Beiträge von Larry

    Zitat von Caro

    grossen respekt von meiner seite!
    http://sochi2014.iihf.com/women/news/awards/

    Good Job Swiss Girls!

    Und dann der Final! :shock: :cool: :applaus:

    Schade für die US Girls, das muss man ins Ziel bringen! :sad:

    Der Stellenwert des Frauen Hockey ist hier ein ganz anderer, so wie bei uns Frauen Skifahren oder so.

    Wir wurden auf jeden Fall auf die Ergebnisse des Swiss Frauen Teams angesprochen, und nach dem Sieg läutete schon das Telefon und ein Freund (Kanadier) aus der Strasse hier wollte gratulieren! :cool:

    Eishockey

    ZSC Lions testen Tabacek

    Mit einem Trainingslager in der Lenzerheide überbrücken die ZSC Lions die Olympiapause. Und dort testen sie derzeit auch einen neuen Ausländer: den slowakischen Verteidiger Jan Tabacek. Der 33-Jährige spielte zuletzt in Finnland bei Tappara Tampere und gilt als Mann mit offensiven Qualitäten. Er soll, falls er bleibt, die Absicherung sein für Steve McCarthy. (sg.)

    http://www.hockeydb.com/ihdb/stats/pdisplay.php?pid=56743

    Analyse

    Wieso die Eishockeyaner im ersten Turnier als Medaillenanwärter scheiterten.

    Von Simon Graf

    Eine neue Rolle, die gelernt werden muss

    Während Monaten war von Sotschi die Rede gewesen, am Dienstagabend platzte der Traum der Eishockeyaner jäh. Das Ausscheiden gegen die zuvor sieglosen Letten und die nur drei erzielten Tore in vier Partien liessen die meisten Beteiligten ratlos zurück und warfen viele Fragen auf: Sind die Schweizer, was ihr Offensivspiel betrifft, in frühere Zeiten zurückgefallen? Konnten sie mit der neuen, ungewohnten Rolle als Medaillenanwärter nicht umgehen? Störten die zusätzlichen NHL-Spieler die Teamchemie? Es gilt, all dies gründlich zu analysieren. Man darf scheitern, aber man muss daraus lernen.

    Wick und Brunner enttäuschend

    Nach dem 1:0-Sieg über Tschechien fragte der Reporter der «Hockey News»: «Ist es denkbar, dass die Schweizer dieses Ding sogar gewinnen?» Drei Tage später waren sie ausgeschieden. Sie haben, ob sie es wollen oder nicht, seit der WM-Silbermedaille eine neue Rolle als Medaillenanwärter. Man muss lernen, damit umzugehen – das braucht Zeit, ist ein Prozess. Mental ist es einfacher, der Underdog zu sein. Sogenannte Pflichtsiege einzufahren, ist auch eine psychologische Herausforderung. Im ersten grossen Turnier nach Stockholm taten sich die Schweizer schwer mit ihrer Rolle, gelang es ihnen nie, ihre Verkrampfung zu lösen.

    Aber was war sonst anders als an der WM? 19 der 25 Spieler waren schon dort dabei gewesen, die Mannschaft war also nicht auf den Kopf gestellt worden. Und es wäre vermessen, zu behaupten, die zusätzlichen NHLCracks hätten die Teamchemie gefährdet. Die Stimmung in der Garderobe war nicht das Problem. Das Problem war, dass auf dem Eis in der Offensive vieles nicht ineinandergriff. Und da spielten personelle Veränderungen gegenüber Stockholm durchaus eine Rolle: Roman Wick als NLA-Topskorer und NHL-Flügel Damien Brunner kamen im Angriff dazu – und erhielten sehr viel Eiszeit und Verantwortung, die sie nicht gewinnbringend nutzten.

    Simpson hoffte, dass die beiden irgendwann die von ihnen erwarteten Tore schiessen würden, und suchte fortwährend nach dem richtigen Center für sie. Immer wieder stellte er die Linien um, um sie in Schwung zu bringen. Doch sie blieben bis zuletzt eine Enttäuschung. Brunner rannte seiner Form nach seiner Verletzungspause hinterher – Wick war bemüht, aber glücklos. Und die Wechselspiele Simpsons steckten zusehends auch andere Mannschaftsteile an. Es wäre wohl am schlausten gewesen, die Formschwäche Brunners zu akzeptieren und das Spiel nicht mehr auf ihn auszurichten. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer.

    Nicht angebracht ist die vielerorts beliebte Kritik an Mark Streit, weil der die Verkörperung des NHL-Profis ist. Der Verteidiger spielte ein gutes Turnier. Dass die Schweizer mit ihm zuletzt weniger Erfolg hatten – in Helsinki und Sotschi verpassten sie den Viertelfinal – als ohne ihn, ist nicht mit Streit zu erklären. Es stützt aber die erstaunliche Tendenz, dass die Schweizer unter Simpson am erfolgreichsten waren, wenn sie am meisten Absenzen hatten, am wenigsten von ihnen erwartet wurde: an den Weltmeisterschaften in Mannheim und Stockholm. Wieso das so ist, ob die Mannschaft Mühe hat, sich als Kollektiv zu finden, wenn mehr spielerische Klasse vorhanden ist, muss man analysieren.

    Ein Punkt, den es auch zu untersuchen gilt, ist, wieso die Schiedsrichter an Olympia nach anderen Massstäben pfiffen als in der nationalen Liga. Vor allem Aktionen, die in der Schweiz regelmässig als Behinderungen sanktioniert werden, wurden hier kaum geahndet. In den letzten drei Spielen bekam das Team Simpsons nur fünf Überzahlspiele zugesprochen. Man muss sich fragen: Hat die Schweiz da einen internationalen Trend verpasst? Wenn ja, gilt es, das auf nächste Saison unbedingt einfliessen zu lassen in unsere Schiedsrichterausbildung. Denn es ist wichtig, dass wir den internationalen Richtlinien folgen, sonst handeln wir uns einen Rückstand ein.

    Keine neue Erkenntnis ist, dass kräftige Flügel wie Nino Niederreiter für die Schweiz immer noch Mangelware sind. Wenn es spielerisch nicht läuft, muss man das Glück auch einmal mit Gewalt auf seine Seite zwingen. Und dazu braucht es Muskeln. Solche Spieler werden aber nur ungenügend in der nationalen Liga produziert, die vor allem vom Tempo und der Kreativität lebt. In Sotschi haben die Schweizer eine gute Gelegenheit verpasst, die Mischung zwischen jüngeren und älteren Spielern und jenen aus der nationalen Liga und Nordamerika schien ideal. Bald steht ein Umbruch an. Leaderfiguren wie Mathias Seger und Martin Plüss, die das Nationalteam auf und neben dem Eis lange prägten, müssen in den nächsten Jahren durch andere ersetzt werden.

    Simpsons Vertragsverlängerung

    Umso wichtiger ist, dass bald Klarheit herrscht auf der Coaching-Position. Sean Simpson mochte seine Zukunft an Olympia nicht diskutieren, und das ist verständlich. Doch es gilt, mit ihm noch vor der WM in Minsk, nach der sein Vertrag ausläuft, eine Einigung zu finden. Nicht alle Fragen, die Olympia aufgeworfen hat, können schnell beantwortet werden. Die Trainerfrage aber schon.

    © Tages Anzeiger

    Zitat von Eggi

    Die Letten bereiten scheinbar auch anderen, scheinbar mächtigeren Nationen wie der Schweiz, grosse Mühe...

    Richtig!

    Und das Gejammer über unser Team, das eh nur in Internetforen stattfindet, kann getrost aufhören!

    Die US Boys bieten weiter das grösste und beste Spektakel! :cool: :geil:

    Hier noch ein sehr guter Artikel zur Selektion des US Teams:

    http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…taet-1.18244807

    Die Amis können/müssen aus 218 NHL Spielern wählen, das sind 8 komplette 25er Teams!

    Bei Canada ist es noch verreckter: Aus 473 (!) Spielern könnten sie 18 (!) komplette Teams formen!

    Die beiden Finalisten von Vancouver 2010 stehen sich nun also im Halbfinale schon gegenüber, während die Skandinavier den zweiten Finalisten unter sich ausmachen.

    Der Osten wie schon vor vier Jahren nur Zuschauer.

    Tippe auf Schweden, hoffe aber auf die Finnen und hoffe mit Dustin "ZSC" Brown und seinen US Boys. :cool:

    Der selbsternannte Titelfavorit ist draussen bevor das Turnier richtig angefangen hat.

    Die Russen gehen wieder mal ohne Medaille nach Hause, nicht zum ersten Mal wenn an einer Olympiade die besten Spieler der Welt aufeinander treffen.

    Seit das Land wieder Russland heisst wurde an Olympia nie mehr gewonnen!

    Für die Russen dürfte es in Zukunft noch viel schwerer werden, denn die NHL Clubs verzichten praktisch vollumfänglich auf Nachwuchs aus Russland, da in der Vergangenheit div. Spieler lieber das schnelle und einfache Geld in der KHL nahmen als den mühsamen Weg über die AHL.

    http://de.wikipedia.org/wiki/NHL_Entry_Draft_2014

    Dass sich dies in der Qualität der Spieler auswirken wird liegt auf der Hand, denn die KHL ist bei Weitem nicht die NHL!

    Zitat von Iceman

    Fazit: An der WM etwas "über den Verhältnissen" gelebt, jetzt etwas unterhalb. Insgesamt stimmt's dann wohl wieder.

    :applaus:

    Und Simpson meint noch:

    «Wir hatten genug Chancen um gegen Schweden zu gewinnen – und dann wäre es möglich gewesen, die Vorrunde auf Platz 1 zu beenden, wir wären direkt im Viertelfinale gewesen und hätten gegen Slowenien ums Halbfinale gespielt. Ich will das nicht als Ausrede verstanden wissen und weiss sehr wohl: Nur das Resultat zählt. Ich will bloss zeigen, wie ausgeglichen ein solches Turnier ist und wie nahe Erfolg und Enttäuschung sind.»

    :nick:

    Medien Roundup:

    http://www.20min.ch/olympia2014/sc…hockey-14162263

    http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…eere-1.18246455

    https://www.tagesanzeiger.ch/olympia2014/sc…/story/26809229

    In fünf grossen Turnieren mit Simpson als Nationalcoach hat die Schweiz dreimal den Viertelfinal verpasst und einmal WM-Silber geholt. Das sieht in der Summe nicht so gut aus. Trotzdem: Er ist der richtige Mann, und alles andere, als seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern, wäre ein Fehler. Simpson ist mit dem Nationalteam auf dem richtigen Weg, hat hohe Erwartungen geweckt. Und an denen darf man auch einmal scheitern.

    Für die These, dass die zusätzlichen NHL-Spieler die Teamchemie gestört hätten, die in Stockholm noch so gut gewesen war, hatte Ambühl nichts übrig: «Es ist gut, wenn die Besten dabei sind. Und die Stimmung im Team war genauso gut. Die Pucks sind einfach nicht reingegangen.»

    Alles gesagt!

    Drei Tore in vier Spielen langen halt nicht!

    Wir haben keinen Sturm der diesen Namen verdient!

    Grösste Entäuschungen waren Brunner, Cunti, Wick.

    Einzig die Linie mit Niederreiter und Plüss war ok.

    Ziel nicht erreicht - was für eine Enttäuschung! :sad:

    So, nun den Frust am Strand bei einem (?) Bier runterspülen! :suff:

    Zitat von Rangersfan

    Die Schweizer kriegen sehr viel Lob von den US Kommentatoren fuer ihre Leistungen gegen Schweden und Tschechien. Besonders Pierre McGuire scheint unser Eishockey sehr gut zu kennen und auch zu schaetzen. Larry, hast Du gehoert als er sogar unser Fondue gelobt hat?!

    Hopp Schwiiz und Go USA!

    Ich höre und sehe alles! :cool: :winke:

    Zitat von Der Weise

    Bei ebenbürtigen Gegnern fallen durchwegs wenige bis gar keine Tore, ich glaube nicht dass das zwingend etwas mit der Schweiz zu tun hat

    Doch:

    "Das Problem liegt am anderen Ende des Feldes: Was die Effizienz im Abschluss betrifft, liegen die Schweizer auf dem letzten Platz. 89 ihrer 91 Torschüsse wurden abgewehrt, ihre offensive Erfolgsquote beträgt magere 2,2 Prozent."