Beiträge von Larry

    Finaldaten Hoffen auf Fribourg

    (sg.)


    Die ZSC Lions sorgten dafür, dass ein sechstes Halbfinalspiel im Klotener Exil nicht nötig wurde. Doch noch ist die Terminproblematik nicht ausgestanden. Wenn der SCB morgen Dienstag gewinnt, würde der Finalbeginn gemäss den Weisungen im Handbuch für den Spielbetrieb (Punkt 3.6) um einen Termin auf Samstag vorgezogen. Und das würde heissen, dass den Zürchern ihr Heimstadion für die Finalspiele 2 und 6 wegen des Aufbaus für die GVs von Swisscom (4. April) und Swiss Re (13. April) wohl nicht zur Verfügung stünde. Der SCB müsste dann einwilligen, dass der Final trotzdem zu den ursprünglichen Daten (ab Dienstag, 3. April) gespielt würde. In Bern mag man darüber aber nicht diskutieren, solange die Finalqualifikation noch nicht feststeht. Gelöst wäre das Problem mit einem Freiburger Sieg am Dienstag. Dann würde der Final plangemäss stattfinden.

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    Rauschende Ballnacht mit dem ZSC

    Die Zürcher eliminierten auch den EVZ mit 4:0 und sorgen mit ihrem Playoff-Märchen für Begeisterung.

    Von Simon Graf

    Keiner weiss bei den ZSC Lions besser als Jeff Tambellini, welch starke Emotionen Eishockey auslösen kann. Im Frühling 2011 spielte der Kanadier mit Vancouver im Stanley-Cup-Final gegen Boston und erlebte, wie jenes Duell die ganze Stadt in den Bann zog. Und als die Canucks den Titel knapp verpasst hatten, entlud sich die Enttäuschung in Tumulten auf den Strassen Vancouvers. Doch am Samstagabend nach dem vierten Sieg über Zug beteuerte Tambellini vor der ZSC-Kabine mit glänzenden Augen: «Glauben Sie mir, es war im Stadion lauter als in Vancouver. Die Schweizer Fans sind so leidenschaftlich.»

    Während Monaten hatten die ZSC Lions zu Hause in einer meist unterkühlten Umgebung gespielt. Am Samstag, im erstmals ausverkauften Hallenstadion, kochte die Stimmung über. 4000 Wunderkerzen hatten schon zuvor für Atmosphäre gesorgt, im Spiel deuteten die Zürcher früh an, dass sie die hohen Erwartungen nicht enttäuschen würden. Sie spielten aktiver als in den beiden Partien zuvor, in denen sie einiges Glück beansprucht hatten, und unterhöhlten bald einmal den Glauben der Zuger. Nachdem Ambühl und zweimal Schäppi von der 29. bis zur 35. Minute von 1:0 auf 4:0 erhöht hatten, durfte man sich auf den Rängen ganz den Festivitäten widmen.

    Mit 17:5 Toren eliminierten die ZSC Lions in vier Spielen das beste Team der Qualifikation. Und nachdem sie im Viertelfinal den Davoser Scharfschützen Petr Sykora frustriert hatten, stoppten sie im Halbfinal Liga-Topskorer Brunner. Die Strategie Bob Hartleys, Ambühl und Tambellini auf die gegnerische Topreihe anzusetzen, ging perfekt auf. Auch, weil sich die Protagonisten dieser Aufgabe passioniert widmeten. «Ich liebe diese Rolle», sagte Tambellini, der in der NHL schon ähnlich eingesetzt worden war. «Da bist du immer am Puls des Geschehens. Und wir haben ein ausgeglichenes Team. Nun haben einfach die anderen Linien die Tore geschossen.»

    23 von 30 Toren von Schweizern

    Tambellini traf gegen Zug erst mit einem sehenswerten Shorthander zum 5:0, als die Serie entschieden war. Dafür hat Bärtschi im Playoff schon 8 Tore erzielt. 23 der 30 Tore wurden von Schweizern geschossen – ein gutes Zeichen. Die Mannschaft ist gut ausbalanciert und wirkt äusserst fit, allen voran Ambühl und Tambellini, die so antrittsschnell scheinen wie noch nie. «Wir haben in unserer Kabine keinen Einzigen, der nach dem Spiel keinen Eisbeutel auf seinen Körper legt», sagte der Kanadier. «Wir blocken ständig Schüsse, laufen bis zur Erschöpfung. Das tut weh. Aber nur so kann man im Playoff gewinnen. Hier geht es nicht mehr um Talent, sondern nur darum, sich aufzuopfern und unablässig weiterzuarbeiten.»

    Hartley: «Eine Familie geworden»

    Das Playoff und die Qualifikation seien zwei verschiedene Saisons, in denen unterschiedliche Qualitäten gefragt seien, ist Tambellini überzeugt. «Einige sind stark in der Qualifikation, andere blühen erst im Playoff auf.» Hartley sagt: «Wir sind eine Familie geworden. Der Schlüssel dazu ist, dass sich jeder als Teil dieser Familie fühlt.» Selbst Gobbi und Ziegler, die kaum spielten, würden mit ihrer positiven Einstellung zur guten Ambiance im Team beitragen.

    An seinem ersten Arbeitstag am 26. Juli habe er gesehen, dass es viel Arbeit gebe, blickt Hartley zurück. «Aber ich merkte auch schnell: Diese Spieler wollen arbeiten.» Der erste Titel seit 2008 ist noch weit weg. Und doch ist er inzwischen ein realistisches Ziel geworden. Denn Tambellini und seine Kollegen können nicht genug bekommen von rauschenden Ballnächten wie am Samstag.

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    Kommentar Von Simon Graf

    Vom hässlichen Entlein zum Schwan

    Die wundersame Auferstehung der ZSC Lions im Playoff gemahnt an die Rockballade «Schwan» des Mundartbarden Gölä, in der er besingt, wie aus dem ungeschickten, verspotteten und einsamen Mädchen von der Schule eine von Schönheit strahlende Frau wurde. Auch die Zürcher hatten im Verlauf der Qualifikation einiges an Spott über sich ergehen lassen müssen, und so sehr sie sich auch Mühe gaben, ihnen fehlte die Ausstrahlung. Mancher Fan blieb angesichts des grauen Alltags der ZSC Lions lieber zu Hause. Doch nun, im März, sind sie die Bewunderten und Umjubelten geworden. Plötzlich identifiziert sich ganz Zürich mit diesem Team.

    Wie konnte es dazu kommen? Zuerst einmal deshalb, weil die ZSC Lions wie das Mädchen in Göläs Song fest daran glaubten, dass aus dem hässlichen Entlein dereinst ein Schwan werden könnte. Sie hörten, obschon die Resultate lange auf sich warten liessen, nie auf zu arbeiten und schafften es je länger, desto besser, die Ideen ihres neuen, fordernden Headcoaches Bob Hartley umzusetzen. Und mit jedem Sieg wuchsen nun im Playoff ihr Glaube und ihr Selbstvertrauen.

    Für den Schwan, so weiss wie Schnee, gibt es bei Gölä keine Grenzen mehr. Und für die ZSC Lions in diesem Playoff ? Sie dürften im Final auf den SC Bern treffen, ein Team, das in diesem Winter Ähnliches durchgemacht hat und auch zur richtigen Zeit erstarkt ist. Und wer schon einmal einen Schwanenkampf erlebt hat, der weiss: Da geht es unerbittlich zu und her.

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    Seger: «Glücklich, aber noch nicht zufrieden»

    (Interview: sg.)

    Der ZSC-Captain über die Stimmung im Team und die Annäherung an Bob Hartley.


    Was hätten Sie entgegnet, wenn Ihnen jemand gesagt hätte, der ZSC würde Davos und Zug 4:0 eliminieren?

    Ich hätte ihm zugelächelt. Wir glaubten immer an uns, daran, dass wir im Playoff etwas erreichen könnten. Aber zweimal 4:0 hatten wir sicherlich nicht erwartet. Natürlich nehmen wir es gerne.

    In den beiden Serien erzielten die ZSC Lions 30 zu 9 Tore. Eine beeindruckende Bilanz.

    Beeindruckend sind vor allem die neun Tore, die Flüeler in acht Spielen zugelassen hat. Das ist ein unglaublicher Wert. Aber wir müssen schon wieder nach vorne schauen. Im Final werden wir auf einen Gegner mit sehr viel Selbstvertrauen treffen. Egal, ob es Bern oder Fribourg ist.

    Wie erklären Sie die Entwicklung vom Durchschnittsteam der Qualifikation zum Dominator im Playoff ?

    Wir hatten einen schwierigen Start, haben danach aber immer besser gespielt. Auch wenn es sich nicht immer auszahlte in Resultaten. Es ist das Ziel jedes Teams, im Playoff sein bestes Eishockey zu spielen. Das ist uns gelungen.

    Musste sich das Team zuerst an Bob Hartley gewöhnen?

    Es war ein beidseitiger Prozess. Wir mussten uns an sein System gewöhnen, es verinnerlichen. Aber auch er machte eine Entwicklung. Es ist schon etwas anderes, ob man in Nordamerika oder in Europa coacht. Wir haben uns gefunden.

    Ist Hartley weicher geworden?

    Nein, weicher sicher nicht. Er ist sehr fordernd. Und das ist auch gut so. Er hat bei uns eine Leistungskultur entwickelt.

    Was war der Schlüssel im Playoff ?

    Wir spielten gegen die beiden besten Offensivteams. Klar ist da die Abwehrarbeit der Schlüssel. Flüeler war hervorragend, aber auch die Stürmer haben extrem gut defensiv gearbeitet.

    Wie war die Stimmung am Samstagabend in der Kabine?

    Gut, aber nicht ausgelassen. Wir sind glücklich, aber noch nicht zufrieden. Wir wollen noch mehr.

    Schauen Sie sich am Dienstag das TV-Spiel Fribourg gegen Bern an?

    Ich weiss nicht. Ich denke, wir werden von unserem Finalgegner noch genug Videobilder zu sehen bekommen.

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    Zitat von Figment

    Larry hast den Flug schon gebucht ? Wolltest doch gehen bei einer Finalteilnahme. :wink:

    Nein, habe die Zeit schon verplant!

    Es kommt noch Besuch von der Pinnwand hier, gehen wir halt zum Playoff der Panthers!

    Werde weiterhin "Live" aus Florida dabei sein, nicht ganz das selbe, aber ich weiss ja wie es ist! :suff:

    Wünsche allen viel Spass im Final, und bringt Gopfertelli den Chübel nach Züri! :cool:

    Mit einer Gala in den Final

    Die ZSC Lions liessen dem EVZ keine Chance mehr und greifen erstmals seit 2008 nach dem Titel

    VON SIMON GRAF

    ZÜRICH Und plötzlich ist Zürich zu einer Eishockeystadt geworden. 29 Heimspiele brauchte es, damit das Hallenstadion mit 11 200 Zuschauern erstmals in dieser Saison ausverkauft war. Doch jene, die sich zum ersten Mal an einen ZSC-Match verirrten, mussten es nicht bereuen. Spätestens ab dem Mitteldrittel setzte auf den Rängen Festlaune ein. Die Zürcher hatten mit drei Toren innert knapp sechs Minuten von 1:0 auf 4:0 erhöht, der EVZ fügte sich in die Niederlage und hatte nicht einmal mehr die Kraft oder Lust für Scharmützel.

    Zuletzt siegten die ZSC Lions 5:1 und zogen damit ohne Niederlage in den Final ein – etwas, das ihnen in den drei Jahren zuvor schon Davos, Bern und Kloten vorgemacht hatten.

    Der Unterschied ist, dass die Zürcher von Rang 7 aus als Aussenseiter und ohne viel Kredit ins Playoff gestiegen waren. Doch diese Mannschaft ist im März immer stärker geworden. Mit 13:4 Toren eliminierte sie zuerst Davos, gegen den EVZ erzielte sie nun ein Gesamtskore von 17:5. Die wohl besten Offensivteams der Liga fanden gegen die ZSC Lions im Playoff keinen Weg mehr zum Tor. Topskorer Brunner, der in den letzten Wochen intensiv von NHL-Scouts beobachtet wurde, brachte es im Halbfinal nur auf drei Assists, die Kanadier Holden und Metropolit auf je ein Zuspiel. Und in Spiel 4 wurde schnell klar, dass sich das Bild nicht mehr ändern würde. Die Zürcher hatten angekündigt, das Spiel mehr in die Hand zu nehmen, hielten Wort und brachten die Zuger oft schon in der eigenen Zone in Verlegenheit.

    Die Dämme brachen beim EVZ wieder im Mitteldrittel

    Das Unheil nahm für den EVZ in der 11. Minute seinen Anfang, als Helbling einen Konter lancieren wollte, mit seinem überhasteten Pass aber Kurmann traf und der Puck zu Bärtschi gelangte. Und der Flügel, der im März zu einer Hochform gefunden hat, traf mit seinem achten Playoff-Tor zum 1:0. Es war nicht die erste unglückliche Szene Helblings, der unter anderem in Spiel 3 Ambühls Overtimetor mit einem missglückten Befreiungsschlag vorbereitet hatte. Die Dämme brachen beim EVZ dann wie schon in Spiel 1 im Mittelabschnitt, als der erneut vor Tatendrang strotzende Ambühl (29.) und Schäppi (33./35.) auf 4:0 erhöhten. Für das Highlight des Spiels sorgte Jungcenter Schäppi mit seinem kühl verwandelten Penalty zum 3:0.

    Die Ausgeglichenheit sei das entscheidende Plus gegenüber dem EVZ gewesen, meinte Schäppi danach. Es sei eigentlich unerheblich gewesen, wer auf dem Eis gestanden sei. Bob Hartley geriet ins Schwärmen, wenn er auf die Leistungen seiner unerfahrenen Center Schäppi, Cunti und Baltisberger zu sprechen kam. «Sie machten einen hervorragenden Job. Und das gegen Gegner mit NHL-Vergangenheit.» Ein gutes Zeichen ist, dass sich bei den ZSC Lions ein starker Schweizer Kern herausgebildet hat. Von den 17 Toren im Halbfinal wurden nur deren 3 von Ausländern erzielt.

    Die ZSC Lions, die erstmals seit 2008 in den Final einzogen, haben im Playoff bislang eine der bemerkenswertesten Geschichten geschrieben. Doch abheben mochte ihr Trainer deswegen noch nicht. Auf die Frage, was er zu seinen Spielern nach dem Triumph gesagt habe, antwortete er trocken: «Dass sie nicht vergessen dürfen, die Uhr vorzustellen.»

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    BRENNPUNKT

    Die ZSC Lions wie 2008

    Simon Graf

    Die ZSC Lions orientierten sich im aktuellen Playoff an einem biblischen Sprichwort: «Die Letzten werden die Ersten sein.» Sie quälten sich durch die Qualifikation und landeten weit hinter den Erwartungen auf Rang 7. Doch nun, da der Titel ausgespielt wird, deklassierten sie die Topteams. Nach dem HC Davos eliminierten sie im Halbfinal auch den EV Zug mit 4:0 – und damit die Nummern 1 und 2 ohne Niederlage. Zwei solch spektakuläre Favoritenstürze nacheinander hatte zuvor noch niemand geschafft.

    Eigentlich pflegen Coaches zu mahnen, man könne im Playoff nicht einfach den Schalter umdrehen. Doch wie schafften es die Zürcher? Die Parallelen zu 2008, als sie von Rang 6 aus letztmals Meister geworden waren, sind augenfällig. Damals wie nun hatte ihre Aufwärtstendenz schon vorher eingesetzt. Auf leisen Kufen gewannen sie sieben der letzten zehn Spiele der Regular Season. Hatten sie sich vorher keine Mühe gegeben? Wer ihre verzweifelten Bemühungen beobachtet hatte, kommt zu einem anderen Schluss: Das Team hatte Zeit gebraucht, um sich an den Stil und das Konzept des neuen Coaches Bob Hartley zu gewöhnen.

    In den ersten Monaten wirkten die Spieler verunsichert

    und darauf bedacht, vor allem keine Fehler zu begehen. Doch allmählich verinnerlichten sie die Ideen ihres Chefs. Hartley ist kein angenehmer Trainer, sondern einer, der immer fordert. Die jüngste Entwicklung zeigt: Er war genau der Richtige, um die Leistungskultur wieder zu etablieren. In den Final dürfte den Zürchern der SC Bern folgen, der gestern seinen ersten Matchpuck verpasste. Es wäre eine neue Finalpaarung. Und eine attraktive.

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    He Sandro: Es isch morge am foifi und Du häsch de Matchbricht nonig gmacht???? Bisch am :suff: ???? ;)

    Wenn ich "Ausverkauft" sage nehme ich das Ticketing von der Webseite bzw. schalte auf "0".

    Diese paar verquetschten Tickets verschenke ich via Radio 24 oder gebe sie an der Abendkasse an Leute die noch nach Tickets fragen.

    Aber so :roll:

    Zitat von snowcat

    schon, aber fink war ein trainer am anfang der karriere. da macht die schweiz schon sinn. skibbe hat immerhin die deutsche nati als co und als cheftrainer lüdenscheid, frankfurt, leverkusen und die herta hinter sich...

    gruess roli c.

    Hier machen sich einige falsche Hoffnungen auf einen "Erfolgstrainer".

    Einer mit Rang und Namen kommt nie zum FCZ, dafür ist Zürich als Adresse schlicht nicht gut genug!

    Wie Roli sagt könnte man einen BuLi Spieler verpflichten, der seine Trainerkarriere lancieren will.

    Oder man nimmt einen dieser Trainer, die in der Schweiz die Runde machen, sprich, überall entlassen werden, aber nirgens Erfolg haben (VP, Forte, Fringer, etc.).

    Zitat von Zesi 05

    Wieso schreibst du (auch auf der ZSC-Seite), dass das Stadion voll ist, obwohl man noch Tickets kaufen kann? Wenn das natürlich auf der Startseite steht, gehen die Leute gar nicht mehr auf die Ticketverkaufsseite. :roll:

    Scheint ein Software Fehler zu sein:

    Wenn du die 102 Tickets die es im Sektor Nord noch zu geben scheint auswählen willst kommt überall 0.

    Feuerwerk und eine Liebeserklärung

    Die ZSC Lions geben sich vor dem Spiel der ersten Finalchance konzentriert und selbstbewusst.

    Von Simon Graf, Zürich

    Als die ZSC Lions in den frühen Morgenstunden des Freitags nach ihrem zweiten Sieg in Zug nach Oerlikon zurückkehrten, wurden sie an der Siewerdtstrasse von einer Fanschar empfangen. «Sie sangen, tanzten und brannten sogar Feuerwerke ab», erzählte Bob Hartley schmunzelnd. «Die Leute leben mit uns mit. Ich freue mich schon aufs nächste Spiel im Hallenstadion.»

    Der Kanadier hatte sich tags zuvor auf der ZSC-Website mit einer Video-Liebeserklärung an die Fans gerichtet. Er hofft auf ein mit 11 200 Zuschauern erstmals ausverkauftes Hallenstadion. In Spiel 4 gegen Davos hatten 179 Besucher gefehlt. Heute sollen zudem 4000 Wunderkerzen ans Publikum abgegeben werden.

    Bei aller Euphorie mahnte der ZSCCoach: «Wir dürfen uns nicht ablenken lassen, müssen uns auf unseren Job konzentrieren.» Seine Botschaft scheint anzukommen. So sagt Steve McCarthy, einer der Marathonmänner in der Abwehr, ganz nüchtern: «Ob wir gewinnen oder verlieren – tags darauf gehen wir mit der gleichen Einstellung wieder an die Arbeit. Es ist schön, dass es nun so gut läuft. Aber wir mussten in dieser Saison auch schon einiges wegstecken.»

    Nach allem, was das Team durchgemacht habe, sehe er keine Gefahr, dass es den Boden unter den Füssen verliere. Der Kanadier, der immer noch im Swissôtel logiert und via Skype mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, die in Chicago leben, Kontakt hält, würde gerne in Zürich bleiben. Doch darüber werde man erst am Saisonende reden.

    Ein Bauernsohn als Vorbild

    Für Hartley verkörpert Ambühl, der Matchwinner vom Donnerstag, die Einstellung, die er sehen will. «Ich benutze ihn oft als gutes Beispiel, wenn ich zur Mannschaft spreche», erzählte der Coach. Als er erfahren habe, dass Ambühl ein Bauernsohn sei, habe er aufgehorcht. «Schon als Juniorencoach merkte ich, dass dieses Umfeld ideal ist. Denn die Kultur der Bauern dreht sich um harte Arbeit. Bauern haben keine freien Tage. Sie arbeiten immer. Genau so ist Ambühl: Er nimmt nie eine Abkürzung. Und er hat eine unheimliche Leidenschaft. Es ist kein Geheimnis, dass er einer meiner Lieblingsspieler ist.»

    Dass der Davoser in der Overtime von Spiel 3 beim Konter als dritter Mann nach vorne stürmte, illustriere die angriffige Haltung des Teams, findet Hartley. «Wir wollen auf unseren Zehen sein, nicht auf den Fersen.» Dass sie in Zug mehrheitlich in die eigene Zone gedrückt wurden, konnten die Zürcher indes nicht verhindern. Fürs heutige Spiel kündigt Severin Blindenbacher an: «Wir werden einen Zacken aggressiver spielen, ihnen weniger Platz geben. Körperlich sind wir bereit. Man sah am Donnerstag, dass wir am Schluss noch mehr Kraft hatten. Wir müssen das Spiel in die Hand nehmen. Schauen wir, ob Zug mithalten kann.»

    Pittis fällt weiter aus

    Nicht dabei sein wird Domenico Pittis. Der Kanadier humpelte gestern nach der Physiotherapie zu seinem Auto. Einsätze scheinen bei ihm vorderhand nicht denkbar – zumindest nicht mehr im Halbfinal. Sicher wird der Kanadier, der noch keinen Vertrag besitzt und im Playoff seinen Wert demonstrierte, alles daransetzen, nochmals spielen zu können.

    Falls sich die ZSC Lions und der SCB heute für den Final qualifizieren sollten, würde dessen Beginn auf den kommenden Donnerstag vorgezogen. Kompliziert würde es, wenn die Halbfinals nach fünf Spielen vorbei wären – dann würde wieder eine Terminkollision im Hallenstadion drohen (TA vom 13. März). Und die Zürcher wären dann auf einen kulanten SCB angewiesen.

    Nicht so weit reicht der Horizont von Zugs Doug Shedden. Seine Bilanz von 2 zu 15 Siegen in NLA-Halbfinals bezeichnet er selbst als «peinlich». Und er sagt: «Ich würde gerne sehen, wie die ZSC Lions auf eine Niederlage reagieren.» Diesen Gefallen wollen sie ihm freilich nicht tun.

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    Wenn wir schon Geld in den Nachwuchs stecken sollte auch einer da sein der was daraus macht!

    Und ansonsten:

    Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern? (Konrad Adenauer)

    Habe ähnliche Probleme:

    Soll ich zwischen zwei Besuchen die noch kommen einen Road Trip nach Nashville machen, um Roman Josi zu sehen und die Cowboy Stimmung im Stadion, oder doch lieber hier bleiben und am Pool den Z im Final verfolgen?

    Grübel, grübel und studier.... :gruebel:

    Zitat von Rangersfan

    Was auch immer noch passieren wird in diesen Playoffs, Bob Hartley war sicher ein absoluter Gluecksgriff fuer den Z.

    Es ist famos wie die Mannschaft eingestellt ist, wie gut sie organisiert ist in der Defensive und wie sie unglueckliche Situationen wegsteckt. Im ersten Spiel war der harte Ausschluss von Pittis. Gestern die Verletzung von Pittis und das fluke goal zum Ausgleich im duemmsten Moment.

    Zudem hat er eine Leistungskultur unabhaengig vom Namen, Gehalt oder Alter eingefuehrt.

    Gerade rechtzeitig haben es die Spieler auch noch begriffen....denn am Anfang war doch das eine oder andere gemoser zu hören....aber: Ende gut, alles gut!

    Hoffe einfach, er bleibt länger, denn mit DER Nachwuchsabteilung im Rücken ist ein Coach der den Blick für junge Talente hat und sie auch einsetzt ein Glücksfall.

    Verfolge die Karriere von Ambühl schon seit er ein kleiner Junge war.

    Gibt immer 100%, kann gar nicht anders, der Andres. :wink:

    Hätte es sich einfach machen können und wieder zurück nach Davos gehen, doch er wollte mal was anderes sehen.

    Cooler Typ, ich hoffe er bleibt uns noch lange erhalten! :cool: