Beiträge von Larry

    Der Tänzer, der auf die Zähne beisst

    Mit zwei Toren gegen Ambri sammelte Roman Wick Punkte für die ZSC Lions und Argumente für ein Olympia-Aufgebot.

    Von Simon Graf

    Roman Wick war froh, dass er gestern Sonntag wieder einmal ausschlafen und einen freien Tag geniessen konnte. Es war ein gedrängtes Programm für den 27-Jährigen gewesen, der in der Pause noch am Deutschland-Cup in München spielte. Fünf Partien mit dem Nationalteam und den ZSC Lions in neun Tagen, dazu war er leicht erkrankt. Nicht, dass man ihm das angemerkt hätte. Am Samstag steuerte er zum 4:1 über Ambri zwei Tore bei und verpasste ein drittes nur um Zentimeter. Mit 10 Treffern und 18 Punkten ist er in die Top 10 der LigaSkorerliste vorgerückt, und das macht sich gut im Olympiajahr, in dem viele Sotschi im Hinterkopf haben.

    Die Erinnerungen an Vancouver 2010 sind beim Zürcher noch frisch: «Gegen das beste Kanada und die besten Amerikaner zu spielen, ist unvergesslich. Und weil es mir so gut lief, gab mir das Vertrauen, nochmals den Schritt nach Nordamerika zu wagen.» Die Schweizer forderten im Abschiedsturnier Ralph Kruegers den USA zweimal alles ab und zwangen Olympiasieger Kanada ins Penaltyschiessen. Und Wick war mit fünf Punkten aus ebenso vielen Spielen der beste Skorer des Teams. Doch weil er im Frühjahr, als die Schweizer in Stockholm mit WM-Silber den grössten Erfolg der Neuzeit errangen, nicht dabei war, ist er in der Rolle des Herausforderers, der sich die Gunst Simpsons erkämpfen muss.

    Trotz Fussbruchs weitergespielt

    Wick glaubt, dass jener Erfolg etwas ausgelöst hat. «Es ist ein Hype entstanden ums Schweizer Eishockey, es kommen mehr Zuschauer, das Interesse an uns Spielern ist grösser geworden. Das kann nur gut sein.» Er verfolgte die zweite Hälfte des Gipfelsturms zu Hause vor dem Fernseher. Vorwürfe, dass er Simpson verletzungsbedingt abgesagt hatte, machte er sich nie. «Eine WM-Vorbereitung und zehn Spiele anzuhängen wäre nicht mehr dringelegen», sagt er, der seit Februar mit einem gebrochenen rechten Fuss gespielt hatte. «Ich brauchte für jedes Spiel schmerzstillende Spritzen. Im dritten Drittel liess die Wirkung jeweils nach, zum Glück hatte ich noch das Adrenalin. Aber nach dem Match hat es richtig schön wehgetan.»

    Was ihn genau plagte, wusste Wick nicht. Erst bei Untersuchungen nach der Saison wurde der Bruch festgestellt. Er war von einem Schuss am Fuss getroffen worden, und wegen des vielen Bluts hatte man anfänglich nicht gesehen, worum es sich handelte. «Aber es hätte ohnehin keine Rolle gespielt», sagt er. «Ich hätte im Playoff sowieso gespielt. Das ist mir heilig.» Trotz der Verletzung, die ihn stark behinderte, war er im Playoff einer der besten ZSC-Stürmer und mit 10 Punkten teamintern am produktivsten. Jene Episode zeigt, dass in Wick, bei dem alles so leicht, spielerisch aussieht, mehr Leidenschaft und Leidensfähigkeit steckt, als man vermuten könnte.

    Das Duo aus dem Kindergarten

    Der Bruch wuchs im Sommer wieder zusammen, inzwischen belastet ihn der Fuss kaum mehr, und das wirkt sich auch auf seine Leistungen aus. Nach einem verhaltenen Start ist er immer effizienter geworden, in den letzten 14 Spielen schoss er 9 Tore und half, die vielen Absenzen vergessen zu machen. Zuletzt harmonierte er mit Robert Nilsson, mit dem er einst in Kloten den Kindergarten besuchte. «An viel aus jener Zeit kann ich mich nicht erinnern», sagt er schmunzelnd. Jedenfalls sei der Schwede technisch sehr versiert und wisse immer, wo seine Mitspieler seien. «Wenn du zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort läufst, findet er dich.»

    Wick fand inmitten der Klotener Wirren im Sommer 2012 den Weg zum Kantonsrivalen und ist in Oerlikon ein Schlüsselspieler geworden. Sein Vertrag läuft noch eine weitere Saison, Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung haben noch keine stattgefunden. «Aber ich kann sagen, dass ich mich immer mehr als ZSCler fühle.» Nordamerika ist für ihn kein Thema mehr, in die AHL gehe er auf keinen Fall mehr, hält Wick fest. «Wenn sich in der NHL etwas ergeben würde, würde ich das sicher anschauen. Aber im Vordergrund steht für mich, Schweizer Meister zu werden.»

    Und natürlich auch, in Sotschi dabei zu sein. «Simpson hat mich schon oft gesehen. Er weiss, wie ich Hockey spielen kann, national und international», sagt Wick unaufgeregt. Trotzdem schadet es nicht, dies dem Nationaltrainer in Erinnerung zu rufen, bis er im Dezember sein erstes Olympia-Aufgebot erlässt

    (TA)

    Der elegante Mittelfeldspieler Yassine Chikhaoui und der schlitzohrige Stürmer Amine Chermiti wurden bei Halbzeitstand von 0:2 aus Sicht der Gäste aus Nordafrika ausgewechselt. Chermiti war 45 Minuten lang ohne echte Torchance geblieben, Chikhaoui hatte als Spielmacher nahtlos an seine pomadigen Leistungen beim FC Zürich angeknüpft.
    Nachdem Chermiti-Ersatz Achaïchi kurz nach dem Seitenwechsel der 1:2-Anschlusstreffer gelungen war, keimte zwar nochmals Hoffnung. Nach dem 0:0 im Hinspiel hätte den Tunesiern in dieser WM-Barrage ein weiteres Tor genügt, um sich die Tickets für Brasilien zu sichern.
    Ein Doppelschlag von Makoun (Stade Rennais) knickte die keimende Hoffnung jedoch rasch. Dank dieses 4:1 reisen die vom deutschen Volker Finke betreuten Kameruner nach Brasilien; es ist die siebte Teilnahme der unbezähmbaren Löwen seit 1982.

    Rückkehr nach Tunesien?

    Chikhaoui und Chermiti werden die Weltmeisterschaft – wie auch St. Gallens Stéphane Nater, der 90 Minuten auf der Bank sass – vor dem TV mitverfolgen müssen. Für Chikhaoui dürfte das Verpassen der WM auch auf Vereinsebene Konsequenzen haben. Ohne die Möglichkeit, den so genialen wie launischen Mittelfeldspieler ins WM-Schaufenster zu stellen, wird der FCZ den im Sommer auslaufenden Vertrag mit dem einstigen Super-Talent kaum verlängern. Es sei denn, der momentan teuerste Zürcher Spieler verzichtet auf viel Geld. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, der 27-Jährige könnte im Sommer in seine tunesische Heimat zurückkehren.

    20Min.

    Simms, das wäre ja eher was für Dich:

    Bin eingeladen ans nächste Heimspiel vom Pack im Lambeau Field. :cool:

    Statt hier in der Sonne zu braten werde ich mir also dort oben gegen die Vikings den Arsch abfrieren! :razz:

    "ZSC Lions ohne Flüeler, Bärtschi, Latendresse, McCarthy, Keller (alle verletzt), Schnyder (krank)"

    Wir spielen ohne div. Schlüsselspieler im Moment, und vor allem McCarthy und Latendresse, aber auch Keller und natürlich Bärtschi könnten in den PO's eben genau die Leute sein, die es braucht!

    Nicht zu vergessen einen Flüeler in Topform.

    Gegenfrage:

    Wer von den anderen Teams spielt denn jetzt PO Hockey und wirkt wie der kommende Meister?

    Zitat von ZüriBueb


    Eigentlich könnte diese Mannschaft ziemlich leicht bereits Tabellenführer sein

    Da hast Du nicht unrecht!

    Und das passt auch mir gar nicht:

    "Die ZSC Lions bleiben eine Art Blackbox des Schweizer Eishockeys. Eine halbe Stunde lang hatten sie so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Was sie taten, war Eishockey mit angezogener Handbremse: keine Intensität, kaum Tempo und vor dem Tor kaum Präsenz – und wenn, dann erfolglos."

    Ganzer Bericht:

    http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…acht-1.18186505

    Morgen kommt die nächste Chance um zu zeigen dass sie auch anders können!

    Zitat von ZSColin


    Ich weiss nicht, woher du und Larry das Gefühl bekommen, dass wir die LeistungEN in dieser Quali als schlecht empfinden.

    Dann geh mal alle Spiele Threads durch und lies das gemoser jeweils wenn nicht gewonnen wurde.... :roll:

    Etwas mehr relaxen wie Zappa wäre schon angebracht! :mrgreen:

    Ich habe die Spiele bis zur Nati Pause auch gesehen, und ich lese jeden Spielbericht.

    Fakt:

    Das Team hat enorm viel Talent, setzt dies aber nicht immer um.

    Man versucht zu oft, rein spielerisch zu gewinnen.

    Spiele mit viel Einsatz und Kampf waren klar in der Mindeheit.

    Aber:

    Hätten sie gegen FRI gewonnen, wären sie auf Platz 1 gewesen mit einem Spiel mehr.

    So schlecht wie sie hier immer wieder gemacht werden sind sie halt weiss Gott nicht!

    Aber ganz klar: Es ist Luft nach oben vorhanden!

    Und ich bin auch der Meinung, es dürfte dann und wann eine Portion mehr sein.

    Forte/YB ist ein gutes Beispiel:

    Da reisst sich der Coach den Arsch auf, geht das unterklassige Team zig mal Beobachten, teil alles der Mannschaft mit, warnt, etc.pp. und das Ergebnis: Die überbezahlten Herren setzen nicht um was er er verlangt bzw. meinen, mit etwas chügelen würde man die 1. Liga Clowns schon schlagen. :roll:

    Ich möchte den ZSC aber nicht mit YB vergleichen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass bei uns noch mehr kommen wird.

    Zitat von Rangersfan


    Die Mentalitaet dass die Quali ja ueberhaupt nichts zaehlt und es erst in den Playoffs los geht verstehe ich ueberhaupt nicht.

    Dies wird HIER kolportiert, und nur hier!

    Ganz sicher ist dies NICHT die Meinung der Mannschaft.

    Was richtig ist:

    Sie versuchen zu oft nur mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, oft ein Problem von Teams mit sehr viel Talent.

    Es ist Aufgabe des Coaches dies abzustellen.

    Hier tönt es auch nicht viel anders:

    http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…-tor-1.18184376

    Positiv jedoch die Zahlen von letzter Saison:

    "Das Ergebnis ist angesichts der schwierigen Bedingungen, unter denen die Lions als Mieter im Hallenstadion leben, sehr solid. Dieser Befund wird auch in der Bilanz unterstrichen: Die 10 Millionen Aktienkapital sind zu 90 Prozent gedeckt. Dem NLA-Team mag es auf dem Eis an Konstanz mangeln. Doch die von Walter Frey präsidierte AG, die den Betrieb trägt, ist ein felsenfestes Fundament."

    :applaus:

    Zitat von Gysino

    bitter wänn d'mannschaft huere schlächt isch und dänn d'super bowl mannschaft gliichziitig im stadion isch...:lol:
    isch da kein einzige vom team 2002 meh übrig?

    I de Interviews nach em Spiel händ div. Spieler gmeint sie heged sich vor de Helde vo 2002 nöd welle blamiere.

    Sie händ sich am Schluss tatsächlich de Arsch ufgrisse zum das Spiel no günne.

    Nei isch keine meh debi, de Ronde Barber, de Segi vo de Bucs :razz: , isch Ende letscht Saison zruggträtte.