Beiträge von Larry

    «Die ZSC Lions werden eine Macht sein»

    Der zu Calgary abgewanderte Bob Hartley prophezeit den Zürchern eine erfolgreiche Zukunft. Als Vertragsbrecher sieht er sich nicht.

    Von Simon Graf

    Bob Hartley geht schon ganz auf in seinem neuen Job bei den Calgary Flames. Und so war er am Freitag am Telefon kurz angebunden. «Ich bin mit meinem Boss auf der anderen Linie», sagte er. «Rufen sie in zwei Stunden an.» Für die nächsten sechs Stunden war er dann besetzt. Am Samstag fand er aber Zeit, jene Schweizer Journalisten zurückzurufen, die ihn beim ZSC regelmässig begleitet hatten. Von seinem Haus am See, 30 Minuten ausserhalb seiner Heimatstadt Hawkesbury, liess er nochmals seine Zürcher Zeit Revue passieren und fand nur lobende Worte. Er stellte aber auch klar, dass er sich nicht als Vertragsbrecher sehe, obschon er das faktisch ist. Denn er wäre bis 2013 an die Lions gebunden gewesen – ohne schriftliche Ausstiegsklausel.

    Doch Hartley betonte, dass er den ZSC-Verantwortlichen schon vor seiner Unterschrift gesagt habe, dass sie ihn verlieren würden, falls Calgary, Montreal oder ein allfälliges NHL-Team in Québec anklopften. Und eine mündliche Absprache gelte für ihn auch. Die Flames mussten trotzdem etwas Ablöse an die Zürcher überweisen, was sie bei einer Lohnsumme von über 62 Millionen Dollar aber nicht geschmerzt haben dürfte. «Wenn Minnesota oder Florida angefragt hätte, wäre ich nicht gegangen», fügte der Kanadier an. Am vergangenen Montag spät überzeugte ihn General Manager und Freund Jay Feaster bei einem opulenten Dinner von den Flames. Am Dienstag hatten sie die Details geregelt. Am Mittwoch wurde die Einigung mit dem ZSC erzielt. Am Donnerstag wurde Hartley den kanadischen Medien als neuer Heilsbringer des serbelnden Teams vorgestellt.

    Urkanadische Herausforderung

    Seitdem ist der Zürcher Meistercoach ein gefragter Mann. Eine TV-Crew besuchte ihn in seinem Haus. Natürlich auch sein Lieblingsjournalist vom «Journal de Montreal», der seine Kolumnen aus der Schweiz niedergeschrieben hatte. Und innert weniger Tage will Hartley mit dem ganzen Team Calgarys gesprochen haben. Für die Zeit danach hat er sich vorgenommen, sich telefonisch von allen Zürcher Spielern zu verabschieden. «Ich hatte viel Spass mit ihnen. Und bei den Gesprächen nach der Saison fragten mich 14 oder 15 zuerst: Bleiben Sie?» Doch so sehr es ihm gefallen haben, die Herausforderung, nach Colorado und Atlanta erstmals eine kanadische NHL-Mannschaft zu führen, habe er wahrnehmen müssen.

    Und was wird er von der Schweiz in Erinnerung behalten? «Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Es ist ein wunderbares Land, Zürich ist eine herrliche Stadt, und die Menschen sind sehr sympathisch», schwärmte er. «Alle sprachen von der Schweizer Mentalität, wie verwöhnt die Spieler hier seien. Aber ich kann nur sagen: Ich habe unglaublich harte Arbeiter angetroffen, die immer im Kraftraum waren und immer mit ganzem Herzen dabei. Das hat mich beeindruckt.» Er könne nicht ausschliessen, wieder einmal als Coach in der Schweiz zu arbeiten. «Ich bin ein Fan von dieser Liga, die auf kleinsten Raum so viele gute Teams beherbergt. Und im Eishockey kann es ja schnell gehen.»

    Neue Schweizer NHL-Aussichten

    Mit Sven Bärtschi wird er im Trainingscamp der Flames zumindest einen Schweizer haben. Vielleicht erhalten aber noch mehr ein Aufgebot. Fünf, sechs Schweizer aus der Nationalliga A könnten in der NHL spielen, ist er überzeugt. Die ZSC Lions müssen allenfalls um Aufsteiger Luca Cunti bangen. Um die Zürcher mache er sich keine Sorgen, sagte Hartley. «Sie werden in den nächsten Jahren eine Macht sein. Sie haben in Flüeler einen Meistergoalie, in Seger einen hervorragenden Captain und eine gute Mischung.»

    Ein Votum für Therrien

    Zudem, so ist er überzeugt, würden die ZSC-Fans viel Freude haben am neuen Amerikaner Ryan Shannon. «Er ist ein unheimlich guter Schlittschuhläufer.» Was seine Nachfolge angeht, so ist Hartley überzeugt, dass Michel Therrien ein guter Mann wäre. «Er war in Laval zwei Jahre mein Assistent, wir gewannen die Meisterschaft. Aber er ist der führende Kandidat auf den Job in Montreal. Sehen wir, wie sich das entwickelt.» Er werde Zürich vermissen, betonte Hartley zum Abschluss nochmals. Und natürlich auch das feine Mövenpick-Glace.

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    Zitat von Blackstar

    Nun ja. Ob Cunti dann wirklich gut genug für die NHL ist bzw. den Schritt auch machen würde ist ja noch eine andere Frage.

    Meine ich auch...eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!

    Ich glaube, hier wird kräftig spekuliert!

    Wäre ich Hartley, ich würde (im Moment) keinen Schweizer holen, er hat ja schon ein Schweizer Talent in der Organisation.

    Aber auch hier gilt: Schaun mer mal (was passiert)!


    Holt Hartley nun Brunner und Cunti?

    Calgarys neuer Coach denkt an Schweizer

    SG

    Zwei Tage nachdem er in Calgary als neuer Headcoach vorgestellt wurde, äusserte sich Bob Hartley gegenüber Schweizer Medien erstmals zu seinem Abgang. Und er stellte klar: «Die ZSC Lions wussten immer um die Gefahr, mich zu verlieren. Als ich bei ihnen einen Zweijahresvertrag unterschrieb, sagte ich: Wenn mich Montreal, Calgary oder ein mögliches NHL-Team aus Québec möchte, werde ich gehen. Sonst hätte ich nicht zugestimmt.» Eine Ausstiegsklausel für diese Fälle war nicht schriftlich festgehalten worden. Deshalb musste Calgary den Zürchern eine Abgangsentschädigung bezahlen.

    Gemäss dem Kanadier war mit ZSC-CEO Peter Zahner abgemacht, dass er sich bis zum 1. Juni entscheiden müsse. Aber er habe schon nach der Meisternacht, als sich die Flames meldeten, gewusst, dass er den ZSC verlasse. Denkbar ist, dass Hartley nun auch Schweizer Spieler nach Calgary lotst. «Fünf oder sechs Schweizer aus der Nationalliga A könnten in der NHL spielen», sagt er. Namen wolle er keine nennen. Unter den Kandidaten dürften Topskorer Damien Brunner und Luca Cunti sein, den Hartley beim ZSC zum Schlüsselspieler machte. Gute Aussichten in Calgary hat Sven Bärtschi: «Man hält sehr viel von ihm», sagt sein voraussichtlich neuer Trainer. Und: «Es wird Platz haben in unserem Kader.»

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    Zitat von larlf


    i die spünte hät de näbel ghört wie dazumals im tämpel

    A propos Näbel:

    Häd doch mal so en Fan geh wo so gheisse häd, isch glaub vo Affoltere a.A. cho, mit em Töffli (?).

    Gits de no???? :nixwiss:

    Zitat von Studi66

    "Stell Dir vor, es ist Stanley Cup-Final und keiner geht hin..." any thoughts???

    Natürli!

    Finde es immer noch schade, dass der Final nicht zwischen den beiden grossen Städten LA und NY stattfindet.

    Staune immer noch über die Devils, die ich ja in den PO's live gesehen habe, und die gegen "meine" Cats erst in Game 7 in der OT (!) überhaupt weiter gekommen sind!

    Aber so sind eben Playoffs!!!! :cool:

    Ich hoffe, die KINGS holen sich jetzt ihren ersten Titel, nachdem in der NBA die beiden LA Teams draussen sind kann sich LA auf die KINGS konzentrieren, und Jack Nicholson muss nun halt seinen Platz in der ersten Reihe der Lakers mit einem bei den KINGS vertauschen! :razz:

    Zitat von larlf

    Statt de doofe tüüfflüger wür mer gschieder luege, dass de Bierfalken g'retted wird!!! :suff:

    Ha,ha! :cool:

    Han mer au überleit, ob ich zu dem Thema öppis söll schriibe.

    Jedes Jahr verschwinder wieder eis oder mehreri Lokal, wo mir mal öppis bedüdet händ.

    So merksch das alt wirsch! :oldie:

    Me seit immer, die Alte seged Konservativ, aber "conservare" (lat.) bedüted nüt anders als "erhalten, bewahren".

    Vo dem her: Retted den Bierfalken! :suff:

    Zitat von Jokerit

    Im TeleZüri Beitrag von gestern war auf Zahners Schreibtisch eine Leafs Tasse zu sehen. Wohl das bisher einzige Erzeugnis dieser Kooperation.

    Ist es nicht, nur weil du scheinbar nichts davon hältst.

    In Sachen Sadionbau hat man sich bereits ausgetauscht.

    Back to Topic, wir schweifen ab.

    Zitat von Caro


    ok, ami-mentalität...).

    Kanadier, Caro.....Kanadier!

    Französischsprechender Kanadier, also quasi Franzose! :razz:

    Die erzählen ja gerne und oft sie seien so anders als die Amerikaner..... :roll:

    Calgarys Lockruf oder der nächste Abgang eines ZSC-Meistertrainers

    Von Simon Graf und Silvan Schweizer

    Bob Hartley wechselt zu den Calgary Flames und schickt die ZSC Lions auf Trainersuche. Sein Nachfolger soll seinen Weg weiterverfolgen.

    ZSC-Meistertrainer zu werden ist schwer. Es zu bleiben noch viel mehr. Das erfuhr schon Otto Schläpfer. Der Davoser, der den Stadtclub 1961 als Spielertrainer zum Titel geführt hatte, blieb immerhin noch eine Saison, ehe er nach einem verpatzten Winter verärgert zu NLANeuling Kloten abwanderte. In der Neuzeit mussten Kent Ruhnke (2000) und Harold Kreis (2008) nach dem Titel gehen, Larry Huras (2001) hielt sich in der Folgesaison gerade mal 23 Spiele, ehe er durch Pekka Rautakallio ersetzt wurde. Und nun geht also auch Bob Hartley, ohne einmal als ZSC-Meistercoach an der Bande gestanden zu haben.

    Meisterehren bedeuten normalerweise eine Stärkung der Beziehung von Club und Trainer. In Zürich ist das anders. An der Siegerparty im Hallenstadion hatte CEO Peter Zahner bei seiner Rede noch garantiert, dass Hartley auch nächste Saison beim ZSC sein werde. Und er hatte bis zuletzt betont, dass der Kanadier keine Ausstiegsklausel besitze. Doch die Gesetze des Geschäfts konnte auch er nicht aushebeln. «Ich wollte die Spekulationen nicht noch anheizen», sagte er nun. «Zuletzt wurde ich pausenlos von Journalisten aus Montreal angerufen. Das war mühsam. Aber mir war auch klar, dass sich Hartleys Abgang in den letzten Wochen abzeichnete. Es ist wie bei Thorsten Fink. Wenn ein Trainer in die Liga seiner Wünsche will, bringt es nichts, auf dem Vertrag zu beharren.»

    Die Zürcher lösten den Kontrakt mit dem 51-Jährigen «in gegenseitigem Einvernehmen» auf, über die Modalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Aber natürlich werden die ZSC Lions für ihr Entgegenkommen entschädigt. Von Calgary, nicht von Montreal. Denn der Transferpoker nahm zuletzt noch eine Wende. Hartley entschied sich für die Flames, weil er deren Perspektiven besser einstuft (ein Grund dürfte auch Sven Bärtschi sein) und weil er mit deren General Manager Jay Feaster befreundet ist. Dieser war schon 1997 sein Chef, als er mit Hershey den Calder Cup gewann. Es bildete sich eine Freundschaft, die so weit ging, dass Hartley Götti von Feasters jüngstem Sohn Ryan wurde.

    Immerhin verabschiedete sich der Meistercoach, der seinen Assistenten Jacques Cloutier mitnimmt, mit netten Worten: «Ich würde gerne meine Wertschätzung ausdrücken gegenüber den ZSC Lions für die wunderbare Erfahrung, in der Schweiz zu coachen und zu leben.» So sehr Zahner den Abgang bedauert, er betont, dass alles korrekt gelaufen sei: «Hartley hat uns zuerst gefragt, ob er mit Calgary reden dürfe. Dann kam Feaster mit der offiziellen Anfrage. Es bleiben keine schlechten Gefühle zurück.» Auch Montreal hatte zuerst um Erlaubnis gebeten, bevor es mit dem Kanadier verhandelte. Und man dürfe, so Zahner, auch ein bisschen stolz sein, dass dieser via ZSC zurück in die NHL gefunden habe.

    Vorteile für Nordamerikaner

    Der CEO stellte mit Sportchef Edgar Salis in den vergangenen Tagen schon eine Liste mit möglichen Nachfolgern zusammen. Auch Hartley hat seine Empfehlungen abgegeben. Klar ist: Der Neue soll dort weiterfahren, wo Hartley aufgehört hat. Zahner bezeichnet die Sprache als «sehr, sehr wichtig» und sagt: «Es wird sicher kein Russe, der kein Deutsch und Englisch spricht.» Das deutet nicht auf Slawa Bykow hin. Auch Ralph Krueger ist unwahrscheinlich. Aber es ist davon auszugehen, dass die Zürcher wieder einen Nordamerikaner verpflichten.

    Im Rennen um den Job in Montreal verbleiben nach Hartleys Absage Marc Crawford und Michel Therrien. Vielleicht wird der ZSC für einen von ihnen ja zu Plan B. Für die Spekulation, Anders Eldebrink könnte zum Thema werden, hat Zahner jedenfalls kein Verständnis. Und dieser Seitenwechsel wäre aus verschiedenen Gründen auch undenkbar.

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    Zitat von Der Weise

    Eigentlich müsste bei einem Abgang von Hartley Matti Alatalo zwingend der Nachfolger werden, vertraut mit der Organisation, hervorragender Ausbildner und auch fordernd!

    Ich glaub das wird au so cho!

    De häd eh nur bi GC underschriebe will er uf de Job bim Z scharf gsi isch, das isch scho früener so gsi!