Beiträge von snowcat

    <woltlab-quote data-author="cm8" data-link="RE: ZSC Kader"><p>Einverstanden, der Leistungsgrundsatz soll gelten. Wenn du aber schon 13 gestandene Stürmer und 7 gestandene Verteidiger im Kader hast (vorausgesetzt niemand ist verletzt), dann müstest du schon ein Jahrhunderttalent unter den Jungen haben welcher einen von denen verdrängen könnte. Und die Pyramide kannst du dir dann auch sparen.</p></woltlab-quote>
    <p>es gibt IMMER verletzungen oder spielsperren! dann entscheiden 3 dinge, ob ein junger die chance nützt: talent, wille und geduld. und da der wille genauso wichtig ist wie das talent, muss man nicht zwingend ein jahrhunderttalent sein um die chance zu nutzen.</p><p><br></p><p>luxusprobleme! <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/nick.gif" class="smiley" alt=":nick:" height="15"></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Mushu" data-link="Corona und anderi Biersorte"><p>&lt;p&gt;Wir haben das Gesundheitssystem nicht "heruntergefahren". Wir haben ein System, welches sich viele nicht mehr leisten können und eigentliche Perversitäten entwickelten, dem tatsächlichen Bedarf angenähert. Reel haben wir immer noch ein Überangebot. Aber su kannst ein System nucht auf Extreme ausrichten. Oder hätte ein Schutz- und Rettungssystem bereitstehen sollen, welches 9/11 wie selbstverständlich gemeistert hätte?&lt;/p&gt;</p></woltlab-quote><p><br></p><p>ich rede ja nicht davon, dass gesundheitssystem bis zur perversion auszubauen. ich rede davon:</p><p><br></p><p><em>Elvira Wiegers: Das Gesundheitspersonal arbeitete schon vor der Pandemie seit langem am Anschlag. 10 000 Pflegestellen sind in der Schweiz unbesetzt. Durch die Pandemie hat sich die Situation weiter zugespitzt. Das Pflegepersonal ist körperlich wie psychisch am Rand seiner Kräfte. Viele haben deshalb während der Pandemie ihren Beruf aufgegeben und fehlen nun in der aktuellen vierten Welle.</em></p><p><em><br></em></p><p><em>Denn der Bedarf der Schweiz ist enorm. In den kommenden Jahren benötigt die Schweiz über 60 000 zusätzliche Pflegefachkräfte. Dieser sich zuspitzende Personalmangel ist nicht nur für das Personal untragbar, sondern gefährdet auch die Versorgung und die Sicherheit der PatientInnen. Deshalb muss sich Grundlegendes ändern.</em></p><p><br></p><p>ich rede also davon, die vorhandenen stellen zu besetzen, davon, die weichen für den zukünftigen personalbedarf heute schon zu stellen. sprich: dem gesundheitspersonal menschenwürdige arbeitsbedingungen (arbeitszeit, ruhezeit, lohn) zu bieten.</p><p><br></p><p>aber schon klar, solange die spitäler profitcenter sind, wird über den lohn nicht diskutiert und die quantität des personals eher am unteren rand gehalten. zusätzlich werden auch noch sinnlose operationen ausgeführt, irgendwoher muss das geld ja kommen!</p><p><br></p><p>ist wirklich nicht meine welt, obwohl ich natürlich auch in dieser lebe! gibt ja auch keine andere…<img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/traurig.gif" alt=":traurig:" title="Schade" class="smiley" height="15"></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Larry" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>Bin nicht Deiner Meinung!<img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="smiley" height="17"><img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/winkewinke.gif" alt=":winke:" class="smiley" height="15">Am DI in der Halle?<img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/bier.gif" alt=":bier:" class="smiley" height="40"></p></woltlab-quote><p></p><p>ich weiss! <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/rofl.gif" class="smiley" alt=":rofl:" height="15"></p><p><br></p><p>und ja, di halle! <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/nick.gif" class="smiley" alt=":nick:" height="15"></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Larry" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>Linker Schwachsinn! Man brauch nur die Quellen dafür anzuschauen (WoZ, Aufbau, etc.)!</p><p><br></p><p>Wir haben das zweitteuerste Gesundheitssystem hinter den USA, willst Du noch mehr Prämien zahlen? Ich zahle schon mein ganzes Leben für andere Leute ohne je einen Franken verursacht zu haben! Wir brauchen kein Gesundheitssystem für eine Pandemie sondern eines für den Normalbetrieb! Und die Kosten müssen weiter gesenkt werden, ich habe keine Lust diese Scheisse ständig zu finanzieren!</p></woltlab-quote><p></p><p>die einen sagen so, die anderen sagen so! wie gesagt, geld wäre (genug) vorhanden ohne das jemand mehr steuern und/oder krankenkasse zahlen müsste!</p><p><br></p><p>ich habe jedenfalls lieber ein (zu) teures gesundheitssystem als eine armee die niemand braucht oder milliarden entwicklungshilfe gelder die nachweislich kaum eine wirkung haben und lediglich der gewissensberuhigung dienen!</p><p><br></p><p>ist darum für mich auch keine frage von links und rechts, sondern von pragmatismus und gesundem menschenverstand!</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="BMW" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>Was mich viel mehr stört als dieses Virus oder ob geimpft oder nicht geimpft ist die weiter zunehmende Polarisierung und die Spaltung der Gesellschaft.<br>Besonnenheit und Weitblick wäre angesagt, und so interpretiere ich auch den gestrigen bundesrätlichen Entscheid. Aber bereits heute Morgen schiessen einzelne Kantone befeuert durch die üblichen populistischen Medien gegen den Entscheid.<br>So geht das nicht, bei allem Verständnis für die Situation der einzelnen direkt betroffenen Regierungsräte und deren Gesundheitsdepartemente, egal welcher Partei. Sie baden nämlich aktuell die Reform im Gesundheitswesen ("Kostensenkungsmassnahmen", wie übrigens vom Volk gewünscht) aus.<br>Es lohnt sich, sich ein wenig an den Nachbarstaaten zu orientieren. Dabei fällt auf, dass von den umliegenden Ländern nur gerade Italien eine tiefere Bettenquote/Einwohner hat als die Schweiz. Die restlichen Länder sind z.T. markant besser dran und so kann man jene verstehen die sagen, dass nicht nur das Virus das Problem ist sondern auch das Gesundheitswesen.<br>Ebenso lohnt es sich, sich mal mit den Ergebnissen der bereits durchgeimpften Staaten zu befassen. Was läuft aktuell in Israel, Malta, Island, Gibraltar, oder...?<br>So war Anfang Woche in den Medien zu lesen, dass in Israel in der aktuellen Welle (Sorry, ich weiss nicht die wievielte) 117 Menschen gestorben sind, wovon 44 Ungeimpfte. Dass demnach 73 Geimpfte gestorben sind stand aber nicht. Auch hier: Polarisierung statt Aufklärung. Denn es sind erst ca. 5 Monate her seit der "Durchimpfung". Israel wird gemäss TXT die bereits doppelt Geimpften aber 1. Okt offiziell nicht mehr als Geimpfte anerkennen. Nur wer die 3. Impfung hat wird noch anerkannt.<br><br>Was heisst dies alles nun für uns? Wo führt das hin? Ich habe keine Ahnung.<br><br>Ich wünschte mir einfach etwas mehr Besonnenheit, Sachlichkeit und vor allem gegenseitigen Respekt.<br>Denn wirklich wissen was gut ist oder was nicht werden wir, das einfachere Fussvolk, sowieso erst in einigen Jahren.</p></woltlab-quote><p></p><p>Dialog ist die Lösung</p><p><br></p><p>Wer glaubwürdig sein will, <br>muss den ständigen Dialog suchen.<br>Heinz Goldmann</p><p><br></p><p>Liebe Leserinnen und Leser</p><p><br></p><p>Kann Journalismus objektiv sein? Nein, sagt der Linguistikprofessor und Autor Noam Chomsky und viele andere Schriftgelehrte auch. Chomsky befasst sich mit dem Thema «Fake News» und «Propagandamodell» auf der Makroebene. «Fake News» seien nicht einfach «unbeabsichtigte Faktenfehler», sondern absichtlich fabrizierte Falschnachrichten, die nicht nur objektiv falsch sein müssen, sondern bewusst herbeigeführt werden.</p><p><br></p><p>Anders sieht er das Thema «Deutungshoheit». Diese Art unterscheidet sich darin, dass sie inhaltlich nicht falsch ist, sondern ständig wiederholt wird und wichtige Aspekte auslässt oder verkürzt. Oder Dinge völlig anders darstellt, als sie der Lehre nach sein sollten, wie zum Beispiel Statistiken, die man so oder anders berechnen und visualisieren kann.</p><p><br></p><p>Zumindest Ansätze von Meinungsmache findet man im Journalismus immer. Egal, von welcher politischen oder intellektuellen Seite diese Meinung stammt. Als Beispiel zum Thema Corona kann in einem Beitrag eine wichtige Studie erwähnt, aber auch einfach weggelassen werden (Lückenpresse).</p><p><br></p><p>Subjektiv ist allein schon die Frage, wieso ein Thema so wichtig ist, dass man darüber schreiben muss. So kann ich also in meiner Schreibstube wählen, ob ich über eine «mir wichtige» Studie berichten soll, oder eben auch nicht. Ob ich nur offiziell anerkannte «Experten» sprechen lassen soll, die eine öffentlich anerkannte «Schulwissenschaft» vertreten, oder auch besonders «angezweifelte», die behaupten, Vertreter einer noch mehrheitlich unbekannten Wissenschaft zu sein.</p><p><br></p><p>In grossen Medienkonzernen werden derzeit einfach nur Regierungsinformationen kopiert und publiziert (Copy-Paste-Journalismus). Und die dabei zitierten «Experten» vertreten diese eine Meinung. Das ist Propaganda: «der koordinierte Versuch, eine grosse oder kleine Anzahl von Menschen zu einer Idee und/oder Handlung zu beeinflussen.»</p><p><br></p><p>Die Wissenschaft, also Wissen- und nicht Meinungen schaffend, ist damit leider zu einer Art neuer Religion verkommen. Entweder man glaubt an die Wissenschaft der einen Seite, oder an die «der anderen». Eine Spaltung, die wir nicht unterstützen sollten. Denn sie entfernt uns von anderen und von uns selbst.</p><p><br></p><p>Doch einseitige Meinungsbildung findet nicht nur in Medienkonzernen statt. Das passiert auch sogenannten kleinen Alternativmedien, die neuzeitlich auch als die «neuen Medien» bezeichnet werden (Achtung Spaltung: Das Wort will eine klare Abgrenzung von anderen Medien schaffen). Davor sind auch wir von der Redaktion der Corona-Transition nicht gefeit – im Gegenteil. Denn wir alle sind Kritiker der «Corona-Massnahmen» und der sogenannten «Impfstoffe». Damit befinden wir uns automatisch in einer «Meinungsblase von Kritikern».</p><p><br></p><p>Ein Ausweg aus dieser Blase könnte der sein, den wir nach innen und aussen immer hochhalten und bei der «Gegenseite» stets kritisieren: Einen offenen und friedvollen Dialog.</p><p><br></p><p>Herzliche Grüsse</p><p><br></p><p>Stephan Seiler</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Larry" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte">
    <p>Ist das jetzt das Forum des Revolutionären Aufbau?<img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smi…on_rolleyes.gif" alt=":roll:" class="smiley" height="17"></p></woltlab-quote>
    <p></p><p>nein, der antineoliberalen! <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/nick.gif" class="smiley" alt=":nick:" height="15"></p><p><br></p><p>schliesslich hat uns das neoliberale denken/handeln einen nicht unerheblichen teil dieser corona scheisse eingebrockt. also nicht das virus selber, aber zumindest das heruntergefahrene gesundheitssystem!</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="cm8" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>Hat jemand den Rundschau-Beitrag von gestern gesehen?</p><p><br></p><p><a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendun…69-d8e8bda6c989">https://www.srf.ch/play/tv/sendun…69-d8e8bda6c989</a></p><p><br></p><p>Dieser Kuno Michel ist ja ein schöner Komiker <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/rofl.gif" alt=":rofl:" class="smiley" height="15"></p></woltlab-quote><p></p><p>jetzt geschaut…wo ist das problem?</p><p><br></p><p>wichtig ist, dass du zu deiner gesundheit schaust! ist wirklich ganz einfach! wenn alles das machen, kann man in wenigen monaten sämtliche spitäler und arztpraxen schliessen.</p><p><br></p><p><img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/facepalm.gif" class="smiley" alt=":facepalm:" height="36"></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <p><em>Das Gesundheitspersonal arbeitete schon vor der Pandemie seit langem am Anschlag. 10 000 Pflegestellen sind in der Schweiz unbesetzt. Durch die Pandemie hat sich die Situation weiter zugespitzt.</em></p><p><em><br></em></p><p>und hier, ebenfalls aus der woz, dass was eigentlich alle wissen, aber niemand hören will:</p><p><br></p><p>PFLEGENOTSTAND</p><p><br></p><p>«Die Situation ist für alle Seiten untragbar»</p><p><br></p><p>Während sich die Intensivstationen mit Covid-19-PatientInnen füllen, spitzt sich in den Schweizer Spitälern der Personalmangel zu. Um diesen zu beheben, braucht es Druck von der Basis, sagt Elvira Wiegers, Zentralsekretärin der Gewerkschaft VPOD.<br>Interview: Basil Weingartner</p><p><br></p><p>Frau Wiegers, weshalb fehlen in der Schweiz die Pflegefachkräfte?<br>Elvira Wiegers: Das Gesundheitspersonal arbeitete schon vor der Pandemie seit langem am Anschlag. 10 000 Pflegestellen sind in der Schweiz unbesetzt. Durch die Pandemie hat sich die Situation weiter zugespitzt. Das Pflegepersonal ist körperlich wie psychisch am Rand seiner Kräfte. Viele haben deshalb während der Pandemie ihren Beruf aufgegeben und fehlen nun in der aktuellen vierten Welle. Der Druck auf die verbleibenden Fachkräfte nimmt dadurch noch weiter zu. Besserung ist nicht in Sicht. Die Spitäler jammern zwar über den Personalmangel, gleichzeitig tun sie nichts, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und somit auch den Personalmangel zu beheben.</p><p><br></p><p>Wieso verhalten sich die Spitäler so?<br>Wenn man die Spitäler auf die Missstände anspricht, sagen sie, dass die Politik diese verursache. Die Politik erwidert, dass die Spitäler in der Verantwortung stünden. Wir haben es mit einem systemischen Versagen zu tun. Das ganze Spitalsystem ist auf Wettbewerb ausgerichtet. Dadurch steigen die Gesamtkosten. In den Spitälern herrscht gleichzeitig ein enormer Kostendruck. Beim Personal wird seit vielen Jahren massiv gespart. Dabei müsste in diesem Bereich eigentlich investiert werden. So bildet die Schweiz nur gut vierzig Prozent der benötigten Pflegefachkräfte selbst aus.</p><p><br></p><p>Und der Rest?<br>Die Schweiz wirbt im Ausland Personal ab – dieses Vorgehen ist nicht nur unsozial, sondern stösst auch an seine Grenzen. Denn der Bedarf der Schweiz ist enorm. In den kommenden Jahren benötigt die Schweiz über 60 000 zusätzliche Pflegefachkräfte. Dieser sich zuspitzende Personalmangel ist nicht nur für das Personal untragbar, sondern gefährdet auch die Versorgung und die Sicherheit der PatientInnen. Deshalb muss sich Grundlegendes ändern.</p><p><br></p><p>Was denn?<br>Es braucht bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal. Ein wichtiger Schritt ist diesbezüglich die Pflegeinitiative, die am 28. November zur Abstimmung kommt. Diese fordert mehr und besser ausgebildetes Personal, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne sowie die Möglichkeit, dass Pflegefachpersonen gewisse Leistungen direkt mit den Krankenkassen abrechnen können.</p><p><br></p><p>Der Bundesrat und das Parlament sagen zwar, dass sie das Anliegen der InitiantInnen teilten. Trotzdem lehnen sie die Pflegeinitiative ab. Sie haben aber einen indirekten Gegenvorschlag verabschiedet. Reicht dieser nicht aus?<br>Der Gegenvorschlag sieht in erster Linie vor, während acht Jahren in die Pflegeausbildung zu investieren. Das ist grundsätzlich gut. Doch eine befristete Bildungsoffensive genügt nicht, um den zusätzlichen Bedarf an Pflegefachpersonen langfristig zu decken. Zudem ist es nicht damit getan, einfach mehr Pflegefachkräfte auszubilden. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen und tiefen Löhne verbleiben viele Pflegefachpersonen nur kurze Zeit in ihrem Beruf. Dieses Phänomen wird durch die Pandemie nur noch akzentuiert und ist einer der Hauptgründe für den Fachkräftemangel. Auch deshalb müssen sich die Bedingungen im Pflegeberuf ändern. Der Gegenvorschlag des Parlaments klammert dies aber komplett aus.</p><p><br></p><p>Die bürgerlichen GegnerInnen der Pflegeinitiative werden im Abstimmungskampf vor einem Prämienanstieg warnen.<br>Ja, so wird es sein. Doch das ist ein sehr unfaires Killerargument. Klar, man soll über die Kosten reden. Man muss dann aber darüber diskutieren, wofür wir das Geld ausgeben wollen: Bezahlen wir damit den Wettbewerb zwischen den Spitälern, Spitalluxusbauten und hohe Kaderlöhne – oder investieren wir es in die Menschen, die effektiv die PatientInnen retten, pflegen und versorgen? Zudem: Wenn es genügend Pflegepersonal hat, wird damit nicht nur die Gesundheitsversorgung verbessert – es werden auch teure Rehospitalisierungen und andere Folgekosten verhindert.</p><p><br></p><p>Vor einem Jahr gab es jede Menge Applaus fürs Gesundheitspersonal und nette Worte, etwa von der Bundespräsidentin. Was ist seither politisch passiert?<br>Nichts ist passiert. Auch deshalb werden die Pflegefachkräfte am 30. Oktober wie bereits im Vorjahr auf dem Bundesplatz demonstrieren. Wir lassen nicht locker. So fährt der VPOD aktuell unter dem Motto «Road to strike» mit einem Bus von Spital zu Spital. Damit wollen wir das Personal vor Ort dabei unterstützen, sich zu organisieren.</p><p><br></p><p>Der Organisierungsgrad des Spitalpersonals ist tief, es gilt als nicht besonders streikfreudig.<br>Die politischen Verhältnisse sind so, dass sich im Gesundheitswesen nicht von selbst etwas zum Guten verändert. Es braucht Druck von der Basis – durch ein Ja der Bevölkerung zur Pflegeinitiative und dadurch, dass die Gesundheitsangestellten damit beginnen, für ihre Rechte und für Verbesserungen im Gesundheitswesen zu kämpfen.</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Reto" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>genau so ist es...</p></woltlab-quote><p>diesen abschnitt fand ich auch am besten. trifft den nagel auf den kopf!

    aber leider wurde die gesellschaft schon vor der impfung so gespalten, dass nun auch diese impfung nicht mehr nach rationalen kriterien bewertet wird, sondern nach standpunkt!</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    Dänemark kennt seit April eine Zertifikatspflicht. Ins Kino, in den Zoo oder ins Restaurant darf nur, wer geimpft, frisch getestet oder genesen ist. Nun hat die Regierung die Aufhebung der Zertifikatspflicht per 10. September verkündet. 73 Prozent der dänischen Bevölkerung sind vollständig geimpft, die Seuche ist unter Kontrolle. Die paradox anmutende dänische Lektion: Um einen Graben zu schliessen, muss man ihn erst ausheben. Oder anders gesagt: Die – zeitlich befristete – Zertifikatspflicht ist der schnellste Weg, diese überflüssig zu machen.

    aus der heutigen woz. ja, habe ich seit jahren abonniert, der letzte rest marxist in mir, das letzte aufbäumen, der letzte rest passiven widerstands gegen die neoliberale übermacht! :rofl:

    CORONAZERTIFIKAT

    Grosse Worte um den kleinen Piks
    Von Renato Beck

    Der Bundesrat zögert mit der Einführung einer erweiterten Zertifikatspflicht. Dabei wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Die Kantone drängen darauf, und bis auf die SVP sind alle Parteien dafür. Demnach müsste, wer in ein Museum, ein Gym, ein Restaurant will, einen Nachweis für eine vollständige Impfung, einen negativen Test oder eine durchlebte Erkrankung erbringen. So sollen die Spitäler vor Überlastung bewahrt werden. Schon heute müssen Operationen verschoben werden, weil die Intensivstationen gefüllt sind. Die Zertifikatspflicht soll zwei Dinge bewirken: Unmittelbar schützt sie Menschen, die ungeimpft sind, vor einer Erkrankung. Darüber hinaus schafft sie einen starken Anreiz, sich impfen zu lassen, auch weil Coronatests ab Oktober selber bezahlt werden müssen. Hat sich die Lage stabilisiert, so der Bundesrat, entfällt die Zertifikatspflicht wieder.

    Damit könnte diese Geschichte erzählt sein. Doch so einfach ist es nicht. Es geht beim Zertifikat – wie viel zu oft in den letzten Monaten – um Fundamentales: Von Impfzwang ist die Rede, von der Spaltung der Gesellschaft, von einem Zweiklassensystem, der bedrohten Freiheit des Einzelnen und den verletzten Grundrechten von ImpfgegnerInnen.

    Wo grosses Vokabular bemüht wird, gilt es, misstrauisch zu sein. Überladene Begriffe sind untauglich, in der jetzigen Situation Orientierung zu bieten. Sie unterschlagen, dass die Wirklichkeit kompliziert ist. So lässt sich die Frage der Freiheit des Einzelnen nicht mit dem Blick in den Spiegel beantworten. Es steht mir frei, ohne Impfschutz eine schwere Erkrankung in Kauf zu nehmen. Steht es mir auch frei, jemandem dadurch eine Krebsoperation zu verunmöglichen, weil das Spital keinen Platz hat? Wer sich bei Zutrittsbeschränkungen um Grundrechte sorgt, sollte das Kindeswohl und das Recht auf Bildung nicht vergessen, dem erst ein geschützter, unterbrechungsfreier Unterricht Geltung verschafft. Ohne Güterabwägung geht es nicht, aber sobald diese erfolgt, wird die Lage schnell uneindeutig.

    Ein besonderes Ungetüm ist die «Spaltung der Gesellschaft», vor der eifrig gewarnt wird. Ohne Zweifel tut sich für jene 25 Prozent der Bevölkerung, die unumstösslich die Impfung ablehnen, künftig ein Graben auf. Sie werden teure Tests bezahlen müssen oder draussen bleiben. Nun ist es aber nicht so, dass die Schweiz vor der Impfkampagne ein Volk von einig Brüdern und Schwestern war. Unsere Gesellschaft ist von tiefen Rissen durchzogen. Wer in der Stadt wohnt, tickt anders als der Bauer vom Lande. Wer reich geboren ist, hat Privilegien, von denen viele nur träumen können. Und wer AusländerIn ist, wird über die befürchtete Spaltung nur milde lächeln können. Der Impfgraben dagegen lässt sich spielend leicht überspringen: mit einer Schutzimpfung, die kostenlos und sicher ist.

    Die Schweiz war auch vor der Impfkampagne kein Volk von einig Brüdern und Schwestern.
    Rhetorische Abrüstung ist dringend nötig. Der Impfentscheid ist kein Akt des Widerstands – und auch keiner der grossen Solidarität. Er sollte eine rationale Aushandlung sein. Ich selbst habe mich impfen lassen, um mich und meine Familie zu schützen. Und um mich möglichst uneingeschränkt bewegen zu können. Das ist letztlich genauso egoistisch wie der Entscheid, auf eine Impfung zu verzichten. Weshalb es albern ist, wenn Leute die Impfung vor sich hertragen wie ein Ehrenabzeichen.

    Die Begrifflichkeiten, mit denen die Debatte geführt wird, sind aber nicht nur materiell problematisch, sondern auch in ihrer psychologischen Wirkung. Sie verführen zur Selbstüberhöhung, die es schwierig macht, irgendwann wieder einen Schritt zurückzutreten: Ein Freiheitskämpfer streckt seine Waffen nicht. Auch wenn der Kampf längst einer gegen Windmühlen ist.

    Dänemark kennt seit April eine Zertifikatspflicht. Ins Kino, in den Zoo oder ins Restaurant darf nur, wer geimpft, frisch getestet oder genesen ist. Nun hat die Regierung die Aufhebung der Zertifikatspflicht per 10. September verkündet. 73 Prozent der dänischen Bevölkerung sind vollständig geimpft, die Seuche ist unter Kontrolle. Die paradox anmutende dänische Lektion: Um einen Graben zu schliessen, muss man ihn erst ausheben. Oder anders gesagt: Die – zeitlich befristete – Zertifikatspflicht ist der schnellste Weg, diese überflüssig zu machen.


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    <p>ah ja, noch was: alle geimpften hier drin müssen sich beeilen, wollen sie noch etwas schreiben. denn im september müssen wir alle sterben. im frühling dieses jahres hat mir schon jemand den müll von dr. coleman gesendet.</p><p><br></p><p>hier watson:</p><p><br></p><p>Laut Wendler sterben Geimpfte im September. Das Resultat? Lustige Tweets natürlich</p><p><br></p><p><a href="https://www.watson.ch/%21611928650">https://www.watson.ch/%21611928650</a></p><p><br></p><p><br></p><p>hier das original:</p><p><br></p><p><a href="https://www.hinzuu.com/2021/05/05/all…6TghYqUF2RfYdIs">https://www.hinzuu.com/2021/05/05/all…6TghYqUF2RfYdIs</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    Ich wünschte mir einfach etwas mehr Besonnenheit, Sachlichkeit und vor allem gegenseitigen Respekt.
    Denn wirklich wissen was gut ist oder was nicht werden wir, das einfachere Fussvolk, sowieso erst in einigen Jahren.

    absolut deiner meinung! das problem ist, dass mittlerweile auf beiden seiten viel mehr mit emotionen und einzelfällen, anstatt mit fakten/zahlen argumentiert wird.

    die hauptschuld an der momentanen, zerfahrenen situation, sehe ich aber ganz klar bei den (leit-)medien und bei nicht wenigen politikern. von anfang an wurde von diesen mit dem ziel der panikmache kommuniziert. es wurden zwar nie falsche zahlen genannt, diese aber derart aus dem kontext gerissen, dass ein völlig verzerrtes bild des viruses entstand, ein viel gefährlicheres notabene. dass war auch der fruchtbare nährboden für, zugegeben teilweise hanebüchene, verschwörungstheorien. wenn die medien tendenziös berichten, dient das eben nur der sache der einen seite, aber ist selbstredend gift für den zusammenhalt in der bevölkerung und somit natürlich äusserst kontraproduktiv für besonnenheit und sachlichkeit.

    der "blick" war in der schweiz das erste leitmedium, welches merkte, dass das tägliche verkünden der fallzahlen alleine gar keine aussagekraft hat. fortan wurden inzidenzzahl, hospitalisierungen etc. zusätzlich genannt. aber halt immer noch nicht genügend zahlen, bzw. immer noch ungenügend kontext, um das virus in seiner gefährlichkeit zwar nicht zu verharmlosen, aber doch zu relativieren. bis dahin dauerte es aber von märz bis juli. also geschlagene 4 monate, in denen die sich nur aus den (leit-)medien informierenden leute bereits komplett im panikmodus befanden und daher vielen davon sämtliche massnahmen immer noch zu wenig waren. etwas was die fronten, vor allem gegenüber leuten wie ua. mir, welche schon seit april 2020 die zahlen in ihren kontext stell(t)en, zusätzlich verhärteten.

    mittlerweile gehts nicht mehr um die massnahmen, sondern das ganze hat sich zur front "ungeimpfte" gegen "geimpfte" zugespitzt. ein schier unüberwindbarer graben. wenn dann noch in den medien, leider denselben, welche so tendenziös mit kontextlosen zahlen berichten seit märz 2020, enormer druck auf ungeimpfte aufgebaut wird, und zusätzlich salamitaktisch von der politik der versteckte impfzwang eingeführt wird, dient das leider weder der gewünschten und so nötigen sachlichkeit, noch der beruhigung der situation. obwohl gerade berset gestern eigentlich zur beruhigung beigetragen hat. wird er aber nur noch so lange können, bis der druck der medien und der kantone zu gross wird für den bundesrat.

    ps. und ja, klar sehe ich natürlich auch die vielen ungeimpften in den ips...

    <woltlab-quote data-author="Ari" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>ich krebse nach einem gespräch mit der regierung etwas zurück bezüglich überkapazitäten: die wären wohl etwas abgefedert, dass wieder 40-50 stunden wochen usus wären anstatt vielvielviel mehr wie in den letzte x jahren</p></woltlab-quote>
    <p></p><p>das meinte ich mit folgendem satz in einem obigen posting:</p><p><br></p><p><em>im ernst: man muss ja nicht sinnlos aufrüsten, aber immerhin bis zu dem punkt, welchen die angestellten schon vor corona verlangten.</em></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Mushu" data-link="Corona und anderi Biersorte"><p>&lt;p&gt;Die letzte Pandemie war 1917.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wann kommt die Nächste?&lt;/p&gt;</p></woltlab-quote><p><br></p><p>die letzte war 1968-1970, hongkonggrippe, jedenfalls nach den richtlinien, welche seit glaubs 2009 oder 2011 von der who angepasst wurden und seither gelten um den pandemiebegriff überhaupt benutzen zu dürfen. aber wie auch schon erwähnt, die diskussion des unterbezahlten und überarbeiteten gesundheitspersonals gibts schon lange vor corona.</p><p><br></p><p>der öv ist geradezu ein paradebeispiel von nicht rentieren und hohen kosten via steuern bezahlt. zwar kann er in der rushhour trotzdem nicht jedem mitreisenden einen sitzplatz anbieten, hat aber nicht nur mit fehlendem rollmaterial, sondern oft mit fehlender infrastruktur zu tun, unter anderem zu kurze perrons für züge über 400 meter.</p><p><br></p><p>aber zu randzeiten und in randregionen fahren die transportgefässe oft mit einer auslastung von 0-5%! dass leistet man sich, absolut zurecht. bezahlt zum grossen teil vom steuerzahler und/oder gar vom autofahrer.</p><p><br></p><p>und wie reto so richtig sagt, wir haben milliarden ausgegeben, damit die leute zu hause bleiben. inkl. allen kosten und nachfolgekosten, zb. fehlende steuererträge, geht man von +/- 140 milliarden franken aus, und das in 1 1/2 jahren. auch wenn es am schluss „nur“ 80 milliarden sein werden…</p><p><br></p><p>aber gleichzeitig neue lohnmodelle in den spitälern einführen, welche bis 15% lohneinbussen bringen! mag für dich aufgehen und berechtigt sein, für mich stimmts nicht!</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Ari" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>man nennt das natürlich offiziell nicht lohnsenkung sondern neues lohnsystem...fakt ist aber, dass alle mir bekannten mindestens 5% weniger pro jahr haben, andere bis zu 15%....</p><p>aber nochmals: Das soll kein jammern sein..aber die Zeiten wo Du als Arzt in der Schweiz viel mehr verdienst als im Ausland sind vorbei (die Ausnahme bestätigt die Regel)</p><p><br></p><p>aber eben neben dem Gehalt (lösbar in Pflege und Ärzte) sehe ich auch nicht den Sinn, massiv Überkapazitäten aufzubauen...nochmals ein Arzt der nichts zu tun hat, macht sich oft Arbeit und das kann auch nicht in unserem Interesse sein! Und falls er sich keine Arbeit erfindet, wird er sehr schnell sehr schlecht werden</p></woltlab-quote><p></p><p>ehrlich gesagt habe ich lieber untätige ärzte als die ist-situation mit lockdowns und sonstigem unnötigen seich…<img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/floet.gif" class="smiley" alt=":floet:" height="18"></p><p><br></p><p>im ernst: man muss ja nicht sinnlos aufrüsten, aber immerhin bis zu dem punkt, welchen die angestellten schon vor corona verlangten.</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Ari" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>ja reto das ist von heute auf morgen, wenn man ausbilden will...zumal man zb. im letzten sommer meinte dass alles durch sei und einige auch meinten/meinen, dass es keine pandemie gebe</p><p><br></p><p>ich bin mit zudem nicht sicher, ob es so einfach ist diese gehälter einfach 20-30 % zu heben...</p><p>im spital meiner frau werden eben für 2022 neue Verträge für fast alle Ärzte ausgestellt: Dauerhafte Lohnkürzungen von bis zu 15%! Aber ja: Schrauben wir doch mal 20-30% hoch</p></woltlab-quote><p></p><p>ich vertraue dir da und cm8 natürlich betreffend neurekrutierungen. kann mir gut vorstellen, dass man mittlerweile in bulgarien oder in georgien suchen muss.</p><p><br></p><p>aber das problem bleibt dasselbe. das gesundheitspersonal bekommt weder die arbeitsbedingungen, noch die löhne die sie verdienen würden auf grund ihrer arbeit(-szeit), ausbildung(en), kompetenzen und verantwortung.</p><p><br></p><p>und diese diskussion ist wahrlich nicht neu, hat schon lange vor corona begonnen. es hat einfach niemand zugehört. darum verstehe ich das personal auch voll und ganz, wenn manchmal „auf vorrat“ gejammert wird. auch wenn es nicht danach aussieht, also würde sich jemals etwas ändern, immerhin hört man ihnen jetzt zu und die diskussion ist in der allgemeinheit lanciert, nicht nur im kleinen kreis!</p><p><br></p><p>lohnkürzungen von bis zu 15%, echt? was käme ich mir verarscht vor nach all dem balkon-, medialen- und politiker applaus und goodwil aus der bevölkerung. mehr „schueh in arsch“ und verachtung geht wirklich nicht!</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    die ostschweiz mit einem sehr guten artikel betreffend überlastung des spitalpersonals:

    Die seltsame Notlage der Schweiz

    Betten sind nicht das Problem, aber das Personal: Doch wieso?

    Die Schweiz ist ein Entwicklungsland. Jedenfalls, was die Intensivpflege angeht. Wir hinken dem Ausland hinterher. Warum? Wir hätten die besten Voraussetzungen. Darauf gibt es keine schlüssige Antwort. Höchstens diese: Die Politik will es so.

    GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer hat es in einem Interview wie nebenbei erwähnt, aber es ist Tatsache: Im internationalen Vergleich ist die Schweiz abgeschlagen, wenn es um verfügbare Plätze im Bereich der Intensivstationen geht. Das Bundesamt für Gesundheit hat bekanntlich recht früh in der Coronasituation die Zahl der verfügbaren Betten in der Statistik heruntergeschraubt und argumentiert seither damit, dass es ja mit einem Bett allein nicht getan sei, es brauche auch qualifiziertes Personal, das dieses Bett beziehungsweise den Patienten betreut.

    Das ist völlig korrekt. Die Frage ist nur: Warum haben wir dieses Personal nicht?

    Ein paar nüchterne Fakten. Wer in der Schweiz im Spital liegt, hat gute Chancen, vom zuständigen Arzt auf Hochdeutsch angesprochen zu werden. Und nicht selten auch vom Pflegepersonal. Der Grund ist einfach: Die Schweiz ist ein Hochlohnland, und wer einen Beruf gelernt hat, der sich auch in der Schweiz ausüben lässt, hat allen Grund, das hier zu machen. Man verdient einfach besser. Selbst wenn man die höheren Lebenshaltungskosten in Rechnung zieht, ist schnell klar: Ein Ostdeutscher, der in seiner Heimat Medizin studiert hat, tut gut daran, in die Schweiz zu ziehen. Es geht ihm materiell einfach besser. Und deshalb strömen Ausländer zu uns.

    Und dieses Land, in dem Milch und Honig fliessen, hat Mühe, qualifiziertes Personal zu finden? Das darf man natürlich glauben. Warum auch nicht, man kann auch von der Existenz von Einhörnern überzeugt sein.

    Seit 1,5 Jahren jagt eine Massnahme gegen das Coronavirus die andere, aber der Bundesrat hat zu keinem Zeitpunkt ein Wort darüber verloren, wie er das Gesundheitssystem auf das Level bringt, das nötig wäre, um echte oder erfundene Überlastungen aufzufangen. Nie wurde am «Point de presse» darüber gesprochen, was nun an der Front passiert, also bei den angeblich völlig überbelegten Spitälern. Stets ging es nur darum, wie man Leute vom Spital fernhält, nie war es ein Thema, wie man die Kapazitäten an diesen Spitälern auf ein international gebräuchliches Level hochfährt.

    Verdankenswerterweise hat sogar die Zeitung «20 Minuten», ansonsten ein treuer Erfüllungsgehilfe des Bundes, diese Frage in den Raum gestellt. Auf ihre Fragen hiess es sinngemäss: Es kostet halt viel Geld, diesen Standard zu erreichen.

    Wir sprechen wohlgemerkt vom reichsten Land der Welt, das gerade davon spricht, den milliardenschweren Verlegern von Zeitungen Hunderte von Millionen in den Rachen zu stopfen, aber natürlich: Ein Ausbau des Gesundheitswesens ist völlig undenkbar. Ende der Ironie.

    Man glaubt gern, dass das hiesige Pflegepersonal aktuell auf dem Zahnfleisch läuft, nur ist es leicht absurd, wenn dieses wütend auf Massnahmenkritiker oder Ungeimpfte ist. Wenn jemand schuld ist an der Überlastung des Einzelnen, dann ist es die Politik. Dieselbe Politik, die das Covidzertifikat als neuen Fetisch pflegt und die völlig ungefährliche Gastronomie stranguliert. Während sie das tut, rührt sie keinen Finger, um im Pflegebereich die Kapazitäten hochzufahren. Das wäre in Sekundenschnelle möglich: Die Schweiz würde umgehend überflutet von den entsprechenden gut ausgebildeten Fachkräften, wenn sie den Wunsch hätte.

    Man wird den Eindruck nicht los, dass die offizielle Schweiz das gar nicht will, sondern lieber eine Überlastung des Gesundheitswesens beklagt, die die Türen öffnet für weitere Massnahmen gegen Ungeimpfte.

    Der Bund hat den klaren, durch die Verfassung vorgegebenen Auftrag, ein Gesundheitssystem anzubieten, das die aktuellen Bedürfnisse abdeckt. Er tut das nicht und zäumt lieber das Pferd vom anderen Ende auf: Er diskriminiert eine ganze Volksgruppe und sperrt sie vom gesellschaftlichen Leben aus. Kein Mensch fragt, ob es nicht andersrum möglich wäre: Die Pflegekapazitäten auf ein immerhin halbwegs international gebräuchliches Level anzuheben und so sicherzustellen, dass Covidpatienten betreut und auch andere Operationen durchgeführt werden können.

    Wenn ein Land dazu in Kürze in der Lage ist, dann die Schweiz. Wir haben das Geld und die Infrastruktur dazu. Es würde sogar einen Bruchteil dessen kosten, was uns die aktuellen Massnahmen an Entschädigungen und Unterstützungen an Ausgaben bescheren.

    Das heisst: Es wäre möglich, aber die Politik will nicht. Bundesrat Alain Berset, als Innenminister nebenbei für die Gesundheit zuständig, hat in den letzten Monaten nie auch ein einziges Wort darüber verloren, wie das hiesige Gesundheitswesen aufgemotzt werden könnte. Sein einziges Thema war die Eindämmung eines Virus, das sich gar nicht eindämmen lässt.

    Das ist eine Unterlassung ersten Grades. In einem privaten Unternehmen müsste jemand, der das eigentliche Problem so sträflich vernachlässigt, längst den Hut nehmen. Aber wir sprechen ja nicht von einem privaten Unternehmen, sondern vom Staat.

    Und dort, das ist die Lektion, geht es nicht um die Frage, was Sinn macht. Ganz im Gegenteil.


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    <woltlab-quote data-author="Reto" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p></p><p>Hast du nicht geklatscht, letztes Jahr oder wieso kommst du mit solchen komischen Ideen?</p></woltlab-quote><p>meine gedanken! ein spital muss schwarze zahlen schreiben, deshalb ist der lohn nicht mal diskussionsbasis. selbst theaterschauspieler leben schliesslich nur vom applaus, dass muss auch fürs pflegepersonal reichen!</p><p><br></p><p>wie ich schon sagte, die impflicht wird salamitaktisch eingeführt. ja, ich weiss, stand heute spricht keine zahl und kein fakt gegen die impfung. <br>sehe ich ja auch so. aber in einem demokratischen rechtsstaat spricht eben vieles gegen zwang oder enormen druck.</p><p><br></p><p>guckst du:</p><p><br></p><p><a href="https://www.20min.ch/story/corona-i…en-662177568872">https://www.20min.ch/story/corona-i…en-662177568872</a></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>