Beiträge von Larry

    Mein Senf zur aktuellen Situation:

    Positiv gesehen:

    Hätte man die beiden Spiele gegen Aarau gewonnen, wäre man mit 20 Punkten auf Platz 3!

    Es ist immer noch viel möglich nach oben in dieser Saison.

    Negativ gesehen:

    Mit Meier ist man wieder am gleichen Ort angelangt wie bei der Entlassung von Fischer.

    Dass diese ein Fehler war weiss unterdessen jeder.

    Fischer macht einen guten Job in Thun und Fringer hätte man sich sparen können.

    Der Meier Effekt ist verpufft, und seine (angebliche) Sozialkompetenz muss in Frage gestellt werden:

    Er konnte weder verhindern dass Gavra austickt, noch bringt er Buff weiter, noch hat er die Eier das Ärgernis Chick auf die Bank zu setzten, aber womöglich schnurrt ihm da Canepa drein.

    Mit P. Koch machte er einen Spieler zum Captain der schlicht nicht gut genug ist für die NLA.

    Meier muss nicht gehen, aber er ist nicht der Messias.

    Gavra zurückholen (buchte zwei Tore in der U21), Chick auf die Bank, und mal Tacheles reden mit der Truppe statt sich vor der gesamten Fussballschweiz lächerlich zu machen, in dem man behauptet, die Mannschaft hätte in Aarau alles gegeben.

    Die Wohltäter der Liga

    Von Simon Graf

    Die ZSC Lions bilden die Goalies für die Konkurrenz aus. Tim Wolf dürfte der Nächste sein, der geht.

    Es war kein sanfter Einstieg, den Marc Crawford seinem Ersatzgoalie Tim Wolf am Samstag zumutete. Zehnmal nacheinander hatten die ZSC Lions zuvor an der Saane verloren und dabei 47 Tore kassiert. Und nun sollte der 21-Jährige bei seiner Saisonpremiere diese schwarze Serie durchbrechen. Es begann nicht gut, liess doch Wolf bereits in der 6. Minute einen haltbar scheinenden Weitschuss von Plüss auf der Fanghandseite passieren. Doch danach steigerte er sich und trug mit seinen Paraden dazu bei, dass die Zürcher bis zum Schluss auf einen Punkt hoffen durften. Doch es wurde wieder nichts. Das 2:3 bestätigte die Tendenz, dass sie es nicht schaffen, die umkämpften Spiele gegen die Topteams auf ihre Seite zu zwingen. Es fehlt nicht viel, aber immer fehlt etwas. Und das kann kein Zufall sein.

    Mit gewissen Situationen sei er zufrieden, mit anderen nicht, analysierte Wolf nach der vierten Niederlage im vierten NLA-Spiel, das er von Beginn bestritten hatte. Aber auf jeden Fall sei es für ihn eine gute Erfahrung gewesen, im Freiburger Reizklima zu spielen. Crawford hatte ihm erst bei der Ankunft in der BCF-Arena mitgeteilt, dass er spiele, obschon das der Coach schon vor drei Wochen festgelegt hatte. «Wir hatten nun drei Spiele innert fünf Tagen, und nächste Woche folgen drei weitere», erklärte Crawford. «Deshalb machte es Sinn, Flüeler eine Pause zu gönnen.» Mehr war es aber nicht. Der Stammgoalie hält so gut, hat 93,57 Prozent der Schüsse abgewehrt und im Schnitt nur 1,88 Tore zugelassen, dass Wolf nicht mehr sein kann als der Lückenbüsser.

    Flüeler habe bislang einen Match mehr gespielt als geplant und Wolf folglich einen weniger, rechnete Crawford vor. «Mir ist klar, dass er Spielpraxis sammeln muss. Und das wird er voraussichtlich bei GCK tun.» Das Problem ist, dass man dort mit Melvin Nyffeler, dem nächsten aufstrebenden Goalie, sehr zufrieden ist. Der 18-Jährige, der an der U-20-WM in Ufa bereits die Schweizer Nummer 1 war, beeindruckt mit seiner Konstanz und wird als noch talentierter eingestuft als Wolf. Mit anderen Worten: Die ZSC-Organisation hat ein Luxusproblem, produziert mehr gute Goalies, als bei ihr spielen können. Ironischerweise ist Flüeler, den Simon Schenk nach dessen Jahr im kanadischen Juniorenhockey zu GCK lotste, ein früherer Flyers-Junior.

    Neidischer Blick nach Biel

    Flüeler hat in diesem Winter den nächsten Schritt gemacht, und wenn er so weiterfährt, könnte für ihn Nordamerika nochmals zum Thema werden. Schliesslich ist er erst 24. Sein Vertrag ist gültig bis 2017, jener von Wolf läuft nach dieser Saison aus. Er dürfte neidisch auf Lukas Meili schielen, seinen früheren Kollegen bei GCK, der nun in Biel Stammgoalie ist. Da Wolf weiss, dass er nicht an Flüeler vorbeikommt, wird er sich nach Alternativen umschauen. Die nächste Herausforderung für die Zürcher wäre es dann, Nyffeler Perspektiven zu bieten. Leonardo Genoni und Reto Berra verliessen die ZSC-Organisation, weil sie hinter Ari Sulander keine Chance sahen. Meili ging, Wolf dürfte gehen, Nyffeler ist der nächste Aufstrebende.

    Von den Feldspielern konnten die Zürcher in den letzten Jahren immer mehr in die erste Mannschaft einbauen. Geering, Cunti und Kenins sind zu Schlüsselspielern gereift, Schäppi ist auf einem guten Weg, Zangger, Künzle und Senteler geniessen derzeit viel Eiszeit. Doch im Tor kann eben nur einer stehen. Die Zürcher sind, was diese Position betrifft, die Wohltäter der Liga, bilden die Goalies aus für ihre Konkurrenten. Aber wenn Flüeler so gut hält wie bisher, muss ihnen das keine Sorgen bereiten.


    © Tages Anzeiger

    Der Untergang des FCZ

    1:5 bei Aufsteiger Aarau – Trainer Meier versuchte trotz allem, seine schwache Mannschaft zu verteidigen.

    Von Thomas Schifferle, Aarau

    FCZ-Spieler Alain Nef glaubte, das müsse so sein, und dirigierte die Kollegen in die Fankurve. Ein paar wenige folgten ihm, und sie taten es sehr lustlos. Die Kurve strafte sie nicht mit Schmähungen, sie reagierte härter: mit Nichtbeachtung.

    Die Anhänger mochten keine Energie mehr aufwenden für eine Mannschaft, die einen desaströsen Auftritt hinter sich hatte. 1:5 hatte sie auf dem Brügglifeld verloren und damit so hoch wie seit dem 0:5 im März 2003 gegen YB nicht mehr. 1:5 beim Aufsteiger, Urs Meier dagegen erklärte trotzig: «Ich sah eine Mannschaft, die kämpfte.»

    Dass Aarau eine Mannschaft hatte, die kämpfte, das stimmte. Weil Aarau nicht viel andere Talente besitzt, um erfolgreichen Fussball zu spielen. Aber Meier sprach nicht vom Gegner, sondern vom FCZ, denn da ist er seit dem vergangenen November als Cheftrainer angestellt. Und er sagte auch: «Ich muss dagegenhalten gegen die Kritik: Die fünf Tore erhielten wir alle in Unterzahl.»

    Die Tore in der 21., 32., 60., 71. und 89. Minute fielen alle nach dem Platzverweis gegen Goalie Da Costa. Da lag Meier richtig. Es mag sein, dass sich das Spiel anders entwickelt hätte, wenn Schiedsrichter Graf in der 4. Minute Aaraus Verteidiger Jaggy nach einem Notbremsefoul vom Platz gestellt hätte. Graf aber, so schilderte Meier den kurzen Dialog mit ihm, hatte neben Jaggy noch einen anderen Spieler gesehen. «Ja», klärte Meier ihn auf, «ja, das war Rikan», der FCZSpieler.

    Diese Abwehrfehler

    Jaggy war es auch, der kurz vor der Pause Kukuruzovic ungestraft grob foulen durfte. Gelb-Rot hätte er dafür verdient. Graf verzichtete darauf, wie er es gleich darauf unterliess, den Kopfstoss Chikhaouis gegen Burki mit Rot zu ahnden.

    Der Schiedsrichter machte seine Fehler. Aber er lag richtig, als er Da Costa nach seinem Foul an Callà vom Platz stellte. Dieser lief gleich selbst zum Elfmeter an, erzielte das 1:0 und führte Aarau so auf den Siegesweg. Für Andres Malloth, den 20-jährigen Debütanten und Ersatztorhüter, begann ein denkbar schlechter Nachmittag. «Er tut mir leid», sagte Meier, «die Mannschaft hätte ihn schon besser unterstützen können.»

    Das Spiel lief also nicht für die Zürcher, aber sie taten auch gar nichts, um daran wirklich etwas zu ändern. Darum war es bemühend und vergeblich, was Meier zu ihrer Verteidigung vorzubringen hatte. Auch zu zehnt hätten sie sich engagierter und effektiver wehren können. Zumal gegen ein Aarau, das alles andere als unerschütterlich ist und das es darum fertigbrachte, als bisher einziges Team gegen Lausanne zu verlieren.

    Dem Elfmeter ging ein langer Ball von Jäckle voraus, der genügte, um den ganzen FCZ mattzusetzen. Malloth sah beim 2:0 Callàs und beim 4:0 Ionitas schlecht aus, Philippe Koch liess sich vor dem 2:0 ausdribbeln, die ganze Defensive verteidigte den Corner schlecht, der schliesslich zum 3:0 durch Schultz führte, und das 5:1 von Hallenius leitete Teixeira mit seinem Ballverlust ein.

    Ärgernis Chikhaoui

    Zuweilen war da ein vogelwilder FCZ am Werk, unorganisiert und unwissend, wie man sich in Unterzahl am besten wehrt. Und er hatte Spieler wie Pedro und Chermiti, die jammernd liegen blieben, weil sie (zu Recht) keinen Freistoss erhielten, er hatte Teixeira, der den Verletzten mimte, ohne verletzt zu sein, er hatte all die Kochs und Nefs, die der Abwehr überhaupt keine Stabilität gaben. Und er hatte Chikhaoui, der nicht einmal ein Schatten jenes Chikhaoui war, der sich eine Woche zuvor in der WM-Qualifikation für Tunesien in den Kampf stürzte. Er war bis zu seiner Auswechslung in der Pause wieder der Spieler, der nur ein Ärgernis ist.

    Nächsten Sonntag trifft der FCZ auf Basel. Vielleicht hilft ihm, dass er da nur Aussenseiter ist. Mit der Rolle des Favoriten kann er jedenfalls nicht umgehen. Das ist normalerweise das Problem, das kleine Mannschaften haben.


    © Tages Anzeiger

    Ein neuer Trend?

    Nach dem jahrelangen "Kick den Coach" nun "Schmeiss den Star raus"?

    In Lugano hat es (kurzfristig) was gebracht, dem SCB die Verpflichtung (bis jetzt) nichts.

    Erinnert mich an Trainerwechsel, die oft kurzfristig was brachten, über längere Zeit war aber alles wieder beim alten.

    Zitat von Blackstar

    Somit hätten wir gegen die ersten Vier verloren. Wenn man so will stimmt dann der momentane Platz 5. So einfach ist das manchmal :nick:

    Gegen Davos ist die Bilanz 0:2, gegen Kloten kann man am DI auf 1:1 stellen, gegen Fribourg ist sie 1:1.

    Nun in den Spielen gegen Kloten und vor allem Lugano und Bern Punkte einfahren!

    Platz 5 ist im Moment sicher nicht falsch.

    Es läuft noch lange nicht alles rund.

    Samstag, 19. Oktober 2013, pli

    FC Zürich trauert um Rosario Martinelli

    Am Samstagmorgen ist der ehemalige, langjährige FCZ-Spieler Rosario Martinelli acht Tage nach seinem 72. Geburtstag an seinem Wohnort im Tessin seiner schweren Krankheit erlegen. Der Mittelfeldspieler war von 1960 bis 1976 für den FC Zürich tätig und erlebte in dieser Zeit zahlreiche Erfolge. Martinelli wurde sechs Mal Schweizer Meister und fünf Mal Cupsieger mit dem FCZ. Auch bei den Halbfinal-Spielen im Europacup der Landesmeister im Jahr 1964 gegen Real Madrid war Rosario Martinelli dabei und führte im Mittelfeld Regie.

    Der FC Zürich entbietet der Trauerfamilie sein herzliches Beileid.
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    Tschau Rosa, machs guet! :sad:

    Ich habe meine Zahlen aus den SEHV Stats, die vor dem Spiel in FRI publiziert werden.

    Sollten eigentlich aktuell sein!? :nixwiss:

    Hm, beide Stats sind in Sachen Tore aktuell, aber trotzdem unterschiedlich!?

    Generell glaube ich, der Z hat noch viel Potential:

    - wenn Nilsson spielt

    - Bergeron nicht nur Assists sondern auch Tore liefert

    - Latendresse skort

    Die Saison ist lange, unterbrochen auch noch von Olympia, unmöglich zu sagen wer beim Start zu den PO's dann in Form sein wird!

    Zitat von ZüriBueb

    Wie ist es nach der letzten Saison möglich, dass das Powerplay kein bisschen besser geworden ist?

    Stimmt nicht.

    Wir sind unterdessen auf Platz 5, noch vor Davos (!) und Fribourg.

    Das beste PP hat übrigens der Trümmerclub Lugano, womit wieder mal bewiesen wäre wie wichtig bzw. unwichtig das PP ist!

    Gewisse Dinge werden in der Halle seit über 40 Jahren kolportiert:

    - die Ausländer des Gegners sind besser

    - unser PP ist schlecht

    - der Schiri ist gegen uns

    - der andere Coach ist aktiv, unser nicht

    etc. pp.

    Es ist schwierig bis unmöglich, es dem ZSC Fan recht zu machen :roll:

    Die Motivation, dieses Spiel zu besuchen war klein gestern, sehr klein.

    Aber ich bin gegangen.

    Hatte Bedenken, dass nicht viele Kumpels den Weg in die Halle finden würden.

    Total falsch!

    Es sind sogar Figuren aus den Anfängen der Pinnwand wieder mal aufgetauscht, gell Denise. :shock: :cool:

    Am Schluss haben sie uns, wie schon gegen Davos, aus der Bar geschmissen, mitten im Nachmittag! :warnix: :spinneli:

    Spiel habe ich auch geguckt.

    Nilsson spielte leider nicht, die Schüsse von Bergeron finden den Weg ins Netz (noch) nicht, Latendresse hat getroffen, aber solche Szenen erwarte ich eigentlich in jedem Spiel und auch bei 5:5.

    Fazit: Unterhaltsamer Abend :bier: mit guten Leuten an dem auch noch Hockey gespielt wurde. :hockey:

    Die Suche nach der Stecknadel

    Von Down bis Latendresse – wie gut ist die Ausländerpolitik von ZSC-Sportchef Edgar Salis? Eine Einschätzung von Simon Graf

    Die Ausländersuche ist die wohl spannendste wie heikelste Aufgabe eines Sportchefs im Eishockey. Manch einer lässt sich von wohlklingenden Namen und schönen Statistiken blenden, und weil inzwischen auch die russische KHL viele gute Spieler absorbiert, ist es zusehends schwieriger geworden, Trouvaillen zu finden. Edgar Salis hat, seit er im Januar 2009 als ZSC-Sportchef antrat, 16 Ausländer verpflichtet, davon 13 Nordamerikaner. Der TA beurteilt und benotet sie anhand von fünf Kriterien: offensive Produktivität, Defensivspiel, Verhalten in Schlüsselsituationen, Rolle in der Mannschaft, Erfolg des Teams:

    Blaine Down, der Lückenbüsser Das Etikett, ein B-Ausländer zu sein, wurde der flinke Stürmer nie los. Er war zwar gut für Genieblitze, doch ihm fehlten Spielvolumen und Konstanz. So wurde er bald zum Lückenbüsser. Bei Straubing zählt er seit 2012/13 zu den besten DEL-Skorern. 74 Spiele , 27 Tore/28 Assists, 48 Strafm. Note 4–5 Salis: «Er hatte sich eine Chance verdient mit seinen Leistungen in der Champions League und der Nationalliga B.»

    Cory Murphy, der Offensive Trotz 48 Punkten in 78 Spielen blieb der Offensivverteidiger einiges schuldig, prägte er das Spiel zu wenig. In seiner zweiten Saison, unter Bob Hartley, durfte er keine grosse Rolle mehr spielen. Ausser in Zürich hat er fast überall reüssiert, aktuell bei Växjö. 78 Spiele, 13 Tore/35 Assists, 34 Strafm. Note 4 Salis: «Er kam mit grossen Vorschusslorbeeren, fand bei uns aber sein Spiel nie richtig.»

    Duvie Westcott, der Fehlerhafte Der Kanadier sollte physisch Akzente setzen. Doch er fiel vor allem mit seinen Fehlern auf (–16-Bilanz) und bei MullerNachfolger Gustafsson bald in Ungnade. Auch Kloten wurde mit ihm nicht glücklich, in Hamburg schätzt man ihn nun. 47 Spiele, 4 Tore/18 Assists, 50 Strafm. Note 3 Salis: «Ich war überrascht, dass er sich auf Schweizer Eis so schwertat.»

    Owen Nolan, der Altstar Schon vor dem Lockout hatte der ZSC in ihm einen NHL-Star. Nicht mehr der Schnellste, machte dies der 38-Jährige mit seiner Gradlinigkeit wett. In 29 Spielen skorte er 30 Punkte, doch mit seinen Allüren eckte er an. Danach trat er zurück. 29 Spiele, 9 Tore/21 Assists, 55 Strafm. Note 4–5 Salis: «Punktemässig war er gut, aber ich hatte mir von ihm mehr Leaderqualitäten erhofft.»

    Jeff Tambellini, der Meisterflügel Eines der wichtigsten Teile im Meisterpuzzle 2012, schnell, torgefährlich und im Playoff sehr mannschaftsdienlich. Was man nicht ahnen konnte: wie sensibel er ist. Als er unter HartleyNachfolger Crawford weniger gehegt und gepflegt wurde, lief er davon. 92 Spiele, 32 Tore/37 Assists, 32 Strafm. Note 5–6 Salis: «Mich freute sehr, wie er im Playoff vom Skorer zum Teamplayer wurde.»

    Steve McCarthy, der Meisterschütze Sein Wert ist an Skorerpunkten nicht zu messen. Und doch prägte er den Club mit seinem Meistertor nachhaltig. Mit ihm setzte unter Bob Hartley der Aufschwung ein. Unkompliziert und ein ausgeprägter Teamplayer, aber zuletzt vom Verletzungspech geplagt. 55 Spiele, 5 Tore/14 Assists, 26 Strafm. Note 5 Salis: «Er ist kein Blender, hat aber einen sehr guten Einfluss auf das Team.»

    Michael Nylander, der Puckverliebte Der ZSC ermöglichte dem 39-Jährigen, nach Rückenproblemen wieder Fuss zu fassen. Nach zwei Monaten zog er weiter nach Kloten. Der ehemalige Weltstar brillierte zeitweise, doch mit seiner Puckverliebtheit verzögerte er das Spiel zu sehr. 15 Spiele, 5 Tore/5 Assists, 8 Strafmin. Note 4 Salis: «Er half uns kurzfristig, aber sein Stil passte nicht zur Philosophie von Bob Hartley.»

    Juraj Kolnik, der Rekonvaleszente Nach traumatischen Erfahrungen in Moskau kam er Anfang 2012, um sich fürs Playoff fit zu trimmen. Der NLATopskorer 2008/09 war zwar nur noch ein Schatten seiner besten Tage, doch zum Playoff-Start in Davos schoss er ein wichtiges Tor – sein einziges. 15 Spiele, 1 Tor/4 Assists, 4 Strafmin. Note 3–4 Salis: «Wir hatten gehofft, dass sein lädiertes Knie ganz verheilen würde. Leider war die Zeit dafür zu knapp.»

    Gilbert Brulé, der Frustrierte Zürich sollte für ihn ein Neuanfang sein, doch nach 14 Spielen bat er um die Vertragsauflösung. Er kämpfte auf dem Eis und daneben mit Depressionen. Das Risiko, das man einging, zahlte sich nicht aus. Nun versucht er sich in der AHL. 14 Spiele, 0 Tore/6 Assists, 4 Stafmin. Note 2–3 Salis: «Wir hätten mehr Geduld gehabt mit ihm als er mit sich selber.»

    Ryan Shannon, der Fleissige Der Amerikaner tut sich in seiner zweiten Saison schwer in der Offensive, ist aber mit seinen Zweiweg-Qualitäten und seiner vorbildlichen Einstellung ein Schlüsselspieler. Erst 30, dürfte er noch einige gute Jahre vor sich haben. 67 Spiele, 16 Tore/34 Assists, 36 Strafm. Note 5 Salis: «Er bringt das, was ich erwartet hatte: Er ist ein guter Läufer und harter Arbeiter mit einem guten Auge.»

    Matt Lashoff, der Musikalische Sehr beliebt im Team und ein guter Musiker, aber auf dem Eis keine Bereicherung. Er wirkte in der eigenen Zone oft überfordert und konnte offensiv keine Akzente setzen. Weil er in Übersee keinen Job fand, spielt er nun in Leksand. 61 Spiele, 1 Tor/10 Assists, 57 Strafmin. Note 3 Salis: «Er tat sich lange schwer mit dem hohen Tempo in unserer Liga.»

    Dustin Brown, der NHL-Captain Das Engagement des Playoff-Topskorers der NHL war ein Coup, doch der harte Checker war nicht der ideale LockoutSpieler. Er konnte seine Intensität auf den grossen Eisfeldern nie recht entfalten und brauchte Zeit, um den Rhythmus zu finden. Als Persönlichkeit war er aber ein Gewinn. 16 Spiele, 8 Tore/5 Assists, 26 Strafmin. Note 4–5 Salis: «Ich hätte ihn sehr gerne im Playoff für uns spielen sehen.»

    Mikko Lehtonen, der Playoff-Gast Ähnlich wie Kolnik kam er angeschlagen (Schulter) und sollte er im Playoff zur Hochform auflaufen. Immerhin schoss er da vier Tore und half, Davos zu bezwingen. Auch beim SCB hat der Finne die hohen Erwartungen noch nicht erfüllt. 17 Spiele, 5 Tore/6 Assists, 2 Strafmin. Note 4–5 Salis: «Zu jenem Zeitpunkt war Lehtonen die beste Option für uns.»

    Marc-André Bergeron, der Spezialist Geholt, um das Powerplay anzukurbeln, und gefürchtet für seinen harten Schuss, blieb er bislang einiges schuldig. Doch seine Tendenz wies zuletzt nach oben. Gut möglich, dass er das Schweizer Eishockey unterschätzt hatte. 13 Spiele, 1 Tor/8 Assists, 6 Strafmin. Note 4–5 Salis: «Er brauchte Zeit, um sich ans grössere Eis zu gewöhnen. Aber er ist auf einem guten Weg.»

    Ryan Keller, der Arbeiter Spektakulär ist er nicht und auch nicht der Schnellste, aber einer, der Abend für Abend hart fürs Team arbeitet. Zuletzt bewies er vermehrt die Abschlussqualitäten, die man sich von ihm verspricht. Seine Vita zeigt, dass er ein PlayoffSpieler ist. 13 Spiele, 5 Tore/2 Assists, 6 Strafmin. Note 4–5 Salis: «Er kann und wird für uns noch viele Tore schiessen.»

    Guillaume Latendresse, der Hüne Der sanfte Riese versteht es meisterlich, den Puck an der Bande abzudecken und sich vor dem Tor zu behaupten. Doch zuerst muss er einmal dorthin kommen. Bisher hatte er Mühe mit dem Tempo und der Orientierung auf grossem Eis. 6 Spiele, 1 Tor/1 Assist, 16 Strafmin. Note 3–4 Salis: «Es ist zu früh, um ihn zu beurteilen. Aber ich mache mir um ihn nicht gross Sorgen.»

    Mit fünf Legionären schnitt fast ein Drittel ungenügend ab, nur drei erreichten ein Gut oder Sehr gut (Tambellini, McCarthy, Shannon). Die Zwischenbilanz fällt zwiespältig aus, obschon die aktuellen Ausländer natürlich die Chance auf eine Verbesserung haben. «Gewisse Entscheidungen waren sicher nicht die glücklichsten», räumt Salis ein. «Das Problem ist, dass bei einem Ausländer noch mehr schwer abzuschätzende Faktoren reinspielen als bei einem Schweizer: Wie geht er mit der fremden Kultur um? Wie funktioniert er im Team? Wie sieht sein Familienleben aus?»

    Entscheidend sei auch, wann man einen Spieler verpflichte. «Shannon hatten wir schon lange im Blickfeld. Aber wenn man im Oktober reagieren muss, muss man nehmen, was der Markt hergibt.» Seine nordamerikanische Ausrichtung erklärt Salis mit der Nationalität seiner Trainer. «Aber wenn ein Schwede besser ist als ein Kanadier, nehmen wir den Schweden. Die Nationalität ist für uns nicht entscheidend.»

    Auffällig ist auch, dass die Mehrheit der Ausländer, die er verpflichtete, eine Verletzungsgeschichte hat. Salis begründet dies mit der Entwicklung dieses Sports: «Wenn man alle Teams durchgeht, findet man nur wenige Spieler, die noch nie richtig verletzt waren. Hockey ist eben ein Kontaktsport, der mit sehr hohem Tempo ausgeführt wird.»

    Der Bündner betont, dass es die Philosophie der ZSC-Organisation sei, die Mannschaft um die Schweizer aufzubauen, nicht um die Ausländer. Diese sollen das Team möglichst gut ergänzen. Dabei achte er nicht primär auf Skorerpunkte. Die Essenz sei für ihn: «Wann ist ein Ausländer gut? Für mich ist er das, wenn er die Mannschaft besser macht, auf welche Weise auch immer.» Das Paradebeispiel ist für ihn Gates Orlando, der Bern und Lugano mit seinem Kämpferherz zum Titel führte. «Für mich ist er von den Feldspielern der beste Ausländer, der je in der Schweiz war. Der individuell beste war, von den Lockout-Spielern abgesehen, Slawa Bykow. Aber Fribourg gewann mit ihm nie den Titel. Das Ganze muss eben stimmen.»

    Die letzte Saison war, was die Ausländer betraf, mit den überstürzten Abgängen von Brulé und Tambellini eine turbulente für den ZSC. Man darf gespannt sein, wohin die Reise mit den aktuellen Ausländern geht – und welche Geschichten sie noch schreiben.

    © Tages Anzeiger

    Tampa :cool:

    Phillie mit Streit ist der Bodensatz der Liga, 7 von 8 Spielen verloren, die Devils mit Brunner sind nicht viel besser.

    Aber es ist auch drüben erst Oktober....

    Er häd ja sin Traum zäme mit sinere Ami Fründin:

    Sie will Tänzerin werde, er versuechts däne als Hockeyspieler.

    Mal luege, ob er allei wieder zrugg gaht oder bim Mickey Dee gaht go schaffe.

    Zitat von fleury14


    Mal luege wos de Joggi ansverschlaat. Tja wenn's nöd mal für ECHL langet...

    Da isch eim sin Traum aber meh als nur platzt!

    Isch halt au es Problem mit de Verträg:

    NHL schiebt i d AHL, AHL schiebt i d ECHL, und den letzten (ohne Vertrag) beissen die Hunde.

    Das Lausanne ändlich dobe isch, isch richtig und wichtig!

    Mer gseht ja was abgaht dört.

    Wo Ambri sackschwach gsi isch und nur no leer gha häd, händs viel Glück gha, und mir wärs gliich gsi.

    Aber sie händ sich gretted und jetzt gsehts wieder guet us.

    Langnau wär vom Publikum her nöd schlecht, Olten wahrschiinlich au nöd so.

    Aber en richtige Börner gits nach em Ufstieg vom LHC im B ebe nüme.

    Wenn im Fuessball de Abstieg nöd ruiniert, dänn ruiniert er au im Hockey nöd, also chönt mers mache.

    Es wär fair, das wo jetzt lauft isch es nöd unbedingt.

    :haare:

    dänn doch lieber Langnau oder Olten!

    Es isch für en B Club eh sehr schwierig zum ufe cho, mues grausam viel passe, z.B. mues de A Club total im Elend si, susch klappt das gar nöd.

    Mer chan sich scho fröge obs nöd besser wär wie im Fuessball:

    De letscht abe, de erscht ufe :nixwiss: