wieder mal einen alten fred gefunden, welcher aber ziemlich gut passt...
nachdem sich meine gefühlswelt mit der riesenfreude über den gcn abstieg wieder dem normalzustand nähert, hätte ich da schon noch ein paar fragen. gcn nehme ich jetzt nur als beispiel, weils gerade aktuell ist. man würde in anderen clubs ziemlich sicher ähnliches finden.
ich bin ja ein gegner des hooligankonkordats. nicht weil alles schlecht ist, was drin steht. nein, weil zu viel drin steht, was der willkür tür und tor öffnet und mit unseren rechtstaatlichen grundsätzlichen schlicht und einfach unvereinbar ist!
ABER: mit oder ohne hooligankonkordat, wie kann es sein, dass sich ein stefan nufer, nach dem match sion-gcn, noch frei in einem schweizer stadion bewegen kann? schon in sion stand er an forderster (hardturm-) front. gut sichtbar in print-, socialmedien und tv. der mann ist club-, polizei-, medien- und szenebekannt. nach sion wäre gcn in der pflicht gewesen diesem mann ein stadionverbot auszusprechen. ich bin ja nicht ganz naiv und weiss natürlich auch, dass luzern trotzdem passiert wäre. aber der fall zeigt stellvertretend die problematik in der schweiz, wie man mit solchen situationen umgeht:
die clubs (und wutbürger) schreien nach härteren gesetzen und strafen. aber sie selber lassen selbst einen nufer durch die maschen schlüpfen. die politik und nochmals die wutbürger schreien danach die clubs voll in die verantwortung zu nehmen. hauptsächlich mit dem mittel der kollektivstrafen. es ist ein unsägliches schwarzpeter spiel, aber niemand handelt!
dabei gäbe es eine relativ einfach umsetzbare lösung, welche vieles beruhigen würde:
- in den gästekurven nur noch personifizierte tickets, am eingang mit id abgleichen
- von mir aus auf das ganze stadion ausweiten
- personen mit stadionverbot haben sich vor, während und nach den spielen ihrer mannschaft bei der polizei zu melden
auch hier, bin nicht doof: wie in england würden sich die übeltäter ein anderes betätigunsfeld oder eine unter liga zum austoben suchen. auch müsste man mit extrem vielen fanaktionen rechnen. dann gilt es halt mal hart zu bleiben und nicht nachzugeben. irgendwann akzeptieren alle dies tix und diejenigen, welche es nicht tun, haben die freie wahl die spiele nicht mehr zu besuchen.
aber in der superleague wäre vieles gelöst. und die familien könnten endlich wieder an die spiele...das war jetzt natürlich ironie pur!
denn, auch das muss man sagen: wirkliche randale IN schweizer stadien sind immer noch extreme einzelfälle und meistens besonderen konstellationen geschuldet, wie diese saison bei gcn.
GC wusste längst über Stefan N. Bescheid: Neonazi sorgte schon in Sion für Spielabbruch!
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