Beiträge von snowcat

    Zitat von The Fan

    Also 2 Tore geschenkt und eine dämliche Strafe, nicht clever genug.


    genau das selbe habe ich auch gedacht...scheint leider wirklich so zu sein, dass wir keinen meistergoalie (mehr) haben. flüeler war mal einer, vielleicht wird er es ja wieder...die hoffnung stirbt zuletzt! :razz:

    aber grundsätzlich das alte lied: der zsc spielt gut, aber zu wenig kaltblütig vor dem tor und mit durchschnittlichem torhüter...


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    Zitat von larlf

    Also, sobald CC im Stadion ist, Spiel unterbrechen, CC schicken und entsprechend handeln.


    und wenn er nicht geht? das spiel forfait 0:3 zu gunsten des gegners werten? dann zieht er wegen diesem 0:3 vor gericht und bekommt noch recht!

    so und nicht anders funktioniert cc. den müsstest du während den spielen in polizeilichen gewahrsam nehmen oder ihm fussfesseln anlegen, damit er nicht ins tourbillon geht.


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    Zitat von Mushu

    Die ganze Welt schaut darauf; die ganze Welt sagt; dass kann nicht gehen!


    und die selbe ganze welt wird - einmal mehr - durch cc eines besseren belehrt (werden)!

    und sollte nach langen jahren vor gericht doch noch eine letzte instanz die spielsperren bestätigen, tritt er zurück und stellt sich als opfer dieses furchtbaren systems dar. aber für urteile eines sfv hat er bestenfalls ein lächeln übrig. und nie und nimmer wird er auf grund eines sfv urteils ein stadion nicht mehr betreten! vorher wird die erde eine scheibe...

    er hat kein rechts- und kein unrechtsbewusstsein bzw. nur sein eigenes. leute wie trump, berlusconi oder cc funktionieren anders als das gros der menschheit und verdienen in ihren augen NIE eine strafe weil sie immer immer im recht sind. und das ziehen sie durch bis zum bitteren ende! auch cc, du wirst sehen!


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    PS: Früher konnte man ja über diesen "Robin Hood aus dem Wallis" manchmal noch lachen, nun ist er aber definitiv zu weit gegangen. Ob er sich wieder rauswinden kann wird man sehen, versuchen wird er es auf jeden Fall.


    er wird, garantiert! die causa cc ist erst jetzt so richtig eröffnet und wird jahre dauern! so lange, dass sich kaum mehr jemand an den eigentlichen fall erinnern wird...hat ja kaum jemand ernsthaft geglaubt, dass er die strafe einfach so hin nimmt? :nixwiss:

    http://www.watson.ch/Sport/Fussball…-erhalten%C2%BB



    Solange Sion am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann er wohl nur seine Anwälte los lassen, aber spätestens am Spieltag hat auch er das Stadion zu verlassen; Egal ob er Mieter oder Eigentümer ist, der SFV bestimmt die Regeln...


    vergiss es! in einem gerichtsfall mit cc bestimmt genau einer die regeln und zwar er und nur er! selbst die uefa hat das zu spüren bekommen. den sfv verspeist bzw. demontiert er noch vor dem frühstück, ich sehe ihn jetzt schon genüsslich in die kamera grinsen nächsten sonntag gegen st. gallen...

    Zitat von Larry

    Genf und auch Lausanne tun m,E. dem CH Hockey gut!


    besser als kloten auf jeden fall. die brauchts definitiv nicht mehr im grossraum zürich. sportlich keine herausforderung für niemanden. früher waren sie wenigstens beim zsc ein publikumsmagnet und sorgten regelmässig für eine ausverkaufte halle. heute kommen gegen die klötis nicht mehr als gegen lugano oder zug.

    aber sollte kloten so weitermachen und der zsc tatsächlich in wenigen jahren über eine eigene halle verfügen, löst sich dieses "problem" von selber...


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    Zitat von ZüriBueb

    Im Gegensatz zu Dir, vergesse ich nicht, was ich so schreibe. Meine Meinungen sind konstant.

    Aber ok, evtl. habe ich da tatsächlich auch Mal über Hartley geflucht im Herbst. Weiss es nicht. Nüt für unguet :wink:


    herrlich!

    ...ich vergesse nicht was ich so schreibe, meine meinungen sind konstant...

    ...vielleicht habe ich tatsächlich auch...weiss es nicht...

    das nenne ich doch mal konsequent inkonsequent! du solltest politiker werden. die kümmern sich auch nicht um ihr geschwätz von gestern! :razz:


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    Zitat von Larry

    Wir haben weit weniger Spieler als die anderen, und was Schweden anbelangt: Mit System hat es nur wenig, mit guter Ausbildung aber viel zu tun. Und die Spieler der anderen Länder haben ganz einfach eine ganz andere Einstellung zum Sport, nicht so wie unsere Hätschelbubis.


    ok, dann haben wir auch weniger masse, wusste ich nicht, was aber durchaus eine teilerklärung für den 7. platz ist. aber wo ist der unterschied zwischen guter ausbildung und system? das geht in meinen augen hand in hand.

    auf jeden fall wäre international einiges mehr möglich, wenn nicht jeder halbwegs talentierte junior bei uns verhätschelt und schon früh mit super verträgen geködert würde. da sind wir uns glaubs einig. es kann ja kein zufall sein, dass es ausgerechnet jene junioren zu top spielern schaffen, welche sich schon im juniorenalter einer (junioren-) na liga anschliessen. und diejenigen, welche es in na nicht schaffen, bekommen locker asyl beim scb, hcd, evz oder zsc. mit top verträgen notabene!

    und dieses manko kann selbst in einer organisation wie es die lions sind nur von ausländischen trainern und mit geduld (braucht jahre) und einer ganz klaren und kommunizierten strategie durchbrochen werden. ringt sich aber eine organisation zu diesem (nachhaltigen) system durch, wird sie eine fast nicht schlagbare macht im schweizer eishockey.


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    Zitat von Larry

    Nach Kanada (81) und den USA (47) wurden 27 Schweden, 23 Finnen, 18 Russen und 9 Tschechen gezogen, und darum stehen diese Länder auch vor uns und dies wird noch lange so bleiben - leider!


    das ist so! aber vielleicht sollte man sich darum auch mal die frage nach der ursache und dem warum stellen!

    die schweiz bietet alle möglichkeiten, welche finnland, schweden oder tschechien bietet. dh. ähnlich viele einwohner (also auch eine ähnliche anzahl lizenzierter spieler), genügend eisbahnen/-felder, generell genügend geld für jugendförderung etc. und trotzdem schafft es die schweiz international nicht über platz 7 hinaus.

    die russen, amis und kanadier machen es mit der masse und brutalen qualifikationen bereits im juniorenalter. da wird die spreu vom weizen schon früh getrennt. ohne die nötige härte und eigenverantwortung hast du dort keine chance auf eine erfolgreiche eishockeykarriere. das wird da schon jedem 12-jährigen eingetrichtert. dementsprechend ist auch der wille und die eigenverantwortung der spieler aus diesen ländern. darum auch das grosse reservoir an top spielern, neben der nötigen qualität und talent der topcracks natürlich.

    die schweden, finnen und tschechen haben diese masse ebenfalls nicht. wie wir schweizer. was haben aber die schweden, tschechen und finnen gemacht? bereits vor jahrzehnten haben sie begonnen eigene, intelligente eishockeysysteme zu entwickeln um der übermacht und der wucht des hockeys aus na und russland etwas entgegenstellen zu können. und das ist ihnen auch hervorragend gelungen. etliche weltmeister- und olympiatitel zeugen davon. klar, in anzahl titel werden sie nie an die top 3 heran kommen. aber sie sind immer (meistens) unter den top 6 rangiert und oft gewinnt einer der dreien einen titel, selbst an einer olympiade mit teilnahme sämtlicher nhl cracks.

    darum habe ich mir auch einen ruck erhofft, eine art initialzündung, welche die schwedischen trainer auslösen. aber anstelle dieses rucks sonnen sich unsere spieler in ihren luxusverträgen und verweigern eine totale neuausrichtung und weiterentwicklung. so sieht es jedenfalls von aussen aus. aber warum sollten sie auch? auch ohne diese entwicklung werden sie weiterhin luxusverträge erhalten in der schweiz. der leidensdruck ist schlicht nicht da! und genau an diesem punkt sind die schweden (bisher) gescheitert! sie hatten es wahrscheinlich noch nie mit so selbstzufriedenen und nicht hungrigen spielern zu tun.

    aber sollte man bis ende saison mit den schweden durchziehen, könnte das die chance sein, damit es auch beim hintersten und letzten spieler klick macht. so wie das schon bei ruhnke und huras der fall war. muss aber durchaus nicht sein, denn ein erneutes scheitern in den 1/4 finals wird mit einer trainerentlassung belohnt und alles beginnt wieder bei null und die spieler haben gewonnen.

    ja, ich bin sogar der meinung das ein motivator wie schläpfer die mannschaft aufrütteln würde und sieg an sieg reihen würde. mit einem möglichen happy end, sprich meistertitel.

    kurzfristig für den zsc sicher eine erfolgreiche strategie. aber langfristig? die schweiz zementiert ihren 7. platz in der nationenwertung...


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    Zitat von larlf

    ...viel schlimmer kann es nicht werden...


    wow! 2. platz, torverhältnis +9, zugegeben 5 punkte rückstand auf platz 1...

    ...aber schlimmer kanns nicht werden? der funke von anspruch und arroganz springt scheinbar auch auf die fans rüber...


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    Er hat das Know How nicht, diese Mannschaft, die wir haben, zu Bestleistungen zu coachen. Dass Crawford und Wallson viel erreicht haben, weiss ich selbst.


    vielleicht hat aber auch die mannschaft das know how nicht um intelligentes eishockey zu verstehen und umzusetzen! wäre doch auch ein möglichkeit oder nicht?

    Zitat von schalamütss


    die 52. neuausrichtung seit 15 jahren scheint tatsächlich mal seriös zu sein und ein fundament zu haben. aber jünger werden die geldeinbutterer nicht und es wird alles vom stadion abhängen. kommt es nicht, dann...

    us de nzz am sunntig:

    Traum der alten Männer

    Die Inthronisierung des Trainers Murat Yakin zeigt, wie GC zu alter Grösse finden will. Der Klub definiert sich über frühere Erfolge und hält sich dank Geldspritzen am Leben. Von Peter B. Birrer

    Christian Gross fragt an einem Apriltag am Roten Meer in Jidda, seinem damaligen Arbeitsort in Saudiarabien: «Was ist mit GC? Als ich dort 1993 begann, war der legitime Anspruch: jedes Jahr ein Titel.» So war das damals. Heute sind die Zürcher weit weg von Pokalen oder Titelserien. Das hat der Trainer Gross in Saudiarabien mitbekommen. Er sagt: «GC hätte das Hardturmstadion nie verlassen sollen. Der Klub kann erst wieder vorne mitspielen, wenn er ein eigenes Stadion erhält.» Der Plan ist denn auch, das rettende Stadion auf dem alten Hardturm-Areal zu errichten. Der FC Zürich kommt ebenfalls dort unter. 2021 soll das Haus bezugsbereit sein.

    Wenn Gross über den Schweizer Fussball redet, wird deutlich, wie hoch für ihn GC hängt. Immer noch. Der FC Basel, ja, an ihm kommt niemand vorbei. Dann folgt GC, obschon sein früherer Klub kriselt – «das geht doch nicht, da muss man etwas tun». Und erst danach YB, der FC Zürich, vielleicht noch Sitten. Gross äussert sich sinnbildlich für jene Personen, die über die kaum besuchten und teilweise defizitären GC-Heimspiele hinwegsehen und die glitzernde Vergangenheit bemühen. GC, Rekordmeister, Rekord-Cupsieger, Rekord-Cupfinalteilnehmer, Europa-Cup, Macht, Dominanz, Geld, Hochfinanz, Zürich.

    Das ist in der DNA des Klubs eingebrannt, verewigt, zumindest für ältere Semester, die sich daran erinnern, was in den 1990er Jahren war. Und so kam es, dass ein paar ältere Herren unlängst zur Tat schritten und wieder einmal eine forsche Neuausrichtung proklamierten. Einer der GC-Geldgeber sagt: «Erfolg ist das Allerwichtigste. Der 6., 7., 8. oder 9. Rang interessiert in Zürich niemanden.»

    Die Konsequenzen sind einschneidend und werden ein paar Herren abermals ein paar Millionen kosten. Der Trainer Carlos Bernegger wurde in einem unschönen Schauspiel durch Murat Yakin ersetzt, der intern wahlweise als «Übermensch», als «Erfolgsgarant» oder als Trainer mit einer Vita verkauft wird, «die Sie weitherum suchen können». Schnell wird alles schlecht geredet, was mit Bernegger war. Und noch schneller wird alles heiliggesprochen, was mit Yakin ist. Bernegger soll «nichts mehr im Griff gehabt» haben, Yakin «alles». Yakin, die Projektionsfläche für die alte Grösse des Grasshopper-Clubs. Das Selbstvertrauen Yakins breitet sich aus. Es fusst auch auf seiner finanziellen Unabhängigkeit, «die ihm Gelassenheit gibt und ihn weniger angreifbar macht», wie ein Yakin-Kenner sagt. Natürlich ist Yakin auch die Wahl des 78-jährigen Erich Vogel, der grauen Eminenz im Klub, die Yakin schon als Spieler zu GC geholt und ihn später als Trainer gefördert hat.

    «Sie buttern wieder Geld hinein»

    Die Verpflichtung Yakins steht für die x-te Neuausrichtung. Langjährige Geldgeber wie Gartenbauunternehmer Heinz Spross und der Mercedes-Händler Peter Stüber, die mit dreistelligen Millionenvermögen in der «Bilanz» unter den 300 reichsten Schweizern auftauchen, stürzen sich zusammen mit dem Klubpräsidenten Stephan Anliker in die Zukunft. Auch der langjährige GC-Gönner Walter Streckeisen soll begonnen haben, noch mehr Geld bereitzustellen. Im Verwaltungsrat ist dazu Stav Jacobi, der es im Verbund mit seinem Bruder Dmitri Jakubowski ebenfalls unter die 300 reichsten Schweizer bringt. Und der neu in die Führung eingetretene Roland Klein hat früher für den katarischen Fussballverband gearbeitet. Irgendwelche Leitungen nach Katar sind in erhitzten Fussball-Zeiten wie diesen zumindest kein ökonomischer Nachteil. Das GC-Aktionariat wird verschlankt und der Klub wieder einmal saniert. Das heisst für Beteiligte: Auf Darlehen verzichten, Aktien auf einen symbolischen Franken abschreiben. Und vor allem: frisches Kapital zur Verfügung stellen. «Sie buttern wieder Geld hinein und wollen, dass etwas passiert», sagt eine gut informierte Quelle, die dem Kurs skeptisch gegenübersteht. Warum? «Das ist ein endloser Kampf. Das Geld fliesst über Sponsoring, Darlehen und Aktien in den Klub, über Aktien, die faktisch keinen Wert haben. Das Kapital wird weggefressen. Aber sie machen immer weiter. Das ehrt sie.»

    Hans-Peter Lacher weist stolz daraufhin, dass Spross, Stüber und Anliker Mitglieder des Donnerstag-Clubs sind. Das ist eine traditionelle Gönnervereinigung im Klub. Lacher beschreibt den ständigen Geldfluss so: «Wir pflegen eine Subkultur, in der Pilze wachsen. Und wenn einer unerwartet aus dem Boden schiesst, ziehen andere nach.» Auch im Donnerstag-Club hält man die Fahne hoch. «Die schönen Zeiten kommen wieder zurück, wir spüren Aufbruchstimmung und haben mehr Interessenten», sagt Lacher.

    Dabei ist die Rechnung tiefrot und ohne Aussicht auf Besserung, zumindest bis zum Bezug des neuen Stadions, das jetzt schon als Heilsbringer herhalten muss. Der jährliche Aufwand, inklusive 1.Mannschaft, Campus und Stadion, beläuft sich auf 20 Millionen Franken. 13 Millionen werden eingenommen. Die Differenz muss mit Spielertransfers und Zuschüssen gedeckt werden. Mit der schlankeren Aktionärsstruktur soll Sicherheit in den nächsten drei Jahren Einzug halten, damit man nicht bei erster Gelegenheit aus purer ökonomischer Not Personal verscherbeln muss. Wie in den letzten Jahren oft geschehen. «Wir haben zu sehr von der Hand in den Mund gelebt», kritisiert ein Mitglied des Donnerstag-Clubs. Oder wie es der Sportchef Mathias Walther sagt: «Wir werden weniger oft zu Transfers gezwungen, sondern können Spieler vermehrt dann verkaufen, wenn es wirklich Sinn ergibt. Und dies erst noch auf höherem Niveau.»

    Rhetorik von Erich Vogel

    GC, ursprünglich der elitäre Klub der Zürcher Hochfinanz, hechelt weiter seiner Vergangenheit hinterher. Mit Bildern von früher, mit Geldgebern, die das tun, was im Schweizer Fussball fast überall getan werden muss: Millionen einschiessen. Mit dem Trainer Yakin, der in anderen Zeiten GC-Spieler war. Mit dem 78-jährigen Ratgeber Erich Vogel, dessen inoffizielle Dominanz nicht unterschätzt werden sollte. Wenn man sich im Klub umhört, stösst man mehrfach auf eine Rhetorik, die nur den unverwüstlichen Vogel als Ursprung haben kann. Das wird zwar abgestritten, weil niemand Selbständigkeit verlieren will. Aber für die Ortung der scharfen Vogel-Rhetorik muss man nicht Sprachwissenschafter sein.

    Sie nährt den Klub ebenso wie die simple Frage des Trainers Gross, im Auto, irgendwo in Saudiarabien: «Was ist mit GC?»


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    us de nzz am sunntig:

    wenn selbst die bayern "verarmen"...

    Die Ärmsten der Reichen

    Der FC Bayern kann die Finanzkraft von Klubs wie Paris Saint-Germain nicht kontern – und ist damit in guter Gesellschaft. Im europäischen Fussball etabliert sich eine neue Hierarchie. Von Stefan Osterhaus

    Noch wissen sie nicht, was für ein Anfang diesem Ende innewohnen wird. Denn noch ist er nicht da, der neue Trainer, der auf Carlo Ancelotti folgen wird, den die Bayern am Donnerstag entliessen. Nur ein paar Stunden nach einem 0:3 gegen Paris Saint-Germain war der Italiener draussen. Dass es nach dem Match gegen PSG passierte, erschien beinahe wie eine Fügung, denn PSG ist nicht irgendein Klub, PSG, alimentiert aus Katar, symbolisiert so ziemlich alles, was die Bayern fürchten, und das ist in erster Linie das Geld einer ­Konkurrenz, die es nicht selber erwirtschaf-ten muss.

    Hätten sie bestanden gegen PSG, ein Unentschieden geholt, es wäre schwer vorstellbar gewesen, dass Ancelotti hätte gehen müssen. Aber so war seine Entlassung vor allem eine relativ planlose Reaktion auf die neuen Verhältnisse in Europas Fussball, mit denen sich die Bayern, und nicht nur sie, schwertun.

    Monströses Ausmass

    PSG symbolisiert jene Art von Herausforderung, auf die sich kaum eine Antwort finden lässt: Was aus Paris der Konkurrenz entgegengeschleudert wird, ist so grossklobig, dass es beinahe wie ein Akt der schieren Willkür erscheint. Neymar für 222 Millionen Euro aus seinem Vertrag herauszulösen und diesem noch für 180 Millionen den quecksilbrigen Teenager Kylian Mbappé zur Seite zu stellen, das ist von einem solch monströsen Ausmass, dass es schwerfällt, die Dinge rational zu ­erfassen. Deshalb ist Bayerns Beteuerung, unter diesen Voraussetzungen die Champions League nur schwer gewinnen zu können, keine Kapitulation vor den Verhältnissen, sondern allenfalls eine nüchterne Einschätzung der Situation.

    Die Bayern international also nur noch zweitklassig? Tatsächlich bildet sich gerade eine neue Hierarchie im Geldadel des Fussballs. Entrückt sind PSG und Manchester City, das mit Geld aus Abu Dhabi finanziert wird. Ihre Ressourcen sind kaum zu erschöpfen, sie sind in der Lage, jeden Konkurrenten auszustechen. Die Bayern sind also nicht allein mit ihrer Not. Zum Rest der Konkurrenz halten sie finanziell Tuchfühlung. Längst ist die Zeit der Fabelsummen beim FC Chelsea vorbei. Die Möglichkeiten, die dem FC Barcelona zur Verfügung stehen, sind zwar gross, doch von der Wirtschaftskraft der Katalanen trennt Bayern München keine Lichtjahre. Ähnliches gilt für Real Madrid, ja, es gilt im Grunde für alle Klubs, die nicht das ambivalente Vergnügen haben, sich in die Abhängigkeit von arabischen Gönnern begeben zu dürfen.

    Dass die Situation in München durchaus realistisch eingeschätzt wird, illustriert eine Aussage des Präsidenten Uli Hoeness, die angesichts der turbulenten letzten Wochen für die Münchner nicht einmal angemessen ­gewürdigt wurde: Ihm gefalle, was Real Madrid auf dem Transfermarkt anstelle. Das sei ­vernünftig.

    Wie bitte? Meint Hoeness jenes Real, das eine dreistellige Millionensumme für Gareth Bale ausgab? Dann wäre die Vernunft von heute nur der Irrwitz von gestern. Oder hat er jenes Madrid im Blick, das sich rühmen kann, vor drei Jahren den Spielgestalter Toni Kroos von den Bayern für gut 30 Millionen Euro gewonnen zu haben, weil man ihm dort dem Vernehmen nach den Wunsch nach einer Gehaltserhöhung nicht erfüllte? Mit Kroos, der heute in der Rubrik unbezahlbar zu suchen wäre, läutete Trainer Zinedine Zidane die phänomenale Ära der Postgalaticos in Madrid ein.

    Das wäre tatsächlich jene Art von Vernunft, mit der auch die Bayern wieder zu Erfolgen kommen könnten. Gerade solche Transfers begründeten in den Jahren zuvor ihren Erfolg. Ihr Aufstieg begann mit der Verpflichtung von Arjen Robben, der – Vorsicht Pointe – ehedem in Madrid nicht mehr gebraucht wurde und relativ preiswert zu bekommen war. Der Versuch, mit James Rodriguez einen in Madrid ebenfalls unglücklichen Hochkaräter in München zu neuer Form zu bringen, fügt sich in dieses Muster und ist grundvernünftig, so wie auch die Transfers von Corentin Tolisso (Lyon) oder Niklas Süle und Sebastian Rudy (beide Hoffenheim) sinnvoll sind. Aber sie garantieren eben nicht auf Anhieb jenes Niveau, für das Neymar und Mbappé stehen.

    Die Situation ist auch deshalb so irritierend für die Münchner, weil die Dinge in den letzten Jahren so glänzend liefen, dass die Bayern dabei waren, daraus eine Art Gewohnheitsrecht auf Spitzenplacierungen in der Champions League abzuleiten. Was sich in den Köpfen der Münchner etabliert hatte, war wohl der Gedanke an eine Art natürliche Ordnung des europäischen Klubfussballs. In dieser ungeschriebenen Hierarchie sind sie eine Grösse vom Rang Reals oder Barcelonas, mindestens so gross wie Manchester United, grösser als Manchester City. Die Italiener, Milan und ­Juventus, die hatten sie ja sowieso schon ­abgehängt.

    Glamour mit Guardiola

    Man kann diesen Anspruch aber durchaus als ein wenig vermessen bezeichnen. Jeder Erfolgszyklus kommt an ein Ende, und derjenige der Bayern war sehr lang: Er begann 2009 mit der Verpflichtung von Trainer Louis van Gaal, in der Folge stand der sechsmalige Einzug in den Halbfinal der Champions League, dreimal wurde das Endspiel erreicht, 2013 die Trophäe gewonnen.

    Die Mannschaft, die Jupp Heynckes nach van Gaal formte, war so gut, dass die Bayern zur ersten Wahl für Pep Guardiola wurden. Mit ihm zog ein Glamour ein in die Liga, wie es nie zuvor der Fall gewesen war. Vielleicht ist deshalb die Reaktion auf die neuen Konkurrenten so drastisch, dass man sogar einen renommierten Coach wie Ancelotti opfert. Dass es den Münchnern – anders als in den Jahren des Aufstiegs zur Spitze – zudem nicht gelang, Nachwuchsspieler auszubilden, die den Ansprüchen im Profikader genügen, komplettiert das Bild eines Klubs, in dem ein hohes Niveau eher verwaltet wurde, als dass man sich um die Zukunftsgestaltung gekümmert hätte.

    Dennoch sind jüngste Einschätzungen von Uli Hoeness im Fussballmagazin «Kicker» keineswegs uninteressant. Er setzt darauf, dass sich der überhitzte Markt abkühlen wird; eine passive Strategie, deren Risiko vor allem darin besteht, dass der Zeitpunkt schwer vorhersagbar ist. Und in der Zwischenzeit? Müssen sich die Bayern wohl damit begnügen, in einer ­ Liga mit Barcelona, der AC Milan und Chelsea zu spielen.


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    Zitat von Mushu

    Bin mit 4i oder 5i s'erscht Mal uf de Chnü vo mim Vater im ganz alte Letzigrund gsässe. Da schpillt hüt no min Club und das isch hüt no mis Schtadion!

    Fertig ...
    [emoji6]


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    kann ich sehr gut nachvollziehen!

    was mich viel mehr erstaunt ist die tatsache, dass so ein traditionalist wie du zuvorderst im umzug steht, wenn es um eine fusion mit den insekten oder eine red bull beteiligung/übernahme geht. :?:

    ich für meinen teil ziehe den fcz 1896 vor und schaue dafür liebend gerne in einem richtigen fussballstadion. für dieses privileg laufe ich sogar einmal pro woche über die gleise und begebe mich auf feindesland.


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    Zitat von ZüriBueb

    Canepa könnte diese Jungs ja alle aus dem Stadion aussperren. Aber Verantwortung übernehmen will man da ja nicht. Und dann wegen dem Stadion usw. sich wundern.


    der einzige richtige weg!

    aber nicht durchführbar, ausser die jungs haben alle wie islamische terroristen ihre ausweise auf den bahngleisen in pratteln deponiert.

    ausserdem passieren solche vorkommnisse zu 99,9 % ausserhalb der stadien und zu ebensovielen prozenten an auswärtsspielen. da dürfte die präventive wirkung bei stadionverbot im letzi relativ klein sein.


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    Zitat von Larry

    Gem. Transfermarkt haben wir den für 2 Mio. an RB Salzburg verkauft denen er immer noch gehört.


    die eigentliche transfersumme wurde nie kommuniziert. ist also eine schätzung, welche aber +/- hinkommen dürfte.

    die fcz scouts haben ihn in lausanne entdeckt und nach zürich geholt. langsamer aufbau war angesagt. aber als 18-jähriger wollte er (bzw. sein berater) unbedingt ins ausland und wechselte daher zu rb salzburg. auch wenn einige basler uns jetzt verhöhnen: der fcz hat ihn entdeckt und zu den junioren geholt, nicht der fc basel!

    klar, wäre damals zb. favre und nicht meier der trainer gewesen, und/oder wäre der fcz so erfolgreich und finanzkräftig wie basel wäre er uns garantiert länger erhalten geblieben. ich glaube aber nicht, dass er bis heute - bzw. bis zum wert einer 2-stelligen millionensumme - bei uns geblieben wäre. zu stark war sein drang ins ausland! abgesehen davon: weder bei uns, noch bei rb salzburg war er bereits so gut wie jetzt. sonst hätte ihn rb salzburg wohl kaum nach basel ausgelehnt...

    sein gelobtes ausland hat er ja jetzt auch erreicht...zuerst salzburg, nun basel! :razz:


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