Zitat von gringo
Im Gägesatz zum Autor, bin ich nöd de Meinig, dass die Lüt, wo öpis forderet s Problem sind, sondern allefalls die, wo kei Verantwortig übernämed und s Problem wänd löse, obwohls es chönted. Mit em FC Luzern und au dere Massnahm vo gc sind aber jetzt erschti Schritt ergriffe worde. De Autor argumentiert genau eso, wie s Problem nöd wird chöne glöst werde. Er schribt, dass Fankurve z starch sind und mer da eifach nüt cha mache. Leider verstaht er nöd, dass es bis jetzt nanig probiert worde isch und erscht agfange hät. Die folgende Ussage, lönd mich bsunders am Realitätssinn vo dem Autor zwiifle:
Das kann nicht gut gehen. GC-Präsident Leutwiler fordert Spielabbruch bei Pyroeinsatz und sperrt nach den Vorfällen in Lausanne beim nächsten Heimspiel die Kurve. Beim FC Luzern werden Fahnen und Doppelhalter verboten, weil sich die Fans nicht ans Fackelverbot hielten. ---> Das gsemmer jetzt zerscht, ob das nöd cha guet gah.
Die Pyrodiskussion verkam zu einem Machtkampf zwischen Fans und Vereinsführung. Zu einem der lächerlichen Art noch dazu. ---> Was isch da dra lächerlich? Und was füre Macht händ d Fans bitteschön, ussert eifach nüme ad Spiel gah? Langfrischtig wird das nüt mache.
Wenn sich einige nicht an die Spielregeln halten, wird kollektiv bestraft. ---> Bsunders im Fall vo Luzern dörfed die andere jetzt zwar kei Fahne meh ha. Aber ad Spiel dörfeds ja immerna, singe dörfeds au und die wo nöd wänd, chömed s Gäld über. Was hät das mitere Straf z tue? Das isch einzig e Sicherheitsmassnahm. D Massnahm vo gc würkt eher wie e Kollektivstraf, das stimmt.
Den Fans, die sich zu Recht als integraler Bestandteil eines Vereins sehen, fühlen sich durch so eine Behandlung herabgewürdigt und kontern mit Provokationen, die wiederum eine härtere Gangart zur Folge haben werden. Erste Unterstützung für die Luzerner Kurvenfans gibt es nun von den Sitzplätzen. Schon 60 Saisonabo-Inhaber gaben ihre Sitzplatz-Karten zurück und wechselten aus Solidarität auf die billigeren Stehplätze. ---> Was söll füre herteri Gangart cho, wänn d Lüt kei Billet meh chaufed? Da cha en Verein doch nüt meh mache. Oder isch mit Gwaltaktione vo site vode Usgschlossene z rächne? Das wür ja nur zeige, mit was für Lüt mers da gnau z tue hät.
Der Machtkampf vertieft den Graben zwischen Führungsetage und Fans zusehends. Eine Versöhnung ist nicht in Sicht, denn die Fans wollen die Kurve «als Freiraum behalten», auf die Selbstregulierung vertrauen und sich schon gar nicht durch Strafaktionen des eigenen Vereins vergraulen lassen. ---> Ja, wieso söll das es Problem sii? Hoffetli güned d Verein de Kampf, cha ja nöd sii, dass mer, wämmer ine Kurve gaht, imene rächtliche Freiruum isch wo s Fuschträcht herrscht.
Da steht ein bunt gemischter Haufen von Tausenden von jungen Leuten, und der ist anscheinend nicht gewillt, des öffentlichen Geschreis wegen auf seine Traditionen zu verzichten. ---> Das gsemmer dänn au na mit de Ziit. Ich ha eher s Gfühl, d Fans händ kei Luscht, wäg paar wo umbedingt ihre Chopf mit ihrne Pyros wänd durestiere, nüme ad Spiel gah. Die meischte Lüt händ z wenig Sälbschtdisziplin und Konsequänz zum langfrischtig nüme ad Spiel z gah.
Vereinspräsidenten, die Fans sind euer Kapital und sie lieben euren Klub! Mit unsinnigen Drohungen und Bestrafungen löst ihr das Problem nicht, ihr erntet lediglich weitere Provokationen und Proteste. ---> Das hofft de Autor wohl, damit er lang Problem hät, wo er drüber cha schribe. Wämmer aber konsequänt isch, isch das ines paar Jahr keis Problem meh für d Verein. S Einzige, wo die usgschlossene dänn na chönd mache, isch gwaltsam versueche vorzgah und ihri Inträsse dure z setze. Und dänn gseht mer, wie erwähnt, womit mer s genau z tue hät.