Beiträge von Larry

    Trainerdasein Als Nothelfer einzuspringen, muss keine undankbare Aufgabe sein. Mich und meine Familie hat es nachhaltig geprägt. Von Kent Ruhnke*

    Wie die ZSC Lions unser Leben veränderten

    Wenn Sie den Film «Zurück in die Zukunft» gesehen haben, wissen Sie, wie ich mich derzeit fühle. Ich komme mir vor wie auf einer Zeitreise, zurück in die Kleinstadt Olten, wo ich vor fast 25 Jahren coachte. Nichts hat sich hier verändert. Die Garderobe ist noch exakt die gleiche, die Eishalle ist immer noch dunkel, kalt und feucht, die Menschen schleichen wie früher in diesem permanenten Dunst durch das Stadion, und ich erkenne Hunderte Gesichter wieder, die einfach ein bisschen älter geworden sind. Viel Wasser ist seitdem unter der überdeckten Holzbrücke, die zur Altstadt führt, durchgeflossen. Doch dieser Ort und seine Menschen scheinen zeitlos.

    Aber nichts bereitete mich auf meinen zweiten Abend hier vor. Ich spazierte die Aare entlang, um meine Frau Barbara am Bahnhof abzuholen, und unweigerlich musste ich daran denken, wie unser damals zweijähriger Sohn Corey in den eisigen Fluss gefallen war und ich ihm hinterher hetzte, als er im Wasser davontrieb. Zum Glück konnte ich ihn noch an seinem Kragen fassen und in Sicherheit ziehen. Schon bald gelangte ich zum Eingang des Bahnhofs, wo eine Gruppe Obdachloser im Kreis stand. In ihren Händen hielten sie Feldschlösschen-Dosen, und ihre Hunde bellten bei jeder Bewegung, die sie vom Fluss her aus dem Dunkeln wahrnahmen.

    Treffen mit den Obdachlosen

    Einige aus dieser Menschengruppe drehten sich in meine Richtung, und meine Augen trafen die eines langhaarigen Kerls. Wir erkannten uns sofort wieder. Ich konnte mich sogar an seinen Namen erinnern. Und er und seine Kollegen begannen, «Kent Ruhnke»-Sprechchöre zu intonieren. Ich machte halt und schüttelte jedem die Hand. Sie boten mir sogar ein Bier an (ich lehnte höflich ab). Könnte so etwas in Zürich oder in London oder in meiner Heimatstadt Toronto passieren? Ich glaube nicht. Diese unverfälschte Menschlichkeit macht den Charme dieser Kleinstadt aus.

    Hier in Olten erinnern sich die Fans gerne an die besseren Zeiten ihres Eishockeyklubs, und ich habe das Glück, dass ich mit jenen assoziiert werde. Ich werde auf der Strasse ständig angesprochen, viele möchten mit mir plaudern wie mit einem alten Freund. Natürlich gefällt mir das, doch tief in mir drin weiss ich, dass es unmöglich ist, den grossen Erfolg zu wiederholen, den wir hier gegen Ende der Achtzigerjahre hatten, als wir es auf Rang 5 schafften. Es dürfte eine meiner schwierigsten Aufgaben sein, die Erwartungen zu managen. Aber ich muss den Fans auch wieder Hoffnung geben und dem Team Mut und Kampfbereitschaft entlocken.

    Die kranke Berner Mannschaft

    Jeder Geschäftsmann wird Ihnen sagen, dass es in der Regel so viel Zeit braucht, ein kriselndes Unternehmen wieder an die Spitze zu führen, wie dessen Fall gedauert hatte. Natürlich habe ich diese Zeit nicht. Entscheidend ist, dass wir uns nicht auf die Resultate konzentrieren, sondern auf den Prozess, hier wieder etwas aufzubauen. Ein strauchelndes Team ist meist entweder krank oder defekt. Und manchmal hat es auch genug von seinem Trainer und hört einfach auf, Eishockey zu spielen.

    Als ich im Januar 2002 den SC Bern übernahm, traf ich auf ein krankes Team. Die Garderobe war in Unordnung geraten – im übertragenen Sinne. Es gab Cliquen, kulturelle und sprachliche Spannungen und untrügliche Zeichen, dass gewisse Spieler gemobbt wurden. Als ich 1998 die ZSC Lions im Abstiegskampf übernahm, war die Mannschaft defekt. Sie war nur noch eine Ansammlung von Individualisten, die nicht wussten, wer sie waren, wohin sie trieben und wieso.

    Teams können schnell genesen

    In beiden Fällen hatte ich den Luxus einer Olympiapause im Februar. Ich konnte da intensiv trainieren lassen, an der Fitness und an technischen Details arbeiten. Zürich war die viel heiklere Aufgabe. Wir schafften es noch knapp, uns zusammenzuraufen und die Liga zu halten. Es ist aber auch immer wieder erstaunlich, wie schnell Mannschaften genesen können, wenn man die Kabine «aufräumt». Die ZSC Lions und der SCB waren beide zwei Jahre später Schweizer Meister.

    Ich traf am Vormittag des 30. Dezembers 2011 in Olten ein, am Tag eines Meisterschaftsspiels. Ich fragte meinen Landsmann Tyler Redenbach, ob er spielen könne. Er lehnte ab mit der Begründung, seine Zukunft liege in Skandinavien und er wolle sich nicht noch verletzen. Die Mannschaft, das wurde mir schnell klar, war offensichtlich defekt. Am Abend wurde Marty Sertich auch noch Opfer eines Stockschlags und erlitt einen komplizierten Bruch seines Ringfingers. Können Sie sich vorstellen, dass er das ganze dritte Drittel absolvierte, obschon ein Knochen aus seinem Finger hervorragte? Autsch. Krank war dieses Team also auch noch.

    Die erste Regel für einen Nothelfer ist, dass die Mannschaft immer in einer schlechteren Verfassung ist, als man glaubt. Und man muss einsehen, dass man zuerst noch eine Weile unten herumdümpeln muss, bis es besser wird. Dazu braucht es Nerven aus Stahl. Die erste Frage, die mir der Reporter von Radio DRS stellte, war: «Wieso übernahmen Sie diesen undankbaren Job?» Undankbar? Eigentlich ist es ein Job, bei dem man sehr viel gewinnen kann. Denn man trifft auf 25 Spieler, die sich in der Wildnis verirrt haben und sich nach einem Wegweiser und einer Chance auf den Erfolg sehnen. Wenn man die Kommunikation sucht, kommt schnell wieder Leben in eine Garderobe, und die Spieler erlangen ihr Selbstvertrauen wieder.

    Jener kalte Abend in Herisau

    Ich erinnere mich noch gut an jenen kalten Abend im März 1998, als wir mit den ZSC Lions den SC Herisau 2:1 schlugen und den Abstieg verhinderten. Christian Weber, Martin Kout, Patric Della Rossa und Zesi Zehnder kreisten mich nach unserer Rückkehr ins Hallenstadion ein und baten mich zu bleiben. Ich flog nach Kanada zurück und überzeugte meine Familie, in die Schweiz zurückzukehren. Und nun sind alle meine drei Kinder Schweizer, alle haben gute Jobs, und meine älteste Tochter wird bald einen Schweizer heiraten.

    Mein, unser Leben wäre ganz anders verlaufen, wenn mich meine ZSC-Spieler nach jener Partie nicht gestellt hätten. Sie hatten geschätzt, was wir zusammen erreicht hatten, und sie wollten noch mehr davon erleben. Damals konnte ich nur darauf hoffen, dass die Zukunft besser würde. Aber besteht darin nicht die Aufgabe von Leaderfiguren?

    * Der Kanadier Kent Ruhnke (59) wirkt seit Ende Dezember als Nothelfer beim EHC Olten, den er 1988 in die NLA führte und dort zeitweise an die Spitze. Er wurde mit Biel (1983), den ZSC Lions (2000) und dem SCB (2004) Meister.

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    Millionen für Hardturm – dank «Schlaumeierei»

    Der Regierungsrat unterstützt den Bau des Hardturms mit Geld aus dem kantonalen Sportfonds – und umgeht damit das Parlament. Zum Ärger bürgerlicher Kantonsräte. FCZ-Präsident Ancillo Canepa hat von den Plänen nichts gewusst.

    Von Stefan Häne und Benno Gasser


    Zürich – Der Kanton Zürich will 8 Millionen Franken an das geplante Fussballstadion Hardturm bezahlen. «Wir glauben, dass Zürich ein richtiges Fussballstadion braucht», sagt Regierungsrat Mario Fehr (SP). Stadtrat Gerold Lauber (CVP) begrüsst dieses Engagement.

    Die Finanzspritze ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: Das Stadion muss sich für den Breiten- und Amateursport öffnen. Unter anderem sollen im Hardturm der Fifa Youth Cup und die Finals der Stadtzürcher Schüler-Fussballmeisterschaften ausgetragen werden sowie Kinder und Jugendliche mit GC- und FCZSpielern trainieren. Geplant sind zudem Vorbereitungstrainings von Nachwuchsund Frauenteams der beiden Fussballklubs. Diese beiden Meisterschaften finden heute in den städtischen Anlagen Hardhof und Buchlern statt.

    Stadion überbelegt?

    «Wir haben über dieses Thema mit den Klubs diskutiert», sagt Lauber. Im Spielplan gebe es Lücken, die sich füllen liessen. Die Klubs selber hätten ein grosses Interesse an solchen Anlässen, um Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Laubers Aussage steht im Kontrast zur Reaktion von FCZ-Präsident Ancillo Canepa: «Ich höre zum ersten Mal von diesen Plänen.» Canepa hält diese für nicht umsetzbar, weil der geplante Naturrasen viel Pflege brauche und nicht überstrapaziert werden könne.

    Laut Canepa werden der FCZ und GC das Stadion während mindestens zehn Monaten im Jahr beanspruchen. Wie viele Tage das Stadion durch die geplanten Breitensport-Anlässe besetzt sein wird, ist offen. Der reguläre Spielbetrieb, so versichert Lauber, werde aber nicht tangiert. Der kantonale Sportminister Fehr betont, andere BreitensportProjekte würden unter der Hardturmbeteiligung nicht leiden. «Beim heutigen Stand des Fonds von 94 Millionen Franken können wir uns den Beitrag ans Zürcher Stadion leisten.»

    Kein Geld vom Bund

    Der Weltfussballverband Fifa wollte den Bau des 150-Millionen-Projekts ebenfalls unterstützen – mit 20 Millionen Franken. Weil die Stadt aber auch Stehplätze plant und die Fifa sich für reine Sitzplatzstadien starkmacht, hat der Verband seine Unterstützung für das Projekt zurückgezogen. Die Stadt erhält das Fifa-Geld trotzdem, muss es aber für den Breitensport verwenden. Es fragt sich somit, ob Zürich dank der geplanten Breitensport-Aktivitäten im Stadion die Fifa-Gelder nun für den Stadionbau verwenden kann: «Das wäre nicht lauter», sagt Lauber. «Selbstverständlich halten wir uns an die Vorgaben der Fifa.» Vielmehr will das Sportamt bis Ende Monat der Fifa aufzeigen, wie die 20 Millionen Franken investiert werden sollen. Infrage kommt zum Beispiel, die Naturrasenplätze der bestehenden Anlagen in allwettertaugliche Kunstrasenplätze zu verwandeln.

    Auf Bundesgelder kann Zürich für sein Stadion nicht hoffen. Laut Hansjörg Birrer, Projektleiter beim Bundesamt für Sport, erfüllt die Fussball-Arena die notwendigen Kriterien nicht. Bundesgelder erhalten nur Stadien von nationaler Bedeutung. Das Hardturmstadion mit einer Kapazität von 19 500 Zuschauern erfüllt die Vorgaben nicht.

    «Der Sport ist die neue Religion»

    Im Kantonsrat kommt das Vorgehen der Regierung nicht gut an. GLP-Fraktionschef Thomas Maier wirft ihr vor, den Betrag nicht an klare Bedingungen zur Stadionsicherheit geknüpft zu haben. Maier verweist auf eine Interpellation zum Thema Hooliganbekämpfung, deren Antwort die Regierung gestern veröffentlicht hat (siehe Text oben). Darin lässt sie indirekt Zweifel am Sicherheitsgrad von Stehplätzen anklingen: «Sitzplätze», schreibt sie, «erleichtern die Identifizierung und damit auch die Entanonymisierung.» Maier findet es «total unverständlich», dass die Regierung mit dem Hardturm nun just ein Stadion mit Stehplätzen unterstützt. CVP-Fraktionschef Philipp Kutter setzt ein Fragezeichen hinter die Absicht der Regierung, den Breitensport zu fördern: «Mit einigen Trainings von Junioren mit FCZ-oder GC-Spielern ist es nicht getan.» Kutter erwartet einen «klaren Gegenwert». FDP-Fraktionschef Thomas Vogel spricht von einer «Schlaumeierei»: Die Regierung hätte seiner Ansicht nach dem Kantonsrat einen ordentlichen Kreditantrag stellen müssen. «So entsteht der Eindruck, dass sie das Geschäft am Parlament vorbeischleusen wollte.»

    Support erhält der Regierungsrat aus linken Kreisen. «Es ist sinnvoll, dass sich der Kanton beteiligt, da der Hardturm weit über die Stadt Zürich hinausstrahlt», sagt Fraktionschef Raphael Golta. Der Sportfonds sei die richtige Quelle: Der FCZ und GC investierten viel in die Nachwuchsförderung. Just an dieser Mentalität stört sich SVP-Kantonsrat Claudio Zanetti: «Der Sport ist die neue Religion, die Stadien sind die Kathedralen unserer Tage.» Da sei es politisch offenbar nicht mehr opportun, kritische Fragen zu stellen, etwa hinsichtlich der Finanzlage des Kantons.

    Analogie zum Landesmuseum

    Trotz geballter Kritik: Das Parlament hat zur Beteiligung des Kantons nichts zu sagen. Grund dafür ist eine Diskrepanz im Gesetz über Controlling und Rechnungslegung: Im Lotteriefonds, einem weiteren Fonds für wohltätige und gemeinnützige Zwecke, ist genau geregelt, welche Beträge die Regierung in Eigenregie ausgeben darf: bis zu 500 000 Franken pro Vorhaben und insgesamt bis 10 Millionen Franken pro Jahr. Beim Sportfonds hingegen fehlen solche Limiten – daraus schliesst der Regierungsrat, dass er so viel ausgeben kann, wie er will. Bürgerliche Parlamentarier fassen nun eine Gesetzesanpassung ins Auge.

    Nicht zum ersten Mal gibt ein Mangel an Mitsprache bei einem Fonds zu reden. So musste der Kanton Zürich den Beitrag aus dem Lotteriefonds an die Erweiterung des Landesmuseums – 20 Millionen Franken – dem fakultativen Referendum unterstellen. Zu diesem Urteil gelangte das Bundesgericht im Frühjahr 2010 nach einer Stimmrechtsbeschwerde von Christian Gutekunst. Dieser hatte erfolgreich argumentiert, der Lotteriefonds werde missbraucht, um ein politisch umstrittenes Vorhaben am Referendum «vorbeizuschmuggeln».

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    Zitat von Reto


    Mal schauen, wie's weiter geht...

    Also, han jetzt trotzdem es paar Folge glueged, chan mer ja hüt mit dene TV Wahnsinnspaket mache wänn mer grad Lust häd.

    Es isch nüme lustig! :sad:

    Das wars! :winke:

    Zitat von 007


    PS: Frau Kohn wird in der Leventina aufblühen. Dieses Tal ist sicher der Traum jeder amerikanischen Frau...

    Lebt ja niemand in Ambri!

    Meist wohnen sie in Bellinzona, und das Tessin hat schon seinen Reiz!

    Schubiger

    Alte Zeiten mit Charly Schlott

    Schubiger schlummerte vor sich hin. Er stellte sich vor, wie es jetzt zu Hause wäre. Er läge auf dem Sofa. Vielleicht stünde ein Glas Rotwein neben ihm. Vielleicht würde Frau Schubiger bei ihm sitzen, ein Buch lesen, vielleicht sogar seine Füsse massieren. Ganz sicher schliefen die kleinen Schubigers bereits. Und aus dem Radio würde Walter Scheibli exklusiv live für ihn berichten.

    Es war alles ganz anders. Schubiger sass exklusiv live auf den oberen Rängen des Hallenstadions. Und er hatte sich aus innerem Protest vom Match gegen Biel verabschiedet. Bei ihm war Schneider, der eine SMS in sein Handy tippte. Bei ihm waren auch die Hürlimanns. Beide hielten einen Becher Bier in der Hand und schauten in die Tiefe.

    Sie erlebten einen unerwarteten Tiefpunkt, nachdem der Abend mit einem unerwarteten Höhepunkt begonnen hatte. Charly die Stimme Schlott war am Mikrofon. «Das ist wie früher gegen Ajoie», sagte Schubiger, «Kampf am Strich mit Schlott und 8237 Zuschauern am Dienstag. Mir fehlen nur noch Leo Cadisch, Fredi Marti und Moe Lemay.»

    Der jüngere Hürlimann stimmte ein in den Kanon. Ob ihm diese Ausgangslage erlaube, eine Zigarette anzuzünden, fragte er. «Wo verspricht eigentlich Bernd Böhme jetzt, dass bald bessere Zeiten kommen?», wollte Schneider wissen, während der ältere Hürlimann schon davon ausging, dass Rolf Simmen oder wenigstens Daniel Riesen im Tor steht, wenn nächstens die Mannschaft aus den Katakomben auftaucht.

    Die Vergangenheit hielt die Runde bis weit ins Mitteldrittel hinein bei Laune. Schubiger erinnerte an euphorische Fahrten, die in Olten, Ambri oder Biel mit Saison-Auftaktniederlagen endeten. Der jüngere Hürlimann liess die unüberlegten Sturmläufe Cesi Zehnders und den Slapshot von Adi Hotz hochleben. Für Schneider ging nichts über die magischen Momente mit Wladimir Krutow. Der ältere Hürlimann schwärmte von Andi Wittmanns Leuchtstock und Sergei Prijachins Künsten entlang der Bande.

    Dann aber, beim 2:3, 2:4 und 2:5, war ihnen die Vergangenheit plötzlich näher, als ihnen lieb sein konnte, und löste Funkstille aus. Als sie vom Match erlöst waren und sich aufrafften für den Heimweg, sagte Schneider: «Früher hat es irgendwie mehr Spass gemacht.» schubiger@tages-anzeiger.ch

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    So, der erste NHL Besuch diese Saison steht:

    Habe via StubHub Tickets gekauft für Panthers vs. Senators am 4. März.

    Preis pro Ticket $ 27.-, war noch nie so billig an einem NHL Spiel.

    Ganz oben hätte es Tix für $ 7.- gehabt.... :razz:

    Ein Kumpel mit Frau kommt zu Besuch, gehen wir zusammen ans Game! :cool:

    (Champs: Mit em St.W.!)

    Zitat von vancouver

    Langsam komme ich zur Ueberzeugung dass 1 Kolnik in Bestform nicht reicht !


    Juraj Kolnik spielte sich bei den Junglöwen in Form, setzte aber keine Akzente.

    :nixwiss:

    Suche nach dem Scheunentor

    Enttäuschende ZSC Lions unterlagen Biel 2:5, Chancenauswertung und Disziplin waren miserabel.

    Von Philipp Muschg

    Am Ende nützten alle Anstrengungen nichts mehr. Über dreieinhalb Minuten vor Schluss beorderte ZSC-Coach Bob Hartley Goalie Flüeler vom Eis, er liess sein Team 56 Sekunden lang mit sechs gegen drei Feldspieler Powerplay spielen, er nahm ein Time-out. Heraus kam, wie bei jeder anderen Zürcher Druckphase an diesem Abend: nichts. Zumindest für die Lions. 14 Sekunden vor Schluss schoss Bordeleau das 2:5 und besiegelte damit die erste ZSC-Niederlage gegen Biel seit dem 14. Dezember 1993.

    Der Speaker an jenem Abend war derselbe wie gestern. Der inzwischen 77-jährige Charly Schlott, eigentlich zurückgetreten, wirkte noch einmal am Mikrofon. Sein Abschiedsgruss an die Zuschauer passte zum Gebotenen. «Ja, meine Damen und Herren», schloss Schlott, «unterhaltsam wars – den Rest zu kommentieren steht mir nicht zu.»

    Diesen Luxus hatten andere nicht. Hartley wurde nach der Partie in der Kabine laut und machte zwei Zürcher Grundübel aus: Chancenauswertung und Disziplinlosigkeit. «Wir hätten heute kein Scheunentor getroffen», resümierte er das Abschlussvermögen seines Teams. «Wir haben ihnen das Spiel mit dummen Strafen geschenkt», kommentierte er das Defensivverhalten.

    Tatsächlich bestach das Bieler Powerplay mit seinem Wirkungsgrad. Beim 0:1 gewann Miéville ein Bully gegen Pittis klar, und Bordeleau beendete eine Strafe Ambühls nach nur drei Sekunden (2.). Dem 2:3 durch Beaudoin war ein Doppelausschluss von Seger und Blindenbacher vorausgegangen (31.). Und beim 2:4 erlebte wieder Blindenbacher von der Strafbank aus, wie Spylo mit einem ziemlich spekulativen Drehschuss für die Vorentscheidung sorgte. Biel spielte nicht schön, aber ungemein effektiv.

    Berra ist Biels Versicherung

    Von den Zürchern kann man das nicht sagen. Ihr Powerplay, statistisch schon das klar schwächste der Liga, blieb seinem Ruf nichts schuldig – auch wenn es schön anzuschauen war. Immer wieder endeten die Angriffe in der vielbeinigen Bieler Abwehr oder am überragenden Reto Berra, dank dem die Seeländer die wenigsten Gegentreffer der Liga erhalten haben. Auch Solovorstösse wie jener von Monnet (10.) oder Down (38.) waren sichere Beute des einstigen GCK-Goalies.

    Sinnbildlich für den Abend der Zürcher waren die Leistungen von Severin Blindenbacher und Blaine Down. Der Nationalverteidiger traf in der 21. Minute nur den Pfosten, gehörte zum Stammpersonal des zahnlosen Lions-Powerplays und erlebte zwei Gegentreffer von der Strafbank aus. Während Blindenbacher Gelegenheit zur Steigerung bekommen wird, sieht die Situation beim Kanadier Down anders aus. Sein Beitrag im Sturm neben Tambellini und Cunti war minimal, und beim Partnerteam GCK debütierte bereits der designierte Ersatz Kolnik.

    Ein Grund für den Slowaken, sich den ZSC Lions anzuschliessen, waren deren Playoff-Perspektiven. Die Niederlage gegen Biel war diesbezüglich kein gutes Zeichen: Der Vorsprung auf die achtplatzierten Seeländer ist auf 2 Punkte geschrumpft, Servette und die PlayoutRänge sind noch 9 entfernt. Hartleys Team muss sich weiter beweisen.

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    Schön dass es noch einen Fan von Down gibt! :razz:

    Der Name ist Programm! :rofl:

    PS: Sorry aber es geht bei der Down Diskussion nie um die Person Down! Man schlägt den Sack und meint den Esel!

    Zitat von snowcat

    - für den fcz gehts sehr wohl noch um was, nämlich um platz 3, im optimalfall gar um platz 2. es sind nur 6/10 punkte rückstand. allerdings müsste dazu ein teil der transfererlöse in neue spieler investiert werden. in neuenburg hats noch interessante schnäppchen....

    Glaubsch immerno drah???

    Zitat von jever

    Es ist nicht die "Schuld" von Blaine Down, dass er beim ZSC spielt. Ich habe Hochachtung vor ihm, dass er es vom Farmteam zum Championsleague-Sieger gebracht hat. Gedanken müssten sich Andere machen.

    Hat ja auch niemand gesagt!

    Man kann es mit Mehmedi/Kiew vergleichen:

    Die Fans dort werden ev. eines Tages, nachdem er ein, zweimal (oder nie!) gespielt hat, sagen: Was für eine Pfeiffe wurde da für viel Geld geholt?

    So ist es, wir müssen aber Down auch nicht dankbar sein, sorry, ist sein Beruf!

    Der Einstand

    Kolnik als Junglöwe

    (sg.)

    Für Juraj Kolnik (31) zeichnet sich ein Engagement bei den ZSC Lions immer mehr ab. Seine Aufbauphase wurde bis zum 25. Januar verlängert, und in dieser soll er auch zu Matchpraxis kommen. Wenn alles Administrative klappt, tritt er schon heute an – allerdings nicht im Hallenstadion gegen Biel, sondern bei den GCK Lions im Heimspiel gegen Ajoie. Sportchef Edgar Salis sagt zu Kolnik: «Es ist schon unser Ziel, dass wir eine gemeinsame Zukunft haben.» Der Slowake ist ein weiterer prominenter Spieler im GC-Dress nach (einst) Phil Housley, Hannu Virta, Mika Nieminen, Christian Ruuttu oder natürlich Ari Sulander.

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    Man sollte nicht vergessen, dass die Packers letzte Saison in der Regular nicht überragend waren und nur um Haaresbreite für Tampa (wegen deren Unvermögen!) in die PO's kamen!

    Dort sind sie dann durchmaschiert.

    Diesen Schwung haben sie in die neue Saison mitgenommen, aber diesmal ist die Formkurve zu früh nach unten gegangen.

    Die Giants erinnern mich etwas an die Packers von letzter Saison was dies anbelangt, und ich glaube schon dass sie auch gegen die 49ers bestehen können.