Vertrag bis 2018 – wie Wick und Nilsson


    In Zeiten, in denen Spieler schon vor dem ersten Bully für die übernächste Saison bei Ligakonkurrenten unterschreiben, ist es ratsam, Verträge frühzeitig zu verlängern. So banden die ZSC Lions Chris Baltisberger vor Saisonstart um zwei weitere Jahre bis 2017. Gestern setzte nun auch Mike Künzle seine Unterschrift unter einen neuen Kontrakt – bis 2018. «Er ist ein Eigener, und wir sind überzeugt, dass er sein Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft hat», begründete Sportchef Edgar Salis die Vertragsverlängerung. Der 20-jährige Flügel zählt zu den positiven Überraschungen der jungen Saison, hat in neun Spielen schon drei Tore und sieben Punkte erzielt. Salis sieht ihn als einen der besten Schweizer Goalgetter der Zukunft. Per Ende Saison laufen noch zehn Verträge aus – jene von Seger, Stoffel, Siegenthaler, Bastl, Trachsler, Neuenschwander, Zangger und der Ausländer Smith, Shannon und Keller. Wer Priorität habe, verrate er natürlich nicht, sagt Salis. Interessant ist, ob Captain Seger nach 16 Saisons in Zürich bleibt. «Wir wissen, was wir an ihm haben, und er weiss, was er an uns hat», so der Sportchef. Die längsten Verträge, alle bis 2018, besitzen nun Künzle, Wick und Nilsson. Nilsson? Richtig. Der Schwede mit Schweizer Lizenz, der 2013 mit einem Dreijahresvertrag nach Zürich kam, verlängerte nach dem Meistertitel vorzeitig. Klammheimlich. Und natürlich beobachtet Salis genau, was mit Ronalds Kenins in Nordamerika passiert. (sg.)

    Malgins Freud, Kossmanns Leid

    Der 17-jährige Center überzeugte bei seinem ZSC-Debüt, für Fribourg war das 1:4 die sechste Niederlage im achten Saisonspiel.

    Simon Graf Zürich


    Nur 30 Meter Luftlinie lagen an diesem Montagabend nach dem Spiel ZSC Lions gegen Fribourg Freud und Leid auseinander. Derweil der junge Denis Malgin vor der Zürcher Kabine nach seinem gelungenen NLA-Debüt strahlte, bemühte sich der ernüchterte Gottéron-Trainer Hans Kossmann um bedachte Worte. Auf die provokative Frage, ob er nach der sechsten Niederlage im achten Spiel nicht die Peitsche hervornehmen müsse, schüttelte er nur müde seinen Kopf. «Der Wille ist da, aber es fehlt die Überzeugung», sagte er. Und dann erklärte der Kanadaschweizer, wie brutal Eishockey sei, wie schnell sich das Selbstvertrauen in diesem Sport verflüchtigen könne.

    Direkter Weg in die Bredouille

    «Wir verloren gegen Servette und Lugano zwei Spiele, die wir hätten gewinnen sollen», sagte Kossmann, «und schon waren wir in der Bredouille.» Wobei, Bredouille war nicht genau das Wort, das er wählte. Kossmann fand nach dem 1:4 auch noch weitere Erklärungen. Man bezahle nun den Preis dafür, dass drei Schlüsselspieler (Mauldin, Bykow, Tambellini) in der Vorbereitung ausgefallen seien. Bykow und Tambellini hätten in Zürich eine klare Aufwärtstendenz gezeigt, hielt er fest. Mauldin hat nach seinem Kieferbruch mit einem Spezialhelm das Training wieder aufgenommen.

    Ob er auch intern solche Entschuldigungen gelten lasse, wollte ein kritischer Frager wissen. Kossmann blieb ruhig. Er kenne kein Team, das im ersten Meisterschaftsviertel schon alles verspielt habe. «Aber sind die nächsten beiden Spiele, in Biel und gegen Ambri, nicht kapital?» Da rang sich Kossmann gar ein Lächeln ab. «Seit 20 Jahren höre ich, das nächste Wochenende sei entscheidend.»

    Zynisch könnte man sagen, Fribourg habe im Hallenstadion in der Tat einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Denn statt wie in den ersten sieben Spielen im Schnitt fünf Gegentore liess es nur vier zu. So klar, wie es am Schluss aussah, war das Spiel auch nicht. Doch in den Schlüsselszenen sah man, wieso die Zürcher vorne liegen und die Freiburger unter dem Strich.

    Aus Zürcher Sicht wäre es ein normaler Pflichtsieg gewesen, hätte da nicht Malgin seinen ersten Auftritt im ZSCDress gehabt. Und der 17-Jährige durfte gleich den Platz des verletzten Luca Cunti im ersten Sturm einnehmen. Er spielte von Beginn weg frech auf, war bemüht, seinen Centerpflichten auch im Defensivspiel nachzukommen, und durfte sich beim 1:0 Wicks (30.) den ersten NLA-Assist gutschreiben lassen.

    «Nach dem Warmup mit GC bekam ich den Anruf, dass ich am Abend beim ZSC spiele», erzählte der Sohn von Albert Malgin auf Schweizerdeutsch mit leichtem Berner Akzent. «Vor dem Match war ich sehr nervös. Doch alle sagten mir, ich solle keine Angst haben vor Fehlern. Und im Spiel ging es dann von Einsatz zu Einsatz besser.»

    Die NHL ist noch weit weg

    Malgin junior ist wohl noch ein paar Zentimeter kleiner als die 1,73 Meter, die auf der GCK-Homepage angegeben sind. Aber er ist äusserst trickreich und mit einer guten Übersicht gesegnet, gemahnte an Bykow junior. Zusammen mit Kevin Fiala und Noah Rod bildete er an der U-18-WM den Schweizer Paradesturm, der neun von elf Toren schoss. Fiala gelang in einem Testspiel Nashvilles nun schon sein erstes Tor für die Predators. Die NHL scheint also nicht so weit weg, oder? Malgin widersprach eifrig: «Doch, glauben Sie mir, das ist sie.»

    ZSC Lions - Fribourg 4:1 (0:0, 3:1, 1:0) 7989 Zuschauer. – SR Kurmann/Wiegand; Fluri/Kovacs. – Tore: 30. Wick (Malgin, Blindenbacher) 1:0. 33. Bastl (Bärtschi, Trachsler) 2:0. 35. Plüss (Huguenin, Bykow/Ausschluss Bastl) 2:1. 39. (38:00) Nilsson (Shannon, Bergeron/Ausschluss Helbling). 55. Dan Fritsche (Künzle) 4:1. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen den ZSC, 3-mal 2 Minuten gegen Fribourg.
    ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Smith; Seger, Bergeron; Stoffel, Geering; Siegenthaler; Baltisberger, Malgin, Wick; Keller, Shannon, Nilsson; Künzle, Dan Fritsche, Schäppi; Bärtschi, Trachsler, Bastl; Neuenschwander.
    Fribourg: Conz; Helbling,Abplanalp; Ngoy, Kwiatkowski; Huguenin, Schilt; Montandon; Sprunger, Wirtanen, Vauclair; Mottet, Dubé, Plüss; John Fritsche, Pouliot, Monnet; Hasani, Bykow,Tambellini; Ness.
    Bemerkungen: ZSC ohne Cunti (verletzt), Tabacek (überzählig). Fribourg ohne Mauldin und Kamerzin (beide verletzt). – NLA-Debüt von Malgin.


    © Tages Anzeiger

    Zitat von snowcat


    habe das glück im moment in barcelona am pool zu sitzen

    Schöggeler! :razz:

    Ja, der FCZ war wohl drei mal besser, trotzdem hat es nie zum Sieg gereicht.

    Mir ist etwas mulmig vor dem Spiel gegen BMG, könnte eine Packung geben. :haare:

    Wir spielen mit zwei (!) Junioren und landen einen (mehr oder weniger) problemlosen Sieg.

    Leistungsmässig ist nach oben noch sehr viel möglich!

    War bei weitem nicht so interessant wie etwa das SCB Spiel, das lag aber auch am Gegner.

    Sehenswert der Kunstschuss von Wick zum 1:0 und das PP vor dem 3:1.

    Freue mich nun noch auf das Retro Game in Endgeilen Leibchen gegen den HCD vor wohl voller Hütte.

    Scheibenwischer

    Der verlorene Geist der Copains

    (sg.)

    Wenige Tage vor dem Saisonstart wurde in Freiburg der Vertrag von Coach Hans Kossmann um ein Jahr bis 2016 verlängert. Eine Massnahme, die Ruhe bringen sollte. Doch es dauerte nicht lang, schon rumorte es. Nach dem 2:8 im zweiten Spiel in Davos wurden einem Journalisten von «La Liberté» wegen einer zu kritischen Saisonvorschau Interviews verweigert. Man erwarte von einer lokalen Zeitung, dass sie wohlwollend berichte, erklärte Generaldirektor Raphaël Berger. Die Episode zeigt, wie gross die Nervosität ist. Alle scheinen wie gelähmt, die Hände zittern, die der Goalies sowieso. In den Achtzigerjahren sprach man in Freiburg von den Copains, weil sich der Zusammenhalt der mehrheitlich armen Bevölkerung der Altstadt im Team widerspiegelte. Heute zählt Gottéron finanziell zu den grossen Playern der Liga, doch der Geist im Team scheint unter dem hohen Erwartungsdruck gelitten zu haben. Und es würde nicht erstaunen, wenn der Mann, den man kürzlich noch stärken wollte, zum Sündenbock auserkoren würde.

    © Tages Anzeiger
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    Denke wir müssen die angeschlagenen Copains vom Eis wischen, aber es lauert auch die Gefahr dass sie zum dringend nötigen Befreiungsschlag ansetzen. Tippe trotzdem auf ersteres!

    Als 17-Jähriger mittendrin, nicht nur dabei

    Simon Graf

    Jonas Siegenthaler verblüfft bei den ZSC Lions mit seiner Abgeklärtheit. Sein Weg in die NHL scheint vorgezeichnet.

    Er sammelt dieser Tage ständig neue Erfahrungen. Am Samstag spielte Jonas Siegenthaler mit den ZSC Lions erstmals in Genf. «Der mühsamste Gegner bisher», resümierte er nach dem 2:3 in Overtime. «Sie laufen viel, spielen intensiv und hart.» Nicht dass man das Gefühl hätte, er liesse sich gross davon beeindrucken. Wer es nicht weiss, würde nicht vermuten, dass er erst 17 ist. Körperlich gemahnt er mit seinen 1,89 Metern und 99 Kilos sowieso eher an einen Mann als an einen Teenager, doch auch spielerisch wirkt er erstaunlich abgeklärt. Er bewahrt meistens die Übersicht, gerät selten in Stress. Und er weiss seine körperlichen Vorzüge einzusetzen.

    Ins Herz von Crawford gespielt

    Mit seiner Grösse und seiner stattlichen Statur erinnert Siegenthaler an Sportchef Edgar Salis. Doch der winkt ab: «Er ist mit 17 schon zehnmal weiter als ich damals.» Der jüngste NLA-Crack hat sich auch schnell ins Herz von Coach Marc Crawford gespielt. Der Kanadier tut sich weitaus schwerer, junge Verteidiger einzubauen als Stürmer, doch bei Siegenthaler machte er eine Ausnahme. Er habe gedacht, dass er anfangs ein paar vereinzelte Einsätze erhalte, sagt dieser. Nun ist er schon Stammverteidiger. Sein Aufstieg ist rasant: Mit 15 spielte er bei den Elitejunioren, mit 16 in der National League B, mit 17 nun in der NLA. Und wenn es nach ihm gehen soll, ist die NHL der nächste Schritt.

    Viele reden von der NHL, doch bei Siegenthaler ist sie, wenn seine Entwicklung so weitergeht, ein realistisches Ziel. An der U-20-WM in Toronto in der Altjahreswoche werden viele Augen auf ihn gerichtet sein, im Frühjahr 2015 dürfte er im NHL-Draft gezogen werden. Für die ZSC Lions ist es paradox: Je mehr sie Siegenthaler fördern, desto grösser ist die Chance, dass sie ihn verlieren. Wobei sie einen Erfolg verzeichneten, als sie ihn davon überzeugen konnten, für diese Saison Zürich den kanadischen Juniorenligen vorzuziehen. «Kanada ist sicher ein gutes Erlebnis», sagt er. «Aber wenn man hier in der Nationalliga A spielen kann, lernt man viel mehr. Das Niveau ist hier deutlich höher.»

    Die ZSC Lions haben nun gute Aussichten, dass er zumindest bis 2016 bei ihnen bleibt. Denn sollte er es nächstes Jahr nicht auf Anhieb in die NHL schaffen, wovon auszugehen ist, könnte er in Übersee nur bei den Junioren spielen. Und das wäre für ihn ein Rückschritt. Bis im Frühling absolvierte er noch eine Sportler-KVLehre, seitdem ist er Profi. «Beides zusammen ging nicht mehr», sagt er. An spielfreien Tagen trainiert er zweimal, unter anderem mit einer PowerskatingTrainerin. Inzwischen nimmt er Englischunterricht, «damit das Gehirn fit bleibt», wie er sagt. «Wenn sich nur alles ums Eishockey dreht, ist das nicht gut.»

    Videos für Verwandte in Thailand

    Trotz seiner Masse sei Siegenthaler kein klassischer Abräumer, sagt Salis. Sondern eher ein Allrounder, der auch spielerisch Akzente setzen könne. Sein Schweizer Vorbild ist denn auch Roman Josi; am meisten imponiert ihm Drew Doughty, der überragende Verteidiger des letzten NHL-Playoffs.

    Die Grösse hat Siegenthaler von seinem Vater, den er nun überholt hat. Seine Mutter stammt aus Thailand. «Meine Eltern haben dort ein Haus gekauft und gehen pro Jahr ein-, zweimal hin. Ich habe nicht so viel Zeit, lasse mich etwa jedes dritte Jahr dort blicken. Aber ich habe einen guten Kontakt zu meinen Verwandten.» Er zeigte ihnen auch schon Videos, um ihnen zu veranschaulichen, wie der Sport aussieht, der seine Leidenschaft ist.


    © Tages Anzeiger

    Zitat von Blackstar

    Und Rüfenacht mit der Schwalbe des Jahres. Aber ist ja bekannt für seine Fairness.

    Schwalbe war es keine, aber wohl auch nicht ein Foul das 5 plus SD verdient hätte, so auch der Tenor in vielen Online Zeitungen.

    Auch am TV sieht es nicht so schlimm aus, im Stadion hatte ich es etwas anders gesehen, aber es fand nicht gerade vor meiner Nase statt.

    Zu Rüfenacht:

    Ich frage mich warum man einen solchen Spieler verpflichtet.

    Meisterteams haben/brauchen keine solchen Spieler!

    Und den ZSC kann man nicht vom Eis arbeiten!

    Wir sind definitiv nicht Fribourg! :cool: :geil:

    Kräftige Bären, kaltblütige Löwen

    Die ZSC Lions gewannen das erste Duell gegen den SCB dank eines imposanten Schlussspurts 5:2.

    Simon Graf Zürich

    Auf die Frage, ob der Löwe oder der Bär ein Duell in der freien Wildbahn gewinnen würde, gibt es keine abschliessende Antwort. Der Bär ist zwar schwerer, grösser, kräftiger und robuster, doch der Löwe ist flinker und geübter im Kampf. Im Schweizer Eishockey erweist sich derzeit der Löwe, der als Wappentier für die ZSC Lions steht, erfolgreicher als der Berner Bär, auch bekannt als SCB. Und die Stärken, die man den beiden Tieren zuschreibt, haben durchaus auch eine gewisse Gültigkeit im Kampf ZSC gegen SCB. Die Zürcher setzten sich im ersten Saisonduell im Hallenstadion 5:2 durch, weil sie kaltblütiger und schneller waren, derweil die Berner ihre Muskeln spielen liessen, aber ihre Vorzüge nicht so gewinnbringend einzusetzen wussten.

    Nilssons gelungene Rückkehr

    Die Berner führten zwar bis ins dritte Drittel 2:1, gaben die Partie dann aber noch aus der Hand. Ihr neuer Dompteur, Guy Boucher, beklagte ungeschicktes Verhalten, das zu Strafen zur Unzeit führte. Und für einmal vermochte der Meister, bislang noch nicht berühmt für sein Powerplay, diese zu bestrafen. Das hatte auch damit zu tun, dass Künstler Nilsson zurück war und in der 47. Minute mit einem Hocheckschuss für die Highlight-Shows auf 2:2 ausglich. In der 53. Minute lenkte dann Baltisberger erneut in Überzahl einen gut getimten Pass Trachslers zwischen Bührers Beinen hindurch zum 3:2. Der Rest war nur noch Zugabe. Boucher beorderte Bührer in der Schlussminute zweimal aus dem Tor, zweimal rächte sich das.

    Ein 2:5 hatte es für die Berner bereits im März abgesetzt, als Boucher mit ihnen erstmals im Hallenstadion gastiert hatte. Doch man könne, fand er, die beiden Spiele überhaupt nicht vergleichen. Parallelen gab es indes durchaus: Der SCB führte auch da 2:1, ehe Nilsson ausglich und einen kräftigen Zürcher Endspurt lancierte. Der Schwede lächelte entspannt nach dem gestrigen Sieg für die Moral. Im zweiten Saisonspiel in Freiburg nach einer Kollision ausgeschieden, wagte er, der von vielen Gehirnerschütterungen Gezeichnete, nun nach zwei Wochen sein Comeback. «Am Anfang war ich schon noch etwas ängstlich», gab er zu. «Aber dann lief es immer besser. Ich bin froh, dass ich durchspielen konnte und keinen Rückfall hatte. Dass ich ein Tor schoss, war noch die Zugabe.»

    Eine Standortbestimmung

    Bemerkenswert war, dass die ZSC Lions, nachdem sie die Partie gewendet hatten, keinen kontrollierten Berner Angriff mehr zuliessen. Als Wick und Baltisberger in der 59. Minute in der SCB-Zone nicht vom Puck getrennt werden konnten, verschaffte ihnen das Szenenapplaus. Obschon die ZSC Lions schon den fünften Sieg feierten, war dieser eine Standortbestimmung. Denn zuvor hatten sie mit den Lakers, Ambri, Zug und Kloten schwächer einzustufende Gegner bezwungen. Und wenn Cunti, der wegen einer Blessur auch das heutige Spiel in Genf verpasst, zurück ist, verfügt Marc Crawford über vier imposante Linien.

    Dasselbe sagt der Kanadier aber auch über den SCB, dem er gegenüber letzter Saison deutliche Fortschritte attestiert. Auf Schweizer Eis führt Crawford gegen seinen Freund Boucher nun mit 2:0, doch darauf bilde er sich nichts ein, betonte er. «Ich glaube, in der NHL hat er immer gewonnen», sagte der ZSCTrainer schmunzelnd. Und er habe grossen Respekt vor diesen Bernern, zumal Simon Moser ja noch nicht einmal dabei sei. Man darf auf die nächsten Duelle zwischen Crawford und Boucher, zwischen Zürcher Löwe und Berner Bär, also gespannt sein.

    © Tages Anzeiger