Nein, Kloten schuldet das Geld (Steuern) dem Staat!
Die Ausländer müssten im Falle eines Konkurses dafür gradestehen - dem Staat gegenüber!
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«Ich bin nicht der liebe Fredy vom FCZ»
Sportchef Fredy Bickel wehrt sich gegen den Ruf, zu nett zu sein. Er sagt, er stelle den Erfolg über alles. Seine neunte Saison beim FCZ verlief total enttäuschend. Morgen beschliesst sie der Stadtclub in Thun.
Mit Fredy Bickel sprach Peter Bühler
Fredy Bickel, ist der 1:0-Sieg im Derby gegen GC eine kleine Entschädigung für eine missratene Saison?
Die ganze letzte Woche war eine kleine Entschädigung. Der FCZ hat GC dreimal besiegt, bei der U-21 in der 1. Liga, im Final des Fifa-Youth-Cups und nun auch im grossen Derby. Es war eine Woche, die dem FCZ gut tat, aber nicht mehr.
Ist es die Saison mit den schwersten Enttäuschungen in Ihren bald 9 Jahren als FCZ-Sportchef ?
Ich habe in 20 Jahren Profifussball viele Tiefs durchgemacht. Aber in dieser Saison haben wir so lange nicht aus der Krise gefunden wie niemals zuvor. Das ist schon eine grosse Enttäuschung.
Womit hat die Krise angefangen?
Eigentlich schon gegen Ende der letzten Saison, als wir gegen Basel im direkten Duell im Letzigrund nur ein 2:2 erreichten und danach mit einer Niederlage gegen GC den Titel verloren. Trotzdem sprachen danach alle von einer guten Saison und liessen sich auf die Schultern klopfen. Ich machte den Fehler, nicht frühzeitig auf die Gefahren für die neue Spielzeit aufmerksam zu machen … … in welcher der Start mit drei Niederlagen völlig danebenging.
Es deutete nichts auf diesen Fehlstart hin. Die Vorbereitung war optimal, aber dann verloren wir in Sitten wegen des verschossenen Penaltys von Margairaz, wir verloren zu Hause gegen Servette nach einer 2:0-Führung durch 3 Gegentore in sechs Minuten – und schon war das ganze Selbstvertrauen weg.
Der FCZ ist also nach wie vor das zarte Pflänzchen vom Letzigrund – wie zu den Zeiten des langjährigen Präsidenten Sven Hotz?
Jedenfalls konnten wir diese Saison nicht beweisen, dass es anders ist. Wir fielen von weit oben ganz nach unten, waren als Vizemeister plötzlich am Tabellenende. Wir erholten uns nicht mehr, kamen nicht aus der negativen Spirale heraus – auch weil wir viel zu wenig Leaderfiguren in der Mannschaft haben.
Der FCZ reagierte in der Winterpause, aber auf fragwürdige Weise. Er trennte sich von fünf Stammspielern und dünnte das Kader aus.
Der Verkauf von Mehmedi, Rodriguez, Djuric, Margairaz und Alphonse war richtig. Wir lösten in der angespannten finanziellen Situation für Mehmedi und Rodriguez hohe Transfersummen. Und für die drei Älteren hätten wir im Sommer nichts mehr bekommen, weil ihre Verträge ausliefen.
Der FCZ verlor aber viel Substanz ...
... die Winterpause war der richtige Zeitpunkt, um den Umbruch einzuleiten. Wir konnten nicht mehr Meister werden. Und wir verpflichteten ja auch fünf neue Spieler ...
… den Flop Ramazotti, den dauerverletzten Benito, den braven Glarner, den Durchschnittsfussballer Kajevic und Pedro Henrique. Nur er ist eine wirkliche Verstärkung.
Wir gaben Benito die Zeit, um sich von seinem Beinbruch zu erholen und sich zu integrieren; Glarner ist nicht nur brav, sondern ein guter Fussballer, der uns viel Freude bereitet; Kajevic hat sein Potenzial angedeutet, aber wir haben noch nicht entschieden, ob wir die Option auf eine Übernahme wahrnehmen; Pedro kann ein Gewinn werden; und Ramazotti hätte die Chance bekommen müssen, einmal von Beginn weg zu spielen.
Präsident Ancillo Canepa hat vor der Rückrunde erklärt: «Vom neuen FCZ werden viele überrascht sein.» (lacht) Er hat ja nicht gesagt, ob in positiver oder negativer Hinsicht.
Und jetzt ist der FCZ Sechster – hinter Servette, hinter Thun.
Die Tabelle zeigt schonungslos auf, dass wir beim FCZ Fehler gemacht haben.
Was werfen Sie sich vor?
Dass ich nicht viel früher mit dem Umbau der Mannschaft begonnen habe. Ich hätte damit schon nach dem letzten Meistertitel vor drei Jahren anfangen sollen.
Hat Sie Ihr Naturell daran gehindert? Sie gelten als treue Person, die sich mit Veränderungen ausserordentlich schwertut.
Ich bin nicht der knallharte Manager, der Leute rauswirft. Ich habe zu den Spielern und den Trainern ein gutes Verhältnis. Die Zusammenarbeit basiert auf Respekt und Vertrauen. Das macht eine Trennung manchmal schwierig. Nur ein Beispiel: Ich musste Captain Silvan Aegerter mitteilen, dass er den FCZ verlassen muss. Das war nicht einfach. Aber Aegerter hat den Entscheid akzeptiert. Und er war einer der Ersten, der mir letzten Samstag per SMS zum Geburtstag gratulierte.
Sie sind und bleiben der liebe Fredy Bickel vom FCZ.
Zwischenmenschliche Beziehungen sind mir wichtig, aber der sportliche Erfolg steht über allem. Ich bin nicht der liebe Fredy vom FCZ. Ich kann laut werden und hart in der Sache sein – wie zuletzt vor zwei Wochen, als sich die Mannschaft gegen Basel blamierte.
Basel liegt um Welten vor dem FCZ.
Basel hat in der Champions League Manchester United ausgeschaltet, das sagt alles. Der FCB hat die besten Voraussetzungen in der Schweiz. Wenn sie in Basel weiter so gut arbeiten, müssten sie über Jahre an der Spitze bleiben. Die Basler können sich nur selber schlagen.
Das tönt für den FCZ wenig verheissungsvoll.
Die Herausforderung besteht darin, es noch besser zu machen als die Basler. Das Beispiel soll für uns die Saison 2005/06 sein. Wir haben damals keine Fehler gemacht und immer an den Titel geglaubt. Deshalb wurden wir belohnt.
Ist der Titel in der nächsten Saison ein realistisches Ziel für den FCZ?
Es wäre verwegen, davon zu sprechen. Wir befinden uns mitten im Umbruch. Wichtig ist, dass uns nach der Verpflichtung von Kukeli und Da Costa weitere gute Transfers gelingen. Wir suchen einen Mittelfeldspieler für die Flanke und einen Stürmer.
Sie müssen gute Transfers tätigen, denn Ihre Position im Verein ist schwächer geworden. So konnten Sie im März die Entlassung von Trainer Urs Fischer nicht verhindern, obwohl Sie dagegen waren.
Der Verwaltungsrat fällte einen Mehrheitsbeschluss, den ich mitgetragen habe.
Mit Rolf Fringer brachten Sie dafür den Trainer Ihrer Wahl als Nachfolger von Fischer durch.
Ich bin von ihm überzeugt. Die Mannschaft ist frustriert und deprimiert, sie braucht wieder Freude und Leidenschaft. Das kann Fringer gut vermitteln.
Mit ein paar flotten Sprüchen – und nach einem halben Jahr ist seine Wirkung verpufft?
Fringer ist nicht der FCZ-Trainer für sechs Monate. Er ist kompetent, nicht nur fachlich, sondern auch sozial. Er wird lange bei uns bleiben.
Er will die neue Mannschaft um den verletzungsanfälligen Chikhaoui herum aufbauen. Halten Sie das für eine gute Entscheidung?
Wichtig ist jetzt erst einmal, dass Chikhaoui nach seiner neuesten Verletzung (Reizung der Patellasehne) eine gute Saisonvorbereitung macht – was ich bezweifle. Und somit ist diese Entscheidung wohl vertagt.
Entschieden ist dafür, dass Sie bis 2014 für den FCZ weiterarbeiten. Haben Sie den Zeitpunkt des Absprungs verpasst?
Ich hätte diesen Frühling sogar lieber länger als für zwei Jahre unterschrieben. Ich habe beim FCZ eine Mission: mit dem richtigen Trainer den Umbruch vollziehen, eine neue Mannschaft aufbauen und wieder erfolgreich werden wie zwischen 2006 und 2009 mit den drei Meistertiteln. Mein Weg mit dem FCZ ist noch nicht zu Ende.
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Stimmungsmässig sicher ein Burner:
Bei jedem Spiel 60 Minuten "oh Fige du Arschloch"!
Ich glaube, er hätte schampar den Plausch! :roll:
Zu Hartley: Sollten die Habs ihn wollen kann (und soll) man ihm das nicht verwehren, falls er das machen will.
Die Gefahr, in Montreal an den Ansprüchen zu scheitern ist allerdings sehr gross.
Bei Calgary hingegen hätte ich wenig Verständnis: Hartley war in der NHL, er gewann den Stanley Cup, was will ein solcher Mann in der Prärie?
Zitat von SputnikBlackstar: Du willst mir aber nicht im ernst sagen das die Spieler 14 Millionen zusammenbringen. Alles bla bla um etwas gute Publicity zu erhalten.
Ambri konnte man mit so einer Aktion letzt Saison retten bzw. noch eine Saison finanzieren.
Nun haben sie noch einen gefunden der die nächste Saison finanziert.
Die Bettelaktionen von Gotteron waren auch legendär.
Aber Kloten ist ein ganz anderes Kaliber, nur zu vergleichen mit den Schulden die der SCB damals hatte oder mit Servette (Fussball).
In Bern konnte man via Nachlassstundung den Verein retten, in Genf wurde schlicht das Geld, man spricht von 8 Millionen, zusammengekratzt.
Ich glaube nicht, dass in Kloten so viel Geld generiert werden kann wie nötig wäre.
Aber vielleicht gibt es ja ein Wunder....
I know...wie man auch bei uns gesehen hat braucht Ambühl seine Zeit, bis er sich wohlfühlt und seine Leistung abrufen kann. Hast du halt schlicht nicht drüben!
Ich weiss nicht....was ich so gelesen habe hatte er gar keine Chance bei den Rangers.
Wie man so sagt: In der NHL musst du zur rechten Zeit am rechten Ort sein, Ambühl war am falschen Ort.
Mal schauen, gebe Brunner mit seinem Stil auf den engeren Feldern nicht viel Kredit!
Wäger (vor allem) und der Pavian haben mich mehr genervt als Fige.
Aber jedem sein Feindbild! :razz:
Analyse Das Derby ist nicht mehr, was es einst war: GC und der FCZ haben keinen Erfolg und immer weniger Zuschauer. Von Peter Bühler
Ohne Brisanz und Glanz
Im ersten Derby dieser Saison im August verfolgten 16 800 Zuschauer den 6:0-Sieg des FC Zürich gegen die Grasshoppers. Zum zweiten (wegen Ausschreitungen abgebrochenen) Spiel zwischen den Stadtrivalen kamen im Oktober noch 15 000. Beim dritten Derby im Februar waren es 6000 – wobei die beiden Fankurven im Letzigrund geschlossen blieben.
Der Zuschauerrückgang zeigt: Das Derby hat in dieser Saison von Spiel zu Spiel an Bedeutung verloren und nicht den Stellenwert früherer Jahre. Der Grund ist einfach: Die beiden Zürcher Clubs spielen schwach, vor dem vierten und letzten Duell ist der FCZ Sechster und GC Achter, zusammen haben sie 13 Punkte weniger gewonnen als Meister Basel. Zudem haben beide Vereine keine Chance mehr, den Europacup zu erreichen; und wegen des Ausschlusses von Xamax und des Punkteabzugs gegen Sion haben sie keine Abstiegssorgen. Kurz: Morgen geht es für GC und den FCZ nur um ein allerdings beschädigtes Prestige.
Wird Forte verheizt?
Die Trainer bemühen sich, das Spiel wichtiger zu machen, als es wohl ist, zumal es für sie um einiges geht. Ein Derby bleibe ein Derby, weiss Harald Gämperle, der einst für GC spielte und später beim FCZ den Trainern Lucien Favre und Urs Fischer assistierte. Der Interimstrainer braucht den Sieg, um seine Bilanz zu verbessern und dereinst vielleicht wieder einmal eine Chance zu bekommen, ein Team als Chef zu führen. Seit er am 12. März Fischer ablöste, hat der FCZ von acht Spielen nur eines gewonnen und sechs Punkte geholt. Das entspricht einem Durchschnitt von 0,75 Punkten pro Partie.
Noch deutlich schlechter sind die Zahlen von Uli Forte, der am 16. April die Nachfolge von Ciriaco Sforza antrat. Er hat mit GC in fünf Spielen nie gewonnen, nur zwei Punkte errungen und zuletzt, wie Gämperle mit dem FCZ, dreimal in Folge verloren. Mit dieser Ausbeute kommt Forte auf 0,4 Punkte pro Partie. Er benötigt einen Erfolg, ansonsten ist seine Mission, GC wieder nach oben zu führen, bereits gefährdet, bevor sie richtig begonnen hat. Mit einer Niederlage im Derby würde Forte an Kredit und Goodwill einbüssen, es besteht die Möglichkeit, dass er Opfer der Umstände und der mangelnden Klasse der Mannschaft wird und sich frühzeitig abnützt.
Er sagt vor dem Derby: «Das Team braucht einen Sieg, und ich selber brauche endlich einen Sieg.» Wie seriös GC dieses 228. Derby angeht, zeigt nur schon die Vorbereitung. Forte zieht das Kader schon heute im Hotel in Feusisberg zusammen. Nicht dabei ist erneut der verletzte Boris Smiljanic, der um einen neuen Vertrag kämpft. Die Verhandlungen laufen, doch vieles deutet darauf hin, dass die Zeit des Verteidigers bei GC abläuft. Verabschiedet wird er vor dem Derby aber so wenig wie Ricardo Cabanas, der dauerverletzte Altmeister. Ob man bei GC die zu erwartenden Pfiffe der FCZ-Fans für die verdienten Spieler fürchtet?
Kein Zweifel: Forte steht nach nur fünf Wochen bei GC schon gehörig unter Druck. Für den Moment macht es den Anschein, dass der FCZ mit dem Entscheid, dem neuen Trainer Rolf Fringer erst im Sommer die Verantwortung zu übergeben, klüger gehandelt hat. Fringer beobachtet die Spiele seit Wochen von der Tribüne herab, er lotet ohne den Druck des Tagesgeschäfts die Stärken und Schwächen der Mannschaft aus und teilt den Verantwortlichen seine Vorstellungen mit, wie das Kader in der neuen Saison zusammengestellt sein soll. Nur: Es ist nicht anzunehmen, dass ihm viele Transferwünsche erfüllt werden. Der FCZ muss sparen, nur wegen der Teilnahme am Playoff zur Champions League gegen Bayern München und diverser Spielerverkäufe konnte 2011 ein Defizit von gegen 10 Millionen Franken verhindert werden. Und die Einnahmen aus dem Europacup fallen nächste Saison weg.
Die Kurve ist immer da
GC und der FCZ sind sowohl die schwächsten Heimteams als auch die schwächsten Rückrundenmannschaften der ganzen Liga (vgl. nebenstehende Statistiken). In der Rückrunde ist GC mit nur sieben Punkten aus den 14 Spielen sogar total abgestürzt. Der Rekordmeister stösst in Zürich auf immer weniger Interesse. Verzeichnete er in der Vorrunde noch einen Schnitt von 6222 Zuschauern pro Spiel, so fiel dieser in den sieben Partien der Rückrunde auf 4142. Der Tiefpunkt: Am 5. Februar 2012 verloren sich zum Auftakt der Rückrunde beim 0:1 gegen Thun 2500 Leute im Stadion.
Einen erträglicheren Rückgang bei den Zuschauerzahlen verzeichnet der FCZ. Den Stadtclub wollten in der Vorrunde durchschnittlich 10 722 Fans pro Spiel sehen, in den acht Begegnungen der Rückrunde kommt er auf ein Mittel von 10 275. Sein Glück ist, dass die Südkurve in jedem Heimspiel gut gefüllt war – die Partie gegen Basel mit der Protestaktion gegen das grosse Polizeiaufgebot einmal ausgenommen. Die Kurve ist immer präsent, wie schlecht die Mannschaft auch spielt. Aber diese Fans kommen nicht nur wegen des FCZ, sondern auch, um sich selbst zu feiern.
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Drei NHL-Offerten für Brunner
(sis)
Nach der mit 7 Punkten aus 7 Partien zumindest für Damien Brunner positiv verlaufenen WM bleiben drei NHL-Teams im Transferpoker um den EVZ-Stürmer: Detroit, Dallas und Tampa Bay. Der 26-Jährige ist vom Plan abgerückt, einen speziellen Zweiwegvertrag auszuhandeln, der ihm im Falle einer Rückversetzung seines NHL-Clubs erlaubt hätte, in die Schweiz zurückzukehren, statt beim Farmteam zu spielen. «Ich bestreite schon eine Saison in der AHL, aber nicht mehr», sagt er. Die besten Karten dürfte Tampa Bay haben, das die nächste Generation um Star Steven Stamkos aufbaut. General Manager und Spielerlegende Steve Yzerman bemühte sich an der WM schon intensiv um Brunner, das Treffen machte beidseits Eindruck.
Brunner trifft sich nächste Woche mit der EVZ-Führung, bevor er sich entscheiden will. Es dürften komplexe Gespräche werden, da der Liga-Topskorer einen Kontrakt bis 2013 ohne Ausstiegsklausel besitzt. Er braucht also eine Freigabe. Zentrale Punkte sind das letzte Vertragsjahr, das verloren ginge, und die vertraglichen Möglichkeiten, falls Brunner dereinst aus Übersee zurückkehrt.
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De Brunner vor minere Huustüre? Ob er sich duresetzt? Bi dere Konkurenz im Sturm? :roll:
Zwischen Hoffnung und Wut
Felix Hollenstein verkörpert seit 27 Jahren Klotener Eishockeykultur. Einer Ära droht das Ende.
Von Philipp Muschg
1985 ist das Jahr, in dem Falcos «Rock Me Amadeus» die Hitparade stürmte, Michail Gorbatschow Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion wurde und Garry Kasparow jüngster Schachweltmeister. Es ist auch das Jahr, in dem Felix Hollenstein zum EHC Kloten wechselte. 20 Jahre alt war das Talent damals, bereits als Erstligaspieler fürs Nationalteam aufgeboten. «Das ist jetzt also der aus Bülach», soll Roman Wäger den Neuling begrüsst haben.
27 Jahre später sitzt Hollenstein im Trainerbüro der Kolping-Arena – eine Zeit, die er ohne Unterbruch im Dienst von Kloten tätig war. Wie seit Jahren leitet er das Sommertraining, setzt sich auch selbst aufs Velo, stemmt Gewichte. Zur Ablenkung spielt er Tennis mit Frédéric Rothen, dem Fitnesscoach. «Das Team trainiert normal weiter», lobt Hollenstein, doch die Ereignisse der vergangenen Wochen wiegen schwer. «Ich schwanke jeden Tag zwischen Hoffnung und Wut.»
Seit acht Jahren ist Hollenstein Assistenztrainer, «Mr. Kloten» ist er schon längst. Der 47-Jährige personifiziert die Flyers, die er als begnadeter Läufer zu vier Meistertiteln führte, dessen Clubpolitik er als Captain bei mitternächtlichen Teamsitzungen am Stubentisch mitbestimmte. Jetzt aber, wo der Zusammenbruch droht, ist auch er machtlos. «Die Emotionen stauen sich an», gibt Hollenstein zu – spürbar darum bemüht, gleichzeitig vorsichtig und doch deutlich zu sein. Dass die Verbindung zwischen Verwaltungsrat und Team nicht mehr die beste ist, lässt auch er durchblicken. Und damit ist der einstige Leitwolf als Ansprechperson doppelt gefordert.
Im Gegensatz zu finanziellen Mitteln ist im Umfeld des Clubs an guten Ratschlägen, Wünschen und Tipps nämlich kein Mangel. All das wird in der Krise an Hollenstein herangetragen. «Es ist eigentlich nicht mein Job, Investoren zu suchen», sagt er, doch er fühlt sich verpflichtet. Nicht dass sich damit etwas grundlegend ändert. «Es gibt nur etwas», sagt Hollenstein, «das helfen würde: wenn jemand viel Geld auf den Tisch legt.» Und trotz allem hält ein Teil von ihm an dieser Hoffnung fest.
Es ist die gespaltene Haltung von einem, der seine ganze berufliche Energie fast drei Jahrzehnte lang in diesen Club steckte und von den Ereignissen mitgenommen ist. Er findet es «unverständlich, dass es so weit kommen konnte»; stellt fest, dass ihn die Entwicklung traurig mache – und zeigt dann wieder seine andere Seite: «Ich kämpfe für diesen Club, jetzt halt neben dem Eis – damit es weitergeht.»
Wie die Spieler sind auch Hollenstein und Cheftrainer Anders Eldebrink im April ohne Lohn geblieben. Wie die Spieler hat auch Hollenstein den Club aufgefordert, bis zum 31. Mai seiner Pflicht nachzukommen. Und wie die Spieler weiss auch er nicht, was danach geschieht.
«Muss meine Fühler ausstrecken»
Noch im November hatte das Trainergespann seine Verträge um zwei Jahre plus Option verlängert – nun stellt sich unvermittelt jene Frage, die Hollenstein 27 Jahre lang stets mit Ja beantworten konnte: Bleibt er in Kloten? Die Antwort fällt diesmal konsternierend aus: «Ich muss meine Fühler ausstrecken», sagt Hollenstein.
Es ist ein Satz, der klingt wie das Ende einer Ära. Trotzdem wird ab Montag weitertrainiert. «So gut, wie es unter diesen Umständen geht.»
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Gem. em Chlaus sötted d Ussländer vo Chlote sowieso besser abhaue:
http://www.20min.ch/sport/eishocke…beten--14071328
Isch das nöd "Anstiftung zur Steuerflucht"? :razz:
Läck in Chloote chunts ganz dick.....
Ausverkauf in Kloten:
"Die ZSC Lions sollen an Roman Wick und Micki Dupont interessiert sein. Der SC Bern wünscht sich Patrick von Gunten und Denis Hollenstein. Fribourg-Gottéron und Zug könnten einen Verteidiger brauchen. In Lugano stehen die Türen aus Erfahrung weit offen."
Q: NZZ
http://www.nzz.ch/nachrichten/sp…1.16936254.html
Wie oft kommt einer der besten Artikel von der Falkenstrasse.
Lächerlich was ich die letzten Tage im Radio hören musste, wo Limi Wäger glaubt, er könne am Gewerbler Znüni das Geld auftreiben oder auch der Stapi von Kloten, der glaubt, mit seinem Almosen wäre der Club noch zu retten. Da wollen einige Leute den Tatsachen nicht ins Auge sehen! Die Schulden sind schlicht viel zu gross!
Zitat von Hampiso nach ca. 10 Stunden Hockey bin ich mir im klaren das unsere Nati in den Viertelfinals gar nichts verloren hatt. Wir sind nie und nimmer auf dem Niveau der 8 Mannschaften die heute gespielt haben! Das bedeutet also das Hockey in der Schweiz ist total überbewertet.
Müsste aber nicht so sein!
Hier wird es für einmal gut beschrieben:
http://www.20min.ch/sport/dossier/timeout/story/15207685
Wir müssten auf Grund unserer Nachwuchsförderung längst vor Ländern wie der Slowakei stehen, beim Nachwuchs wie bei den Männern.
Blöd nur dass unser Nachwuchs total verhätschelt ist/wird, jeder der ein bisschen Hockeyspielen kann schon einen lukrativen NLA Vertrag im Sack hat etc. pp.
Im Gegensatz zum Fussball gibt es beim Hockey eben keine Secondos, die um ihre einzige Chance im Leben kämpfen (wie z.B. in der Slowakei!).
Der Schweizer Hockeynachwuchs besteht aus (meist Gutsituierten) Schweizern, denen es auch ohne Hockey gut bis sehr gut geht.
Da gehen wenige aufs Ganze!
Ob sich das je ändern wird?
Zweifel sind angebracht!