Zum zweiten Mal innert Jahresfrist war man zum Playoff-Auftakt nicht bereit. Das nervt mich gewaltig! Wer sich nach einer Wohlfühloase sehnt, wird jetzt davon sprechen, dass es halt schlecht gelaufen sei und dies ein Weckruf zur richtigen Zeit war. Ich sehe aber eine andere Realität. Wenn man die Qualifikation vergisst und nur dieses eine Spiel anschaut, dann fällt auf, wie sich Lausanne auf das Wesentliche am Eishockey konzentriert hat. Sie haben solide verteidigt, den Torhüter gut abgeschirmt und vorne sich auf die Konter konzentriert. Sie haben dem ZSC keinen leichten Angriff geschenkt und das Spiel zerstört, wo es nur ging. So spielt man Playoff-Hockey! Und so knallt man den ZSC raus!
Ist die Mannschaft bereit zu akzeptieren, dass man gegen Lausanne nur gewinnt, wenn man diesen zähen Kampf annimmt? Das heisst im Klartext, dass hier wohl kaum ein Spiel mit mehr als einem Tor Vorsprung gewonnen werden wird. Dazu kommt, dass die grosse Mehrheit aller Spiele, bei denen man in Rückstand gerät, verloren gehen werden. Was im Playoff eigentlich normal ist. Man kann nicht mehr einfach mal spielen und dann so ab Spielmitte sich entschliessen, jetzt alles zu tun, das Spiel zu gewinnen. Alleine diese Einstellung zu ändern, wird extrem schwierig sein. Es ging dafür zu leicht in der Quali.
Am Donnerstag können unsere Jungs in Lausanne wohl etwas erleben. Die glauben jetzt an sich und werden sogar beginnen, das Spiel zu machen. Ich ahne ganz ganz Übles, das mich an 2009 erinnert.
Jetzt muss der ZSC gewaltig Gas geben! Gebt der Kenins-Linie dringend mehr Eiszeit.