Es hilft natürlich der Diskussion auch nicht gerade, wenn man Leuten, die anderer Meinung sind als “Ewiggestrig” oder sogar “krank im Kopf” bezeichnet.
Hab mich lange nicht mehr hier gemeldet (aber ich lebe noch Larry), aber meine Punkte zur ganzen Hollenstein Geschichte.
1. Ich werde den Transfer nicht nach sportlichem Erfolg bewerten, von mir aus kann der gute Denis auch Topscorer werden, ich finde den Transfer trotzdem falsch. Deshalb muss ich jetzt auch nicht während der Saison jeden Shift beurteilen.
2. Ich glaube das wichtigste Kriterium für einen erfolgreichen Club (nebem dem Geld, welches heutzutage ebenfalls matchentscheidend ist) ist die Identität des Clubs. Und hier laufen wir meiner Meinung nach in eine gefährliche Richtung. Ich weiss nicht für was der ZSC noch steht, abgesehen vom Erfolg.
Man kann jetzt noch argumentieren, dass man ebenfalls für die eigene Jugend steht. Wir haben aber wohl mit Flüehler, Blindenbacher, Marti, Bodenmann, Hollenstein, Wick etwa gleich viele Spieler, die von Kloten ausgebildet wurden, wie Spieler, die von uns ausgebildet wurden (vor allem sind fast alle Leistungsträger von Kloten ausgebildet.). Dies obwohl seit fast zwei Jahrzehnten 3 Mio pro Jahr in die Junioren reingesteckt wurden.
Was bedeutet dies? Ich denke, dies ist absolut kein Problem, solange der Erfolg da ist und Onkel Walti die Löcher stopft. Sollte dies aber mal nicht mehr der Fall sein und der Erfolg ausbleiben, dann würde es mich nicht wundern, wenn wir wahnsinnig ins Struddeln kommen, weil der Club keine Identität mehr hat. All die SwissLife Fans kommen, weil der Erfolg da ist, kommen aber auch nicht mehr, sollte der ausbleiben.
Von dem her, ich lebe mit diesem Transfer, wünsche mir aber, dass das ganze “Mir sind Züri” in Zukunft mehr als nur die aktuelle Marketingfloskel ist.