Beiträge von snowcat

    Zitat von Larry

    Daran glaube ich nicht, nicht wegen dem FCZ sondern wegen YB und dem FCB der nicht jahrelang weiter seuchen wird.


    realistisch gesehen, hast du natürlich recht! aber ich hoffe auf den selben effekt wie damals unter favre. basel damals mit deutlich höherem budget. trotzdem 3 fcz meistertitel. wenn alles passt...wie sagte mir alain nef gestern: „am ende schlägt moral talent!“


    Zitat von Mushu

    Es ist nicht dacon auszugehen, dass Rüegg, Kolloli und Odey über die Saison hinaus gehalten werden können, andere (zb. Nef, Vanins) werden zurücktreten und auch weitere werden "nach Höherem" streben.


    bin ich nicht so sicher. der „neue“ fcz hat mittlerweile argumente, so einen spieler eine zusätzliche saison zu halten. 4-jahres vertrag und deutliche lohnaufbesserung. wenn er dann geht, gibts eine dicke ablösesumme...


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    eine dieser nicht zwingenden niederlagen heute in san galle...wie sagte der reporter so richtig nach dem 2:0:

    das ist viel lohn, für nicht so viel leistung!

    der fcz scheitert, einmal mehr, an der chancenauswertung, vor allem in hz 1! maxsö ein ärgernis, steht vor allem beim einen gegentor, weiss nicht mehr welches, teilnahmslos rum und schaut einfach es bizzeli zu...

    Effiziente St. Galler eiskalt: FCZ-Serie reisst trotz Magnin-Spickzettel

    http://%20http//blick.ch/8519…n=blick_app_iOS


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    Zitat von Larry

    Falsch! Der FC Basel macht es genau so! Gibt an 24`000, im Stadion sind 12`000!


    richtig larry!

    basel machte es allerdings jahrelang nicht so. grund: die polizei verrechnete dem fc basel die einsätze nach anzahl zuschauer.


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    ein sackstarkes spiel des fcz gegen vizekusen, wirklich beeindruckend! selbst die zwischenzeitliche - vom spielverlauf wirklich glückliche - führung der rheinländer war kein grund einzubrechen. im gegenteil, man war nicht schockiert und fand weitere lösungen. auch wenn man dass 3:3 in der 94. minute geben müsste. kryeziu lässt sich doch sehr theatralisch fallen nach einem leichten ellbogen schlag von bender. aber egal, uns solls recht sein und nehmen wirs als kompensation für etliche fehlentscheide gegen den fcz heute. aber über das gesamte spiel natürlich trotzdem ein sehr verdienter sieg!

    zur trainerfrage: ich war ja ein vehementer befürworter forte zu ersetzen. der abwärtstrend zeichnete sich schon im letzten herbst ab, mit dem 0:5 tiefpunkt in lausanne. forte kam, stabilisierte und strukturierte die mannschaft sehr schnell und hatte sicher entscheidenden anteil am aufstieg. nach den anfänglichen erfolgen in der ersten a saison war aber schon im frühherbst eine stagnation unübersehbar. da kam nichts mehr. wir lebten lange von den gewonnen punkten in den ersten spielen und vor allem davon, dass die hinter rang 3 liegenden mannschaften noch und nöcher punkte liegen liessen. aber beim fcz stagnierten einzelne spieler komplett oder entwickelten sich gar rückwärts. fortes entlassung hatte darum meine volle zustimmung. die wahl von magnin war dann aber doch etwas überraschend. die erklärung der leitung lautete ja: mehr eigene spieler einbauen und mehr offensiv spektakel und weg vom resultatorientierten sicherheitsfussball. magnin hatte von mir allen kredit. aber auch ich begann an magnin zwischenzeitlich zu zweifeln...

    von dem versprochenen und erhofften spektakel war in der ersten magnin zeit herzlich wenig zu sehen. im gegenteil, zeitweise sahen wir einen eher konzeptlosen hünherhaufen fcz auf dem feld. immerhin hat er begonnen, die eigenen junioren einzusetzen. aber scheinbar funktioniert magnin diametral zu forte. dh. am anfang wenig bis nichts, aber jetzt hat er seine stammelf und sich selber gefunden. noch etwas mehr gelassenheit an der linie würde ludofigg allerdings gut anstehen. aber sonst entwickelt sich die mannschaft seit einigen wochen wirklich sehr erfreulich. defensiv steht man - bis auf wenige aussetzer- sehr gut. war aber eigentlich schon von anfang magnins zeiten an der fall. neu findet man aber auch in der offensive das rezept. der fcz kreiert viele chancen, schöne ballstafetten und geile pässe in die tiefe bis in den 5-er. ein raum, in welchem der fcz bis vor kurzem nur sehr selten vorgedrungen ist. was mir auch sehr gefällt ist die sehr aktive bewegung der mannschaft. kein ball wird verloren gegeben. kampf auf der ganzen linie! gefällt wirklich!

    das spiel des fcz erinnert mich immer mehr ans fcz spiel unter favre! und wenn die entwicklung so weiter geht, stehen uns schöne und erfolgreiche zeiten bevor, sehr schöne sogar! :razz: nach dem unentscheiden von larnaca und ludogorets heute ist auch europäisch überwintern sehr nahe und realistisch!

    mir gefält die entwicklung von magnin und dem fcz jedenfalls! :applaus: es fehlt nur noch ein knipser wie kerZHakov einer war...

    soeben im fcz forum gelesen:

    Wenn Thommy Bickel in Ruhe weiterarbeiten darf werden wir in den nächsten 5 Jahren einen Meistertitel sehen, ganz sicher.

    gut möglich! :suff:

    Zitat von Larry

    Erster gegen zweiter und es kommen 12'600. Das harte Pflaster Zürich! Dabei hätte dieses Spektakel sicher mehr Zuschauer verdient gehabt. Der unbeteiligte Stimmbürger wird sich fragen für was Zürich ein neues Stadion braucht....


    beweist immerhin, dass die grösse mit 18‘000 genau richtig bemessen ist! [emoji4]


    Zitat von Larry

    Marc Schneider in Thun macht auch einen sehr guten Job, sollte auch mal erwähnt werden!


    na ja, macht er sicher mit diesem bescheidenen spielermaterial. ist aber auch seehhhrr viel glück dabei. alleine die letzten 2 spiele gegen den fcz und das gestern in luzern könnte für thun auch mit 0 punkten enden...

    us de nzz am sunntig:

    Thun mit Effizienz, doch ohne Glanz

    Wer auswärts YB schlägt, müsste hierauf daheim auch Thun schlagen. Aber dem FC Luzern gelang dies nicht. Die Berner Oberländer nutzten zwei ihrer wenigen Chancen und siegten 2:0. Einmal mehr zwangen die Berner das Glück in der zweiten Halbzeit noch auf ihre Seite.

    Das Führungstor für die Gäste nach 64 Minuten, die weitgehend ereignislos verlaufen waren, kam nicht einmal nach einer eigentlichen Chance zustande. Es war das Ergebnis eines schweren Fehlers des Luzerner Torhüters David Zibung, den Trainer René Weiler erneut dem jüngeren Mirko Salvi vorgezogen hatte. Zibung liess einen nicht allzu gefährlichen Schuss von Thuns linkem Ver­teidiger Chris Kablan nach vorne abprallen. Dejan Sorgic staubte mühelos ab und liess sich sein ­damit bereits siebtes Meisterschaftstor in dieser Saison gutschreiben.

    Das 2:0 durch den gegen Ende eingewechselten Dennis Salanovic fiel in der sechsten von neun Nachspielminuten. Der Liechtensteiner fand gegen die in der Schlussphase alles riskierenden Luzerner viel Platz vor und schloss seinen längeren Sololauf ebenfalls mühelos ab.

    Der FC Thun benötigte erneut keine Glanzleistung, um weitere drei Punkte einzufahren und sich als Überraschungsmannschaft der Liga zu bestätigen. Die Berner rücken dank dem Unentschieden von Zürich gegen die Young Boys in der Tabelle in den zweiten Rang vor.

    Für die Luzerner ist die Nie­derlage sehr ärgerlich. Sie dominierten den Match über weite Strecken. Kurz vor der Pause wäre das 1:0 für die Gastgeber fällig ­gewesen. Thuns Goalie Guillaume Faivre wehrte den Schuss des ­alleine vor ihm auftau­chenden Blessing Eleke ab, und Ruben Vargas’ Nachschuss wurde von einem Thuner Verteidiger auf der Linie gerade noch weggeschlagen. Nach dieser Niederlage sind die Luzerner wieder dort angelangt, wo sie vor dem überraschenden Sieg in Bern gegen die Young Boys waren: bei einer vermeidbaren Heimniederlage. (sda)


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    Habe ich auch gedacht! Aber es war wohl zu schön (der Zürcher Eventfan!), da ist Papi mit den Lions Kids in den Kinderzoo gegangen!


    hat aber sicher auch mit dem eher unattraktiven gegner zu tun! im eishockey, wie im fussball, ist halt in zürich der name des gegners das fast schon alles entscheidende kriterium für einen besuch der event fans... :nixwiss:

    Zitat von Champs-de-Mars

    Der 2 Mio Einkauf Ceesay bis anhin nicht wirklich überzeugend.


    bisher hat er gehalten, was ich von ihm erwartet habe, nichts! aber man muss fair bleiben:

    - er war bis jetzt immer wieder leicht verletzt oder krank
    - er hat erst wenige minuten gespielt
    - er ist sicher noch ein fremdkörper im team. in einem team, welches sich notabene in der offensive und in angriffsaktionen gerade erst selber am finden ist.

    bin mal gespannt wie es aussieht, wenn das ganze kein fragiles (offensiv-) gebilde mehr ist, sondern recht stabil daherkommt. bin ebenso gespannt, wie ceesay dann in einem 2-mann-sturm mit odey funktioniert!

    für mich ist er sicher nicht der offensive heilsbringer, aber immerhin gelernter mittelstürmer. einer von zweien...und da er nun mal beim fcz ist, hat er eine chance verdient.

    aber ich denke, in der nächsten transferperiode wird bickel im sturm nachlegen, vor allem, wenn der fcz europäisch überwintert!


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    die etwas andere sicht auf das stadion, nzz am sunntig:

    Wer etwas will, muss auch etwas geben

    Die Zürcher streiten sich über ein neues Hardturm-Stadion. Dabei übersehen sie das Potenzial, das es für die Weiterentwicklung ihrer Stadt bietet, wenn es richtig umgesetzt wird. Von Gerhard Mack 

    Eine Fotografie vor dem Zürcher Rathaus symbolisiert die Situation in der Stadt: Da stehen sich Anhänger und Gegner des geplanten Zürcher Fussballstadions auf beiden Strassenseiten gegenüber. Unversöhnlich, durch die Tramschienen voneinander getrennt wie durch einen reissenden Fluss. Die Stadt ist in der Frage gespalten, der Riss geht quer durch die Parteien und sozialen Schichten. Jeweils etwa die Hälfte der Bevölkerung ist für oder gegen das Grossprojekt. Wie der Volksentscheid im November ausgeht, ist völlig offen, seit die SP sich gegen ihre Stadtpräsidentin gegen die geplante private Finan­zierung des Projekts ausspricht. Wieder einmal droht in Zürich ein grosses Bauvorhaben zu scheitern und der schier endlose Kampf um ein Fussballstadion in eine weitere Runde zu gehen.

    Die Befürworter wollen endlich ein Stadion, das den Gegebenheiten des Fussballs entspricht: In ihm sind die Fans nahe am Spielfeld platziert, es hat entsprechend steile Ränge, die nicht durch eine Laufbahn vom Rasen getrennt sind, so wie man es von den klassischen englischen Stadien her kennt und wie es seit dem neuen St.Jakob-Stadion in Basel von 2002 auch bei den Schweizer Neubauten längst zum Standard geworden ist. Fussball zählt zur Identität von Zürich, der Sport muss sich feiern können, die beiden Klubs brauchen eine Heimat. Nur in einem dem Fussball gewidmeten Stadion wird dieser zum Ereignis, wie die Ereignisgesellschaft es einfordert, soll sich jemand für etwas begeistern. Das Letzigrund-Stadion ist für die Bedürfnisse der Leichtathletik ausgelegt und kann diejenigen des Fussballs nicht bestmöglich erfüllen.

    Dem halten die Gegner eine ganze Palette von Einwänden entgegen: Den einen fehlen bei den beiden Klubs die sportlichen Voraussetzungen für eine solche Investition, und sie glauben nicht, dass ein neues Stadion sie in eine andere sportliche Umlaufbahn bringen könnte, die mit dem europäischen Klubfussball verbunden ist. Dann gibt es diejenigen, die aus lauter Liebe zu ihrem Zürich jede Veränderung mit Argusaugen beobachten und bekämpfen. Gegen jeden Turm laufen sie Sturm, als wäre die Veränderung der Stadtsilhouette ein Verbrechen und die Identität der Stadt nur als gebautes Museum, man könnte auch sagen Mausoleum, zu erhalten. Dass diese oft bürgerlichen Kreise sonst wirtschaftsliberal denken, hindert sie nicht am Protest gegen Bauvorhaben, wenn die eigene Aussicht betroffen ist. Und seit kurzer Zeit sind da noch diejenigen Kräfte der Zürcher SP, die glauben, ein solches Stadion liesse sich kostengünstiger ganz von der Stadt selbst bauen. Ihnen sind die beiden Türme mit Wohnungen im mittleren Preissegment ein Dorn im Auge, mit denen die Investoren CS und HRS das Stadion querfinanzieren wollen.

    Man muss keiner der beiden Seiten angehören, um zu sehen, dass Kritik und Begehren nicht einfach Bekenntnisse zweier sturer Lager sind, die sich festgebissen haben. In ihnen spiegelt sich vielmehr die Ambivalenz des Projekts: Es beinhaltet Chance und Gefahr zugleich. Deutlich wird dies vor allem, wenn man den Blick auf den Entwurf lenkt, den die Architektengemeinschaft Pool Architekten, Caruso St. John und Boltshauser Architekten entwickelt haben, und seine urbanistische Qualität befragt. Auf einer Parzelle von 50 000 Quadratmetern sollen 173 Genossenschaftswohnungen, ein Fussballstadion für 18 000 Zuschauer und zwei Türme mit 570 Wohnungen und Gewerberäumen gebaut werden.

    Die traurigste Ecke von Zürich

    Die Schwierigkeiten beginnen mit der Lage. Gewiss, das neue Stadion soll an dem Ort entstehen, wo das alte eine lange Tradition gestiftet hat. Das Hardturm-Areal liegt aber auch in Zürich-West. Und dieses Quartier ist neben Oerlikon vielleicht die schwierigste und traurigste Ecke von Zürich. Der Stadtteil hat sich von einer zunächst grossen Hoffnung zum Paradebeispiel für eine unglückliche Quartierentwicklung gewandelt. Wo man ein Zürich des 21. Jahrhunderts hätte entwerfen können, reiht sich Volumen an Volumen. Maximale Ausnutzung, architektonische Einfallslosigkeit und autistische Beschränkung der Bauherren auf die jeweils eigene Parzelle bestimmen den Charakter. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um Hotels, Bürobauten, Wohnblöcke oder um die ­Zürcher Hochschule für Gestaltung handelt: Die Stadt hat es versäumt, hier Vorgaben zu erlassen, die das durchaus gewünschte Engagement privater Investoren zu einer Gesamtheit werden lassen. Aus den alten Industriearealen ist kein neues urbanes Zen­trum entstanden. Der öffentliche Raum ist nurmehr Verkehrs- und Restfläche. Dort geht man hin, wenn man etwas zu erledigen hat, und ist froh, wenn man wieder ins Tram steigen kann. Wer seinen Blues ausleben will, kann dort sonntags spazieren gehen.

    St.Gallen zeigt die Gefahren

    Das Hardturm-Areal ist in diese Situation eingebunden. Es schliesst eine Folge von Grossüberbauungen ab und wird von den Verkehrsachsen der Pfingstweid- , der Berner- und der Förrlibuckstrasse begrenzt. Die Gefahr liegt nun darin, dass auch das neue Projekt mit seinen drei Elementen Genossenschaftswohnungen, Stadionkörper und Wohntürme als weiteres Grossvorhaben an die bestehenden Volumen gereiht wird, ohne die Umgebung einzubeziehen.

    Was dabei herauskommt, kann man am Stadion sehen, das 2008 im Westen von St. Gallen eröffnet wurde. Die Stadt stellte damals ebenfalls eine Restfläche zwischen Autobahn und Einfallstrasse zur Verfügung, hoch verkehrsbelastet wie in Zürich und kaum sinnvoll für etwas anderes zu gebrauchen. Das St.Galler Stadion ist bei Spielern und Besuchern sehr beliebt, städtebaulich ist es jedoch gescheitert. Der Bau sitzt wie ein Insekt in der Landschaft, das auf dem Rücken liegt und hilflos mit den Beinchen strampelt. Jede Anbindung an die Umgebung fehlt. Die Chance, dem ausfransenden Westen der Stadt ein Zentrum zu geben, wurde nicht genutzt.

    So hat man mit dem Hauptmieter Ikea zwar einen Publikumsbringer gewonnen, die Shoppingmall-Atmosphäre, die die Läden im Stadion-Mantel bestimmt, macht den Bau aber zu einem Ort ohne Gesicht. Das Gefühl von Beliebigkeit bestimmt alles. Und nach aussen wurde das Stadion nicht als einla­dendes Stadttor gestaltet. Anreisende treffen auf eine grau-blaue Masse, die bestenfalls ankündigt, dass die Ostschweizer Metropole auch ein Hub für Ufos sein könnte.

    In einer Vermeidung dieser Fehler, in der Umkehrung eines solchen Denkens liegt die Chance der neuen Stadion-Überbauung für Zürich: Sie könnte zum Ankerpunkt einer Weiterentwicklung des städtebaulich so problematischen Quartiers Zürich-West werden und diesem ein Zentrum geben. Und sie könnte ein urbanistisches Gelenkstück schaffen. Die Brache liegt zwischen der City, Altstetten und, auf der anderen Limmat-Seite, Höngg. Hier wäre es möglich, die diffuse Zwischenlage für eine neue Ausrichtung der Stadt zu nutzen. Ein attraktives Zentrum könnte die Innenstadt entlasten und ihr einen weiteren städtischen Fokus zur Seite stellen. Das wäre ein Schritt weg vom zentralistischen Blick auf die Grossmünster-Türme hin zu einer multifokalen Stadt, die sich als Dialog zwischen verschiedenen Gesprächspartnern entwickelt und auf diese Weise an Vielfalt und Anziehungskraft gewinnt.

    Ungenutzte Möglichkeiten

    Diese neue Mitte könnte dann sehr wohl auch durch Hochhäuser markiert werden. Diese wären dann nicht nur Investorenprojekte, die eine maximale Ausnutzung anstreben, sie erhielten eine urbanistische Funktion, indem sie den neuen Drehpunkt der Stadt weithin sichtbar machen. Nicht zuletzt würden sie der Diskussion über das künftige Wachstum Zürichs einen Impuls geben.

    Damit das gelingt, sind zunächst einmal die Architekten mit einer Überarbeitung ihres Entwurfs gefordert. Wettbewerbsbeiträge sind zumeist Volumenstudien. Sie zeigen an, welche Masse die geplanten Bauten einnehmen und wie sie im Raum stehen könnten. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt in aller Regel erst nach der Freigabe der Planung. Dann erst wird entwickelt, wie die Fassade aussehen soll, welche Materialien verwendet werden, wie der Aussenraum gestaltet wird und wie die genaue Verwendung aussieht. So erinnern die beiden Türme in den bisherigen Visualisierungen mit ihren vertikalen Steinelementen eher an Wolkenkratzer aus dem New York der zwanziger Jahre oder an deren Revival am Potsdamer Platz in Berlin. Das wirkt rückwärtsgewandt und bedient eher die nostalgische Sehnsucht nach Metropolenfeeling als die Bedürfnisse des Ortes. An dem sehen die Volumen nämlich so schematisch aus, wie man es von den Türmen gewohnt ist, die in x-beliebigen Hollywood-Streifen das Downtown-Gefühl amerikanischer Städte vermitteln sollen: gross, gesichtslos, verloren. Ohne erkennbaren Kontakt zur Umgebung und ohne ersichtlich zu machen, was in ihnen stattfindet.

    Hier gibt es erkleckliches Potenzial. Zum einen was die Gestaltung und die Öffnung der Türme für eine allgemeine Nutzung in den unteren Geschossen anbelangt. Vor allem aber im Hinblick auf die Anbindung an die Umgebung. Das Hardturm-Areal hat sowohl die historischen Bernoulli-Häuser vis-à-vis wie auch die Sportanlagen des Hardturms. Unmittelbar gegenüber liegt ein Gewerbeareal, dann kommt die Limmat. Wieso hier nicht einen grossen Park anlegen, der vom Fussballstadion überleitet zu den Sportanlagen und zum Fluss? Ein solches Naherholungsgebiet könnte die neue Überbauung von ihrer Insellage erlösen und in den Stadtraum einbinden. Dieser würde mit dem Limmatufer eine besondere Qualität besitzen. Vielleicht wären sogar Badeanlagen möglich. Das würde für Leben sorgen, auch wenn keine Spiele stattfinden, also fast die ganze Woche über. Obendrein erhielten die Bewohner der Türme wie der Genossenschaftswohnungen einen öffentlichen Garten. Und es gäbe mehr Raum, in dem sich eine Stadion-Kultur einnisten kann, wie die Fans sie brauchen und die sich beim Letzigrund-Stadion über Jahre mühsam entwickelt haben.

    Beim neuen Stadion-Projekt gilt wie überall der alte Grundsatz: Wer etwas will, muss auch etwas geben. Statt über Stadion Ja oder Nein zu streiten, sollte die Bevölkerung fordern, dass dieses Projekt die Entwicklung der Stadt voranbringt und allen eine neue Qualität bietet, egal, ob sie sich für Fussball interessieren oder nicht. Dann haben die Türme, das Stadion und die Genossenschaftswohnungen eine öffentliche Funktion, sie werden zur Sache aller. Und die sollten auch alle unterstützen.


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    Zitat von Der Weise

    So ärgerlich das auch ist, manchmal lernt man aus solchen Spielen mehr als wenn man sie gewinnt!


    schoso!

    die mannschaft scheint sowieso mit jedem spiel etwas stabiler und kompakter. ludofigg hat seine stammelf gefunden. und auf der bank sitzen durchaus taugliche einwechselspieler. wenn die entwicklung von mannschaft und trainer so weitergeht, stehen wir vor einer schönen rückrunde!


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    nzz am sunntig:

    Immer weniger Leute interessieren sich für den Klub

    Nur noch Nostalgie

    Tritt der GC-Präsident Stephan Anliker zurück, wenn die Stadionvorlage scheitert? Der Urnengang wird die Zukunft des Tabellenletzten bestimmen. Von Stephan Ramming

    Mutterseelenallein steht der alte Mann auf der Tribüne im Letzigrund. Auf dem Kopf trägt er eine Mütze mit dem Klublogo der Grasshoppers. Die Mütze war einmal blau, die Farbe ist ausgebleicht, nun ist sie grau. Grau wie die Haare unter der GC-Mütze, grau wie die GC-Hoffnungen, grau wie das GC-Leben überhaupt. «Geht doch in die Challenge League, dort könnt ihr auch ‹tschuten›», ruft der Alte. Keiner hört ihm zu, es ist ein Selbstgespräch, eine Selbstbeschimpfung. Er setzt sich in Bewegung, weg von hier, weg von den leeren Sitzreihen. Das Spiel ist zu Ende. Die dort unten auf dem Rasen, denen er den Abstieg an den Hals wünscht, kassieren noch das zweite Gegentor. Es ist vorbei. Wieder einmal.

    Die Momentaufnahme am Ende des 0:2 gegen Thun vom vorletzten Dienstag mag zufällig sein. Aber der einsame Alte mit der ausgebleichten Kopfbedeckung aus den neunziger Jahren, als GC im alten Hardturm-Stadion in der Champions League spielte und viele Pokale gewann, fasst den Zustand der Grasshoppers in ein treffliches Bild: Immer weniger Leute interessieren sich für den Klub. Immer blasser wird die gloriose Geschichte. Immer dicker wird die Staubschicht auf den alten Trophäen. Und nun ist GC gerade wieder einmal Tabellenletzter.

    Aktionäre halten still

    Nicht nur der Alte empfiehlt den Abstieg, auch andere tun das. Gerade hat die Boulevard-Zeitung «Blick» Genesung in niedrigeren Gefilden angemahnt. Im Zentralvorstand des polysportiven Klubs gibt es schon seit längerem Stimmen, welche die Fussballsektion radikal in einen Verein für Jugend- und Breitensport zurückbauen möchten. Öffentlich darüber reden mag derzeit niemand. Nur schon, weil am 25. November in der Stadt Zürich abgestimmt wird, ob auf dem Hardturm-Areal ein neues Stadion gebaut werden soll. Für die ersehnte Ja-Mehrheit braucht es nach aussen Ruhe, Einvernehmen, Geschlossenheit.

    Und Zuversicht. Gerade von Stephan Anliker, dem GC-Präsidenten. Weil der Architekt in Langenthal wohnt, wird er kein «Ja» in Zürichs Urne legen können. Anliker akzeptiert, dass der Ausgang offen ist. Die Sozialdemokraten als stärkste Partei sind gegen die Vorlage, auch die Grünen haben die Nein-Parole beschlossen. «Der links-grüne Stadtrat ist dafür, auch viele Prominente aus dem eher linken Lager», sagt Anliker. Das neue Stadion, gebaut auf den Ruinen der ruhmreichen Vergangenheit, soll GC die Zukunft ermöglichen.

    Die Abstimmung steht aus Sicht von GC als Hürde vor dieser Zukunft. Aber die Annahme der Vorlage ist alles andere als gewiss. Ohne geschlossenen Support der links-grünen Mehrheit ist in Zürich keine Vorlage zu gewinnen, sagt die Erfahrung der vergangenen Jahre. Die bürgerliche Minderheit unterstützt das Stadionprojekt. Anliker gibt zu, dass der Ausgang der Abstimmung «ein enges Rennen» werde.

    Und wenn die Abstimmung verloren geht? «Es ist der falsche Zeitpunkt, um darüber zu reden. Aber es wird sehr, sehr schwierig, und dies sehr schnell», sagt er. Was genau «sehr schnell sehr schwierig» wird, will Anliker nicht vertiefen. Tritt er zurück? Verkauft er seine Anteile am Klub? Für ihn ist es der falsche Zeitpunkt für das Ausmalen von düsteren Prognosen. Sie könnten als Drohkulisse missverstanden werden. Das Gegenteil ist gefragt, Optimismus und Zuversicht. Jedenfalls bis am 25. November.

    Bis dahin gilt eine Art Stillhalteabkommen zwischen den drei GC-Besitzern. Anliker, der Auto-Importeur Peter Stüber sowie der Gartenbauunternehmer Heinz Spross teilen sich die Aktien zurzeit noch auf. Im Januar hatten die drei die Anteile am Klub übernommen und sich verpflichtet, jährlich je 1 Million Franken zu zahlen. Nach nur drei Monaten verkrachten sich vor allem Spross und Anliker unter grossem Getöse wegen der Entlassung des damaligen Trainers Murat Yakin. Yakin war mit viel Applaus empfangen worden, richtete dann aber im Frühjahr ein grösseres Chaos an. Nach Yakins Rauswurf wollte Spross zuerst seine Anteile abgeben und sich zurückziehen. Doch er entschied anders. Die Aussicht, als GC-Mitbesitzer dereinst in ein neues Stadion einzuziehen, war einer der Gründe für das Umdenken. Ein weiterer Grund war, dass Spross nach weit über fünfzig Jahren bei GC mehr Geld für den Verkauf der Beteiligung verlangte als Anliker angeboten hatte. Zudem soll er die Million zur Deckung des budgetierten Defizits bereits bezahlt haben. Je nach Ausgang der Abstimmung verändert sich deshalb die Ausgangslage wesentlich für den Rückzug von Spross.

    «Wir sind im Gespräch mit ihm», sagt Anliker, «ein klares Stillhalteabkommen gibt es aber nicht. So oder so ist es unsere Strategie, neue Aktionäre an Bord zu holen. Die Gespräche dazu laufen.» Anliker sagt das, seit er vor viereinhalb Jahren Präsident geworden ist. Mit der allfälligen Aussicht auf ein neues Stadion glaubt er wohl, tatsächlich ein starkes Argument für neue Geldgeber zu haben.

    Wieder Amateurfussball

    Möglicherweise hat aber auch Spross ähnliche Pläne. Mit seinem Vertrauten Erich Vogel könnte auch er auf Investorensuche sein, das Stadion-Argument als Lockstoff. Solange Spross seine Aktien nicht abgibt, hat er Einfluss und die Möglichkeit, zusammen mit Stüber eine Mehrheit gegen Anliker zu bilden. Denn Vogel hat auch einen guten Draht zu seinem alten Schulfreund Peter Stüber. Stüber, ein zurückhaltender Mäzen, hatte sich bei den Auseinandersetzungen im Konflikt um die Yakin-Entlassung auf die Seite von Anliker geschlagen. Das muss nicht so bleiben für die Zeit nach der Abstimmung.

    Vielleicht kommt es aber auch ganz anders: Im Februar hatte Stüber in einem Interview mit der NZZ für den Fall einer Ablehnung der Stadionvorlage gesagt: «Vielleicht wäre es dann wirklich klüger, wieder Amateurfussball zu spielen. Oder der FCZ und GC fusionieren. Ich bin seit über vierzig Jahren der Meinung, es wäre besser, nur noch einen Klub zu haben. Das Geld könnte dann effizienter eingesetzt werden.» Nicht so wie in den vergangenen Saisons: GC wurde in den letzten vier Meisterschaften jeweils mit Budgets von gegen 20­Millionen Franken Neunter, davor Achter, Vierter, Achter. Seit dem Transfer von Munas Dabbur für rund 6 Millionen Franken vor zweieinhalb Jahren konnte GC auch keine wesentlichen Transfererlöse erzielen. In nur einem Jahr kamen oder gingen fast vierzig verschiedene Spieler.

    «Es war nicht sehr ruhig hier, es gab viel Theater, die Mannschaft hat gegen den Abstieg gespielt», sagt Thorsten Fink. Seit April ist Fink GC-Trainer. Von den vierzehn Spielen hat er drei gewonnen und neun verloren, dazu kommt das Ausscheiden im Cup gegen Stade Nyonnais aus der 1.­Liga Promotion. Fink ist ein optimistischer Trainer, er lässt sich auch nach dem 1:2 in St.Gallen, als seine Mannschaft nach einer Stunde einknickte wie ein Grashalm beim ersten Lufthauch, seine Arbeit nicht schlechtreden. «Spass» mache sie ihm, «Freude» sei sein Antrieb. «Vielleicht haben die Spieler noch immer das vergangene Jahr im Kopf», sagt er, «wenn man einen Ball spielt und der kommt nicht an, dann kommen im Gehirn die Dinge hoch, wie es im letzten Jahr gelaufen ist. Die Spieler sind noch nicht gefestigt genug.» Es fehlten nur zwei gewonnene Spiele in Folge, dann komme das Selbstvertrauen von alleine. So redet Fink.

    Tief Luft holen, um laut schreien zu können: «Rekordmeister und Rekordcupsieger», so wird es der Stadionspeaker auch heute Sonntagnachmittag in den Letzigrund brüllen, wenn er die Namen der GC-Aufstellung gegen Lugano verliest. Es wird nach Beschwörung tönen, nach Comedy und Verzweiflung. 4200 Zuschauer kamen gegen Sitten, 3700 waren es gegen Xamax, 3500 sollen es gegen Thun gewesen sein. Im Sektor D, wo sich die verbliebenen Fans jeweils versammeln, haben sie schon seit langem zwei grosse blaue Planen über die roten Sitzreihen gespannt, damit die Kurve nicht immer noch leerer aussieht. Und vielleicht steht irgendwo auf der Tribüne wieder ein Alter und schimpft mutterseelenallein vor sich hin. Wenn GC aber gewinnt, spielt der Speaker «Nume GC» von Nöggi. Das Lied ist über vierzig Jahre alt. Es ist schön. Aber es ist Nostalgie.


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    Zitat von Mirko

    Letzte Saison hatte Dortmund nach 7 Spieltagen sogar 5 Punkte Vorsprung auf die Bayern. Wie es herausgekommen ist, wissen wir ja...


    aber das jahr händs eine vo de beste trainer! nöd die holländisch nulpe!


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    Zitat von snowcat

    isch no krass, gemäss tele züri hüt, kassiert de fcz allei fürs mitmache i de gruppephase vo de euroleague 5,5 millione!

    zrugg vom letzi hani jetzt no die letschte 15 minute vom hütige match namal glueget. da seit doch de reporter, dass mer i de euroleague pro sieg 650’000 franke kassiert! heisst bis jetzt die 5,5 millione plus 1,3 millione...i de afangszit vo de championsleague, also 90-er jahr, sind das öppe zahle gsi womer dete kassiert hät. 6,8 millione ha oder nöd ha bimene budget vo +/- 20 millione...geil!

    zum spiel: zäh, sehr zäh, aber trotzdem en verdiente sieg. de fcz isch sehr guet organisiert, bewiesed au die erst 8 gägegoal i de meisterschft und die 0 gägegoal i de euroleague. und e gwüssi, gsundi agressivität und wille isch meistens vorhande. sicher au en grund, warums ebe meistens ufgaht am schluss. me erarbeitet sich die pünkt.

    ABER: uf de letschte 20 bis 30 meter gaht scho erschreckend wenig! wenn de marchesano nöd spillt, chömed praktisch kei offensiv idee us em mittelfeld. und en knipser fählt a allne egge und ände! au wenns oft zäch isch zum luege, irgendwie gahts uf am schluss. und solang dass eso isch, isch de ludofigg bi de verantwortliche sicher käs thema!

    trotz de durchzogene gfühl: europäisch überwintere schint nach hüt sehr realistisch! und dänn mit losglück im 16-final im früehlig en knaller gägner, evt. en dritte us de championsleague. wieder emal en (fasch) usverchaufte letzi und namal +/- 2 millione ihname mit tix und tv rächt. fasch s‘halbe budget wär dänn igfahre!

    wie gseht ächt das ganze us, wenn em magnin sini idee ganz umgsetzt werded? die churzfristig zuekunft hät jedefalls scho trister usgseh! [emoji14]

    de magnin: «Uns fehlen auf den letzten 30 Metern die Automatismen und die Kreativität» sagte Magnin. Noch sei nicht alles perfekt. «Aber das ist ein ganz normaler Prozess.»

    https://www.watson.ch/!236341984?utm…=watson-app-ios